VfB gewinnt Derby verdient gegen KSC

Der Druck bei Cheftrainer Tim Walter und seiner Mannschaft war vor dem Spiel sehr groß. Nur ein Spiel aus den letzten sechs Spielen konnten die Cannstatter gewinnen. Und so merkte man nach den letzten Rückschlägen zu Beginn den Stuttgartern die Verunsicherung an. Dennoch hatten sie in der ersten Halbzeit 70% Ballbesitz. Die Karlsruher dagegen standen sehr tief und lauerten auf ihre Konter. Doch bis auf einen Seitfallzieher von Nicolas Gonzalez (36.), der knapp am linken oberen Eck vorbeirauscht, sprang aus den Angriffsbemühungen der Roten vor der Pause nichts heraus. Für den Karlsruher SC traf Stiefler (48.) nur den Innenpfosten.
In der zweiten Hälfte des Spiels erlöste nach einer Ecke Philipp Förster (60.) den VfB, als er den Ball abgefälscht von Fröde im linken unterbringt. Kurze Zeit später erhöht Orel Mangala (75.) aus kurzer Distanz zum 2:0. Der für Mario Gomez eingewechselte Hamdi Al Ghaddioui erhöhte in der Nachspielzeit gegen immer müder werdende Karlsruher zum verdienten 3:0 Endstand in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena.
 

 

Ausgangslage

Erstmals seit zweieinhalb Jahren kam es am 14. Spieltag wieder zum Derby zwischen dem VfB und dem KSC. Die letzten fünf Begegnungen der beiden baden-württembergischen Kontrahenten hatte der VfB jeweils mit einer Zwei-Tore-Differenz für sich entschieden. Vor heimischem Publikum hatte die Mannschaft mit dem Brustring sogar die letzten elf Pflichtspiele gegen den KSC gewonnen und war seit 1965 ungeschlagen geblieben.

Nachdem das Team von Cheftrainer Tim Walter sein letztes Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden mit 3:1 gewonnen hatte, musste der VfB zuletzt eine 0:1-Niederlage in Osnabrück hinnehmen und war mit 23 Punkten als Tabellendritter in die letzte Länderspielphase des Jahres gegangen.

Der Karlsruher SC war in acht Ligaspielen zuvor ungeschlagen geblieben, wartete allerdings auch seit sieben Partien auf einen Sieg. Bei einer Rekordserie von sieben aufeinanderfolgenden Unentschieden kamen die Karlsruher zuletzt fünfmal in Folge jeweils nach Rückständen noch zu einem Punktgewinn. Vor dem Derby belegte der Aufsteiger mit 16 Zählern den elften Platz.

Personal

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Osnabrück veränderte VfB Cheftrainer Tim Walter seine Startformation auf zwei Positionen. Anstelle von Atakan Karazor stand Wataru Endo von Beginn an auf dem Platz und gab sein Startelfdebüt im Trikot mit dem Brustring. In der Offensive rückte Mario Gomez in die Anfangsformation und ersetzte Philipp Klement.

In der Startelf von KSC-Coach Alois Schwartz musste Marc Lorenz im Vergleich zum 1:1 gegen Erzgebirge Aue weichen und zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für ihn rückte Kyoung-Rok Choi ins Mittelfeld der Gäste.

