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Die DTM und ihre sieben Leben

DTM-Chef Gerhard Berger gab zu, dass ihn die Diskussionen am Ende ermüdet haben. Sie waren kompliziert, sie waren langwierig, anstrengend, am Ende waren sie allerdings erfolgreich: Für die DTM geht es 2021 trotz des Rückzugs von Audi und BMW weiter. Beide Hersteller haben sich dazu bereit erklärt, Berger bei seinen Plänen für eine Zukunft der Plattform zu unterstützen. Wie es scheint, ist die Serie einmal mehr dem Tod von der Schippe gesprungen.

Es wird aber nicht mehr vieles so sein wie bisher. Denn die Tourenwagen von Audi und BMW haben ausgedient, an ihre Stelle sollen GT3-Autos treten. Mehr Marken werden dann am Start stehen, aus Werks- wird Kundensport. Unter dem Strich bekommt die Serie ein neues Gesicht. Eine Radikalkur, um durch die aktuelle Krise im deutschen Motorsport zu kommen.

“Ich glaube, dass wir eine perfekte Lösung gefunden haben. Es ist wichtig, dass wir weiterfahren und darauf aufsetzen, was vorhanden ist”, sagte Berger im Rahmen einer Pressekonferenz am Nürburgring: “Die Hersteller haben es ermöglicht, dass wir die Struktur so verändern können, dass die Serie ihre Zukunft findet.”

Die Eckpunkte des künftigen Konzepts sind abgesteckt, jetzt wird Berger in die genauere Planung gehen. Also an den Kalender mit bis zu zehn Rennwochenenden und mit 50 Prozent an Rennen in Deutschland, an die Teilnehmer, ans Reglement. Es habe bereits zahlreiche Anfragen von Herstellern und Teams gegeben, so Berger.

Ein paar Details nannte er. So soll Sat.1 als TV-Partner an Bord bleiben. Die finanziellen Rahmenbedingungen, um das neue Konzept nach vorne zu treiben, sind laut Berger ebenfalls festgezurrt. Formal scheiden Audi und BMW zum Saisonende aus der ITR aus. Ab dann übernimmt die BMS (Gerhard Berger) die alleinige wirtschaftliche Verantwortung für die neue Rennserie und die Weiterentwicklung der Plattform, die weiterhin den Namen der DTM tragen soll.

“Ich liebe den Namen der DTM. Grundsätzlich wird die Plattform so weitergehen wie bisher, die DNA wird bestehen bleiben, die Formate werden ähnlich bleiben. Das Technische Reglement wird sich ändern, es wird auf der Basis des GT3-Reglements aufgesetzt”, so Berger.

Die Hersteller sollen in Zukunft in den Hintergrund rücken, Berger will professionelle Rennteams, die von den Werken lediglich unterstützt werden, in den Mittelpunkt stellen. “Audi und BMW haben das zugesagt, die Teams bleiben aber eigenständig. Wir müssen alle diese Teams wieder in den Mittelpunkt rücken und die Leistungen der Fahrer in den Vordergrund stellen, das ist unser Ziel”, so Berger.

Trotz seiner Abneigung gegen künstliche Eingriffe in den Sport wird er bei einer GT-DTM nicht um eine Balance of Performance herumkommen, also eine Angleichung der diversen Marken mit unterschiedlichen Konzepten. “Der Schlüssel wird sein, wie gut und wie fair alles gelöst wird. Wenn man das schafft kann man den Fans viele Marken, Konzepte und Motoren bieten. Ich bin überzeugt, dass wir da eine gute Lösung finden”, sagt Berger. Ob die DTM tatsächlich überlebt, wird aber nicht hinter den Kulissen entschieden. Das macht am Ende der Fan.

Andreas Reiners / mid

Alpine startet im Motorsport durch

Alpine mischt wieder im Motorsport mit. Dabei engagiert sich die Kultmarke gleich in zwei Topserien: Das Alpine F1 Team geht 2021 in der Formel 1 mit dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso und Esteban Ocon an den Start.

Zudem tritt Alpine in der kommenden Saison unter dem Namen Alpine Endurance Team in der LMP1-Klasse der WEC-Langstrecken-Weltmeisterschaft an. Damit will Alpine die Ambitionen als Sportwagen-Marke der Renault-Gruppe unterstreichen und an die erfolgreiche Motorsport-Historie der Marke anknüpfen.

