Aufhebung der Vollsperrung zwischen Freiberg und Benningen am 1. Oktober

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat im Juni 2021 mit den Straßenbauarbeiten für die neue Ortsumfahrung Benningen am Neckar begonnen. Nach Fertigstellung der neuen Neckarbrücke, die einen Teil der Ortsumfahrung bildet, folgt nun der Bau der rund 1,2 Kilometer langen Trasse sowie des östlichen und westlichen Anschlusses an die bestehende L 1138. Die Baumaßnahme ist in drei Abschnitte unterteilt.

Im ersten und zweiten Bauabschnitt wird der westliche Anschluss an die L 1138 in Richtung Freiberg und die Straße parallel zum Gelände der Firma Epple gebaut.

Die für den Bau des westlichen Anschlusses erforderliche Vollsperrung der L 1138 zwischen Freiberg (Zufahrt Gewerbegebiet „Untere Wörth“) und Benningen wird am

Freitag, 1. Oktober 2021, aufgehoben. Der Streckenabschnitt ist ab diesem Tag wieder für den Verkehr freigegeben.

Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme erfolgen die Arbeiten parallel zum Gelände der Firma Epple. Die ersten beiden Bauabschnitte werden voraussichtlich bis Ende 2021 abgeschlossen. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.

Nach einer kurzen Winterpause beginnt voraussichtlich ab Ende Februar 2022 der dritte Bauabschnitt mit dem Bau des östlichen Anschlusses der Umfahrung an die bestehende L 1138. Der Anschluss erfolgt in Form eines Kreisverkehrs. Zudem wird die alte Neckarbrücke und die Fahrbahn der bestehenden L 1138 zwischen Benningen und der Einmündung zur L 1100 saniert.

Die Gesamtmaßnahme soll voraussichtlich Mitte 2022 abgeschlossen werden. Die Kosten für die neue Ortsumfahrung belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro und werden vom Land getragen.

Verwendete Quelle: Regierungspräsidium Baden-Württemberg

25 Jahre Erich-Bracher-Schule in Kornwestheim: Von der High School zur modernen Bildungseinrichtung

LUDWIGSBURG. Mit rund 200 Gästen wurde am Freitag das 25-jährige Bestehen der Erich-Bracher-Schule in Kornwestheim-Pattonville gefeiert. Die Berufsschule in Trägerschaft des Landkreises Ludwigsburg präsentierte sich dabei einmal mehr als moderne Bildungseinrichtung mit „Persönlichkeit und Perspektive“.

Die Erich-Bracher-Schule in Kornwestheim-Pattonville ist ein Vierteljahrhundert alt geworden – und dabei stets jung geblieben. Das war für die rund 200 Gäste des Festaktes am vergangenen Freitag ein Grund zur Freude, aber auch Anlass, um einen Rückblick in die vergangenen 25 Jahre sowie einen Ausblick in die Zukunft zu halten.

Nach dem Erwerb, dem Umbau und der Sanierung des ehemaligen „High School“-Gebäudes durch den Landkreis in der einstigen amerikanischen Armee-Siedlung Pattonville zogen im September 1996 die ersten Schülerinnen und Schüler in die neue Schule ein. „Damit war dem Kreistag ein erster Schritt zur Lösung des drängenden Raumproblems der Beruflichen Schulen geglückt – weitere sollten folgen, so dass das Berufliche Schulwesen im Landkreis Ludwigsburg zukunftsfähig wurde“, stellte Landrat Dietmar Allgaier fest. Ein aktueller Meilenstein der Weiterentwicklung war das Richtfest für den Erweiterungsbau und den Umbau im bestehenden Gebäude der Erich-Bracher-Schule im Juni diesen Jahres.

