Wenn Weihnachten kein Feiertag ist

Ärzte, Polizisten, Kellner, Krankenschwestern und Ärzte, Sanitäter oder Feuerwehrmänner – diese und noch mehr Berufsgruppen können von erholsamen Weihnachtstagen oft nur träumen. Doch welche Rechte haben Arbeitnehmer überhaupt „zwischen den Jahren“?

Grundsätzlich gilt: Heiligabend und Silvester sind keine Feiertage. Es hängt also ganz vom Wohlwollen des Arbeitgebers ab, ob diese Tage frei sind oder dafür ein halber oder ganzer Urlaubstag genommen werden muss. Der 25. und 26. Dezember dagegen sind gesetzlich festgelegte Feiertage, an denen das Arbeiten generell untersagt ist. Laut der ARAG Experten sind im Arbeitszeitgesetz 16 Ausnahmen vom Beschäftigungsverbot aufgeführt. So muss beispielsweise im Sicherheits- oder im Gesundheitswesen auch an Feiertagen eine Versorgung gewährleistet sein. 

„Rein rechtlich ist niemand verpflichtet, Weihnachten ans Diensthandy zu gehen“, erklären die Fachleute. Außer ein Arbeitnehmer hat einen Bereitschaftsdienst übernommen. Und Führungskräfte können unter Umständen auch dazu verpflichtet sein. 

Einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf Feiertagszuschläge gibt es nicht. Nur für geleistete Nachtarbeit an Feiertagen gibt es einen Aufschlag. Ansonsten steht dem an Sonn- oder Feiertagen schuftenden Mitarbeiter ein Ersatzruhetag zu. Allerdings gilt in den meisten Fällen nicht die gesetzliche Vereinbarung, sondern eine vertragliche oder tarifvertragliche – und dort kann dann auch das individuelle Recht auf mögliche Zuschläge festgelegt sein. 

Ein Bonbon für alle, die an den gesetzlichen Feiertagen arbeiten müssen und einen Zuschlag bekommen: der lohnt sich. „Denn der Lohnzuschlag an Heiligabend ab 14 Uhr und an den Weihnachtsfeiertagen ist bis zu 150 Prozent und an Silvester ab 14 Uhr bis zu 125 Prozent des Grundlohnes von maximal 50 Euro pro Stunde steuerfrei“, so die ARAG Experten.

Rudolf Huber

Fusion von PSA und Fiat ist perfekt

Unter dem Dach des neuen Konzerns werden die Marken Fiat, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot und Vauxhall zusammengefasst, die jährliche Kapazität liegt bei rund 8,7 Millionen Fahrzeugen. Auch über Personalien wurde bereits Übereinstimmung erzielt. So soll PSA-Chef Carlos Tavares Vorstandsvorsitzender des gemeinsamen Unternehmens werden. Und FCA-Verwaltungsratsvorsitzender John Elkann soll diese Aufgabe auch im neuen Großkonzern übernehmen.

„Das zusammengeschlossene Unternehmen wird über eine ausgewogene und profitable globale Präsenz mit einem äußerst komplementären und starken Markenportfolio verfügen, das alle wichtigen Fahrzeugsegmente abdeckt, von Luxus-, Premium- und Mainstream-Pkw bis hin zu SUVs und Trucks sowie leichten Nutzfahrzeugen“, heißt es aus Paris. Man erwartet sich signifikante Kostenreduzierungen durch Synergie-Effekte.

Der künftige Ober-CEO Carlos Tavares sieht in dem Zusammenschluss „eine enorme Chance, eine stärkere Position in der Autoindustrie einzunehmen, um den Übergang in eine Welt sauberer, sicherer und nachhaltiger Mobilität zu meistern sowie unseren Kunden erstklassige Produkte, Technologien und Dienstleistungen anzubieten“. Er sei absolut überzeugt vom „maximalen Erfolg“ der Fusion.

