Corona: 282 Menschen im Landkreis Ludwigsburg sind infiziert

Das Landratsamt in Ludwigsburg hat am Montagabend (23. März – 20Uhr) aktuell Zahlen zur Corona-Krise bekanntgegeben. Demnach sind aktuell 282 Menschen mit dem Virus infiziert

Auch die Zahl der Erkrankten steigt laut den Behörden weiterhin an. Insgesamt zählt das Kreisgesundheitsamt 282 bestätige Corona-Erkrankungen im Landkreis Ludwigsburg. Seit Freitag (20. März) sind 92 Fälle dazugekommen. Laut dem Gesundheitsamt werden derzeit 14 Personen stationär behandelt. Sechs Betroffene sind laut der Behörde inzwischen wieder genesen. Am vergangenen Freitag (20. März) ist eine 90-Jährige an den Folgen der Krankheit gestorben.

Deshalb gilt Aufforderung der Behörden, die Gefahr ernst zu nehmen und Sozialkontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Übersicht:

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit weiterhin aus. Eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Zahlen der Infektionen und Todesopfer haben wir hier zusammengestellt. (Stand: 23.03. – Zahlen können abweichen)

Infizierte Todesfälle
Deutschland 27.546 115
Baden-Württemberg 5.333 32
Landkreis Ludwigsburg 282 1
Weltweit 354.677 15.436
Quellen: John Hopkins University / Robert-Koch-Institut
Sozialministerium Baden-Württemberg /
Landratsamt Ludwigsburg

Weitere 1.033 Corona-Infizierte an nur einem Tag in Baden-Württemberg

Die Zahl der amtlich bestätigten Corona-Infizierten in Baden-Württemberg ist erneut stark gestiegen. Am Montagabend (23. März – 19.30UhrUhr ) wurden 1.033  bestätigte Neuinfektionen vom Sozialministerium in Stuttgart gemeldet. Am Vortag waren es noch 482 Neuinfektionen. Somit sind aktuell 5.333 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen der Krankheit gestorben sind, erhöhte sich von 28 auf jetzt insgesamt 32 Tote. 

Das Gesundheitsministerium hat vier weitere Todesfälle aus den Landkreisen Emmendingen (eine über 80-jährige Frau), Reutlingen (ein über 50-jähriger Mann), Heidenheim (eine über 70-jährige Frau) und dem Hohenlohekreis (ein über 80-jähriger Mann) im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 32. Das Alter lag zwischen 59 und 94 Jahren. 23 der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Auch Gesundheitsminister Lucha muss in Quarantäne

Gesundheitsminister Manne Lucha hat sich laut dem Sozialministerium in häusliche Quarantäne begeben, da eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist.

Gesundheitsminister Manne Lucha hat am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Er hat sich daraufhin unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Er ist laut dem Ministerium symptomfrei und geht seinen Dienstgeschäften vollumfänglich von zu Hause aus nach.

Ludwigsburgs Polizei verstärkt Präsenz

Im Zusammenhang mit der am Sonntag aktualisierten Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus fokussiert das Polizeipräsidium Ludwigsburg, laut einer am Montag bekanntgegeben Pressemeldung, seine Aufgaben auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Dazu zählen insbesondere die Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz und die konsequente Ahndung von Verstößen gegen die Corona-Verordnung und das Infektionsschutzgesetz. Wenngleich die Einsatzkräfte dabei mit dem gebotenen Augenmaß vorgehen, können gerade das verbotene Verweilen, das Versammeln sowie sonstige Veranstaltungen und Ansammlungen im öffentlichen Raum nicht nur Ordnungswidrigkeiten darstellen, sondern auch die Voraussetzungen für eine Strafbarkeit erfüllen und Strafanzeigen nach sich ziehen.

