Kornwestheim: Traditionelle Kirbe Ende Oktober fällt aus

Kornwestheim. Die für das letzte Oktoberwochenende geplante traditionelle Kirbe wird dieses Jahr Corona-bedingt abgesagt. Auch der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag findet somit nicht statt. Das teilte die Stadtverwaltung von Kornwestheim am Dienstag mit.

„Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen und der Corona-Pandemie geschuldet“, betont Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Mit Blick auf den Einzelhandel, Vereine und die Marktbeschicker sei es der Stadtverwaltung jedoch ein wichtiges Anliegen, so früh wie möglich für Klarheit zu sorgen, um unnötige Planungen und Vorbereitungsarbeit zu vermeiden.

„Die Organisation und Durchführung von Großveranstaltungen gestaltet sich derzeit sehr schwierig“, sagt Ursula Keck. Ebenso wie bei „Kornwestheim rockt“ müsste der Zugang abgesperrt und kontrolliert werden. Das ist in der Innenstadt nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, dieses Event für das Jahr 2021 abzusagen. „Wir hoffen, dass diese beliebte Veranstaltung im Jahr 2022 wieder stattfinden kann“, so die Oberbürgermeisterin.

red

Leichter Anstieg im August – 10.658 Frauen und Männer im Landkreis ohne Arbeit

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Bei der Agentur für Arbeit und dem kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg waren im August 10.658 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 214 oder 2,0 Prozent mehr als im Vormonat und 1.941 oder 15,4 Prozent weniger als im August vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent (Vorjahresmonat: 4,0 Prozent) an und lag damit 0,5 Prozentpunkte unter der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von Baden-Württemberg mit 3,9 Prozent. Das gab die Agentur für Arbeit in Ludwigsburg am Dienstag bekannt.

Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, dass es nach wie vor viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt gibt: 2.736 Männer und Frauen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig gelang es 2.506 Menschen ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Insgesamt waren 9,8 Prozent aller Arbeitslosen im Alter zwischen 15 bis unter 25 Jahren, 53,1 Prozent der gemeldeten Personen waren Männer, 38,3 Prozent waren 50 Jahre und älter und 38,1 Prozent waren Ausländer. 3.290 Menschen oder 30,9 Prozent aller Arbeitslosen waren ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet. Damit gab es 690 Langzeitarbeitslose (26,5 Prozent) mehr als im August 2020.

Die Zahl arbeitsloser Jugendlicher und junger Erwachsener unter 25 Jahren stieg saisonal bedingt an. Im aktuellen Berichtsmonat waren insgesamt 1.040 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Zum Vormonat ist das ein Anstieg um 201 Personen oder 24 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang um 435 Personen oder 29,5 Prozent.

„Wie in jedem Jahr über die Sommerferien hinweg ist auch diesmal wieder die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen angestiegen, jedoch weniger stark als in den Vorjahren. Es sind vor allen Dingen jüngere Menschen unter 25 Jahren, die sich kurzzeitig arbeitslos melden, in der Regel dann aber ab September oder Oktober schnell wieder eine Arbeit aufnehmen oder mit einer Ausbildung beginnen.“, erklärt Martin Scheel, Chef der Ludwigsburger Arbeitsagentur, die aktuelle Entwicklung. „Grundsätzlich sehen wir an dem Anstieg der uns gemeldeten Arbeitsstellen, dass sich im Zuge weitgehender Lockerungen der Corona-Einschränkungen die Wirtschaft auf einem Erholungspfad befindet.“

Nachfrage nach Arbeitskräften hält an

Im Stellenpool der Agentur für Arbeit Ludwigsburg befanden sich im Berichtsmonat 4.196 Angebote, 227 (5,7 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum August des Vorjahres waren das 1.651 Stellen oder 64,9 Prozent mehr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Ludwigsburg konnten im aktuellen Berichtsmonat 1.233 offene Arbeitsstellen entgegennehmen, 109 oder 9,7 Prozent mehr als im Juli und 451 (57,7 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