Umstieg dringend empfohlen: Sicherheitsrisiko Windows 7

Der 14. Januar 2020 ist ein wichtiges Datum: Dann stellt Microsoft den Support von Windows 7 ein. Neu ist diese Nachricht nicht, trotzdem sind immer noch viele Rechner in Unternehmen, Privathaushalten, Schulen und Behörden mit diesem Betriebssystem unterwegs. Die IT-Sicherheitsexperten der PSW Goup mahnen deshalb dringend, einen Umstieg vorzunehmen.

Denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut einer aktuellen Untersuchung des Sicherheitsspezialisten Kaspersky verwenden noch immer 41 Prozent ein nicht unterstütztes oder bald auslaufendes Desktop-Betriebssystem wie Windows XP oder Windows 7. „Laut Kaspersky nutzen 38 Prozent der Kleinstunternehmen, 47 Prozent der Mittelstands- und Großunternehmen sowie 38 Prozent der Privatanwender Windows 7, obwohl der Support Anfang 2020 eingestellt wird“, verdeutlicht Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group, und macht auf die Folgen aufmerksam: „Ein veraltetes Betriebssystem schadet nicht nur dem betroffenen Rechner, sondern allen im Netzwerk angeschlossenen Systemen.“

In aller Regel bedeutet ein Support-Ende bei Betriebssystemen, dass diese nicht mehr durch (Sicherheits-)Updates vom Hersteller versorgt werden. So können neu entdeckte Sicherheitslücken nicht geschlossen und damit bequem von Cyberkriminellen ausgenutzt werden. Für Nutzer von Windows 7 heißt das, dass mit dem 14. Januar 2020 auch der Support für Windows Server 2008 sowie 2008 R2 endet. „Es gibt ab diesem Zeitpunkt keine Updates mehr, es werden keine Sicherheitslücken geschlossen“, stellt Tulinska klar. 

Damit sind nicht nur Rechner, sondern auch Server dringend durch ein Update auf die nächste Generation zu bringen, um IT-Sicherheit zu gewährleisten. Zwar stellen die End-of-Support (EoS)-Server ihren Betrieb nicht ein, jedoch ist jeder weitere Einsatz mit immensen Sicherheitsrisiken und mit möglichen Compliance-Richtlinien-Verletzungen verbunden.

Andreas Reiners

Es wird grau auf deutschen Straßen

Die Lieblingsfarbe der Deutschen ist Blau, wie eine Umfrage ergab. Bei den Autos spiegelt sich das aber nicht wider, denn auf deutschen Straßen wird es immer grauer: Mit rund einer Million Neuzulassungen standen Grautöne zuletzt auf Platz eins der Autofarben, gefolgt von Schwarz und Weiß. Grau ist damit unter den Neuzugängen fast drei Mal häufiger als Blau.

Das ist allerdings kein deutsches Phänomen, denn international sieht es ähnlich aus. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist in vielen Ländern ebenfalls Blau die meistgenannte Lieblingsfarbe. Doch: Laut Autolackhersteller Axalta sei die beliebteste Autofarbe weltweit Weiß. Es folgen Schwarz, Grau und Silber – und erst dann Blau.

Warum entscheiden sich so viele Menschen beim Autokauf für „unbunte“ Farben? „Zum einen, weil sie neutraler und wertiger wirken – ein Vorteil beim Weiterverkauf“, erklärt der Psychologe Klaus Peter Kalendruschat vom TÜV Nord. „Zum anderen wählen einige Menschen die Farbe danach aus, wie sie auf andere wirken wollen.“ Grau und Schwarz etwa erscheinen seriös, was im Beruf vorteilhaft sein könnte.

