Späte Asylanträge: Zuwanderer reichen Gesuche erst später ein

Die Zahl der monatlich nach Deutschland einreisenden Asylzuwanderer übersteigt derzeit deutlich die Anzahl der gestellten Asylanträge. Berichten zufolge, die sich auf Informationen aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) berufen, verzeichnete die Behörde im September und Oktober jeweils etwa 40.000 neu eingereiste Asylsuchende. Die tatsächlichen Asylerstanträge im September beliefen sich hingegen auf 27.889, und für den noch nicht abgeschlossenen Oktober werden ähnlich hohe Zahlen erwartet.

Oftmals vergehen einige Monate zwischen der Einreichung eines Asylgesuchs und der formellen Antragsstellung, da die Behörden stark ausgelastet sind. In der Regel stellen beinahe alle Migranten, die illegal einreisen und von der Bundespolizei im Grenzraum oder an Bahnhöfen und Flughäfen aufgegriffen werden, Asylgesuche. Dennoch gibt es laut Angaben aus den Behördenkreisen auch ausländische Einreisende ohne Visum oder aus visumfreien Ländern, die sich unerlaubt in Deutschland aufhalten, weder von der Polizei aufgegriffen werden noch eigenständig Kontakt zu den Behörden suchen und daher eine gewisse Zeit unter dem Radar der Behörden bleiben. Einige Asylsuchende ziehen möglicherweise auch in ein Nachbarland weiter, ohne später hierzulande einen Antrag zu stellen.

red

Mehrheit der Bundesländer fordert einheitliche Bezahlkarten für Flüchtlinge

Vor dem nächsten Flüchtlingsgipfel am 6. November fordert eine Mehrheit der Bundesländer eine bundesweit einheitliche Bezahlkarte statt der bisher geltenden Barauszahlungen an Asylbewerber und Geduldete. Das ergab eine Abfrage der “Welt am Sonntag” bei allen Bundesländern. Gerade unionsgeführte Länder wie Bayern, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt werben auf Anfrage für eine Einführung, aber auch das rot-grün regierte Hamburg steht einer Bezahlkarte “positiv” gegenüber.

Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt etwa teilt zu Bezahlkarten mit: “Entscheidend ist, dass diese Karten guthabenbasiert sind und keine Überziehung ermöglichen. Des Weiteren dürfen mit ihnen keine Überweisungen ins Ausland möglich sein.” In Bayern läuft bereits ein Pilotprojekt für solche Guthaben-Karten.

Das dortige Innenministerium schreibt auf Anfrage: “Die bayerische Bezahlkarte soll nur in dem nach Asylgesetz oder Aufenthaltsgesetz zulässigen Aufenthaltsbereich einsetzbar sein. Es soll eine Möglichkeit geben, einen sehr geringen Anteil des Guthabens in Bargeld abzuheben, um damit auch Geschäfte tätigen zu können, bei denen bargeldlose Zahlung nicht möglich ist, etwa beim Pausenverkauf in der Schule.” Für das Land Baden-Württemberg erklärt Siegfried Lorek, Staatssekretär im Ministerium für Migration: “Wir brauchen zeitnah ein Modell und das möglichst bundesweit einheitlich.”

Man wolle damit finanzielle Transferleistungen in die Herkunftsländer minimieren. Die Länder Bremen und Rheinland-Pfalz, hier amtieren Regierungschefs der SPD, zeigen sich skeptisch. “Ohne Bargeld sind die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe stark eingeschränkt, was die Integration perspektivisch massiv erschweren würde”, teilt das Integrationsministerium von Rheinland-Pfalz mit.

“Das aktuell praktizierte Verfahren ist praxistauglich und Änderungsbedarf wird nicht gesehen.” Bremen spricht sogar von “diskriminierenden Maßnahmen” in Bezug auf Bezahlkarten, die keine Bargeldabhebungen ermöglichen. Die Länder sehen die Bundesregierung bei der Erarbeitung einer solchen Karte in der Pflicht, da das maßgebliche Asylbewerberleistungsgesetz in die Gesetzgebungskompetenz des Bundes fällt.

Der Regelsatz eines alleinreisenden Asylsuchenden liegt laut Asylbewerberleistungsgesetz in einer Erstaufnahme zunächst bei 410 Euro. Der notwendige Bedarf von 228 Euro wird meist in Sachleistungen gewährt, rund 182 Euro persönlichen Bedarf, ein sogenanntes “Taschengeld”, zahlen die Einrichtungen bisher meist in bar aus. Die vollständige Umstellung des Systems auf Sachleistungen halten fast alle Länder für nicht umsetzbar.

Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt etwa teilt mit: “Eine Umstellung von Geldleistungen auf reine Sachleistungen würde die Kommunen, die durch die aktuell sehr hohen Zugangszahlen von Schutzsuchenden bereits sehr stark belastet sind, vor erhebliche zusätzliche personelle, organisatorische und finanzielle Herausforderungen stellen.” Flüchtlingsunterkünfte müssten etwa große Mengen an Kleidung in verschiedenen Größen vorhalten, Gutscheinmodelle für Dienstleistungen wie den Friseurbesuch entwerfen und massiv Personal etwa für Kantinen einstellen. Die Hamburger Sozialbehörde schreibt: “Auch wenn Sachleistungen in der aktuellen Diskussion vorzugswürdiger scheinen, verursachen sie im Ergebnis auch Kosten sowie nicht zu unterschätzenden Verwaltungs- und Personalaufwand.”

red

Joachim Gauck warnt vor neuem Wagenknecht-Bündnis

Ex-Bundespräsident Joachim Gauck fordert, das neue Bündnis Sahra Wagenknecht ebenso zu bekämpfen wie die AfD und erklärt, die Linke nicht zu vermissen. “Ich halte die Linkspartei für nicht erforderlich in Deutschland und die AfD erst recht nicht. Aber wir haben sie. Und solange sie in demokratischen Wahlen gewählt werden und sich nicht selbst außerhalb unserer Verfassung positionieren, haben wir sie zu tolerieren, mögen müssen wir sie nicht”, sagte Gauck den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. “Wir sind sogar aufgefordert, mit ihnen zu streiten. Und mit Blick auf die AfD und den Wagenknecht-Zusammenschluss müssen wir das noch stärker tun: um unsere offene und liberale Gesellschaft zu verteidigen.”

Die neue Wagenknecht-Partei verbinde “ausgewählte linke mit nationalpopulistischen Argumenten” und werde vor allem den Sozialdemokraten und der AfD Wähler abspenstig machen, glaubt Gauck. “Wie bei der AfD finden wir bei ihr ein Verständnis für Putin, eine Verharmlosung der Bedrohung, die vom russischen Kriegsbrandstifter ausgeht. Sie könnte auch attraktiv sein für jene, die schon bei den Corona-Protesten eine `Querfront` gebildet haben. Darunter solche Menschen, die sich überfordert fühlen von den Zuständen der politischen und kulturellen Moderne.

red

Grüne Jugend-Chefinnen: Selbsternannte Sozialistinnen mit klaren Visionen

Die neuen Chefinnen der Grünen Jugend bezeichnen sich selbst als Sozialistinnen. “Wenn Sozialismus bedeutet, eine Gesellschaft zu bauen, in der die Bedürfnisse der Vielen im Mittelpunkt stehen, in der alle Menschen persönliche Freiheiten genießen, Ressourcen demokratisch verwaltet werden und in der nicht Profitmaximierung das zentrale Prinzip ist, dann ja”, sagte Svenja Appuhn dem “Spiegel”. So sehe sie das auch, sagte Katharina Stolla.

Die beiden wurden am vergangenen Samstag als neue Sprecherinnen der Grünen-Jugendorganisation gewählt. Zuvor gehörten sie schon dem Bundesvorstand der Grünen-Jugend an. “Wir leben in einer Klassengesellschaft und in der gibt es entgegengesetzte Interessen. Nur hat schon länger niemand mehr die Interessen der arbeitenden Klasse als Ganzes adressiert. Das ist auch ein Versagen der SPD. Spätestens mit der Agenda 2010 hat sie die arbeitende Klasse verraten”, sagte Appuhn.

Beide sprechen sich dafür aus, Wohnungskonzerne wie Deutsche Wohnen zu enteignen. Der Regierung werfen sie unsoziale Politik vor: “Seit zwei Jahren spart die Ampel-Koalition Mensch und Kommunen kaputt. Da wundert es mich nicht, dass viele überhaupt nicht mehr an eine Verbesserung ihrer Lebensrealität glauben”, sagte Stolla.

Die Ampel brauche “eine 180-Grad-Wende”, vor allem in der Migrationspolitik: “Abschiebungen traumatisieren Menschen, sie sind keine Lösung”, sagte Stolla. Sie wäre für einen Abschiebestopp: “Ich finde es absurd, darüber zu entscheiden, wo ein Mensch leben darf. Niemand flieht einfach so.”

red

Gewerkschaft der Polizei: Bis zu 20.000 Abschiebungen pro Jahr möglich

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schätzt, dass jährlich bis zu 20.000 abgelehnte Asylbewerber ohne Duldung abgeschoben werden könnten, wenn das kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetz zur Erleichterung von Abschiebungen nach Verabschiedung im Bundestag in Kraft tritt. Andreas Roßkopf, der Vorsitzende der GdP-Bundespolizei, äußerte diese Ansicht gegenüber dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Donnerstagausgaben). Im ersten Halbjahr 2023 wurden bereits 7.800 Flüchtlinge abgeschoben, und mit dem neuen Gesetz könnten es voraussichtlich etwa 20.000 Abschiebungen pro Jahr werden. Er wies jedoch darauf hin, dass 80 Prozent der abgelehnten Asylbewerber aufgrund einer Duldung gar nicht abgeschoben werden können. Das neue Gesetz sei zweifellos ein wichtiger Schritt, um die Arbeit zu erleichtern. Roßkopf betonte jedoch, dass zusätzlich ausreichende Immobilien für die Organisation des Ausreisegewahrsams benötigt würden.