Quelle: Agentur für Arbeit Ludwigsburg

FDP fordert: „Erneuerbare Energien massiv fördern – Klimaschutz durch Ideenwettbewerb statt Verbotspolitik“

Der FDP-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Theurer und der FDP-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Ludwigsburg Oliver Martin hatten bei ihrer Wahlkampfveranstaltung in Kornwestheim zwei Schwerpunkte: Die Zurückgewinnung und Stärkung des Vertrauens der Bürger in die Politik und die überfällige Sicherung der Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

Der Ludwigsburger FDP-Bundestagskandidat Oliver Martin bezeichnet sich als einen politischen Seiteneinsteiger. Sein Hauptanliegen: „Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“. Deshalb ist er seit Wochen in seinem Wahlkreis in Ludwigsburg unterwegs. Er kritisierte die Kurzatmigkeit der Politik, die häufig nur in Wahlperioden denkt und Angst vor unpopulären Entscheidungen hat. Seine Forderungen: „Zuhören, die Dinge zu Ende denken und dann zügig entscheiden und umsetzen“. Für unseriös hält Martin politische Entscheidungen unter Vorgabe von Ausstiegsstichtagen ohne bereits tragfähige Alternativen zu haben. „Kein Mensch würde seine Mietwohnung zum 31.12. kündigen, wenn er nicht zum 01.01. eine neue Unterkunft angemietet hat“. Genau dies geschieht jedoch in Deutschland beim Thema Energie und Verbrennungsmotor. „Wir müssen massiv erneuerbare Energien fördern um uns im Gegenzug in die Lage zu versetzen, Kohlekraftwerke abschalten zu können. Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Frankreich zu beziehen sei für Ihn keine sinnvolle Alternative“, so Martin

Durch die aus unterschiedlichen Gründen schwächelnden politischen Wettbewerber sieht Martin realistische Chancen als Liberaler erstmals das Direktmandat erringen zu können. Die politischen Konstellationen haben sich in den vergangenen Monaten drastisch verändert. In den Umfragewerten nähern sich die relevanten Parteien immer mehr an. Es gibt also keinen Grund mehr, irgendeine Erststimme an politische Mitbewerber zu verschenken, so Martin.

Michael Theurer stellte seinen Vortrag unter die Überschrift „Entlasten – Entfesseln – Investieren“. Die Corona-Pandemie hat die vielen Schwachstellen in Deutschland schonungslos offengelegt. Die größten Defizite bestehen bei der Digitalisierung des öffentlichen Sektors, der überbordenden Bürokratisierung und den zu langen Entscheidungswegen. Außerdem darf der Deutsche Bundestag als gewählte Volksvertretung auch in Corona-Zeiten nicht durch eine im Grundgesetz nicht vorgesehene Ministerpräsidentenkonferenz ersetzt werden. Und die Einschränkung der im Grundgesetz garantierten Freiheitsrechte muss auf ein Minimum begrenzt werden. Dafür stehen die Liberalen uneingeschränkt ein. Die diskutierte Streichung der staatlichen Kostenübernahme von Schnelltests für Ungeimpfte hält Theurer für falsch. Eine Woche Lockdown verursacht einen volkswirtschaftlichen Schaden von EUR 2,5 Mrd., während wir bei den Kosten für Schnelltest lediglich über einige Millionen reden.

Unter Entlastung versteht Theurer beispielsweise die unbürokratische Auszahlung von Corona-Hilfen an Gewerbetreibende, Mittelständler und Künstler über die Finanzämter durch Verlustrücktrag. Stattdessen besteht ein Wirrwarr von 13 Überbrückungshilfen mit bürokratischer Antragstellung, die häufig ohne die Hilfe von Steuerberatern unmöglich ist.

