Viele Unfälle mit Verletzten im Landkreis

Bietigheim: Verkehrsunfall mit drei leichtverletzten Personen

Am Freitag um 17:10 Uhr befuhr ein 31-jähriger Fahrer eines Pkw Ford die Ludwigsburger Straße in Richtung Bissingen. Er beabsichtigte an der Einmündung zur Schillerstraße nach links abzubiegen und übersah hierbei den entgegenkommenden Pkw Fiat eines 23-Jährigen. Durch den Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge wurde der Pkw Fiat nach links geschleudert. Hierdurch prallte er gegen einen dort an der Stoppstelle wartenden Pkw Ford eines 33-jährigen Fahrers. Der Fahrer des Pkw Fiat, sowie eine 58-jährige und ein 62-jähriger Mitfahrer im unfallverursachenden Ford wurden durch den Unfall leicht verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die drei beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 23.000 Euro. An der Unfallstelle waren zwei Polizeistreifen und zwei Rettungswagen im Einsatz.

Ludwigsburg: Unfall mit zwei leicht verletzten Personen

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es gegen Mitternacht in Ludwigsburg zu einem Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen und einem Sachschaden von rund 20.000 Euro. Ein 28-jähriger Fahrer eines VW Jetta befuhr die Friedrichstraße in Richtung Schwieberdingen. An der Ampelanlage zur Stuttgarter Straße wollte er verbotswidrig geradeaus fahren, obwohl nur das Abbiegen nach links oder rechts erlaubt ist. Dabei kam es im Kreuzungsbereich zum frontalen Zusammenstoß mit einem Pkw Mini einer 27-Jährigen, die aus Richtung Schwieberdingen kommend nach links in Richtung Innenstadt abbog. Die 27-Jährige und ein sechsjähriges Kind im VW Jetta wurden durch den Unfall leicht verletzt. Sie wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der 28-jährige Fahrer des VW Jetta war alkoholisiert und musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Der Führerschein wurde beschlagnahmt.

Ditzingen – Verkehrsunfall mit leicht verletztem Motorradfahrer

Am Freitag gegen 17:40 Uhr, ereignete sich zwischen Hirschlanden und Heimerdingen ein Verkehrsunfall mit einem verletzten Motorradfahrer. Ein 77-jähriger Lenker eines Fiats fuhr auf der Heimerdinger Straße von der Ortsmitte Hirschlanden in den Kreisverkehr in Richtung Heimerdingen ein und übersah hierbei den vorfahrtsberechtigten 60-jährigen Fahrer einer Harley-Davidson, welcher sich bereits im Kreisverkehr befand. Hier kam es zwischen den beiden Fahrzeugen zum Zusammenstoß, wobei der Motorradfahrer stürzte und leicht verletzt wurde. Der Sachschaden am Fiat beläuft sich auf ca. 50 Euro, der Schaden am Motorrad liegt etwa bei 5.000 Euro.

BAB 81, Gem. Möglingen: Verkehrsunfallflucht

Auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Ludwigsburg-Nord in Fahrtrichtung Heilbronn ereignete sich am Freitag gegen 16:15 Uhr ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Der 63-jährige Fahrer eines Ford Mondeo fuhr zeitgleich vor einem 19-jährigen Lenker einer Mercedes A-Klasse an der Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd auf die A81 in Fahrtrichtung Heilbronn auf. Der Mercedes-Lenker wechselte zügig auf die mittlere Fahrspur und war gerade im Begriff den Ford neben sich zu überholen, als dieser unvermittelt und ohne den neben ihm fahrenden Mercedes zu beachten nach links zog. Der 19-jährige konnte einen Zusammenstoß mit dem Ford verhindern indem er ebenfalls nach links auswich. Hierbei kollidierte er aber seitlich mit dem auf dem linken Fahrstreifen fahrenden 59-jährigen Lenker eines Range Rover Evoque. Der Lenker des Ford Mondeo entfernte sich zunächst unerlaubt von der Unfallstelle, konnte jedoch durch einen aufmerksamen Zeugen im Nachhinein ermittelt werden. Am Mercedes und dem Land Rover entstand jeweils Schaden in Höhe von ca. 6.000 Euro.

Flüssige Arznei: Die Toilette ist tabu

Flüssige Medizin hält nicht ewig. Was aber tun, wenn die Haltbarkeit abgelaufen ist? Der Gang zur Spüle oder auf die Toilette wäre die naheliegendste Lösung. Doch Vorsicht: Wer Medikamente auf diese Weise entsorgt, schadet der Umwelt.

