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VfB Sportvorstand Hitzlsperger hält überraschend an Markus Weinzierl fest

Der gewaltig in Richtung Abstieg taumelnde VfB Stuttgart kassierte am 22. Spieltag und im ersten Spiel nach der Ära Michael Reschke, zuhause eine bittere Niederlage gegen RB Leipzig. Die Schwaben mussten einem frühen Rückstand durch Stürmer Poulsen hinterherrennen, doch die Cannstatter kamen durch einen umstrittenen Elfmeter (nach Videobeweis) zum Ausgleich. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf Augenhöhe, die Rot-Weißen hatten Möglichkeiten in Führung zu gehen, doch dann schlug das Team von Ralf Rangnick zu: Sabitzers Freistoß schlug bilderbuchmäßig im Kasten von VfB-Torwart Zieler ein, Poulsen erhöhte mit seinem zweiten Treffer zum 3:1-Endstand für Leipzig. Trotz der nächsten Niederlage hält Neu-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger an Markus Weinzierl Trainer fest. Das bestätigte gestern Abend Hitzlsperger. „Ich bin optimistisch, weil ich viele gute Ansätze sehe. Das Ergebnis war das Einzige, das nicht wünschenswert war„, sagte Hitzlsperger und schloss einen Trainerwechsel vor dem nächsten Spiel bei Werder Bremen am Freitag damit aus.

Die Statistik des VfB Stuttgart hat sich indes noch weiter verschlechtert: 

Der VfB liegt mit 15 Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz. Unter Weinzierl kassierten die Schwaben elf Niederlagen in 15 Spielen. Von allen Bundesligisten kassierte das Team von Markus Weinzierl die meisten Tore (50). Verlor die meisten Spiele (15) und hat nach dem 22.Spieltag lediglich 18 Treffer auf der Habenseite. Nur der aktuelle Tabellenletzte Nürnberg hat einen Treffer weniger geschossen. Das kann sich aber bekanntlich schon heute ändern, da das Team ein Spiel weniger auf dem Konto hat.

red

MHP Riesen fehlt am Ende das Glück

Rebound-Unterlegenheit kostet den Sieg

Die MHP RIESEN Ludwigsburg müssen sich mit einer Niederlage in die Länderspielpause verabschieden: Die Schwaben verloren die Partie des 21. Spieltags 76:77 in Weißenfels – und rutschen vorerst aus den Playoff-Rängen.

Erstmals mit dem wiedergenesenen Karim Jallow in der Rotation startete Headcoach John Patrick ins letzte Spiel vor der Länderspielpause. Der 21-jährige Nationalspieler sah zunächst aber von der Bank aus zu – und auf dem Parkett einen ausgeglichenen Beginn (6:8, 3. Spielminute). Beide Mannschaften fackelten vor allem von jenseits der 6,75-Meter-Linie nicht lange, sodass das offene Visier auf beiden Seiten Früchte trug. Erst ab der sechsten Spielminute begann die Partie abzuflachen, was vor allem die Hausherren für sich zu nutzen wussten und auf sechs Zähler davonzogen. Der Vorsprung hielt dennoch nicht allzu lange: Ludwigsburg kämpfte sich schnell ins Spiel zurück, lag vorerst aber noch zurück (20:17, 10.).

Ab den zweiten zehn Minuten übernahmen die Gäste dann alsbald die Führung und zwangen nun Silvano Poropat zum Nehmen der Auszeit. Die Ansprache des Kroaten fruchtete nicht wirklich. Denn die Schwaben waren nun an beiden Enden des Parketts griffiger und besser (20:26, 13.), ließen die Sachsen-Anhalter aber am offensiven Brett zu oft zum Zug kommen. Hierdurch erarbeitete sich Weißenfels viele zweite Wurfgelegenheiten und bleib in einer merklich im Niveau schwächer gewordenen Partie auf Tuchfühlung (24:29, 17.). Die MHP RIESEN gaben das Ruder aber nicht aus der Hand. Der Tabellensiebte war kämpferisch klar überlegen und knüpfte damit an das in Frankfurt Gezeigte an. Zweifelsohne funktionierte im ersten Durchlauf noch nicht alles, die knappe Halbzeitführung war aber vor allem aufgrund der guten Defensiv-Leistung verdient (33:35, 20.).

Ludwigsburg gibt Führung aus der Hand

Auch im Anschluss an den Seitenwechsel blieben die Gäste das bessere Team, attackierten erfolgreich den Korb und fanden schnell wieder ihren Rhythmus. Der Mitteldeutsche BC war in dieser Phase um keine Antwort verlegen und gestaltete die Partie weitestgehend ausgeglichen (43:44, 24.). Allen voran Tremmell Darden bekamen die Schwaben dabei kaum in den Griff. Der 37-jährige Veteran scorte im dritten Viertel nahezu nach Belieben – und war auch in der Defensive äußerst präsent. Zum Turnaround konnte es der US-Amerikaner aber nicht bringen: Ludwigsburg bleib weiterhin in Front und verwaltete seine knappe Führung geschickt. Zumindest bis zur 30. Spielminute: Hier sorgten Aleksandar Marelja und Sergio Kersuch für vier einfache Zähler und den daraus resultierenden Führungswechsel (57:54, 30.).

