Die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Donnerstagnachmittag in der Summe vorläufig 194 (Vortag: 208) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt laut dem Landratsamt bei 163,9 (Vortag: 153,8). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 731 (+1). (Stand: 08.09..22 – 16Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis lag am Mittwochnachmittag bei 1,5. Am vergangenen Donnerstag lag der Wert bei 1,8. Die Zahl der Intensivpatienten lag laut dem Gesundheitsamt unverändert bei 79. (Stand: 07.09.2022.)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 1.782 | 0 )
Asperg ( 4.971 | 3 )
Benningen am Neckar ( 2.240 | 0 )
Besigheim ( 5.020 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 17.165 | 22 )
Bönnigheim ( 3.288 | 1 )
Ditzingen ( 9.377 | 9 )
Eberdingen ( 2.368 | 2 )
Erdmannhausen ( 1.869 | 1 )
Erligheim ( 1.013 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 5.591 | -8 )
Freudental ( 1.005 | 2 )
Gemmrigheim ( 1.929 | 2 )
Gerlingen ( 6.602 | 4 )
Großbottwar ( 3.135 | 3 )
Hemmingen ( 3.081 | 3 )
Hessigheim ( 963 | 0 )
Ingersheim ( 2.321 | 4 )
Kirchheim am Neckar ( 2.634 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 7.412 | 4 )
Kornwestheim ( 13.067 | 8 )
Löchgau ( 2.089 | 0 )
Ludwigsburg ( 34.510 | 33 )
Marbach am Neckar ( 5.984 | -23 )
Markgröningen ( 4.947 | 9 )
Möglingen ( 4.240 | 5 )
Mundelsheim ( 1.238 | 1 )
Murr ( 2.412 | 3 )
Oberriexingen ( 1.043 | 1 )
Oberstenfeld ( 2.818 | 3 )
Pleidelsheim ( 2.350 | 0 )
Remseck am Neckar ( 10.127 | -8 )
Sachsenheim ( 6.363 | 13 )
Schwieberdingen ( 4.686 | 6 )
Sersheim ( 1.758 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 4.455 | -5 )
Tamm ( 4.226 | 12 )
Vaihingen an der Enz ( 10.941 | 8 )
Walheim ( 1.217 | 0 )

red

Bietigheimer Pferdemarkt 2022: So sieht die Bilanz der Polizei aus

Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause fand vom 02.09. – 06.09.2022 der Bietigheimer Pferdemarkt statt. Zehntausende Zuschauer lockte der traditionelle Vergnügungspark in diesem Jahr an und erfreute damit die Veranstalter. Auch die Polizei zog ein Fazit.

Insgesamt 33 Straftaten registrierte die Sonderwache des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen, die regelmäßig während des Pferdemarkt eingerichtet wird, in den vergangenen fünf Festtagen. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren der Pferdemarkt coronabedingt ausgefallen war, verzeichnete die Polizei damit eine Steigerung von sieben Fällen verglichen mit den Zahlen aus dem Jahr 2019. Eine einzige Person, ein 22 Jahre alter Mann, der am Sonntagabend vermutlich unter dem Eindruck einer psychischen Ausnahmesituation mit einer Schere in der Hand über den Krämermarkt gelaufen sei und anschließend mehrere Marktbesucher mit Steinen bewarf, dürfte nach derzeitigem Ermittlungsstand allein für vier der registrierten Straftaten verantwortlich sein. Er wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Beleidigung angezeigt. Insbesondere dieser Fall macht deutlich, dass unser Sicherheitskonzept greift. Nur wenige Minuten nach dem ersten Notruf hatten die Einsatzkräfte den Tatverdächtigen bereits lokalisiert, so dass er im Anschluss vorläufig festgenommen werden konnte“, betonte der Leiter des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen, Volker Kehl. Gleichzeitig lobte er die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Bietigheim-Bissingen sowie dem Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehr Bietigheim-Bissingen, dem Deutschen Roten Kreuz und den eingesetzten Sicherheitsdiensten.