Ursprünglich feierte Alpine im Rallye-Sport die größten Erfolge und siegte bei der Rallye-Markenmeisterschaft 1971 und der Rallye-Weltmeisterschaft 1973. Darüber hinaus war Alpine im Langstreckenrennsport aktiv, erzielte Siege im Formel-Sport und unterstützte Renault zu Beginn des Formel-1-Engagements.

Andreas Reiners / glp

Bundesliga: VfB Stuttgart verliert Auftaktspiel gegen Freiburg

Auftaktspiel in der Fußball-Bundesliga: Der VfB-Stuttgart verliert vor 7.123 Zuschauern im Baden-Württemberg-Derby gegen gnadenlos effektive Freiburger mit 2:3. Dabei kommt die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo nach einem 0:3-Rückstand in der Mercedes-Benz-Arena durch Tore von Sasa Kalajdzic und Silas Wamangituka heran, zu mehr reicht es aber nicht. Erstmals seit 2011 kann Freiburg-Trainer Streich in Stuttgart gewinnen. 

Ausgangslage

Sowohl der VfB als auch der SC Freiburg gingen jeweils mit einem Erfolgserlebnis in das Auftaktspiel der Bundesliga. Während die Mannschaft von VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo mit einem 1:0-Sieg beim F.C. Hansa Rostock eine Runde weiterkam, zogen die Breisgauer durch ein 2:1 beim SV Waldhof Mannheim in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

Personal

Der wiedergenesene Mateo Klimowicz ersetzte Sasa Kalajdzic, ansonsten schenkte Trainer Pellegrino Matarazzo derselben Startelf wie in Rostock das Vertrauen.

Beim SC Freiburg fehlte der am Donnerstag verpflichtete Rekordeinkauf Baptiste Santamaria, dafür erhielt der Anfang der Woche vom 1. FSV Mainz 05 ausgeliehene Florian Müller im Tor den Vorzug vor dem ehemaligen VfB Torhüter Benjamin Uphoff.

8. Minute Kalte Dusche für den VfB: Eine Flanke von der rechten Freiburger Angriffseite von Roland Sallai landet in der Mitte des VfB Strafraums auf dem Kopf von Nils Petersen, der freistehend zur Freiburger Führung trifft.
15. Minute Fast der Ausgleich für den VfB. Gonzalo Castro setzt auf der rechten Seite Silas Wamangituka schön in Szene, der Torhüter Florian Müller tunnelt, doch Dominique Heintz klärt kurz vor der Torlinie.
26. Minute Das 2:0 für den SC Freiburg. Nach einem flach ausgeführten Freistoß von der rechten Seite kann Gregor Kobel den Abschluss von Nils Petersen zunächst noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von Roland Sallai ist der Keeper machtlos.
41. Minute Silas Wamangituka bedient im Strafraum Orel Mangala, dessen Schuss aus 15 Metern knapp am Tordreieck vorbeirauscht.
48. Minute Zunächst scheitert Robert Massimo mit seinem Abschluss an SCF-Torhüter Florian Müller und auf der Gegenseite treffen die Gäste zum 0:3. Eine flache Hereingabe von Lucas Höler vollendet Vincenzo Grifo eiskalt.
51. Minute Orel Mangal schießt, der Ball wird abgefälscht, doch Gonzalo Castro kommt nicht richtig an den Ball, sodass dieser am Tor vorbeifliegt.
57. Minute Es soll einfach nicht sein. Eine flache Hereingabe von Mateo Klimowicz klärt Jonathan Schmid mit der Fußspitze vor dem einschussbereiten Silas Wamangituka zum Eckball.
58. Minute Wataru Endo schickt Mateo Klimowicz, doch der 20-Jährige bekommt den Ball nicht an Freiburgs Torhüter Florian Müller vorbei.
63. Minute Wooyeong Jeong bedient im Strafraum Lucas Höler, der den Ball an Gregor Kobel vorbeischiebt, doch Waldemar Anton ist mitglaufen und klärt vor der Torlinie.
Daniel Didavi passt in den Lauf des eingewechselten Sasa Kalajdzic und der 23-Jährige bleibt vor Florian Müller cool und lupft den Ball zum 1:3 ins Tor.
81. Minute Ein langer Ball von Wataru Endo wird von einem Freiburger in den Lauf von Silas Wamangituka verlängert, der mit links ins kurze Eck zum 2:3 trifft.
90.+5 Minute Philipp Klement zieht aus 20 Metern ab, Florian Müller kratzt den Ball aber aus dem unteren Toreck.

