Stuttgart: 80-Jähriger onaniert vor Jugendherberge – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Stuttgart – Zwischen Parkstreifen und Jugendherberge spielt sich am helllichten Nachmittag eine Szene ab, die fassungslos macht. In Stuttgart-Ost soll sich am Mittwoch ein 80-jähriger Mann vor einer Jugendherberge entblößt und sexuelle Handlungen an sich vorgenommen haben. Die Polizei nahm den Mann vorläufig fest.

Laut Angaben der Polizei saß der Senior gegen 17.30 Uhr in einem geparkten Fiat in der Haußmannstraße. Dabei soll er laut Zeugen auf den Eingang der gegenüberliegenden Jugendherberge geblickt und sich dabei selbst befriedigt haben.

Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest und führten die erforderlichen Maßnahmen durch. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 80-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Ob gegen ihn ein Strafverfahren wegen exhibitionistischer Handlungen eingeleitet wurde, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

red

Neue Rückführzentren führen kaum zu mehr Dublin-Abschiebungen

Die im Frühjahr eingerichteten Dublin-Zentren in Hamburg und Eisenhüttenstadt sollten Rückführungen beschleunigen – doch die Bilanz fällt mager aus. Gerade einmal 44 Personen wurden binnen sechs Monaten abgeschoben. Experten sehen darin ein strukturelles Problem – nicht nur ein organisatorisches.

   Hamburg (red) – Die Einrichtung zweier Dublin-Zentren in Hamburg und dem brandenburgischen Eisenhüttenstadt hat noch nicht zu vermehrten Abschiebungen in andere EU-Staaten geführt.

Wie die Hamburger Behörde für Inneres und Sport auf Anfrage des Nachrichtenmagazins Focus mitteilte, wurden zwischen Februar und August dieses Jahres lediglich 39 Personen aus der Einrichtung heraus abgeschoben. Das Zentrum in Eisenhüttenstadt überstellte hingegen erst fünf Personen in andere Mitgliedsstaaten. Insgesamt wurden aus beiden Einrichtungen heraus also binnen eines halben Jahres 44 Personen abgeschoben.

Die Zentren stehen indes weitestgehend leer. Die Hamburger Einrichtung bietet Platz für 300 Personen. Derzeit sind jedoch lediglich 13 Personen untergebracht. In Brandenburg werden derzeit elf Personen untergebracht, wobei Platz für bis zu 60 Personen zur Verfügung steht.

Gleichzeitig fanden im Vergleichszeitraum aus dem gesamten Bundesgebiet heraus 3.408 Überstellungen statt. Bayern überstellte 632 Personen, Baden-Württemberg 459, Hessen 171 und Sachsen-Anhalt 114. Die übrigen Bundesländer konnten ebenfalls deutlich mehr Überstellungen durchführen als die Dublin-Zentren.

“Die Zentren sind derzeit ineffektiv, weil sie das Kernproblem nicht beseitigen: Um einen Schutzsuchenden überstellen zu können, braucht es auch die Zustimmung des jeweiligen Mitgliedstaats”, sagt der Hildesheimer Migrationsforscher Hannes Schammann dem Focus. “Ohne diese Zustimmung findet keine Überstellung statt. Daran ändern auch die Dublin-Zentren nichts”, so Schammann weiter. Laut dem Migrationsforscher hätten die Einrichtungen jedoch einen anderen Effekt: “Die Zentren tragen dazu bei, dass sich die Migranten nicht integrieren. Sie leben quasi abgeschottet in den Einrichtungen und können keiner Arbeit nachgehen.”

Trump erklärt Antifa zur Terrororganisation – und droht Geldgebern

Donald Trump will die antifaschistische Bewegung Antifa offiziell als Terrororganisation einstufen – obwohl sie keine feste Struktur hat. Während Republikaner hartes Vorgehen fordern, warnen Demokraten vor einer politisch motivierten Instrumentalisierung.

   London (red) – US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Antifa-Bewegung als Terrororganisation einzustufen.

Trump, der sich derzeit zu einem Staatsbesuch in London aufhält, erklärte am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social, dass er die Antifa als eine “kranke, gefährliche, radikale linke” Bewegung betrachte. Er werde außerdem “nachdrücklich empfehlen”, dass diejenigen, die Antifa finanzieren, “gemäß den höchsten rechtlichen Standards und Praktiken gründlich untersucht werden”.

