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Wenn der Rücken sauer wird

Gymnastik ist gut, ganzheitliche Ansätze sind besser. Das gilt vor allem für den Umgang mit Rückenproblemen. Denn oft steckt hinter den Schmerzen eine Übersäuerung. Überschüssige Säure kann sich im Bindegewebe ablagern, das starr und unbeweglich wird.

“Heute spricht man von verklebten Faszien, aber das ist eigentlich nur ein neuer Begriff für Säurestarre, ein altbekanntes Problem, das die Naturheilkunde schon lange im Fokus hat”, teilt das Pharmaunternehmen Protina mit. Die Folge seien häufig Muskel- und Gelenkbeschwerden. Wissenschaftler entwickelten ein Präparat mit basischen Mineralstoffen namens Basica, das überschüssige Säure neutralisieren kann. Mit Basica Vital pur gebe es ein Produkt, das frei von Zusatzstoffen ist und beispielsweise auch von Patienten mit Laktoseintoleranz vertragen wird.

Die Ernährung spielt eine große Rolle: Mindestens die Hälfte einer Mahlzeit sollte aus Salat, Gemüse und Obst bestehen. Auf Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Brot und Backwaren braucht man nicht komplett zu verzichten. Es genügt, deren Menge zu reduzieren.

Von Vorteil ist auch das Trinken von täglich mindestens zwei Litern Wasser. Damit unterstützt man die Ausscheidung von Säure über die Nieren. Ideal sind Mineralwasser oder Kräutertees sowie Fruchtsäfte, weil diese basisch wirken.

Zudem bringt Bewegung den Stoffwechsel in Schwung und hilft dem Körper, überschüssige Säure auszuscheiden. Es ist sinnvoll, einmal täglich ins Schwitzen zu kommen. Und Stress ist Gift. Er fördert eine Übersäuerung. Bewährt haben sich dafür Entspannungsübungen wie Yoga, autogenes Training oder Atemübungen. Gönnen soll man sich den Experten zufolge auch mal ein Entspannungsbad oder eine Massage. mp/wal

Neuentwicklung: Biologisches Pflaster

Mediziner der Universität Bremen haben im Labor ein biologisches Pflaster entwickelt. Das jetzt zum Patent angemeldete Fibrinogen-Netzwerk könnte in Zukunft sogar aus menschlichem Blut hergestellt werden.

Bei Verletzungen des Gewebes kommen die köpereigenen Heilungsmechanismen zum Einsatz, um die Wunde zu schließen. Das im Blutplasma enthaltene Protein Fibrinogen wird dabei in Fibrin umgewandelt und bildet Nanofasern, die umgangssprachlich als “Schorf” bezeichnet werden. Einem Team von Biophysikerinnen und -physikern der Universität Bremen um Professorin Dorothea Brüggemann und den Doktoranden Karsten Stapelfeldt ist es jetzt gelungen, ein solches biologisches Fibrinogen-Netzwerk im Labor herzustellen.

Dieses könne als Grundlage für eine natürliche Wundauflage dienen, sozusagen “Schorf aus der Tube”, erläutert Karsten Stapelfeldt. Ein “individuelles Pflaster” aus eigenem Bio-Material sei so möglich. Dorothea Brüggemann ergänzt: “Wir sehen für die Zukunft ein großes Potenzial in dieser Entdeckung.” Deshalb hat die Forschungsgruppe jetzt mit Hilfe der bremischen Patentverwertungsagentur InnoWi GmbH eine europäische Patentanmeldung eingereicht. mp/Mst

Verwirrung nach der Narkose

Anästhesie ist eine Wissenschaft für sich. Denn eine Narkose hat es in sich. Gerade ältere Menschen sind nach einer Operation häufig verwirrt. Sie können orientierungslos und unruhig sein und sogar unter Halluzinationen, Angstzuständen oder Schlafstörungen leiden. Doch es gibt ein Mittel dagegen.

Ein sogenanntes “postoperatives Delir” birgt die Gefahr einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit und ein erhöhtes Sterberisiko. Daher sei es wichtig, Delir-gefährdete Personen bei der Behandlungsplanung frühzeitig zu erkennen, teilt die medizinische Fakultät der Uni Bonn mit. Dazu startete die Anästhesieambulanz am Universitätsklinikum Bonn ein Forschungsprojekt zur Erkennung des Risikos für postoperatives Delir. In der Beobachtungsstudie “Propdesc” werden binnen zwölf Monaten 1.000 operative Patienten des Bonner Klinikums, die 60 Jahre und älter sind, untersucht.

