Mit Diabetes leichter leben

Die Zuckerkrankheit Diabetes beeinträchtigt den Alltag der Betroffenen. Doch die Behandlung macht Fortschritte und erleichtert das Berufsleben der Patienten. Ausschlaggebend dafür ist die moderne Technik: Systeme zur kontinuierlichen Zuckermessung (CGM) ermöglichen stabile Werte und warnen früh vor Unterzuckerungen.

Worauf Menschen mit Diabetes bei der Berufswahl und am Arbeitsplatz achten sollten, zeigt das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Erkrankungen wie Diabetes müssen übrigens weder im Bewerbungsschreiben noch im Vorstellungsgespräch erwähnt werden – es sei denn, sie hätten entscheidende Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.

Wer befürchtet, er könne sich und andere durch den Diabetes gefährden, dem empfehlen Experten, vor der Bewerbung mit dem behandelnden Diabetologen oder Fachleuten einer Diabetes-Selbsthilfeorganisation zu klären, ob sich der angestrebte Beruf tatsächlich für ihn eignet.

Drei große Risikofaktoren gibt es für Diabetiker im Beruf: eine schlechte Blutzuckereinstellung, häufige Unterzuckerungen und eine Unterzucker-Wahrnehmungsstörung. Tatsächlich treten aber nach Erkenntnis von Arbeitsmediziner und Diabetologe Dr. Kurt Rinnert, Leiter des Betriebsärztlichen Dienstes der Stadt Köln, gefährliche Unterzuckerungen am Arbeitsplatz bei stabilen Blutzuckerwerten ausgesprochen selten auf.

„Wenn sich solche krankheitsbedingten Risiken durch Technik, Wissen, Erfahrung und Umfeld ausgleichen lassen, sind sie für den Berufswunsch kein Hindernis“, sagt Rinnert. „Bei Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie würde ich nicht direkt zum Chef gehen“, empfiehlt Dr. Dorothea Reichert, Diabetologin im rheinland-pfälzischen Landau. „Bei Typ 1 hängt es vom Arbeitsverhältnis ab. In einem Kleinbetrieb mit bis zu zehn Mitarbeitern haben Sie keinen Kündigungsschutz.“

Es komme sehr darauf an, wie man die Chefin oder den Meister einschätze. „Informieren Sie aber zumindest Ihre engsten Kollegen, weil Sie das im Notfall schützt.“ In einem großen Betrieb sei es meist unproblematisch, den Diabetes anzugeben. Denn da könne einem wegen einer Erkrankung nicht gekündigt werden.

Lars Wallerang / glp

Tödliche Gefahren im Haus

Von Todesfällen im Haushalt sind vor allem ältere Menschen betroffen. Angesichts ständig steigender Undfallzahlen mahnt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das sichere Haus (DSH): „Wir müssen endlich erkennen, dass ein Sturz im Haushalt für Seniorinnen und Senioren ein tödliches Risiko darstellt und Maßnahmen ergreifen.“

Bei 10.755 der 12.436 tödlichen Haushaltsunfälle in einem Jahr war die Ursache ein Sturz. 9.227 der Betroffenen waren 75 Jahre oder älter. Dabei steigt ab 75 Jahren das Risiko, nach einem Sturz im Haushalt zu sterben, überproportional an, wie eine Auswertung der Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch die DSH zeigt. Bei den Hochbetagten (über 85 Jahre alt) ist die Zahl der tödlich verunglückten Frauen um rund 1,7-mal höher als die der Männer.

„Bei einem Sturz denken wir zuerst an einen Sturz von der Leiter. Dabei sind Stolperfallen und rutschige Stellen in der Wohnung weitaus tückischer“, sagt Woelk. Schon einfache und preiswerte Maßnahmen können viel bewirken:

– Schlafzimmer: Ein Bettlicht mit Bewegungsmelder schaltet sich ein, sobald die Beine aus dem Bett schwingen.

– Flur: Steckdosenlichter machen den Weg nachts vom Schlafzimmer zum Bad sicherer.

– Bad: An der Wand montierte Griffe in der Duschkabine und neben der Toilette stützen bei einem Schwindelanfall und helfen beim Aufstehen. Ein Duschhocker sorgt für bequemes und sicheres Duschen.

– Bad und Küche: Wasserlachen, Duschgel-Reste und Fettspritzer auf dem Boden sofort aufwischen.