red

Fußball-Auftaktspiel in München nun doch ohne Zuschauer

Viele Fußball-Fans hatten sich bereits auf eine Rückkehr ins Stadion gefreut. Doch daraus wird nun doch nichts – zumindest beim offiziellen Saison-Auftakt. Denn wegen der gestiegenen Infektionszahlen dürfen beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 keine Zuschauer live dabei sein. Das entschied die Stadt München. Davor war noch auf 7.500 Fans in der Allianz Arena gehofft worden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach in einer Mitteilung von einem “falschen Signal” und verwies auf aktualisierte Corona-Werte des Robert-Koch-Instituts. Demnach ist die Inzidenzzahl in München über Nacht von unter 34 auf 47,6 gestiegen.

“Für mich bedeutet dieser hohe, jetzt auch vom RKI bestätigte Inzidenzwert, dass wir über deutlich einschneidendere Einschränkungen im öffentlichen Leben zumindest nachdenken müssen. Und da kann ich nicht zeitgleich Tausende Fans in die Stadien lassen”, sagte der Politiker.

Bayern-Trainer Hansi Flick erreichte die Nachricht auf einer Pressekonferenz. “Wir haben gelernt, uns auf Situationen immer wieder neu einzustellen. Das müssen wir jetzt wieder machen”, sagte er. “Das wird uns noch länger begleiten”, fügte der Coach hinzu.

Ralf Loweg / glp

Bundesliga: VfB will Stadion für 8000 Zuschauer öffnen

Das Leiden für die Fans des VfB Stuttgart hat ein Ende: Schon am kommenden Samstag, können die ersten Anhänger der Roten zum Bundesligaauftakt wieder ins Stadion. Die Stadt Stuttgart lässt für das Spiel des VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg bis zu 12.000 Besucherinnen und Besucher zu. Das Amt für öffentliche Ordnung erteilte die Genehmigung zur Durchführung des Spiels mit Zuschauern. Das hat die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. Erst am Abend zuvor hatte der VfB bekannt gemacht, dass vor Zuschauern gespielt werden soll. Die Verordnung des Landes soll allerdings erst am Freitag entsprechend angepasst werden. 

In den vergangenen Wochen hat es in Vorbereitung auf die Stadionöffnung für Fußballfans intensive Gespräche zwischen der Stadt und dem VfB Stuttgart gegeben. Dabei wurde ein Hygienekonzept erarbeitet, das laut Gesundheitsamt und Amt für öffentliche Ordnung genehmigungsfähig ist. Im Detail sieht das Konzept vor, bei einem Spiel in der Mercedes-Benz-Arena bis zu 12.000 Zuschauer zuzulassen. Bei einem Fassungsvermögen von insgesamt 60.469 Plätzen können die Hygienevorgaben so gewahrt werden. Die Tickets können nur im Vorverkauf erworben werden und sind personalisiert. Sie werden nur an Fans der Heimmannschaft verkauft. Der Einlass erfolgt zu bestimmten Zeitfenstern, damit die Besucherströme entzerrt werden. Der Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken ist verboten. Zudem sollen kostenlose Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Die SSB wird zu den Heimspielen zusätzlich die Veranstaltungslinie U11 bedienen. Diese soll bereits am Samstag, 19. September, fahren.

Wie der Verein für Bewegung am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird das freigegebene Zuschauerkontingent jedoch nicht voll ausgeschöpft.

Wörtlich heißt es in der Mitteilung:

“Auf Basis der kurzfristigen politischen Entscheidungen hat der VfB beschlossen, zum Start der sechswöchigen Testphase die Mercedes-Benz Arena gegen den SC Freiburg für 8.000 Zuschauer zu öffnen. Wie bereits mehrfach kommuniziert, werden Tickets exklusiv an Dauerkarteninhaber und Businesskunden abgegeben. Für Offizielle Fanclubs greift eine Kontingentlösung über die Fanbetreuung. Der Verkauf startet am Freitagvormittag ausschließlich über den VfB Onlineshop.”

