Borussia Dortmund bittet heute den VfB zum Tanz

Cheftrainer Markus Weinzierl „Wenn wir in die Relegation müssen, dann ist das eben so.“

Die meisten werden es schon wieder vergessen haben – doch wir haben nachgeschaut. Am 8. Spieltag setzte es zuhause in der Mercedes-Benz-Arena eine 0:4 Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer. Nun bittet Borussia Dortmund den VfB Stuttgart zum Rückrunden-Tanz. Nach dem 1:1 in Bremen und dem 5:1 letzte Woche gegen Abstiegskonkurrent Hannover 96 hat der VfB eine kleine Serie gestartet, die das Team von Trainer Markus Weinzierl in Dortmund fortführen möchte. Denn wer in der nächsten Saison noch in der höchsten deutsche Fußball-Liga auflaufen möchte, muss auf dem Weg zum Verbleib punkten – und am besten gleich gegen die Dortmunder, die nach dem Aus in Champions-League vergangene Woche etwas schwächeln und nicht unschlagbar erscheinen.

14 Punkte aus 17 Spielen – „klar geht das besser“, so der Cheftrainer der Weiß-roten. „Wir sind nicht zufrieden, das ist klar. Aber wir haben uns allen Problemen widersetzt und nach Lösungen gesucht. Wir waren im Oktober 18., an Weihnachten hinten drin und stehen jetzt auf dem Relegationsplatz.“ Nicht gerade das, was man Wunschplatz nennt, aber ein Sprungbrett Richtung Klassenerhalt. „Wenn wir in die Relegation müssen, dann ist das eben so. Dann gewinnen wir da. Das ist auch ein Weg, auf dem man es weiterhin selbst in der Hand hat. Am liebsten wollen wir es aber nach zehn und nicht zwölf Spielen schaffen.“ so Weinzierl vergangenen Donnerstag in der Pressekonferenz.

Die nächsten Gegner des VfB Stuttgart heissen: Dortmund, Hoffenheim und Frankfurt. Erst nach diesen Spielen wird es Aufschluss darüber geben, ob die Cannstatter einen Schritt in ihrer Entwicklung weiter sind. Genau gegen diese Teams setzte es in der Hinrunde drei empfindliche Niederlagen mit 0:11 Toren. Schnell vergessen wollte man anschliessend die Tiefschläge, die es aber erst einmal zu verdauen galt und die Mannschaft in ihrer Entwicklung sehr weit zurückwarf. Die Arbeit des Trainers wurde dadurch nicht einfacher gestaltet. „Ich hätte mir gewünscht, dass es schneller gefruchtet hätte“, erklärt Weinzierl. „Aber dem war halt nicht so. Jetzt müssen wir schauen, es jetzt gut zu Ende zu bringen. Wir haben noch zehn Spiele und jetzt Fahrt aufgenommen, wollen so viele Punkte wie möglich holen und sehen, ob es reicht. Aber da bin ich zuversichtlich.

red

Blühende Barock und MHP-Riesen verlängern Zusammenarbeit

Das „BlüBa“ bleibt an Bord

Die zwei bekanntesten Attraktionen der Stadt Ludwigsburg machen weiterhin gemeinsame Sache: Das Blühende Barock Ludwigsburg und die MHP RIESEN setzen ihre Zusammenarbeit auch über den kommenden Sommer hinweg fort. Beide Parteien einigten sich vorzeitig auf eine Verlängerung der Partnerschaft.

Die Blühendes Barock Gartenschau Ludwigsburg GmbH ist seit einigen Jahren Unterstützer und Werbepartner des Klubs. Wie auch die zahlreicheren Besucher der Barockstadt sind die RIESEN-Profis gerne zu Gast im „BlüBa“. Vor allem der basketballerische Nachwuchs erfreut sich, wie schon zahlreiche Ludwigsburger Generationen, dabei am legendären Märchengarten. Die Profis nutzen das innerstädtische Naherholungsgebiet derweil eher zur Entspannung und erfreuen sich an den verschiedensten Ausprägungen der kunstvoll gestalteten Flora.

Dass die Zusammenarbeit weit mehr ist als die Zurschaustellung der vielfältigen Pflanzenwelt ist, wurde unter anderem im vergangenen Sommer sichtbar: Anlässlich der Sandkunst-Ausstellung wurde ein überlebensgroßes Abbild von Kapitän David McCray in den 30 Hektar großen Gärten rund um das Residenzschloss geschaffen.

Auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, welche unter anderem von Volker Kugel gelebt werden. Der Direktor des Blühenden Barocks ist glühender Anhänger des Ludwigsburger Basketballs und wird, im Rahmen des Heimspiels gegen Braunschweig, wie schon in den vergangenen Jahren, als Schirmherr die Moderation des „Porsche BBA KIDS Day“ übernehmen.  Dieser beinhaltet auch in dieser Saison die große Assist!-Aktion zur Förderung des Jugend- und Nachwuchsprogramms der MHP RIESEN Ludwigsburg, der Porsche Basketball-Akademie.

Weitere Infos zum Blühenden Barock gibt es unter:

www.blueba.de; via Facebook („BluehendesBarock“) oder auf dem YouTube-Kanal Grünzeug.TV.

Facebook und Privatsphäre: Geht das?

Facebook geht auf Schmusekurs. Das soziale Netzwerk will nach den Worten seines Chefs Mark Zuckerberg stärker auf den Schutz der Privatsphäre achten. „Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt“, teilte Zuckerberg mit. An dieser Zukunft wolle Facebook mitarbeiten und dazu Experten zu Rate ziehen.

Das weltgrößte Onlinenetzwerk war insbesondere im Zuge des Datenskandals um Cambridge Analytica scharf für den Umgang mit Nutzerdaten kritisiert worden. „Ich verstehe, dass viele Leute nicht glauben, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte“, so Zuckerberg weiter. Tatsächlich bedeutet die Ankündigung ein kategorisches Umdenken im Vergleich zu den frühen Jahren von Facebook.

Jetzt kündigte Zuckerberg an, mehr Angebote des Konzerns würden eine Komplettverschlüsselung nach dem Vorbild von WhatsApp bekommen. Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können die Inhalte einer Unterhaltung nur von Absender und Empfänger eingesehen werden. Weitere Dienste wie Videochats, E-Commerce-Angebote, Bezahlservices sollen auf dieser abgesicherten Basis aufbauen. cid/rlo

MHP-Riesen wollen gegen Braunschweig den nächsten Sieg

Am kommenden Samstag (09.03.2019, Tip-Off 20:30 Uhr) treffen die MHP RIESEN Ludwigsburg auf die Basketball Löwen Braunschweig. Das Duell des Tabellensiebten gegen den punktgleichen Zehnten findet im Rahmen des „Porsche BBA Kids Day“ statt und beinhaltet, neben einer spannenden Ausgangslage, auch die große Assist!-Aktion zur Förderung der Jugend- und Nachwuchsarbeit der Porsche Basketball-Akademie.

109 Punkte, eine offensive Glanzleistung, eine starke Reaktion: Die MHP RIESEN Ludwigsburg präsentierten sich im Anschluss an die knapp dreiwöchige Länderspielpause am vergangenen Sonntag in exzellenter Verfassung! Sie zeigten eine ihrer besten Leistungen im Saisonverlauf und markierten in der Bayreuther Oberfrankenhalle einen Ligabestwert: Keine der 18 Mannschaften konnte an bisher 22 Spieltagen auf fremdem Parkett in der regulären Spielzeit derart viele Punkte auflegen.

Der Rekord belegt eindrucksvoll: Die MHP RIESEN sind äußerst gut aus den Startlöchern gekommen und haben direkt im ersten Spiel nach der Pause ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Im sprichwörtlichen Vier-Punkte-Spiel zeigten sie sich verbessert, agierten defensiv konzentriert und offensiv teamdienlich. Durch ihren Einsatz verdienten sie sich den 109:81-Erfolg – und verdeutlichen dabei auch, dass das Nervenkostüm nun belastbarer ist. Denn obwohl der im ersten Viertel herausgespielte 21-Punkte-Vorsprung wieder zusammenschmolz, gaben die Mannen von Headcoach John Patrick das Zepter nicht aus der Hand. Im Teamverbund kämpften und arbeiteten sie und konnten sich dabei auch über reichlich Input zweier Akteure freuen, die zuletzt nur geringe Spielanteile gehabt hatten: Konstantin Klein und Aaron Best hatten an beiden Seiten des Parketts großen Anteil am Auswärtssieg, markierten jeweils 12 Punkte und konnten sich deshalb, nach Spielende, über ein Extra-Lob ihres Übungsleiters freuen.

