Corona-Impfung für Kinder ab fünf Jahren – EMA gibt grünes Licht

Amsterdam – Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt den Corona-Impfstoff von BionTech nun auch für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Bei Kindern in der Altersgruppe soll die Dosis demnach niedriger sein als bei Personen ab zwölf Jahren (10 Mikrogramm im Vergleich zu 30 Mikrogramm).

Wie in der älteren Altersgruppe wird der Wirkstoff als zwei Injektionen in die Oberarmmuskulatur im Abstand von drei Wochen verabreicht. Eine Studie mit Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren habe gezeigt, dass die Immunantwort auf den Biontech-Impfstoff in der niedrigeren Dosis vergleichbar war mit der bei der höheren Dosis bei 16- bis 25-Jährigen, so die EMA. Die häufigsten Nebenwirkungen ähnelten dabei denen bei Personen ab zwölf Jahren. Dazu gehörten Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle – ebenso Muskelschmerzen und Schüttelfrost.

Diese Wirkungen seien in der Regel leicht bis mittelschwer und besserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA sei daher zu dem Schluss gelangt, dass der Nutzen der Impfung die Risiken auch bei der jüngeren Altersgruppe überwiege, so die Behörde. Die EU-Kommission muss nach der EMA-Empfehlung die endgültige Entscheidung treffen, was aber nur als Formsache gilt.

Wann der Impfstoff in Deutschland bei Kindern ab fünf Jahren zur Anwendung kommt, ist noch unklar. Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet nach eigenen Angaben aktuell eine Empfehlung pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor. Sie soll demnach bis Ende Dezember fertiggestellt werden.

 

Fast 76.000 Corona-Neuinfektionen – Mehr als 100.000 Tote seit Beginn der Pandemie

Berlin (dts) – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 75.961 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 16,2 Prozent oder 10.590 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche und nun schon zum wiederholten Mal mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 66.884 neuen Fällen binnen eines Tages und war erst kürzlich erreicht worden, alle paar Tage wird die Höchstmarke weiter nach oben geschoben.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 404,5 auf heute 419,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 729.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 196.700 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor.

Außerdem meldete das RKI nun 351 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.581 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 226 Todesfällen pro Tag (Vortag: 213). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 100.119. Insgesamt wurden bislang 5,57 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

 

 

Baerbock schließt allgemeine Impfpflicht nicht aus

Berlin (dts) – Grünen-Chefin Annalena Baerbock eine allgemeine Impfpflicht nicht ausgeschlossen. Zusätzlich zu einer Impfpflicht in bestimmten Bereichen und Berufen werde „mitgeprüft, was es braucht für eine allgemeine Impflicht“, sagte sie den ARD-Tagesthemen, nachdem sich SPD, Grüne und FDP auf einem gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt haben. Es müssten dafür rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Auf die Frage, warum Robert Habeck wohl Vizekanzler wird, antwortete Baerbock, „weil wir uns schon vor langer Zeit gemeinsam darauf verständigt haben“. Man habe mit dem Koalitionsvertrag die Leitplanken für Klimaneutralität in Deutschland gesetzt. Jetzt müssten „diese vielen, vielen Windräder, die Stromtrassen und auch die emissionsfreien Autos“ gebaut werden.

Das werde „eine riesige gesellschaftliche Kraftanstrengung.“ Es sei allerdings wichtig, das man Klimapolitik „nicht nur national denkt, sondern im europäischen Kontext und mit einer internationalen Verknüpfung“, ergänzte Baerbock, die als künftige Außenministerin gehandelt wird. Auf die Frage zu eventuellen künftigen Streitpunkten in der Koalition antworte die Grünen-Chefin, „bekanntermaßen erzeugt Reibung ja nicht nur Wärme sondern auch neue Kraft“.

Auf die Corona-Pandemie angesprochen sagte Baerbock, eine Krisenstab im Kanzleramt werden nun täglich die Lage analysieren. „Wir haben uns zehn Tage Zeit gegeben um zu sehen, sind wir bei den Booster-Impfungen, sind wir bei den Schutzmaßnahmen weit genug gekommen.“ Nach diesen zehn Tagen werde gemeinsam analysiert, „ob es weitere Maßnahmen braucht oder nicht“.