Ein postoperatives Delir tritt gehäuft in den ersten Tagen nach einem operativen Eingriff auf. Hierbei unterscheidet sich ein hyperaktiver Verlauf mit unruhigem und aggressivem Verhalten von der hypoaktiven Variante mit Verlangsamung, die häufig als Depression verkannt wird. In der Studie wird der Behandlungsverlauf in den ersten fünf Tagen nach der Operation engmaschig beobachtet. Nun wolle man Delir-Spitzen erkennen, um für diesen Zeitpunkt bei gefährdeten Patienten eine Visite mit gezielter Untersuchung auf Delir als Regel zu empfehlen.

Ein paar Mittel gibt es schon: Um ein Delir zu vermeiden, seien die Rückgabe von Hörgeräten, Brille, Uhr und vertrauten Fotos als Orientierungshilfen sowie ausreichende Beleuchtung und frühe Mobilisation sinnvoll. Aber auch Angehörige könnten den Betroffenen helfen, sich wieder zu Recht zu finden. “Besuche nach der Operation sind ganz wichtig”, sagt die Professorin Maria Wittmann, Leiterin der klinischen Studien an der Bonner Uni-Klinik für Anästhesiologie. “Es ist die Phase, in der der Patient einen am meisten braucht.” mp/wal

Unterstützung für die Darm-Flora

Wenn der Grund für eine Antibiotika-Kur besiegt ist, gehen die Probleme weiter. Denn diese Therapie tötet nicht nur das für die Krankheit verantwortliche Bakterium ab, sondern kann auch der Darmflora schaden. “Im Grunde wirken Antibiotika auf die Vielfalt der Bakterien ähnlich wie ein Unkrautvernichtungsmittel”, so Antibiotika-Expertin Anne Eva Lauprecht von den Kliniken Essen-Mitte.

Ihr Rat: Mit Hilfe der Nahrung lasse sich die Darm-Regeneration gezielt unterstützen. “Präbiotische Lebensmittel enthalten Futter für wichtige Darmbakterien”, so Diätassistentin Susanne Rolker von den Kliniken Essen-Mitte im Magazin “Apotheken Umschau”. Besonders ergiebig seien etwa Artischocken und Schwarzwurzeln. Damit die Bakterien diesen Dünger bekommen und wachsen könnten, sollten besonders Getreideflocken, grobkörniges oder fein ausgemahlenes Vollkornbrot verzehrt werden. Und auch jede Art von Gemüse, Zwiebeln oder Knoblauch, Äpfel, Mandeln und Hülsenfrüchte wie Linsen.

Auf Produkte mit Weißmehl und Weißzucker wie Weißbrot und Süßigkeiten, Fast Food und Fertiggerichte sollte man bei geschwächtem Darm-Mikrobiom dagegen eher verzichten. mp/rhu

Flüssige Arznei: Die Toilette ist tabu

Flüssige Medizin hält nicht ewig. Was aber tun, wenn die Haltbarkeit abgelaufen ist? Der Gang zur Spüle oder auf die Toilette wäre die naheliegendste Lösung. Doch Vorsicht: Wer Medikamente auf diese Weise entsorgt, schadet der Umwelt.

“Kippen Sie abgelaufene flüssige Arzneimittelreste bitte nie in die Spüle oder die Toilette” sagt Britta Ginnow, Arzneimittelexpertin beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI). Werden Arzneimittelreste falsch entsorgt, gelangen Arzneistoffe ins Abwasser und somit in Flüsse, Seen oder Bäche und können zum Teil nachteilige Wirkungen auf das Ökosystem haben.

Dieses Problem ist aber gerade bei flüssigen Arzneimitteln nicht jedem klar. Noch im Jahr 2014 kippten nach Angaben des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) knapp die Hälfte aller Befragten abgelaufene oder nicht mehr gebrauchte flüssige Arzneimittel völlig arglos in das Waschbecken, die Spüle oder das WC. “Arzneimittelreste jeglicher Art – auch flüssige – gehören samt Behältnis in den Hausmüll”, so Britta Ginnow. mp/rlo

Diabetes: Albtraum Amputation

Diabetes ist ein schreckliche Sache. Der Albtraum vieler Patienten ist die Amputation. Doch oft ist gerade das der letzte Ausweg, um Leben zu retten.

Die Zahlen sind schockierend: Jedes Jahr werden bei Diabetespatienten mehr als 40.000 Füße und Beine amputiert. Doch durch die konsequente Prävention von Fußgeschwüren und die rechtzeitige Therapie von Gefäßverschlüssen ließen sich bis zu 80 Prozent dieser Amputationen vermeiden, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).