Ein Hauen und Stechen um drei Plätze

Mit den positiven Emotionen im Hinterkopf möchten die Schwaben nun den nächsten Erfolg feiern und sich die Konstanz erarbeiten, welche ihnen in der ersten Saisonhälfte abging. In den kommenden Wochen, besonders in den Heimspielen, gilt es wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs einzufahren und damit die Grundlage für die sechste Postseason-Teilnahme in Folge zu sichern. Im ausgeglichenen und äußerst breiten Tabellenmittelfeld der easyCredit BBL kämpfen aktuell acht Mannschaften um drei Plätze. Ludwigsburg rangiert auf Rang sieben und ist, nachdem es die Hinspiele beziehungsweise den direkten Vergleich gegen Ulm, Gießen, Bayreuth und Frankfurt gewonnen hat, im Soll. Einzig gegen Bonn und Würzburg verloren die Schwaben beide Partien und möchten es entsprechend nicht auf den direkten Vergleich ankommen lassen. Die Zeit für Rechenspiele ist aber ohnehin noch nicht gekommen. Am Samstag sollen erst einmal die Basketball Löwen Braunschweig bezwungen werden.

Lansdowne, Klepeisz, Eatherton, Sengfelder: Braunschweig entwickelt sich prächtig

Dass dieses Unterfangen leichter gesagt als getan ist, belegt unter anderem der Blick auf das erste Aufeinandertreffen im Saisonverlauf. In der Schlussphase der Partie des 10. Spieltags wähnten sich die MHP RIESEN schon auf der Siegerstraße. Dann übernahm jedoch Topscorer DeAndre Lansdowne (32 Punkte) das Ruder und brachte das Spiel mit seinen teils wilden Distanztreffern in die Verlängerung. Dort entschied Braunschweig das Duell 100:99 zu seinen Gunsten und hielt die Schwaben tabellarisch erfolgreich auf Distanz.

Genau 90 Tage nach dem Hinspiel-Erfolg gastieren die Niedersachsen nun in der MHPArena und treffen auf einen Gegner, der auf Revanche sinnt. Während die Ludwigsburger mit neuer Energie, einer breiten Rotation und den eigenen Fans im Rücken den Sieg im nächsten Vier-Punkt-Spiel und damit die Verteidigung des siebten Tabellenplatzes anstreben, möchte Braunschweig auswärts ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen. Denn die ebenfalls heimstarken Löwen gingen in zwölf Auswärtsspielen nur dreimal als Sieger vom Parkett – und verloren die letzten fünf Partien auf fremdem Terrain. Im Anschluss an die Länderspielpause gelang jedoch, auch ohne den weiterhin ausfallenden Scott Eatherton (16.7 PpS, 9.2 RpS), ein überzeugender 87:78-Erfolg gegen s.Oliver Würzburg, welcher abermals durch die Leistungsträger Lansdowne (19.0 PpS), Thomas Klepeisz (9.1) und Christian Sengfelder (9.9) herausgespielt wurde. Dieses Trio respektive Quartett, sofern Eatherton rechtzeitig fit werden sollte, gilt es aus Ludwigsburger Sicht zu kontrollieren und hierdurch die Partie gegen einen aufstrebenden Klub für sich zu entscheiden.

Porsche BBA Kids Day, Assist!-Aktion und vieles mehr

Wie bereits in den vergangenen Spielzeiten gibt es auch in der laufenden Saison einen großen „Porsche BBA Kids Day“, welcher dem Jugend- und Nachwuchsprogramm des Klubs gewidmet ist – und im Rahmen des Heimspiels am Samstag vonstattengehen wird. Neben dem Auftritt der Faschingscamp-Teilnehmer, die in der Halbzeitpause das über drei Tage Gelernte zum Besten geben werden, lohnt vor allem die große Assist!-Aktion. Denn die Initiative der MHP RIESEN zur Förderung Porsche Basketball-Akademie mittels Spendengeldern, ist auch in diesem Jahr jeden Support wert. Denn sie bildet einen keinesfalls zu unterschätzenden Teil der Finanzierung von personellen Ressourcen, der Stärkung des Schul- und Vereinsprogramms und der Förderungen von europäischen Auswärtstrips, welche sich der talentierte Basketball-Nachwuchs erarbeitet hat. Zudem können auch hierdurch die hochtalentierten Nachwuchsspieler teilweise mit einem Stipendium ausgestattet werden.