Die Stadt weist darauf hin, dass das Hygienekonzept zwingend einzuhalten ist. Sowohl im ÖPNV als auch im gesamten Stadion gilt die Maskenpflicht – nur unmittelbar am Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden. Der Verzehr von Speisen und Getränken ist nur am eingenommenen Platz erlaubt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Ich wünsche dem VfB für den Bundesligastart gutes Gelingen – sowohl hinsichtlich des Infektionsschutzes als auch hinsichtlich des Spielverlaufs.“

Die Regelung zur Fan-Rückkehr in Stadien geht auf einen Beschluss der Bundesländer zurück. Demnach soll es einen sechswöchigen Testbetrieb mit Zuschauern unter Corona-Bedingungen geben. Die Grenze liegt bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion- Kapazität. Die Regeln gelten nicht nur für Fußballspiele, sondern auch für andere sportliche Wettkämpfe. Sobald am Austragungsort mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage auftreten und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist, werden keine Zuschauer mehr zugelassen. Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 26,7 (Stand: 16. September, 12 Uhr).

DFB-Pokal: VfB Stuttgart nimmt erste Hürde in Rostock

Der VfB Stuttgart ist im DFB-Pokal eine Runde weiter. Am Sonntag (13.09.) setzte sich die Mannschaft des Cheftrainers Pellegrino Matarazzo mit 1:0 beim Drittligisten F.C. Hansa Rostock durch. Silas Wamangituka erzielt das einzige Tor des Nachmittags in dieser Partie kurz vor dem Seitenwechsel.

Ausgangslage

Der VfB reiste gut gewappnet zum dritten Pokalduell in Serie nach Rostock. Am vergangenen Wochenende siegte die Mannschaft mit dem roten Brustring bei ihrer Generalprobe mit 4:2 gegen den französischen Erstligisten Racing Straßburg. „Man sieht eine Entwicklung im Team. Wir haben inhaltlich gut gearbeitet und Schritte nach vorne gemacht. Das hat man auch in den Testspielen gesehen. Auch im Test gegen Straßburg haben wir uns nach den ersten 30 Minuten, in denen wir nicht unser Spiel gezeigt haben, gefangen und in der zweiten Hälfte einen ordentlichen Fußball gespielt“, sagte der VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo.

Die Rostocker unterlagen derweil in ihrem letzten Testspiel vor dem Pflichtspielauftakt dem Zweitligisten Holstein Kiel mit 1:3. Von fünf Vorbereitungsspielen gewann das Team von der Ostsee drei. Zudem setzten sich die Rostocker im Laufe des Augusts im Halbfinale sowie Finale des Landespokals Mecklenburg-Vorpommern durch.

Bei den Duellen in den Vorjahren setzte sich einmal der F.C. Hansa Rostock (2018 mit 2:0) und einmal der VfB (2019 mit 1:0) durch.

Personal

Mit Neuzugang Waldemar Anton in der Anfangsformation trat der VfB im ersten Pflichtspiel der Saison 2020/2021 an. Zudem meldete sich Roberto Massimo nach seinen Sprunggelenksproblemen aus der Vorbereitung rechtzeitig fit und stand in der Startelf, während Borna Sosa wegen Knieproblemen in Rostock nicht dabei sein konnte. Ebenfalls fehlte Pascal Stenzel, der Vater geworden ist.

Beim F.C. Hansa Rostock saß der ehemalige VfBler Pascal Breier, der bei den bisherigen beiden Pokalduelle jeweils von Beginn an auf dem Platz stand, zunächst auf der Bank. Der Verteidiger Julian Riedel machte indes sein drittes Pokalspiel gegen den VfB in Serie von Beginn an. Auf Seiten des VfB standen Kapitän Gonzalo Castro und Daniel Didavi bei allen drei Partien in Rostock in der Startelf.

