Polizei gelingt Schlag gegen international agierende Bande

Die Polizei hat einer international tätigen Betrügerbande einen harten Schlag versetzt. Bei Hausdurchsuchungen in mehreren Bundesländern und gleichzeitig in weiteren EU-Ländern wurde umfangreiches Beweismaterial, darunter auch Schusswaffen, sichergestellt werden. Die Bande soll Anleger um mehr als fünf Millionen Euro geprellt haben, wie die Polizei in Ludwigsburg am Donnerstag mitteilte.

Was war passiert?

Ein Schlag gegen eine international agierende Betrügerbande gelang Ermittlerinnen und Ermittlern der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am vergangenen Donnerstag, den 6. Oktober 2022. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Einsatzkräften aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, Europol sowie Polizeidienststellen in Spanien, Ungarn, den Niederlanden und Zypern wurden deutschland- und europaweit insgesamt 38 Durchsuchungsbeschlüsse gegen 16 Tatverdächtige vollstreckt. Dabei konnte umfangreiches Beweismaterial, unter anderem auch Schusswaffen, sichergestellt werden. Ein Tatverdächtiger, ein 50-jähriger Mann aus Spanien, konnte im Rahmen der Polizeiaktion festgenommen werden.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um eine international organisierte Bande, die bereits seit Ende 2019 illegal agierte und ihren Opfern in äußerst professioneller Weise vorspiegelte, als angeblicher Finanzdienstleister mit mehreren Scheinfirmen gewinnbringende Aktieninvestitionen und Geldanlagen zu vertreiben. Umfangreiche polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass bislang mindestens 70 Geschädigte über fünf Millionen Euro auf Konten der Betrüger im In- und Ausland überwiesen haben.

„International agierenden Tätern müssen die Sicherheitsbehörden mit vergleichbaren Kooperationen begegnen.“ betont die Leiterin der Kriminalpolizeidirektion Böblingen, Silke Kübler. „Es freut mich sehr, dass es uns nach intensiven Ermittlungen gelungen ist, gemeinsam mit den Polizeieinheiten aus anderen Bundesländern, europäischen Staaten und Europol das Betrügernetzwerk ausfindig zu machen.“

Die Koordination des internationalen Polizeieinsatzes am vergangenen Donnerstag erfolgte aus einer eigens dafür bereitgestellten Einsatzzentrale beim Polizeipräsidium Düsseldorf unter Leitung der Kriminalpolizeidirektion Böblingen. Allein in Deutschland waren an dem Tag insgesamt rund 170 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz, hinzu kamen zahlreiche weitere Einsatzkräfte in Spanien, Ungarn, den Niederlanden und Zypern. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion wegen gewerbs- und bandenmäßigem Kapitalanlagebetrugs sowie wegen Geldwäsche werden nun fortgeführt und Beweismittel ausgewertet.

red

So sehen die Corona-Zahlen für den Landkreis am Donnerstag aus

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Donnerstagmittag in der Summe vorläufig 660 (Vortag: 824) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Landratsamt auf 577,2 (Vortag: 614,3). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 740. (Stand: 13.10..22 – 12Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis stieg am Mittwoch auf 8,7 (Vortag: 8,3). Am vergangenen Donnerstag betrug der Wert noch 4,2.  

Die Zahl der Intensivpatienten sinkt laut dem Gesundheitsamt auf 169 (- 4 zum Vortag). Der Höchstwert lag am 07. Dezember 2021 bei 671. (Stand: 12.10.2022)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag) Stand: 12.10.22

Affalterbach ( 1.944 | 11 )
Asperg ( 5.233 | 25 )
Benningen am Neckar ( 2.356 | 9 )
Besigheim ( 5.331 | 28 )
Bietigheim-Bissingen ( 18.328 | 99 )
Bönnigheim ( 3.423 | 10 )
Ditzingen ( 9.950 | 35 )
Eberdingen ( 2.556 | 26 )
Erdmannhausen ( 2.020 | 12 )
Erligheim ( 1.065 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 5.917 | 9 )
Freudental ( 1.074 | 13 )
Gemmrigheim ( 2.064 | 3 )
Gerlingen ( 7.021 | 38 )
Großbottwar ( 3.317 | 23 )
Hemmingen ( 3.243 | 27 )
Hessigheim ( 996 | 0 )
Ingersheim ( 2.449 | 12 )
Kirchheim am Neckar ( 2.760 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 7.746 | 22 )
Kornwestheim ( 13.653 | 47 )
Löchgau ( 2.235 | 1 )
Ludwigsburg ( 36.289 | 140 )
Marbach am Neckar ( 6.379 | 17 )
Markgröningen ( 5.108 | 9 )
Möglingen ( 4.485 | 27 )
Mundelsheim ( 1.319 | 12 )
Murr ( 2.528 | 4 )
Oberriexingen ( 1.100 | 1 )
Oberstenfeld ( 2.992 | 13 )
Pleidelsheim ( 2.471 | 0 )
Remseck am Neckar ( 10.785 | 46 )
Sachsenheim ( 6.812 | 21 )
Schwieberdingen ( 4.896 | 8 )
Sersheim ( 1.905 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 4.821 | 21 )
Tamm ( 4.448 | 4 )
Vaihingen an der Enz ( 11.642 | 16 )