Weißenfels ging zur rechten Zeit mit der notwendigen Arbeitseinstellung zu Werke, machte einen guten Job und profitierte von Ludwigsburgs Fehlern. Die MHP RIESEN mussten bis auf neun Zähler abreißen lassen ehe sie sich wieder fingen und mit vier Punkten in Serie Poropat und die Hausherren nachhaltig ärgerten. Denn sie ließen sich nicht abschütteln, bissen sich zurück und lieferten Weißenfels eine Schlussphase auf Augenhöhe. In dieser entscheid sich der Sieger abermals erst in den letzten Sekunden – diesmal hatten die MHP RIESEN aber nicht das Glück auf ihrer Seite. Topscorer Marcos Knight verlegte mit dem letzten Wurf den möglichen Sieg, weshalb die Schwaben mit hängenden Köpfen in die Länderspielpause starteten.

Statements und Stats

John Patrick: „Ich möchte Silvano und dem MBC gratulieren. Sie haben sich den Sieg verdient und wollten ihn mehr als wir. Sie haben mehr Rebounds geholt, haben mehr Teamplay gezeigt, haben ihre Big-Shots getroffen. Auch wenn es am Ende unglücklich war, dass wir den Korbleger nicht getroffen haben, haben wir zu spät angefangen unser Spiel zu spielen. Es gab viele Szenen, wo wir gute Defense gespielt haben und dann gab es die Situationen, wo ein MBC-Spieler den Ball einfach mehr wollte als wir. Deswegen war es ein verdienter Sieg. Der MBC hat sich in den letzten Wochen sehr gut präsentiert, heute haben wir verdient verloren.“

Silvano Poropat: „Danke für die Glückwünsche. Es war ein hart erarbeiteter Sieg. Wir wussten, wie man so eine Partie spielen muss. Gegen Ludwigsburg geht das vor allem nur mit einem Kampf. Wir haben einige Dinge besser gemacht als in den letzten Spielen. Zunächst haben wir das Spiel viel besser gestaltet, das war auch unser Ziel. Zweitens haben wir sehr gut gereboundet und drittens haben wir uns mit unserem Kampf über 40 Minuten auch das Glück verdient. Außerdem hatten wir eine unglaubliche Unterstützung. Ich hoffe, dass das jetzt eine Initialzündung ist, zwischen dieser Mannschaft und den Fans, dass wir hier etwas kreieren für die Zukunft. Denn wir werden eine solche Atmosphäre und solche Kämpfe auch in Zukunft haben. Was wir noch besser machen müssen, ist bei einer Führung weiterzuspielen und das Ergebnis zu verwalten. Ich denke, dass die Jungs alles sehr gut annehmen und ich bin zuversichtlich, dass wir in der Zukunft noch besser spielen werden.“

red

Für Weißenfels spielten: Aleksandar Marelja 18 Punkte, Lee Moore 13, Tremmell Darden 13, Sergio Kerusch 11, Jovan Novak 11, James Farr 6, Hans Brase 5, Adika Peter-McNeily, David Brembly und Ferdinand Zylka.

Für Ludwigsburg spielten: Marcos Knight 19 Punkte, Lamont Jones 18, Owen Klassen 15/7, Kelan Martin 10/7, Donatas Sabeckis 6, Jordon Crawford 5, Adam Waleskowski 2, Karim Jallow 1, David McCray und Christian von Fintel

MHP Riesen wollen Tabellenplatz 7 nicht kampflos hergeben

Weiter geht´s in Weißenfels

Die MHP RIESEN Ludwigsburg beschließen mit dem Auswärtsspiel in Weißenfels heute Abend (Tip-Off 19:00 Uhr) den Februar. In der letzten Partie vor der Länderspielpause möchten die Schwaben an die Leistung aus dem Gastspiel in Frankfurt (94:96) anknüpfen. 

Von Tabellenplatz elf auf Platz sieben in nicht einmal vier Stunden: Durch den Auswärtssieg in Frankfurt kletterten die MHP RIESEN am vergangenen Sonntag in der Tabelle der easyCredit Basketball Bundesliga zurück in die Playoff-Ränge – und hielten damit mit den GIESSEN 46ers und s.Oliver Würzburg Schritt, die ihrerseits Heimsiege feierten und ebenfalls punkteten. Ulm, Braunschweig, Bayreuth und Bonn ließen derweil Federn, sodass sich die Schwaben nun aus eigener Kraft auf einem Platz, der zur Postseason-Teilnahme berechtigen würde, in die Länderspielpause verabschieden können. Hierfür bedarf es am Mittwoch aber eines Erfolgserlebnisses im sachsen-anhaltischen Weißenfels.

