Kornwestheim: Brand in Tiefgarage am Bahnhofsvorplatz – Fahrzeug vollständig zerstört

Kornwestheim – Am Samstagnachmittag (25. Mai 2025) kam es gegen 15:48 Uhr zu einem Fahrzeugbrand in der Tiefgarage am Bahnhofsvorplatz. Mehrere Anrufer hatten eine starke Rauchentwicklung gemeldet, woraufhin Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot ausrückten.

Nach bisherigen Erkenntnissen geriet ein in Ebene 2 abgestelltes Leichtkraftfahrzeug – ein Pkw mit 45-km/h-Zulassung – aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Die Flammen zerstörten das Fahrzeug vollständig. Verletzt wurde niemand.

Wegen der massiven Rauchentwicklung musste der gesamte Bahnhofsvorplatz inklusive angrenzender Ladengeschäfte für rund drei Stunden gesperrt werden. Eine Evakuierung von Geschäften oder Wohnungen war jedoch nicht erforderlich. Nach Belüftung durch die Feuerwehr konnten alle Gebäude wieder freigegeben werden. Der angrenzende Bahnverkehr blieb unbeeinträchtigt.

Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Tiefgarage wurde nach einer statischen Überprüfung wieder für den Betrieb freigegeben.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Kornwestheim und Ludwigsburg sowie der Rettungsdienst mit Unterstützung des Kreisbrandmeisters und des Leitenden Notarztes. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

red

Motorradfahrer überholt Streifenwagen – Polizei zieht Führerschein ein

Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und riskanten Überholmanövern brachte ein Motorradfahrer am Donnerstag den Berufsverkehr auf der B10 in Gefahr – sogar einen Streifenwagen ließ er hinter sich. Die Polizei stoppte den 39-Jährigen und stellte Führerschein und Schlüssel sicher. Jetzt wird wegen eines verbotenen Rennens ermittelt. Zeugen werden gesucht.

Vaihingen an der Enz (red) – Die Polizei hat einem 39-jährigen Motorradfahrer in Vaihingen an der Enz den Führerschein abgenommen. Der Mann war am Donnerstag gegen 17:30 Uhr auf der B 10 mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und überholte sogar einen Streifenwagen.

Anschließend gefährdete er den Berufsverkehr, indem er sich durch die Fahrzeuge schlängelte und trotz Überholverbots die Gegenfahrbahn nutzte.

Die Beamten konnten den Fahrer in Enzweihingen stoppen und kontrollieren. Neben dem Führerschein wurde auch der Fahrzeugschlüssel des Mannes beschlagnahmt.

Ihm droht nun eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen.

Die Polizei sucht Zeugen und Geschädigte, die durch das Verhalten des Motorradfahrers gefährdet wurden. Diese können sich beim Polizeirevier Vaihingen an der Enz melden.

Preisoffensive bei Lidl – Kampfansage an Aldi?

Lidl kündigt massive Preisnachlässe an – laut Unternehmensangaben „die größte Preissenkung aller Zeiten“. Bis zu 35 Prozent sollen Produkte günstiger werden. Ein gezielter Schritt gegen die Inflation – oder doch ein kalkulierter Schlag gegen die Konkurrenz? Was hinter der Aktion steckt.

 Neckarsulm (red) – Der Lebensmittel-Discounter Lidl will seine Preise deutlich senken. Regional sollten einzelne Artikel “bis zu 35 Prozent günstiger werden”, schreibt die “Bild-Zeitung” in ihrer Samstagausgabe.

“Mit der größten Preissenkung aller Zeiten entlasten wir unsere Kunden spürbar und setzen ein klares Signal in der Branche”, sagte Friedrich Fuchs, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl in Deutschland. “Wir verstehen es als unsere gesellschaftliche Aufgabe und Auftrag langfristig das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten.”

Es handele sich angeblich nicht um eine Werbeaktion. Lidl investiere vorwiegend in Preisnachlässe und wolle durch diese vor allem die Kunden dauerhaft entlasten und die Kaufkraft in der Bevölkerung erhöhen.