Trump hatte diesen Schritt bereits früher in der Woche angedeutet, nachdem der konservative US-Influencer Charlie Kirk ermordet worden war. Eine Reihe von Regierungsbeamten hatte nach dem Attentat signalisiert, dass sie gegen das vorgehen werden, was sie als “koordinierte Bemühungen der Linken zur Anstiftung zu Gewalt” bezeichnen.

Es blieb zunächst allerdings unklar, welche praktischen Auswirkungen die angekündigte Einstufung haben würde. Die Antifa ist keine zentral organisierte Gruppe, sondern eine lose Bewegung ohne definiertes Führungspersonal. Einige Demokraten haben bereits die Befürchtung geäußert, dass Trump einen Vorwand schaffen will, um gegen abweichende Meinungen oder gegensätzliche Standpunkte vorzugehen.

Adenauer-Stiftung warnt vor Kooperation mit der AfD

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung spricht sich klar gegen Kooperationen mit der AfD aus. Die CDU-nahe Stiftung warnt vor einem Legitimationsgewinn für rechtsextreme Parteien und ordnet die AfD als EU-skeptisch, prorussisch und systemoppositionell ein. Der Stiftungsvorsitzende Norbert Lammert fordert eine klare Abgrenzung – auch aus Verantwortung für die Demokratie.

   Berlin (red) – Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung warnt in einer neuen Studie vor Kooperationen mit der AfD. Die Untersuchung, über die die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, trägt den Titel “Zwischen Abgrenzung, Einbindung und Tolerierung”.

Die Adenauer-Stiftung warnt in der Studie zunächst einmal vor einer allgemeinen Antwort. Und sie begründet das damit, dass sich die rechtspopulistischen Parteien in Europa deutlich unterscheiden würden. Es gebe drei Kategorien derartiger Parteien, mit denen man angesichts der Erfahrungen unterschiedlich umgehen müsse.

Es gebe gemäßigt-rechtspopulistische Parteien. Im Zuge einer Regierungsbeteiligung oder -mitverantwortung finde bei ihnen meist keine Radikalisierung, sondern ein Prozess der rhetorischen Mäßigung statt. Eine solche Entwicklung hätten zum Beispiel die Fratelli d`Italia von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni durchlaufen.

Zweitens gebe es nationalistisch-rechtspopulistische Parteien, dazu zählt die Adenauer-Stiftung etwa den französischen Rassemblement National oder die spanische Vox. Hier falle die Bilanz sehr unterschiedlich aus – sie hänge auch stark vom nationalen Kontext ab.

In Spanien etwa sei es der PP, also der christdemokratischen Partei, gelungen, “Vox an den Wahlurnen wieder kleinzumachen”. Die Botschaft der PP an die Bürger sei gewesen: “Wir verstehen eure Sorgen, wir verstehen, was ihr wollt – aber wir überlassen euch nicht den polternden und radikalen Anführern der Vox.” Auch wenn in manchen Regionen eine Kooperation mit Vox eingegangen worden sei, sei dies stets unter PP-Führung geschehen. “Vox bekam sekundäre Ressorts, verlor an Profil – und damit weiter an Zustimmung.”

Ganz anders sei es aber bei der dritten Gruppe, den “autoritär-rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien”. Diese hätten eine systemoppositionelle Grundhaltung, lehnten zentrale Prinzipien liberaler Demokratie ab und würden häufig prorussische außenpolitische Positionen beziehen und der EU ablehnend gegenüberstehen.

Hier kommt die Adenauer-Stiftung zu einer klaren Einschätzung. Erstens: Mit solchen Parteien darf man nicht kooperieren. Und zweitens: Die AfD ist ein Vertreter dieses Typs von Parteien. In der Stiftungs-Studie heißt es, es zeige sich, “dass in maßgeblichen Fällen eine `Zähmung` rechtspopulistischer oder gar rechtsextremer Parteien durch Kooperation nicht gelungen ist und eher zu einer Schwächung der EVP-Mitgliedsparteien geführt hat”.

Ähnlich äußert sich der Vorsitzende der Adenauer-Stiftung, Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Er sagte der “Süddeutschen Zeitung”: “Die Studie kommt zur mindestens angedeuteten Schlussfolgerung, dass die Anlehnung von Parteien der bürgerlichen Mitte an rechtspopulistische Gruppierungen, welcher Version auch immer, im Ergebnis regelmäßig zu deren Legitimation und Attraktivität beigetragen hat – und nicht zur Konsolidierung des bürgerlichen Mitte-Lagers”.