„Uns ist bewusst, dass die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger einschneidend sind,“, sagt Polizeipräsident Burkhard Metzger. „Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass sie vom ganz überwiegenden Teil der Bevölkerung als richtig und notwendig erachtet und eingehalten werden.“ Dasselbe gelte auch für die Akzeptanz polizeilicher Maßnahmen in diesem Zusammenhang. „Das freut mich besonders, denn die Kolleginnen und Kollegen sind auch jetzt rund um die Uhr für die Menschen da und haben dabei stets ein erhöhtes Ansteckungsrisiko vor Augen. Für dieses Engagement und die ungebrochene Einsatzbereitschaft danke ich ihnen ganz herzlich.“

Um die Einsatzfähigkeit der polizeilichen Organisationseinheiten auch weiterhin zu gewährleisten hat das Polizeipräsidium bereits weitreichende personelle und organisatorische Vorbereitungen getroffen. „Neben der Umsetzung von Hygiene- und Verhaltensregeln sowie der Ausstattung der Einsatzkräfte mit Schutzausrüstung führen wir täglich eine Lagebewertung durch, um mit flexiblen Maßnahmen auf sich verändernde Situationen reagieren zu können.“

Was am Wochenende in Ludwigsburg und in der Region los war

Sersheim: Fahrzeug in Brand geraten

Auf seiner Fahrt zwischen Sersheim und Horrheim stellte ein 19-jähriger Alfa Romeo-Fahrer am Sonntag gegen 12:30 Uhr plötzlich Rauch im Bereich des Motorraums fest. Daraufhin hielt er entlang der Landesstraße 1131 an und alarmierte die Feuerwehr. Insgesamt 15 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Horrheim und Sersheim rückten anschließend mit zwei Fahrzeugen aus und löschten den Vollbrand im Motorraum. Mutmaßlich war ein technischer Defekt ursächlich für das Feuer. Personen kamen nicht zu Schaden. Allerdings war der Wagen nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit nicht bekannt.

Kornwestheim: Schmorbrand

Insgesamt 26 Einsatzkräfte und fünf Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Kornwestheim rückten am Sonntag gegen 02:10 Uhr in die Jagststraße in Kornwestheim aus, nachdem dort auf einem Baustellengelände eine Rauchentwicklung durch eine Anwohnerin gemeldet worden war. Auf dem betreffenden Areal werden derzeit zwei Wohn- und Geschäftsgebäude errichtet. An einem dieser Objekte mussten die Wehrleute im ersten Obergeschoss eine größere Fläche der Gipsfassade heraussägen, um an den Brandherd zu gelangen. Hierbei entdeckten sie zwei Holzbalken, die mutmaßlich seit längerer Zeit brannten und letztendlich die Fassade sowie Dämmmaterial in Brand setzten. Die Wehrleute konnten den Brand schließlich unter Kontrolle bringen und wieder abrücken. Der entstandene Sachschaden wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist zunächst noch unklar. Im Laufe des Samstags wurden Bauarbeiten am Gebäude durchgeführt. Ob diese ursächlich für den Brand sein könnten, bedarf weiterer Ermittlungen.

Ingersheim: Unfallflucht endet mit Blutentnahme

Vermutlich weil sich ein 34-Jähriger unter Alkoholeinfluss ans Steuer eines Opel gesetzt hatte, kam es in der Nacht zum Sonntag in Kleiningersheim zu einem Verkehrsunfall. Der 34-Jährige war mit dem Wagen auf der Schreyerhofstraße unterwegs. Dort verlor er mutmaßlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und überfuhr einen Verkehrsteiler. Durch den Zusammenstoß wurde der Verkehrsteiler mit Fußgängerfurt beschädigt. Zudem wurde ein Verkehrszeichen aus der Verankerung gerissen, wodurch ein Gesamtschaden von rund 200 Euro entstand. Beim Überfahren des Verkehrszeichens wurde die Ölwanne und der Tank am Opel aufgerissen, sodass der Pkw nicht mehr fahrbereit war. Aufgrund dieser Tatsache schob der 34-jährige Fahrer den Wagen zusammen mit einem 22-jährigen Bekannten in die angrenzende Reitschulstraße. Ohne sich anschließend um den Unfall zu kümmern, soll der 22-Jährige den 34-Jährigen anschließend nach Hause gefahren haben. Nachdem gegen 01:05 Uhr ein Zeuge mehrere Fahrzeugteile und die Beschädigungen am Fahrbahnteiler festgestellt hatte, alarmierte er umgehend die Polizei. Hinzugezogene Polizeibeamte verfolgten daraufhin die hinterlassene Öl/Benzinspur bis hin zur Reitschulstraße. Dort konnten sie den Opel, der in Höhe von rund 4.000 Euro beschädigt war, feststellen. Anhand des Kennzeichens konnte die Halteranschrift ermittelt und im Anschluss aufgesucht werden. Dort konnte der vermeintliche Fahrer zunächst nicht angetroffen werden. Dieser meldete sich erst später über den Polizeinotruf und äußerte sich zu dem Unfall. Die Wohnung des 34-jährigen Mannes wurde gegen 02:45 Uhr erneut aufgesucht. Da die Beamten Alkoholgeruch wahrnahmen, musste sich der Mann einer Blutentnahme unterziehen und sein Führerschein wurde sichergestellt. Obendrein muss der 22-Jährige mit einer Anzeige wegen Beihilfe zur Unfallflucht rechnen. Im Bereich der Unfallörtlichkeit wurde die Fahrbahn stark verschmutzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie die Kehrmaschine einer Spezialfirma führten vor Ort die Reinigungsarbeiten durch.