Spielverlauf
6. Minute Nach schöner Kombination von Nicolas Gonzalez und Pascal Stenzel, der von der rechten Strafraumkante flankt, hat Mario Gomez die erste Kopfballchance, bekommt im Rückwärtslaufen aber keinen Druck dahinter. Die anschließende Ecke bringt nichts ein.
13. Minute Doppelchance für den VfB. Erst bringt Nicolas Gonzalez die nächste, scharf geschnittene Flanke von rechts. Im Zentrum ist KSC-Keeper Benjamin Uphoff gerade noch mit den Fäusten vor Mario Gomez am Ball. Dann köpft Santiago Ascacibar nach Flanke von Gonzalo Castro knapp über den Querbalken.
20. Minute Auf der linken Seite schickt Gonzalo Castro Philipp Förster in die Tiefe. Wieder muss Benjamin Uphoff die scharfe Hereingabe von der Grundlinie mit den Fäusten zur nächsten Ecke klären.
26. Minute Nach einer Flanke von Philipp Förster von links und der Kopfballablage von Nicolas Gonzalez setzt Santiago Ascacibar gut zehn Meter vor dem Tor zum Fallrückzieher an und streift mit seinem artistischen Abschluss den rechten Außenpfosten. Fast die Führung!
36. Minute Erneut führt eine argentinische Koproduktion zum nächsten artistischen Abschluss: Diesmal flankt Santiago Ascacibar von der linken Grundlinie auf Nicolas Gonzalez, dessen Seitfallzieher knapp am linken oberen Eck vorbeirauscht.
47. Minute Kurz nach Wiederanpfiff hat der Karlsruher SC seine bislang beste Chance. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau erobert Manuel Stiefler den Ball und läuft frei auf Gregor Kobel zu. Sein erster Abschluss klatscht an den linken Pfosten, den Nachschuss hat Gregor Kobel im Nachfassen sicher.
53. Minute Nach einer Kopfballablage von Mario Gomez testet Orel Mangala Benjamin Uphoff mit einer scharfen Hereingabe vor die Kette. Der KSC-Keeper lässt die Kugel prallen, bevor ein Karlsruher Feldspieler den Ball aus der Gefahrenzone schlägt.
56. Minute Pascal Stenzel schlägt einen Diagonalball auf die linke Seite, wo Nicolas Gonzalez auf Mario Gomez flankt. Dessen Direktabnahme geht knapp am ersten Pfosten vorbei. Eine Minute später kommt Kapitän Marc Oliver Kempf aus kurzer Distanz zum Kopfball, kann ihn aber nicht richtig platzieren.
60. Minute Der VfB geht mit 1:0 in Führung! Nach einer Ecke von Gonzalo Castro wird es chaotisch im Karlsruher Strafraum. Der Abpraller landet bei Philipp Förster, der aus dem Rückraum schießt, geblockt wird und noch einmal schießt. Der zweite Versuch wird noch von einem Karlsruher abgefälscht, ehe er unhaltbar im linken Eck landet.
75. Minute Orel Mangala erhöht auf 2:0! Gonzalo Castro legt an der linken Strafraumkante quer auf den belgischen U21-Nationalspieler, der aus dem Rückraum kommend den Pass sauber annimmt und vom Elfmeterpunkt flach ins linke Eck trifft.
86. Minute In der Schlussphse hat Hamadi Al Ghaddioui die Riesenchance auf das 3:0. Santiago Ascacibar steckt schön durch auf den eingewechselten VfB Stürmer, der aus der Drehung und rund zehn Metern knapp verfehlt.
87. Minute Schiedsrichter Tobias Stieler schickt Marc Oliver Kempf nach einem Foul gegen Christoph Kobald auf der linken Außenbahn mit der Roten Karte vom Feld.
90+3. Minute In der dritten Minute der Nachspielzeit schiebt Hamadi Al Ghaddioui nach schöner Vorarbeit von Orel Mangala ins linke Eck ein und stellt den 3:0-Endstand her.

VfB Cheftrainer Tim Walter: Wir haben heute alles wegverteidigt und bis auf den Pfostenschuss kaum etwas zugelassen. Hinten sind wir sehr gut gestanden und vorne haben wir die Effizienz an den Tag gelegt, die wir in den Wochen zuvor haben vermissen lassen. Meine Jungs haben heute überragend verteidigt, gerade auch die vielen Kopfballduelle, was nicht leicht war. Das gewisse Quäntchen Glück, das wir vielleicht in dem einen oder anderen Moment hatten, haben wir heute einfach erzwungen.

FAZIT: Eine Stunde musste sich der VfB im hart umkämpften Derby am Sonntag gedulden, bis Philipp Förster die Mannschaft mit dem Brustring und ihre Anhänger unter den 57.483 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena mit dem umjubelten und verdienten Führungstreffer erlöste. Zuvor hatte das Team von Tim Walter bis auf einen Pfostenschuss von Manuel Stiefler kurz nach Wiederanpfiff kaum etwas zugelassen und sich aussichtsreiche Abschlüsse erarbeitet. Der Führung vor der Halbzeit stand beim Fallrückzieher von Santiago Ascacibar in der 26. Minute nur der rechte Pfosten im Weg. Nach dem Seitenwechsel ließ das Team von Tim Walter nicht nach, sondern erhöhte den Druck auf das Karlsruher Tor. Diesem Druck hielten KSC-Keeper Benjamin Uphoff und seine Vordermänner in der letzten halben Stunde nicht mehr stand, sodass der VfB nach dem Brustlöser durch Philipp Förster dank weiterer Treffer von Orel Mangala und Hamadi Al Ghaddioui einen auch in der Höhe verdienten 3:0-Heimsieg feierte.

Immer mehr Bewegungs-Muffel

Weltweit bewegen sich Jugendliche laut einer WHO-Studie zu wenig – als einen Grund vermuten die Forscher Smartphones und Computer. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Die WHO spricht von alarmierenden Ergebnissen: Vier von fünf Jugendlichen bewegen sich nicht einmal eine Stunde pro Tag – laufen, fahren Rad oder sind anders sportlich aktiv. Deutschland liegt mit knapp 84 Prozent Bewegungs-Muffeln bei Jungen und Mädchen sogar über dem weltweiten Schnitt von 81 Prozent.

Studienleiterin Regina Guthold warnt: Mit der mangelnden Bewegung gefährdeten Heranwachsende ihre Gesundheit. Denn körperliche Aktivität bringe zahlreiche Vorteile: „Jugendliche, die sich bewegen, haben eine bessere Herzgesundheit“, sagt sie. „Ihre Lunge funktioniert besser. Sie haben auch eine bessere Auffassungsgabe, lernen leichter. Und sie haben auch ein besseres Sozialverhalten.“

Die Studie zeigt auch einen deutlichen Unterschied bei den Geschlechtern: In den allermeisten Ländern sind die Mädchen noch träger als die Jungen. Das gilt auch für Deutschland. Die Gründe haben die Forscher nicht erhoben. Sie mutmaßen, dass Mädchen in bestimmten Kulturen eher zur Hausarbeit erzogen werden und deshalb seltener rausgehen und Sport machen, berichtet tagesschau.de.