red

Aktuelle Corona-Zahlen im Landkreis: Inzidenzwert steigt leicht

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Mittwochmittag in der Summe vorläufig 824 (Vortag: 737) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt laut dem Landratsamt weiter auf 614,3 (Vortag: 611,2). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg steigt zum Vortag um 1 auf  mindestens 740. (Stand: 12.10..22 – 12Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis sank am Dienstag auf 8,3 (Vortag: 8,6). Fast genauso hoch lag der Wert zuletzt mit 8,1 am 22. März diesen Jahres. Am vergangenen Donnerstag betrug der Wert noch 4,2.  

Die Zahl der Intensivpatienten sinkt laut dem Gesundheitsamt auf 173 (- 5 zum Vortag). Der Höchstwert lag am 07. Dezember 2021 bei 671. (Stand: 11.10.2022)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag) Stand: 11.10.22

Affalterbach ( 1.933 | 13 )
Asperg ( 5.208 | 9 )
Benningen am Neckar ( 2.347 | 1 )
Besigheim ( 5.303 | 18 )
Bietigheim-Bissingen ( 18.229 | 43 )
Bönnigheim ( 3.413 | 11 )
Ditzingen ( 9.915 | 68 )
Eberdingen ( 2.530 | 6 )
Erdmannhausen ( 2.008 | 5 )
Erligheim ( 1.065 | 7 )
Freiberg am Neckar ( 5.908 | 20 )
Freudental ( 1.061 | 1 )
Gemmrigheim ( 2.061 | 22 )
Gerlingen ( 6.983 | 41 )
Großbottwar ( 3.294 | 4 )
Hemmingen ( 3.216 | 0 )
Hessigheim ( 996 | 0 )
Ingersheim ( 2.437 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 2.758 | 12 )
Korntal-Münchingen ( 7.724 | 28 )
Kornwestheim ( 13.606 | 30 )
Löchgau ( 2.234 | 0 )
Ludwigsburg ( 36.149 | 126 )
Marbach am Neckar ( 6.362 | 11 )
Markgröningen ( 5.099 | 10 )
Möglingen ( 4.458 | 2 )
Mundelsheim ( 1.307 | 1 )
Murr ( 2.524 | 16 )
Oberriexingen ( 1.099 | 0 )
Oberstenfeld ( 2.979 | 0 )
Pleidelsheim ( 2.471 | 9 )
Remseck am Neckar ( 10.739 | 37 )
Sachsenheim ( 6.791 | 18 )
Schwieberdingen ( 4.888 | 34 )
Sersheim ( 1.904 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 4.800 | 36 )
Tamm ( 4.444 | 35 )
Vaihingen an der Enz ( 11.626 | 48 )
Walheim ( 1.274 | 11 )

red

Dramatischer Vorfall im Kindergarten: Terrassentür fällt auf Fünfjährigen und verletzt ihn schwer

Freiberg am Neckar. Ein fünfjähriger Junge wurde am vergangenen Freitag während eines Kindergartenbesuchs von einer umfallenden Terrassentür so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Was war genau passiert?

Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und dem Polizeipräsidium Ludwigsburg kam es am vergangenen Freitag  zu einem Vorfall, bei dem ein fünfjähriges Kind in einem Kindergarten in der Kleiststraße in Heutingsheim schwere Verletzung erlitt. Die Ursache ist laut der Staatsanwaltschaft nicht geklärt. Die derzeitigen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt, die der Polizeiposten Freiberg am Neckar seit Montag führt, ergaben, dass das Kind gegen 12.30 Uhr vermutlich vom Außenbereich der Betreuungseinrichtung, der durch eine Terrassentür vom Innenbereich abgetrennt ist, ins Innere rennen wollte. Der Fünfjährige soll gestolpert und dabei in den Innenraum gestürzt sein.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, soll aus noch unbekannter Ursache die Terrassentür aus den Angeln gehoben worden sein und das Kind unter sich begraben haben. Der schwerverletzte Junge musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Am Mittwoch befand er sich bereits auf dem Weg der Besserung, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Er konnte, polizeilichen Erkenntnissen nach, das Krankenhaus verlassen und befindet sich wieder zuhause. Die Ermittlungen dauern an.

red

Landkreis feiert 25 Jahre Partnerschaft mit Region Oberes Galiläa

LUDWIGSBURG. Das 25-jährige Bestehen der offiziellen Partnerschaft zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und der Region Oberes Galiläa in Israel ist am Donnerstagabend (6. Oktober) im Kreishaus gefeiert worden. Gleichzeitig wurde auch die ebenfalls seit 25 Jahren bestehende Schulpartnerschaft zwischen dem Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen und der Har-Vagai School gewürdigt. Nachdem die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und der Region Oberes Galiläa bereits im März in Israel mit der Unterzeichnung einer neuen, leicht angepassten Partnerschaftsvereinbarung bekräftigt worden war, unterzeichneten Landrat Dietmar Allgaier und Chairman Giora Salz nun im Rahmen des Festakts im Kreis- haus nochmals die Erneuerungspartnerschaftsurkunde.

„Gerade in Zeiten wie diesen gewinnt die Freundschaft zwischen Menschen, zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und der Region Oberes Galiläa an Bedeutung. Persönliche Begegnungen und Austausche sind so wichtig“, sagte Landrat Allgaier in seiner Rede. Der Austausch mit dem Oberen Galiläa sei für ihn eine Herzensangelegenheit. Deshalb wolle man das 25-Jahr-Jubiläum feiern und gleichzeitig die Partnerschaft stärken. Denn beide Partner würden perfekt zusammenpassen: Das Obere Galiläa zeichne sich aus durch seine hohe ökonomische Dynamik und seine Start-up-Mentalität und der Landkreis Ludwigsburg durch seine High-Tech-Industrie und seine Automotive-Schlüsseltechnologie. „Ich bin stolz auf unsere jahrelange Verbindung. Für mich persönlich hat die Partnerschaft einen hohen Wert – ich würde unsere Partnerschaft als besonders, einzigartig und sehr eng bezeichnen“, so Allgaier.

Der Chef der Kreisverwaltung ging auch auf die Anfänge der Partnerschaft ein, die am 14. März 1997 im Pädagogisch Kulturellen Centrum (PKC) Ehemalige Synagoge Freudental von Dietmar Allgaiers Vorgänger Dr. Rainer Haas und Giora Salz‘ Vorgänger Aharon Valency wurde. Alles begonnen habe mit der Begegnung zweier junger Menschen im Oberen Galiläa im Jahre 1979, Ludwig Bez und Gadi Lahav. Der damalige Landrat Dr. Ulrich Hartmann und der frühere Chairman Avram Broshi festigten die Freundschaft dann in den folgenden Jahren. Über die Jahre hinweg habe es eine ganze Reihe eindrucksvoller und unvergesslicher Begegnungen gegeben. In den vergangenen zwei Jahren habe man den Kontakt trotz der Pandemie lebendig gehalten. Beispielsweise habe man im vergangenen Jahr einen kurzen Videoclip über die besondere Partnerschaft produziert. Der besondere Fokus der Partnerschaft liege auf der Jugend. Ohne die Lehrer und Rektoren, denen All- gaier vielmals dankte, wäre dies nicht möglich. Er freue sich, dass das mittlerweile 8. Deutsch-israelische Lehrerseminar stattfinden könne und die Schüleraustausche aller insgesamt fünf Schulpartnerschaften in diesem Jahr wieder aufgenommen werden. Schließlich dankte Landrat Allgaier dem Kreisjugendorchester Ludwigsburg unter der Leitung von Roland Haug für die musikalische Umrahmung des Festakts: „Musik ist ebenfalls ein guter Startpunkt für das gegenseitige Verstehen. Auch deshalb gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Orchestern des Landkreises Ludwigsburg und der Region Oberes Galiläa.“