– Treppen: Selbstklebende Anti-Rutsch-Streifen sorgen für Grip auf den Stufen. Auf Kontrastfarbe und fluoreszierendes Material achten – das leuchtet im Dunkeln.

– Ganze Wohnung: Türschwellen und andere Stolperfallen entfernen oder mit einer Rampe angleichen und farbig markieren. Möglichst auf lose Teppiche und Läufer verzichten.

– Selbstfürsorge und -wahrnehmung: Sicher gehen in Socken mit Anti-Rutsch-Sohle („ABS-Socken“). Wie gut sind Balancegefühl und Kraft?

Rudolf Huber / glp

Darum ist ein Impfplan sinnvoll

Jeder Zweite, der das 85. Lebensjahr erreicht, erkrankt statistisch gesehen einmal an einer Gürtelrose. Die Ständige Impfkommission, kurz Stiko, rät daher allen über 60-Jährigen zur Impfung. Doch wie lässt sich die am besten in die sonstigen Termine für Vorbeuge-Injektionen integrieren?

Für Menschen mit einer Vorerkrankung wie Diabetes, Asthma oder Nierenschwäche gilt die Empfehlung in Sachen Gürtelrose sogar schon ab 50. Zum Zeitpunkt gibt es keine Vorgaben – die Erkrankung ist nicht saisonabhängig wie die Grippe. „Wichtig ist, dass man zum Zeitpunkt der Impfung nicht akut krank ist“, erklärt Dr. Anja Kwetkat, Direktorin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Zudem kommt die Impfung mit den inaktiven Bestandteilen der Varizella-Zoster-Viren, die auch Windpocken auslösen, nicht mit der Grippeimpfung in die Quere. Laut Kwetkat lassen sich beide Impfstoffe unproblematisch zeitnah verabreichen. „Manche Impfstoffe wirken sogar besser, wenn sie gleichzeitig gegeben werden. Bei Grippe und Pneumokokken zum Beispiel fällt die Immunantwort besser aus, wenn die Impfstoffe zusammen verabreicht werden“, sagt sie.

Pneumokokken lösen eine Lungenentzündung aus. Jeder ab 60 sollte sich dagegen schützen. Den Impftermin dafür vereinbart man idealerweise für Oktober oder November – rechtzeitig vor der nächsten Grippewelle.

In Verbindung mit einer Corona-Impfung sind die Stiko-Experten wegen fehlender Langzeiterfahrungen vorsichtiger. Empfohlen wird, vor und nach jeder Covid-19-Impfstoffdosis einen Mindestabstand von zwei Wochen zu anderen Impfungen einzuhalten. Wenn eine Erst-, Zweit- oder Auffrischimpfung gegen Corona ansteht, rät Geriaterin Kwetkat gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin dazu, eine sinnvolle Abfolge für alle anstehenden Termine festzulegen.

Rudolf Huber / glp

7-Tage-Inzidenz am Donnerstag gesunken

Seit Montag gilt im Landkreis Ludwigsburg die Inzidenzstufe 2: Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Donnerstag gesunken. Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert am Donnerstag bei 15 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert bei 17,1. Vor genau einer Woche bei 12,8. Das geht aus Zahlen von Donnerstagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 05.08.)

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 12 Neuinfektionen registriert. (Vorwoche:19). Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 517. Rund 26.523 (+5) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 05.08.)

Affalterbach ( 174 | 0 )
Asperg ( 751 | 0 )
Benningen am Neckar ( 258 | 1 )
Besigheim ( 669 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.518 | 5 )
Bönnigheim ( 549 | 0 )
Ditzingen ( 1.226 | -1 )
Eberdingen ( 307 | 0 )
Erdmannhausen ( 191 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 617 | 0 )
Freudental ( 164 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 724 | 1 )
Großbottwar ( 357 | 2 )
Hemmingen ( 323 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 370 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 872 | 0 )
Kornwestheim ( 2.045 | 0 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.964 | 0 )
Marbach am Neckar ( 726 | 0 )
Markgröningen ( 777 | 0 )
Möglingen ( 696 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 262 | 0 )
Oberriexingen ( 125 | 0 )
Oberstenfeld ( 386 | 0 )
Pleidelsheim ( 310 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.255 | 0 )
Sachsenheim ( 1.030 | 2 )
Schwieberdingen ( 466 | 0 )
Sersheim ( 320 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 484 | 0 )
Tamm ( 435 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 1.502 | 1 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Im Schnitt laufen Menschen rund 5.000 Schritte am Tag