Einsatz von Trevor Releford fraglich

Im Südwesten von Leipzig treffen die Schwaben auf einen Gegner, der zwar mitten im Abstiegskampf steckt, zuletzt aber durch die Verpflichtung von Silvano Poropat neuen Mut schöpfte: Der ehemalige Ludwigsburger Coach hat die „Wölfe“ binnen kürzester Zeit wieder aufgerichtet und dafür gesorgt, dass sich seine Schützlinge in Vechta (89:79) und gegen Bamberg (89:96) zwei Duelle auf Augenhöhe lieferten. Dennoch wartet Weißenfels seit sieben Spielen auf einen Sieg und ist in diesem Kalenderjahr noch ohne Erfolgserlebnis. Zu gerne würden sie nun gegen Ludwigsburg vor dem anstehenden „FIBA-Break“ diese Serie durchbrechen. Neben den eigenen Fans im Rücken hofft Weißenfels auch auf die Rückkehr des im Hinspiel besten Akteurs: Point Guard Trevor Releford (15.3 PpS, 5.9 ApS) erzielte im Gastspiel in der MHPArena (93:86) 20 Zähler, verpasste die vergangenen Spiele aber verletzungsbedingt. Das Mitwirken des 25-Jährigen würde die Siegchancen mit Sicherheit verbessern. So oder so verfügt der Tabellensechzehnte mit Lee Moore (12.1), James Farr (10.6), Jovan Novak (9.5) und Sergio Kerusch (9.2) über ein korbgefährliches Quartett, welches unter anderem durch Ex-RIESE Adika Peter-McNeilly (7.1) entlastet wird.

Die MHP RIESEN selbst reisen gestärkt gen Nordosten: Der Auswärtserfolg bei kämpferisch starken Frankfurtern hat zwar Kraft gekostet, gleichzeitig aber einen enormen moralischen Schub gegeben. Denn die Schwaben zeigten sich in nahezu allen Belangen deutlich verbessert, agierten im Teamverbund stark und verdienten sich redlich die beiden Zähler. Nun soll im ostdeutschen Gastspiel an die Leistung von Sonntag angeknüpft und der zweite Auswärtserfolg binnen vier Tagen gefeiert werden.

red

Infos

Mitteldeutscher BC vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
Mittwoch, 13.02.2019, Tip-Off 19:00 Uhr
Stadthalle Weißenfels, Beuditzstraße 69a, 06667 Weißenfels
Online-Ticket-Shop / live auf MagentaSport

Markus Weinzierl bekommt Schonfrist bis Samstag

Stuttgart:

Lange haben Sie wahrscheinlich nicht schlafen können, die Verantwortlichen vom VfB Stuttgart. Das Ergebnis der intensiven Gespräche war jedoch klar. Nach dem bitteren 0:3 in Düsseldorf wird personell erst einmal so weitergemacht wie bisher. Soll heißen: Markus Weinzierl macht als Trainer bei den Cannstattern weiter und wird am Samstag beim Heimspiel gegen RB Leipzig wohl auf der Bank sitzen.

Die Statistik sieht verheerend aus: 0:3 bei Fortuna Düsseldorf, Relegationsplatz 16, 10 der insgesamt 14 Spiele unter der Regie von Noch-Trainer Markus Weinzierl verloren – eine Aufbruchstimmung beim VfB blieb unter Weinzierl aus. Nach dem Spiel in Düsseldorf war es eine intensive Nacht für die Rot-Weißen mit vielen Gesprächen zur Trainer-Personalie. Zwischenergebnis:  Der Trainer darf weitermachen – vorerst. Dies gab Sportvorstand Michael Reschke am Montagvormittag auf dem Clubgelände in der Mercedesstraße vor der Presse bekannt. Reschke, „Weinzierl werde – ohne Wenn und Aber – gegen RB auf der Bank sitzen.  „Wir haben noch 13 Spiele. Aktuell ist alles möglich. Der direkte Klassenerhalt oder über die Relegation“, sagte der 61-jährige Manager und wollte sich auf weitere Personaldiskussionen hinsichtlich der Nachfolge nicht einlassen.

red

 

MHP Riesen siegen in Frankfurt – Marcos Knight macht den Unterschied

Hessen-Krimi mit Happy End

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben nach wettbewerbsübergreifend sechs Niederlagen in Folge ihren Negativ-Lauf fulminant beendet: Die Schwaben siegten bei den FRAPORT SKYLINERS, nach nervenaufreibenden 40 Minuten, 96:94.

Die MHP RIESEN Ludwigsburg deuteten bereits ab dem ersten Ballbesitz ihre defensive Marschroute an: Mit einer intensiven und körperlichen Verteidigung wollten sie den FRAPORT SKYLINERS von Beginn an zusetzen. Dies funktionierte durchaus, doch die Hausherren fanden immer wieder gute Antworten (9:2, 4. Spielminute) und zwangen Headcoach John Patrick zur Ansprache am Seitenrand. In der Folge gab es nun einige personelle Wechsel, die auf schwäbischer Seite zu einem Small-Ball-Line-Up und der Verkleinerung des entstandenen Rückstands führten. In einer hektischen Anfangsphase blieben die Hausherren aber nichtsdestotrotz das bessere Team – und bauten ihre Führung bis zur ersten Viertelpause wieder aus (25:19, 10.).