Große Sorge bereitet Theurer im Autoland Baden-Württemberg die einseitige Fixierung auf die batteriegetriebene E-Mobilität. Im Stadt- und Kurzstreckenverkehr macht sie Sinn, aber auch nur wenn ausreichend erneuerbare Energie verfügbar ist. Was wir brauchen ist Technologieoffenheit zur Entwicklung bestmöglicher technischer Lösungen und keine Abschaffung des Verbrennungsmotors. Ein Ideenwettbewerb statt Verbotspolitik! Die Verlagerung der Produktion von Verbrennungsmotoren von Daimler nach China kostet in Deutschland Hunderttausende Arbeitsplätze und entlastet das Klima kein Stück. Eine Erreichung der Klimaziele ohne einen mit  synthetischen Kraftstoffen klimaneutral betriebenen Verbrennungsmotor ist unmöglich.

Das Ausbluten der Innenstädte bei Handel und Kultur muss durch eine Entfesselung aller Kräfte verhindert werden. Durch Investitionen in Bildung, Forschung und Digitalisierung muss Deutschland wieder auf Kurs gebracht werden.

Die notwendige Bekämpfung des Klimawandels ist für die Freien Demokraten nur durch ein marktwirtschaftliches Konzept möglich. Reine Verbotspolitik ist kontraproduktiv und verhindert das Finden der besten Lösungen. Von der ständigen Verschärfung zukünftiger Zielvorgaben in der Klimapolitik hält Theurer nichts. Deutschlands Problem sind nicht die Zielvorgaben sondern die fehlende Zielerreichung durch die Unfähigkeit zur Verabschiedung geeigneter Maßnahmen.

red

Vertauschte Briefwahl-Stimmzettel im Landkreis für Bundestagswahl 2021 sorgt für Verwirrung

LUDWIGSBURG. Im Wahlkreis 265 Ludwigsburg sind versehentlich einigen Briefwählern Stimmzettel des Wahlkreises 266 Neckar-Zaber zugesandt worden. Eine Stimmabgabe mit Stimmzettel aus dem falschen Wahlkreis ist hinsichtlich der Erststimme ungültig. Betroffene sollen sich bei ihrer Wohnortgemeinde melden, damit der Stimmzettel ausgetauscht werden kann. Das teilte das Landratsamt in Ludwigsburg mit.

Die Stimmzettel beider Wahlkreise wurden in derselben Druckerei gedruckt. Es wird vermutet, dass versehentlich ein Karton Stimmzettel des Wahlkreises 266 Neckar-Zaber in den Wahlkreis 265 Ludwigsburg geliefert und dies dort nicht bemerkt wurde. Von aufmerksamen Wahlberechtigten wurden vertauschte Stimmzettel bislang nur in der Stadt Ludwigsburg gemeldet. Laut dem Landratsamt ist nicht festzustellen, wie viele Stimmzettel des Wahlkreises 266 Neckar-Zaber fälschlicherweise an Wahlberechtigte des Wahlkreises 265 Ludwigsburg versandt wurden.

Daher richtet die Wahlleitung folgenden dringenden Aufruf an alle Briefwähler der Wahlkreise 265 Ludwigsburg und 266 Neckar-Zaber, die bereits Briefwahlunterlagen beantragt und erhalten haben: „Kontrollieren Sie bitte Ihren Stimmzettel bezüglich des Wahlkreises genau. Sollten Sie feststellen, dass Sie einen Stimmzettel aus dem falschen Wahlkreis haben, melden Sie sich bitte bei Ihrer Wohnortgemeinde, damit der Stimmzettel ausgetauscht werden kann.“

Zum Wahlkreis 265 Ludwigsburg gehören:

Vom Landkreis Ludwigsburg die Gemeinden Asperg, Ditzingen, Eberdingen, Gerlingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Markgröningen, Möglingen, Oberriexingen, Remseck am Neckar, Schwieberdingen, Sersheim, Vaihingen an der Enz

Vom Landkreis Böblingen die Gemeinde Weissach Zum Wahlkreis 266 Neckar-Zaber gehören:

Vom Landkreis Ludwigsburg die Gemeinden Affalterbach, Benningen am Neckar, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Bönnigheim, Erdmannhausen, Erligheim, Freiberg am Neckar, Freudental, Gemmrigheim, Großbottwar, Hessigheim, Ingersheim, Kirchheim am Neckar, Löchgau, Marbach am Neckar, Mundelsheim, Murr, Oberstenfeld, Pleidelsheim, Sachsenheim, Steinheim an der Murr, Tamm, Walheim

Vom Landkreis Heilbronn die Gemeinden Abstatt, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Flein, Güg- lingen, Ilsfeld, Lauffen am Neckar, Leingarten, Neckarwestheim, Nordheim, Pfaffenhofen, Talheim, Untergruppenbach, Zaberfeld

red

Stadtführungen im Dreierpack – Stadt Vaihingen/Enz lädt zu Entdeckungsreisen

Die coronabedingte Zwangspause ist vorüber: Am Samstag und Sonntag (4. und 5. September 2021) lädt die Stadt Vaihingen an der Enz zu drei ganz unterschiedlichen Entdeckungsreisen durch die Kernstadt, Roßwag und Ensingen ein. Für alle Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Los geht es am Samstag (4. September) um 14.30 Uhr mit der Führung „Auf den Spuren der Vaihinger Geschichte“. Vaihingen an der Enz, urkundlich erstmals 779 erwähnt, wurde bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter der Herrschaft des Hochadelsgeschlechts der Grafen von Vaihingen zur Stadt erhoben. Durch die Lage an der wichtigen Fernstraße Speyer – Cannstatt – Ulm – Augsburg blühte die Stadt unter dem Kaltenstein, die im 14. Jahrhundert an Württemberg kam, rasch auf. Wichtige Einschnitte stellten die Stadtbrände des 17. Jahrhunderts dar, insbesondere der Brand von 1693, der fast die gesamte Bebauung einäscherte. Von dieser Katastrophe erholte sich Vaihingen nur langsam. Erhalten blieb der mittelalterliche Stadtgrundriss. Neben einer großen Zahl an Fachwerkbauten aus der Zeit nach 1693 gilt es bei der Stadtführung mit Gerhard Bach auch Teile der alten Stadtummauerung und zwei markante Befestigungstürme zu erkunden. Die Führung kostet für Erwachsene 3 Euro und für Kinder 1,50 Euro.

Am Sonntag (5. September) geht es dann hinaus in die Stadtteile. Um 14.30 Uhr lädt Harald Burkhardt zu einer „Führung durch den historischen Ortskern von Roßwag“ ein. Roßwag hat nicht nur seine weltbekannten Weine zu bieten, sondern auch Historisches – Kirche, Häuser mit „Wassermändle“ und vieles mehr. Die Brüder von Rauber, derer von Roßwag, sind eine Legende, aber wie kam der Ort zu seinem Namen oder auf welchem Ereignis beruht der Neckname „Roßwager Esel“? Diese und weitere Fragen wird Harald Burkhardt bei der Führung beantworten. Auch diese Führung kostet 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder.

Märchenhaft geht es um 16.00 Uhr in Ensingen zu. Die ausgebildete Märchenerzählerin Stefanie Keller alias Märchenhexe Steffi nimmt Groß und Klein mit auf eine Märchenwanderung, bei der man an ausgewählten Orten unter anderem erfährt, warum die Bäume nicht mehr reden, warum die Eiche gebuchtete Blätter hat, wie Geschichten in die Welt kamen und wie der Holunder zu seinem Namen kam. Die einstündige Familienführung kostet für Erwachsene 10 Euro und für Kinder 6 Euro. Sie ist für Kinder ab 5 Jahren geeignet, jedoch nur in Begleitung eines Erwachsenen. Auf die Zuhörer warten neben wundervollen Geschichten noch diverse Überraschungen. Die Teilnehmer werden gebeten, einen eigenen Becher mitzubringen.