„Kippen Sie abgelaufene flüssige Arzneimittelreste bitte nie in die Spüle oder die Toilette“ sagt Britta Ginnow, Arzneimittelexpertin beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI). Werden Arzneimittelreste falsch entsorgt, gelangen Arzneistoffe ins Abwasser und somit in Flüsse, Seen oder Bäche und können zum Teil nachteilige Wirkungen auf das Ökosystem haben.

Dieses Problem ist aber gerade bei flüssigen Arzneimitteln nicht jedem klar. Noch im Jahr 2014 kippten nach Angaben des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) knapp die Hälfte aller Befragten abgelaufene oder nicht mehr gebrauchte flüssige Arzneimittel völlig arglos in das Waschbecken, die Spüle oder das WC. „Arzneimittelreste jeglicher Art – auch flüssige – gehören samt Behältnis in den Hausmüll“, so Britta Ginnow. mp/rlo

Lange Leitung: Hoppla, das ist ein Hacker-Angriff

Unternehmen geraten immer wieder ins Visier von Cyber-Kriminellen. Per Schadsoftware und über mangelhaft geschützte Infrastruktur, Rechner und interagierende Geräte des Internet of Things (IoT) versuchen Angreifer, Kreditkartennummern oder andere vertraulichen Firmeninformationen zu erbeuten. Den Schaden erkennen Unternehmen oftmals erst sehr viel später.

„Im Schnitt dauert es 199 Tage, ehe ein Unternehmen überhaupt merkt, dass es Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist“, sagt Experte Wolfgang Kiener, Business Development Manager für Cyber-Sicherheit beim TÜV Rheinland. Sind die Angreifer erst einmal eingedrungen, haben sie oft leichtes Spiel und können unentdeckt Daten abziehen oder manipulieren und dem Unternehmen großen Schaden zufügen.

Zugang zu einer Firma verschaffen sich Hacker trotz Firewall und Virenerkennungs-Software meist über zwei Wege: Ein Ziel sind die mit dem Internet verbundene Geräte der Firma, also Rechner, Server, Router und Internet-of-Things-Geräte. Eine weitere Methode der Hacker sind fingierte E-Mails an Mitarbeiter, die zuvor über soziale Netzwerke ausgespäht wurden.

Einen Hacker-Angriff zu erkennen und zu beseitigen, dauert nach Auskunft des Forschungsinstituts Ponemon im Schnitt etwa ein Jahr. Bei mehreren Angriffen täglich sind Schnelligkeit und Übung Trumpf. „Firmen sollten im Bereich der Cyber-Sicherheit auf ein Team aus Fachleuten setzen, um Hacker zurückzudrängen und die Verluste des Unternehmens gering zu halten“, sagt Kiener. cid/rlo

Facebook: Die nächste Datenpanne

Facebook kommt einfach nicht zur Ruhe. Jetzt schreibt das soziale Netzwerk das nächste Kapitel seiner Datenpannen-Saga. Passwörter von hunderten Millionen Facebook-Nutzern sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks im Klartext zugänglich gewesen.

„Wir gehen davon aus, dass wir hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden“, erklärte das Unternehmen. Man habe keine Hinweise, dass jemand intern missbräuchlich darauf zugegriffen habe, heißt es weiter. Die Passwörter seien auch für niemanden außerhalb des Unternehmens sichtbar gewesen.

Die betroffenen Nutzer sollen dennoch als Vorsichtsmaßnahme benachrichtigt werden. Die Passwörter hätten eigentlich auch intern unkenntlich sein müssen. Der Fehler sei bei einer Routine-Prüfung im Januar 2019 aufgefallen. Er sei inzwischen behoben worden – Facebook machte keine Angaben dazu, wann genau. cid/rlo

Bietigheimer Frauen verstärken sich mit Maren Nyland Aardahl

Das Personalkarussell beim Tabellenführer der Handball Bundesliga Frauen (HBF) für die kommende Saison 2019/20 dreht sich weiter. Mit der Norwegerin Maren Nyland Aardahl können die Verantwortlichen der SG BBM Bietigheim eine Kreisläuferin mit internationaler Erfahrung zur neuen Spielzeit begrüßen.

