Polizeipräsidium Ludwigsburg legt Statistik 2021 vor: Rückgang an Straftaten – Schulhof-Pornografie nimmt zu

Das Polizeipräsidium (PP) Ludwigsburg hat im Jahr 2021 so wenige Straftaten registriert wie seit 30 Jahren nicht. Polizeichef Burkhard Metzger zeigte sich am Freitag in einer Videokonferenz mit Medienvertretern „mit dem Ergebnis insgesamt sehr zufrieden“, wie er sagte. Rund 34900 neue Fälle haben sich aus den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen, für den das PP Ludwigsburg ebenfalls zuständig ist, in einem Jahr angesammelt. Das waren 7,5 Prozent weniger als im vorangegangenen Jahr 2020. Nahezu zwei Drittel der Fälle hat die Polizei gelöst. Auch hier zeigt die Statistik eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Rückgänge bei den Straftaten in der Kriminalitätsstatistik sind nicht unbedingt darauf zurückzuführen, dass die Menschen generell rechtschaffender geworden sind. Der polizeiliche Jahresbericht ist immer der Spiegel seiner Zeit.

Wie Markus Geistler, der Leiter der Schutzpolizei, erläuterte, prägte die Auswirkung der Pandemie auch im zweiten Corona-Jahr das Verhalten potenzieller Straftäter. Die Kontrolle der 3 G-Regeln schreckte wohl auch Ladendiebe ab. Mit 1440 wurden elf Prozent weniger Fälle in die Akten aufgenommen. Homeschooling und –office erschwerte die Arbeit von Einbrechern oder machte diese gar unmöglich. Im vergangenen Jahr gab es 276 Fälle von Wohnungseinbruchsdiebstahl. 440 waren es im Jahr davor. Das entspricht einem Rückgang von rund 37 Prozent. Geistler sprach von einem historischen Tief und mit 42 Prozent von einer selten guten Aufklärungsquote. Einen wesentlichen Einfluss auf die Statistik hatte die Aufklärung von 100 Delikten in Bietigheim-Bissingen, die einem einzigen Täter zugeordnet werden konnten. Der Leiter der Schutzpolizei lobten aber ebenso die Besitzer von Eigenheimen, die mit einer immer besseren Einbruchssicherung das Leben von Dieben erschwerten. Er sieht darin auch einen Erfolg polizeilicher Aufklärungsarbeit.

Die Überwachung der Corona-Regeln machte der Polizei viel Arbeit. Die Beamtinnen und Beamten mussten neben ihrer normalen Polizeiarbeit Demonstrierenden, aber auch Passanten in Fußgängerzonen oder nächtlichen Spaziergängern und Autofahrern während einer Ausgangssperre erklären, dass sie die Corona-Regeln nicht den jeweiligen Bedürfnissen der Kontrollierten anpassen können. Laut Geistler sind im vergangenen Jahr diesbezüglich 8000 Autos und 14000 Personen kontrolliert worden. Rund 1800 Verstöße seien zu einer Anzeige gebracht worden. Er zeigte sich aber mit dem Verhalten von Gegnern der Corona-Verordnungen während ihrer Protestaktionen im Bezirk des PP Ludwigsburg insgesamt zufrieden. In einigen anderen Städten im Land habe es heftigere Widerstände gegeben, mit denen die Polizei habe klarkommen müssen. Den höheren Aggressionslevel in der Bevölkerung bekommen die Polizeikräfte zu spüren. 338 Gewalttaten gegen Polizisten weist die Statistik aus. Seit Jahren ist dies ein erster leichter Rückgang. Alle zwei Tage im Schnitt, so Polizeipräsident Metzger, melde ein Beamter, dass er während eines Einsatzes verletzt worden sei. Einer sei sogar schwer verletzt worden. Der Rückgang um 43 Fälle sei zwar erfreulich, aber sicher keine Trendwende.

Eine deutliche Zunahme von 42 Prozent gab es laut der Statistik von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Sie nahmen im Jahr 2021 von 624 Fälle auf 892 Fälle zu. Das ist erneut ein Höchstwert im Vergleich der vergangenen fünf Jahre. Ullrich Gruber, Leiter der Kriminalpolizei im Polizeipräsidium, nennt ursächlich den Anstieg um 113 Prozent im Teilbereich der „Verbreitung pornografischer Schriften“. Schwerpunkte sind das Verbreiten, Besitz oder Erwerb von Kinderpornografie.