Wohin sich betroffene Patienten wenden sollen, erläutern jetzt Experten auf einer Pressekonferenz zum 136. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Der Kongress findet vom 26. bis 29. März 2019 unter dem Motto “Volle Kraft voraus – mit Herz, Hand und Verstand” in München statt.

In Deutschland sind rund sechs Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. “Eine gefürchtete Folgeerkrankung der Stoffwechselstörung sind Fußgeschwüre, aus denen sich häufig chronische Wunden entwickeln”, sagt Professor Dr. med. Matthias Anthuber, Präsident der DGCH. Jeder vierte Zuckerkranke entwickelt im Laufe seines Lebens ein solches diabetisches Fußsyndrom, dessen Behandlung die Hälfte aller Krankenhaustage bei Diabetespatienten beansprucht.

Zugleich ist das diabetische Fußsyndrom die mit Abstand häufigste Amputationsursache. “Mit über 40.000 Amputationen pro Jahr liegt Deutschland hier seit vielen Jahren leider europaweit im oberen Bereich”, sagt Professor Dr. med. Dittmar Böckler, Präsident der DGG. “Doch mit den richtigen Maßnahmen könnte die Amputationsrate um bis zu 80 Prozent gesenkt werden”, betont der Ärztliche Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Um eine Amputation zu vermeiden, sei entscheidend, rechtzeitig die arterielle Durchblutung des betroffenen Beines zu verbessern. “Dafür stehen Bypass-Operationen und katheterbasierte minimalinvasive Verfahren zur Verfügung, die beide in sogenannten Hybrideingriffen überaus effektiv kombiniert werden können”, so Böckler.

“Wir empfehlen jedem Diabetespatienten mit Fußproblemen, frühzeitig ein solches Zentrum aufzusuchen”, rät Gefäßspezialist Böckler. Gleiches gilt für Patienten, die an der sogenannten Schaufenster-Krankheit leiden, einer schweren Durchblutungsstörung in den Beinen – davon ist jeder fünfte über 65-Jährige betroffen. “Auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit, die auf der Arteriosklerose basiert, ist mit einem erhöhten Amputationsrisiko verbunden”, erläutert Böckler. mp/rlo

Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen

Mehr Geld für Gesundheit

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2017 auf 375,6 Milliarden Euro oder 4.544 Euro je Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einem Anstieg um 4,7 Prozent oder 16,9 Milliarden Euro gegenüber 2016.

Die Gesundheitsausgaben überschritten damit im Jahr 2017 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag. Für 2018 wird auf Basis vorliegender und fortgeschriebener Werte ein weiterer Anstieg auf 387,2 Milliarden Euro geschätzt, das wären 3,1 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Die soziale Pflegeversicherung verzeichnete 2017 mit einem Plus von 26,4 Prozent den stärksten Zuwachs aller Ausgabenträger. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben um 7,8 Milliarden Euro auf 37,2 Milliarden Euro gestiegen. Dieser starke Anstieg ist auf das dritte Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das am 1. Januar 2017 in Kraft trat.

Mit einem Ausgabenanteil von 57 Prozent war die gesetzliche Krankenversicherung auch 2017 größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 214,2 Milliarden Euro und lagen somit um 3,4 Prozent über denen des Vorjahres. mp/rlo

Boom in der Fitnessbranche hält an

Die deutsche Fitness-Branche boomt. Das geht aus der Eckdaten-Studie 2019 hervor. So hat die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche einen neuen Umsatzrekord erzielt. Mit 5,33 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,20 Milliarden Euro) konnte der Branchenumsatz um 2,5 Prozent gesteigert werden.

Auch die Zahl der Mitgliedschaften in deutschen Fitnessstudios erreichte einen neuen Höchstwert: Mit 11,09 Millionen Mitgliedschaften war und ist das Fitnesstraining, vor Fußball und Turnen, die mitgliederstärkste Trainingsform in Deutschland. Über alle Segmente hinweg war eine Erhöhung der Mitgliedschaften von 4,5 Prozent zu beobachten. Am stärksten präsentieren sich die Kettenbetriebe, die 8,0 Prozent mehr Mitgliedschaften verbuchen konnten.

Die positive Entwicklung der Branche spiegelt sich ebenfalls in der gestiegenen Zahl der Fitnessanlagen wider. Wurden 2017 deutschlandweit noch 8.988 Anlagen gezählt, konnte sich dieser Wert 2018 um 3,9 Prozent auf 9.343 Anlagen verbessern. Mit 4.867 Anlagen stellt der Einzelbetrieb die am weitesten verbreitete Anlagenform dar.

