Bietigheim gewinnt souverän gegen Tabellenletzten

Am 11. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gewann die SG BBM Bietigheim am Mittwochabend vor 702 Zuschauern in der Bietigheimer Viadukthalle mit 39:22 (19:12) gegen Tabellenschlusslicht Kurpfalz Bären aus Ketsch.

Nach der Auswärtsniederlage zuletzt im Europapokal gegen Storhamar hatte SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen, der auf die an Grippe erkrankte Daphne Gautschi verzichten musste, eine Reaktion seiner Mannschaft angekündigt – was auch gelang!

Der Tabellenletzte ging unbekümmert in dieses Match, bot dem Deutschen Meister lange Zeit Paroli, bei dem es in der Anfangsphase nicht rund lief. Ab Mitte des ersten Durchganges nahm der SG BBM-Express Fahrt auf. Die Gäste, die teilweise übermotiviert agierten, verschleppten über 60 Minuten das Tempo und dezimierten sich in dieser Phase zudem durch eine berechtigte rote Karte gegen Verena Oßwald, die SG-Linksaußen Kim Braun nach einem Abpraller ummähte. Nach 20 Minuten stand es 12:8 für die SG-Ladies, die nun die Führung weiter ausbauten. Mit einem verdienten 19:12 ging es in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte musste Bietigheim in Unterzahl beginnen – Maren Aardahl ließ sich dennoch nicht zweimal bitten und markierte das 20:12 aus ungewohnter Rückraumposition. Die Kurpfalz Bären ergaben sich nicht ihrem Schicksal, wehrten sich tapfer gegen eine höhere Niederlage. Nach 40. Minuten nahm Gästetrainerin Katrin Schneider beim Spielstand von 27:16 ihre Auszeit. Treffer Nummer 30 für die SG BBM markierte schließlich Karolina Kudlacz-Gloc in der 43. Minute. Den Kurpfalz Bären ging in der Schlussphase dieses Matches etwas die Puste aus und sie hatten dem Deutschen Meister nichts mehr entgegenzusetzen, der wiederrum unbeirrt sein Torekonto weiter erhöhte. Mit dem 39:22 fuhr Bietigheim den erwarteten Pflichtsieg gegen den Aufsteiger ein.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem Match: „Nach der Niederlage in Norwegen war die Leistung heute, besonders in der Abwehr, besser als zuletzt. Mein Team hat gut gespielt. Diesen Schwung nehmen wir mit in das schwierige Spiel gegen Ikast im Europapokal. Ich hoffe wieder auf eine tolle Unterstützung in der MHPArena durch unsere Fans.“

Tore: Naidzinavicius 7/7, Aardahl 5, Kudlacz-Gloc 4, Malestein 4, Berger 4, van der Heijden 3, Lauenroth 3, Braun 3, Schulze 2, Loerper 2, Visser 1

Bereits am Samstag, 18. Januar, geht es für die SG-Ladies auf europäischer Bühne gegen Herning-Ikast aus Dänemark weiter. Anwurf in der Ludwigsburger MHPArena ist um 19:30 Uhr.

Laureus Awards: Diese Stars und Teams sind nominiert

Lewis Hamilton nimmt den nächsten Anlauf: Der Formel-1-Weltmeister ist zum fünften Mal als Laureus World Sportsman of the Year nominiert worden.

Holt sich der sechsmalige Weltmeister die Auszeichnung diesmal? Bislang ging er jedes Mal leer aus. 2008 hatte er in der Kategorie Durchbruch des Jahres seinen bis heute einzigen Laureus-Award gewonnen.

Seine Konkurrenten bei der 20. Auflage der Verleihung am 17. Februar in Berlin sind nicht ohne: Neben MotoGP-Champion Marc Marquez sind das Weltfußballer Lionel Messi, Tennis-Ikone Rafael Nadal, Golf-Superstar Tiger Woods und Top-Leichtathlet Eliud Kipchoge.