Entsprechend dem mit dem Vaihinger Ordnungsamt abgestimmten Hygienekonzept können sowohl an öffentlichen Führungen als auch an privaten Gruppenbuchungen maximal 20 Personen nach vorheriger Anmeldung in der Kultur- und Touristinfo, Marktplatz 5, Tel. 07042/18235, E-Mail tourismus@vaihingen.de teilnehmen. Der sog. „3G-Status“ (genesen, geimpft, getestet) wird bereits bei der Anmeldung abgefragt. Ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz muss bei der Führung mitgeführt, in der Regel aber nicht getragen werden. Lediglich beim Bezahlvorgang und beim Betreten von Gebäuden gilt die Maskenpflicht, da hier der verpflichtende Abstand von 1,50 Meter zur Stadtführerin oder zum Stadtführer nicht eingehalten werden kann.

Die Treffpunkte zu den Führungen werden bei der Anmeldung mitgeteilt. 

Remsecker ist Busfahrer des Jahres im Stadtgebiet Stuttgart

Claus Dieter Hoffmann von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) ist Busfahrer des Jahres in der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Fachbereichsleiterin für den Fahrbetrieb bei der SSB, Sieglinde Hahn, und VVS-Geschäftsführer Horst Stammler gratulierten dem Gewinner und überreichten ihm einen Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro, den er in verschiedenen Geschäften in Stuttgart einlösen kann.

Der 60-jährige Remsecker ist ein Routinier in seinem Beruf: Vor 45 Jahren hat er bei der SSB Kfz-Mechatroniker gelernt und ist dort seit 20 Busfahrer – und das mit Herzblut. „Ich wollte schon immer einen Beruf, bei dem ich viel Kontakt mit Menschen jeden Alters habe und der gleichzeitig verantwortungsvoll ist“, so Hoffmann über seine Berufswahl. „Die Abwechslung beim Busfahren macht mir besonders viel Spaß“, betont er weiter. Die Freude, von der Hofmann spricht, bekommen auch seine Fahrgäste mit: „Er macht seinen Beruf mit Freude und man merkt es ihm an, dass er den Kontakt mit den Menschen liebt“, schreibt ein Fahrgast anerkennend.

Mit seiner Verantwortung geht der fünffache Familienvater tagtäglich professionell um: Er steuert die tonnenschweren Fahrzeuge sicher durch die teilweise engen Straßen und den dichten Verkehr der Landeshauptstadt, gleichzeitig muss er den Fahrplan im Auge behalten. Besonderes Einfühlungsvermögen bewies er, als eine ältere Frau dem Busfahrer ihre Lebensgeschichte erzählte und er ihr aufmerksam zuhörte. „Am nächsten Tag hat sie mir als Dank Schokolade geschenkt, weil ich ihr zugehört habe“, berichtet Hoffmann

Auch Hoffmanns Vorgesetzte, Fachbereichsleiterin Sieglinde Hahn, freut sich über die verdiente Auszeichnung ihres Busfahrers. „Herr Hoffmann lebt den Dienstleistungsgedanken jeden Tag, wenn er in sein Fahrzeug geht“, lobt sie den Remsecker. „Er ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Mitarbeiter, der auch von seinen Kollegen sehr geschätzt wird“, fährt sie fort. Und Kollegen hat Hoffmann einige: rund 700 Busfahrerinnen und Busfahrer sind mit den Bussen der SSB in der Landeshauptstadt unterwegs – im gesamten VVS-Gebiet gibt es über 3.000 Busfahrer.