Nach den Verpflichtungen von Nationalspielerin Amelie Berger und Toptalent Leonie Patorra sowie den Vertragsverlängerungen der wichtigen Säulen Anna Loerper, Fie Woller und Angela Malestein stößt zur neuen Spielzeit die 25-jährige Maren Nyland Aardahl vom norwegischen Club Byåsen HE aus Trondheim zum Deutschen Meister von 2017. Mit ihrem derzeitigen Club sammelte sie bereits Erfahrung im EHF-Cup und steht auch im Blickfeld der norwegischen Nationalmannschaft. Die 1,82 Meter große Kreisspielerin, die einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterzeichnete, verstärkt die Enztälerinnen auf der Kreismitte-Position und bietet mit ihren sportlichen Stärken zusätzliche Optionen. In dieser Saison traf sie in 18 Spielen 57 Mal in der norwegischen GRUNDIGliga.
Maren Nyland Aardahl sagt über ihre erste Auslandsstation: „Nach vielen Jahren in der norwegischen Spitzenliga fühle ich mich bereit für den nächsten Schritt.

Als Bietigheim mich kontaktierte, hatte ich ein gutes Gefühl, das sich bestätigte, als ich den Verein besuchte. Martin Albertsens Spielphilosophie ist meiner sehr ähnlich und ich finde, dass sie perfekt zu mir passt. Ich hoffe und glaube, dass ich mit meinen Fähigkeiten gut ins Team passe und dafür werde ich alles tun. Ich freue mich darauf, diesen Sommer loszulegen sowie die Mädels und die Stadt kennenzulernen.“
SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen freut sich auf die Norwegerin: „Wir haben Maren schon lange beobachtet. Bei ihren Auftritten im Europacup überzeugten uns ihre Leistungen. Sie steht hervorragend in der Defensive und verfügt über eine gute Physis. Durch ihre Verpflichtung haben wir nun einen breiteren Kader, der wichtig ist für die bevorstehenden Aufgaben in der neuen Saison.“

Die Frauen der SG BBM Bietigheim sind derzeit mit 18 Siegen aus 18 Spielen souveräner Tabellenführer der Handball Bundesliga Frauen und stehen im OLYMP Final4, welches am 25. und 26. Mai 2019 in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen wird.

Wichtiger Sieg der Riesen gegen Jena

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben ihr Heimspiel gegen Science City Jena 86:74 gewonnen. Damit rangieren die Schwaben, nach 24 gespielten Partien, bei einer Bilanz von 12 Siegen und 12 Niederlagen. 

Mit einer veränderten Starting Five – David McCray stand erstmals seit Wochen zu Beginn auf dem Parkett – starteten die Ludwigsburger schwach ins Spiel: Die Hausherren blieben in den ersten drei Spielminuten ohne eigenen Korberfolg und sahen sich deshalb in Rückstand (0:4, 3. Spielminute). Erst ein Distanztreffer von Jordon Crawford beendete den Bilderbuchstart der Gäste, die zu diesem frühen Zeitpunkt bereits fünf Teamfouls erzwungen hatten. Die MHP RIESEN arbeiteten sich in den folgenden Minuten dann aber regelrecht ins Spiel und übernahmen die Führung. Diese konnte zwar nicht gefestigt werden, wurde von Owen Klassen und Co. aber bis zur Viertelpause erfolgreich verteidigt (18:15, 10.).

Nach der kurzen Pause funktionierte das Spiel der Hausherren dann besser: Ludwigsburg ließ Ball und Gegner laufen und konnte sich hierdurch bis auf neun Zähler absetzen. Björn Harmsen sah sich entsprechend zur ersten Auszeit des Spiels gezwungen (28:19, 14.). Besser wurde die Leistung der Gäste dadurch aber nicht. Erst als der wiedergenesene Reggie Williams via Distanzwurf zum Korberfolg kam, fanden die Thüringer zurück in die Spur. Nun sah sich entsprechend John Patrick zur separaten Ansprache gezwungen. Diese hatte zumindest am defensiven Ende des Parketts Erfolg: Die Hausherren verteidigten etwas konsequenter und hierdurch ihre Führung. Beim Gang in die Kabinen lagen sie weiterhin in Front und hatten ihren Vorsprung konsolidiert (42:34, 20.).