 Im Schnitt laufen Menschen rund 5.000 Schritte am Tag. Das zeigen Smartphone-Daten aus mehr als 100 Ländern. Der Gesundheit zuliebe sollten es allerdings ein paar Schritte mehr sein, rät die Ärztin Petra Jürgens vom TÜV Nord. Wie das am einfachsten klappt, haben wir mit einer aktuellen Smartwatch-Serie ausprobiert.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung nicht aktiv genug. Bei einer repräsentativen Studie in den USA schaffte sogar nur jeder 20. Erwachsene die von der WHO empfohlene halbe Stunde moderate Bewegung am Tag.

Moderate Intensität, das heißt: rund 100 Schritte pro Minute. Damit kommt man in 30 Minuten auf 3.000 Schritte. „Wer flott unterwegs ist, schafft in einer halben Stunde 4.000“, sagt die promovierte Ärztin Petra Jürgens. „Der Gesundheit zuliebe sollten es allerdings ein paar mehr sein: Gut wären täglich 8.000 Schritte, noch besser 10.000.“

Wie sinnvoll und gesund die einfache Fitness-Methode Gehen ist, hat eine repräsentative Langzeitstudie in den USA gezeigt. Sie erfasste die tägliche Schrittzahl von knapp 5.000 Erwachsenen ab 40 Jahren. Zehn Jahre später war fast jeder Vierte gestorben, die meisten davon an Krebs oder Herzkreislauferkrankungen.

Bei 8.000 anstelle von 4.000 Schritten am Tag halbierte sich das Sterberisiko. Dabei war es egal, ob die Leute gemütlich oder zügig liefen, wie alt sie waren und ob sie an Übergewicht oder Vorerkrankungen litten. Vor allem das Risiko, an einer Herzkreislauferkrankung zu sterben, nahm mit zunehmender Schrittzahl deutlich ab. Mehr als 10.000 Schritte pro Tag brachten aber nur noch geringe gesundheitliche Vorteile. Für ältere Frauen könnten sogar weniger Schritte genügen.

red

Gut geschützt in die Sonne

Mittelmeer oder Baggersee, aktiv beim Outdoor-Sport oder ganz relaxt im Straßencafe – der passende Sonnenschutz ist überall unverzichtbar. Die Verbraucher Initiative hat zehn Tipps für einen gesundheitsbewussten Umgang mit der Sonne und die Auswahl von passenden Sonnenschutzprodukten zusammengestellt:

– Setzen Sie auf die Basics wie ein hauttypgerechtes Sonnenschutzmittel, luftige Kleidung, Sonnenhut und -brille.

– Meiden Sie trotz Sonnenschutz die intensive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Wechseln Sie auch außerhalb dieser Zeitspanne öfter in den Schatten, um der Haut eine Sonnenpause zu gönnen.

– Wolken, Sonnenschirme und Bäume halten nur einen Teil der UV-Strahlung zurück. Ein Sonnenschutz ist daher auch in diesen Fällen wichtig.

– Wird die Haut rot und spannt, ziehen Sie sofort in den Schatten um. Schützen Sie die Haut stets durch Kleidung, bis der Sonnenbrand abgeklungen ist.

– Wählen Sie Sonnenschutzprodukte mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor, die zu Ihrem Hauttyp passen.

– Verwenden Sie Sonnencreme immer reichlich und bedenken Sie „Sonnenterrassen“ wie Ohren, Nasenrücken, Schultern, Wangen, Nacken, Hand- und Fußrücken mit einer Extra-Portion.

– Durch Schwitzen und Baden geht ein Teil der Sonnencreme verloren. Cremen Sie daher öfter nach. Für unterwegs passen kleine Sonnencreme-Tuben in Handtasche oder Rucksack.

– Nach dem Sonnenbaden versorgen Lotionen, Cremes und After-Sun-Produkte die Haut mit Feuchtigkeit, pflegen und beruhigen sie.

– Wer beim Sonnenschutz Naturkosmetik bevorzugt, kann sich bei der Auswahl an Siegeln wie BDIH/Cosmos, Natrue oder Ecocert orientieren.

– Ein Blick in die Liste der Inhaltsstoffe verrät, ob in den Produkten Nanomaterialien wie der UV-Filter Titandioxid (nano) enthalten sind.