Zudem sind 320 zusätzliche Kollegen erforderlich, um das gesteigerte Arbeitsvolumen zu bewältigen. Derzeit sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums etwa 50.000 abgelehnte Asylbewerber vollziehbar ausreisepflichtig, während rund 205.000 Personen eine Duldung besitzen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte kürzlich Forderungen nach Abschiebungen “in großem Stil” erhoben. Die Länderpolizeien bringen die vollziehbar ausreisepflichtigen Flüchtlinge zu den Flughäfen; die Abschiebung selbst wird von Bundespolizisten durchgeführt.

red

Gregor Gysi: Einigung zwischen Sahra Wagenknecht und der Linken scheiterte nur knapp

Gemäß Gregor Gysi, Mitbegründer der Linken, ist in diesem Jahr eine Einigung zwischen Sahra Wagenknecht und der Partei nur knapp gescheitert. Gysi erklärte dem “Spiegel”: “Ich hatte sie ja schon fast so weit, dass sie bleibt. Wir hatten sogar ein Papier verfasst mit gemeinsamen Positionen.” Dieses Papier wurde auch von den Parteivorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan unterstützt, obwohl es ihnen nicht vollständig zusagte. Gysi berichtete weiter: “Sahra Wagenknecht und ich wollten eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten.” Allerdings organisierte Wagenknecht dann gemeinsam mit der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer die Kundgebung “Aufstand für Frieden”.

Laut Gysis Darstellung unterstützten die Linken-Vorsitzenden die Demonstration nicht ausreichend, woraufhin Wagenknecht keine Lösung mehr anstrebte. In dieser Woche trat die langjährige Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aus der Partei aus.

Gysi sagte dem “Spiegel”, er habe schon vor Jahren erkannt, dass Wagenknecht eine potenzielle Gefahr für die Linke darstellen könnte, da sie polarisierte. “Die einen waren begeistert und fanden sie absolut fantastisch, die anderen wollten sie so schnell wie möglich loswerden. Mir war klar, dass eine Abspaltung droht, sollte sich Wagenknecht irgendwann von der Partei entfremden”, erklärte Gysi.

red

Bundeswehrverband warnt vor russischem Angriff: Deutschland schlecht vorbereitet

Vor einem möglichen russischen Angriff warnte der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, und kritisierte gleichzeitig die mangelnde Ausstattung der deutschen Streitkräfte. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe äußerte er seine ernsthafte Besorgnis über die steigende Wahrscheinlichkeit eines begrenzten konventionellen Konflikts oder sogar eines Krieges, bei dem auch Deutschland betroffen sein könnte. Die zentrale Frage, die sich hierbei stellt, ist, wie gut Deutschland auf derartige Szenarien vorbereitet ist, und die Antwort, so Wüstner, ist äußerst beunruhigend.

Wüstner betonte die höchst angespannte Bedrohungslage für Deutschland und das Bündnis. Er forderte dringend eine beschleunigte Bereitstellung von Hardware, Munition, Waffensystemen, Logistik und sanitärer Unterstützung. Damit griff er eine Warnung der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Eva Högl (SPD), aus ihrem letzten Jahresbericht auf: “Es mangelt fast an allem.”

Der Chef des Bundeswehrverbandes drängte auf eine rasche Einberufung des Bundessicherheitsrates und des Koalitionsausschusses, um sich mit möglichen “Worst-Case-Szenarien” für die kommenden Jahre auseinanderzusetzen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Wüstner betonte die Notwendigkeit, den Verteidigungsetat für das Jahr 2024 erheblich anzuheben. Die Kapazitäten der deutschen Rüstungsindustrie müssten so gesteigert werden, dass Deutschland endlich wieder “vor die Welle” kommt, insbesondere in Bezug auf Munition und Ausrüstung.

Kritik äußerte Wüstner an der Umsetzung der von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigten “Zeitenwende” vom 27. Februar 2022, die drei Tage nach Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine angekündigt wurde. Er bemängelte, dass die Umsetzung in Bezug auf die Bundeswehr zu langsam erfolge. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) habe zehn Milliarden Euro mehr für den Verteidigungshaushalt gefordert, was in der Ampelkoalition jedoch abgelehnt wurde. Die qualitative Einsatzbereitschaft der Bundeswehr leide darunter, und die Ziele, die Scholz in Bezug auf die Nato-Verpflichtungen bis 2025 angekündigt habe, rückten in immer weitere Ferne.