VVS-Geschäftsführer Horst Stammler betont die besondere Verantwortung der Busfahrer in der Corona-Krise: „Die Fahrerinnen und Fahrer sind das Rückgrat sowie das Aushängeschild des öffentlichen Nahverkehrs. Ohne ihren verlässlichen Einsatz in der Pandemie wäre es nicht möglich, die Mobilität der breiten Bevölkerung sicherzustellen – egal ob für den Weg in die Stadt, zum Einkaufen, zur Arbeit oder zum Arzt. Daher bedanke ich mich bei allen, die diese Aufgabe in der Pandemie mit ihren speziellen Herausforderungen täglich ausüben“, so Stammler. Des Weiteren wolle man mit der Aktion verstärkt auf den Busfahrerberuf aufmerksam machen. „Da das Nahverkehrsangebot in der Region Stuttgart immer weiter ausgebaut wird, steigt auch der Bedarf an qualifiziertem Personal an“, erklärt Stammler weiter.

Seit 2004 schreibt der VVS den Wettbewerb „Busfahrer des Jahres“ aus und damit in diesem Jahr bereits zum 18. Mal. Online konnten Fahrgäste ihre Vorschläge für den Busfahrer des Jahres einreichen. Anschließend wählte eine Jury, bestehend aus Vertretern von Verkehrsunternehmen, Aufgabenträgern und des VVS, die „Busfahrer/innen des Jahres 2021“ aus, jeweils einen in allen fünf Landkreisen im Verbundgebiet sowie der Stadt Stuttgart.

red

Nachwuchs gesucht: Mehr als 1.200 Ausbildungsplätze im Landkreis zu vergeben

Das neue Ausbildungsjahr startet – doch viele Firmen suchen weiterhin Nachwuchs: Im Landkreis Ludwigsburg sind von insgesamt rund 2.800 gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell noch 1.240 Plätze zu vergeben. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen- Agrar-Umwelt mit und beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Die IG BAU Stuttgart warnt vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels, sollte ein Großteil der Stellen unbesetzt bleiben – und ruft Berufsstarter dazu auf, sich insbesondere in der Baubranche umzusehen. Laut Arbeitsagentur sind bei Hoch- und Tiefbauunternehmen in Baden-Württemberg derzeit noch rund 970 Plätze frei. Das entspricht rund 60 Prozent aller gemeldeten Ausbildungsstellen in der Branche.

„Die Corona-Pandemie ist insgesamt am heimischen Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbeigegangen. Teils bieten Firmen weniger Plätze an oder fahren die Lehre ganz zurück. Auch der Berufsschulunterricht kann nicht überall wie gewohnt stattfinden. In vielen Bereichen bewerben sich aber auch deutlich weniger Schulabgänger“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Doch jeder Azubi, der jetzt fehle, sei in drei Jahren eine dringend gebrauchte Fachkraft weniger. Besonders das Baugewerbe müsse angesichts der anhaltend hohen Auftragslage – vom Wohnungs- bis zum Gleis- und Straßenbau – noch mehr Berufsanfänger für sich gewinnen.

Dabei stünden Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Ein angehender Maurer kommt demnach im ersten Ausbildungsjahr auf 890 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr liegt die Vergütung bei 1.230 Euro, im dritten sind es 1.495 Euro. Im Anschluss an den Gesellenbrief können sich Beschäftigte fortbilden und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen.

Viele Fachleute verließen jedoch nach der Ausbildung ihren Baubetrieb, so die Gewerkschaft – vor allem wegen harter Arbeitsbedingungen und den oft langen, aber unbezahlten Fahrzeiten zu den Baustellen. „Es kommt darauf an, den Bau auch nach der Ausbildung attraktiver zu machen. Gerade die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier wichtig“, betont Carsten Burckhardt vom IG BAU-Bundesvorstand.