Trotz des Rückstands waren die Ludwigsburger nun aber in der Partie und brachten mit ihrer Defensive und der Press-Verteidigung die Hessen ins Grübeln. Mit ihrer körperlichen Spielweise sorgten beide Mannschaften dafür, dass sich das intensive Aufeinandertreffen auch im zweiten Spielabschnitt auf Augenhöhe fortsetzte. Für Ludwigsburg war hierbei Marcos Knight der entscheidende Mann. Das US-amerikanische Kraftpaket war an beiden Enden des Parketts gut drauf – und vor allem in der Offensive nicht zu bremsen. Dennoch mussten die MHP RIESEN im Anschluss an einen kleinen Zwischenspurt wieder abreißen lassen (36:28, 15.). Patrick nahm daraufhin die nächste Auszeit der Partie und drehte an den richtigen Stellschrauben: Seine Mannschaft agierte deutlich galliger und fokussierter, ließ Frankfurt weniger zur Geltung kommen und gestaltete das Spiel hierdurch mehr als ausgeglichen. Denn die gelb-schwarzen Korbjäger kamen nicht nur wieder heran, sondern hatten bis zum beim Gang in die Katakomben der sehr gut gefüllten Fraport Arena sogar die Führung übernommen (46:47, 20.).

Knight ist nicht zu stoppen, das Team funktioniert

Während die Schwaben in der ersten Hälfte oftmals den Hausherren hinterhergelaufen waren, waren sie nach der 15-minütigen Pause direkt wieder in der Spur: Knight und Crawford sorgten für schnelle Punkte und für eine ausgelassene Stimmung auf der Gäste-Bank und bei allen mitgereisten RIESEN-Fans. Frankfurt, das diesen Lauf mit aller Macht zu durchbrechen versuchte, hatte minutenlang das Nachsehen, sodass die MHP RIESEN verdientermaßen bis auf zwölf Zähler (55:67) davonziehen konnten. Einzig Jason Clark und Quantez Robertson wussten sich der Ludwigsburger Intensität zu erwehren. Doch das Duo genügte: Die beiden Guards hievten ihre Farben zurück ins Spiel – und hatten entscheidenden Anteil daran, dass die Hausherren sich zum Viertelende wieder in Schlagdistanz wähnten (72:77, 30.).

In einer äußerst knappen und spannenden Partie sollte der Sieger entsprechend erst im Schlussabschnitt bestimmt werden. Letztlich sollten hierbei Kleinigkeiten entscheiden, denn beide Teams ließen alles auf dem Parkett, gestatteten sich kaum einmal einen freien Wurf – und sorgten für eine maximal intensive Crunchtime. Im Vorfeld dieser hatten die Hessen Vorteile, denn Tyler Larson und seine Mitstreiter fanden die notwendigen Antworten auf Ludwigsburgs (defensive) Aufgabenstellungen. Die MHP RIESEN konnten derweil weiterhin auf Knight vertrauen, der aus einem starken Teamverbund mit 32 Punkten herausragte. Da jedoch Owen Klassen und Donatas Sabeckis zu einer Unzeit mit ihrem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen mussten, konnte Frankfurt bis auf fünf Zähler davonziehen (93:88, 37.). Doch die Gäste gaben sich auch jetzt nicht auf, glichen das Spiel aus und lagen 2.9 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene mit zwei Zählern, nach einem Korberfolg von Lamont Jones, in Front (94:96). Dies sollte genügen. Denn die Frankfurter konnten mit ihrem letzten Angriff keinen Korb mehr erzielen, sodass sich die Ludwigsburger mit zwei wichtigen Punkten und einer großen Portion guter Laune im Gepäck auf die Rückreise machen konnten.

red

Statements und Stats

John Patrick: „Es war ein sehr hartes und umkämpftes Spiel. Frankfurt hatte den besseren Anfang, war organisierter. Auch in der Halbzeit, als wir mit einem Punkt in Führung lagen, haben wir unsicher agiert. Allerdings hat unsere Presse einige Turnover erzwungen. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann gut zurück, hatten einen wichtigen Dreier von Owen Klassen und natürlich einen starken Marcos Knight. Er war der beste Mann auf dem Parkett. Ich bin stolz über unsere Leistung heute. Doch es ist wieder Frankfurt, wieder intensiv bis zu Ende. Bis eine halbe Sekunde vor dem Ende wussten wir nicht, wer das Spiel gewinnt. Wir hatten dann aber etwas mehr Glück.“

Gordon Herbert: „Glückwunsch an John und sein Team. Sie haben heute viel Druck ausgeübt. Am defensiven Ende des Parketts und in der Zone haben wir keinen guten Job gemacht. Unsere 1-gegen-1-Defensive war nicht gut genug. Das Spiel heute war ein gutes Basketballspiel, mit vielen viele Ups and Downs.“

Für Frankfurt spielten: Quantze Roberton 23 Punkte/8 Rebounds, Tyler Larson 23, Jason Clark 16, Tra Holder 11, Shawn Huff 10, Jonas Wohlfarth-Bottermann 7, Richard Freudenberg 2, Leon Kratzer 2 und Trae Bell-Haynes.