 

 

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen am Mittwoch für den Landkreis Ludwigsburg aus

In Baden-Württemberg gilt seit Mittwoch, 24. November 2021 eine neue verschärfte Corona-Verordnung.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch für den Landkreis Ludwigsburg aus:

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Mittwochnachmittag vorläufig 365 (Vortag: 472) Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz stieg laut Gesundheitsamt Ludwigsburg um – 2,2 auf heute 368,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 547. Rund 36.080 (+343) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 24.11 – 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 24.11.21)

Affalterbach ( 305 | 7 )
Asperg ( 1.040 | 15 )
Benningen am Neckar ( 386 | 0 )
Besigheim ( 922 | 6 )
Bietigheim-Bissingen ( 3.726 | 39 )
Bönnigheim ( 711 | 8 )
Ditzingen ( 1.779 | 11 )
Eberdingen ( 469 | 2 )
Erdmannhausen ( 264 | 5 )
Erligheim ( 186 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 920 | 17 )
Freudental ( 193 | 2 )
Gemmrigheim ( 357 | 2 )
Gerlingen ( 1.100 | 7 )
Großbottwar ( 517 | 1 )
Hemmingen ( 517 | 6 )
Hessigheim ( 133 | 3 )
Ingersheim ( 425 | 6 )
Kirchheim am Neckar ( 525 | 5 )
Korntal-Münchingen ( 1.446 | 13 )
Kornwestheim ( 3.002 | 25 )
Löchgau ( 395 | 0 )
Ludwigsburg ( 7.299 | 44 )
Marbach am Neckar ( 1.115 | 16 )
Markgröningen ( 1.072 | 7 )
Möglingen ( 981 | 5 )
Mundelsheim ( 197 | 4 )
Murr ( 492 | 5 )
Oberriexingen ( 165 | 1 )
Oberstenfeld ( 493 | 11 )
Pleidelsheim ( 465 | 3 )
Remseck am Neckar ( 1.848 | 29 )
Sachsenheim ( 1.513 | 16 )
Schwieberdingen ( 796 | 9 )
Sersheim ( 411 | 3 )
Steinheim an der Murr ( 705 | 3 )
Tamm ( 668 | 4 )
Vaihingen an der Enz ( 2.170 | 20 )
Walheim ( 205 | 9 )

red

Diese verschärften Corona-Regeln sind seit Mitternacht in Kraft

Seit Mitternacht (24. November) an gelten in Baden-Württemberg schärfere Corona-Regeln, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. In erster Linie betreffen die Maßnahmen ungeimpfte und nicht von COVID-19 genesene Menschen. Aber auch geimpfte Personen müssen mit Einschränkungen rechnen.

Neue Alarmstufe II mit 2G plus

Die neuen Regeln sehen eine zusätzliche vierte Stufe vor. Nach der Basis-, der Warn- und der Alarmstufe wird es künftig auch eine Alarmstufe II geben, die ab einer landesweiten Intensivbetten-Auslastung von 450 Corona-Patienten ODER ab einer 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz von 6 gilt.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters sind mit Datenstand (23.11.2021, 12:30 Uhr ) insgesamt 510 (Vortag: 489) COVID-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung.