„Für die Wahl der Autofarbe gibt es aber auch ein objektives Kriterium“, sagt Kalendruschat, „die Sicherheit!“ Statistiken aus Australien von rund 850.000 Unfällen zeigten, dass dort weiße Autos seltener in Unfälle verwickelt waren als schwarze, graue und silberfarbene. Vor allem tagsüber und in der Dämmerung lag das Unfallrisiko für weiße Pkw niedriger. Mit der Persönlichkeit der Fahrerinnen und Fahrer habe das eher wenig zu tun, glaubt der Psychologe: „Weiße Autos sind bei Tag einfach besser zu sehen.“

Andreas Reiners

Raucher zahlen mehr für die Risikolebensversicherung

Eigentlich logisch – aber vom Ausmaß her dann doch beeindruckend: Raucher zahlen für eine Risikolebensversicherung (RLV) deutlich mehr als Nikotin-Verweigerer. In der Spitze sind die RLV-Tarife für Qualmer 161 Prozent teurer.

Der Grund ist schnell erklärt: Das Todesfallrisiko von Rauchern ist deutlich größer. Björn Zollenkop, Geschäftsführer RLV beim Vergleichsportal Check24: „Ob man Kettenraucher ist oder nur einmal im Jahr zur Zigarette greift, spielt dabei keine Rolle. Auch Konsumenten von E-Zigaretten, Shishas oder Schnupftabak werden von den meisten Versicherern als Raucher eingestuft.“ 

Eine wichtige Rolle spielt auch, seit wann nicht mehr geraucht wird. So zahlt eine 45-jährige Bürokauffrau für eine günstige RLV mit guten Leistungen, einer Versicherungssumme von 200.000 Euro und 20 Jahren Laufzeit im Schnitt der fünf günstigsten Tarife 26,98 Euro monatlich – wenn sie denn seit mindestens zehn Jahren abstinent ist. Ist sie erst seit mindestens einem Jahr rauchfrei, liegt der Durchschnittsbeitrag bei 30,04 Euro. Und wenn sie qualmt, muss sie 70,53 Euro im Monat berappen. Das sind 161 Prozent mehr als bei der langjährigen Nichtraucherin.

Dabei dürfen Raucher nicht verschweigen, dass sie Tabak konsumieren, sonst drohen Nachzahlungen oder sogar der Verlust des Versicherungsschutzes. Auf jeden Fall empfehlen die Experten vor Abschluss einer Versicherung einen Anbietervergleich – und das gilt für Raucher und für Nichtraucher.

Rudolf Huber

DHL und Co.: So lange wartet man in der Hotline

In der Weihnachtszeit ist das Paketaufkommen bei den Zustelldiensten besonders hoch. Die Anzahl der Nachfragen ist es ebenfalls. Doch wie lange muss man warten, wenn man ein Problem hat? Das Technologieunternehmen Solvemate hat die fünf größten Paketdienstleister in Deutschland getestet und die Dauer der Wartezeit analysiert.

Die meiste Geduld müssen Kunden bei DPD mitbringen: Satte 24 Minuten und 18 Sekunden warteten die Tester hier, bis sie mit einem Servicemitarbeiter verbunden wurden. Dahinter ist es deutlich humaner: Bei UPS verbrachten die Anrufer durchschnittlich acht Minuten und 57 Sekunden in der Warteschleife. Dicht dahinter folgt DHL: acht Minuten und fünf Sekunden mussten die Testanrufer hier in der Hotline verweilen.

Beim Versanddienstleister GLS gab es eine Wartezeit von fünf Minuten und 31 Sekunden. Spitzenreiter ist Hermes, dort wurden die Anrufer am schnellsten durchgestellt: zwei Minuten und 44 Sekunden verbrachten die Tester im Schnitt in der Warteschleife. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Wartezeit bei allen fünf Unternehmen neun Minuten und 55 Sekunden.