Für Ludwigsburg spielten: Marcos Knight 32 Punkte/7 Rebounds, Jordon Crawford 19/7 Assists, Owen Klassen 13, Kelan Martin 12, Lamont Jones 10, Donatas Sabeckis 8, Christian von Fintel, David McCray und Adam Waleskowski.

SG BBM Männer: Einstand von Trainer Jónsson missglückt

Bietigheim kann Leipzig nur eine Halbzeit lang Paroli bieten

Kein Punkte und noch viel Arbeit für den neuen Trainer Hannes Jón Jónsson. Das war die Bilanz für Aufsteiger SG BBM Bietigheim nach der 15:24 (9:11)-Heimniederlage am Sonntag gegen den DHfK Leipzig. Die Sachsen verschaffen sich mit ihrem ersten Auswärtssieg nach neun Monaten Distanz zur Abstiegszone.

„Die Einstellung hat gepasst, darum geht es im Abstiegskampf“, sagte Bietigheims neuer Isländer an der Seitenlinie. „Wir wollten unter 26 Gegentoren bleiben, um einen Chance gegen Leipzig zu haben“, so Jónsson. „Darauf lag der Fokus, das hat ganz gut geklappt. Aber 15 eigene Tore sind natürlich viel zu wenig.“ DHfK-Coach André Haber unterstrich die Bedeutung des Auswärtserfolges für den Tabellenfünfzehnten: „Wir freuen uns riesig. Es lag viel Druck auf diesem Spiel.“

Dabei verlief die Partie vor 2913 Zuschauern in der EgeTrans Arena in der ersten Halbzeit alles in allem ausgeglichen, die Leipziger Dominanz sollte sich erst im zweiten Abschnitt entwickeln. „Man hat viel Nervosität auf beiden Seiten gespürt“, bestätigte André Haber, dessen Team in der einen oder anderen Situation in der Anfangsphase das glücklichere Händchen hatte. So parierte beispielsweise der gut aufgelegte Domenico Ebner im Tor der SG BBM zweimal beim Siebenmeter gegen Philipp Weber und Patrick Wiesmach, aber Leipzig nutzte jeweils die zweite Chance und führte nach 20 Minuten mit 4:7. Das Spiel wurde zur Abwehrschlacht, die „kämpferisch von beiden Seiten mit hohem Niveau geführt wurde“, so Haber.

Auch der Tabellenvorletzte zeigte Defensivqualitäten, hatte auf der Gegenseite aber enorme Mühen im stehenden Angriff Lücken im Leipziger Abwehrriegel zu schaffen. Dennoch hielten die Hausherren mit viel Engagement den Kontakt. Nachdem Jan Asmuth mit seinem Treffer ins leere Tor zum 9:9 ausgeglichen hatte, blieben zwei Chancen in Führung zu gehen ungenutzt. Stattdessen ging Leipzig mit einer 9:11-Führung in die Pause.

Das gebundene Spiel blieb auch im zweiten Abschnitt die Achillesferse des Aufsteigers. Zudem war Bietigheim kaum einmal in der Lage, Leipzig durch Tempospiel in Verlegenheit zu bringen. In der ersten Viertelstunde nach der Pause gelangen dem Aufsteiger erneut lediglich vier eigene Tore, im gesamten zweiten Abschnitt musste DHfK-Keeper Milos Putera ganze sechs Bälle aus seinem Tor holen. Leipzig dagegen brachte mehr Struktur und Sicherheit in seine Angriffsbemühungen und führte da schon mit 13:19. Die beiden Leipziger Tempotore in kurzer Folge zum 14:22 waren in der 52. Minute angesichts der stumpfen Offensive des Aufsteigers schon mehr als eine Vorentscheidung.

„Das war ein völlig verdienter Sieg für Leipzig“, musste Jónsson eingestehen. „Die Einstellung der Mannschaft in der ersten Halbzeit nehme ich mit, an anderen Themen müssen wir hart arbeiten.“ Für den Isländer, erst seit Mittwoch beim Aufsteiger am Ruder, beginnt morgen die erste komplette Trainingswoche.
Bericht: Bernhard Gaus

SG BBM Bietigheim: Ebner, Müller; Schäfer (4/3), Asmuth (2), Emanuel (2), Link (2), Haller (2), Claus (1), Fischer (1), Rentschler (1), Schmidt, Vlahovic, Rønningen, Marčec, Oehler, Trost.