Abseits des aufsehenerregenden Vorfalls kam es zu 10 (8) Körperverletzungsdelikten, 1 (0) Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, 1 (1) Beleidigung von Polizeibeamten und 1 (2) Straftat mit sexuellem Bezug. Die Beamten nahmen außerdem 7 (2) Diebstahlsanzeigen auf und ermitteln wegen 5 (5) Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, 1 (1) Verstoß gegen das Waffengesetz und in 3 (1) Fällen wegen Sachbeschädigung. Durchschnittlich mussten pro Tag durch Polizei und Polizeibehörde 14 Fahrzeuge wegen Parkverstößen abgeschleppt werden.

red

Offiziell: Landkreis und Provinz Bergamo sind Partnerstädte

Es ist offiziell: Der Landkreis Ludwigsburg ist jetzt Partnerstadt von der Provinz Bergamo in ItalienLandrat Dietmar Allgaier und Pasquale Gandolfi, Präsident der Provinz Bergamo, haben am vergangenen Wochenende offiziell die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Damit ist ein neues Kapitel in der seit 20 Jahren bestehenden Freundschaft zwischen Ludwigsburg und Bergamo aufgeschlagen worden.

Im Vordergrund der partnerschaftlichen Aktivitäten steht die Begegnung junger Menschen. Dafür sollen Partnerschaften zwischen Schulen, Vereinen und weiteren Institutionen intensiviert und gepflegt, die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Kontakte sowie die Entwicklung von Beziehungen im Bereich des Fremdenverkehrs und der Kommunalpolitik gefördert werden.

Die Zusammenarbeit zeige sich schon im Jugendbürgerrat mit 25 jungen Menschen aus Bergamo und Ludwigsburg, die unter anderem Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen, von der Bergamo besonders stark betroffen war, so Landrat Dietmar Allgaier in seiner Ansprache: „Wir möchten, vor allem in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten, das gegenseitige Verständnis stärken, gemeinsam das europäische Wachstum fördern und die Freiheit und den Frieden sichern.“ Präsident Pasquale Gandolfi rief dazu auf, „Brücken statt Mauern“ zu bauen.

Weitere Teilnehmende an der Delegation waren Mitglieder des Kreistags sowie Dr. Alexander Lahl, Direktor des Verbands Region Stuttgart. Das Kreisjugendorchester des Blasmusik-Kreisverbands Ludwigsburg unter der Leitung von Roland Haug hat das begeisterte Publikum in Bergamo unter dem Motto „Musica per la Pace“ mit konzertanten Weisen von Oper bis zur Polka unterhalten. Für die musikalischen Botschafter des Landkreises überreichte Landrat Allgaier einen Scheck über 10.000 Euro der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Neben dem erhofften Jugendaustausch sollen durch die Partnerschaft auch die Verbindungen zwischen politischen Gremien und wirtschaftlichen Organisationen gestärkt werden. Landrat Allgaier sprach neben seinem Dank („Grazie per la sua ospitalità“) die Einladung zum Gegenbesuch in Ludwigsburg aus, der im November stattfinden soll.

Info:
Die Partnerschaft mit der Provinz Bergamo ist neben den Partnerschaften mit dem Landkreis Zwickau, dem Komitat Pest (Ungarn), dem Oberen Galiläa (Israel) und Yichang (China) die fünfte offizielle Partnerschaft des Landkreises Ludwigsburg.

Schon seit zwei Jahrzehnten pflegt der Landkreis Ludwigsburg ein freundschaftliches Verhältnis zur Provinz Bergamo. Eine erste Begegnung wurde durch Prof. Alberto Barzanò von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand vermittelt. 2020 wurde dem Landkreis die „Ludwigsburger Hütte“ (bis dahin Rifugio Barbellino) symbolisch überreicht.

Die Gemeinde Hemmingen, deren Bürgermeister Thomas Schäfer ebenfalls zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in Bergamo mitgereist war, hat im Januar 2019 eine Freundschaftsvereinbarung mit Almenno San Bartolomeo unterzeichnet und die Gemeinde Schwieberdingen steht in Kontakt zur Gemeinde Caravaggio.

red

Vaihingens neuer OB Uwe Skrzypek tritt Amt an

Uwe Skrzypek hat am Donnerstag, 1. September 2022, sein Amt als Oberbürgermeister der Stadt Vaihingen an der Enz angetreten. Für acht Jahre wird er jetzt als oberster Verwaltungschef die Große Kreisstadt mit ihren rund 30.000 Einwohner*innen führen und vertreten.