Die neuen Corona-Regeln im Überblick

  • In Alarmstufe II gilt 2G plus künftig bei Veranstaltungen, auf Weihnachtsmärkten, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, in Prostitutionsstätten und Diskotheken. Das heißt, der Zugang ist nur für Geimpfte oder Genesene gestattet, die zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können. Aufgrund der damit verbundenen Herausforderungen für die Veranstaltungsbranche wegen bereits verkaufter Tickets werden Verstöße in dieser Woche noch nicht verfolgt.
  • Außerdem gelten zusätzlich in Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene von 21 bis 5 Uhr (Ausnahme bei Vorliegen triftiger Gründe, unter anderem Berufsausübung, Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern und Spazierengehen / körperliche Bewegung allein im Freien). Im Einzelhandel gilt in diesem Fall grundsätzlich 2G (Ausnahme: Grundversorgung).
  • Für Friseurdienstleistungen gilt in beiden Alarmstufen eine 3G-Pflicht mit PCR-Tests.
  • Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte werden ab der Alarmstufe auf 50 Prozent der Kapazität begrenzt.
  • In Hotels gilt für touristische Übernachtungen bereits ab der Alarmstufe 2G, bei geschäftlichen Übernachtungen 3G.
  • In Bus und Bahn sowie im Flugzeug gilt auf Grund bundesrechtlicher Vorgaben generell 3G.
  • Veranstalter müssen Test-, Impf- und Genesenennachweise grundsätzlich mit digitalen Anwendungen (zum Beispiel der CovPassCheck-App) kontrollieren und den Namen anhand von Ausweisdokumenten überprüfen. Damit ist der Zutritt allein mit dem gelben Impfpass nicht mehr möglich, es muss der QR-Code per App oder in Papierform mitgeführt werden.
  • Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler gelten nicht in Diskotheken – auch sie müssen 2G-Nachweise vorlegen, in der Alarmstufe II gilt 2G plus.
  • Volljährige Schülerinnen und Schüler können nicht mehr den Schülerausweis vorlegen, um Zutritt zu erhalten. Für sie gelten die gewöhnlichen 2G- bzw. 3G-Zutrittsregelungen.
  • Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren können noch voraussichtlich bis kurz nach dem Weihnachtsfest Zutritt mit dem Schülerausweis erhalten.:

Was bedeutet 2G plus?

2G plus bedeutet, dass nur Personen zu einer Veranstaltung oder an einem Ort zugelassen sind, die vollständig geimpft oder von einer COVID-19-Infektion genesen sind und die zusätzlich auch noch aktuell schnellgetestet sind. Das „plus“ steht für den Schnelltest, dem sich Geimpfte und Genesene unterziehen müssen. Bei 2G plus haben Ungeimpfte keinen Zutritt.

Hier der Link zur genauen Übersicht der Regelung

red

 

Fast 67.000 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz erstmals über 400

Berlin (dts) – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 66.884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 27 Prozent oder 14.058 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche und nun schon zum wiederholten Mal mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 65.371 neuen Fällen binnen eines Tages und war erst kürzlich erreicht worden, alle paar Tage wird die Höchstmarke weiter nach oben geschoben.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 399,8 auf heute 404,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 685.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 194.400 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor.

Außerdem meldete das RKI nun 335 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.494 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 213 Todesfällen pro Tag (Vortag: 208). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 99.768. Insgesamt wurden bislang 5,5 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

 

Deutsche Bahn will 3G-Regel stichprobenartig kontrollieren –  Polizei soll bei Problemen unterstützen  

Berlin – Die Deutsche Bahn (DB) will die 3G-Regel in Zügen, die ab Mittwoch gilt, stichprobenartig kontrollieren. Verantwortlich sein werde das Sicherheits- und Kontrollpersonal, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Allein im Fernverkehr seien demnach in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regeln Kontrollen auf 400 Verbindungen geplant.

Sollte die DB einen Beförderungsausschluss aussprechen müssen, könne man die Bundespolizei bei Problemen um Unterstützung bitten, fügte der Konzern hinzu. DB-Personenverkehr-Vorstand Berthold Huber sagte, dass man beim Umsetzen der neuen gesetzlichen Regeln auch auf die Mitwirkung der Fahrgäste setze. Die 3G-Regelung gelte zudem auch für das Service-, Sicherheits- und Kontrollpersonal im Zug.

Der Vorsitzende des Bezirks Bundespolizei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Roßkopf, sagte zuvor dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland: “Im Falle einer Einführung der 3G-Regel im öffentlichen Nah- und Fernverkehr wollen sich die deutschen Polizeibehörden nicht an den Nachweiskontrollen beteiligen. „Wir sind keine Gesundheitspolizei, 3G in Bus und Bahn müssen die DB und die anderen Verkehrsunternehmen mit ihren eigenen Sicherheitsdiensten und Zugbegleitern kontrollieren.“

red / dts

Impfpflicht in Deutschland rechtens? Das sagt ein Verfassungsrechtler

Berlin (dts) – Eine allgemeine Impfpflicht ist nach Ansicht des Staats- und Verfassungsrechtlers Ulrich Battis vom Grundgesetz zweifelsfrei gedeckt. Eine solche allgemeine Impfpflicht sei durchaus vertretbar – „und zwar, um das Leben anderer Menschen zu schützen“, sagte Battis der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Verfassung sei in diesem Punkt eindeutig.