SC DHfK Leipzig: Putera, Villadsen; Weber (8/1), Wiesmach (6/2), Binder (3), Pieczkowski (2), Semper (2), Milosevic (2), Janke (1), Remke, Krzikalla, Rojewski, Jurdzs, Roscheck, Gebala, Esche.

Spielverlauf: 3:3 (9.), 4:7 (19.), 7:8 (22.), 9:9 (26.), 9:11 (30.), 9:13 (34.), 12:17 (41.), 14:19 (47.), 14:23 (55.), 15:24 (60.).
Zeitstrafen: Rentschler (14.), Emanuel (35.), Link (40.) – Janke (8.), Rojewski (25.), Milosevic (52.)
Siebenmeter: 3/3 – 6/3

Schiedsrichter: Adrian Kinzel / Sebastian Grobe (DHB Elite-Kader)

Zuschauer: 2913 (EgeTrans Arena Bietigheim)

SG BBM Frauen deklassieren Club aus Rumänien

SG BBM Frauen schießen Rumäninnen aus der Halle

Deutlicher Sieg gegen Cisnadie / Versöhnlicher Abschluss im Europapokal

Mit einem ungefährdeten und in der Höhe verdienten 29:17 (18:9)-Heimerfolg gegen Sports Club Magura Cisnadie verabschiedeten sich die Frauen der SG BBM Bietigheim für diese Saison von der europäischen Bühne, zeigten zum Abschluss aber ihren treuen Fans noch einmal einen ansprechenden Handballabend – und das vor 1289 begeisterten Zuschauern!

Die Vorzeichen zu diesem Spiel waren klar – beide Mannschaften hatten keine Chance mehr, ins Viertelfinale des Europapokals einzuziehen, was aber zumindest die SG BBM nicht daran hinderte, eine engagierte Leistung abzuliefern und sich so versöhnlich von ihren Fans vom europäischen Wettbewerb verabschiedete.

Der Tabellenführer der Handball Bundesliga Frauen (HBF), bei dem Anna Loerper aufgrund einer leichten Blessur eine Pause erhielt, begann in der Ludwigsburger MHP Arena furios. 5:1 stand es nach fünf gespielten Minuten durch je zwei Treffer von Laura van der Heijden und Angela Malestein sowie einem von Karolina Kudlacz-Gloc. Mit rasantem Tempohandball ging es weiter nach vorne und in der Defensive stand das Bollwerk um Maura Visser und Torhüterin Valentyna Salamakha bombensicher – 10:5 lautete der verdiente Spielstand nach 15 Minuten. Die SG BBM dominierte das Geschehen und setzte sich weiter von den nun vom Tempospiel überforderten Rumäninnen ab. Mit einem deutlichen und verdienten 18:9 ging es in die Halbzeitpause.

Gleich zu Beginn von Durchgang zwei durfte sich Luisa Schulze mit dem 19. Treffer für die SG BBM in die Torjägerliste eintragen. Großer Jubel in der MHP Arena entfachte Treffer Nummer 20 als Fie Woller per Kempa-Anspiel Angela Malestein fand und diese gekonnt einnetzte. Bietigheim zeigte im weiteren Verlauf schöne Spielzüge. Alle Spielerinnen des Spitzenreiters der HBF durften sich nun vor der enthusiastischen Kulisse zeigen. Cisnadie hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Youngstar Kim Braun markierte nach rund 45 Minuten das 25:13 – damit hatten auch alle Feldspielerinnen der Bietigheimerinnen ihren persönlichen Torerfolg. Die SG BBM verwaltete den Vorsprung bis zum Spielende und zeigte dabei auch sehenswerte Treffer für die Galerie.

Letztendlich stand ein verdienter 29:17-Sieg, bei dem vor allem die Zuschauer an einem gelungenen Handballabend auf ihre Kosten kamen, gegen chancenlose Rumäninnen.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen zeigte sich nach der Partie dementsprechend zufrieden: „Wir wollten vor dieser Kulisse noch einmal eine tolle Leistung zeigen – ich habe viele gute Spielzüge gesehen und bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams!“

Tore: Malestein 6, van der Heijden 5, Woller 4, Braun 3, Kudlacz-Gloc 3, Visser 2/2, Rozemalen 2, Ivancok 2, Schulze 1, Lauenroth 1

Damit sind die englischen Wochen für die SG BBM Bietigheim erst einmal passé und der Fokus liegt nun voll auf der Handball Bundesliga Frauen, wo es am Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr, bei Bayer 04 Leverkusen zur nächsten schweren Auswärtspartie kommt.

Die Mutter aller Schwabenderbys im Frauenhandball steigt dann am Samstag, den 23. Februar, um 19 Uhr, in der Ludwigsburger MHP Arena, wenn die TuSsies aus Metzingen ihre Visitenkarte abgeben.

red

Riesen am Sonntag in Frankfurt gefordert

Den Worten Taten folgen lassen

Im Duell des Dreizehnten gegen den Neunten der easyCredit Basketball Bundesliga empfangen die FRAPORT SKYLINERS am kommenden Sonntag (10.02.2019, Tip-Off 15:00 Uhr) die MHP RIESEN Ludwigsburg. Nach der schwachen Vorstellung unter der Woche (59:85-Niederlage vs. Nizhny Novgorod) möchten die Schwaben nach sechs Niederlagen in Serie zurück in die Erfolgsspur.