Rudolf Huber / glp

Wandern ist ein wahres Wundermittel

Freie Natur und klare, saubere Luft, dazu das Gefühl von Freiheit und Ungebundenheit: Wandern ist nicht nur für Müller eine Lust. Auch viele andere Deutsche haben diese alte Trendsportart wieder vermehrt für sich entdeckt. Sie finden beim Hiking – dem englischen Wort für den leicht angestaubten Begriff Wandern – eine willkommene Abwechslung, um dem (Corona-)Alltag zu entkommen.

Dabei ist Wandern ein wahres Wundermittel für Körper und Psyche und hat einen positiven Effekt auf die mentale Gesundheit. Schon kurze Strecken, verbunden mit leichten Lockerungsübungen, fördern nachweislich die Gesundheit. Denn Wandern stärkt laut KKH Kaufmännische Krankenkasse Herz und Kreislauf und wirkt effektiv gegen Übergewicht. Ob moderat im flachen Gelände oder etwas herausfordernder im Gebirge – Wanderer verlieren immerhin zwischen 350 bis über 500 Kilokalorien pro Stunde.

Zudem stabilisiert und stärkt die Wanderei den Bewegungsapparat. Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen werden trainiert und verringern das Verletzungsrisiko – besonders im Alter. Das Immunsystem wird gestärkt, das vergrößerte Atemvolumen sorgt für eine bessere Durchblutung der Lunge. Ganz nebenbei verbessert sich auch noch durch die Ausschüttung körpereigener Hormone die Stimmung, Stress wird abgebaut und leichten bis mittleren Depressionen vorgebeugt.

Ein Extra-Plus: Wandern mit all seinen positiven Begleiterscheinungen kann man bis ins hohe Alter.

Rudolf Huber / glp

Testpflicht für Deutschland-Rückkehrer: Das sollten Urlauber jetzt unbedingt beachten

Sie planen einen Urlaub im europäischen Ausland? Oder möchten mal schnell für eine Geschäftsreise ins Nachbarland? Seit dem 01. August müssen alle Reisende ab zwölf Jahren, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, einen negativen Test, einen Impf- oder einen Genesenennachweis vorlegen. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland hat die Regeln und Kosten für Corona-Tests sowie die wichtigsten Fragen zusammengetragen.

Welche Corona-Tests werden in Europa durchgeführt?

Es gibt verschiedene Arten von COVID-19-Tests. Üblicherweise werden im europäischen Ausland die folgenden Tests angeboten:

  • PCR-Tests: Mit einem Abstrichaus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum wird festgestellt, ob eine Person zum Zeitpunkt des Tests Träger des Virus ist. Das Verfahren gilt als sicherste Methode, um eine Infektion nachzuweisen. Die Auswertung erfolgt in einem Labor. Die Ergebnisse liegen häufig erst nach 24 Stunden vor.
  • Antigen-Tests (Schnelltests): Ein Abstrich im Nasen- oder Rachenraum ermöglicht es, die vom Virus produzierten Proteine (die Antigene) zu identifizieren.
    Der Test wird von geschultem Personal durchgeführt. Ergebnisse sind üblicherweise in weniger als 30 Minuten bekannt. Antigen-Tests sind weniger genau als PCR-Tests.
  • Selbsttests: Die Tests können selbst durchgeführt werden, etwa mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel.
    Die Ergebnisse liegen in etwa zwanzig Minuten vor. Genau wie Antigen-Tests weisen Selbsttests eine höhere Fehlerrate als PCR-Tests auf.
  • Serologische Tests: Durch eine Blutentnahme wird festgestellt, ob eine Person bereits mit dem Coronavirus infiziert war oder Antikörper entwickelt hat. Serologische Tests zeigen nicht, ob aktuell eine Infektion vorliegt.

 

Überblick über die verschiedenen Test- und Nachweispflichten. Quelle: Bundesregierung.de

Kann ein im Ausland durchgeführter PCR-Test in Deutschland erstattet werden?

Wenn Sie im europäischen Ausland einen Corona-Test (PCR- oder Antigentest) machen lassen, werden die Kosten von Ihrer deutschen Krankenkasse nur dann erstattet, wenn die Kosten auch in Ihrem Reiseland für die dort Versicherten übernommen werden.

Handelt es sich nicht um eine sogenannte „Leistung bei Krankheit“ der Krankenkassen in dem jeweiligen EU-Land, haben Sie auch hierzulande keinen Anspruch auf Erstattung.