Nach Landrat Allgaier sprach sein israelischer Amtskollege Giora Salz. Er stellte fest, dass die Art, wie Lebenserfahrungen wahrgenommen werden und sich auswirken, von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist, selbst wenn die gleiche Erfahrung geteilt wird. Abhängig sei das Erleben von der Intensität der Erfahrung, von der Zeit, die seit einem Ereignis vergangen ist sowie vom Umfang und der Größe der Erfahrung, so Salz. Der Holocaust sei ein zentrales Element des 2. Weltkriegs gewesen und dennoch ermögliche es die Zeit, die seitdem vergangen ist, dem größten Teil der Menschheit, ihn nur als ein Ereignis unter vielen zu betrachten. Die Ungeheuerlichkeit des Holocausts werde heute nicht mehr wahrgenommen. „Unsere gemeinsame Mission ist: die Vergangenheit zu studieren, gemeinsam die Gegenwart zu meistern und vor allem die Zukunft als eine bessere Welt zu planen“, sagte Salz.

Im Anschluss daran sprachen Eberhard Kleinmann, Lehrer des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen, und Peter McNally von der HarVagai School über das 25-Jahr-Jubiläum des Schüleraustausches zwischen ihren Schulen.

red

Hospitalisierungswert im Landkreis erreicht neuen Höchststand

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Dienstagmittag in der Summe vorläufig 737 (Vortag: 974) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt laut dem Landratsamt weiter auf 611,2 (Vortag: 593,6). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 739. (Stand: 11.10..22 – 12Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis stieg am Montag auf 8,6. Am vergangenen Donnerstag betrug der Wert noch 4,2. Fast genauso hoch lag der Wert zuletzt mit 8,1 am 22. März diesen JahresDie Zahl der Intensivpatienten steigt laut dem Gesundheitsamt auf 178 (+29 zum Vortag). Der Höchstwert lag am 07. Dezember 2021 bei 671. (Stand: 10.10.2022)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag) Stand: 10.10.22

Affalterbach ( 1.920 | 27 )
Asperg ( 5.199 | 32 )
Benningen am Neckar ( 2.346 | 16 )
Besigheim ( 5.285 | 30 )
Bietigheim-Bissingen ( 18.186 | 93 )
Bönnigheim ( 3.402 | 3 )
Ditzingen ( 9.847 | 16 )
Eberdingen ( 2.524 | 13 )
Erdmannhausen ( 2.003 | 13 )
Erligheim ( 1.058 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 5.888 | 47 )
Freudental ( 1.060 | 0 )
Gemmrigheim ( 2.039 | 1 )
Gerlingen ( 6.942 | 40 )
Großbottwar ( 3.290 | 17 )
Hemmingen ( 3.216 | 14 )
Hessigheim ( 996 | 7 )
Ingersheim ( 2.437 | 14 )
Kirchheim am Neckar ( 2.746 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 7.696 | 31 )
Kornwestheim ( 13.576 | 76 )
Löchgau ( 2.234 | 26 )
Ludwigsburg ( 36.023 | 161 )
Marbach am Neckar ( 6.351 | 71 )
Markgröningen ( 5.089 | 18 )
Möglingen ( 4.456 | 23 )
Mundelsheim ( 1.306 | 2 )
Murr ( 2.508 | 2 )
Oberriexingen ( 1.099 | 2 )
Oberstenfeld ( 2.979 | 25 )
Pleidelsheim ( 2.462 | 14 )
Remseck am Neckar ( 10.702 | 87 )
Sachsenheim ( 6.773 | 35 )
Schwieberdingen ( 4.854 | 0 )
Sersheim ( 1.902 | 13 )
Steinheim an der Murr ( 4.764 | 15 )
Tamm ( 4.409 | 4 )
Vaihingen an der Enz ( 11.578 | 57 )
Walheim ( 1.263 | 1 )

red

Motorradraser liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei – Zeugen gesucht

Korntal-Münchngen: Ein bislang unbekannter schwarz gekleideter Motorradfahrer hielt am Montagnachmittag verkehrsbedingt an einer roten Ampel auf der L1141/K1704 an. Als die Ampel auf Grün schaltete, beschleunigte er seine Maschine absichtlich so stark, dass das Vorderrad die Fahrbahn nicht mehr berührte und fuhr so einen sogenannten „Wheelie“ in Richtung Weilimdorf. Ein entgegenkommender Streifenwagen gab dem Fahrer mittels Lichthupe zu verstehen, dass dieser langsamer fahren sollte. Der Motorradfahrer gab daraufhin Vollgas.

