Ansturm auf FFP2-Masken

Die spitz zulaufenden weißen FFP2-Masken haben sich zum Bestseller entwickelt. Immer mehr Menschen tragen den Mund-Nasen-Schutz, um Corona-Viren keine Angriffsfläche zu bieten. Außer in Bayern reichen in den anderen Bundesländern aber auch sogenannte OP-Masken oder Masken der Standards KN95/N95.

Die von der bayerischen Landesregierung angeordnete Pflicht zum Tragen der FFP2-Masken hat bundesweit einen wahren Run auf diese Artikel ausgelöst. Mit der Folge, dass FFP2-Masken oftmals ausverkauft sind. Zumindest in vielen Märkten der dominierenden Drogerieketten fehlen sie seit Tagen im Sortiment oder sind nach kurzer Zeit vergriffen.

In den meisten Apotheken sind die begehrten Produkte nach Branchenangaben noch vorrätig. Allerdings müssen die Kunden dafür teilweise tief in die Tasche greifen. Einige Apotheken verlangen zwischen drei und sechs Euro für eine einzelne FFP2-Maske.

Einer der weltgrößten Hersteller von Masken ist der chinesische Mischkonzern BYD, der auch Elektroautos herstellt. BYD produziert nach eigenen Angaben allein in der Fabrik im südchinesischen Shenzhen täglich rund fünf Millionen Masken und 300.000 Flaschen Desinfektionsmittel. Fest steht: Der Mund-Nasen-Schutz wird noch sehr lange ein täglicher Begleiter sein, um mit Sicherheit durch die Pandemie zu kommen.

Ralf Loweg / glp

RKI meldet am Freitag rund 4.500 weniger Neuinfektionen als in der Vorwoche

Die Lage in Deutschland am Freitag 22. Januar:

Das RKI meldet im Vergleich zur Vorwoche erneut weniger Neuinfektionen und Todesfälle. Binnen 24 Stunden wurden weitere 859 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Außerdem wurden +17.862 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Freitag waren 22.368 Corona-Neuinfektionen und 1.113 Todesfälle gemeldet  worden. Gestern waren es 20.398 Corona-Fälle. (Stand: 22.01.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.106.262 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 50.642. Das sind 859 mehr als am Vortag. Rund 1.780.200 (+18.000) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 22.01.)

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt bei 115,3 (Vortag: 119). Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Laut dem RKI wurden bisher insgesamt 1.401.693 Impfdosen an 1.324.091 Menschen verabreicht. Um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen muss jede Person zweimal geimpft werden. (Datenstand: 21.01.2021, 11:00 Uhr)

Erstimpfung Zweitimpfung Gesamtzahl verabreichter Impfstoffdosen
1.324.091 77.602 1.401.693

red

Wenn Wunden nicht heilen wollen

Es ist schnell passiert. Und schon hat man sich verletzt. Kleine Schnitte oder ein Schürfwunde. Nichts Ernstes also? Von wegen. Manchmal wollen gerade diese Wunden nicht heilen. Was tun?

Bei schlecht oder gar nicht heilenden Wunden sollte ein Venenspezialist aufgesucht werden. Denn ein sogenanntes „offenes Bein“ oder ähnliche Wunde an Händen oder Armen entstehen meistens aufgrund eines Venendefekts und benötigen eine kompetente Behandlung, um abheilen zu können, teilt die gemeinnützige Deutsche Venen-Liga e.V. (DVL) mit.

Erste sichtbare Anzeichen sind Veränderungen an der Haut: Es entstehen dunkle Verfärbungen, die Haut und das Unterhautfettgewebe verhärten sich. Das Gewebe ist geschädigt, die Haut kann jucken. Kleine Schäden an der Haut, zum Beispiel ausgelöst durch Kratzen, können zu Wunden und Geschwüre führen, die nicht mehr abheilen. Für die Betroffenen ist dies meist eine erhebliche Belastung im Alltag.

Schätzungen zufolge ist mehr als jedes zweite offene Wunde auf nicht behandelte Venendefekte zurückzuführen. Denn wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, verbleibt Blut in den Gefäßen statt abtransportiert zu werden. Dies kann zu Schäden des umliegenden Gewebes führen.