Es zeige sich außerdem, “dass die drei Kriterien zur Beurteilung – die Haltung zur EU, die Haltung zur Ukraine und die Haltung zum Rechtsstaat – viel ergiebiger sind, als man zunächst vermuten vermag”. Parteien, die diese drei Kriterien nicht erfüllen, könnten für die Parteien der EVP kein Partner sein. “Und die AfD erfüllt diese Kriterien zweifelsohne nicht.”

40 Jahre Umwelt-DNA: Forscher entdecken Artenwandel in deutschen Ökosystemen

Lokal scheint die Artenvielfalt in Deutschland stabil – doch überregional ist sie im Rückgang. Eine neue Studie der Uni Trier zeigt: Viele ursprüngliche Arten wurden in den letzten 40 Jahren durch eingewanderte ersetzt. Das verändert die Ökosysteme langfristig – mit noch unklaren Folgen.

   Trier (red) – Die Artenvielfalt in Deutschland ist auf lokaler Ebene stabil, auf überregionaler Ebene jedoch zuletzt zurückgegangen. Das ergab eine neue Studie der Universität Trier, die am Dienstag vorgestellt wurde. Dabei haben Forscher um Henrik Krehenwinkel Proben der letzten 40 Jahre ausgewertet. Demnach wurden viele Arten durch neue, eingewanderte ersetzt, die besser an die Umweltbedingungen angepasst sind.

Für die Studie nutzten die Wissenschaftler die Umweltprobenbank des Bundes, die vom Umweltbundesamt koordiniert wird. Statt nach Schadstoffen suchten sie diesmal nach Rückständen von Umwelt-DNA. Von zwei Muschelarten, drei Baumarten sowie einer Braunalge wurden kleinste Spuren aller möglichen Arten genommen.

So entstand eine lückenlose Datenserie, mit der die Forscher 40 Jahre in die Vergangenheit blicken konnten. Zukünftige Forschung sollte sich nun vor allem auf die Rolle der gefundenen Arten in ihren jeweiligen Ökosystemen und Nahrungsketten konzentrieren, so Krehenwinkel.

Mehr Tote an Bahnübergängen – Zahl der Unfälle steigt auf Rekordniveau

Die Zahl der Todesopfer an Bahnübergängen in Deutschland steigt – schon jetzt liegt sie über den Vorjahren. Experten sehen schwere Versäumnisse bei Sicherungstechnik und Bürokratie. Die Bahn warnt: Der Rückbau der gefährlichsten Übergänge wird immer schwieriger.

   Berlin (red) – Bei Unfällen an Bahnübergängen wird in Deutschland 2025 ein neuer Höchststand erwartet. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten liegt bereits jetzt über dem Niveau der jeweils beiden Vorjahre, wie eine Auswertung des NDR von Daten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) ergab.

Demnach starben bis Ende August auf bundeseigenen Strecken 36 Menschen bei Unfällen an Übergängen, 188 Menschen wurden verletzt. Die Zahl der Bahnübergänge ist nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) seit 2010 um knapp ein Fünftel gesunken, zuletzt wurden nur noch wenige Übergänge abgebaut.

“Jeder Unfall, jeder Verletzte und auch jeder Tote ist einer zu viel. Wir werden uns nicht daran gewöhnen, dass solche Unfälle passieren”, sagte DB-Sprecher Achim Stauß dem NDR und äußerte sich zuversichtlich, dass die Bahn zusammen mit Bund, Ländern und Kommunen die Zahl der Bahnübergänge weiter reduzieren könne.

Stauß räumte aber ein, dass der Rückgang an Übergängen inzwischen stagniere. “Natürlich hat man in der Vergangenheit am ehesten die Bahnübergänge angefasst, die relativ einfach durch Brücken oder Tunnel zu ersetzen waren. Und jetzt kommen die schwereren Fälle, die auch schwieriger zu finanzieren sind. Denn finanziell sind immer Partner mit im Boot und da muss man gemeinsam zu einer Lösung kommen.”

Bahnübergänge sind die unfallträchtigsten Stellen im Zugverkehr. Nach den jüngsten Zahlen für 2023 gab es 15.820 im DB-Netz. Tote und Verletzte sind häufig, weil Straßenfahrzeuge, Fußgänger und Züge beteiligt sind. Seit den 1950er-Jahren ist die Zahl der Bahnübergänge vor allem durch Streckenstilllegungen und -verkauf zwar um etwa die Hälfte zurückgegangen und die Zahl der Opfer deutlich gesunken, doch seit etwa zehn Jahren stagniert die Entwicklung.