Erik Pfannmöller, CEO und Gründer von Solvemate, kommentiert die Ergebnisse: „Wer in der Vorweihnachtszeit einen Paketdienstleister in Deutschland über die Hotline kontaktieren möchte, sollte dafür viel Zeit einplanen. Gerade am Telefon strapazieren lange Wartezeiten die Nerven der Kunden. Insbesondere für oftmals wiederkehrende Fragen und Probleme der Verbraucher bieten sich digitale Kommunikationslösungen an. Diese gestalten nicht nur den Kundenservice der Unternehmen effizienter, sondern bewahren die Kunden vor frustrierend langen Wartezeiten.“

Andreas Reiners


Netflix beliebter als Amazon Prime

Auf welchen kostenpflichtigen Streaming-Dienst setzen die Deutschen? Unter anderem dieser Frage ging die Studie „TV-Plattform 2019-II“ nach, die Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung erstellt hat. Das Ergebnis ist eindeutig: Fast jeder Vierte nutzt hierzulande Netflix. Amazon Prime Video liegt mit 15 Prozent dahinter. Ganz vorne ist jedoch das Video-Portal YouTube: 51 Prozent haben es in den letzten vier Wochen genutzt. Für die Studie wurden rund 2.500 Teilnehmer repräsentativ ausgewählt. 

Klar ist zudem auch: Auch die Online-Angebote der TV-Sender werden stark genutzt. 30 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Monat ein Angebot zu nutzen. Je jünger, desto intensiver die Nutzung: 39 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gaben an, in den letzten vier Wochen auf einer der Plattformen der TV-Sender gewesen zu sein. 

Mit steigender Anzahl und Attraktivität der Angebote kommt Streaming sukzessive bei allen Zielgruppen an. So nutzen insgesamt 58 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung in TV-Haushalten mindestens einmal im Monat Onlinevideo-Angebote. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil mit 87 Prozent erwartungsgemäß deutlich höher als bei den 30- bis 49-Jährigen mit 72 Prozent. Aber auch von den über 65-Jährigen gibt bereits jeder Fünfte an, in den letzten vier Wochen Streaming-Angebote genutzt zu haben. 

Die Nutzung der kostenpflichtigen Video-on-Demand-Dienste hat sich seit 2015 vervielfacht: Waren es in der Studie 2015-I noch sieben Prozent, die angaben, in den vergangenen drei Monaten ein VoD-Angebot genutzt zu haben, sind es 2019-II schon 32 Prozent.

Andreas Reiners

Kohlestrom-Anteil sinkt deutlich

Windkraft und Photovoltaik sind aktuell auf dem deutschen Strommarkt wichtiger als Kohle. Das ergibt sich aus der Zusammenfassung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) über die Energieerzeugung im dritten Quartal 2019. In diesem Zeitraum sank die eingespeiste Strommenge mit 120 Milliarden Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,8 Prozent, der Anteil an Kohlestrom sogar um 37 Prozent auf 34 Milliarden Kilowattstunden. „Bereits im ersten und zweiten Quartal war die eingespeiste Menge an Kohlestrom um 20 und 24 Prozent zu den Vorjahresquartalen zurückgegangen“, heißt es bei Destatis. Windkraft und Photovoltaik kamen zusammen auf 36 Milliarden Kilowattstunden.

Mit einem Plus von 31 Prozent verzeichnete Erdgas im dritten Quartal 2019 den höchsten Zuwachs. Das hängt laut der Statistiker unter anderem mit der günstigen Preisentwicklung für Kraftwerksbetreiber zusammen. Außerdem seien Gaskraftwerke wegen ihrer deutlich kürzeren Anlaufzeiten flexibler einsetzbar als Kohlekraftwerke. Ein Destatis-Sprecher: „Dies ist bei einem mittlerweile konstant über 30 Prozent liegenden Anteil von Windkraft und Photovoltaik und den damit verbundenen Schwankungen bei der kurzfristig verfügbaren Strommenge aus diesen Quellen von Vorteil.“

Rudolf Huber

Familien investieren nachhaltiger

Das Thema Nachhaltigkeit kommt inzwischen auch bei der Geldanlage an. Zumindest bei Familien mit Kindern, die in diesem Punkt offenbar besonders vorausschauend sind. Wie eine Studie der Zurich Versicherung zeigt, will jeder fünfte Haushalt mit Kindern (19 Prozent) künftig in umweltfreundliche und faire Anlageprodukte investieren. 