Umrahmt von Musikbeiträgen der Kooperationsschule Theodor-Heuss-Realschule Kornwestheim begrüßte Schulleiter Oliver Schmider die rund 200 Gäste, darunter auch Christiane und Tilman Bracher, die einen weiten Anfahrtsweg auf sich genommen hatten, um beim Festakt mit dabei zu sein. „Ihr Vater war mit Sicherheit durchaus stolz, unser Namensgeber zu sein“, so Schmider. „Während in den Anfangsjahren eine neu gegründete Schule weitestgehend unbekannt ist, sind wir heute wohl bekannt und etabliert. Das ist das Ergebnis der guten Arbeit von uns allen hier an der Erich-Bracher-Schule.“

Rund 18.000 Schülerinnen und Schüler haben im vergangenen Vierteljahrhundert ihren Abschluss hier gemacht. Stellvertretend für alle begrüßte Schülersprecherin Anamarija Ilic die Festgemeinde. Bei einem Rundgang konnten sich die Besucherinnen und Besucher von den tiefgreifenden Veränderungen selbst überzeugen. Waren Computer im Jahr 1996 noch die begehrte Ausnahme, werden heute die rund 700 digitalen Endgeräte selbstverständlich im Schulalltag benutzt.

Seit 25 Jahren schreibt die vom Landkreis Ludwigsburg getragene Erich-Bracher-Schule eine Erfolgsgeschichte. Die kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen, Übungsfirma 1+2 so- wie Wirtschaftsinformatik führen in zwei Jahren zur Fachhochschulreife. Die Berufsschule vermittelt jungen Menschen berufliches Wissen und Können, begleitet sie aber auch durch ihr kultur- und sozialkundliches Bildungsangebot zusammen mit dem Ausbildungsbetrieb zu einem berufsqualifizierenden Abschluss und zugleich zu einer erweiterten und vertieften Allgemeinbildung. Zur Vorbereitung auf Studium und Beruf gibt es seit 2012 das Wirtschaftsgymnasium an der Erich-Bracher-Schule. Das „Vorqualifizierungsjahr Arbeit / Beruf mit dem Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen“ vermittelt Schülerinnen und Schülern zwischen 15 und 18 Jahren gezielt Grundlagen in der deutschen Sprache und vertieft die Allgemeinbildung. Die Duale Ausbildungsvorbereitung (AVdual) ist eine Vollzeitschule für Ju- gendliche mit und ohne Hauptschulabschluss.

Die Schule mit dem Leitbild „Kompetent, Innovativ und Kooperativ“ hat ihr Bildungsangebot immer am Bedarf orientiert, was die hohen Schülerzahlen eindrucksvoll bestätigen. In einer leistungsorientierten und vom guten Miteinander geprägten Atmosphäre lernen und arbeiten hier rund 1.800 Schülerinnen und Schüler, 90 Lehrerinnen und Lehrer und weitere sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises.

Bildungspartnerschaften mit verschiedenen renommierten Unternehmen, die internationalen Begegnungen sowie die zweimalige Fremdevaluation der Schule durch das Landesinstitut für Schulentwicklung ergänzen das Portfolio. „Bei uns macht Schule nicht nur Sinn, sondern auch Spaß“, heißt es ganz zu Recht in der aktuellen Schul-Broschüre, die im Internet unter www.erich-bracher-schule.de abrufbar ist.

Info:
Dr. Erich Bracher, der sich als Unternehmer und Förderer der beruflichen Ausbildung herausragende Verdienste erworben hat, konnte vor 25 Jahren als Namensgeber der Schule gewonnen werden. Er war bis zu seinem Ruhestand 1989 insgesamt 35 Jahre bei dem Filterwerk Mann und Hummel in Ludwigsburg tätig und ist Ende des Jahres 2017 im Alter von 92 Jahren verstorben. Er hat die Schule auf vielfältige Art und Weise gefördert und unterstützt.