Tatsächlich dürfte das Vorhaben auch ein Angriff auf den Konkurrenten Aldi sein. Der gilt bei manchen Verbrauchern als noch billiger. In Preisvergleichen kommt immer wieder heraus, dass die Unterschiede tatsächlich gering sind.

Gefährliche Fracht: Ukrainer will hochgiftige Schlangen nach Baden-Würrtemberg einschmuggeln

Ein 36-jähriger Ukrainer wollte im April offenbar 47 Tiere, darunter hochgiftige Schlangen, über das Zollamt Bietingen nach Deutschland bringen – ohne Genehmigung und unter fragwürdigen Bedingungen. Der Zoll wurde rechtzeitig aufmerksam. Nun ermittelt das Zollfahndungsamt Stuttgart wegen illegalen Artenschutzverstoßes.

Bietingen (red) – Ein 36-jähriger Ukrainer hat Mitte April versucht, 47 lebende Tiere in seinem Pkw über das Zollamt Bietingen im Landkreis Konstanz einzuschmuggeln. Darunter befanden sich 16 Schlangen, von denen einige hochgiftig und artgeschützt waren, teilte das Hauptzollamt Singen mit.

Bei einer Kontrolle der Bundespolizei entdeckten die Beamten die Tiere in Reisekoffern, Styropor- und Pappboxen.

Unter den beschlagnahmten Tieren waren drei Kobra-Arten, eine Klapperschlange und eine Mexikanische Mokassinotter. Diese Schlangen sind hochgiftig und ihr Biss kann ohne Gegengift tödlich enden.

Der Mann hatte keine erforderlichen CITES-Bescheinigungen für den Transport der geschützten Arten vorweisen können. Die Tiere wurden in einer Reptilienauffangstation untergebracht.

Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt Stuttgart. Die Tiere waren unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen transportiert worden, die Behälter lediglich mit Kreppklebeband und Haushaltsgummis gesichert.

Mehr Geld für Forschung: 13 Unis aus Baden-Württemberg bekommen Exzellenzförderung

Baden-Württemberg bleibt im Wettbewerb um Exzellenzcluster eine feste Größe: 13 Cluster erhalten künftig DFG-Förderung – mehr als je zuvor. Tübingen führt im Land mit sechs erfolgreichen Anträgen. Ministerpräsident Kretschmann spricht von einem „starken Signal für die Wissenschaft“.

Stuttgart (red) – Baden-Württemberg hat in der aktuellen Exzellenzrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seinen Platz hinter Nordrhein-Westfalen und vor Bayern erfolgreich verteidigt. Insgesamt 13 Clusteranträge aus dem Land wurden positiv bewertet und werden künftig gefördert, teilte das Wissenschaftsministerium in Stuttgart am Donnerstagmit.

Das sind einer mehr als bisher.

Als beste Universität aus Baden-Württemberg schnitt Tübingen mit sechs erfolgreichen Cluster-Anträgen ab, gefolgt von den Universitäten Heidelberg (3 Anträge), Karlsruhe und Freiburg (je 2 Anträge). Zwei erfolgreiche Cluster-Anträge sind Voraussetzung, um sich für den Titel der Exzellenz-Universität bewerben zu können.

Die nächste Wettbewerbsphase beginnt 2027. Derzeit beheimatet Baden-Württemberg vier von elf deutschen Exzellenzuniversitäten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) würdigte den Erfolg als Bestätigung für Baden-Württembergs Position als international sichtbarer Forschungsstandort. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) lobte die herausragende Forschungsleistung und das hohe Innovationspotenzial der Universitäten im Land.

Mehrere Raubüberfälle im Kreis Heilbronn aufgeklärt – 34-Jähriger festgenommen

Zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 kam es im Landkreis Heilbronn zu mehreren Raubüberfällen. Jetzt vermutet die Polizei: Ein 34-jähriger Mann könnte hinter allen Taten stecken. Die Ermittler sehen darin nicht nur einen Fahndungserfolg – sondern auch ein klares Signal.