Für die Studie wurden 1,6 Millionen Heranwachsende an Schulen in 146 Staaten weltweit befragt. Die Forscher hoffen, damit einen Anstoß zu geben. Ihr Ziel: In zehn Jahren soll die Zahl der Bewegungsmuffel von gut 80 Prozent auf unter 70 Prozent sinken.

Ralf Loweg

Steelers verlieren Spiel in Dresden knapp

Am gestrigen Freitagabend feierte Marc St-Jean beim Gastspiel seines Teams sein Debüt als Cheftrainer der Steelers. Bei diesem konnte er fast auf den gesamten Kader zurückgreifen. Lediglich Kapitän Niki Goc fiel noch aus und unterstützte „seine“ Jungs als Co-Trainer auf der Bank. Tim Schüle, Norman Hauner und Freddy Cabana gaben ihr Comeback und vom Partner aus Iserlohn war Stürmer Julian Lautenschlager mit dabei. Somit konnte man mit vier kompletten Sturmreihen auflaufen. Im Tor startete Stephon Williams.

Bereits mit dem ersten Wechsel hatten Tim Schüle und Alex Preibsich vor den 2.071 Zuschauern, darunter ca. 40 aus Bietigheim, zwei gute Möglichkeiten, doch auch die Hausherren kamen gleich einmal gefährlich vor das Tor von Stephon Williams – es blieb beim 0:0. Es ging weiter mit jeder Menge Tempo und Florian Proske im Eislöwen-Tor musste im letzten Moment gegen Norman Hauner und kurz darauf gegen Alex Preibisch klären. In der vierten Minute sprachen die Hauptschiedsrichter Fynn-Marek Falten und Seedo Janssen die erste Strafe aus, es traf Brett Breitkreuz wegen eines späten Checks. In diesem Powerplay zog René Kramer von der blauen Linie ab und traf Eric Stephan am Schlittschuh, von diesem flog die Scheibe unhaltbar zum 0:1 ein – Glück für die Eislöwen in dieser Situation. Die Steelers zeigten sich jedoch unbeeindruckt und drängten direkt auf den Ausgleich. Und Chancen waren da, doch Florian Proske zeigte sich als starker Rückhalt für die Elbstädter. Bei einem Break wurde Matt McKnight in der 15. Minute regelwidrig gestoppt und es gab das erste Powerplay für die Ellentaler. In diesem traf Benjamin Hüfner nach einem Durcheinander im kurzen Eck zum mehr als verdienten 1:1-Ausgleich. Nach Studium des Videobeweises fand der Treffer auch den Weg auf die Anzeigetafel. Dresden investierte dann ein wenig mehr, doch die Schwaben ließen wenig zu und es ging mit dem Unentschieden in die erste Pause.

Beide Teams kamen gleich zu Beginn des Mittelabschnitts zu Abschlüssen, die beide Keeper aber nicht zu allzu große Herausforderungen stellten. In der 24. Minute musste Chris Owens wegen Hakens in die Kühlbox. Das Unterzahlspiel funktionierte gut und es blieb beim 1:1. Kaum war man komplett musste man erneut mit einem Mann weniger auskommen, da der Bank ein Wechselfehler unterlief. Man ließ wieder nichts zu und als die Schwaben wieder komplett waren nutzten die Steelers einen Zwei-auf-Eins Konter zum 2:1. Matt McKnight setzte Alex Preibisch in Szene und dieser traf unter die Latte – ein schöner Treffer. Bei einer weiteren Strafe gegen Tim Schüle machte sich in Unterzahl Matt McKnight auf den Weg zum dritten Treffer, scheiterte beim Schuss am guten Proske. Überhaupt hatte man mit einem Spieler weniger mehr Chancen als die Eislöwen. Eine Duplizität gab es kurz darauf, denn als die Ellentaler komplett waren spielten Matt McKnight und Alex Preibisch den mitgelaufenen Norman Hauner frei, der in der 32. Minute zum 3:1 traf! Als Alex Dotzler und Mark Ledlin auf der Strafbank saßen, fiel das 4:1. Tim Schüle schoss clever in Richtung Tor, dort stand Brett Breitkreuz goldrichtig und fälschte die Scheibe ins Tor ab. Die Gäste belohnten sich für einen starken Auftritt und trafen in nicht einmal vier Minuten dreimal. Die Chance auf das Fünfte war auch da, doch es blieb bei der Drei-Tore-Führung nach 40 Minuten.