Aktuell stehen mit Quirin Emanga Noupoue, Ariel Hukporti und Lukas Herzog drei Spieler im Aufgebot von Headcoach John Patrick, welche in der Vergangenheit von der großartigen Unterstützung der Ludwigsburger Basketball-Familie profitierten.

Auch in diesem Jahr haben sich bereits zahlreiche Partner und Sponsoren in die Schar der Unterstützer eingereiht und dafür gesorgt, dass schon jetzt ein deutlich fünfstelliger Betrag erreicht ist. Da allerdings jeder Euro wichtig ist, wird es auch am Samstag diverse Aktionen in und um die MHPArena geben: Das Pfand kann in eigens im Umlauf bereitgestellten Tonnen bequem durch das Hineinwerfen des Bechers gespendet werden, selbiges ist durch den Einwurf von Münzen und Scheinen in die Sammelbüchsen der Spieler möglich. Zudem hat Top-Partner tectomove eigens für die Assist!-Aktion hochwertige und so nicht zu kaufende Blech-Platten mit den Silhouetten des Teams produziert. Diese werden im Eingangsbereich der MHPArena ausgestellt und im Anschluss an den Porsche BBA Kids Day über die digitalen Kanäle des Klubs versteigert. Dieser lässt den Erlös ohne Abzüge der Assist!-Aktion zu Gute kommen – und freut sich entsprechend über zahlreiche Bieter.

Alle Informationen zu den einzelnen Aktionen, Spendenmöglichkeiten und der Versteigerung werden im Laufe des Freitags noch einmal separat auf den Social-Media-Kanälen der MHP RIESEN zu finden sein. Gleichzeitig kann das Ganze dann auch bequem auf der Website nachgelesen werden.

Infos

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Basketball Löwen Braunschweig
Samstag, 02.02.2019, Tip-Off 20:30 Uhr
MHPArena Ludwigsburg, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg
Online-Ticket-Shop / live auf MagentaSport

Aktuelle Arbeitslosenzahlen Februar 2019 für den Kreis Ludwigsburg

Quote fällt auf 2,8% bzw. 8.720 Menschen ohne Beschäftigung.

Grund zur Freude bei den Arbeitnehmern. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Arbeitslosenquote um 0,1% verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 0,4% bzw. 1.005 Arbeitslose weniger. Saisonbedingt waren im Februar 2019  somit 2,8% bzw. 8.720 Erwerbslose gemeldet. Im Vormonat Januar waren es noch 2,9% bzw. 8.971 Erwerbslose.

In Baden-Württemberg fällt die Quote auf 3,2% bzw. 196.644 Menschen ohne Job

Im Landkreis Böblingen bleibt die Quote bei 2,8%, und hat nun gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigsburg in der Gesamtregion Stuttgart die niedrigste Arbeitslosenquote. In Stuttgart beträgt die Quote 3,5%. Im Landkreis Rems-Murr sind es 3,0%. In Baden-Württemberg liegt die Quote bei 3,2%.

Die Zahl der offenen Stellen im Landkreis Ludwigsburg ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 129 auf 4.577 Stellen angestiegen.

Arbeitsmarkt im Überblick – Berichtsmonat Februar 2019 – Ludwigsburg
Ausgewählte Merkmale Aktueller Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose insgesamt 8.720 -1.005
Arbeitslose SGB III 4.525 -143
Arbeitslose SGB II 4.195 -862
Arbeitslosenquote insgesamt 2,8 -0,4
Gemeldete Arbeitsstellen 4.577 129

Quelle Arbeitsagentur

red

MHP Riesen melden sich mit Auswärtssieg zurück

Ludwigsburg feiert Sieg in Bayreuth

Im Anschluss an die knapp dreiwöchige Länderspielpause haben die MHP RIESEN Ludwigsburg einen eindrucksvollen Statement-Sieg gelandet. Die Schwaben gewannen bei medi bayreuth 109:81 und zeigten eine ihrer besten Leistungen im Saisonverlauf. 

Ins wichtige Vier-Punkte-Spiel in der von Beginn an lauten Oberfrankenhalle gelang den MHP RIESEN Ludwigsburg ein guter Start: Die Mannen von Headcoach John Patrick ließen in den ersten zwei Minuten keinen Punkt der Hausherren zu – und stellten auf 0:4. Ab der ersten Minute griffen sie beherzt zu, drückten aufs Gaspedal, festigten hierdurch ihre Führung und zwangen Raoul Korner zur Ansprache am Seitenrand (5:15, 6.). Der Österreicher justierte erfolgreich einige Stellschrauben und übergab fortan Bastian Doreth das Zepter auf dem Parkett, doch Ludwigsburg blieb weiterhin komfortabel in Front und verdiente sich die Viertelführung durch eine starke Verteidigungsleistung und eine ebenso hohe Trefferquote (10:29, 10.).