Oberstenfeld: gefährliche Situation auf der L 1117 – Polizei sucht Motorradfahrer

Am Sonntag kam es nach Zeugenaussagen gegen 13.30 Uhr auf der Landesstraße 1117 zwischen Oberstenfeld und Gronau zu einer gefährlichen Situation. Der Zeuge selbst war in Richtung Gronau unterwegs, als er kurz vor einer Linkskurve von einem noch unbekannten BMW-Lenker überholt wurde. Dem Überholenden kam nun jedoch ein ebenfalls bislang unbekannter Motorradfahrer entgegen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, habe der Motorradfahrer ausweichen müssen und hierbei nahezu die Kontrolle über seine Maschine verloren. Der Unbekannte, dessen BMW schwarz ist, vermutlich aus der 1-er Reihe stammt und an dem sich Ludwigsburger Kennzeichen (LB-) befinden, sei nach der Kurve nach rechts in den Straßengraben abgekommen, anschließend allerdings weiter in Richtung Gronau gefahren. Der Zeuge wendete im Anschluss, um nach dem Motorradfahrer zu sehen, dieser war jedoch ebenfalls weitergefahren. Das Polizeirevier Marbach am Neckar, Tel. 07144/900-0, sucht nun insbesondere den Motorradfahrer und bittet diesen und weitere Zeugen sich zu melden.

Erdmannhausen: Mercedes in Garage in Brand geraten

Die Freiwillige Feuerwehr Erdmannhausen befand sich am Sonntag gegen 13.40 Uhr mit elf Wehrleuten und zwei Fahrzeugen in der Straße „Am Wachtelrain“ in Erdmannhausen im Einsatz. Mutmaßlich aufgrund eines technischen Defekts war ein Mercedes, der in einer Garage stand, in Brand geraten. Die Feuerwehr löschte die Flammen, doch der PKW war nicht mehr zu retten. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf rund 12.000 Euro belaufen. Das Gebäude nahm keinen Schaden.

 

Infektions-Gefahren beim Autofahren

In öffentlichen Verkehrsmitteln kann man in Kontakt mit krankmachenden Keimen geraten. In Zeiten von Corona eine beunruhigende Vorstellung. Das Auto ist dabei eines der Verkehrsmittel mit der geringsten Übertragungsgefahr. Dennoch muss manches bedacht werden.

Sitzt man beispielsweise in Fahrzeugen, die regelmäßig von mehreren oder immer wieder wechselnden Personen genutzt werden, sollten sie unbedingt gut gereinigt oder sogar desinfiziert werden. Wer die folgenden Hinweise beherzigt, minimiert das Risiko der weiteren Verbreitung auf ein Minimum. Damit schützt er nicht nur sich selbst und sein unmittelbares Umfeld, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung.

Im Fahrzeug gibt es zudem Stellen, die nicht sofort ins Auge fallen oder in den Sinn kommen, aber ebenfalls ein Risiko bergen können. Dazu gehören innen die Entriegelungen für den Tank und die Motorhaube sowie außen Tankklappe und -deckel und Tür- sowie Kofferraumgriffe, sagen die Experten des Autoherstellers Seat.