Die Investitionsbereitschaft der Anlagenbetreiber wird durch die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Fitnessbranche begünstigt: Mehr als 85 Prozent aller Betreiber signalisierten, 2019 Investitionen tätigen zu wollen. Über alle Anlagen hinweg beträgt das geplante Investitionsvolumen je Anlage durchschnittlich 153.000 Euro.

Die Eckdaten-Studie wurde gemeinsam vom DSSV-Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erhoben. Auch für 2019 sei mit einem weiteren Wachstum der deutschen Fitnessbranche zu rechnen, heißt es in der Studie. mp/rlo

Die Wissenslücken bei der Organspende

Organspender können Leben retten. Das ist den meisten Menschen bewusst. Daher überrascht es nicht, dass mehr als 70 Prozent aller Deutschen grundsätzlich bereit sind, ihre Organe nach dem Tod zu spenden. Aber: Eine Mehrheit von 56 Prozent will der Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich selbst zugestimmt haben.

Eine Widerspruchsregelung, nach der jeder als Spender gilt, der eine Organspende nicht ablehnt, bekommt keine Mehrheit. Diesen Automatismus trägt nur gut jeder Dritte mit. Insgesamt zeigen sich in der Bevölkerung gravierende Wissensdefizite zum Thema Organspende. Das belegt eine Umfrage der Schwenninger Krankenkasse.

Jeder Zweite fühlt sich schlecht informiert über die Themen Organspende und den Hirntod als Voraussetzung für die Organentnahme. Jeder Dritte weiß nicht, wie man zum Organspender werden kann.

“Seit Jahren wird über das Thema diskutiert – aber ganz offensichtlich an der Bevölkerung vorbei”, sagt Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse. “Zum einen muss die Politik die Menschen stärker mitnehmen in dieser ethisch so wichtigen Debatte. Zum anderen müssen wir alle Basisarbeit leisten und noch besser aufklären.”

Der Wunsch, anderen mit einer Organspende zu helfen, geht dabei mit der Offenheit einher, häufiger im Alltag mit dem Thema konfrontiert zu werden. So stimmen 70 Prozent der Befragten dem Vorschlag zu, regelmäßig von den Behörden nach der Bereitschaft zur Organspende gefragt zu werden, zum Beispiel bei der Beantragung eines Personalausweises. mp/rlo

Wenn Sperma in die Jahre kommt

Da geht noch was. Das haben wir lange Zeit auch von Spermien gedacht. Doch das ist ein Trugschluss. Denn neuere Forschungen belegen: Auch männliche Keimzellen unterliegen Alterungsprozessen. Schlimmer noch: Studien weisen darauf hin, dass die DNA der Samenzellen über die Jahre Schaden nehmen kann. Die Folge: das Risiko von Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des Nachwuchses.

Ebenso erleiden die Partnerinnen häufiger Komplikationen in ihrer Schwangerschaft. Die neuen Erkenntnisse, die Andrologen zur Fruchtbarkeit des älteren Mannes haben, und was dies für ältere Paare mit Kinderwunsch bedeutet, diskutieren Experten beim 62. Kongress für Endokrinologie am 20. März 2019 in Göttingen.

“Mögliche Risiken einer späten Elternschaft wurden lange Zeit hauptsächlich in Bezug auf das Alter der Frau betrachtet. Der Einfluss des Alters des Vaters wurde bislang vernachlässigt”, berichtet Stefan Schlatt, Direktor des Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie am Universitätsklinikum Münster.

Während der lebenslange Keimzellen-Pool von Frauen, bestehend aus rund 400.000 unreifen Eizellen pro Eierstock, bereits zum Zeitpunkt der Geburt angelegt ist und ab diesem Datum altert, produzieren Männer im Laufe ihres Lebens Millionen von Spermien täglich immer wieder neu.

“Daraus leitete sich die Annahme ab, männliche Keimzellen würden nicht altern”, erklärt Schlatt. Dabei würde jedoch nicht berücksichtigt, dass auch bei älteren Männern die Integrität der Spermien-DNA beeinträchtigt sein könnte, etwa durch genetische und epigenetische Veränderungen. “Das dadurch verursachte veränderte Ablesen von Genen könnte sowohl die Embryonal- als auch die Plazentaentwicklung beeinträchtigen”, so Professor Schlatt. mp/rlo