„Ich weiß, dass ich vor großen Aufgaben stehe“, sagt Uwe Skrzypek mit Blick auf seine achtjährige Amtszeit als Vaihinger Oberbürgermeister. „Es warten Themen auf mich, die Konfliktpotenzial beinhalten, die Lösungsansätze benötigen. Es sind aber auch Themen, auf die ich mich freue, in denen ich große Chancen sehen. Worauf ich mich aber noch mehr freue: Nicht nur ich als Oberbürgermeister werde sie angehen. Wir werden gemeinsam Herausforderungen bewältigen, Chancen nutzen, Vaihingen an der Enz weiterbringen – gemeinsam mit der Verwaltung, mit dem Gemeinderat und vor allem mit den Vaihinger Bürgerinnen und Bürger“, so Skrzypek.

Auf Uwe Skrzypek wartet als Oberbürgermeister von Vaihingen an der Enz ein vielfältiges Aufgabengebiet: Als Verwaltungschef ist er gleichzeitig auch Vorgesetzter von knapp 700 Mitarbeiter*innen. Er sitzt unter anderem dem Gemeinderat und der Bürgerstiftung vor, repräsentiert Vaihingen an der Enz überregional, besucht Alters- und Ehejubilare, ist Ansprechpartner für die Vaihinger Bürger*innen, Unternehmen und Organisationen. Einen kleinen Einblick hat der neue Verwaltungschef an seinem ersten Arbeitstag schon bekommen: Den Vormittag hat er mit den neuen Auszubildenden verbracht, die ebenfalls am 1. September 2022 ihren Dienst bei der Stadt Vaihingen an der Enz angetreten sind. Und auch nachmittags war der Terminkalender mit der ersten Dienstbesprechung mit allen Amtsleiter*innen und weiteren Besprechungen gut gefüllt.

Am Mittwoch, 14. September 2022, findet die offizielle Vereidigung und Verpflichtung von Uwe Skrzypek zum Vaihinger Oberbürgermeister in der Stadthalle statt. In einer öffentlichen Sondersitzung des Gemeinderats – Beginn ist 19.30 Uhr – darf er seinen Amtseid leisten. Neben mehreren Grußworten und musikalischer Begleitung bekommt er schließlich auch die Amtskette übergeben, die sein Vorgänger Gerd Maisch am 31. August 2022 abgegeben hat. Nach Abschluss dieses offiziellen Aktes bietet sich für alle Besucher*innen die Gelegenheit, in der Stadthalle ins Gespräch zu kommen.

red

Vaihingen an der Enz und Kornwestheim begrüßen neue Azubis

Alles neu macht der … September. Pünktlich zum 1. September haben 21 neue Auszubildende, Praktikant*innen, Bundesfreiwilligendienst- und Freiwilliges-Soziales-Jahr-Leistende sowie ein Oberbürgermeister ihren Dienst bei der Stadt Vaihingen an der Enz angetreten.  

„Schön, dass Sie sich für einen Ausbildungsplatz bei uns entschieden haben“, begrüßte Hauptamtsleiterin Jutta Kremer-Weig die neuen jungen Kolleg*innen im Löwensaal. Auf sie warte die Vielfalt der Verwaltung, die ein breites und spannendes Portfolio mit sich bringe – immerhin gibt es knapp 50 verschiedene Berufe in der Vaihinger Verwaltung. „Nutzen Sie die Zeit. Suchen Sie sich die Sparte aus, die Ihnen gefällt. Fragen Sie! Wir wollen uns breit aufstellen und Ihnen viel vermitteln“, ermunterte Kremer-Weig die 21 neuen Auszubildenden. 