Obwohl sich die MHP RIESEN auch mit dem Start in den zweiten Spielabschnitt gut präsentierten, waren die Hausherren nun die klar tonangebende Mannschaft: Bayreuth verkürzte das entstandene Defizit binnen kürzester Zeit und zwang nun Headcoach John Patrick zur Auszeit (20:35, 13.). Ludwigsburg haderte mit der Zonenverteidigung der Franken und mit der daraus resultierenden (geringeren) Chancenverwertung. In der Folge wurde diese aber besser, sodass nun Korner erneut das Mittel der Extra-Ansprache wählte. Erneut fand er die richtigen Worte – und half dabei, dass sich seine Schützlinge, angeführt von Nik Raivio, weiter in einen Rausch spielten. Obwohl der zwischenzeitlich auf 21 Punkte angewachsene Vorsprung zusammenschmolz, blieben die Schwaben aber kämpferisch auf Augenhöhe. Sie ließen sich von der Atmosphäre nicht einschüchtern und gingen mit der Führung in die Kabine (38:41, 20.).

Klein und Best mit wichtigen Anteilen

Diese hielt nach dem Seitenwechsel aber nicht einmal eine Minute: Kyan Anderson sorgte von jenseits der 6,75-Meter-Linie für den Ausgleich und verwandelte die Halle in ein Tollhaus. Doch Ludwigsburg agierte nun, neu eingestellt durch Patrick und sein Trainerteam, wieder fokussierter, sodass die zweite Hälfte ausgeglichen begann. Aus Gästesicht war nun vor allem Adam Waleskowski hervorzuheben. Der Veteran ging vorweg und sorgte für einige Distanztreffer, welche für Entlastung sorgten. Die Schwaben kontrollierten deshalb, soweit es ging, die Partie über ihre Offensive – und blieben weiterhin in Front. Während bei Ludwigsburg nun erneut Konstantin Klein, wie schon im ersten Viertel, und Aaron Best Verantwortung übernahmen, wurde Bayreuth aus seinem Rhythmus gebracht: Die Hausherren kassierten einige Fouls, diverse Dreier und mussten deshalb zum Viertelende wieder abreißen lassen (67:80, 30.).

Auch zum Beginn des Schlussabschnitts behielt Ludwigsburg das Momentum fest in seinen Händen und erarbeitete sich, dank einer großartigen Teamleistung, und eines gut aufgelegten Kelan Martin, abermals eine zweistellige Führung. Die Franken gaben zwar auch jetzt nicht auf, vermissten aber weiterhin ihr Wurfglück, sodass die MHP RIESEN schon in der 32. Spielminute auf die Siegerstraße einbogen. Wie schon im Hinspiel zeigten sie gegen Bayreuth eine ihrer besten Saisonleistungen, feierten den sprichwörtlichen „100er“ und meldeten sich mit einem 109:81-Sieg eindrucksvoll im Playoff-Wettrennen zurück.

Statements und Stats

John Patrick: „Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben ein Sahnetag von der Dreipunktelinie erwischt – normalerweise schießen wir nicht so gut. Heute war es gerade gegen die Zone wichtig, dass wir die offenen Dreier treffen konnten. Ich bin sehr stolz, besonders auf Aaron Best und Konsti Klein, die in den vergangenen Wochen nicht so viel oder teilweise gar nicht gespielt haben. Sie haben heute wichtigen Input gebracht. Wir hatten Probleme Nik Raivio zu kontrollieren. Er hat im zweiten Viertel das Spiel eng gemacht. Am Ende waren wir vielleicht ein bisschen frischer als Bayreuth, die am Freitag ja schon spielen mussten.“