Spielverlauf

VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo:

Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt. Rostock war sehr gut organisiert und hat robust sowie zweikampfstark verteidigt. So einen Gegner muss man auch erstmal knacken. Dennoch haben wir uns gute Chancen erspielt und noch kurz vor der Pause das 1:0 erzielt. In der zweiten Hälfte haben wir es verpasst, auf 2:0 zu erhöhen. Dadurch kam etwas Hektik ins Spiel. Unterm Strich bin ich zufrieden. Wir sind eine Runde weiter. Das zählt im Pokal. Es war schön mal wieder ein Spiel mit Zuschauern zu erleben.FazitDer VfB ist verdient eine Runde im DFB-Pokal weitergekommen. Die Mannschaft mit dem roten Brustring hatte die Partie über weite Teile der 90 Minuten unter Kontrolle, zudem insbesondere vor dem Seitenwechsel die besseren Einschussmöglichkeiten und ließ kaum Torchancen der Gastgeber aus Mecklenburg-Vorpommern zu.

 

9. Minute Nach einem guten Start des VfB – Orel Mangala spielte Silas Wamangituka frei, dessen Schuss geblockt wurde (1′) – entwickelt sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Für die Gastgeber gab Manuel Farrona-Pulido den ersten Torschuss ab. Er zielte aus etwa 16 Metern in halbrechter Position aufs kurze Eck, schoss aber knapp am kurzen Pfosten vorbei.
19. Minute Auf der Gegenseite wird es dann unter Beteiligung von Daniel Didavi und Gonzalo Castro vor dem Rostocker gefährlich. Nach einer Faustabwehr des Rostockers Torhüters Markus Kolke kommt Daniel Didavi an den Ball. Der Mittelfeldspieler zieht ab, Gonzalo Castro hält noch einen Fuß in den Schuss und verändert somit die Flugbahn des Balls, Markus Kolke ist aber zur Stelle.
23. Minute Auch kurz darauf steht der Hansa-Torhüter im Mittelpunkt: Gonzalo Castro legt auf Orel Mangala ab. Der Belgier schießt aus circa 18 Metern platziert auf rechte untere Toreck, Markus Kolke taucht ab und lenkt den Ball zur Ecke.
35. Minute Silas Wamangituka setzt sich auf der rechten Angriffsseite durch, passt den Ball flach ins Torzentrum, wo Sasa Kalajdzic mit der Fußspitze vor seinem Gegenspieler an den Ball kommt, doch wieder hält Rostocks Schlussmann Markus Kolke das Spielgerät sicher in seinen Händen.
40. Minute Dieses Mal setzt sich Silas Wamangituka auf der linken Seite durch, flankt, doch Daniel Didavi kann per Kopf nicht platziert abschließen.
42. Minute Nachdem sich die guten Offensivaktionen des VfB in den vergangenen Minuten gehäuft hatten, haben die Spieler mit dem Brustring nun Grund zu jubeln. Daniel Didavi zieht aus 18 Metern ab, trifft den rechten Pfosten und Silas Wamangituka schiebt den Abpraller zum 1:0 ins leere Tor.
45. Minute Kurz nach dem Führungstreffer des VfB ist Pause. In einer umkämpften Partie hatten die Jungs aus Cannstatt das Spielgeschehen insgesamt unter Kontrolle und mehr sowie die besseren Offensivszenen und gehen daher verdient mit dem 1:0 in die Pause.
53. Minute Der VfB gewinnt auch die zweite Hälfte im Vorwärtsgang: Sasa Kalajdzic zieht nahe der Strafraumgrenze ab, Rostocks Schlussmann Markus Kolke klärt mit leichten Problemen.
62. Minute Die Mannschaft mit dem roten Brustring hat das Spiel weiterhin unter Kontrolle, doch dann ist die Chance zum Ausgleich für die Gastgeber da. Ein verunglückter Rückpass zu Gregor Kobel landet bei Rostocks John Verhoek, der alleine vor dem VfB Torhüter auftaucht, aber am selbigen scheitert. Gregor Kobel wehrt den Ball zur Ecke ab.
67. Minute Und dann hat der VfB die Gelegenheit zum 2:0. Nach einer schönen Kombination landet der Ball beim eingewechselten Darko Churlinov, der letztlich an Markus Kolke scheitert.
70. Minute Die Wasenelf kontert, Gonzalo Castro flankt von der rechten Seite, Sasa Kalajdzic setzt den Kopfball aber neben das Tor.
90. Minute +3 Der VfB muss sich in der hitzigen Schlussphase der Angriffe der Rostocker erwehren, die noch einmal mit allen Mann stürmen. Am Ende bleibt es beim 1:0 für die Mannschaft mit dem roten Brustring.