Stammgast in der Kategorie „Weltteam des Jahres“ ist Hamiltons Mercedes-Team. 2019 feierten die Silberpfeile den sechsten Konstrukteurstitel in der Formel 1 und sind dementsprechend auch zum sechsten Mal nominiert. 2018 konnte Mercedes zum einzigen Mal gewinnen.

Die Konkurrenz: Der FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp, das Rugby-Team Südafrikas, die spanische Basketball-Nationalmannschaft der Männer, die Toronto Raptors (Basketball) und die Frauen-Fußball-Nationalmannschaft der USA.

Ebenfalls nominiert: Sophia Flörsch. Sie kann in der Kategorie „Comeback of the Year“ auf einen Award hoffen. Andy Murray (Tennis), der FC Liverpool (Fußball), Kawhi Leonard (Basketball), Christian Lealiifano (Rugby) und Nathan Adrian (Schwimmen) sind ebenfalls nominiert.

Flörsch hatte sich bei einem Horrorcrash beim legendären Formel-3-Rennen in Macau Ende 2018 schwer verletzt, war aber 2019 ins Cockpit zurückgekehrt und zuletzt sogar wieder in Macau an den Start gegangen.

1000 internationale Sportjournalisten hatten diese Vorauswahl getroffen, die Preisträger werden nun von den 68 Mitgliedern der Laureus World Sports Academy gewählt.

Millionen-Deal: FC Bayern und Audi verlängern Partnerschaft

Audi setzt weiterhin auf die Zusammenarbeit mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München. Seit 2002 besteht diese Partnerschaft, seit 2011 ist Audi zudem Anteilseigner an der FC Bayern München AG. Beide Parteien machen gemeinsam weiter, die bis 2025 datierte Partnerschaft wurde jetzt vorzeitig um vier Jahre bis immerhin 2029 verlängert. Audi hat auch die Partnerschaft mit den Basketballern des FC Bayern, die seit 2011 besteht, bis ins Jahr 2023 verlängert.

Schwerpunkt des nächsten Jahrzehnts soll eine strategische Zusammenarbeit in den Bereichen innovatives Marketing und Elektrifizierung sein. So erhalten alle Lizenzspieler des Rekordmeisters 2020 einen rein elektrischen Audi e-tron. Für die gesamte Flotte, die der FC Bayern von Audi erhält, ist für die komplette Vertragslaufzeit. Das

Audi lässt sich den Deal einiges kosten, denn Audi hatte sich mit Konkurrent BMW ein Duell um den Zuschlag geliefert. Plötzlich stand eine Summe von stolzen 800 Millionen Euro im Raum für den Sponsor-Vertrag und Anteile. Doch der Deal platzte, der Preis stieg allerdings.

Wie das Handelsblatt berichtet, soll die jährlich zu zahlende Summe von derzeit 30 Millionen Euro auf fast das Doppelte steigen. „Da ist noch eine Fünf davor, die Zahl 60 ist aber nicht weit entfernt“, sagt eine mit dem Vorgang betraute Person.

Der FC Bayern München passt perfekt zur strategischen Neuausrichtung von Audi“, sagt Hildegard Wortmann, Vorständin Vertrieb und Marketing der Audi-AG. Die zwei starken Marken seien weltweit für Premiumerlebnisse bekannt. „Wir wollen nah an unseren Fans, Kunden und potenziellen Kunden sein. Als exklusiver Automobilpartner des FC Bayern München haben wir die Möglichkeit, neue Konzepte der Mobilität, Elektromobilität und Konnektivität zu präsentieren und erfahrbar zu machen.“ Alexander Seitz, Vorstand Finanz, China und Recht der Audi-AG: „Die Zusammenarbeit mit dem FC Bayern als einem der internationalen Spitzenklubs mit 650 Millionen Fans weltweit und allein 135 Millionen Fans in China erschließt neue, gemeinsame Vermarktungsmöglichkeiten vor allem auch in dem für Audi wichtigsten Wachstumsmarkt China.“

Andreas Reiners

Stuttgart holt Churlinov aus Köln

VfB Stuttgart schlägt auf dem Transfermarkt zu: Darko Churlinov wechselt mit sofortiger Wirkung vom 1. FC Köln zum VfB Stuttgart. Er unterschreibt einen bis zum 30. Juni 2024 gültigen Vertrag und wird künftig mit der Rückennummer 19 auflaufen.