Zu Beginn des dritten Drittels hielt Stephon Williams dreimal stark gegen Jordan Knackstedt, Timo Walter und Toni Ritter. In der 48. Minute klingelte es im Steelers-Gehäuse, doch vor dem Tor traf ein Schuss von Kevin Lavalée die Maske von Stephon Williams, den Nachschuss setzte Nick Huard über die Linie. Ein Treffer, der nach Videobeweis gegeben wurde – 4:2. Nur 27 Sekunden später war der Puck erneut hinter der Linie des Bietigheimer Tores und Stephon Williams nach einem Kontakt mit René Kramer am Boden. Erneut wurde der Videobeweis zu Rate gezogen und wieder wurde das Tor gegeben. Aus Sicht der Steelers zwei sehr strittige Situationen aber die Eislöwen waren 12 Minuten vor Schluss wieder bei der Musik. Und die Dresdner gaben den Takt vor, denn Nick Huard traf in der 51. Minuten mit einem harten Schuss zum 4:4. Direkt nach dem Gegentor nahm Marc St-Jean seine Auszeit und stimmte seine Jungs nochmal ein. Doch es kam anders, Steve Hanusch nahm Maß und traf zwei Minuten später zum 4:5. Die Steelers reagierten stark auf diese Nackenschläge und Freddy Cabana setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und traf zum 5:5 – was ein letztes Drittel. Die letzten fünf Minuten versprachen einiges an Spannung. 1:56 Minuten vor dem Ende stand Timo Walter nach einem Abpraller goldrichtig und traf zum 5:6. Eine Minute vor Schluss ging Stephon Williams vom Eis zugunsten des sechsten Feldspielers. 30 Sekunden vor der Sirene folgte die endgültige Entscheidung, denn Sebastian Zauner traf zum 5:7 ins leere Tor.

Am Sonntag geht es um 17:00 Uhr mit dem Heimspiel in der EgeTrans weiter – Gegner sind die Lausitzer Füchse. Wir brauchen euch jetzt mehr denn je – macht Stimmung, baut die Jungs von den Rängen aus auf und lasst uns die drei Punkte im Ellental behalten!

Steelers trennen sich von Hugo Boisvert: Marc St-Jean übernimmt

Ganz so überraschend war es nicht, als heute die Meldung kam, dass sich die Bietigheim Steelers von Cheftrainer Hugo Boisvert mit sofortiger Wirkung getrennt haben. „Die fehlende Konstanz und eine nicht erkennbare Weiterentwicklung des Teams haben uns veranlasst,  Hugo Boisvert mit sofortiger Wirkung freizustellen.“ gab der Club als Grund in der Mitteilung an.

„Das Team fordert und braucht neue Impulse – die Steelers haben reagiert und werden mit Marc St-Jean als Interimstrainer die Saison fortsetzen.  Wir sind aktiv auf der Suche nach einem geeigneten Co-Trainer“, hieß es in der Erklärung heute weiter. Unterstützung erhält Marc St-Jean von Nikolai Goc, der die nächsten drei Spiele mit auf der Bank sitzen wird.

Der Club gibt an, dass parallel zur getroffenen Entscheidung auch intensiv an einer neuen Trainerlösung, welche spätestens zur neuen, wichtigen Aufstiegssaison zum Einsatz kommt, gearbeitet wird.

red

Derby des Jahres: Das sollten die Fans beachten

Der Countdown läuft: Nur noch fünfmal schlafen, dann ist es soweit!

Am Sonntag, den 24. November (13:30 Uhr), steht das heißeste Derby des Jahres, zumindest für die Anhänger des VfB und KSC, auf dem Spielplan. Die beiden Baden-Württemberg-Teams aus Stuttgart und Karlsruhe treffen in einer seit Wochen ausverkauften Mercedes-Benz Arena dann aufeinander.

Für die „wenigen“ glücklichen Stadionbesucher, die ein Ticket ergattern konnten, gibt es noch nachfolgend wichtige Informationen:

Allgemein gilt:

  • Stadionöffnung ist bereits um 11:30 Uhr
  • Spielbeginn ist um 13:30 Uhr
  • Das Spiel ist ausverkauft, es sind keine Tageskassen geöffnet
  • Alle Infos rund um das Derby sind auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des VfB unter den Hashtags #VfBKSC und #derbyinfo19 zu finden
  • Beim Spiel werden keine alkoholhaltigen Getränke in der Mercedes-Benz Arena ausgeschenkt

Anreise für Heimfans

  • Aufgrund des ausverkauften Spiels und einem zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Die Straßen- und S-Bahnen verkehren gemäß Fahrplan. Die Sonderlinie U11 ist im Einsatz
  • Kostenlose Parkplätze befinden sich unter anderem auf dem P10 (Cannstatter Wasen)
  • Die Benzstraße wird ausschließlich aus Richtung Untertürkheim befahrbar sein
  • Auf Höhe der Kreuzung Martin-Schrenk-Weg besteht lediglich eine Weiterfahrt zu den Parkplätzen für Busse und Neunsitzer der Gästefans. Für alle weiteren Verkehrsteilnehmer ist keine Durchfahrt möglich
  • Die Benzstraße wird aufgrund eines Fanmarsches der Gästefans temporär komplett gesperrt (voraussichtlich zwischen 10:45 Uhr und 11:50 Uhr). Dies wird auch Auswirkungen auf den Verkehr auf der B14 und B10 haben, sodass keine Abfahrt zur Benzstraße in diesem Zeitraum möglich sein wird