Im Bereich der Kinder- und Jugendpornografie wurden 479 Verfahren eingeleitet. Hierzu werteten Kriminalbeamte im vergangenen Jahr eine Datenmenge von 809 Terrabyte auf 5161 Datenträgern aus. „Eine Aufgabe, die die Kolleginnen und Kollegen nicht selten an die Grenze ihrer Belastbarkeit führt“, stellte Metzger fest. „Wir müssen genau hinschauen, damit die Ermittelnden bei dieser sehr belastenden Arbeit nicht emotional überfordert werden.“ Zur Bewältigung der zahlreichen Fälle hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg eine 13-köpfige, gemeinsame Ermittlungsgruppe aus Schutz- und Kriminalpolizei eingerichtet. Die „Schulhof-Pornografie“ stelle die Ermittelnden ebenfalls vor große Herausforderungen. Während erfahrene Täter Dienste wie Telegram bevorzugten, die sie anonym oder unter Angabe falscher Personalien nutzen könnten, verbreiteten Kinder und Jugendliche die Inhalte meist über ihre gewohnten Nachrichtenkanäle. Der strafrechtlichen Relevanz seien sie sich gar nicht bewusst.

Problematisch seien dabei Gruppen in Messengerdiensten, in denen belastende Inhalte empfangen und die von unzähligen Teilnehmenden genutzt werden. „Nach aktueller Rechtslage muss gegen alle Empfänger in der Chatgruppe ein Verfahren wegen Verdacht des Besitzes kinder- oder jugendpornografischer Schriften eingeleitet werden“, stellte der Kripochef klar. Auch wer sich kinderpornografisches Material ohne „Besitzwillen“ auf sein Smartphone lade, begehe eine Verbrechensstraftat. Strafmündig sind in Deutschland junge Menschen ab dem 14. Lebensjahr.

Die Polizeistatistik weist die Unfallzahlen wiederum als rückläufig aus. Aber es gibt mehr Verkehrstote. Nach einem Rückgang von 34 auf 15 im Jahr 2020 stieg die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmenden auf 24 an. Die Unfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen werden angeführt von überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren und auf Platz drei rangiert mangelnde Verkehrstüchtigkeit. Die Unfälle, bei denen Alkoholeinwirkung eine Rolle spielte, gingen um 6,2 Prozent von 273 auf 256 zurück. Während die Zahl der Verkehrsunfälle mit unter Drogeneinfluss stehenden Personen mit 53 auf dem Niveau des Vorjahres blieb.

Statistikbericht 2021 des Polizeipräsidiums Ludwigsburg

Galerie

Bombenfund während Bauarbeiten in Großbottwar

Im Rahmen von Bauarbeiten wurden heute Nachmittag in der Ortsmitte von Großbottwar Reste einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Diese konnten zwischenzeitlich geborgen werden.

Der vor Ort befindliche Kampfmittelbeseitigungsdienst BW hat entschieden, die Reste noch heute Abend außerhalb der Ortschaft an einer geeigneten Örtlichkeit unter sicheren Bedingungen zu sprengen. Hierzu wurde ein Gefahrenradius von 500 Metern um die Sprengörtlichkeit festgelegt. Betroffen von diesem Radius sind Teile des Ortsteils Lembach. Dort werden aktuell die Bewohner durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in gesicherte Bereiche zu begeben. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg gewährleistet mit mehreren Streifenbesatzungen die Absperrung des Gefahrenbereichs. Nähere Angaben können im Augenblick nicht gemacht werden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis sinkt weiter

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Donnerstagnachmittag vorläufig 1.296 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg und liegt aktuell bei 951,8 Am Vortag lag der Wert bei 995,5. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 692 (Vortag: 690) (Stand: 17.03..22 – 17Uhr)