Im Anschluss an die 26-Punkte-Pleite gegen Nizhny Novgorod sprach Kapitän David McCray am Dienstag auf der Pressekonferenz nach Spielschluss von einer der schlechtesten Leistungen der laufenden Spielzeit. Der 32-Jährige adressierte die Probleme, entschuldigte sich bei allen RIESEN-Fans für das Gezeigte und forderte, dass die Mannschaft zeitnah ein anderes Gesicht an den Tag legen müsse. McCrays Worte sind nun einige Tage her, weshalb die Zeit gekommen ist, um diesen Worten auch Taten folgen zu lassen – und am Sonntag ein anderes Auftreten an den Tag zu legen.

Der Gegner, welcher diese Taten auf dem Parkett zu spüren bekommen soll, heißt Frankfurt und ist, wie auch Ludwigsburg, in der easyCredit BBL unter Zugzwang geraten. Aufgrund diverser Verletzungen und einiger Wechsel kassierten die Hessen zuetzt einige Niederlagen, beendeten das Top16 des 7 DAYS EuroCup, nach einer unter der Woche äußerst belastenden (An-)Reise nach Krasnodar, ohne ein Erfolgserlebnis (0:6-Bilanz) und rutschten in der Liga bis auf Tabellenplatz dreizehn ab. Mit neuem Mut, neuen Spielern – die Hessen verpflichteten im Januar die beiden Guards Tyler Larson und Tra Holder – und neuem Selbstvertrauen soll nun das Feld von hinten aufgerollt und mindestens der achte Tabellenplatz eingenommen werden. Hierfür benötigen die Schützlinge von Headcoach Gordon Herbert in den verbleibenden Rückrunden-Partien eine kleine Siegesserie, denn mit aktuell sieben Erfolgserlebnissen auf der Haben-Seite, ist das Bestreben nach der Postseason-Qualifikation schneller beendet als geplant. Da die Frankfurter zuletzt vor allem am defensiven Ende des Parketts, angeführt von Edel-Verteidiger Quantez Robertson, deutlich verbessert auftraten und unter anderem die EWE Baskets Oldenburg (75:74) punktlos auf die Heimreise gen Niedersachsen schickten, sind diese Hoffnungen nicht unbegründet.

Sport1 überträgt das Spiel

Die MHP RIESEN, die ihrerseits zwei Erfolge mehr als die FRAPORT SKYLINERS einfahren konnten, haben ein ähnliches Schicksal: Auch die Schwaben benötigen so schnell wie möglich einen Lauf, um den langsam ins Rollen kommenden Playoff-Zug nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Auswärtssieg bei aufstrebenden Frankfurtern wäre entsprechend nicht nur für die (Fan-)Seele, sondern auch das Punkte-Konto gut. Gerne erinnern sich die Ludwigsburger dabei an das erste Kräftemessen im Saisonverlauf: Am ersten Spieltag zeigten die MHP RIESEN eine ihrer besten Saisonleistungen, zündeten ein emotionales Feuerwerk und hatten in Karim Jallow die „Geschichte des Spiels“ auf ihrer Seite. Der 21-jährige Nationalspieler zeigte eine unbekümmerte und gute Leistung und kam in gleich mehreren Statistiken auf Karrierebestwerte (u.a. 24 Punkte, 29:37 Minuten Einsatzzeit, +29 Effektivität). Allein auf Grund des Fitnesszustands, Jallow befindet sich gerade erst wieder im Aufbautraining, ist eine Wiederholung dieser Leistung aber nicht zu erwarten.

Auch ganz generell dürfte das Rückspiel nicht vergleichbar werden. Denn auf beiden Seiten ist eine Vielzahl an Personalien anders als im Aufeinandertreffen im Oktober, mehrere Stammspieler verließen die Klubs oder fallen verletzungsbedingt noch aus, sodass eine Prognose schwer möglich ist. Möglich ist dagegen auf alle Fälle das kostenlose Verfolgen, denn Sport1 überträgt das schwäbische Gastspiel in der Fraport Arena live im Free TV.

Infos

FRAPORT SKYLINERS vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
Sonntag, 10.02.2019, Tip-Off 15:00 Uhr
Fraport Arena, Silostraße 46, 65929 Frankfurt am Main
Online-Ticket-Shop / live auf MagentaSport und Sport1

SG BBM Frauen vor schwerer Auswärtsaufgabe

Eine ganz schwierige Auswärtspartie erwartet die SG BBM Bietigheim Frauen am heutigen Mittwoch, den 6. Februar, bei Borussia Dortmund. Für den ungeschlagenen Tabellenführer der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gilt es weiterhin, die weiße Weste zu wahren und die Spitzenposition zu verteidigen.