Informationen für Heimfans

  • Taschen und Rucksäcke größer als 39x35x15 cm (HxBxT) sind laut Stadionordnung in allen Heimbereichen verboten
  • Es bestehen keine, beziehungsweise nur sehr begrenzte Verwahrmöglichkeiten an einzelnen Drehkreuzanlagen
  • An allen Zugängen erfolgen verstärkte Taschen- und Personenkontrollen

Heimniederlage: Freiburg entführt Sieg aus Bietigheim

Im Ellental stand am gestrigen Abend das nächste Baden-Württemberg-Duell gegen die Freiburger Wölfe auf dem Spielplan. Peter Russell und sein Team wollten sich für die knappe Niederlage aus dem ersten Spiel revanchieren. Die Mannen aus dem Breisgau in der Tabelle mit den Steelers nahezu auf Augenhöhe und lagen nur mit 2 Punkten zurück. Im Line-Up von Coach Hugo Boisvert fehlen weiterhin Niki Goc, Tim Schüle, Norman Hauner und Freddy Cabana. Vom Iserlohner Seilersee konnte keine Unterstützung entsandt werden; zwischen den Pfosten wurde mit Stephon Williams begonnen.

Die Partie wurde vor den 2346 Zuschauern von den Unparteiischen Cori Müns und Stefan Vogl geleitet. Für Stefan Vogl ist es wohl die letzte Partie im Ellental, da er zum Saisonende seine Tätigkeit als Schiedsrichter beendet. Mit dem Eröffnungsbully drückten die Gäste auch gleich in Richtung dem Tor von Stephan Williams – durch das sehr frühe und aggressive Forechecking taten sich die Schwaben zunächst schwer die Scheibe aus ihrem Drittel zu spielen. Die Hausherren reagierten und nahmen den Kampf an, so dass sie immer besser ins Spiel kamen. Die größte Chance hatte Alex Preibisch bei einem Break, jedoch wurde dieser von Gregory Saakyan per Beinstellen gestoppt und es ging mit 4 gegen 4 weiter, da auf Bietigheimer Seite zuvor Chris Owens ebenfalls wegen Beinstellen zuschauen musste. Es ging hin und her und an Ben Meisner scheiterten Matt McKnight, Max Prommersberger und Mark Ledlin. Auf der anderen Seite zeigte Stephon Williams seine starke Fanghand bei Abschlüssen von Luke Pither und Nick Pageau. Da auch kurz vor der Pausensirene nochmals Alex Preibisch an Ben Meisner scheiterte, ging es beim torlosen Unentschieden in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt versuchten die Wölfe wieder sofort mit Druck auf das Steelersgehäuse zu spielen. Es waren aber die Steelers, welche die erste gute Möglichkeit hatten, als Lukas Laub aus der Drehung direkt auf das Tor von Ben Meisner schoss und nur die Latte den Einschlag verhinderte. Als kurz darauf Scott Allen wegen einem Bandencheck zuschauen musste schauten sich die Unparteiischen nochmals den Lattentreffer in der Videoaufzeichnung an und blieben bei ihrer Entscheidung, dass die Scheibe nicht die Torlinie überschritten hatte. Auch in der folgenden Überzahl lief der Puck bei den Schwaben sehr gut und auch hier verhinderte erneut das Gestänge ein Torerfolg – diesmal von Matt McKnight. Nur wenig später musste Benjamin Hüfner nach einem Cross-Check in die Box und in Überzahl verwandelte Luke Pither per Handgelenkschuss trocken zur Freiburger Führung in der 26. Spielminute. Fast wäre die sofortige Antwort geglückt, als Max Prommersberger den freien Rene Schoofs im Slot bediente, der wiederum auch am starken Ben Meisner scheiterte. Die Steelers weiter im Vormarsch – nur Kapital konnten sie daraus nicht erzielen. Die Wölfe verteidigten sehr eng ihren Torraum und so blieb das Spielgerät immer irgendwo hängen. Die Gäste immer wieder mit schnellen und gefährlichen Vorstößen, weshalb die Defensive der Schwaben höllisch aufpassen musste. Auch Cam Spirro mit einem Break plötzlich allein vor Stephon Williams, der aber ruhig die Chance vereitelte. Die Freiburger wieder aggressiver im Forechecking und Nikolas Linsenmaier schaltete bei einem Scheibenverlust der Steelers am schnellsten und baute die Führung der Breisgauer zum 2:0 (36.) aus. Auch die weiteren Bemühungen der Steelers blieben erfolglos und so ging es bei diesem Spielstand in die zweite Pause.

Der Schlussabschnitt kann recht schnell zusammengefasst werden: Die Steelers bemüht und die Freiburger verteidigten äußerst clever ihr Drittel. Auch nach einem  Timeout von Hugo Boisvert 119 Sekunden vor der Schlusssirene und das Herausnehmen von Stephon Williams für einen weiteren Feldspieler konnte die drohende Niederlage nicht verhindern. So konnte Nikolas Linsenmaier noch 6 Sekunden vor Spielende per Emptynet-Treffer zum Endstand von 3:0 für die Breisgauer vollenden.

Spieler des Abends wurde bei den Freiburgern Ben Meisner und bei uns Stephon Williams.