Der 19 Jahre alte Außenbahnspieler gab am ersten Spieltag der laufenden Saison gegen den VfL Wolfsburg sein Bundesligadebüt. Zudem bestritt Darko Churlinov neun Regionalligaspiele für die zweite Mannschaft der Kölner, erzielte dabei sechs Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Bereits im März 2017 debütierte der Nordmazedonier im Alter von 16 Jahren beim 3:0-Sieg gegen Weißrussland für die mazedonische Nationalmannschaft. Nach Stationen in der Jugend des F.C. Hansa Rostock und des 1. FC Magdeburg wechselte Darko Churlinov 2016 zum 1. FC Köln, wo er in der vergangenen Saison Torschützenkönig der A-Junioren-Bundesliga West wurde.

Sportdirektor Sven Mislintat: „Darko ist ein junger, talentierter Spieler, dem wir in den kommenden Jahren eine gute Entwicklung und damit eine vielversprechende Perspektive in unserem Kader zutrauen. Er ist auf beiden Außenbahnen sowohl in der Defensive als auch in der Offensive einsetzbar und auch wegen dieser Vielseitigkeit ein absolut sinnvoller Transfer für uns.“

Darko Churlinov: „Ich freue mich riesig, hier zu sein, und bin zu einhundert Prozent motiviert, für den VfB mein Bestes zu geben. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft im Kampf um den Aufstieg helfen kann, wo immer ich gebraucht werde. Ich wurde vom ersten Moment an super aufgenommen und freue mich, die ganze Mannschaft noch besser kennenzulernen.“

Bietigheimerinnen gewinnen Spitzenspiel

Am 10. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gewann die SG BBM Bietigheim mit 38:30 (21:15) bei der HSG Blomberg-Lippe, rückt mit ihrem 8. Saisonsieg auf Platz zwei der Tabelle vor und bleibt dadurch im Titelrennen.

Zur Primetime am Freitagabend standen sich im Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen mit der HSG Blomberg-Lippe und der SG BBM Bietigheim der Zweite und Dritte der Tabelle gegenüber – passend dazu wurde dieses Topspiel live auf Eurosport übertragen. In der mit 3519 Zuschauern prall gefüllten Phoenix Contact Arena in Lemgo entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel. Was beide Mannschaften auf der Platte zeigten, war beste Werbung für den deutschen Frauenhandball.