Tatsächlich spiegeln die neuen Nachwuchskräfte die Vielfalt der Vaihinger Verwaltung wieder: Junge Männer und Frauen absolvieren ihre Verwaltungspraktika, verrichten ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Feuerwehr oder werden zu Verwaltungsfachangestellten ausgebildet. Sie werden Erzieher*innen, Fachangestellte für Bäderbetriebe oder Sozialpädagog*innen. Manche bleiben nur ein Jahr, manche wechseln zwei Jahre zwischen Stadtverwaltung und Hochschule. 

Übrigens: Normalerweise begrüßt der Oberbürgermeister die neuen Auszubildenden. Doch da Uwe Skrzypek ebenfalls am 1. September seinen ersten Tag im Amt hatte, hat er sich eingereiht und mit den neuen Kolleg*innen den Einführungsnachmittag erlebt, um aus deren Sicht den neuen Arbeitsplatz kennenzulernen. 

Die neuen Auszubildenden und Praktikant*innen sind:

Shabanhagjaj, Fiona (Verwaltungsfachangestellte), Puleo, Tiziana (Verwaltungsfachangestellte), Catalbas, Emel (Einführungspraktikum gehobener Verwaltungsdienst), Karamanlidis, Anna (Einführungspraktikum gehobener Verwaltungsdienst), Albrecht, Sina (Vertiefungspraktikantin gehobener Dienst), Schmid, Vanessa (Praxisorientierte Ausbildung zur Erzieherin), Lombardo, Alessia (Praxisorientierte Ausbildung zur Erzieherin), Öhler, Laura (Praxisorientierte Ausbildung zur Erzieherin), Heineke, Lennox Elias (Fachangestellte für Bäderbetriebe), Domke, Kathrin (Anerkennungspraktikantin), Abert, Silke (Anerkennungspraktikantin), Wasserbäch, Fabian (Bufdi Schlossbergschule), Hegedüsch, Ole-Einar (Bufdi Feuerwehr), Weiss, Marina (Bufdi Flüchtlinge), Zackel, Larissa (FSJ Kindergarten), Kaydok, Murat (FSJ Kindergarten), Arnold, Nadine (FSJ Kindergarten), Tornow, Moritz (FSJ Kornbergschule und Integration), Wagner, Ramona (FSJ Jugendhaus), Zaida, Lea (BA-Studentin Jugendhaus, Bachelor of Arts – Soziale Arbeit), Rapp, Natalie (Pflegefachfrau)

19 junge Menschen starten bei der Stadt Kornwestheim ins Berufsleben

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2022/2023 sind bei der Stadt Kornwestheim 19 Auszubildende und Studierende in ihr Berufsleben gestartet.

Mit einer Ausbildung begannen am 01.09.2022 neun Erzieher/-innen, eine sozialpädagogische Assistentin, zwei Verwaltungsfachangestellte, ein Fachinformatiker für Systemintegration, ein Kaufmann für Digitalisierungsmanagement sowie ein Gärtner im Garten- und Landschaftsbau. Ebenso gehören zu den Berufseinsteigenden der Stadt Kornwestheim dual Studierende. Dabei belegen zwei Studierende den Studiengang „Elementarpädagogik“, eine „Digital Engineering & Management“ und eine weitere „Public Management“.

Die neuen Auszubildenden und Studierenden wurden von Oberbürgermeisterin Ursula Keck herzlich in Empfang genommen und bei der Stadtverwaltung willkommen geheißen. Während der folgenden Einführungstage lernten sich die Berufsanfänger/-innen untereinander kennen, tauschten sich aus und machten sich mit ihrer neuen Arbeitsumgebung vertraut. Verschiedene Seminare rundeten den Start in das Berufsleben in diesem Rahmen ab.