Am kommenden Freitag geht es für die Steelers nach Dresden – Spielbeginn gegen die Eislöwen in der EnergieVerbund Arena ist um 19.30 Uhr.

Ralf Endres

SG BBM Frauen verabschieden sich aus Champions-League

Die SG BBM Bietigheim hat das Wunder nicht geschafft und ist nach einer 28:34 (15:18)-Niederlage bei ZRK Buducnost aus der EHF Champions League ausgeschieden. Nach der nun folgenden WM-Pause geht der Deutsche Meister ab Januar 2020 in der EHF-Cup Hauptrunde an den Start.

Die Ausgangslage vor der Partie war für die SG BBM Bietigheim durch den 26:23-Erfolg von Brest Bretagne bei Râmnicu Vâlcea zuvor, denkbar günstig. Der Deutsche Meister benötigte in seiner Begegnung vor 2130 Zuschauern in der altehrwürdigen S.C. Moraca Arena von ZRK Buducnost mindestens ein Remis, um aus eigener Kraft die Hauptrunde der EHF Champions League zu erreichen.

Personell musste die SG BBM kurzfristig auf Rechtsaußen Angela Malestein verzichten, die mit einem Muskelfaserriss die Reise zum 31-fachen montenegrinischen Meister und zweifachen Champions League-Sieger von 2012 und 2015 nach Podgorica nicht mit antrat. Von Beginn an ging es gleich mächtig zur Sache. Die ersten beiden Treffer für die SG BBM markierte Kapitänin Kim Naidzinavicius jeweils per Siebenmeter. Bietigheim kam gut ins Spiel und Laura van der Heijden legte die 3:2-Führung nach. Der Beginn der Partie verlief auf Augenhöhe, die SG BBM konnte sich in dieser Phase auch wieder auf Torhüterin Dinah Eckerle verlassen, die mit einigen Paraden glänzte. Nach zehn absolvierten Minuten stand es 6:6. Der Deutsche Meister spielte weiter konzentriert, scheiterte aber auch in einigen Offensivaktionen an der norwegischen Nationaltorhüterin Emily Stang Sando. Buducnost, angeführt von ihrer Weltklasse-Spielerin Milena Raicevic, bestrafte weiter jeden Fehler, lag in der 22. Minute erstmals mit vier Treffern vorne und hielt diesen Vorsprung auch bis zum Ende des ersten Durchganges, der mit 18:14 abgepfiffen wurde.

Maura Visser ging im zweiten Abschnitt voran, markierte fulminant die ersten beiden Treffer für ihre Farben – 19:16, die SG BBM war wieder voll im Spiel. Doch die Gastgeberinnen antworteten im Stil einer europäischen Spitzenmannschaft routiniert mit zwei Toren. Nach dem 22:17 in der 38. Minute nahm SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen seine Auszeit und stellte auf eine offensive 5:1-Deckung um, mit Kim Naidzinavicius auf der Spitze. Buducnost agierte weiter eiskalt, wartete auf die Fehler der Gäste und schlug in dieser Phase mit schnellem Tempospiel aus ihrem massivem Abwehrverband heraus zu und traf mit einfachen Gegenstoßtoren über die beiden Ausnahmeflügelspielerinnen Jovanka Radicevic und Majda Mehmedovic. Nach 46 gespielten Minuten führte Montenegros Meister mit 26:19. Bietigheim stellte um, hatte nun durch eine offensive 4:2-Deckung einige Ballgewinne, wehrte sich tapfer, und schied nach 60 Minuten mit 34:28 aus der europäischen Königsklasse aus.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen: „Wir haben alles versucht, aber die Heimmannschaft war heute eindeutig besser. Es hätte alles klappen müssen, um hier zu gewinnen, das hat leider nicht funktioniert. Bundesliga und Champions League sind zwei unterschiedliche Welten.“ 

Tore: Naidzinavicius 6/2, Woller 5, Visser 5/2, van der Heijden 4, Kudlacz-Gloc 4, Berger 2, Aardahl 1, Lauenroth 1

Auf europäischer Ebene geht es für die Bietigheimerinnen nun ab Januar 2020 im EHF-Cup weiter. Die Auslosung der Gruppenphase findet am kommenden Donnerstag, 21. November, in der EHF-Zentrale in Wien statt.

Steelers brechen Auswärtsfluch

Nach der Deutschland Cup Pause traten die Steelers am gestrigen Freitagabend im frisch renovierten Stadion am Gutenbergweg beim Aufsteiger aus Landshut an. Die Schwaben mussten dabei weiter auf Kapitän Niki Goc, Norman Hauner, Tim Schüle und Freddy Cabana verzichten. Wieder mit an Bord waren dagegen Torhüter Stephon Williams der sein Comeback gab, Matt McKnight und Dennis Swinnen.