„Die Bürger vorbeugend gegen Corona zu impfen ist durch Artikel 2 des Grundgesetzes gedeckt, der den Schutz des Lebens anderer Menschen festlegt.“ Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, das ebenfalls der Artikel 2 festschreibt, habe dahinter zurückzutreten. Geschützt werden müssten etwa kleine Kinder ebenso wie Menschen, die wegen einer schweren Krankheit oder Impfunverträglichkeit nicht geimpft werden könnten.

Dies sei inzwischen gängige Meinung unter führenden Verfassungsrechtlern, da die Corona-Pandemie solch extreme Ausmaße angenommen habe. Auf die Frage, wann eine solche Impfpflicht kommen sollte, sagte Battis: „Möglichst schnell. Die Impfpflicht kann gegen die vierte Welle nichts mehr ausrichten, dafür ist es zu spät. Aber sie kann gegen eine künftige fünfte Welle helfen.“ Österreich, wo eine Impfpflicht ab 1. Februar 2022 beschlossen wurde, könnte nach seiner Ansicht Vorbild sein. Der Jurist sagte, dass es jetzt weniger um die Rechtsfrage als um die Umsetzung des Rechts gehen müsse. Dafür müsse der Staat sicherstellen, dass Impfverweigerer in strenge Quarantäne kämen.

Es dürfe zudem nur wenige Ausnahmen bei der Impfung geben etwa für Menschen mit nachgewiesenen gesundheitlichen Problemen (Impfunverträglichkeit). „Auch die Gewissensfreiheit – etwa aus religiösen Gründen – kann man diskutieren, das muss dann aber hart geprüft werden, etwa wie es bei Wehrdienst-Verweigerern gemacht wurde“, sagte Battis. „Bis dahin gehören diese Menschen unter strikte Quarantäne.“

 

 

Die aktuellen Corona-Zahlen am Dienstag für den Landkreis Ludwigsburg

In Baden-Württemberg gilt ab Mittwoch, 24. November 2021 eine neue verschärfte Corona-Verordnung. Ab morgen gilt bei Veranstaltungen und in Bars sowie Clubs 2G plus. Somit haben dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen Schnelltest vorweisen können. Zudem gibt es in Hotspot-Regionen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

Die Corona-Lage in Baden-Württemberg:

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind mit Datenstand (23.11.2021, 12:30 Uhr ) insgesamt 510 (Vortag: 489) COVID-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 257 (Vortag: 256) invasiv beatmet. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg gibt das Landesgesundheitsamt am Dienstagnachmittag mit 470 ( Vortag: 459,4) an.

 

Und so sehen die Corona-Zahlen am Dienstag für den Landkreis Ludwigsburg aus:

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Dienstagnachmittag vorläufig 472 (Vortag: 173) Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz stieg laut Gesundheitsamt Ludwigsburg um 18,4 auf heute 370,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 547. Rund 35.737 (+421) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 23.11 – 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 23.11.21)