Raoul Korner: „John, Glückwunsch zum hochverdienten Sieg. Wir sind ganz schwach in die Partie gestartet, was an zwei Gründen lag. Punkt eins: Wir konnten Rebound nicht kontrollieren, haben sieben Offensivrebounds im ersten Viertel zugelassen. Wir haben nichts getroffen, was auch an der guten Verteidigung des Gegners lag. Wir haben uns dann zurückgefightet, bisschen mit der Zone hantiert und so das Momentum auf unser Seite bekommen. Das zweite Viertel hat dann sehr stark an das Spiel gegen Jena erinnert. Wir haben uns mit Team-Basketball zurück in die Partie gekämpft. Ein paar Minuten im dritten Viertel konnten wir das halten. Dann war es jedoch so, als wenn uns Stecker gezogen worden wäre. Wir waren emotional nicht mehr vorhanden. Ludwigsburg hat drei, vier Dreier getroffen, wo wir in der Defensive schlecht kommuniziert und verteidigt haben. Plötzlich war der große Frust da – und wir hatten keine Chance das negative Momentum aufzuhalten, deshalb ging es dann dahin ging. Wir hatten weder physisch noch psychisch etwas dagegenzusetzen… 109 Punkte, das spricht eine klare Sprache. Da braucht man sich nicht länger drüber unterhalten.“ red

Für Bayreuth spielten: Eric Mika 17 Punkte, Kassius Robertson 16, Nik Raivio 13, Adonis Thomas 12, Kyan Anderson 9, Gregor Hrovat 7, De´Mon Brooks 5, Andreas Seiferth 2, Bastian Doreth, Lukas Meisner und Johannes Krug.

Für Ludwigsburg spielten: Kelan Martin 23 Punkte, Jordon Crawford 17, Adam Waleskowski 14, Konstantin Klein 12, Aaron Best 12, Owen Klassen 9/8 Rebounds, Lamont Jones 8, Karim Jallow 7, Marcos Knight 4 und Christian von Fintel 3.

Galerie

Ist das der ersehnte Befreiungsschlag? VFB demontiert Hannover 96

Am Ende leuchtete es 5:1 auf der Videoleinwand für das Team von Cheftrainer Markus Weinzierl.

Ein ungewohntes Bild ergab sich für die knapp 56.000 Zuschauer im heutigen Abstiegsduell zwischen dem VfB Stuttgart und Hannover 96. Je zweimal trafen der 18-jährige Neuzugang aus der Türkei Ozan Kabak und der ebenfalls im Winter angereiste Steven Zuber. Mario Gomez eröffnete den Torregen mit seinem Saisontreffer Nummer 6. Der VfB durfte sich somit über den höchsten Sieg seit 2012 freuen. Damals gewann das Team zuhause gegen Hertha Berlin mit 5:0. Mit nun 19 Punkten sind die Stuttgarter nur noch 2Punkte von Augsburg und somit einem Nichtabstiegsplatz entfernt.

Für das Team von Trainer Thomas Doll ist jetzt das rettende Ufer in weite Ferne gerückt. Den Hannoveraner fehlte es in allen Belangen. Sowohl in der Abstimmung als auch das Tempo haben gefehlt. Auch spielerisch war es ihnen nicht möglich gegen den Verein aus Cannstatt mitzuhalten, dafür glänzten sie mit einigen groben Patzern in der Abwehr. Mario Gomez ließ sich in der 4. Minute nicht zweimal bitten und schloss mustergültig ab. Der Rekordwintertransfer von Galatasaray Istanbul, Ozan Kabak, ließ nach zwei Ecken, die von Gonzalo Castro getreten wurden, erkennen, warum der VfB so viel Geld für ihn auf den Tisch gelegt hat und traf per Kopf seine ersten beiden Treffer zur großen Freude des gesamten VfB-Anhangs. Auch Steven Zuber markierte seinen ersten Doppelpack für die Weiß-Roten. Auch wenn Hannover das zwischenzeitliche 3:1 erzielte, war der Sieg heute dem VfB nicht zu nehmen. Lange können sich die Stuttgarter jedoch nicht freuen. Bereits nächsten Samstag bittet Liga-Primus Borussia Dortmund den VfB zum Tanz.

red

  