Besondere Vorsicht sei bei Reinigungsmitteln geboten, die Alkohol oder Bleiche enthalten. Hier bestehe die Gefahr, Materialien zu beschädigen. Insbesondere Leder kann sehr empfindlich reagieren. Sollen diese Mittel dennoch angewendet werden, empfiehlt es sich, sie zunächst an einer unauffällig gelegenen Fläche auszuprobieren.

Auch enthalten viele Reinigungsmittel speziell für die Fahrzeugpflege Zusätze zum Abtöten von Viren und Bakterien. Allerdings sind auch diese Produkte meist nicht für alle Oberflächen im Fahrzeug geeignet. Darum sollten sie nur streng nach den Angaben auf der Packung angewendet werden. Auch hier ist die Einwirkzeit für das Abtöten von Erregern von größter Bedeutung.

Wer überdies die Wahl aus mehreren Fahrzeugen hat, macht sich das Leben mit einem kleineren Exemplar mit weniger Ausstattung leichter. Weniger Funktionen und Fläche bedeuten nämlich auch weniger potenziell belastete Fläche, Schalter und Knöpfe.

Wenn Sie es sich bisher noch nicht angewöhnt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen: Egal, ob Sie Diesel oder Benzin tanken – an quasi jeder Tankstelle finden Sie an der Zapfsäule Dieselhandschuhe, mit denen Sie Ihre Haut nicht nur vor dem giftigen Kraftstoff schützen können.

Kein Grund zur Sorge, wenn im Supermarkt gerade das Desinfektionsmittel ausverkauft ist. Denn für das Unschädlichmachen der Viren reicht in aller Regel der Schaum, der bei der Anwendung handelsüblicher Seife oder gewöhnlichen Spülmittels entsteht. Mit etwas Lauge und einem sauberen Tuch sind alle Flächen zu benetzen, die entweder angefasst werden oder die womöglich beim Husten oder Niesen etwas abbekommen haben könnten.

Das sind vor allem das Lenkrad und Schaltknauf, das Armaturenbrett, Sonnenblenden, berührungsempfindliche Bildschirme, die Türgriffe sowie Bedientaster von Radio, Klimaanlage und übrige Schalter wie für die Beleuchtung oder Blinker. Wichtig ist, die Lauge eine Zeit einwirken zu lassen und erst dann abzuwischen. Reinigungsmittel sollten allerdings nicht zu scharf sein und auch nicht dauerhaft aufgetragen werden, weil es sonst zu Materialschäden kommen kann.

Lars Wallerang

Selbstständige trifft es besonders hart

Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise können Selbstständige besonders hart treffen, denn sie tragen das volle Risiko für ihr unternehmerisches Handeln. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Jahr 2018 von den insgesamt 41,9 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland 4,0 Millionen (9,6 Prozent) selbstständig tätig. 1,8 Millionen von ihnen führten ein Unternehmen mit mindestens einer oder einem Beschäftigten, 2,2 Millionen waren als Solo­Selbstständige ohne Beschäftigte unternehmerisch tätig.

Die meisten Selbstständigen (586.000 Personen) waren 2018 laut den Ergebnissen im Wirtschaftsabschnitt „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ tätig. Der zweitgrößte Wirtschaftsabschnitt der selbstständig Tätigen war mit 501.000 Personen der Handel einschließlich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Danach folgte das Baugewerbe mit 467.000 Selbstständigen.

Ralf Loweg

Olympische Spiele werden wohl verschoben

Auch die Olympischen Ringe werden nicht vom Coronavirus verschont. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erwägt angesichts der weltweiten Krisen-Situation eine Verschiebung der Sommerspiele in Tokio. Eine Entscheidung solle innerhalb der nächsten vier Wochen fallen, teilte das IOC mit.

Zu den Szenarien, die bis dahin diskutiert werden sollen, gehöre auch eine Verschiebung der Spiele, die am 24. Juli beginnen und bis 9. August 2020 dauern sollen. Eine ersatzlose Streichung stehe aber nicht zur Debatte, betonte der Veranstalter des größten Sportereignisses der Welt.