Für das Ausbildungsjahr 2023 können sich interessierte Schüler/-innen auf verschiedene Ausbildungs- und Studienberufe bewerben. Weitere Informationen zu den jeweiligen Anforderungen und Inhalten unter https://www.mein-check-in.de/kornwestheim/overview.

red

Gewerkschaft fordert mehr Klima-Sanierungen an öffentlichen Gebäuden im Landkreis

Klima-Check für Rathaus, Polizei, Schule & Co.: Öffentliche Gebäude im Landkreis Ludwigsburg, die eine schlechte CO2-Bilanz haben, sollen mit Hochdruck energetisch saniert werden. Dafür spricht sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aus. „In Zeiten extremer Gaspreise kommt es darauf an, dass auch der Staat die Umweltbilanz seiner eigenen Bauten unter die Lupe nimmt. Wir brauchen eine faire und gründliche Bestandsaufnahme, wie viel Energie die öffentlichen Gebäude im Kreis Ludwigsburg verbrauchen. Dort, wo am meisten verschleudert wird, muss die Sanierung Priorität haben“, sagt Gerhard Neidling, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart.

Neue Fenster einzubauen, Fassaden zu dämmen und Dächer neu einzudecken – all das spare langfristig viel Geld. Gleichzeitig seien energieeffiziente Umbauten ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. „Kommunal- und Landespolitik sollten diese Zukunftsinvestitionen vorantreiben. Es geht darum, dass der Staat seine energiepolitischen Hausaufgaben macht – und beim Thema Sanieren mit gutem Beispiel vorangeht“, betont Neidling.

Vom Finanzamt bis zum Feuerwehrhaus: Es sei ein wichtiges Signal, sich darum zu kümmern, dass öffentliche Gebäude im Kreis Ludwigsburg nicht zu den Schlusslichtern in puncto Energiebilanz zählen. Verwaltungsgebäude oder Sportstätten gehörten oft den schlechtesten Effizienzklassen – G oder H – an. Das bedeutet, dass sie jährlich mehr als 200 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter verbrauchen. Zum Vergleich: In der Effizienzklasse A, wie er beim Neubau üblich ist, liegt der Jahresenergieverbrauch bei 30 bis 50 Kilowattstunden.

Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) belaufen sich die Energiekosten öffentlicher Gebäude bundesweit auf sechs Milliarden Euro pro Jahr – davon müssen allein die Kommunen 3,8 Milliarden Euro tragen. Die stark gestiegenen Preise im Zuge des Ukraine-Kriegs sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Die IG BAU verweist auf Pläne der EU-Kommission. Danach sollen öffentliche Gebäude bis zum Jahr 2027 europaweit mindestens auf die Effizienzklasse F gebracht werden, bis 2030 dann mindestens auf die Klasse E. Das Klimaschutzpaket „Fit for 55“ sieht vor, den gesamten Gebäudesektor bis zum 2050 klimaneutral zu machen. In Deutschland verursacht der Betrieb von Gebäuden derzeit 35 Prozent des Endenergieverbrauchs, so das Umweltbundesamt.

Die Klima-Ziele ließen sich aber nur erreichen, wenn neben den privaten Hausbesitzern und Vermietern auch die öffentliche Hand deutlich mehr als bislang investiere, ist sich Neidling sicher. Das Klima-Sofortprogramm von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sei dabei ein Schritt in die richtige Richtung. Danach soll noch in der zweiten Jahreshälfte ein Dialog zwischen Bund, Ländern und Kommunen starten, um die Sanierungszahlen bei öffentlichen Bauten deutlich zu erhöhen. Dabei müssten zügig konkrete Maßnahmen vereinbart werden, so Neidling. Auch der Plan von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), die „Behörden-Temperatur“ ab dem Herbst nur noch auf höchstens 19 Grad hochzufahren, nutze dem Klimaschutz und dem staatlichen Geldbeutel. „Jetzt ist es wichtig, dass die Politik die nötigen Mittel für die Sanierungen bereitstellt. Viel Zeit bleibt nicht. Dürre, Stürme und Starkregen zeigen schon heute, was passiert, wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird.“