Wüstner warnte davor, dass Deutschland in der Vergangenheit zu passiv auf globale Krisen und Konflikte reagiert habe. Wenn die politische Führung nicht rasch handele, bestehe die Gefahr, dass man sich später fragen müsse, warum man im Herbst 2023 immer noch untätig geblieben sei. Er appellierte an die Dringlichkeit, die Zeit des Friedens hinter sich zu lassen und sich auf eine Epoche erhöhter kriegerischer Auseinandersetzungen einzustellen. Deutschland müsse jegliche Naivität ablegen und dringend wieder verteidigungs- und abschreckungsfähig werden.

red

Unbekannter erschießt mindestens 22 Menschen in US-Stadt

Ein schrecklicher Schusswaffenangriff in Lewiston, einem Ort in Maine, sorgt für Entsetzen. US-Medienberichten zufolge ereigneten sich die tragischen Vorfälle am Mittwochabend (Ortszeit) in einem Restaurant und einer Bowlinganlage. Dabei kamen mindestens 22 Menschen ums Leben, und weitere 50 bis 60 Personen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter ist auf der Flucht, jedoch von der Polizei identifiziert worden und wird als “bewaffnet und gefährlich” eingestuft.

Die örtliche Bevölkerung wurde dringend aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, Türen zu verschließen und mögliche Informationen an die Behörden weiterzugeben. Lewiston, eine Stadt mit rund 37.000 Einwohnern im Südwesten von Maine, ist die zweitgrößte Stadt in diesem Bundesstaat an der Ostküste der USA.

red

Städtetag erwartet keine drastische Zunahme von Abschiebungen trotz Rückführungsgesetz

Der Deutsche Städtetag erwartet anfänglich keinen signifikanten Anstieg der Abschiebungen aufgrund des vom Bundeskabinett beschlossenen Rückführungsgesetzes. Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Städtetags, erklärte dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Donnerstagausgaben), dass die Maßnahmen zur schnelleren Rückführung von Personen ohne Bleibeperspektive in Deutschland erst dann wirksam werden, wenn die Herkunftsländer diese Personen aufnehmen. Er betonte die Notwendigkeit verlässlicher Rücknahmeabkommen mit den jeweiligen Herkunftsländern und forderte, dass solche Abkommen legale Migrationswege ermöglichen sollten. Erst mit solchen Abkommen könnten Rückführungen in größerem Umfang stattfinden.

Dedy unterstrich die Wichtigkeit eines dauerhaften Finanzierungssystems für die Unterbringung, Versorgung und Integration von Geflüchteten mit Bleibeperspektive in den Städten. In Bezug auf den Deutschlandpakt für Migration rief der Landkreistag die Bundesregierung dazu auf, konkrete Schritte zu benennen. Reinhard Sager, Präsident des Landkreistags, erklärte, dass die bisherigen Aussagen zur Begrenzung der irregulären Migration in den Eckpunkten des Deutschlandpakts, die Bundeskanzler Scholz Anfang September vorgelegt hatte, zwar in die richtige Richtung wiesen, jedoch noch zu vage seien. Sager unterstützte Maßnahmen wie die Einführung von Grenzkontrollen und die Einrichtung von Transitzonen, die von der Union vorgeschlagen wurden.

Er betonte die Notwendigkeit “wirksamer Abkommen mit den Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge” und begrüßte die gemeinsamen Bemühungen von Regierung und Opposition, das Thema zügig anzugehen. Sager forderte außerdem, dass die Landkreise und Städte aktiv in diesen Prozess einbezogen werden.

red

Schnellere Abschiebungen und erweiterte Befugnisse – Bundesregierung gibt grünes Licht

Berlin – Die Bundesregierung hat den Gesetzesvorschlag von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) zur Beschleunigung von Abschiebungen gebilligt. Das Kabinett stimmte am Mittwoch dem entsprechenden Gesetzentwurf zu, der unter anderem vorsieht, die maximale Dauer für Ausreisegewahrsam von zehn auf 28 Tage zu verlängern. Des Weiteren sind zusätzliche Befugnisse für Behörden geplant, einschließlich Durchsuchungen von Sammelunterkünften. Verschärfte Maßnahmen gegen Schleuser sind ebenfalls Teil des Vorhabens.

Dieses Gesetz muss noch vom Bundestag verabschiedet werden. Es hat Kritik von verschiedenen Organisationen sowie aus den Reihen der Grünen und der SPD hervorgerufen. Bemängelt wird, dass der Gesetzentwurf nur für einen kleinen Teil der ausreisepflichtigen Personen eine Lösung bietet und möglicherweise Grundrechte einschränkt.

red

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