Verwaltung des Kreises reformiert sich und treibt Digitalisierung voran – neuer Dezernent gewählt

Das Landratsamt ist wegen des Corona-Lockdowns wochenlang geschlossen geblieben. Die Kreisverwaltung hat die ruhige Zeit ohne Laufkundschaft genutzt, um mit den auf allen Dienststellen verteilten 2000 Mitarbeitenden in über 40 Gesprächskreisen und weiteren Befragungen einen internen Umbau der Organisation vorzubereiten. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte sich Landrat Dietmar Allgaier (CDU) mit einer Videobotschaft an die Beschäftigten in seinem Haus gerichtet. Das war der Startschuss zu einem Organisationsentwicklungsprozess „Gemeinsam. Modern. Gestalten.“ Die Einbindung der Mitarbeitenden in diesen Prozess sei ihm ein wichtiges Anliegen, hat er in seiner Botschaft zum Ausdruck gebracht.

Am Freitag hat Landrat Allgaier das Ergebnis der einjährigen Findungsphase in der Sitzung des Kreistags in Erdmannhausen präsentiert. Eine Veränderung betrifft ihn unmittelbar: Der Landrat überträgt sein eigenes Dezernat I an Andreas Eschbach. Der hatte als erfahrener Verwaltungsfachmann erst im Januar vergangenen Jahres den Fachbereich Zentrale Steuerung und Verwaltung übernommen.

Als neuer Dezernatsleiter wird der 58-Jährige neben Organisations- und Personalfragen für die kreiseigenen Schulen zuständig sein. Ein seiner weiteren Arbeitsschwerpunkte ist, die Digitalisierung voranzutreiben. Darin sieht die Verwaltungsspitze den größten Nachholbedarf. So fordert das neue Onlinezugangsgesetz des Bundes auch von den Kommunen, über das Internet für die Bürger zugänglicher zu werden. Dafür soll die IT-Abteilung personell aufgestockt werden. Bisher seien viele Aufgaben von externen Dienstleistern erledigt worden. Einen ersten Erfolg sieht Allgaier in den zusätzlichen Online-Angeboten der Kfz-Zulassung und Führerscheinstelle, die zum spürbaren Abbau der Wartezeiten geführt hätten.

In einem Treffen mit Vertretern der Medien hatte der Landrat zuvor gefordert, „die Landkreisverwaltung muss Dienstleistungsorientierter, entbürokratisierter und moderner werden.“ Mit der Idee einer Verwaltungsreform war Allgaier bereits vor zwei Jahren in sein neues Amt gestartet. Auf dem Weg zu „einer zukunftsorientieren Landkreisverwaltung“, so der Projekttitel, liegen nun 315 gemeinsam mit einer Leonberger Unternehmensberatung ausgearbeiteten Einzelempfehlungen. Spätestens im zweiten Quartal nächsten Jahres sollen diese in die Tat umgesetzt sein.

Zur Reform gehöre, auf die Personaldecke zu schauen, sagte der Landrat. Wo diese sehr dünn sei wie im IT-Bereich, müsse Personal aufgestockt werden. Als Allgaier in sein Amt kam, gab es lediglich zwei IT-Mitarbeiter. Inzwischen sind es vier. Für die künftigen Aufgaben müssen es mehr werden. „Wir müssen die Kompetenzen intern bündeln“, so die Begründing. Umgekehrt könnten in anderen Bereichen der Verwaltung, wo dies vertretbar sei, zum Ausgleich Stellen abgebaut werden. Die Umstellung auf die elektronische Akte bedeute für die Mitarbeitenden zum Teil eine gewaltige Umstellung, die manchen „Ängste und Sorgen“ bereiteten. Sie müssten in die Reform mitgenommen werden. Der Ausgleich von Familie und Beruf bleibe im Fokus der Arbeitsorganisation. „Er darf aber nicht zu Lasten der Servicequalität gehen“, stellte der Landrat abschließend fest.

Bei Mäharbeiten abgestürzt: 25-Jähriger fällt von der Brücke

Ein 25-jähriger Mitarbeiter der Straßenmeisterei Besigheim stürzte am Freitag gegen 10:45 Uhr etwa drei bis vier Meter tief von einer Brücke.