SG BBM Handballerinnen verlieren Auftaktspiel in der Champions-League

Die SG BBM Bietigheim startet mit einer 26:33 (12:19)-Heimniederlage gegen den dänischen Meister Team Esbjerg in die diesjährige EHF Champions League-Saison.

Die Gastgeberinnen kamen gut in ihre erste EHF Champions League-Partie. Kim Naidzinavicius erzielte den ersten Treffer in diesem mit Spannung erwarteten Spiel, in der sich die Anfangsphase ausgeglichen gestaltete. In der 13. Minute lag der nun immer stärker werdende dänische Meister, der ohne seine Starspielerin Estavana Polman (Kreuzbandriss) auskommen musste, zum ersten Mal mit drei Toren in Front, weshalb Cheftrainer Markus Gaugisch beim Stand von 5:8 eine erste Auszeit nahm. Esbjerg, das bereits fünf Spieltage in der heimischen Liga absolvierte, setzte sich weiter ab, auch bedingt durch einige technische Fehler der SG BBM und netzte in der Offensive fast nach Belieben. Die SG BBM hatten dem Angriffswirbel des eingespielten dänischen Teams in der ersten Halbzeit leider wenig entgegenzusetzen, so dass es mit einem in dieser Höhe verdienten 12:19 in die Halbzeitpause ging.

Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Däninnen von Coach Jesper Jensen das Spielgeschehen. Bietigheim bemühte sich mit allen Kräften, wieder an die Gäste heranzukommen, jedoch ohne Glück. Kim Braun sorgte auf der linken Angriffsseite nach ihrer Einwechslung mit zwei blitzsauberen Treffern für kurzzeitigen Wirbel. Nach 43 gespielten Minuten lag die SG BBM mit 17:27 im Hintertreffen, worauf Markus Gaugisch seine Mannschaft zur Auszeit bat. Danach traf Stine Jørgensen gleich zum 18:27. Der Final4-Kandidat aus Dänemark präsentierte heute sich in einer glänzenden Verfassung, dem die SG-Ladies heute nur phasenweise etwas entgegenzusetzen hatten. Am Ende stand somit eine in dieser Höhe verdiente 26:33-Niederlage.

SG BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch sagte nach dem Auftaktmatch in der EHF Champions League: „Esbjerg hat über die gesamte Spieldauer viel Druck aufgebaut, jeden Fehler streng bestraft und gezeigt, dass sie eines der besten europäischen Teams sind. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, nun gilt die volle Konzentration auf die wichtige Bundesligapartie gegen die gut aufgelegte HSG Blomberg-Lippe.“

Die englischen Wochen gehen für die SG BBM nahtlos weiter. Am kommenden Mittwoch, 16. September, trifft das Team von Cheftrainer Markus Gaugisch in der heimischen MHPArena in der Handball Bundesliga Frauen auf die HSG Blomberg-Lippe.

Tor: Maidhof 5/3, Schulze 4, Naidzinavicius 3, Braun 3, Jørgensen 3, Østergaard 2, Kudlacz-Gloc 2, Smits 2, Berger 1, Lauenroth 1

Quelle: SG BBM Frauen

Kein Sieger im Spitzenspiel der SG BBM Frauen gegen Thüringer HC

Am Mittwochabend trennten sich im Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen (HBF) die SG BBM Bietigheim vom Thüringer HC in der Ludwigsburger MHPArena mit 29:29 (17:14).

Die SG BBM, die noch auf die angeschlagene Anna Loerper und Leonie Patorra verzichten musste, ging gleich durch einen Doppelpack von Antje Lauenroth und Luisa Schulze mit 2:0 in Führung. Der THC antwortete in altbekannter Manier, führte nach acht gespielten Minuten mit 5:6. Bietigheim leistete sich in dieser Phase einige technische Fehler und fand nur schwer zu seinem Spiel. In der 16. Minute beim Stand von 8:10 aus Sicht der SG BBM, legte Cheftrainer Markus Gaugisch die grüne Karte auf den Tisch. Gleich im Anschluss markierte Xenia Smits den 9:10-Anschlusstreffer und Stine Jørgensen haute fulminant aus dem Rückraum den Ausgleich in die Maschen, worauf THC-Coach Herbert Müller sein Team zur Auszeit holte. Doch es war Amelie Berger, die sich auf Rechtsaußen zum 11:10 durchtankte. Dies wirkte wie ein Weckruf.