Zum Vergleich: Nur etwa jeder zehnte Haushalt in Deutschland plant, Geld nachhaltig anzulegen. In Single-Haushalten sind es sogar nur sechs Prozent. Häufig sind Familien sogar schon einen Schritt weiter: Zwölf Prozent verfügen bereits über nachhaltige Sparbücher, Fonds oder Versicherungen. Im Bundesschnitt sind es erst acht Prozent der Bevölkerung. Für die Studie wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren befragt.

Familien denken sowieso intensiv an die Zukunft: 79 Prozent verfügen bereits über eine Geldanlage, im Bevölkerungsschnitt sind es lediglich 66 Prozent. „Die Studie zeigt: Eltern wollen häufig mehr als eine Geldanlage, die die Familie absichert. Ihr Wunsch ist es, dass sie zugleich einen Beitrag zum Umweltschutz oder zu sozialen Projekten leisten können“, sagt Jacques Wasserfall, Vorstand Leben bei der Zurich Gruppe Deutschland. „Familien geht es um die Zukunft ihrer Kinder und die Welt, in der sie einmal leben werden.“

Andreas Reiners

Stuttgart lässt Punkte in Darmstadt

Der VfB kam zum Abschluss der Hinrunde beim SV Darmstadt 98 lediglich zu einem Remis und verpasste somit sich auf Platz 2 zu verbessern. Die Stuttgarter starteten zwar Druckvorschau, waren aber offensiv viel zu harmlos Der Darmstädter Kempe nutzte hingegen die erste gefährliche Gelegenheit des Spiels nach einem schnellen Gegenstoß eiskalt. In der Folge waren die Lilien das gefährlichere Team, der Ausgleich durch den Stuttgarter Sosa kam überraschend noch vor dem Pausenpfiff. Mario Gomez (55.) vergab in der intensiver geführten zweiten Halbzeit die Riesenchance zur Führung, wenig später wurde dem Ex-Nationalspieler ein Treffer wegen knapper Abseitsstellung auch noch aberkannt (66.) Förster (78.) traf in der VfB-Schlussoffensive nur den Pfosten.

Ausgangslage

Zum Abschluss des 17. Spieltags bot sich dem VfB am Montagabend in Darmstadt die Chance, auf Tabellenplatz zwei vorzurücken und zugleich den Rückstand auf den Tabellenführer Bielefeld von zuvor vier auf zwei Zähler verkürzen – Voraussetzung war ein dreifacher Punktgewinn. Dieser gelang der Mannschaft mit dem roten Brustring bereits eine Woche zuvor mit 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg in der Mercedes-Benz Arena.

Die Gastgeber aus Darmstadt wollten indes mit weiteren Zählern ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze vergrößern. Vor dem Duell gegen den VfB rangierten die Lilien drei Zähler vor dem Relegationsrang. Zuletzt hatte sich das Team von Dimitrios Grammozis 0:0 vom SV Wehen Wiesbaden getrennt.

Personal

Der VfB Cheftrainer Tim Walter setzte überwiegend auf die Startformation, die er auch in der Vorwoche gegen Nürnberg aufgeboten hatte. Leidglich Silas Wamangituka spielte für Daniel Didavi von Beginn an.