Deshalb fordert die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde für die Branche eine Entschädigung der Wegezeiten, 5,3 Prozent mehr Einkommen und den Angleich der Ost- an die Westlöhne. Die Arbeitgeber hätten in den Tarifverhandlungen bis Ende September die Chance, die Branche für die Zukunft aufzustellen. „Ohne höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen wird es kaum gelingen, die enorme Nachfrage nach neuen Wohnungen, sanierten Straßen und energetischen Gebäudesanierungen in den kommenden Jahren zu bewältigen“, so Burckhardt.

red

CDU-Wahlkampf-Veranstaltung mit Minister Jens Spahn von lautstarken Protesten begleitet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist heute zu einer Wahlkampfveranstaltung nach Vaihingen/Enz gekommen und wurde von rund 150 Demonstranten teilweise massiv angefeindet und war Rücktrittsforderungen und Beleidigungen ausgesetzt.

Begleitet von lautstarken und mitunter verbal aggressiven Protesten von etwa 150 Personen, die vermutlich teilweise dem Impfgegner-Lager zuzurechnen sind, fand am Donnerstagabend ab 18:00 Uhr bis gegen 19:30 Uhr auf einem Weingut bei Ensingen eine Wahlkampf-Veranstaltung des CDU-Ortsvereins Vaihingen/Enz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn statt. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, sicherten nach eigenen Angaben durch Kräfte des Polizeipräsidiums und dem Einsatz von Polizeireitern die Veranstaltung und sorgten für einen ansonsten störungsfreien Verlauf.

red

Heikle Notlandung auf Feldweg: Schlechtes Wetter zwingt Piloten zu Meisterleistung

Am Sonntag gegen 17.00 Uhr musste eine einmotorige Cessna auf dem Flug von Nürnberg in die Schweiz auf Gemarkung Ludwigsburg-Neckarweihingen, im Gewann Lange Äcker, eine Notlandung durchführen. Die beiden Schweizer Staatsangehörigen, der 64-jährige Pilot und sein 32-jähriger Sohn, blieben dabei unverletzt. Die Cessna kam auf dem Flug in ein Unwetter mit starkem Hagelschauer was den Ausfall des Triebwerkes zur Folge hatte. Der Pilot konnte die Maschine vom Typ Silver Eagle ohne ausgefahrenes Fahrwerk auf freiem Feld, unter Hochspannungsleitungen durch, sicher landen. Durch den Hagelschaden und die Notlandung entstand an der Cessna Totalschaden in Höhe von rund 110.000 Euro. Der Flurschaden dabei ist nur gering. Die Bergungsmaßnahmen sind aktuell noch im Gange. Die Feuerwehr Ludwigsburg ist mit sechs Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften noch vor Ort. Vom Polizeipräsidium Ludwigsburg waren fünf Streifenwagenbesatzungen im Einsatz sowie der Polizeihubschrauber des Polizeipräsidiums Einsatz. Die Sachbearbeitung hat die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg übernommen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Spatenstich für das Verkehrssicherheitszentrum für den Landkreis Ludwigsburg

Der Ludwigsburger Polizeipräsident und Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, Burkhard Metzger und Jutta Kuhn, die geschäftsführende Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Ludwigsburg haben am Donnerstag zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Landkreis und Kommunen den feierlichen Spatenstich für das Verkehrssicherheitszentrum für den Landkreis Ludwigsburg vorgenommen.

Um den gestiegenen Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr und dem damit einhergehenden Schulungs- und Informationsbedarf gerecht zu werden, hatten Polizei, Landes- und Kreisverkehrswacht die Idee entwickelt, ein zentrales Schulungszentrum im Landkreis zu etablieren, dessen Realisierung Metzger zur Chefsache machte. „Mit dem Verkehrssicherheitszentrum werden wir einen Ort schaffen, an dem Verkehrssicherheitstrainings für unterschiedlichste Alters- und Zielgruppen angeboten und innerhalb eines Schonraums durchgeführt werden können.“ Dabei hat der Polizeipräsident gleich doppelt Grund zur Freude, denn auch die bisher in Stuttgart angesiedelte Geschäftsstelle der Landesverkehrswacht wird nach Asperg umziehen. Metzger dankte bei dieser Gelegenheit dem Landkreis, den beteiligten Kommunen und den weiteren Sponsoren, ohne deren Unterstützung das 2 ½-Millionen-Projekt nicht hätte angegangen werden können.