Drittes Viertel bringt die Vorentscheidung

Nach dem Seitenwechsel war wie so oft der erfahrenste Ludwigsburger schnell auf Betriebstemperatur: Adam Waleskowski erzielte fünf Punkte in Serie und sorgte, gemeinsam mit seinen Teamkameraden, dafür, dass sich die MHP RIESEN auch weiterhin den Turnaround-Versuchen der Jenaer erwehren konnten. Da zudem die Offensive immer besser in Fahrt kam und auf mehrere Schultern verteilt wurde, konnten sich die Schwaben weiter absetzen und ihren Vorsprung bis auf zwanzig Zähler ausweiten. Zum Viertlende lagen die Patrick-Schützlinge entsprechend komfortabel in Front (73:53, 30.).

Obwohl sie sich auf der Siegerstraße wähnten, konnten sie sich ihrer Sache aber noch nicht vollends sicher sein: Die Thüringer deuteten immer wieder an, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Hierdurch verkürzten sie das Defizit um rund die Hälfte der Punkte und waren, nach Treffern von Williams und Julius Jenkins wieder in Schlagdistanz. Letztlich war Ludwigsburg aber zu gut, um einen Turnaround noch zuzulassen. Marcos Knight schulterte in den Schlussminuten seine Farben und packte den sprichwörtlichen Deckel vollends auf die Partie.

Durch den 86:74-Sieg gegen den Tabellensechzehnten – und der parallelen Niederlage von medi bayreuth – verbessern sich die MHP RIESEN Ludwigsburg in der Tabelle auf Rang zehn und treffen im Anschluss an das spielfreie ALLSTAR Day-Wochenende in München auf den FC Bayern Basketball (31.03.2019, Tip-Off 16:30 Uhr).

Statements und Stats

Björn Harmsen: „Glückwunsch an John und Ludwigsburg! Sie haben uns insbesondere in der ersten Halbzeit mit den Offensivrebounds sehr wehgetan. Hinzu  kam die Foulbelastung. Wir haben heute eigentlich extra eine sehr passive Verteidigung gewählt – aber trotzdem sehr, sehr viele Fouls kassiert. Das war natürlich schwierig für uns, dann mit unserer Rotation dagegenzuhalten. Mit Reggie Williams waren wir uns nicht ganz so sicher, wie weit er schon an sein Limit gehen kann. Deshalb haben wir ihn oft geschont. Wir hoffen, dass er das Spiel ganz gut verkraftet hat und uns hintenraus, in den wichtigen Spielen um den Klassenerhalt, weiterhelfen kann.“

John Patrick: „Danke für die Glückwünsche von Coach Harmsen. Wie er gesagt hat: Die Offensivrebounds in der ersten Halbzeit waren für uns sehr wichtig. Beide Mannschaften haben wenige Turnover gespielt und wir hatten, durch die Rebounds, viele zweite Versuche, welche wir nutzen konnten. 26 Assists und dazu nur 8 Turnover: das könnte eine Saisonbestleistung sein. Wir waren heute weniger egoistisch, das hat uns geholfen. Von der Bank haben wir, unter anderem durch Owen Klassen und Aaron Best, sehr gute Leistungen gesehen. Es war heute ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir sind mit 12 Siegen und 12 Niederlagen immer noch im Playoff-Rennen und können nun, in der kleinen Pause, etwas durchatmen, bevor wir in München antreten werden.“

Für Ludwigsburg spielten: Marcos Knight 25 Punkte/8 Rebounds, Owen Klassen 19/8, Aaron Best 12, Adam Waleskowski 12, Konstantin Klein 8, Jordon Crawford 6/8 Assists, Lamont Jones 2, Kelan Martin 2, Karim Jallow, Christian von Fintel und David McCray.

Für Jena spielten: Reggie Williams 21 Punkte, Julius Jenkins 17, Julius Wolf 11, Ronald Roberts 7, Immanuel McElroy 6, Dru Joyce 5, Derrick Allen 3, Ermen Reyes-Napoles 2, Sid-Marlon Theis 2, Oliver Mackeldanz und Jan Heber.

Ludwigsburger sind heiß auf Science City Jena

Die MHP RIESEN Ludwigsburg empfangen am morgigen Mittwoch (20.03.2019, Tip-Off 20:30 Uhr) Science City Jena zum Duell des 25. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga. Gegen die vom Abstieg bedrohten Thüringer möchten die Schwaben zurück in die Erfolgsspur finden.