Der Mann war gerade mit Mäharbeiten entlang der Landesstraße 1115 (L1115) bei Murr beschäftigt und lief hinter einer Leitplanke über die Mauer einer Brücke über den “Rohrbach”, als er mit seinem Freischneider an der Leitplanke hängen blieb, das Gleichgewicht verlor und abstürzte. Da das Gelände sehr unwegsam war, wurden zur Rettung des Verletzten die Feuerwehren aus Steinheim und Großbottwar verständigt. Der Rettungsdienst und ein Notarzt versorgten den 25-Jährigen und brachten ihn in ein Krankenhaus. Über die Schwere der Verletzungen wurden noch keine Angaben gemacht.

Während der Rettungsaktion sperrte die Polizei die L1115 kurzzeitig voll. Eine Teilsperrung wurde bis 11:30 Uhr aufrecht erhalten.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Pkw-Lenker umkreist über eine Stunde lang schreiend den Holzmarkt und was sonst noch los war in der Region

Ludwigsburg: gefährliche Kreisfahrt am Holzmarkt – Zeugen gesucht

Nachdem mehrere Anrufer mitgeteilt hatten, dass ein Pkw-Lenker seit über einer Stunde den Kreisverkehr im Bereich des Ludwigsburger Holzmarkts befahre, überprüfte eine Streifenwagenbesatzung am Sonntag gegen 18:45 Uhr die Örtlichkeit. Der 35-jährige Mazda-Fahrer konnte laut aus dem Pkw-Fenster schreiend und weiterhin im Kreis um das Denkmal am Holzmarkt fahrend angetroffen werden. Nachdem er zum Anhalten bewegt werden konnte, verhielt sich der Mann äußerst renitent, beleidigte die eingesetzten Beamten und machte einen psychisch auffälligen Eindruck. Bei dem Kreisverkehr am Holzmarkt handelt es sich um einen sogenannten “unechten” Kreisverkehr, bei dem die Regel “rechts vor links” gilt. Demnach haben Einfahrende dort Vorfahrt. Zeugen vor Ort gaben an, sie hätten beobachten können, wie es durch die Kreisfahrt des 35-Jährigen zu mehreren Gefährdungen von Fußgängern gekommen sei, die auf den Gehweg hätten zurückspringen müssen. Auch habe er mehreren Fahrzeugen die Vorfahrt genommen und sei stellenweise mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Der Führerschein sowie die Fahrzeugschlüssel wurden beschlagnahmt. Der 35-Jährige musste sich einer Blutentnahme unterziehen und wurde aufgrund seines Verhaltens in einer psychiatrischen Einrichtung gebracht. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und bittet insbesondere Beteiligte und Zeugen, sich zu melden.

 

Ditzingen: Radfahrer spuckt auf Motorhaube – Polizei sucht Zeugen

Das Polizeirevier Ditzingen ermittelt nach einem Vorfall am Mittwoch gegen 14:50 Uhr wegen Beleidigung und Nötigung im Straßenverkehr in Ditzingen und sucht hierzu Zeugen. Dem bisherigen Ermittlungsstand nach fuhr ein 60-jähriger Hyundai-Fahrer in Ditzingen vom Bahnhof kommend über die Autenstraße in Richtung Hirschlanden. An der Kreuzung zur Marktstraße hielt der 60-Jährige an der Ampel an, als sich von hinten ein Radfahrer annäherte und vor den Hyundai stellte. Nachdem der Hyundai-Fahrer mit Gesten sein Unverständnis artikulierte, soll sich der Radfahrer mit seinem Rad quer vors Auto gestellt haben und den 60-Jährigen bei “grün” am losfahren gehindert haben. Daraufhin hätte der Mann gehupt und als Reaktion soll der Radfahrer zweimal auf die Motorhaube gespuckt haben. Anschließend sei der Radfahrer in Richtung Höfingen davongefahren.

Der Unbekannte wurde wie folgte beschrieben: männlich, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, etwa 35 bis 40 Jahre alt, schwarzes Rennrad und schwarze Radbekleidung.

Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Angaben zum Radfahrer machen können, werden gebeten sich unter Tel. 07152 4352 0 beim Polizeirevier Ditzingen zu melden.

 

Tamm/ Ludwigsburg/ Bietigheim-Bissingen: 60-jähriger Pedelec-Fahrer bei Sturz schwer verletzt

Vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung kam am Samstag zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr ein 60-jähriger Pedelec-Fahrer zwischen Ludwigsburg und Tamm zu Fall und verletzte sich bei dem Sturz schwer. Der Mann begab sich anschließend nach Bietigheim-Bissingen in seine Wohnung und legte sich ins Bett. Gegen 03:15 Uhr wurden dann Polizei und Rettungsdienst von einer Angehörigen über Notruf alarmiert, da der 60-Jährige über Atemnot und erhebliche Schmerzen klagte. Die Beamten nahmen deutlichen Alkoholgeruch bei dem Verletzten wahr, allerdings konnte kein Atemalkoholtest durchgeführt werden. Der Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

 

Ludwigsburg: Wohnungseinbruch am Kaffeeberg

Zwischen Samstag 16:45 Uhr und Sonntag 03:15 Uhr versuchten bislang unbekannte Täter eine Wohnungstür am Ludwigsburger Kaffeeberg aufzuhebeln. Nachdem dies nicht gelang, wurde die Tür mit massiver Gewalt aufgebrochen. Ob aus der Wohnung etwas entwendet wurde, ist bislang nicht bekannt. Der Sachschaden an der Tür beläuft sich auf etwa 1.500 Euro. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, bittet Zeugen sich zu melden.

 

Kornwestheim: Nach Streit unter jungen Männern – 18-Jähriger legt sich mit Polizei an

Am Sonntag kam es gegen 00:10 Uhr auf einem Schotterparkplatz in der Aldinger Straße in Kornwestheim zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen drei jungen Männern im Alter von 18, 19 und 21 Jahren. Hierbei soll der 18-Jährige die anderen beiden Beteiligten mit der Faust geschlagen haben. Mehrere Streifenwagenbesatzungen konnten die Kontrahenten voneinander trennen, allerdings verhielt sich der 18-Jährige unkooperativ und weiter aggressiv. Nachdem er sich nicht ausweisen wollte und auch nicht beruhigen ließ, brachten die Beamten den 18-Jährigen zu Boden, fesselten ihn vorübergehend mit Handschließen und durchsuchten ihn nach Ausweispapieren. Der 18-Jährige wehrte sich erheblich gegen die Maßnahme und beleidigte die Beamten mehrfach. Ein Atemalkoholtest bestätigte mit einem Wert von etwas über zwei Promille den Verdacht einer erheblichen Alkoholisierung des jungen Mannes. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten vor Ort entlassen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Sperrung am Wochenende: Sanierung der A81 zwischen Ilsfeld und Mundelsheim

Seit Anfang August 2021 wird auf der A 81 zwischen den Anschlussstellen Ilsfeld und Mundelsheim die Fahrbahn in Fahrtrichtung Stuttgart saniert. Die Baumaßnahme betrifft einen rund 5 km langen Streckenabschnitt und dauert voraussichtlich bis Mitte Oktober 2021 an. Nach abgeschlossener Sanierung des linken und mittleren Fahrstreifens wurden die Arbeiten kürzlich in den rechten Fahrbahnbereich verlegt (rechter Fahrstreifen und Standstreifen). Um die Fahrbahndecke in Höhe der Tank- und Rastanlage Wunnenstein West sowie der Abfahrt an der Anschlussstelle Mundelsheim erneuern zu können, müssen beide am Wochenende vom 17. bis zum 20. September 2021 gesperrt werden. Die Auffahrt an der Anschlussstelle ist nicht betroffen. Die Sperrungen beginnen am Freitag um 20 Uhr und werden voraussichtlich am Montag um 5 Uhr aufgehoben.  