In der Handball Bundesliga Frauen ist das Team von Cheftrainer Martin Albertsen zielstrebig auf Kurs und strotz weiterhin der Dreifachbelastung aus Liga, deutschem Pokal und Europapokal. Zwölf Spielen stehen zwölf Siege gegenüber. In der Liga gewann die SG BBM zuletzt aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang letztendlich verdient mit 33:27 bei Frisch AUF Göppingen. Die punktverlustfreie Serie soll auch nach dem Gastspiel in Westfalen bestand halten. Doch gerade der BVB war in der vergangenen Saison der große Stolperstein für die SG BBM. Im Januar letzten Jahres trennten sich beide Teams in Dortmund nach hartem Fight mit 25:25 und im letzten Saisonspiel der Saison 2017/18 unterlag Bietigheim zuhause sogar mit 25:26.

In der laufenden Spielzeit belegt das Team von Trainer Gino Smits mit sechs Siegen, drei Remis und drei Niederlagen einen guten fünften Tabellenplatz. In den vergangenen beiden Ligaspielen reichte es zuhause gegen den VfL Oldenburg und auswärts bei SV Union Halle-Neustadt zwar nur zu einem Unentschieden, doch gegen den Tabellenführer werden die Spielerinnen um TorjägerinAlina Grijseels einmal mehr besonders motiviert sein.

Die Bietigheimerinnen stehen somit vor einer echten Herausforderung. Nach der enttäuschenden, denkbar knappen Niederlage am Sonntag in Norwegen bei Storhamar Handball Elite und dem damit verbundenen vorzeitigen Aus im Europapokal geht es für die Verantwortlichen und Mannschaft darum, diese Niederlage zu analysieren und aufzuarbeiten. Eines ist nach dem letzten Sonntag klar – der volle Fokus liegt ab sofort komplett auf dem Geschehen in der HBF und dem Pokalfinalwochenende, dem OLYMP Final4. Die SG BBM Ladies werden alles in die Waagschale werfen, damit diese Ziele fokussiert angegangen werden. Einen Ausrutscher wollen sie sich nicht leisten und dies macht den Tabellenführer auswärts umso gefährlicher.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen: „Gegen Dortmund haben wir uns oft schwergetan. Wir müssen an die ersten 25 Minuten aus der Partie gegen Storhamar anknüpfen und diese Leistung über die volle Spielzeit zeigen, dann können wir beim BVB bestehen.“

Geleitet wird die Partie von den beiden Elitekader-Schiedsrichtern Julian Köppl und Denis Regner. Die Spielaufsicht hat Spielleiter der HBF, Uwe Stemberg.

Anwurf in Dortmund ist um 19.30 Uhr. Der Onlinesender sportdeutschland.tv überträgt die Partie live im Internet.

Guido Buchwald erhebt schwere Vorwürfe und tritt beim VfB zurück

Paukenschlag beim abstiegsbedrohten VfB Stuttgart. Der ehemalige VfB-Profi und Aufsichtsratsmitglied Guido Buchwald tritt mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern des VfB Stuttgart zurück.

„Nach reiflicher Überlegung und einer Nacht ohne Schlaf habe ich entschieden, von meinen Ämtern als Aufsichtsrat der VfB Stuttgart AG und Botschafter des VfB Stuttgart eV mit sofortiger Wirkung zurückzutreten“, teilte der Weltmeister von 1990 am Montag in einer persönlichen Erklärung mit. Als Grund nannte er ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Aufsichtsratskollegen. „Der VfB lag und liegt mir immer am Herzen, und deshalb ist mir der Entschluss auch nicht leicht gefallen“, schrieb der in Berlin geborene Buchwald.

Nach dem 2:2 gegen den SC Freiburg habe es Vorwürfe gegeben, und es sei versucht worden „mir die Schuld an der Situation, in der die Mannschaft steckt, in die Schuhe zu schieben. Deshalb kann ich mein Amt auch nicht mehr konstruktiv ausüben bzw. so ausfüllen, wie ich mir das vorstelle“. VfB-Ehrenspielführer Buchwald schrieb, er hätte gerne versucht „meinen Teil dazu beizutragen, um dem Verein in dieser kritischen Phase zu helfen. Aber die jetzt entstandene Situation lässt mir keine andere Möglichkeit.“

Unterdessen ließ der Verein über seine Homepage mitteilen:

„Der Aufsichtsrat nimmt den Rücktritt von Guido Buchwald zur Kenntnis und muss diese Entscheidung akzeptieren.
Wir bedauern diese Entwicklung sehr, da wir fest davon ausgegangen sind, dass mit der Erklärung von Guido Buchwald vom 4. Dezember 2018 die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt wurde.
Wir bedanken uns bei Guido Buchwald für die langjährige Zusammenarbeit und freuen uns, dass er dem VfB Stuttgart als Ehrenspielführer weiterhin eng verbunden bleibt.“

red