Kein internationaler Wettbewerb und dennoch eine „englische Woche“ – der ALLSTAR Day der easyCredit Basketball Bundesliga macht´s möglich! Denn während die Klubs am kommenden Wochenende, mit Ausnahme des FC Bayern Basketball und ALBA BERLIN, die zum Ende der Woche auf europäischen Parkett gefordert sind, frei haben, steht nun noch der 25. Spieltag auf der Agenda. Für die Ludwigsburger bringt dieser Spieltag ein Heimspiel gegen Science City Jena mit sich. Mit Blick auf die vergangenen beiden Auftritte gegen Braunschweig und Oldenburg und das damit einhergehende Abrutschen in der Tabelle möchten die Schwaben mit aller Macht zurück in die Erfolgsspur und dabei ein anderes Gesicht als im Gastspiel bei den EWE Baskets zeigen. Gegen den brillant aufspielenden Zweiten aus Niedersachsen waren die Barockstädter schnell in Rückstand – und erst nach dem Seitenwechsel, als das Spiel schon entschieden war, auf Augenhöhe.

Gegen die Jenaer soll ein solches Szenario selbstverständlich verhindert werden: Mit dem nötigen Fokus soll ab der ersten Spielminute keine Diskussion aufkommen, wer das Parkett als Sieger verlassen wird. Gleichwohl verspricht die Partie des Elften gegen den Sechzehnten einen spannenden Schlagabtausch zweier Mannschaften, die sich bereits im Hinspiel wenig schenkten. Ende Dezember benötigten die Schwaben eine Aufholjagd und einen Buzzerbeater von Kelan Martin, um das Spiel in der Verlängerung 91:89 zu ihren Gunsten zu entscheiden. Auch am Mittwoch dürften im Rückspiel Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Denn das älteste (27.8 Jahre) und erfahrenste Team der Liga ist sportlich sehr gut aufgestellt und mit allen Wassern gewaschen. Allen voran die Routiniers Immanuel McElroy, Julius Jenkins und Derrick Allen (alle 38) lassen sich weder vom nervenaufreibenden Abstiegskampf noch von ihren Gegnern irritieren. Sie bilden, gemeinsam mit dem über Jahre gewachsenen Mannschaftskern, und den Nachverpflichtungen Ronald Roberts und Reggie Williams ein schlagkräftiges Team, welches auf alle Fälle gute Chancen auf den Klassenerhalt hat. Denn seitdem der 32-jährige Williams (19.8 PpS, 3.8 RpS, 3.5 ApS) im Trikot der Thüringer aufläuft, konnte Jena sich etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen. Da der NBA-Veteran (206 Spiele, u.a. Golden State Warriors und San Antonio Spurs) zuletzt aber verletzungsbedingt mit Muskelproblemen ausfiel, kam auch Science City ins Straucheln. Aktuell haben die Saalestädter nur noch einen Sieg Vorsprung auf Weißenfels und Rang 17. Die vergangenen fünf Spiele verloren die Thüringer – zuletzt setzte es eine 89:96-Niederlage gegen medi bayreuth, weshalb die Mannschaft von Headcoach Björn Harmsen entsprechend nach Erfolgen lechzt.

Siegeshungrig sind derweil aber natürlich auch die MHP RIESEN Ludwigsburg: Konstantin Klein und Co. möchten mit Kampf und Einsatz das Spiel gewinnen und das Wiedersehen von Marcos Knight, der anderthalb Jahre für Jena auflief, siegreich gestalteten.

Infos

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Science City Jena
Mittwoch, 20.03.2019, Tip-Off 20:30 Uhr
MHPArena Ludwigsburg, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg
Online-Ticket-Shop / live auf MagentaSport

MHP Riesen ohne Chance in Oldenburg

Im Gastspiel bei den EWE Baskets Oldenburg haben die MHP RIESEN Ludwigsburg eine deutliche Auswärtsniederlage kassiert. Die Schwaben unterlagen dem selbstbewusst aufspielendem Tabellenzweiten 71:100.