red

Die Corona-Zahlen im Landkreis sinken weiter

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Freitagnachmittag in der Summe vorläufig 121 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt laut dem Landratsamt bei 155,8 (Vortag: 165,1). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 730. (Stand: 02.09..22 – 16Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis lag am Donnerstagnachmittag bei 1,8. Am Vortag bei 1,9. Die Zahl der Intensivpatienten lag laut dem Gesundheitsamt unverändert bei 79. (Stand: 01.09.2022.)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 1.774 | 0 )
Asperg ( 4.955 | 3 )
Benningen am Neckar ( 2.238 | 3 )
Besigheim ( 5.003 | 8 )
Bietigheim-Bissingen ( 17.088 | 16 )
Bönnigheim ( 3.284 | 2 )
Ditzingen ( 9.343 | 7 )
Eberdingen ( 2.363 | 2 )
Erdmannhausen ( 1.860 | 0 )
Erligheim ( 1.008 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 5.592 | 24 )
Freudental ( 1.002 | 0 )
Gemmrigheim ( 1.923 | 1 )
Gerlingen ( 6.580 | 8 )
Großbottwar ( 3.130 | 1 )
Hemmingen ( 3.067 | 0 )
Hessigheim ( 962 | 0 )
Ingersheim ( 2.311 | 3 )
Kirchheim am Neckar ( 2.630 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 7.391 | 2 )
Kornwestheim ( 13.017 | 10 )
Löchgau ( 2.084 | 1 )
Ludwigsburg ( 34.406 | 22 )
Marbach am Neckar ( 5.962 | 6 )
Markgröningen ( 4.883 | 15 )
Möglingen ( 4.216 | 8 )
Mundelsheim ( 1.234 | 1 )
Murr ( 2.402 | 1 )
Oberriexingen ( 1.039 | 1 )
Oberstenfeld ( 2.805 | 0 )
Pleidelsheim ( 2.344 | 1 )
Remseck am Neckar ( 10.104 | 27 )
Sachsenheim ( 6.319 | 3 )
Schwieberdingen ( 4.669 | 5 )
Sersheim ( 1.753 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 4.444 | 12 )
Tamm ( 4.202 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 10.903 | 8 )
Walheim ( 1.215 | 0 )

red

Unfall mit Reisebus: Kleinwagen überschlägt sich auf A81

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Freitagmittag auf der A81 bei Mundelsheim in Fahrtrichtung Stuttgart. Ein Kleinwagen überschlägt sich. Ein langer Stau ist die Folge.

Was war passiert?

Am Freitag gegen 12:20 Uhr kam es auf der Bundesautobahn 81 (BAB 81) im Bereich der Autobahnanschlussstelle (AS) Mundelsheim zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten und einem Sachschaden von rund 40.000 Euro. Derzeitigen Ermittlungen zufolge befuhr ein 71-jähriger Opel-Lenker die BAB 81 in Fahrtrichtung Stuttgart auf dem rechten von drei Fahrstreifen. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr er plötzlich auf einen vor ihm fahrenden Reisebus auf. Durch die Kollision wurde der Pkw in eine Drehbewegung versetzt und quer zur Fahrbahn in den rechtsseitigen Grünstreifen geschleudert. In der Folge überschlug sich das Fahrzeug mehrfach und blieb zwischen der Aus- und Auffahrt der AS Mundelsheim liegen. Der 71-jährige Pkw-Lenker zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der 63-jährige Fahrer des Reisebusses sowie dessen Insassen blieben unverletzt. Sie konnten ihre Fahrt mit einem Ersatzbus fortsetzen. Der Opel war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme mussten der rechte und der mittlere Fahrstreifen teilweise für etwa drei Stunden gesperrt werden. Es kam zu einem Rückstau von rund acht Kilometern. Die Freiwilligen Feuerwehren Mundelsheim und Großbottwar waren mit insgesamt vier Fahrzeugen und 29 Kräften im Einsatz.

red

 

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Vollsperrung A81: Mercedes-Van schleudert gegen Mittelplanke – Rettungshubschrauber im Einsatz

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Donnerstagabend auf der A81 in Richtung Heilbronn, kurz vor der Anschlussstelle Mundelsheim, wurden zwei Personen verletzt. Ein 66-Jähriger schwer Verletzter musste dabei vom Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden. Die A81 musste für rund eine Stunde voll gesperrt werden.

Was war passiert?