Der Experte Eric Schöne von der TU Dresden kann an den bestehenden Bahnübergängen “keine Verbesserungen der Sicherheit” erkennen. “Man sollte dort schon mehr Geld und mehr Zeit hineinstecken, um einerseits mehr Bahnübergänge zu beseitigen, vor allem aber auch die Bahnübergänge zu beseitigen, die problematisch sind. Der zweite Punkt ist, dass mehr Bahnübergänge technisch gesichert werden sollten. Der dritte Punkt ist, dass wir Planungs-, Genehmigungs- und Realisierungsprozesse beschleunigen müssen, anstatt die Regelwerke immer weiter zu verkomplizieren.”

Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer ist zu mehr als 95 Prozent Ursache von Unfällen an Übergängen. Immer wieder kommt es aber auch zu Versäumnissen von Schrankenwärtern und Bahnübergangsposten, die vor allem an Baustellen eingesetzt sind. Schöne plädiert deshalb für mehr zusätzliche Sicherungstechnik, sogenannte Nachwarnsysteme, die bei menschlichem Versagen die Schranken automatisch schließen, wenn sich ein Zug nähert. “Das ist einfach eine Frage der Zeit, bis der Mensch einen Fehler macht. Das sind mehrere Zehnerpotenzen, die zwischen der technischen Zuverlässigkeit und der Zuverlässigkeit des Menschen liegen.”

Oscarpreisträger, Umweltaktivist, Regie-Ikone: Robert Redford mit 89 Jahren gestorben

Robert Redford ist tot. Der US-Schauspieler, Regisseur und Gründer des Sundance-Festivals starb im Alter von 89 Jahren in seinem Haus in Utah. Er galt als kreative Ausnahmeerscheinung Hollywoods – künstlerisch kompromisslos, politisch engagiert und immer auf der Suche nach Sinn hinter dem Bild.

Provo (red) – Hollywood-Legende Robert Redford ist tot. Der Schauspieler und Regisseur starb am Dienstagmorgen (Ortszeit) in seinem Haus in Utah mit 89 Jahren, berichtet die “New York Times” unter Berufung auf seine Agentin.

Als Schauspieler war Redford in Klassikern “Butch Cassidy and the Sundance Kid” (1969) und “Die Unbestechlichen” (1976) zu sehen. In den 1980er-Jahren wandte er sich der Regie zu und gewann für seinen ersten Film “Eine ganz normale Familie” (1980) einen Oscar. Entsprechend seiner künstlerischen Vision leitete er anschließend das Sundance Institute, das sich der Förderung unabhängiger Filmemacher widmet und zahlreiche Filmgrößen hervorgebracht hat.

Neben seiner Filmkarriere war Redford auch ein engagierter Umweltschützer. Er setzte sich etwa erfolgreich gegen den Bau eines sechsspurigen Highways in einem Utah-Canyon ein und war über drei Jahrzehnte Treuhänder des Natural Resources Defense Council. Auch seine kritische Haltung gegenüber Hollywoods Herangehensweise an das Filmemachen brachte er regelmäßig zum Ausdruck. Redford forderte stets, dass seine Filme kulturelle Bedeutung tragen sollten. Seine Werke behandelten oft Themen wie unter anderem Trauer und politische Korruption.

Tote Frau im Koffer: Polizei bittet weiter um Hinweise

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Koffer in Filderstadt-Bonlanden ermittelt die Sonderkommission „Trolley“ weiter auf Hochtouren. Über 100 Hinweise gingen bereits ein – bislang ohne Durchbruch. Die Polizei bittet dringend um Informationen zum beigefarbenen Rollkoffer der Marke „Juicy Couture“. Der Fall wird am 17. September bei Aktenzeichen XY behandelt.

   Filderstadt (red) – In Filderstadt-Bonlanden ist Ende August eine Leiche in einem Koffer gefunden worden. Die Ermittler der Sonderkommission Trolley haben bislang über 100 Hinweise erhalten, die jedoch nicht zur Aufklärung der Todesumstände der 40-jährigen Frau aus Stuttgart führten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten.

Die Beamten veröffentlichten ein Vergleichsbild des beigefarbenen Rollkoffers der Marke Juicy Couture mit den Maßen 70 x 46 x 25 cm.

Sie bitten um Hinweise, wer einen solchen Koffer kennt oder wer zwischen dem 22. Juli und dem 28. August etwas Verdächtiges oder eine Person mit Koffer im Wohngebiet am nördlichen Ortsrand von Bonlanden beobachtet hat.