Grafik: Landratsamt LB

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 17.03.2022

Affalterbach ( 881 | 20 )
Asperg ( 3.040 | 16 )
Benningen am Neckar ( 1.322 | 41 )
Besigheim ( 2.778 | -1 )
Bietigheim-Bissingen ( 9.897 | 35 )
Bönnigheim ( 1.906 | 80 )
Ditzingen ( 5.230 | 14 )
Eberdingen ( 1.221 | 11 )
Erdmannhausen ( 1.051 | 63 )
Erligheim ( 531 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 3.024 | 44 )
Freudental ( 585 | 0 )
Gemmrigheim ( 1.060 | 3 )
Gerlingen ( 3.595 | 32 )
Großbottwar ( 1.925 | 24 )
Hemmingen ( 1.673 | 63 )
Hessigheim ( 506 | 24 )
Ingersheim ( 1.211 | 9 )
Kirchheim am Neckar ( 1.618 | -2 )
Korntal-Münchingen ( 4.373 | 96 )
Kornwestheim ( 7.960 | 98 )
Löchgau ( 1.109 | 1 )
Ludwigsburg ( 20.607 | 134 )
Marbach am Neckar ( 3.174 | 38 )
Markgröningen ( 3.120 | 23 )
Möglingen ( 2.440 | 37 )
Mundelsheim ( 650 | 11 )
Murr ( 1.455 | 28 )
Oberriexingen ( 524 | 37 )
Oberstenfeld ( 1.618 | 40 )
Pleidelsheim ( 1.311 | 26 )
Remseck am Neckar ( 5.557 | 74 )
Sachsenheim ( 4.181 | 3 )
Schwieberdingen ( 2.559 | 73 )
Sersheim ( 1.144 | 10 )
Steinheim an der Murr ( 2.321 | 35 )
Tamm ( 2.349 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 5.671 | 37 )
Walheim ( 640 | 1 )

red

 

Inzidenz im Landkreis sinkt deutlich

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Dienstagnachmittag vorläufig 935 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Vortag waren es 642 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg und liegt aktuell bei 1.195,5 Am Vortag lag der Wert bei 1322,3. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 687 (Vortag: 686) (Stand: 15.03..22 – 17Uhr)

Grafik: Landratsamt LB

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 15.03.2022

Affalterbach ( 860 | 18 )
Asperg ( 3.004 | 33 )
Benningen am Neckar ( 1.278 | 15 )
Besigheim ( 2.745 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 9.798 | 114 )
Bönnigheim ( 1.810 | 25 )
Ditzingen ( 5.160 | 75 )
Eberdingen ( 1.205 | 3 )
Erdmannhausen ( 980 | 8 )
Erligheim ( 527 | 14 )
Freiberg am Neckar ( 2.968 | 88 )
Freudental ( 585 | 6 )
Gemmrigheim ( 1.044 | 1 )
Gerlingen ( 3.541 | 56 )
Großbottwar ( 1.901 | 3 )
Hemmingen ( 1.605 | 11 )
Hessigheim ( 482 | 11 )
Ingersheim ( 1.201 | 16 )
Kirchheim am Neckar ( 1.620 | 5 )
Korntal-Münchingen ( 4.262 | 47 )
Kornwestheim ( 7.764 | 39 )
Löchgau ( 1.103 | 6 )
Ludwigsburg ( 20.349 | 167 )
Marbach am Neckar ( 3.115 | 111 )
Markgröningen ( 3.080 | 26 )
Möglingen ( 2.385 | 14 )
Mundelsheim ( 639 | 11 )
Murr ( 1.384 | 11 )
Oberriexingen ( 487 | 1 )
Oberstenfeld ( 1.573 | 3 )
Pleidelsheim ( 1.280 | 12 )
Remseck am Neckar ( 5.450 | 121 )
Sachsenheim ( 4.174 | 6 )
Schwieberdingen ( 2.458 | 19 )
Sersheim ( 1.133 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 2.274 | 36 )
Tamm ( 2.299 | 45 )
Vaihingen an der Enz ( 5.629 | 52 )
Walheim ( 635 | 5 )

red

 

Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg auf hohem Niveau

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Montagnachmittag vorläufig 642 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es 541 FälleDie Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg und liegt aktuell bei 1322,3. Im Vergleich zur Vorwoche lag dieser bei 905. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 686 (Vortag: 686) (Stand: 14.03..22 – 17Uhr)