Verkehrsteilnehmer auf der A 81 in Fahrtrichtung Stuttgart, die an der Anschlussstelle Mundelsheim abfahren wollen, nehmen während der Sperrung stattdessen die Abfahrt der Anschlussstelle Ilsfeld und nutzen dann die dauerhaft ausgeschilderte Bedarfsumleitung U 6. Diese verläuft östlich der Autobahn entlang der L 1100 und der L 1115 und kreuzt dabei die Ortschaften Beilstein, Oberstenfeld und Großbottwar.

Bis zum Abschluss der Bauarbeiten stehen zwischen den Anschlussstellen Ilsfeld und Mundelsheim in beiden Fahrtrichtungen drei Fahrstreifen verengt zur Verfügung. Dabei fließt der Verkehr auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung Stuttgart über den bereits sanierten linken und mittleren Fahrstreifen, ein weiterer Fahrstreifen ist auf die Gegenfahrbahn umgelegt. Auf der Fahrbahn in Richtung Würzburg wurden dafür die drei Fahrstreifen nach rechts verlegt.

red

Treffen der Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen von Baden-Württemberg

Kornwestheim. Workshops und der gemeinsame Austausch haben beim Treffen des Netzwerks von Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen aus ganz Baden-Württemberg im Mittelpunkt gestanden. Organisiert hatte dieses Treffen Kornwestheims Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Sie ist eine von sieben weiblichen Oberbürgermeistern im Land.

Als sie im Jahr 1986 an der Verwaltungshochschule Ludwigsburg ihre Abschlussprüfung bestand, gab es noch keine Oberbürgermeisterin in Baden-Württemberg. Erst vier Jahre später, nämlich 1990, wurde Beate Weber-Schuerholz in der Stadt Heidelberg in dieses Amt gewählt. Die SPD-Politikerin ist eine der Gründerinnen des Netzwerks und hat als Ehrengast an dem Treffen in Kornwestheim teilgenommen.

“Als Bürgermeisterin kann man unheimlich viel gestalten, hat Einfluss. Das ist ein tolles Gefühl, aber auch eine Verpflichtung”, sagte Weber-Schuerholz. Trotz anstrengender Arbeitstage bekomme man von den Menschen viel zurück. Ihr ist es deshalb wichtig, Vorbild zu sein für junge Frauen und diese zu ermutigen, eine Aufgabe mit Verantwortung an der Spitze einer Stadtverwaltung zu übernehmen.

Ob sie es schaffen werde, habe man sie nach ihrer Wahl als Oberbürgermeisterin oft gefragt, erinnerte sie sich. Und das, obwohl sie zuvor als Mitglied des Europäischen Parlaments einen Ausschuss geleitet hatte. Offenbar war sie ihrer Aufgabe gewachsen, denn im Jahr 1998 folgte die Wiederwahl.

Anteil der Rathaus-Chefinnen liegt bei acht Prozent

In Baden-Württemberg gibt es zwar 1001 Kommunen, doch nur in 90 tragen Frauen die Verantwortung für die Geschicke in ihrer Kommune. Der Anteil der Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen entspricht somit einem Anteil von acht Prozent. Für Beate Weber-Schuerholz, die für ihr Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, ist das viel zu wenig. Um von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, sei ein Anteil von mindestens 30 Prozent erforderlich, sagte sie.

“Uns ist es wichtig, zu zeigen, dass Frauen dieses Amt ausüben können. Gleichzeitig wollen wir anderen Frauen Mut machen”, unterstrich auch Ursula Keck als Organisatorin des diesjährigen Netzwerk-Treffens. Daran nahmen insgesamt 55 Frauen teil, darunter auch einige ehemalige Verwaltungschefinnen. Auf dem Programm standen neben dem Kennenlernen der Stadt auch gemeinsame Workshops. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Programmpunkte in Möglingen und Ingersheim, die von den Bürgermeisterinnen Rebecca Schwaderer und Simone Lehnert organisiert wurden. Auf diese Weise wurde den Teilnehmerinnen ein umfassenden Bild von der Region vermittelt.