Stichwort „Schonraum“: Im Kreis Ludwigsburg werden jährlich rund 250 Schulklassen durch sechs Polizeiteams mit jeweils vier doppelten Unterrichtseinheiten beschult. Verfügbare Plätze, die den Vorgaben der einschlägigen Verwaltungsvorschrift für die Radfahrausbildung entsprechen und für mindestens zwei der vier Übungseinheiten einen realitätsnahen Schonraum fordern, sind insbesondere im verdichteten städtischen Bereichen Mangelware. Aus diesem Grund musste bislang vielerorts mit Kompromisslösungen gearbeitet werden. Jutta Kuhn: „Das Verkehrssicherheits-zentrum Asperg wird Schulkindern optimale Übungsbedingungen für die Radfahrausbildung bieten. Hier können sie erkennen und lernen, wie der Verkehr funktioniert. Die Kreisverkehrswacht Ludwigsburg wird dabei auch weiterhin ein verlässlicher Partner sein.“ Insgesamt werden bis zu 130 Schulklassen aus Asperg, Bietigheim-Bissingen, Ditzingen, Gerlingen, Hessigheim, Ludwigsburg und Tamm von dem stationären Übungsgelände in Asperg profitieren. Die Beteiligung weiterer Kommunen ist möglich. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Veranstaltungen und Aktionen rund um die Verkehrssicherheit für alle Zielgruppen geplant. Vom Schulbustraining über Pedelec und e-Scooter-Sicherheitstrainings bis hin zu zielgruppenorientierten Veranstaltungen für alle Altersgruppen, Verkehrssicherheitstage oder Kinderferienprogramme.

Am Anfang aller Planungen stand die Suche nach einem geeigneten Standort. „Der Verkehrsübungsplatz Asperg ist mit seiner zentralen Lage, seiner guten Erreichbarkeit und ausreichendem Parkraum der optimale Standort für das kreisweit so wichtige Verkehrssicherheitszentrum“, kommentiert Landrat Dietmar Allgaier. Die Verkehrswacht leiste in allen Bereichen – insbesondere bei der Arbeit mit Schulkindern – „einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Menschen unseres Landkreises. Daher unterstützen wir als Landkreis das Projekt gerne“.

Aspergs Bürgermeister Christian Eiberger ergänzt : „Die Radfahrausbildung der vierten Klassen ist schulische Pflichtaufgabe und soll alle Kinder zu einer eigenständigen und sicheren Verkehrsteilnahme befähigen und motivieren. Wir standen dem Projekt Verkehrssicherheitszentrum daher schon von Anfang an sehr aufgeschlossen gegenüber und es freut mich sehr, dass wir mit allen Beteiligten eine tragfähige Lösung zur Realisierung dieses Vorhabens finden konnten. Für mich ein hervorragendes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit.“ Neben einem Beitrag zur Finanzierung stellt die Stadt Asperg den Platz langfristig kostenfrei zur Verfügung. Besonders freut sich Eiberger, dass durch das Projekt der Bereich um den Verkehrsübungsplatz baulich enorm aufgewertet wird.

Unter Federführung des Planungsbüros KMB PLAN | WERK | STADT | GMBH wurde ein ganzheitliches Konzept für eine Umgestaltung des bisherigen Übungsplatzes in ein modernes Verkehrssicherheitszentrum erarbeitet. Der Entwurf sieht vor, den vorhandenen Platz zu ertüchtigen und einen grundschulgerechten Fahrradparcours zu integrieren. Daneben entsteht ein modernes Schulungsgebäude mit zwei Lehrsälen, Sanitäranlagen, Fahrradlager, Garagen und weiteren Nebenräumen.

Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, mit diesem ganzheitlichen Ansatz die Verkehrssicherheitsarbeit für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Ludwigsburg zukunftsfähig auszurichten.

red