Denken Sie daran, im Zweifel immer Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorzuzeigen.

In vielen Arztpraxen und Krankenhäusern im EU-Ausland wird die EHIC allerdings nicht anerkannt, sodass Sie in Vorleistung treten zu müssen.

Die Rechnung für den Test können Sie im Anschluss an Ihre Reise bei Ihrer Krankenversicherung einreichen, sofern der Corona-Test wie oben geschildert erstattungsfähig ist.

Sofern Sie daneben auch noch eine private Auslandsreisekrankenversicherung haben, können Sie sich bereits im Vorfeld informieren, ob diese die Kosten für Corona-Tests eventuell übernimmt.

Wie viel kosten Corona-Tests in den jeweiligen Mitgliedstaaten?

Im Folgenden finden Sie wichtige Informationen rund um Corona-Tests in 27 europäischen Ländern. Nur in drei Ländern sind Corona-Tests für Touristen aktuell noch kostenlos (Dänemark, Niederlande und Österreich). In allen anderen Ländern müssen Sie zahlen.

Hier gibt es Informationen über alle Länder

Das Europäische Verbraucherschutzzentrum gibt einen Überblick

red

So sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch aus

Seit Montag gilt im Landkreis Ludwigsburg die Inzidenzstufe 2: Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Mittwoch gestiegen. Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert am Mittwoch bei 17,1 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert bei 16. Vor genau einer Woche bei 10,3. Das geht aus Zahlen von Mittwochnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 04.08.)

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 25 Neuinfektionen registriert. (Vorwoche:16). Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 517. Rund 26.518 (+8) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 04.08.)

Affalterbach ( 174 | 1 )
Asperg ( 751 | 0 )
Benningen am Neckar ( 257 | 0 )
Besigheim ( 669 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.513 | 4 )
Bönnigheim ( 549 | 0 )
Ditzingen ( 1.227 | 1 )
Eberdingen ( 307 | 0 )
Erdmannhausen ( 191 | 1 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 617 | 0 )
Freudental ( 164 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 723 | -1 )
Großbottwar ( 355 | 0 )
Hemmingen ( 323 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 370 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 872 | 1 )
Kornwestheim ( 2.045 | -1 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.964 | 3 )
Marbach am Neckar ( 726 | 1 )
Markgröningen ( 777 | 0 )
Möglingen ( 696 | 1 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 262 | 0 )
Oberriexingen ( 125 | 0 )
Oberstenfeld ( 386 | 2 )
Pleidelsheim ( 310 | 1 )
Remseck am Neckar ( 1.255 | 1 )
Sachsenheim ( 1.028 | 2 )
Schwieberdingen ( 466 | 0 )
Sersheim ( 320 | 4 )
Steinheim an der Murr ( 484 | -4 )
Tamm ( 434 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.501 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Hausärzte-Chef: Impfung aller Kinder „Science-Fiction“

Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands sieht die Entscheidungen der Gesundheitsministerkonferenz zu Booster-Impfungen und zum Impfangebot für Jugendliche ab zwölf Jahren skeptisch. „Auf mich wirkt das eher wie Aktionismus der Politik“, sagte Ulrich Weigeldt der „WirtschaftsWoche“.

Er plädiere dafür, die Studien jeweils noch abzuwarten und den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu folgen. „Aber die Politik glaubt offenbar, dass sie es besser weiß als die Ständige Impfkommission“, wettert der Hausärzte-Chef. „Die Idee, dass wir selbst nach einer Stiko-Empfehlung alle Jugendlichen durchimpfen, ist genauso Science-Fiction wie die Vorstellung über eine Impfquote von 90 Prozent.“

Aber das sei auch nicht notwendig, da gesunde Kinder und Jugendliche bisher kaum schwere Verläufe hätten. Worunter die meisten Kinder leiden würden, sei sicherlich weniger Long-Covid als vielmehr Long-Lockdown. Das dürfe nicht noch einmal passieren.

Wichtig sei deshalb, dass sich Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer impfen ließen. „Eine Impflicht für solche Berufsgruppen sollte jedenfalls kein Tabu sein, denn diese Berufsgruppen haben eine besondere Verantwortung“, betont Weigeldt. Die Politik habe aber eine Impfpflicht ausgeschlossen. Sie werde diese nun kaum durch die Hintertür einführen können.

Lars Wallerang / glp