Der 50-jährige Fahrer eines Daimler Vitos befuhr mit vier Insassen im Fahrzeug, gegen 18:05 Uhr, den rechten der drei Fahrstreifen. Vermutlich aufgrund Sekundenschlafes kommt er nach rechts von der Fahrbahn ab, überfährt den dortigen Grünstreifen und wird im weiteren Verlauf zurück auf die Fahrbahn geschleudert, wo er letztendlich an der Mittelleitplanke zum Stehen kommt.

Durch den Aufprall wurde der 66-jährige Beifahrer schwer und ein 8- jähriges Mädchen leicht verletzt. Die schwer verletzte Person musste von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Der Fahrer selbst sowie zwei weiteren Insassen wurden nicht verletzt.

Zur Unfallaufnahme und den anschließenden Reinigungsarbeiten musste die Autobahn in Richtung Heilbronn für die Dauer von einer Stunde gesperrt werden, wodurch sich ein Rückstau von ca. 7 Kilometern bildete. Am Fahrzeug des Unfallverursachers entsteht wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 45.000 Euro.

red

Arbeitslosenquote im Landkreis leicht gestiegen

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg nahm im August nochmals zu. Die Agentur für Arbeit Ludwigsburg und das kommunale Jobcenter Landkreis Ludwigsburg zählten nach eigenen Angaben insgesamt 9.550 arbeitslose Menschen. Das waren 495 Personen oder 5,5 Prozent mehr als im Vormonat und 1.108 oder 10,4 Prozent weniger als im August des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an. Im August des Vorjahres lag die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent. In Baden-Württemberg lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote im aktuellen Berichtsmonat bei 3,8 Prozent (Vorjahresmonat 3,6 Prozent).

Im Laufe des Monats August meldeten sich 2.705 Personen erstmals oder erneut arbeitslos, davon 1.018 aus einer Erwerbstätigkeit und 749 aus einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme. 2.198 Menschen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab, wovon 670 eine Erwerbstätigkeit aufnahmen. 370 Personen traten in eine Ausbildung oder in eine sonstige Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktförderung ein. Die Arbeitslosigkeit junger Menschen zwischen 15 bis unter 25 Jahre stieg im August erwartungsgemäß nochmals deutlich an. Mit 991 Personen in dieser Altersgruppe lag die Arbeitslosigkeit um 229 Personen oder 30,1 Prozent höher als noch im Juli und um 49 Personen oder 4,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Martin Scheel, Leiter der Ludwigsburger Agentur für Arbeit, sieht darin den jahreszeitlich üblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen über die Sommermonate: „Wir befinden uns mitten in den Sommerferien in Baden-Württemberg und in dieser Zeit steigen die Arbeitslosenzahlen jedes Jahr vorübergehend an. Junge Menschen melden sich nach Abschluss ihrer Schule oder Ausbildung übergangsweise arbeitslos und nicht wenige befristete Arbeitsverhältnisse enden zum Beginn der Sommerferien. Zudem befinden sich Unternehmen in den Betriebsferien und stellen erst nach dieser Pause wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.“

So sehen die Arbeitsmarktzahlen für Deutschland aus

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August im Vorjahresvergleich um 31.000 auf 2,547 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vormonat stieg sie um 77.000 oder 0,2 Prozentpunkte auf eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. „Trotz der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten ist der Arbeitsmarkt robust“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles.

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hätten zwar im August erneut stärker zugenommen als jahreszeitlich üblich, dies liege jedoch weiterhin an der Erfassung ukrainischer Geflüchteter. Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im August bei 3,284 Millionen Personen. Das waren 24.000 weniger als vor einem Jahr.

Saisonbereinigt stieg die Unterbeschäftigung gegenüber dem Vormonat um 45.000. Die Nachfrage nach neuem Personal blieb unterdessen auf einem hohen Niveau. Insgesamt waren bei der BA im achten Monat des Jahres 887.000 Arbeitsstellen gemeldet, 108.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt verringerte sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Stellen um 1.000. Insgesamt 737.000 Personen erhielten im August 2022 Arbeitslosengeld, 70.000 weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag bei 3,812 Millionen. Gegenüber dem Vorjahresmonat war dies ein Anstieg um 58.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

red