Im dem mit 3.669 Zuschauern, darunter ca. 120 aus Bietigheim, gut besetzten Stadion hatten die Hausherren durch Max Forster die erste Möglichkeit, doch Stephon Williams stand gut. Auf der anderen Seite verpasste Mark Ledlin die Führung nur ganz knapp. Die Schwaben machten gut Druck zu Beginn, mussten bei den Gegenstößen jedoch immer auf der Hut sein. In der acht Minute sprachen die Schiedsrichter Cori Müns und Robert Paule die erste Strafe aus, es traf Fabian Ribnitzky wegen Haltens. In Unterzahl hatte Lukas Laub die bislang größte Chance, doch beim Alleingang blieb Jaroslav Hübl Sieger. Nur wenige Sekunden spielten Benjamin Zientek und René Schoofs Benjamin Hüfner frei, der mit einem Hammer das 1:0 erzielte – der erste Saisontreffer des Verteidigers. Die Steelers drückten weiter aufs Gas und Alex Preibisch hatte das 2:0 auf der Kelle. Kurz danach musste der Stürmer in die Kühlbox – wieder Unterzahl. In diesem ließ man nichts zu und es blieb bei der Führung. Nach einer weiteren Strafe gegen Brett Breitkreuz war man wieder einer weniger. Kurz vor der ersten Sirene hatte der EVL im Powerplay noch eine riesen Chance, doch durch gemeinsame harte Arbeit vor dem Tor konnten die Steelers den Ausgleich verhindern. Somit ging es mit der Führung in die erste Pause.

Noch 13 Sekunden musste man in Unterzahl überstehen, was gut gelang. Kaum komplett war es Lukas Laub, der an Hübl scheiterte. Im Anschluss war es Alex Preibisch der den Goalie vom EVL testete. Die Ellentaler spielten stark nach vorne und kamen zu einigen Chancen. Durch eine Strafe gegen Lukas Laub in der 27. Minute wurde der Vorwärtsdrank unterbrochen. 63 Sekunden später musste Benjamin Zientek wegen eines hohen Stocks ebenfalls raus. Diese heikle und wichtige Situation überstand man schadlos. Landshut spielte weiter druckvoll, doch Stephon Williams hielt diesem stand. Das erste Powerplay für die Schwaben gab es in der 33. Minute, als Kevin Wehrs in die Kühlbox musste. Doch nur drei Sekunden später brachte Brett Breitkreuz seinen Gegenspieler zu Fall und es ging mit Vier gegen Vier weiter. Den Platz konnte keine Mannschaft nutzen und es blieb bei der knappen Führung für die Steelers. Zm Ende des Drittels kamen die Schwaben nochmals Offensiv auf und Yannick Wenzel schoss haarscharf am zweiten Treffer vorbei. Aus dieser Situation gab es aber eine Strafe gegen den EVL. Bis zur zweiten Pausensirene passierte aber nichts mehr.

Mit noch 42 Sekunden Überzahl startete der Schlussabschnitt, diese konnte man nicht nutzen. Doch in der 44. Minute schlugen die Schwaben zu – Chris Owens passte auf Alex Preibisch, dieser leitete auf Brett Breitkreuz weiter und der Stürmer traf zum 2:0. Praktisch im Gegenzug markierten die Hausherren den 2:1-Anschlusstreffer. Alexander Ehl ließ dem starken Stephon Williams keine Chance und traf. Beide Teams drängten in der Folgezeit auf den nächsten Treffer. In die Karten spielte dem EVL eine Strafe gegen Matt McKnight in der 48. Minute. Landshut machte Druck und Robbie Czarnik tarf die Latte, was im Videobeweis dann auch bestätigt wurde. Die Hausherren sorgten weiter für Alarm, die Defensive der Gäste stand gut. Mitten in diese Phase schlugen die Steelers eiskalt zu – Matt McKnight legte auf Brett Breitkreuz ab und dieser traf unters Dach zum 3:1! Die Dreihelmenstädter gaben sich nicht auf und Max Hofbauer traf 2:36 Minuten vor dem Ende zum erneuten Anschlusstreffer – nur noch 3:2. Zwei Minuten vor Schluss nahm Axel Kammerer seine Auszeit. Kurz darauf nahm er seinen Goalie vom Eis. Am Endergebnis änderte sich nichts, so dass die Steelers nach sechs Auswärtsniederlagen endlich wieder einen Sieg feiern konnten. Am Ende einen sehr verdienten!

Am Sonntag gilt es gegen die Wölfe aus Freiburg nachzulegen – dies gelingt, mit EURER Unterstützung!

 

Markus Gaugisch wird neuer Cheftrainer in Bietigheim

Die Verantwortlichen der SG BBM Bietigheim Frauen präsentieren einen neuen Cheftrainer. Markus Gaugisch wird ab Sommer 2020 die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Martin Albertsen antreten, der sich ab diesem Zeitpunkt, nach über fünf sehr erfolgreichen Jahren im Dienste der SG BBM, auf eigenen Wunsch vollständig seiner Arbeit als Nationaltrainer der Schweizer Frauenhandballmannschaft widmen wird.