Mit einer klaren Ausgangslage – Headcoach John Patrick betonte vor der Partie, dass man nichts zu verlieren habe – und einer klaren Strategie starteten die MHP RIESEN gut ins Spiel: Jordon Crawford und Adam Waleskowski sorgten mit fünf Zählern für die erste Führung, ehe Oldenburg das Heft des Handelns mit einem 10:0-Lauf in Sekundenschnelle übernahm (10:5, 3. Spielminute). Im Anschluss an die erste Auszeit der Partie konnte Ludwigsburg dann die Niedersachsen nur noch bedingt einbremsen. Die Schwaben waren zwar besser in der Spur und zwangen Oldenburg zu etwas schwierigeren Würfen, die EWE Baskets fanden aber weiterhin Antworten auf die Ludwigsburger Defensive, legten mit überragenden Wurfquoten den nächsten Lauf aufs Parkett und setzten sich hierdurch erfolgreich ab (25:12, 6.). Ludwigsburg musste entsprechend weiter abreißen lassen. Die Hausherren machten wenige bis keine Fehler und lagen bereits zum Ende des ersten Viertels deutlich in Front (33:18, 10.).

Zum Start der zweiten zehn Minuten arbeiteten die MHP RIESEN wieder erfolgreicher: Marcos Knight und David McCray sorgten für vier schnelle Zähler, welche allerdings postwendend von Rasid Mahalbasic von jenseits der 6,75-Meter-Linie gekontert wurden. Die beiden Layups waren ein seltener Beleg dafür, dass die Oldenburger Verteidigung es den Ludwigsburger leicht machte. Die Gäste mussten um jeden Zentimeter kämpfen und taten dies erst zur Mitte des Spielabschnitts wieder konsequenter, weshalb Mladen Drijencic seine Schützlinge an den Seitenrand beorderte (43:27, 15.). In der Folge waren die Niedersachsen noch einmal besser eingestellt und verdeutlichten weiterhin eindrucksvoll, weshalb sie aktuell auf Tabellenplatz zwei der easyCredit BBL rangieren und als Geheimfavorit im Titelrennen gelten. Die Kirsche auf die ohnehin schon große Torte setzte dann, per Buzzerbeater aus der eigenen Hälfte, Vojdan Stojanovski: Der mazedonische Guard stellte auf 63:35 und entschied die Partie noch vor dem Seitenwechsel (20.).

Beide Trainer rotieren

Wie bereits in Halbzeit eins fanden die Ludwigsburger auch nach dem Gang in die Kabinen kurzzeitig gut auf das Parkett: Waleskowski und Konstantin Klein sorgten für erste Zähler. Doch die 15-minütige Halbzeitpause sorgte nicht für die Lösung aller Probleme. Ludwigsburg war nach wie vor die schlechtere Mannschaft und den EWE Baskets deutlich unterlegen. Diese demonstrierten auch in der zweiten Hälfte ihre Stärke und setzten die MHP RIESEN, trotz der klaren Führung, weiter zu. Erst zum Viertelende konnten der unermüdliche Konstantin Klein und Kelan Martin mit ihren Distanztreffern für Zählbares auf der Anzeigentafel sorgen (83:51, 30.). Trotz des kleinen Auflebens konnte Ludwigsburg auch im Schlussabschnitt nur noch Ergebniskosmetik betreiben: Beide Trainer verschafften, da sich der Spielausgang deutlich abzeichnete, allen Akteuren viele Spielanteile, rotierten durch – und sahen am Ende einen verdienten 29-Punkte-Sieg der EWE Baskets Oldenburg, die den MHP RIESEN beim 100:71 über 40 Minuten erfolgreich den Zahn zogen und die erhoffte Überraschung erfolgreich zu verhindern wussten.

Statements und Stats

John Patrick: „Sie haben uns mit einer überragenden Feldwurfquote in der ersten Halbzeit überrollt. Oldenburgs Mannschaft ist einfach stark. Punkt! Natürlich war ich aber nicht zufrieden, wie wir uns in der ersten Hälfte präsentiert haben. Ich war froh, dass wir in der zweiten Halbzeit mit mehr Charakter gespielt haben. Aber auch als wir härter gespielt haben, war ihr Sieg nie in Gefahr.“

Mladen Drijencic: „Wir haben ein sehr gutes Spiel auf hohem Niveau in allen Bereichen gezeigt. Uns war klar, dass wir gegen Ludwigsburg extrem fokussiert sein müssen. Das haben meine Jungs perfekt gemacht. Überhaupt haben die Starter heute etwas Außergewöhnliches für Basketball-Profis an den Tag gelegt: Sie haben viel Spielzeit an die Jüngeren abgegeben und das breit im Team mitgetragen. Nathan Boothe hat 15 Punkte in nur 19 Minuten gemacht. Ein Mahalbasic sagt zum Beispiel: Mir reichen die 15 Minuten heute, gib mal den Jungen etwas ab. Das ist großartig.“

Für Oldenburg spielten: Philipp Schwethelm 16 Punkte, Nathan Boothe 15, Will Cummings 14, Rasid Mahalbasic 12/8 Rebounds, Frantz Massenat 11, Vojdan Stojanovski 9, Marcel Kessen 8, Rickey Paulding 7, Marko Bacak 4, Haris Hujic 3, Robert Drijencic 1 und Karsten Tadda.