Heilbronn (red) – Die Heilbronner Kriminalpolizei hat mehrere Raubüberfälle im Landkreis Heilbronn aufgeklärt. Die Taten ereigneten sich zwischen Dezember 2024 und Ende Januar 2025. Ein 34-jähriger Kosovare steht im Verdacht, für die Delikte verantwortlich zu sein, teilten die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das Polizeipräsidium Heilbronn mit.

Der Verdächtige wurde bereits Anfang März festgenommen.

Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass er wahrscheinlich auch einen Raubüberfall auf einen Getränkemarkt in Güglingen am 20. Dezember 2024 begangen hat. Die Ermittlungsgruppe “Petrol” der Kriminalinspektion 2 hatte die Fälle akribisch bearbeitet.

“Mehrere Raubüberfälle geklärt – das ist nicht nur ein Ermittlungserfolg, das ist ein klares Zeichen an die Täter: Unsere Ermittler und Fahnder finden sie! Schnell, gezielt und mit Nachdruck”, sagte der Leiter der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn, Fred Söhner.

Sexuelle Belästigung in Linienbus: Kripo ermittelt nach Übergriff auf Zwölfjährige

Vaihingen an der Enz/Horrheim – Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt wegen eines sexuellen Übergriffs auf ein zwölfjähriges Mädchen, der sich am Dienstag (20. Mai 2025) in einem Linienbus der Linie 592 ereignet haben soll.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kam es während der Busfahrt zwischen 13:00 Uhr und 13:20 Uhr zu dem Vorfall. Der bislang unbekannte Täter soll in dem Bus neben dem Kind gestanden haben. Dabei habe er sein erigiertes Glied, das sich unter der Hose deutlich abzeichnete, gezielt am Oberschenkel des Mädchens gerieben. Auch nachdem das Kind zur Seite rückte, habe der Mann sein Verhalten fortgesetzt. Erst als er an einer Haltestelle in Horrheim ausstieg, habe die Belästigung aufgehört.

Das Mädchen vertraute sich nach dem Vorfall seiner Familie an, die umgehend die Polizei informierte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht dringend nach Zeugen.

Der Tatverdächtige wird als etwa 20 bis 24 Jahre alt beschrieben, etwa 1,80 Meter groß, mit rotbraunen kurzen Haaren und gleichfarbigem Dreitagebart. Zur Tatzeit trug er ein weißes Oberteil und eine eng geschnittene helle Bluejeans.

red

Flüchtlingsunterkünfte leereren sich bundesweit – nur in Baden-Württemberg steigt die Auslastung

Während in fast allen Bundesländern die Auslastung der Flüchtlingsunterkünfte deutlich sinkt, geht Baden-Württemberg den umgekehrten Weg. Dort sind heute sogar mehr Plätze belegt als vor einem Jahr. Bundesweit stehen inzwischen fast 45 Prozent der Betten leer – nur der Südwesten meldet steigende Zahlen.

Berlin/Stuttgart (red) – Die Unterbringungseinrichtungen der Länder für Flüchtlinge haben deutlich mehr freien Platz als noch im vergangenen Jahr. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus nach einer Abfrage bei allen 16 Bundesländern. Demnach sind von den 126.307 Plätzen, die den Ländern insgesamt zur Verfügung stehen, derzeit 69.322 belegt. Das entspricht einer Auslastung von 54,9 Prozent.

Damit sind die Unterkünfte deutlich weniger belastet als noch im Vergleichsmonat Mai 2024: Damals waren mit 63,6 Prozent noch knapp zwei Drittel der Plätze in den Einrichtungen belegt. Gleichzeitig verfügten die Länder zu dem Zeitpunkt mit 127.439 Plätzen zudem noch über etwas mehr Kapazitäten als heute.