Damit die Wunde heilen kann, ist es wichtig, dass auch die Ursache behandelt wird. Der Venenspezialist (Phlebologe) untersucht die Venen mittels Ultraschall und wählt dann in Absprache mit dem Patienten die individuell passende Behandlungsmethode aus. Das Tragen von Kompression sowie eine spezielle Wundversorgung sind weitere Bausteine einer erfolgreichen Behandlung.

Ralf Loweg / glp

RKI meldet am Donnerstag 20.398 Neuinfektionen – fast 5.000 weniger als in der Vorwoche

Die Lage in Deutschland am Donnerstag 21. Januar:

Das RKI meldet im Vergleich zur Vorwoche erneut weniger Neuinfektionen und Todesfälle. Binnen 24 Stunden wurden weitere 1.013 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Außerdem wurden +20.398 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Donnerstag waren 25.164 Corona-Neuinfektionen und 1.244 Todesfälle gemeldet  worden. Gestern waren es 15.974 Corona-Fälle. (Stand: 21.01.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.088.400 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 49.783. Das sind 1.013 mehr als am Vortag. Rund 1.762.200 (+20.500) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 21.01.)

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt bei 119 (Vortag: 123,5). Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Laut dem RKI wurden bisher 1.297.430 Menschen in Deutschland geimpft. Das sind 101.887 mehr als am Vortag. (Datenstand: 20.01.2021, 11:00 Uhr)

Verengte Arterien: Wenn eine Amputation droht

Eine offene Stelle am Fuß, ein blauer Zeh – das sind oft wichtige Warnhinweise für einen gestörten Blutfluss. Füße und Beine werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, weil die Arterien durch fett- und kalkhaltige Ablagerungen verengt sind. Im schlimmsten Fall droht eine Amputation des betroffenen Körperteils.

Soweit muss es nicht kommen: „Eine regelmäßige Untersuchung kann Durchblutungsstörungen früh aufdecken“, sagt Professor Dr. Gerhard Rümenapf, Leiter der Klinik für Gefäßchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

Die Diagnose für eine Durchblutungsstörung in den Beinen oder Armen lautet PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit), umgangssprachlich auch Arterienverkalkung. Sie wird begünstigt durch hohes Alter, ungesunde Lebensweise oder langjährigen Diabetes.

Das Tückische: Die Krankheit entwickelt sich schleichend. Und bei Menschen mit Diabetes und Nervenschäden macht sie sich oft nicht einmal durch Schmerzen bemerkbar. Sie spüren oft nichts mehr an Füßen und Beinen. Menschen mit gesunden Nerven haben bei Durchblutungsstörungen dagegen krampfartige Schmerzen in Waden und Oberschenkeln, die zu Pausen beim Gehen zwingen. Bis die Attacken vorbei sind, verweilen Betroffene etwa vor Geschäften – deshalb wird die PAVK auch „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Damit es nicht zu einer Operation kommt, können Patienten das Fortschreiten der Arterienverkalkung bremsen, indem sie nicht rauchen, den Bluthochdruck senken und ihren Diabetes optimal behandeln.

Gesunde Ernährung, Bewegung und Medikamente helfen zudem, die Zucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte zu stabilisieren, was die Gefäße entlastet. Wichtig sind auch regelmäßige Fußpflege sowie eine tägliche Inspektion der Füße, damit Fußwunden nicht unentdeckt bleiben.

Ralf Loweg / glp

RKI-Zahlen am Mittwoch: Mehr als 1.100 neue Todesfälle

Der Lockdown in Deutschland wird bis mindestens 14. Februar verlängert und so ist die Lage am Mittwoch 20. Januar:

Der Corona-Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird wegen weiter sehr hoher Infektionszahlen bis zum 14. Februar verlängert und sogar noch verschärft. Schulen und Kitas bleiben bis 14. Februar geschlossen. Ministerpräsident Kretschmann strebt für Baden-Württemberg einen Sonderweg an. Hier sollen ab dem 1. Februar die Grundschulen und Kitas schrittweise geöffnet werden. Abhängig macht das Kretschmann von den Infektionszahlen. In Geschäften und im Nahverkehr müssen zukünftig medizinische Masken getragen werden. Außerdem soll mehr im Homeoffice gearbeitet werden. Private Zusammenkünfte bleiben auf den eigenen Haushalt und eine weitere nicht im Haushalt lebende Person beschränkt. Kontakte sollen weiterhin auf das absolut notwendige Minimum beschränkt werden.