Nach der Niederlage zuletzt bei Tabellenführer Borussia Dortmund erwartete SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen eine Reaktion seines Teams – seine Forderung wurden in allen Belangen erfüllt. Die niederländische Weltmeisterin Laura van der Heijden brachte die Gäste mit 1:0 in Führung, Torhüterin Dinah Eckerle parierte den ersten Siebenmeter der HSG Blomberg-Lippe, Maura Visser und Kim Naidzinavicius erhöhten auf 3:0 – der Start des Deutschen Meisters war einmal mehr furios. Die HSG fand nach fünf Minuten besser ins Spiel und kam auf 4:6 heran. Nach Angela Malesteins Doppelpack zur 9:5-Führung nahm HSG-Coach Steffen Birkner seine erste Auszeit. Im weiteren Verlauf entwickelte sich stellenweise und sehr zur Freude der Zuschauer ein offener Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für die Bietigheimerinnen, die nach 24 Minuten mit 16:11 vorne lagen, auch aufgrund von insgesamt elf Paraden von Dinah Eckerle. Bis zur Halbzeitpause konnte die SG BBM auf 21:15 erhöhen.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Siebenmeterfestival – zwei für die HSG, einen für die SG BBM, die allesamt verwandelt wurden. Blomberg-Lippe kam mit voller Wucht aus der Kabine, der amtierende Deutsche Meister aus Bietigheim hielt dem Angriffsdruck stand, auch in mehrmaliger Unterzahl, die am Ende mit 14:2 Minuten recht deutlich zu Ungunsten der SG BBM ausfiel.
Nach 45 Minuten stand es 30:24 für Bietigheim, HSG-Coach Steffen Birkner legte die grüne Karte auf den Tisch, um sein Team auf die Schlussphase einzustellen. Der sechs Tore-Abstand wurde souverän und routiniert von den Bietigheimerinnen gehalten. Fünf Minuten vor dem Ende holte SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen nochmals seine Ladies in einer Auszeit zu sich. In der 57. Minute netzte die heute stark agierende Laura van der Heijden zum 36:30, damit war das Topmatch endgültig entschieden. Maren Aardahl und Angela Malestein setzten den Schlusspunkt unter einen nie wirklich gefährdeten und wichtigen 38:30-Auswärtserfolg der SG BBM Bietigheim, die dadurch auf den zweiten Tabellenplatz vorrückte.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagt nach der Partie: „Unsere Abwehr war heute verbessert, aber noch nicht optimal. Es war alles andere als einfach vor so eine Kulisse zu spielen. Ich freue mich riesig über den Sieg und die Leistung meiner Mannschaft.“

Tore: van der Heijden 10, Malestein 8, Naidzinavicius 8/6, Visser 3, Woller 2, Lauenroth 2, Kudlacz-Gloc 2,
Schulze 1, Loerper 1, Aardahl 1

Hertha BSC verpflichtet Ascacibar

Hertha BSC hat Santiago Ascacibar als ersten Neuzugang unter Trainer Jürgen Klinsmann verpflichtet. Ascacibar verlässt nach zweieinhalb Jahren den VfB Stuttgart. Der 22-jährige Mittelfeldspieler wechselt mit sofortiger Wirkung in der Winterpause zu Hertha BSC. Der 22 Jahre alte Argentinier wird bereits mit seinem neuen Team ins Trainingslager in die USA reisen, wie der Klub mitteilte. Ascacibar unterschrieb nach Angaben der Berliner einen langfristigen Vertrag, die Ablösesumme soll einem Bericht des Kicker zufolge bei zwölf Millionen Euro liegen. 

Der Argentinier war im Sommer 2017 an den Neckar gewechselt und feierte am 10. September 2017 sein Bundesligadebüt beim Auswärtsspiel auf Schalke. Es folgten in seiner Premierensaison weitere 28 Bundesligaspiele im Trikot mit dem Brustring und zwei Einsätze im DFB-Pokal. Seinen ersten VfB Pflichtspieltreffer erzielte „Santi“ im Zweitligaspiel gegen Dynamo Dresden am 3. November 2019.  

Insgesamt bestritt Santiago Ascacibar, der während seiner Zeit in Stuttgart sein Debüt in der argentinischen Nationalmannschaft gab, 57 Bundesligaspiele, 13 in der 2. Bundesliga (ein Tor) und vier im DFB-Pokal.

Sportdirektor Sven Mislintat: „Nachdem es schon im Sommer mehrere konkrete Anfragen gab, haben wir damit gerechnet, dass es auch in der aktuellen Transferperiode Kaufinteressenten für Santi geben wird. Santi hat immer mit vollem Einsatz und mit großer Leidenschaft das VfB Trikot getragen, auch in Phasen, in denen seine persönliche Situation nicht einfach war. Wir hatten zu Saisonbeginn mit ihm vereinbart, dass wir bei einem entsprechenden Angebot nach der Vorrunde gesprächsbereit sein werden. Nachdem Hertha BSC ein solches Angebot abgegeben hat und Santi signalisiert hat, dass er nach Berlin wechseln möchte, haben wir eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden. Wir danken Santi für die gemeinsame Zeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Santiago Ascacibar: „Es waren zweieinhalb tolle Jahre beim VfB. Ich habe mich in Stuttgart sehr wohlgefühlt und viele freundliche Leute kennengelernt. Ich danke den VfB Fans, die uns immer super unterstützt haben. Ich wünsche dem Verein und den Fans alles Gute für die Zukunft!“