Für Ludwigsburg spielten: Konstantin Klein 13 Punkte, Owen Klassen 12, Kelan Martin 11, Adam Waleskowski 9, Aaron Best 8, Karim Jallow 7, Marcos Knight 7, Jordon Crawford 2, David McCray 2, Christian von Fintel und Lamont Jones.

SG BBM Männer verlieren das Derby gegen Stuttgart

Der Weg zum Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga bleibt für Aufsteiger SG BBM Bietigheim steinig und schwer. Im Lokalderby gegen den TVB 1898 Stuttgart setzte es in der mit 3700 Zuschauern ausverkauften MHPArena in Ludwigsburg eine 19:28 (8:10)-Niederlage. Der TVB Stuttgart macht mit jetzt 20 Punkten hinter das Saisonziel Klassenerhalt einen Haken.

Einen entsprechend gelösten Eindruck vermittelte TVB-Coach Jürgen Schweikardt nach dem Schlusspfiff. „Das war der letzte Schritt in Richtung Klassenerhalt. Ich bin froh, dass wir das schon Mitte März sagen können. Der Sieg war verdient, ist am Ende aber zu hoch ausgefallen.“

„Ich bin maximal enttäuscht“, gesteht Hannes Jón Jónsson, seit Anfang Februar der neue Kommandogeber auf der Bank des Aufsteigers. „Unsere Abwehrleistung war bis zur 53. Minute beim 19:22 in Ordnung. Im Angriff läuft der Ball aber nicht gut genug, wir schieben die Verantwortung zu sehr auf Jonas Link und Mimi Kraus. Erkämpfen wir uns eine Chance, macht uns Jogi Bitter das Leben schwer.“ Damit hat der Isländer die wichtigsten Protagonisten vom Sonntag genannt sind.

Ex-Weltmeister Johannes Bitter im Tor des TVB hatte am Ende eine Quote von 50% gehaltener Bälle und machte im ersten Abschnitt den Unterschied. Bietigheims Domenico Ebner erwischte auf der Gegenseite zwar auch einen herausragenden Tag und hatte am Ende genauso viele Bälle abgewehrt, musste aber häufiger hinter sich greifen. Vor allem das Duell gegen Ex-Mannschaftkollege Mimi Kraus ging klar an Bitter und die Stuttgarter Defensive. Nur einer kam am Sonntag mit dem TVB-Torsteher ganz gut klar: Der eingewechselte Rechtsaußen Jan Döll war mit einer fehlerfreien Bilanz und fünf Treffern am Ende erfolgreichster Werfer beim Tabellenvorletzten. Jonas Link war viermal erfolgreich. Auf der Gegenseite traf Linksaußen Tobias Schimmelbauer siebenmal.

Schon früh entwickelte sich die Chancenverwertung zu einem wichtigen Manko beim Aufsteiger, der sich nach einem 4:9-Rückstand bis zum Halbzeitpfiff mit viel Herzblut wieder herankämpfte. Denn auch der TVB produzierte gegen eine aggressive Bietigheimer Abwehr viele „Fahrkarten“. Der Anschlusstreffer sollte der SG BBM nach dem Seitenwechsel jedoch nicht gelingen. Vielmehr setzte sich Stuttgart erneut auf 11:16 Tore (40.) ab. Auffallend: Der TVB spielte den zusätzlichen Feldspieler, von Schweikardt immer wieder ins Angriffsspiel eingestreut, fast fehlerfrei. Stuttgart eröffnete keine Chancen für Bietigheimer Tempospiel.

Mit viel Einsatz und Kampf hielt Bietigheim bis zum 19:22 den Kontakt. Mehr verhinderte eine mit zunehmender Spieldauer höher werdende Fehlerquote beim Aufsteiger. Am Ende stand in den letzten sechs Minuten ein 6:0-Lauf und ein Sieg des TVB, der um ein paar Tore zu hoch ausgefallen war. „Das tut zum Schluss natürlich weh, denn die Tore können auch wichtig werden, wir wollten aber alles versuchen“, sagt Jónsson.