Affalterbach ( 298 | 9 )
Asperg ( 1.025 | 15 )
Benningen am Neckar ( 386 | 5 )
Besigheim ( 916 | 8 )
Bietigheim-Bissingen ( 3.687 | 40 )
Bönnigheim ( 703 | 2 )
Ditzingen ( 1.768 | 22 )
Eberdingen ( 467 | 5 )
Erdmannhausen ( 259 | 2 )
Erligheim ( 185 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 903 | 13 )
Freudental ( 191 | 1 )
Gemmrigheim ( 355 | 4 )
Gerlingen ( 1.093 | 18 )
Großbottwar ( 516 | 7 )
Hemmingen ( 511 | 5 )
Hessigheim ( 130 | 7 )
Ingersheim ( 419 | 7 )
Kirchheim am Neckar ( 520 | 3 )
Korntal-Münchingen ( 1.433 | 17 )
Kornwestheim ( 2.977 | 32 )
Löchgau ( 395 | 5 )
Ludwigsburg ( 7.255 | 86 )
Marbach am Neckar ( 1.099 | 12 )
Markgröningen ( 1.065 | 12 )
Möglingen ( 976 | 12 )
Mundelsheim ( 193 | 2 )
Murr ( 487 | 7 )
Oberriexingen ( 164 | 5 )
Oberstenfeld ( 482 | 2 )
Pleidelsheim ( 462 | 8 )
Remseck am Neckar ( 1.819 | 15 )
Sachsenheim ( 1.497 | 22 )
Schwieberdingen ( 787 | 24 )
Sersheim ( 408 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 702 | 8 )
Tamm ( 664 | 8 )
Vaihingen an der Enz ( 2.150 | 20 )
Walheim ( 196 | 3 )

red

Ärzte warnen vor Cannabis

 Die sich anbahnende Ampel-Koalition will den Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken ganz offensichtlich legalisieren. Ärzte äußern schwerwiegende Bedenken und warnen vor Suchtgefahr und bleibenden Gehirnschäden.

Längst ist Cannabis-Konsum in der Gesellschaft angekommen.

Jeder vierte Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren und beinahe jeder zweite junge Erwachsene hat schon einmal Cannabis konsumiert. Mehr als 30.000 Konsumenten müssen jährlich in Deutschland in Suchtkliniken behandelt werden. „Aus medizinischer Sicht gibt es eine ganze Reihe schwerwiegender gesundheitlicher Bedenken gegenüber Cannabis“, warnt Prof. Dr. Diehm, ärztlicher Direktor der Max Grundig Klinik in Bühl.

Psychiater und Neurologen berichten, dass Cannabis neben der bekannten Abhängigkeit auch Angstzustände auslösen kann und durch das Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Störungen die Entwicklung von Psychosen bis hin zu Schizophrenien beschleunigt werden können.

Neben den mentalen Effekten warnt auch die Deutsche Gefäßliga entschieden vor gesundheitlichen Risiken von Cannabiskonsum. Eine aktuelle Studie aus Kanada zeigt, dass Cannabiskonsum das Herzinfarktrisiko bei jungen Patienten zwischen 18 und 44 Jahren deutlich erhöht. Forscher vermuten, dass das Tetrahydrocannabinol (THC) im Cannabis die Herzfrequenz (Herzrasen) und den Blutdruck erhöhen und damit auch den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels. Gleichzeitig reduziert Cannabis die Sauerstoffzufuhr zum Herzen. Durch beide gleichzeitigen Abläufe steigt das Risiko eines Herzinfarkts.

Cannabis steht zudem im Verdacht, andere Gefäßkomplikationen wie tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolien auszulösen. US-Forscher aus Baltimore haben nachgewiesen, dass bei Langzeitkonsumenten von Haschisch das Apolipoprotein ApoC-III erhöht ist. Dieses korreliert mit erhöhten Blutfettwerten, insbesondere mit erhöhten Triglyzeriden, die wiederum die Blutgerinnung negativ beeinflussen.

Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Cannabis-Missbrauch und einem höheren Sterblichkeitsrisiko. Kleinhirninfarkte sind schon vor längerer Zeit bei jungen 15-jährigen Patienten nach dem Konsum von Cannabis beschrieben worden.

Diehm fasst zusammen: „Cannabis hat nicht nur gefährliche Folgen auf die Gehirnstruktur und den Dopaminstoffwechsel und damit auf die Entstehung von Psychosen. Cannabis schädigt auch das Herz- und Gefäßsystem und steigert damit die Rate von Herz-Kreislaufkomplikationen.“ Evidenzbasierte Gesundheitsempfehlungen zum Thema Cannabis können demnach nur vor einer Freigabe des Konsums abraten. Eine Ausnahme sei lediglich medizinisches Cannabis, das beispielsweise zur Schmerzlinderung bei tumorkranken Patienten eingesetzt werden könne.

Solveig Grewe / glp