Pellegrino Matarazzo wird Nachfolger von Tim Walter

Jetzt ist es amtlich: Neuer Cheftrainer des VfB Stuttgart wird Pellegrino Matarazzo. Der 42-Jährige wechselt von der TSG 1899 Hoffenheim zum VfB, dort war der Fußballlehrer seit 2018 als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann und anschließend bis zuletzt unter Alfred Schreuder tätig. Der Vertrag beim VfB hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2021.

Das künftige Trainerteam des VfB komplettieren die bisherigen Co-Trainer Rainer Widmayer und Michael Wimmer, Torwart-Trainer Uwe Gospodarek sowie die Athletik-Trainer Martin Franz und Matthias Schiffers. Auch die Spiel- und Trainingsanalysten Marcus Fregin und Emiel Schulze gehören weiterhin dem Trainerstab der Lizenzmannschaft an.

Seine Trainerkarriere begann Pellegrino Matarazzo im Nachwuchsbereich des 1. FC Nürnberg, von wo Pellegrino Matarazzo, der im Besitz der italienischen und der amerikanischen Staatsbürgerschaft ist, zur TSG Hoffenheim wechselte. In Hoffenheim war der neue Cheftrainer für die U17-Bundesliga-Junioren der TSG zuständig, bevor er in den Trainerstab der Lizenzmannschaft berufen wurde.

Als Spieler war Pellegrino Matarazzo in Deutschland unter anderem für den SV Wehen Wiesbaden, Preußen Münster und die II. Mannschaft des 1. FC Nürnberg aktiv, in den USA für die Columbia University.

Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger:

„Wir sind bei der Suche nach unserem neuen Cheftrainer mit großer Sorgfalt vorgegangen und haben in den vergangenen Tagen zahlreiche intensive Gespräche geführt. Am Ende stand ein klares Votum für Pellegrino Matarazzo, den wir herzlich beim VfB Stuttgart begrüßen. Wir wollen kurzfristig erfolgreich sein, unser fußballerisches Profil weiter schärfen und sicherstellen, dass die Tür zur Profimannschaft für unsere Jugendspieler auch in Zukunft offensteht. Für all diese Herausforderungen sehen wir uns mit Pellegrino Matarazzo als Cheftrainer sehr gut aufgestellt.“  

Sportdirektor Sven Mislintat:

„Mit Pellegrino Matarazzo haben wir einen Trainer verpflichtet, der sehr gut zu unserer fußballerischen Ausrichtung passt. Wir sind davon überzeugt, dass er unserer Mannschaft wichtige Impulse für eine erfolgreiche Rückrunde in der 2. Bundesliga geben kann. Pellegrino hat in den vergangenen Jahren sowohl im Profibereich als auch im Übergangsbereich und in der individuellen Entwicklung von Toptalenten gute Arbeit geleistet, sodass wir auch unseren eingeschlagenen Weg der engen Verzahnung von Nachwuchs- und Profibereich beim VfB mit großer Intensität fortsetzen werden.“

Cheftrainer Pellegrino Matarazzo:

„Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim VfB Stuttgart. Wir stehen gemeinsam vor Herausforderungen, die wir mit viel Optimismus und mit einer großen Vorfreude angehen werden. Ich danke Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat für das Vertrauen in meine Person. Ebenso möchte ich mich bei der TSG 1899 Hoffenheim bedanken. Ich durfte dort wichtige Erfahrungen sammeln und viele interessante Menschen kennenlernen. Und die Verantwortlichen haben mir jetzt den Wechsel zum VfB ermöglicht.“

Handballerinnen kassieren erste Niederlage der Saison

Die SG BBM Bietigheim musste in der letzten Partie des Jahres 2019 ihre erste Niederlage hinnehmen. Im Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gab es am 9. Spieltag ein 32:38 (16:20) bei Borussia Dortmund.