„Menschenleben haben Vorrang vor allem, auch vor der Austragung der Spiele. Das IOC will Teil der Lösung sein“, sagte IOC-Chef Thomas Bach. Er wünsche sich, dass sich die Hoffnung, die so viele Athleten, Nationale Olympische Komitees und internationalen Verbände aus allen fünf Kontinenten geäußert hätten, erfüllt werden – „dass am Ende dieses dunklen Tunnels, durch den wir alle gemeinsam gehen, ohne zu wissen, wie lange er noch dauert, die olympische Flamme ein Licht sein wird“.

Auch der japanische Premierminister Shinzo Abe hat eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er, dass damit gerechnet werden müsse.

Ralf Loweg

Spezialeinsatzkommando nimmt 43-Jährigen fest

Einer Pressemitteilung der Polizei Ludwigsburg zufolge hat am Montag gegen 01.30Uhr ein Spezialeinsatzkommando in Gerlingen einen 43-Jährigen vorläufig festgenommen.

Ein Spezialeinsatzkommando des Polizeipräsidiums Einsatz nahm am Montag gegen 01.30 Uhr in Gerlingen in der Siemensstraße einen 43 Jahre alten Mann vorläufig fest. Laut der Pressemeldung ging dem Einsatz eine verdächtige Wahrnehmung voraus. Anwohner hatten gegen 23.00 Uhr ein Schussgeräusch gehört und anschließend eine Person vor einem Gebäude gesehen, die eine Schusswaffe in der Hand hielt. Die Person begab sich hierauf in das Gebäude, bei dem es sich um einen Wohnraum-Container handelt, der von drei Männern bewohnt wird. Die alarmierte Polizei umstellte den Container im weiteren Verlauf und ein Spezialeinsatzkommando wurde hinzugezogen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergab sich laut den Behörden ein Verdacht gegen einen 43 Jahre alten Bewohner des Containers. Nachdem der Tatverdächtige widerstandslos festgenommen worden war, wurde sein Zimmer durchsucht. Dort entdeckte die Polizei eine Softairwaffe, die einer echten Schusswaffe täuschend ähnlich sieht. Passende, verschossene Softairkugeln konnten vor dem Gebäude festgestellt werden. Bei der Waffe handelt es sich um eine ab 18 Jahren frei verkäufliche Softairwaffe, die jedoch weder in der Öffentlichkeit geführt noch beschossen werden darf. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Der vorläufig festgenommene, deutsche 43-Jährige wurde wieder auf freien Fuß gesetzt und wird sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten müssen.

So steht es um die Schutzausrüstung in den Praxen

Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger sind im Dauerstress. Im Einsatz gegen das Coronavirus ist natürlich auch ein Selbstschutz erforderlich. Doch daran hapert es offenbar. Denn laut Umfrage des Ärztenachrichtendienstes (änd) beklagen inzwischen mehr als 80 Prozent der niedergelassenen Ärzte fehlende Schutzausrüstung.

Auch wirken sich geschlossene Schulen und Kindergärten sowie Quarantänemaßnahmen vielerorts auf den Praxisablauf aus: Über alle Gruppen hinweg berichteten nur 46 Prozent der niedergelassenen Ärzte, dass das Praxisteam in gewohnter Stärke im Einsatz sei. Weitere 35 Prozent der Praxen arbeiten nun mit reduziertem Personal, können aber noch alle wichtigen Praxisabläufe aufrechterhalten.

Und wie sieht es bei der Materialausstattung aus? Der Großteil der Praxen hat derzeit noch Desinfektionsmittel in ausreichendem Maße zur Verfügung – auch wenn 63 Prozent der Ärzte warnen, dass der Bestand nicht mehr sehr lange reichen wird. Dramatischer die Lage bei der Schutzbekleidung: 87 Prozent der Hausärzte und 82 Prozent der Fachärzte betonen, dass aktuell wichtige Ausrüstungsgegenstände wie Schutzmasken fehlten.

Sollte sich die Lage nicht rasch ändern, befürchtet ein großer Teil der niedergelassenen Ärzte, dass es zur Praxisschließung keine Alternative gibt: 48 Prozent der Haus- und 58 Prozent der Fachärzte betonten, dass sie die eigene Praxen zumachen würden, wenn in absehbarer Zeit keine ausreichende Schutzkleidung eintrifft.

Ralf Loweg