Der Fall wird am 17. September um 20:15 Uhr in der Sendung “Aktenzeichen XY…ungelöst” im ZDF behandelt. Ein Ermittler der Soko Trolley wird im Studio anwesend sein und Anrufe entgegennehmen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat eine Belohnung von 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt, die ausschließlich für Privatpersonen bestimmt ist.

Nach Schuss auf Gerichtsvollzieherin: Berlin rüstet Beamte mit Schutzwesten aus

Gefährlicher Alltag auf Schuldnertour – Berlin rüstet seine Gerichtsvollzieher mit Schutzwesten aus: Wegen zunehmender Gewalt erhalten über 200 Beamte stich- und schusssichere Westen. Die Justiz reagiert damit auf Angriffe – zuletzt wurde auf eine Gerichtsvollzieherin geschossen. Kostenpunkt: rund 276.000 Euro. Der Berufsverband warnt vor wachsender Aggressivität bei Vollstreckungen.

   Berlin (red) – Die Berliner Justizverwaltung wird die rund 270 Gerichtsvollzieher der Hauptstadt mit stich- und schusssicheren Schutzwesten ausstatten. Das berichtet der RBB unter Berufung auf Justizkreise.

Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) reagiert damit auf eine zunehmende Anzahl verbaler und körperlicher Angriffe auf die Beamten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Erst im vergangenen Jahr war auf eine Gerichtsvollzieherin durch eine geschlossene Tür geschossen worden. Die Beamtin wurde nicht getroffen und kam mit dem Schrecken davon.

Der angespannten Berliner Haushaltslage zum Trotz läuft derzeit die Ausschreibung für die Beschaffung der Schutzwesten, pro Set werden Kosten von 1.050 Euro veranschlagt. Von den derzeit rund 270 in der Hauptstadt tätigen Gerichtsvollziehern haben nach Angaben des Vereins der Berliner Obergerichtsvollzieher 222 Beamte den Bedarf an einer Schutzweste angemeldet. Dadurch entstehen Kosten von rund 276.000 Euro.

Der Vorsitzende des Vereins, Obergerichtsvollzieher Martin Graetz, rechnet damit, dass die Bestellung der Westen noch in diesem Jahr erfolgen wird. Anfang 2026 soll dann mit ihrer Auslieferung begonnen werden. Graetz sagte dazu dem RBB, dass die Sicherheit der Gerichtsvollzieher sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert habe. “Auch wir haben vermehrt mit Aggression und Wut der Bürger zu tun. Wir hoffen, dass diese und andere Maßnahmen für mehr Sicherheit im Gerichtsvollzieherdienst sorgen.”

Nach Angaben des Vereins der Berliner Obergerichtsvollzieher haben die Gerichtsvollzieher der Hauptstadt im Jahr 2023 rund 57 Millionen Euro bei Schuldnern eingetrieben. Im Jahr zuvor waren es 37,3 Millionen und im Jahr 2021 40,2 Millionen Euro.

Trump verklagt New York Times auf Milliardenbetrag

Donald Trump greift erneut zur juristischen Keule: Der Ex-Präsident kündigt eine 15-Milliarden-Dollar-Klage gegen die New York Times an. Er wirft der Zeitung Verleumdung, Lügen und unzulässige Wahlkampfhilfe für Kamala Harris vor.

   Washington (red) – US-Präsident Donald Trump hat eine Klage wegen Verleumdung und übler Nachrede in Höhe von 15 Milliarden Dollar gegen die “New York Times” angekündigt. Die Zeitung sei zu einem “Sprachrohr für die radikale Linke” geworden und habe ihn, seine Familie und seine politischen Bewegungen über Jahrzehnte hinweg diffamiert, teilte Trump mit.

Trump bezeichnete die Unterstützung der Zeitung für Kamala Harris im Präsidentschaftswahlkampf als “beispiellosen illegalen Wahlkampfbeitrag”. Er kritisierte, dass die “New York Times” die Unterstützung von Harris prominent auf der Titelseite platziert habe, was seiner Meinung nach zuvor nie geschehen sei. Die Zeitung verfolge seit Langem eine Methode der Lügen und Verleumdungen gegen ihn und seine Unterstützer, so der Präsident.

Die Klage wurde im Bundesstaat Florida eingereicht. Weitere Einzelheiten zur Klage nannte Trump zunächst nicht.

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