Grafik: Landratsamt LB

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 14.03.2022

Affalterbach ( 842 | 2 )
Asperg ( 2.971 | 21 )
Benningen am Neckar ( 1.263 | 9 )
Besigheim ( 2.740 | 8 )
Bietigheim-Bissingen ( 9.684 | 35 )
Bönnigheim ( 1.785 | 4 )
Ditzingen ( 5.085 | 35 )
Eberdingen ( 1.202 | 2 )
Erdmannhausen ( 972 | 2 )
Erligheim ( 513 | 2 )
Freiberg am Neckar ( 2.880 | 13 )
Freudental ( 579 | 1 )
Gemmrigheim ( 1.043 | 2 )
Gerlingen ( 3.485 | 40 )
Großbottwar ( 1.898 | 3 )
Hemmingen ( 1.594 | 11 )
Hessigheim ( 471 | 3 )
Ingersheim ( 1.185 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 1.615 | 3 )
Korntal-Münchingen ( 4.215 | 27 )
Kornwestheim ( 7.725 | 60 )
Löchgau ( 1.097 | 4 )
Ludwigsburg ( 20.182 | 128 )
Marbach am Neckar ( 3.004 | 5 )
Markgröningen ( 3.054 | 20 )
Möglingen ( 2.371 | 8 )
Mundelsheim ( 628 | 3 )
Murr ( 1.373 | 8 )
Oberriexingen ( 486 | 1 )
Oberstenfeld ( 1.570 | 2 )
Pleidelsheim ( 1.268 | 7 )
Remseck am Neckar ( 5.329 | 62 )
Sachsenheim ( 4.168 | 14 )
Schwieberdingen ( 2.439 | 17 )
Sersheim ( 1.133 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 2.238 | 11 )
Tamm ( 2.254 | 17 )
Vaihingen an der Enz ( 5.577 | 21 )
Walheim ( 630 | 1 )

red

 

Mann (29) attackiert während Kontrolle Polizisten

Sonntag früh kam es zunächst gegen 03:10 Uhr in Neckarweihingen zu einem Polizeieinsatz, nachdem eine handgreifliche Auseinandersetzung in einer dortigen Gaststätte gemeldet worden war.

Zwischen dem 29-jährigen Wirt und einem 20-Jährigen Gast war es zu Streitigkeiten gekommen, die in eine wechselseitige Körperverletzung mündeten. Während der Sachverhaltsaufnahme wurde bei dem 29-Jährigen ein Atemalkoholtest auf freiwilliger Basis durchgeführt. Plötzlich schlug er gegen den Unterarm der Polizeibeamtin, die den Test durchführte. Dann schlug er einem Polizeibeamten eine Taschenlampe aus der Hand und einem weiteren mit der Faust gegen den Brustkorb. Unter erheblichem Kraftaufwand gelang es den einsetzten Polizeibeamten, den sich wehrenden 29-Jährigen zu fixieren und ihm Handschließen anzulegen. Während dessen beleidigte und bedrohte er die Beamten.

Da ein weiterer, ebenfalls 20 Jahre alter Gast als Zeuge für die Körperverletzung benannt wurde, sollten dessen Personalien festgestellt werden. Der 20-Jährige verweigerte es jedoch, sich auszuweisen. Als er deshalb nach Ausweisdokumenten durchsucht wurde, widersetzte er sich massiv und beleidigte die Polizeibeamten übel. Letztendlich mussten auch ihm bis zum Abschluss der Maßnahmen Handschließen angelegt werden. Ihm wurde ein Platzverweis ausgesprochen und er muss sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten.

Gegen den 29-Jährigen wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Beleidung und Bedrohung ermittelt. Er wurde, da er mit rund drei Promille deutlich alkoholisiert war, in familiäre Obhut übergeben.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg steigen deutlich

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Donnerstagnachmittag vorläufig 1.564 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es 961 FälleDie Inzidenz steigt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg und liegt bei 1074. Im Vergleich zur Vorwoche lag dieser bei 857,1. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 670 (Vortag: 670) (Stand: 10.03..22 – 18Uhr)

Grafik: Landratsamt LB

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 10.03.2022

Erdmannhausen ( 924 | 18 )
Erligheim ( 490 | 11 )
Freiberg am Neckar ( 2.729 | -34 )
Freudental ( 551 | 9 )
Gemmrigheim ( 999 | 10 )
Gerlingen ( 3.282 | 59 )
Großbottwar ( 1.805 | 43 )
Hemmingen ( 1.522 | 29 )
Hessigheim ( 441 | 9 )
Ingersheim ( 1.125 | 5 )
Kirchheim am Neckar ( 1.556 | 16 )
Korntal-Münchingen ( 4.044 | 43 )
Kornwestheim ( 7.438 | 140 )
Löchgau ( 1.058 | 12 )
Ludwigsburg ( 19.362 | 168 )
Marbach am Neckar ( 2.880 | 25 )
Markgröningen ( 2.932 | 66 )
Möglingen ( 2.274 | 19 )
Mundelsheim ( 603 | 5 )
Murr ( 1.312 | 26 )
Oberriexingen ( 450 | 1 )
Oberstenfeld ( 1.491 | 46 )
Pleidelsheim ( 1.186 | 9 )
Remseck am Neckar ( 5.050 | 47 )
Sachsenheim ( 4.024 | 89 )
Schwieberdingen ( 2.316 | 48 )
Sersheim ( 1.094 | 5 )
Steinheim an der Murr ( 2.119 | 47 )
Tamm ( 2.091 | 56 )
Vaihingen an der Enz ( 5.265 | 10 )
Walheim ( 606 | 13 )

red

 