Viel Zeit bleibt dem Tabellenvorletzten nicht, seine Wunden zu lecken. Am Donnerstag wartete beim verlustpunktfreien Spitzenreiter Flensburg-Handewitt alles andere als ein „Muss-Spiel“. „Unsere Aufgabe ist es nach vorne zu schauen. Die Tabelle sieht noch genauso aus wie gestern. Es sind noch zehn Spiele und ein Punkt Rückstand auf den VfL Gummersbach“, macht Jónsson sich und den seinen Mut.

red: Bernhard Gaus

SG BBM Bietigheim: Ebner, Müller; Döll (5), Link (4), Schäfer (4/4), Kraus (3/1), Asmuth (1), Emanuel (1), Claus (1), Rentschler, Haller, Rønningen, Marčec, Fischer, Trost, Oehler.
TVB 1898 Stuttgart: Bitter, Maier; Schimmelbauer (7), Häfner (4/2), Schweikardt (4), Weiß (3), Pfattheicher (3), Schmidt (3), von Deschwanden (2), Späth (1), Baumgarten (1), Röthlisberger, Schagen.
Spielverlauf: 2:2 (5.), 4:5 (18.), 4:9 (23.), 7:9 (28.), 8:10 (30.), 10:12 (33.), 11:16 (40.), 15:18 (47.), 19:22 (54.), 19:28 (60.).

Maschinenbauunternehmen erweitert in Kornwestheim

Die Stadt Kornwestheim und das mittelständische Unternehmen Eichler-Holzäpfel GmbH schließen Kaufvertrag über ein städtisches Gewerbegrundstück im Gewerbegebiet Ost ab. Das Maschinenbauunternehmen sichert sich damit optimale Erweiterungsmöglichkeiten.

Am 13.12.2018 stimmte der Gemeinderat der Stadt  Kornwestheim zu, dem Experten für Präzisionstechnik und Sondermaschinenbau, der Eichler-Holzäpfel  GmbH, eine weitere Fläche zur betrieblichen Erweiterung zu Verfügung  zu  stellen. Nun wurde der Kaufvertrag notariell beurkundet.

Auch Dietmar Allgaier,  Erster Bürgermeister der Stadt Kornwestheim, ist über den Grundstücksverkauf erfreut. „Die Gewerbeflächen in der Region Stuttgart sind sehr umkämpft. Deshalb sind wir sehr glücklich darüber, dass wir  durch  ein  nachhaltiges Flächenmanagement unsere mittelständischen Unternehmen am Standort   Kornwestheim unterstützen und ihnen eine Entwicklungsperspektive bieten können“, so Dietmar Allgaier.

Das im Jahr 1977 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der Remsstraße im Kornwestheimer Gewerbegebiet Ost. Dort hat sich das Maschinenbauunternehmen in den vergangenen Jahren stetig entwickelt. Bereits 2013 erwarb das Unternehmen ein Grundstück in der Murrstraße, das an ihren Unternehmenssitz angrenzte. Auf dieser Fläche errichtete das Maschinenbauunternehmen eine Gewerbehalle. Die nun neu erworbene Fläche liegt ebenfalls in der Murrstraße und grenzt an den Unternehmensstandort an. Auf der rund 1.800 m² große Fläche soll eine weitere Gewerbehalle mit einer Größe von insgesamt 500 m² errichtet werden.

Es ist geplant, die beiden Hallen über einen Zwischenbau, in dem sich Personalräume und Lagerflächen befinden, zu verbinden. „Im Jahr 2014 haben wir unsere neue Fertigungshalle erbaut. Bereits heute ist die Halle sehr stark ausgelastet. Mit dem Kauf des angrenzenden Grundstücks möchten wir uns deshalb die Möglichkeit sichern, unser Unternehmen auch in Zukunft flexibel weiterentwickeln und ausbauen zu können.“, so Geschäftsführerin Eichler. Im Herbst dieses Jahres soll das neue Grundstück geräumt werden. Im Anschluss entstehen dann in einem ersten Bauabschnitt neue Büros, Personalräume, Lagerflächen, Parkplätze und eine neue Montagehalle.