Die ausverkaufte Sporthalle Wellinghofen, darunter knapp 70 Fans aus Bietigheim, platzte beim Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen zwischen Borussia Dortmund und der SG BBM Bietigheim aus allen Nähten. Vor dem Anpfiff gab es Blumen für die niederländischen Weltmeisterinnen beider Teams, mehr Geschenke wurden an diesem Tag von Seiten des BVBs nicht mehr verteilt.

Den ersten Treffer in dieser Spitzenbegegnung markierte Kim Naidzinavicius per Siebenmeter für die SG BBM. Maren Aardahl und erneut die Kapitänin sorgten für die 3:1-Führung des Deutschen Meisters. Laura van der Heijden legte mit dem 4:1 noch einen Treffer nach. Der Spitzenreiter kämpfte sich jedoch nach leichten Ballverlusten auf Seiten Bietigheims wieder auf 4:4 heran, worauf SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen seine erste Auszeit nahm. Linksaußen Fie Woller und Rechtsaußen Angela Malestein netzten in deren Anschluss zum 6:4.

Beide Teams schenkten sich in dieser Phase nichts und bestraften jeden Fehler gnadenlos. 11:11 stand es nach 20 Minuten. Der BVB drückte wie zu Beginn weiter aufs Tempo, kam viel zu oft zu einfachen Toren und stellte
auf 15:11. Bis zur Halbzeitpause änderte sich an diesem Abstand nichts, somit ging es mit einem 20:16 für die Gastgeberinnen in die Halbzeitpause.
Der Beginn des zweiten Durchganges gestaltete sich zunächst wie der erste, Bietigheim fand wieder gut ins Spiel, verkürzte nach 35 Minuten auf 23:21. Bis zur 42. Minute schlug der BVB eiskalt zurück, baute seine Führung auf 28:22 aus. Bietigheim konnte dem Spitzenreiter vor allem im Defensivverbund nur wenig entgegensetzen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff lagen die Westfälinnen mit 31:25 in Front. Morgenluft witterte die SG BBM in der 55. Minute, die Aufgrund einer offensiven 4:2-Deckung auf 33:29 verkürzte. Dortmund behielt kühlen Kopf, antwortete postwendend mit drei einfachen Treffern in Folge zum 36:29 – damit war das Spiel endgültig entschieden. Am Ende stand der unerwartet klare 38:32-Sieg für die Dortmunderinnen fest.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach der ersten Saisonniederlage: „Wir sind perfekt ins Spiel reingekommen. Leider haben wir den Ball vorne mehrmals unnötig verloren und Dortmund hat diese Fehler gnadenlos bestraft. Das war nicht das Bietigheim, wie ich es kenne. Glückwunsch an Dortmund.“

Tore: Naidzinavicius 8/6, Malestein 7, van der Heijden 5, Kudlacz-Gloc 4, Aardahl 3, Woller 3, Berger 2

Steelers mit Auswärtssieg gegen Lausitzer Füchse

Zum letzten Auswärtsspiel im Jahr 2019 ging es gestern für die Mannschaft von Trainer Marc St-Jean nach Weißwasser. Dort traf man auf die Lausitzer Füchse. Am Kader änderte sich zum Vergleich vom Spiel gegen Dresden nichts, Lukas Laub und Dennis Swinnen fielen weiterhin aus. Im Tor gab es einen Wechsel – Stephon Williams begann im mit 2.950 Zuschauern ausverkauften Fuchsbau.