Die SG BBM agierte nun konsequenter in der Offensive und stand in der Defensive um Torhüterin Valentyna Salamakha sicherer, sodass es mit einem verdienten 17:14 in die Halbzeitpause ging. Den ersten Treffer im zweiten Abschnitt markierte Julia Maidhof per erfolgreichem Siebenmeter zum 18:14. Der THC nutzte ein Unterzahlsituation gegen die SG BBM, um auf 18:17 heranzukommen. Es blieb weiter eine spannende Partie, ohne dass sich ein Team entscheidend absetzen konnte. 22:22 stand es nach 43 gespielten Minuten als Cheftrainer Markus Gaugisch seine nächste Auszeit nahm. Bietigheim hatte Probleme, durch die Abwehrreihen des THCs, der mit zwei Toren vorne lag, zu kommen. Die heute treffsichere Karolina Kudlacz-Gloc nahm in dieser Phase das Heft in die Hand und erzielte mit ihrem Doppelpack die wichtigen Anschlusstreffer zum 24:25.

Julia Maidhof war es, die den vermeindlich erlösenden Ausgleich zum 26:26 in der 53. Minute erzielte. Es blieb weiter ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Kim Naidzinavicuius traf drei Minuten vor dem Ende per Siebenmeter zur 28:27-Füh-
rung. Thüringen glich postwendend mit dem nächsten Angriff wieder aus, ging dann sogar in Front. Antje Lauenroth besorgte den 29:29-Ausgleich eine Minute vor dem Abpfiff. Der THC spielte routiniert die Uhr herunter, doch Bietigheim erkämpfte sich 5 Sekunden vor dem Ende das Leder, konnte jedoch die Überzahl in ihrer zweiten Welle nicht ausnutzen und es blieb beim gerechten 29:29 in einer von Kampf und Fehlern geprägten Partie.

SG BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch sagte nach dem Spiel: „Der THC hat sehr abgezockt gespielt, zudem bekamen wir Marketa Jerabkova nicht in Griff. Wir leisteten uns zu viele Fehler im eigenen Spiel. So kann man dieses Match nicht gewinnen.“

Tore:Maidhof 6/4, Kudlacz-Gloc 6, Lauenroth 5, Jørgensen 5, Naidzinavicius 2/1, Schulze 2, Reimer 1, Smits 1, Berger 1

Am kommenden Sonntag, 13. September, 14 Uhr empfangen die Bietigheimerinnen zum Auftakt der diesjährigen DELO
EHF Champions League- Saison 2020/21 den dänischen Meister Team Esbjerg.

Mick Schumacher auf den Spuren des Vaters

Einen besseren Startschuss hätte sich Mick Schumacher nicht aussuchen können. Das magische Monza, Ferrari-Land, Erinnerungen an den so erfolgreichen Papa, der fünf seiner sieben WM-Titel in Rot gefeiert hat. Der erste Saisonsieg in der Formel 2 war deshalb besonders emotional für den 21-Jährigen. “Es fühlt sich großartig an! Gerade hier in Monza als Ferrari-Junior zu gewinnen, ist sehr speziell”, sagte Schumacher.

Doch für ihn geht es nicht nur um emotionale Siege, sondern auch um die Zukunft. Im zweiten Jahr in der obersten Nachwuchsklasse unterhalb der Formel 1 kämpft Mick Schumacher um ein Ticket für die Motorsport-Königsklasse. Und mit dem Sieg hat er den Schlussspurt eindrucksvoll eingeläutet.

Nach 16 von 24 Saisonrennen belegt Mick Schumacher mit 143 Punkten Gesamtplatz zwei, er liegt nur noch sechs Zähler hinter Spitzenreiter Callum Ilott (149 Punkte/Großbritannien). Ebenfalls in Lauerstellung: der Russe Robert Schwartzman mit 140 Punkten.