SCHICKSALSSPIEL FÜR VFB-TRAINER WEINZIERL? HANNOVER ZU GAST

Abstiegskampf pur: VfB Stuttgart – Hannover 96

Der VfB Stuttgart empfängt am 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Abstiegsduell seinen direkten Konkurrenten Hannover 96. Die Partie wird um 15:30Uhr in der Mercedes-Benz Arena angepfiffen. Es wird erwartet, dass nach dem Punktgewinn letzte Woche in Bremen, Trainer Weinzierl nicht an der Startaufstellung rütteln wird. Die auf Bundesliga-Platz 17 liegenden Hannoveraner mit Cheftrainer Thomas Doll wollen nach 2 verlorenen Spielen gegen Frankfurt und Hoffenheim nicht wieder mit leeren Händen den Heimweg antreten. Trainer Doll hat im Vorfeld des Auswärtsspiel geäussert, dass sie sich in Stuttgart nicht verstecken, sondern mutig nach vorne spielen werden. Beide Trainer stehen nach dem 2:1 Überraschungssieg von Augsburg am vergangenen Freitag über Tabellenführer Borussia Dortmund nun noch mehr unter Druck. Der Abstand zwischen dem VfB und dem auf Platz 15. und somit Nichtabstiegsplatz liegenden Augsburgern beträgt inzwischen 5 Punkte, Hannover liegt sogar 7 Punkte zurück.

Für VfB-Cheftrainer Markus Weinzierl geht es möglicherweise auch um seinen Job. Ob Neu-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger nach einer Niederlage an Weinzierl festhalten wird bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass selbst ein Unentschieden für keines der beiden stark abstiegsbedrohten Teams in diesem Do-or-Die-Spiel“, wie MHP-Riesen Ludwigsburg Chefcoach John Patrick für gewöhnlich solche Spiele bezeichnet, nützen wird. Hoffen wir also, dass die Rot-Weißen am Ende als Sieger da stehen.

red

Erstmals wird Kim Braun für die DHB-Auswahl nominiert

Debüt gegen die Niederlande / SG BBM-Kapitänin Kim Naidzinavicius ebenfalls nominiert

Große Freude herrscht bei den Frauen der SG BBM Bietigheim. Bundestrainer Henk Groener nominierte für die beiden Länderspiele gegen den EM-Dritten Niederlande (Freitag, 22. März, 19.30 Uhr in Groningen sowie Samstag, 23. März, 16.45 Uhr in Oldenburg) erstmals SG BBM Linksaußen Kim Braun.

Neben der 22-jährigen Kim Braun vom aktuellen Spitzenreiter der Handball Bundesliga Frauen (HBF), der am vergangenen Samstag im Schwabenderby souverän den Tabellendritten TuS Metzingen mit 30:21 besiegte, stehen auch Dinah Eckerle, Luisa Schulze und nach überstandener Knieverletzung wieder Kapitänin Kim Naidzinavicius im DHB-Kader. SG BBM-Kreisläuferin Antje Lauenroth ist auf Abruf bereit.

Für den am 18. März im ostfriesischen Leer beginnenden Lehrgang hat Groener 21 Spielerinnen berufen mit dem Highlight der beiden Länderspiele gegen den holländischen Nachbarn, bei denen mit Angela Malestein, Laura van der Heijden und Charris Rozemalen drei weitere SG BBM-Ladies im Aufgebot stehen. Das letzte Aufeinandertreffen gewannen die Niederlande bei der Europameisterschaft in Frankreich in Nancy mit 27:21.Debütantin Kim Braun freut sich über ihre Nominierung: „Ich kann das noch gar nicht richtig realisieren. Für mich geht mit dieser Berufung ein großer Traum in Erfüllung!“

Bevor es soweit ist, stehen für die SG BBM Bietigheim, die auch in der Zuschauergunst nach acht Heimpartien mit über 11.000 Besuchern Ligaspitze ist, noch zwei Begegnungen auswärts gegen die HSG Bad Wildungen Vipers und zuhause gegen den TV Nellingen in der HBF auf dem Plan.Das aktuelle Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft: 

Kim Naidzinavicius, Kim Braun, Dinah Eckerle Luisa Schulze (alle SG BBM Bietigheim), Emily Bölk, Maike Schmelzer, Ina Großmann, Alicia Stolle (alle Thüringer HC), Julia Behnke, Shenia Minevskaja, Marlene Zapf, Maren Weigel (alle TuS Metzingen), Amelie Berger, Mia Zschocke, Jennifer Rode (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Jenny Behrend, Angie Geschke (beide VfL Oldenburg), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Lea Rühter (Buxtehuder SV), Xenia Smits (Metz HB/FRA)

Reserve: Lena Degenhardt (TV Nellingen), Selina Kalmbach, Nele Reimer (beide Neckarsulmer SU), Nele Kurzke, Jennifer Souza  (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Julia Maidhof (HSG Bensheim/Auerbach), Alexandra Mazzucco (Thüringer HC), Maike Schirmer (Buxtehuder SV)