Die Lausitzer legten gut los und setzten die Bietigheimer unter Druck, die jedoch gut mit diesem umgingen. Nach knapp zwei Minuten feuerte Kapitän Niki Goc den ersten Schuss auf das Tor von Maximilian Franzreb ab, der heute selbiges hütete. Auch gegen Brett Breitkreuz hielt der Förderlizenzspieler der Eisbären Berlin gut. Nach drei Minuten sprachen die Hauptschiedsrichter Marc André Naust und Eugen Schmidt gegen Jakub Kania die erste Strafe aus – Powerplay Bietigheim. In diesem stand nach Schuss von Matt McKnight Freddy Cabana wie am Donnerstag goldrichtig und netzte zum 1:0 ein- der Jubel bei den ca. 90 mitgereisten Schwaben-Fans war groß! Nur wenige Sekunden später verpasste Eric Stephan nach tollem Pass von Alex Preibisch den Doppelschlag. Guter Beginn der Schwaben im Fuchsbau, die das Spiel auch zur Mitte des ersten Abschnitts jederzeit im Griff hatten. In der 13. Minute hatte Mike Hammond mit der ersten guten Füchse-Aktion den Ausgleich auf der Kelle, doch Stephon Williams hielt stark. Mitten in eine gute Phase der Füchse gab es das zweite Überzahlspiel für Bietigheim. Die Scheibe lief gut und Guillaume Leclerc verpasste den zweiten Treffer nur, weil Max Franzreb sehr stark hielt. So blieb es bei der knappen Führung nach den ersten 20 Minuten.

Der Auftakt ins zweite Drittel war mehr als optimal, denn Guillaume Leclerc traf nach 36 Sekunden nach Pass von Brett Breitkreuz per Alleingang zum 2:0. Die Schwaben hielten das Tempo hoch und drängten weiter nach vorne. Doch in der 25. Minute musste Stephon Williams alles in die Waagschale werfen um das erste Tor der Sachsen zu verhindern – eine überragende Aktion des US-Amerikaners. Die Füchse legten nun einen Gang zu, die Steelers verteidigten gut und hielten die Zwei-Tore-Führung. In der 31. Minute gab es die erste Strafe gegen die Ellentaler, wegen Beinstellens musste Freddy Cabana auf die Strafbank. Es dauerte lediglich sieben Sekunde ehe Joel Keussen einen tollen Pass auf Darcy Murphy spielte und dieser zum 1:2 einschießen konnte. Ein Powerplay nur wenig später für die Schwaben brachte zwar viel Gefahr, doch Max Franzreb hielt seinen Kasten mit sehr guten Saves sauber. Nach einer Aktion gegen Norman Hauner gab es vor der Bank der Steelers einige Meinungsverschiedenheiten. Benjamin Zientek sowie Oliver Granz für die Füchse erhielten jeweils 2+2 Strafminuten wegen übertriebener Härte. Norman Hauner blieb für den Rest des Spiels in der Kabine.  Bei einem Konter nur eine Minute später setzte Guillaume Leclerc Matt McKnight in Szene. Sein Schuss konnte Franzreb noch parieren, doch Brett Breitkreuz netzte den Abpraller zum 3:1 in der 36. Minute ein. 24 Sekunden vor der zweiten Sirene erhielt Mark Ledlin wegen eines Stockschlags noch eine Strafe.

So mussten die Steelers mit einem Mann weniger in den Schlussabschnitt starten, überstanden dies aber schadlos. In der 46. Minute traf erneut ein Breitkreuz, doch diesmal war es Clarke, der Kapitän der Füchse verkürzte aus kurzer Distanz zum 2:3 und brachte sein Team zurück ins Spiel. Keine Minute später gab es zwei Strafen gegen die Schwaben, Matt McKnight erhielt eine Strafe wegen Halten des Stocks und Max Prommersberger wegen eines Stockchecks – volle zwei Minuten mit zwei Mann weniger. Die Schwaben hatten zwar bei zwei Pfostentreffer Glück, kämpften jedoch mit Mann und Maus und konnten diese sehr brenzlige Situation überstehen. Kaum komplett gab es die nächste Strafe gegen die Steelers, diesmal erwischte es René Schoofs wegen Stockschlags. Auch hier blieb man ohne Gegentreffer und von der Strafbank kommend hatte René Schoofs die Chance auf das vierte Tor, doch Franzreb parierte stark. Die letzten acht Minuten versprachen sehr viel Spannung. Knappe fünf Minuten vor dem Ende musste Guillaume Leclerc wegen eines hohen Stocks in die Kühlbox. Da nur 38 Sekunden später Clarke Breitkreuz wegen unkorrektem Körperangriff raus musste, ging es mit Vier gegen Vier weiter. 80 Sekunden vor Schluss ging Max Franzreb zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis und Corey Neilson nahm seine Auszeit. Die Füchse warfen nochmals alles nach vorne, doch Alex Preibisch machte mit einem Empty-Net-Goal den Sack zu und traf zum Endstand von 4:2.