Zwei personelle Wechsel nahm derweil der Darmstädter Coach Dimitrios Grammozis vor. Den gesperrten Victor Palsson (Rote Karte) ersetze Yannick Stark. Für Marcel Heller (Bank) lief Tim Skarke auf. Der ehemalige VfBler Erich Berko – von 2006 bis 2015 in den Nachwuchsmannschaften aktiv – nahm zunächst auf der Bank Platz.Spielverlauf

20. MinuteDie Anfangsphase verläuft ohne erwähnenswerte Torraumszenen auf beiden Seiten. Doch plötzlich geht es ganz schnell. Die Darmstädter nutzen einen Einwurf im Mittelfeld, um ihren Führungstreffer einzuleiten. Nach dem Einwurf leiten sie den Ball direkt weiter, Tobias Kempe kommt an den Ball und schiebt aus kurzer Distanz zum 1:0 ein.
35. MinuteDie Gastgeber werden erneut gefährlich. Diesmal ist ein Freistoß der Ausgangspunkt: Nach der anschließenden Kopfballablage zieht Dario Dumic von der Strafraumgrenze ab, Fabian Bredlow pariert den Schuss, kann den Ball aber nicht festhalten, doch auch beim Nachschuss von Marvin Mehlem ist der VfB Torhüter zur Stelle.
45. MinuteUnmittelbar vor dem Pausenpfiff gleicht Borna Sosa mit seinem ersten Pflichtspieltor im Brustringtrikot für den VfB aus. Silas Wamangituka flankt zunächst vom rechten Strafraumeck vors Tor, dort steht Gonzalo Castro völlig frei. Seinen Kopfball kann der Darmstädter Torhüter Marcel Schuhen gerade noch abwehren, gegen den Nachwuchs von Borna Sosa ist er dann allerdings machtlos. Mit dem 1:1 geht es in die Pause.
55. MinuteDer VfB mit der großen Chance in Führung zu gehen: Borna Sosa erobert am gegnerischen Strafraum den Ball, legt auf Mario Gomez quer, der seinen Schuss aber zu hoch ansetzt.
60. MinuteAuf der Gegenseite entwischt Darmstadts Tim Skarke den VfB Verteidigern. Sein Schuss ist aber letztlich zu schwach, sodass Fabian Bredlow keine Probleme hat, den Ball festzuhalten.
64. MinuteDie nächste Gelegenheit für die Gäste: Marvin Mehlem schießt aus elf Metern aufs kurze Eck. Fabian Bredlow ist aber auf dem Posten und klärt zur Ecke.
65. MinuteIm Gegenzug zappelt der Ball im Tor der Darmstädter. Mario Gomez trifft nach einer Hereingabe von Borna Sosa. Der Schiedsrichter Patrick Ittrich entscheidet aber auf Abseits und gibt den Treffer daher nicht.
74. MinuteDie Mannschaft mit dem roten Brustring ist im zweiten Durchgang das spielbestimmende Team, trifft aber auf kämpferisch verteidigende Darmstädter. Der eingewechselte Nicolas Gonzalez findet aber die Lücke im gegnerischen Defensivverbund, passt von der rechten Seite vors Tor, dort bekommt Philipp Förster aber nicht genug Druck hinter den Ball.
78. MinutePech für den VfB! Philipp Förster trifft nur den Pfosten, den Nachschuss von Santiago Ascacibar klärt der Darmstädter Immanual Höhn.
90. Minute +1Wieder ist es Philipp Förster, der eine Chance hat. Nach seinem Schuss rollt der Ball aber am langen Pfosten vorbei.
90. Minute +5Nach fünf Minuten Nachspielzeit beendet der Schiedsrichter Patrick Ittrich die Partie. Es bleibt beim 1:1.

Fazit

Aufgrund des zweiten Durchgangs hätte sich der VfB drei Zähler verdient gehabt. Die Mannschaft mit dem Brustring war nach dem Seitenwechsel die deutlich aktivere Elf. Neben dem aberkannten Treffer von Mario Gomez scheiterten die Jungs aus Cannstatt aber auch am Aluminium oder an den leidenschaftlich verteidigenden Darmstädtern. So blieb es letztlich beim 1:1.