Mit Markus Gaugisch steht ab der kommenden Saison 2020/21 ein neuer Cheftrainer auf der Kommandobrücke des bis dato zweifachen Deutschen Meisters der Handball Bundesliga Frauen (HBF) und dreifachen EHF Champions-League-Teilnehmers. „Ich freue mich auf eine sehr herausfordernde Aufgabe mit den Bietigheimer Frauen und kann mich mit dem Weg, den der Verein weiterhin gehen will, einhundertprozentig identifizieren. Es ist eine Auszeichnung, beim erfolgreichsten deutschen Bundesligisten der vergangenen Jahre in der Verantwortung zu stehen“, so Markus Gaugisch. Der 45-Jährige tritt bei der SG BBM Bietigheim die Nachfolge von Martin Albertsen an, der seine von Erfolg geprägte Amtszeit nach eigener Entscheidung zum Saisonende 2019/20 beenden und sich erweiterten Aufgaben beim Schweizer Handballverband zuwenden wird, für den er bereits seit zwei Jahren, parallel neben seiner Funktion bei der SG BBM, als Nationaltrainer tätig ist.

In seiner erfolgreichen beruflichen Laufbahn lief der derzeitige Gymnasiallehrer Markus Gaugisch in der 1. Handball Bundesliga unter anderem für den VfL Pfullingen auf. Nach seiner aktiven Karriere führte er als Trainer den TV Neuhausen ins Handball-Oberhaus. Danach folgten zwei erfolgreiche Jahre beim Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten.

Markus Gaugisch, der in Baden-Württemberg wohnhaft ist, unterschrieb einen Zweijahresvertrag beim amtierenden Deutschen Meister für den Zeitraum 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022. Nach positiven Gesprächen stand Markus Gaugisch rasch als Wunschkandidat der SG BBM Verantwortlichen fest. „Mit Markus Gaugisch haben wir einen absoluten Toptrainer für die SG BBM gewinnen können. Er steht für strukturierten, modernen Handball und wir sind uns sicher, dass er die überaus erfolgreiche Arbeit von Martin Albertsen bei uns fortführen wird“, freut sich SG BBM Sportdirektor Gerit Winnen über die nun herrschende Planungssicherheit auf der Cheftrainerposition und ergänzt: „Zuvor wollen wir aber in der laufenden Saison alles dafür tun, um Martin Albertsen in seiner letzten Saison bei uns als Cheftrainer mit den größtmöglichen Erfolgen zu verabschieden.“

SG BBM Geschäftsführer Torsten Nick nennt weitere Beweggründe für die Verpflichtung von Markus Gaugisch: „Wir verfolgen auch mit dieser Personalie die klare Strategie, das Projekt SG BBM Frauen auf der mit Martin Albertsen erzielten Erfolgsbasis sukzessive weiterzuentwickeln. Markus Gaugisch vertritt eine Spiel- und Trainingsphilosophie, die sowohl unseren Topspielerinnen als auch unseren Nachwuchstalenten in Bietigheim zugutekommen wird.“

Bietigheim gewinnt Derby gegen Neckarsulm

Am 7. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen besiegte die SG BBM Bietigheim die Neckarsulmer Sport-Union mit 34:26 (18:15) und rücken mit diesem Erfolg zwischenzeitlich wieder auf Platz eins der Tabelle.

Vor 819 Zuschauern in der altehrwürdigen Viadukthalle in Bietigheim entwickelte sich in der Anfangsphase ein spannendes württembergisches Derby auf Augenhöhe. Neckarsulm konnte zunächst auf ihrer Torhüterin Sarah Wachter zählen, die ihr Team mit mehreren Glanzparaden vor einem höheren Rückstand bewahrte. Nach acht Minuten erzielte Neckarsulms Michelle Goos bei einem Tempogegenstoß das 5:4 für ihr Team, verletzte sich bei dieser Aktion aber so sehr am Knie, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte. Die Partie gestaltete sich weiter ausgeglichen. In der 15. Minute lag die SG BBM zum ersten Mal mit zwei Toren in Front. Nach Daphne Gautschis Treffer zum 11:9 für Bietigheim in der 18. Minute nahm Neckarsulm-Coach Pascal Morgant seine erste Auszeit. Die Gäste blieben weiter an der SG BBM dran. Mit 18:15 ging es in die Pause.

Im zweiten Abschnitt drückte die SG BBM gleich aufs Gas und lag nach 38 gespielten Minuten mit 24:17 in Führung. Die Audistädter wehrten sich tapfer, kamen aber nicht mehr in Reichweite. 28:21 stand es nach 45 Minuten. Sehenswertes zeigte Valentyna Salamakha, die in der zweiten Halbzeit im SG BBM-Tor stand. Zunächst parierte sie einen Siebenmeter sowie mit einer spektakulären Parade den anschließenden Abpraller. In der Schlussphase ließ Bietigheim nichts mehr anbrennen, zeigte in der Offensive Treffsicherheit und gewann letztendlich verdient mit 34:26.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem Match: „Es war ein schwieriges Spiel für uns. Respekt an die Leistung von Neckarsulm. Die Entscheidung fiel mit dem Beginn der zweiten Halbzeit, als wir sicherer spielten und besser das Tor trafen.“

Tore: Naidzinavicius 7/6, Lauenroth 5, Aardahl 4, Malestein 4, Gautschi 3, Loerper 3, van der Heijden 3, Kudlacz-Gloc 2, Berger 1, Schulze 1, Woller 1

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