Den deutlichsten Rückgang an belegten Plätzen verzeichnete Thüringen. Waren die Einrichtungen dort im Mai 2024 noch zu 81 Prozent ausgelastet, sind heute lediglich 12,46 Prozent der Plätze belegt. Auch Nordrhein-Westfalen meldete einen deutlichen Rückgang von 65 Prozent Auslastung im Mai 2024 auf 46,2 Prozent im Mai 2025. In Berlin waren im Mai 2024 mit 97 Prozent Auslastung fast alle Plätze belegt. Heute liegt die Auslastung in den Unterkünften der Hauptstadt bei knapp 90 Prozent.

Entgegen dem Bundestrend bewegt sich Baden-Württemberg: Waren dort im Mai 2024 noch 77 Prozent aller Plätze belegt, sind es heute 78,1.

Baden-Württemberg fördert Bibliotheken im ländlichen Raum

Bibliotheken sollen auch abseits der Städte lebendig bleiben – als Lernorte, Kulturzentren und Treffpunkte. Das Land Baden-Württemberg stellt dafür 60.000 Euro bereit. Kommunen können bis 15. Juli Anträge stellen, um ihre Bibliotheksangebote auszubauen – etwa mit mobiler Ausleihe oder digitaler Infrastruktur. Voraussetzung: Mindestens die Hälfte der Kosten muss selbst getragen werden.

Stuttgart (red) – Das Land Baden-Württemberg stellt 60.000 Euro bereit, um Lücken in der Bibliotheksversorgung im ländlichen Raum zu schließen. Kunststaatssekretär Arne Braun betonte, dass Bibliotheken nicht nur Lernorte, sondern auch wichtige Treffpunkte seien.

Das Förderprogramm richtet sich an Kommunen und Bibliotheken, die ihre Angebote verbessern oder neue Initiativen starten wollen.

Der Städtetagspräsident Frank Mentrup und der Gemeindetagspräsident Steffen Jäger begrüßten die Initiative. Sie sehen in Bibliotheken zentrale Orte für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gefördert werden unter anderem Investitionen in Ausstattung, digitale Teilhabe und mobile Bibliotheksdienste. Die Projekte müssen zwischen September und Dezember dieses Jahres umgesetzt werden.

Anträge können bis zum 15. Juli bei den Fachstellen der Regierungspräsidien gestellt werden.

Voraussetzung ist eine Mitfinanzierung der Kommunen in Höhe von mindestens 50 Prozent. Weitere Informationen sind auf der Website des Wissenschaftsministeriums verfügbar.

Nagelsmann überrascht mit VfB-Talent – Woltemade erstmals im DFB-Aufgebot

Mit Nick Woltemade steht erstmals ein aktueller VfB-Spieler im Aufgebot für die deutsche Nationalmannschaft – und das gleich für das Nations-League-Finalturnier. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt auf frische Gesichter: Neben dem Stuttgarter Angreifer ist auch Hoffenheims Tom Bischof neu im Team. Zurückkehren dürfen unter anderem Florian Wirtz, Serge Gnabry und Marc-André ter Stegen.

Frankfurt am Main (red) – Bundestrainer Julian Nagelsmann hat zwei Neulinge für das Final Four in der Nations League berufen.

Erstmals dabei sind im Kader für das Halbfinalspiel gegen Portugal am 4. Juni in München Tom Bischof von der TSG Hoffenheim und Nick Woltemade vom VfB Stuttgart, wie der DFB am Donnerstag bekannt gab. Woltemade kann zuvor am kommenden Samstag mit dem VfB noch den DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld gewinnen.

Neben Woltemade könnte auch Yann Aurel Bisseck mit einem Titel im Gepäck zur Nationalelf reisen. Der Verteidiger steht am 31. Mai in München zunächst noch mit Inter Mailand im Finale der Champions League gegen Paris Saint-Germain.

Zurück ins deutsche Aufgebot kehren Florian Wirtz von Bayer 04 Leverkusen, Waldemar Anton und Felix Nmecha von Borussia Dortmund, Aleksandar Pavlović und Serge Gnabry vom FC Bayern München, Niclas Füllkrug vom englischen Premier League-Klub West Ham United und Torhüter Marc-André ter Stegen vom spanischen Meister und Pokalsieger FC Barcelona.