Fruchtbarer Austausch beim Netzwerk-Treffen

“Der Austausch ist wichtig und spannend”, unterstrich Rebecca Schwaderer, die im Jahr 2015 in Möglingen zur Bürgermeisterin gewählt wurde. Kurz nach ihrem Amtsantritt habe sie eine Bürgerversammlung zur Unterbringung von Flüchtlingen geleitet und damit ihre persönliche Bewährungsprobe bestanden. Für die Ingersheimer Bürgermeisterin Simone Lehnert ist es wichtig, authentisch zu bleiben – auch in einer männlich geprägten Gesellschaft. Dass ihr Besuch bei einer Altersjubilarin im Seniorenheim mit der Bemerkung quittiert wurde “War der Bürgermeister schon da?” bringt das nur zu deutlich zum Ausdruck.

Dass der Austausch unter den Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen funktioniert, ist bei diesem Treffen eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden.

red

Impfzentren in Baden-Württemberg schließen am 30. September – auch Ludwigsburg betroffen

Zum 30. September schließt das Land Baden-Württemberg alle Impfzentren: Die derzeit noch 45 baden-württembergischen Impfzentren schließen zum 30. September 2021. Corona-Impfungen werden danach durch die Ärzteschaft durchgeführt. Bis Ende Dezember soll es zusätzlich weiterhin Mobile Impfteams geben. Das gab das Gesundheitsministerium am Dienstag bekannt.

Die derzeit noch 45 baden-württembergischen Impfzentren schließen nach Angaben des Miinisteriums planmäßig zum 30. September 2021. Die Impfungen sollen dann noch stärker als schon bisher durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie die Betriebsärzteschaft durchgeführt werden. Für eine Übergangszeit von drei Monaten wird es zusätzlich weiterhin Mobile Impfteams in Baden-Württemberg geben, um die niedergelassene Ärzteschaft zu unterstützen – bei der Durchführung von Auffrischimpfungen von immobilen Personen zum Beispiel in Altenheimen oder Pflegeeinrichtungen sowie bei Impfungen an Schulen oder bei offenen Impf-Aktionen. Dies teilte Gesundheitsminister Lucha am Dienstag in Stuttgart mit.

Unterstützung durch Mobile Impfteams

Ab 1. Oktober bis Ende Dezember werden dazu 30 Mobile Impfteams (MIT) in Baden-Württemberg landkreisübergreifend im Einsatz sein, so das Ministerium. Die MIT sind regional ausgewogen an zwölf ausgewählte Krankenhausstandorte angebunden. Den einzelnen Standorten werden konkrete Landkreise zugeordnet, die gleichberechtigt versorgt werden sollen.

Bei den Standorten handelt es sich um Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Offenburg, Ravensburg, Schwäbisch Hall, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Villingen-Schwenningen. Damit ist die landesweit flächendeckende Unterstützung der niedergelassenen Ärzteschaft sichergestellt. Dabei wurden die Standorte so ausgewählt, dass sie regional ausgeglichen über das Land verteilt sind. Zusätzlich wurden nach Angaben des Ministeriums vor allem die Zahlen der zu versorgenden Heime und deren Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt. Die Standorte versorgen dabei die ihnen zugeordneten Kreise.

„Mittlerweile haben rund 64 Prozent der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger mindestens eine erste Impfung erhalten, 61 Prozent sind bereits voll immunisiert. Auf dieser Grundlage können die Impfzentren wie geplant zum 30. September schließen und die Impfungen, wie bei allen anderen Impfungen üblich, wieder vorrangig in die Regelversorgung übergehen, so Minister Lucha und mahnte gleichzeitig: “Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. Mit den ausgewogen im Land verteilten Mobilen Impfteams sind wir aber gut auf den Herbst vorbereitet“.

red

Tödlicher Verkehrsunfall im Kreis Ludwigsburg

Auf der Kreisstraße 1682 zwischen Vaihingen an der Enz-Horrheim und -Kleinglattbach ereignete sich am Montag kurz nach 19.00 Uhr ein tödlicher Verkehrsunfall.