Eine Tolle Mannschaftsleistung, ein starker Stephon Williams und ein tolles Unterzahlspiel ebneten den wichtigen Auswärtssieg. Am Montag kommt es um 20:00 Uhr zum letzten Spiel des Jahres 2019. In der EgeTrans Arena sind dann die Kassel Huskies zu Gast.

Steelers verzweifeln an Gästetorwart Marco Eisenhut

Am zweiten Weihnachtsfeiertag empfingen die Steelers in der EgeTrans Arena die Eislöwen aus Dresden. 2.852 Zuschauer wollten sehen, wer den Weihnachtsbraten besser verdauen konnte. Die Mission „fünfter Heimsieg in Serie“ musste Marc St-Jean nach wie vor ohne Lukas Laub und Dennis Swinnen angehen. Im Tor erhielt heute Cody Brenner den Vorzug.

Die Partie war von Beginn an von jeder Menge Tempo geprägt und beide Mannschaften hatten den ersten Treffer auf der Kelle. Marco Eisenhut im Tor der Sachsen und Cody Brenner auf Seiten der Steelers erwischten einen Sahnetag und fischten alle Pucks ab. Würde es bei einem Steelers Powerplay in der 19. Minute keinen Fehler im Aufbau geben, wäre es wohl torlos in die erste Pause gehen. Der Eislöwen Top Scorer Mario Lamoureux schnappte sich hinter dem Tor der Schwaben die Scheibe, setzte den freistehenden Tom Knobloch in Szenen und dieser traf zum 0:1 aus Sicht der Ellentaler.

Im zweiten Drittel bot das Spiel ein ähnliches Bild. Die Bietigheimer betrieben viel Aufwand, doch dieser wurde nicht durch einen Treffer belohnt. Die Eislöwen verteidigten geschickt und hatten mit Marco Eisenhut einen starken Schlussmann zwischen den Pfosten. Vorne setzte man immer wieder gefährliche Nadelstiche. Einer dieser führte zum 0:2. Eine sicher geglaubte Scheibe in Reihen der Schwaben wurde von Dale Mitchell geklaut, er umkurvte das Tor und hatte Glück, dass Chris Owens im Slot wegrutschte. Dies nutzte der Eislöwen-Stürmer und traf unhaltbar ins lange Eck zum 0:2. 57 Sekunden vor der zweiten Sirene gab es eine Strafe gegen Steve Hanusch, die zum Anschlusstreffer der Steelers führte.

Denn im letzten Abschnitt waren gerade einmal 48 Sekunden gespielt, da landete eine Kombination über Matt McKnight und Brett Breitkreuz bei Freddy Cabana. Dieser ließ es sich nicht nehmen und traf zum 1:2 – die Steelers waren wieder im Spiel. 11 Minuten vor Schluss gab es das insgesamt sechste Powerplay für die Ellentaler, doch genutzt werden konnte es nicht. 47 Sekunden vor Schluss ging der starke Cody Brenner zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – gebracht hat es leider nichts. Nach vier Heimsiegen in Serie setzte s gegen Dresden eine Niederlage.

Am Samstag reisen die Steelers nach Weißwasser ehe am Montag zum Jahresabschluss die Kassel Huskies um 20:00 Uhr in der EgeTrans Arena zu Gast sind.

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