SG BBM holen wichtige Punkte im Abstiegskampf

SG BBM holt wichtige Punkte im „Kellergipfel“

Das Kellerduell der Handball-Bundesliga hat einen eindeutigen Sieger. Der Tabellenvorletzte SG BBM Bietigheim gewinnt am Sonntag gegen Schlusslicht Eulen Ludwigshafen mit 27:18 (11:7) Toren und schiebt sich bis auf einen Punkt an den Nichtabstiegsplatz heran.
Es gibt Spiele, die scheinen wie geschaffen für einen wie Michael „Mimi“ Kraus. Der Blitztransfer des routinierten Spielmachers trägt schon in der zweiten Partie Früchte für seinen neuen Verein. Der 35-Jährige trifft gegen Ludwigshafen nicht nur zweistellig, sondern haucht dem Angriffsspiel der SG BBM auch neues Leben ein. „Ich bin zufrieden mit den zwei Punkten und mit der Art und Weise wie wir gespielt haben“, freute sich der neue SG BBM-Coach Hannes Jón Jónsson. Die Eulen hatten sich verständlicherweise mehr ausgerechnet. „Im ersten Moment ist die Enttäuschung nach so einem Spiel groß“, sagt Trainer Benjamin Matschke. „In allem, was das Handballspiel ausmacht, Abwehr, Angriff und Torhüter, waren wir heute unterlegen.“
Basis für den Bietigheimer Erfolg war die Abwehrleistung der Schwaben, die so wenige Gegentreffer einstecken mussten wie noch nie in dieser Saison. „Unsere Abwehr war heute sehr kompakt. Wir haben genau das geschafft, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich Jónsson. Teufelskerl Domenico Ebner im Tor der SG BBM hatte am Ende jeden zweiten Ball, der auf sein Tor kam, abgewehrt. Und vorne findet der Isländer Jónsson rund um seinen neuen Spielmacher Mimi Kraus eine einfache Formel. „Wir haben heute einen einfachen Handball gespielt. Alle haben gesehen, warum wir das so machen.“ Reduktion auf einfache Angriffszüge reduziert auch die Zahl der technischen Fehler auf Seiten der Gastgeber.
Doch diese Taktik sollte sich in der ersten Hälfte noch nicht entscheidend auswirken. Nach dem 3:0-Blitzstart der Gastgeber blieben die Eulen im Spiel. Mit besserer Abschlussquote wäre für die Gäste mehr drin gewesen als der 11:7-Rückstand beim Seitenwechsel. Kampf und Einsatz stimmten auf beiden Seiten und begeisterten die 3076 Zuschauer in der gut gefüllten EgeTrans Arena. Bietigheim kam im Anschluss hellwach aus der Kabine, ließ in den ersten zwölf Minuten nach dem Wechsel nur zwei Gegentreffer zu und netzte umgekehrt neunmal ein. Vier Treffer steuerte Kraus in dieser Phase bei. Das 20:9 durch Jan Asmuth in der 43. Minute markierte eine beruhigende Führung für den Aufsteiger.
Benjamin Matschke stellte fortan seine Abwehr um, verteidigte offensiver und versuchte Kraus mit einer Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Der Rückstand sollte aber nicht mehr entscheidend kleiner werden. Bietigheim behielt im stehenden Angriff den Kopf oben, nutzte die Freiräume und hielt den Abstand zweistellig.
Während sich defensiv der Bietigheimer Innenblock um Patrick Rentschler und Vetle Rønningen weiter Bestnoten verdiente, glänzte Jonas Link an der Seite von Kraus. „Klar schafft Mimi auch mir Freiräume“, bestätigte Link, der wochenlang durch hartnäckige Kniebeschwerden gehandicapt war. Jetzt zeigt die Formkurve wieder aufwärts.
Das 27:18 ist ein Statement des Aufsteigers im Kampf um den Klassenerhalt. „Die zwei Punkte sind wichtig, jetzt können wir mit breiter Brust in die nächsten Aufgaben“, freute sich Kraus nach seinem Debüt im Heimdress der SG BBM. Auch bei den Eulen ist das Thema Klassenerhalt lange noch nicht abgehakt. „Kurzfristig müssen wir erstmals diesen Spiel verdauen, denn wir waren maximal darauf fokussiert“, so Matschke. „Aber wir rechnen uns bei sieben Heimspielen gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel schon noch aus, das eine oder andere Spiel zu gewinnen.“
Bericht: Bernhard Gaus