Randalierende Kinder zündeln gleich mehrfach und halten Polizei und Feuerwehr in Atem

Gleich mehrere Brände verursachten drei neunjährige Kinder am Mittwoch gegen 16:00 Uhr auf dem Gewann “Hintere Reute” östlich der Poppenweilerstraße (K1695) bei Marbach am Neckar.

Die Kinder randalierten zunächst auf einem Wochenendgrundstück, wo sie unter anderem Vorhängeschlösser aufbrachen und Teile von Beleuchtungseinrichtungen herausrissen. Die abgerissenen Gegenstände warfen die Neunjährigen mit mehreren Steinen über eine Böschung auf die Kreisstraße. Glücklicherweise kam es dort wohl zu keiner konkreten Gefährdung oder Schädigung von Verkehrsteilnehmern. Mutmaßlich während dem Weg zur Straße entdeckten die Neunjährigen in einem Eimer eine Axt neben einer Gartenhütte auf einem angrenzenden Gartengrundstück. Mittels dieser brachen sie eine Hütte auf dem Grundstück auf. Dort fanden sie neben mehreren Werkzeugen ein Feuerzeug und zwei volle Benzinkanister auf. Mit dem Inhalt eines dieser Benzinkanister legten sie mehrere Brände innerhalb des Gartens. Unter anderem wurde ein angehäufter Hügel Rindenmulch und angrenzende Büsche in Brand gesetzt. Mit dem anderen Kanister begaben sie sich auf das Dach des benachbarten Kleintierzüchtervereins, wo sie ihre Demolierungen fortsetzten. Sie warfen mehrere Scheiben ein und schütteten Benzin sowohl in das Gebäudeinnere als auch vor einen Hühnerstall, jedoch ohne es zu entzünden. Als die Kinder mit dem restlichen Benzin eine Holzhütte auf einem weiteren Gartengrundstück in Brand setzten, wurden sie von einem 30-jährigen Passanten beobachtet und ihr Zerstörungsfeldzug gestoppt. Der 30-Jährige informierte die Polizei per Notruf. Die Freiwillige Feuerwehr Marbach am Neckar rückte mit fünf Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften an. Trotz der durchgeführten Löschmaßnahmen brannte die Gartenhütte vollständig ab.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 6.000 Euro. Die drei Jungen wurden an ihre Eltern übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg aus

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Montagnachmittag vorläufig 541 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es 1.179 FälleDie Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg und liegt bei 905. Im Vergleich zur Vorwoche lag dieser bei 831,2. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 668 (Vortag: 668) (Stand: 07.03..22 – 18Uhr)

Grafik: Landratsamt LB

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 07.03.2022

Affalterbach ( 781 | 7 )
Asperg ( 2.691 | 19 )
Benningen am Neckar ( 1.122 | 18 )
Besigheim ( 2.534 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 8.889 | 30 )
Bönnigheim ( 1.620 | 4 )
Ditzingen ( 4.670 | 27 )
Eberdingen ( 1.113 | 7 )
Erdmannhausen ( 850 | 14 )
Erligheim ( 458 | 2 )
Freiberg am Neckar ( 2.621 | 20 )
Freudental ( 530 | 1 )
Gemmrigheim ( 972 | 1 )
Gerlingen ( 3.115 | 31 )
Großbottwar ( 1.725 | 8 )
Hemmingen ( 1.448 | 10 )
Hessigheim ( 416 | 1 )
Ingersheim ( 1.092 | 4 )
Kirchheim am Neckar ( 1.477 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 3.895 | 18 )
Kornwestheim ( 7.230 | 50 )
Löchgau ( 1.011 | 5 )
Ludwigsburg ( 18.660 | 90 )
Marbach am Neckar ( 2.734 | 23 )
Markgröningen ( 2.775 | 25 )
Möglingen ( 2.188 | 12 )
Mundelsheim ( 578 | 1 )
Murr ( 1.259 | 14 )
Oberriexingen ( 436 | 1 )
Oberstenfeld ( 1.426 | 5 )
Pleidelsheim ( 1.159 | 13 )
Remseck am Neckar ( 4.889 | 28 )
Sachsenheim ( 3.847 | 11 )
Schwieberdingen ( 2.180 | 12 )
Sersheim ( 1.061 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 2.016 | 11 )
Tamm ( 1.975 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 5.119 | 19 )
Walheim ( 578 | 1 )

red

 