Ein 43 Jahre alter Motorradfahrer war vermutlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit in Richtung Kleinglattbach unterwegs und verlor in einer langgezogenen Linkskurve die Kontrolle über seine Suzuki. In der Folge kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Schutzplanke. Anschließend schleuderte er zurück auf die Straße, auf der er mehrere Meter entlang rutschte. Der 43-Jährige wurde durch den Unfall so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Während der Unfallaufnahme musste die K 1682 bis gegen 21.25 Uhr gesperrt werden. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Das Motorrad war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von rund 2.500 Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Gewerkschaft warnt: 13.500 Menschen im Landkreis trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht

Ein Leben lang arbeiten – und trotzdem reicht die Rente nicht: Im Landkreis Ludwigsburg sind rund 13.500 Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und beruft sich hierbei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung. Demnach verdienen 9,5 Prozent aller Beschäftigten, die im Kreis Ludwigsburg in Vollzeit arbeiten, weniger als 2.050 Euro brutto im Monat. Rein rechnerisch müssten sie sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen, heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaft.

„Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die zum Beispiel jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter sind der falsche Weg. Stattdessen muss die Politik die gesetzliche Rente stärken“, so Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart, mit Blick auf die aktuelle Debatte rund um die Alterssicherung. Das Rentenniveau, also die durchschnittliche Rente nach 45 Beitragsjahren bei mittlerem Verdienst, dürfe nicht weiter absinken.

Seit dem Jahr 2000 sei das Rentenniveau bereits von rund 53 Prozent auf aktuell 48 Prozent abgesenkt worden. „Konkret bedeutet das, dass Geringverdiener mit einem Einkommen von weniger als 2.050 Euro brutto im Monat statt 42 nun fast 46 Jahre lang arbeiten müssen, um überhaupt noch die Grundsicherungsschwelle im Alter zu erreichen. Aber vier Jahre länger an der Bäckereitheke, in der Lebensmittelfabrik oder im Schlachthof am Band zu stehen, ist vielen Beschäftigten gesundheitlich gar nicht möglich. Jede Anhebung des Renteneintrittsalters ist somit faktisch eine Rentenkürzung“, unterstreicht Zacher. Die nächste Bundesregierung müsse das derzeitige Rentenniveau stabilisieren und perspektivisch anheben, um einen weiteren Anstieg der Altersarmut zu verhindern. Die von Wirtschaftsverbänden geforderte „Rente mit 70“ sei der falsche Weg – und ein „Schlag ins Gesicht der Menschen, die körperlich arbeiten und schon bis 67 nicht durchhalten können“, so die NGG.

Nach Angaben Gewerkschaft, die sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bezieht, verdienen in Baden- Württemberg aktuell rund 31.700 von insgesamt 60.100 Vollzeitbeschäftigten im Gastgewerbe weniger als 60 Prozent des bundesweit mittleren Monatseinkommens von 3.427 Euro. „Hier darf es niemanden überraschen, dass während der Corona-Krise so viele Köche und Hotelangestellte ihre Branche verlassen haben“, sagt Zacher.

Die NGG verweist darauf, dass die neu eingeführte Grundrente für Betroffene zwar zu höheren Bezügen führen könne. Allerdings seien die Hürden mit erforderlichen 33 Beitragsjahren zu hoch und der Zuschlag falle oft gering aus. „Die mögliche Einkommensanrechnung, etwa des Lebenspartners, lässt die Beträge weiter schrumpfen. Damit bekommen viele Menschen keinen oder nur einen geringen Zuschlag. Die Grundrente muss daher ebenfalls weiterentwickelt werden“, unterstreicht Zacher.

Redaktioneller Hinweis: Der Berechnung der potentiell von Altersarmut betroffenen Beschäftigten liegt die Definition „relativer Armut“ zugrunde. Laut OECD und Statistischem Bundesamt gilt als armutsgefährdet, wer inklusive staatlicher Transferleistungen über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.

red