Die Polizeistreife wendete und verfolgte das schwarze Motorrad mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Münchingen, Hauptstraße. Um nicht geblitzt zu werden, wechselte der Motorradfahrer auf Höhe der stationären Geschwindigkeitsmessanlage mit weit über 100 km/h bei erlaubten 30 km/h, auf den Gehweg. Anschließend missachtete er eine rote Baustellenampel in Höhe der Schulstraße. Das Motorrad bog dann links in Stuttgarter Straße in Richtung Schwieberdingen ab.

Das Polizeirevier Ditzingen bitte nun Zeugen, die Hinweise zu dem Motorrad, Kennzeichen oder dem Fahrer geben können oder auch Personen, die durch den Vorfall geschädigt wurden, sich unter der Telefonnummer 07156 4352 0 zu melden.

red

Raubüberfall in Bietigheim: Polizei nimmt 42-Jährigen Tatverdächtigen fest

Wegen versuchter räuberischen Erpressung gegen einen 42-jährigen Verdächtigen, der am Sonntag gegen 17:10 Uhr am Bahnhof in Bietigheim-Bissingen einen 40-jährigen Mann überfallen haben soll, ermittelt die Kripo Ludwigsburg.

Was war passiert?

Derzeitigen Ermittlungen zufolge soll der Tatverdächtige das Opfer am Bahnhof Bietigheim angesprochen, ihm Betäubungsmittel angeboten und es zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert haben. Der 40-Jährige sei auf das Angebot und die Forderung des ihm unbekannten Mannes nicht eingegangen und durch die Fußgängerunterführung in Richtung Wobachstraße weitergelaufen. Der Tatverdächtige soll dem Geschädigten in die Unterführung gefolgt sein, den Geldbeutel des 40-Jährigen aus dessen Hosentasche entnommen und aus diesem eine zweistellige Bargeldsumme entwendet haben. Als der Geschädigte das Geld zurückforderte, soll der Tatverdächtige diesen u. a. mit Faustschlägen tätlich angegriffen haben. Außerdem soll der 42-Jährige dem Geschädigten gedroht haben, um von diesem weiteres Geld zu erhalten.

Passanten, die auf die Situation aufmerksam geworden waren, hatten daraufhin die Polizei verständigt. In der Folge konnte der Tatverdächtige durch eine Streifenwagenbesatzung vor Ort vorläufig festgenommen werden. Der 42-Jährige, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn am Montagnachmittag einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl, setzte diesen in Vollzug und wies den Tatverdächtigen in eine Justizvollzugsanstalt ein.

red

Drei Kinder verschaffen sich Zugang in Firmengebäude und richten 25000 Euro Schaden an

In Hemmingen wurde am Sonntagmittag ein 20 Jahre alter Mann, der die Sauberkeit in einem Firmengebäude überprüfen wollte, auf drei Jungen und einem im Gebäude vorhandenen Schaden aufmerksam. Der Mann verständigte hierauf die Polizei.

Die derzeitigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass die beiden Achtjährigen und der sieben Jahre alte Junge sich über ein Rolltor, dass sie beschädigten, Zugang in die Firma verschaffen konnten. Im Innern verwüsteten sie mehrere Räume. Bildschirme und weitere Gegenstände wurden beschädigt. Der entstandene Gesamtsachschaden dürfte sich auf etwa 25.000 Euro belaufen. Die drei Jungen wurden von der Polizei an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

red

Hemmingen und Großbottwar empört über Deponiepläne des Landkreises

Die Einwohner von Hemmingen und Großbottwar sind aufgeschreckt. Die Kommunalpolitik ist alarmiert. Denn die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg (AVL) sucht eine geeignete Fläche für eine Mülldeponie und hat die Gemarkung der beiden Kommunen als erste Option ausgemacht. Tilman Hepperle, Geschäftsführer der AVL, versichert, dass es zeitnah öffentliche Informationsveranstaltungen geben wird. „Zwei Botschaften wollen wir dabei vor allem transportieren“, so Hepperle. „Erstens: Es ist noch nichts entschieden, wir sind noch in einem sehr frühen Stadium der Prüfung, es ist noch keine Standortentscheidung gefallen; und Zweitens: Es geht uns nicht um einen Deponiestandort im herkömmlichen Sinne, wir sprechen von einem Zukunftsstandort.“

Johannes Wolff, Leiter der Abteilung Deponie- und Energietechnik der AVL, erklärt: „Eine moderne Mineralstoffdeponie, oder umgangssprachlich Erddeponie, ist etwas komplett anderes als die damaligen Müllkippen.“ Erddeponien seien streng überwachte technische Anlagen, die viel Potential für Ressourcenschonung und nachhaltige Energiegewinnung besäßen. „Auf dem neuen Standort will die AVL einen noch stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsthemen legen“, versichert der Abteilungsleiter.