Im Landkreis Ludwigsburg verdienen Frauen 19 Prozent weniger als Männer

Frauen beim Lohn weiterhin im Nachteil: Zum Internationalen Frauentag an diesem Dienstag weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf große Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern im Kreis Ludwigsburg hin. Frauen, die eine Vollzeitstelle haben, verdienen im Landkreis aktuell 19 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Während der mittlere Vollzeit-Verdienst von Männern bei 4.147 Euro pro Monat liegt, kommen Frauen lediglich auf 3.367 Euro, so die NGG-Region Stuttgart unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Es kann nicht sein, dass Frauen in puncto Bezahlung trotz gleicher Arbeitszeit systematisch den Kürzeren ziehen“, kritisiert Gewerkschafter Hartmut Zacher.

Die Corona-Pandemie habe die Situation teils verschärft – und alte Rollenbilder verfestigt. „In Zeiten von Lockdowns und Schulschließungen waren es in vielen Familien gerade die Frauen, die beruflich zurückstecken und sich um Kinder und Haushalt kümmern mussten“, sagt Zacher. In Branchen wie dem Gastgewerbe habe die Krise Frauen zudem besonders stark getroffen – etwa weil sie überdurchschnittlich oft in Minijobs arbeiteten. Diese Stellen seien nach zwei Jahren Pandemie in großem Stil abgebaut worden. Die Betroffenen stünden nach dem Job-Verlust ohne Arbeitslosenversicherung da und hätten auch keinen Anspruch auf das Kurzarbeitergeld.

Neben prekären Arbeitsverhältnissen gebe es aber in vielen Betrieben nach wie vor einen großen ,Gender Pay Gap‘, also eine erhebliche Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. „So verdienen etwa Bäckereifachverkäuferinnen in Baden-Württemberg deutlich weniger als Bäcker. Dabei haben beide eine dreijährige Ausbildung hinter sich und es im Arbeitsalltag mit genauso hohen Anforderungen zu tun“, betont Zacher. Der NGG-Geschäftsführer ruft die Unternehmen in der Region dazu auf, die Ungleichbehandlung zu beenden und „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ zuzahlen. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel im Lebensmittel- und Gastgewerbe sollten die Firmen alles daransetzen, durch attraktive Arbeitsbedingungen Frauen zu gewinnen. „Hier schlummert ein enormes Potential für den heimischen Arbeitsmarkt“, so Zacher.

Allerdings stehe auch die Politik in der Pflicht, mehr für die Gleichberechtigung zu tun. Die NGG kritisiert insbesondere das Ehegattensplitting. „Das Steuersystem bietet Frauen, deren Partner ein gutes Einkommen haben, kaum Anreize, selbst beruflich durchzustarten. Durch hohe Abzüge in der Steuerklasse V bleiben viele von ihnen doch zuhause oder machen nur einen Minijob. Hier muss die Bundesregierung eine Reform anpacken“, fordert Zacher.

Die Gewerkschaft verweist zugleich auf Fortschritte. Nach einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung haben Frauen Männer bei den Bildungsabschlüssen in den letzten Jahren überholt. Hatten im Jahr 2005 bundesweit lediglich 26 Prozent aller Frauen die Hochschulreife, waren es im Jahr 2019 gut 40 Prozent (Männer: 29 bzw. 39 Prozent). Auch die Zahl der Haushalte, in denen Frauen das Haupteinkommen beisteuerten, ist zuletzt deutlich – auf ein Achtel aller Haushalte – gestiegen. Allerdings sind Führungspositionen nach Angaben des WSI weiterhin überwiegend in männlicher Hand. Einer der Gründe: Frauen haben weitaus häufiger eine Teilzeitstelle als Männer.

Nach Einschätzung der NGG könnte die Pandemie jedoch langfristig zu einem Umdenken beitragen: „Corona kann auch eine Chance für mehr Gleichberechtigung sein. Viele Männer haben in den letzten zwei Jahren erstmals richtig erfahren, welche Arbeit Kinderbetreuung und Haushalt machen – aber auch, wie wichtig ihre Unterstützung zuhause ist“, so Zacher weiter.

red