Pikant: Alle drei gehören zur Ferrari-Akademie, also machen sich alle drei Hoffnungen auf ein Formel-1-Cockpit. Der Konkurrenzkampf tobt. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hatte zuletzt erklärt, dass der logische nächste Schritt für Mick Schumacher ein kleineres Formel-1-Team sei, bei dem er alles kennenlernen und dann langsam weiter aufsteigen könne.

Die Ferrari-Kundenteams Alfa Romeo und Haas also, beide Teams haben ihre Fahrer für 2021 noch nicht verkündet. Binotto wird sich nicht nur die Ergebnisse anschauen, sondern auch die Entwicklung der Fahrer, das Potenzial. Und Mick Schumacher besticht wie sein berühmter Vater durch Verständnis für Technik, durch Akribie und Fitness. Auf der Strecke macht er eher maue Qualifyings durch starke Starts wett, er agiert taktisch klug. Luft nach oben gibt es freilich noch in allen Bereichen.

“Es hat mich sehr gefreut, so eine Aussage zu hören von Mattia. Ich betrachte es als Kompliment”, sagte Mick Schumacher der Süddeutschen Zeitung. “Es zeigt, dass ich mich in allen Punkten verbessert habe, in denen ich mich verbessern sollte.” Und eines sei klar: “Mein großes Ziel ist selbstverständlich die Formel 1.”

Doch er weiß auch, dass er zunächst Leistung bringen muss: “Nichtsdestotrotz befinde ich mich gerade in der zweiten Saison in der Formel 2 – und dementsprechend ist mein Fokus zu hundert Prozent auf die Formel 2 gerichtet.” Für dieses Ziel schnappte sich Mick Schumacher wichtige Punkte. Und endlich auch den ersten Sieg, der für ihn ein Knotenlöser sein kann.

Spürt er die Last der Erwartungen in der Rennfahrer-Nation Deutschland auf seinen Schultern, wurde er gefragt. Denn es ist gut möglich, dass Mick Schumacher 2021 der einzige deutsche Fahrer in der Formel 1 ist, da die Zukunft von Sebastian Vettel nach dem Aus bei Ferrari Ende 2020 komplett offen ist.

“Das kann ich so nicht sagen. Wie es 2021 sein wird, muss man sehen. Es ist noch zu früh, um darauf eine konkrete Antwort zu geben”, sagte Mick Schumacher: “Dadurch, dass Corona ist, haben sich die Planungen alle etwas nach hinten verschoben. Also warte ich nun ab. Ich denke, dass ich in den nächsten Wochen mehr erfahren werde. Alle Entscheidungen werden später getroffen als gewöhnlich.”

Deshalb hätte er sich auch keinen besseren Startschuss aussuchen können.

Andreas Reiners / mid

Wegen Corona: Fußball weiter ohne Fans

Sport-Fans müssen in der Corona-Krise weiter draußen bleiben. Die Fußball-Bundesliga und auch andere Sportligen in Deutschland werden bis mindestens Ende Oktober 2020 vor leeren Zuschauerrängen spielen müssen. Bei einigen Sportveranstaltungen wird es sogar mindestens bis Ende des Jahres dauern.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte zuvor einen Leitfaden erarbeitet, der den 36 Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga die Erstellung von Konzepten erleichtern soll. Diese Konzepte sollen angesichts der Beschlüsse nun aber frühestens im November 2020 zur Anwendung kommen. Die Bundesliga startet laut aktueller Planungen am 18. September in die neue Saison.

Auch andere Sportligen wie die Handball-Bundesliga (HBL), die Basketball-Bundesliga (BBL) oder die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hatten auf eine Rückkehr von Zuschauern in die Hallen gehofft. Gerade diese Ligen sind stark von Zuschauereinnahmen abhängig. Der Start der DEL-Saison 2020/21 ist aber ohnehin erst für den 13. November 2020 vorgesehen, der für die BBL am 6. November.

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygiene-Regelungen nicht möglich sind, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden. Dazu gehören beispielsweise Zuschauer bei Marathonläufen oder Radrennen, bei denen an der Strecke kein geregelter Zugang erfolgen kann.

Ralf Loweg / glp

 

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