Die Gemeinde Hemmingen und die Stadt Großbottwar haben unmittelbar mit einem Protest reagiert. Hemmingens Bürgermeister Thomas Schäfer teilte zu den AVL-Plänen mit: „Wir sehen den vorgesehenen Standort an der Kreisstraße K1653, nördlich des Kreisverkehrs Richtung Heimerdingen, Eberdingen, Hochdorf und Hemmingen sehr kritisch, um nicht zu sagen als ungeeignet an.“ Die Verkehrsanbindung sei „mehr als suboptimal“. Es würde deutlich mehr Schwerlastverkehr durch Hemmingen rollen. „Dabei haben wir schon jetzt eine Dauerbelastung der Anwohner und der Infrastruktur. Dies betrifft nicht nur Hemmingen, sondern auch die Nachbarkommunen Eberdingen und Ditzingen mit seinem Stadtteil Heimerdingen“, wehrt der Rathauschef ab.

Der Bürgermeister von Großbottwar reagierte in einer ersten Stellungnahme ähnlich scharf: Bürgermeister Ralf Zimmermann: „Wir sind ob der Größe und des geplanten Standorts der Deponie schockiert. Wir halten den Standort unter anderem verkehrstechnisch für völlig ungeeignet.“ Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat der Stadt Großbottwar seien sich bewusst, dass eine moderne Müllentsorgung notwendig und sinnvoll sei.

Aber was der Landkreis nun plane, „wäre für das Landschaftsbild des Bottwartals fatal“. Der geplante Standort liege mitten im Oberen Bottwartal und sei von mehreren Bereichen sehr gut einsehbar. Die Stadt habe das Landschaftsbild „immer behutsam weiterentwickelt“ – nun sollten fast 50 Hektar Acker und Streuobstwiesen in eine Deponie umgewandelt werden. Dies sei aus Sicht des Gemeinderates weder vermittelbar noch vertretbar, heißt es aus dem Rathaus von Großbottwar.

Das kommunale Unternehmen AVL versucht, die Wogen zu glätten und seine Vorgehensweise zu erklären: In den vergangenen Monaten seien gemeinsam mit einem Ingenieurbüro eine umfassende Flächenanalyse des gesamten Landkreises durchgeführt worden. Geprüft worden sei beispielsweise, welche Flächen überhaupt in geologischer Hinsicht geeignet sind (zum Beispiel nicht zu steile Topografie). Zudem sei untersucht worden, wo es Einschränkungen wegen Wasserschutz- und Landschaftsschutzgebieten gebe.

Die beiden genannten Standorte will die AVL nun auf dieser Grundlage näher auf ihre Eignung prüfen. Bis in Hemmingen oder Großbottwar ein neuer Standort eröffnet werden kann, werden aufgrund der noch anstehenden Prüfungen und dem Durchlaufen eines Planfeststellungsverfahren „voraussichtlich noch zehn Jahre vergehen“, so der AVL-Geschäftsführer. „Wir werden die beiden jetzt gefundenen potenziellen Standorte nun in aller Ruhe fachlich vertieft prüfen lassen“, kündigt Tilman Hepperle an.

Die Suche nach einem neuen Deponiestandort sei für den gesamten Landkreis von großer Bedeutung, um eine sachgerechte Ablagerung der im Landkreis entstehenden mineralischen Abfälle zu sichern und gleichzeitig weite Transportwege zu vermeiden. Der Vorwurf, dass Landkreis und AVL bereit seien, leichterhand ökologisch und landschaftlich wertvolle Flächen zu opfern, gehe an der Sache vorbei. „In dieser wichtigen Frage sollten wir uns nicht einseitig von Emotionen leiten lassen, sondern von Fakten und vom sachlichen Für-und-Wider. Wir möchten daher alle Beteiligten einladen, sich am Dialog zu beteiligen, ohne dabei Fronten aufzubauen“, so Hepperle weiter.

red / uw / ag