Das RKI meldet binnen 24 Stunden weitere 1.148 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Außerdem wurden +15.974 neue Corona-Infizierte übermittelt.. Vergangenen Mittwoch (13.01.) waren +19.600 Corona-Neuinfektionen und 1.060 Todesfälle verzeichnet worden. Gestern waren es 11.369 Corona-Fälle. (Stand: 20.01.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.068.002 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 48.770. Das sind 1.148 mehr als am Vortag. Rund 1.741.800 (+25.600) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 20.01.)

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt bei 123,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Laut dem RKI wurden in bisher 1.195.543 Menschen in Deutschland geimpft. Das sind 49.289 mehr als am Vortag.

Datum Erstimpfung Zweitimpfung
27.12.20 24.080
28.12.20 19.501
29.12.20 42.692
30.12.20 57.228
31.12.20 37.830
01.01.21 30.531
02.01.21 44.740
03.01.21 24.518
04.01.21 48.316
05.01.21 50.520
06.01.21 55.682
07.01.21 56.633
08.01.21 57.329
09.01.21 53.433
10.01.21 32.233
11.01.21 65.457
12.01.21 79.417
13.01.21 92.944
14.01.21 97.788
15.01.21 85.175 55
16.01.21 52.098 62
17.01.21 31.152 6.464
18.01.21 49.289 13.252
Impfungen gesamt 1.195.543 24.741

Quelle: RKi – Datenstand: 19.01.2021, 11:00 Uhr

Lockdown wird verlängert – Baden-Württemberg strebt bei Schulen und Kitas Sonderweg an

Der Corona-Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird wegen weiter sehr hoher Infektionszahlen bis zum 14. Februar verlängert und sogar noch verschärft. Schulen und Kitas bleiben bis 14. Februar geschlossen. Ministerpräsident Kretschmann strebt für Baden-Württemberg einen Sonderweg an. Hier sollen ab dem 1. Februar die Grundschulen und Kitas schrittweise geöffnet werden. Abhängig macht das Kretschmann von den Infektionszahlen. In Geschäften und im Nahverkehr müssen zukünftig medizinische Masken getragen werden. Außerdem soll mehr im Homeoffice gearbeitet werden. Private Zusammenkünfte bleiben auf den eigenen Haushalt und eine weitere nicht im Haushalt lebende Person beschränkt. Kontakte sollen weiterhin auf das absolut notwendige Minimum beschränkt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben das heute bei ihren Beratungen in Berlin vereinbart.

Mehr Homeoffice ermöglichen

Um auch im beruflichen Kontext die erforderliche  Kontaktreduzierung zu erreichen, wird die Bundesregierung eine befristete Verordnung erlassen, wonach Arbeitgeber ihren Beschäftigten künftig überall dort, wo es möglich ist und die Tätigkeiten es zulassen, das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen.

Schulen bleiben geschlossen

Schulen bleiben bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen bzw. die Präsenzpflicht ausgesetzt. Weiterhin wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten, für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen vorgesehen werden. In Kindertagesstätten wird analog verfahren. Hintergrund dieser „unglaublichen Einschränkungen“ für betroffene Kinder und Eltern, so Kanzlerin Merkel, seien „ernst zu nehmende Hinweise“, dass das mutierte Virus sich auch stärker unter Kinder und Jugendlichen verbreitet, als das bei dem bisher bekannten Virus der Fall sei.

Verschärfung der Pandemie verhindern

Bund und Länder äußern ihre Sorge über Hinweise, dass die in Großbritannien aufgetretene Virusmutation B1.1.7 deutlich infektiöser ist. Die Mutation sei auch in Deutschland nachgewiesen worden, eine Verbreitung könnte eine schwerwiegende Verschärfung der pandemischen Lage bedeuten. Daher sei zwingend ein vorsorgendes Handeln erforderlich. Ziel ist es, den bereits zu beobachtenden Rückgang des Infektionsgeschehens zu beschleunigen. Bund und Länder appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger: Auf die nächsten Wochen in der Pandemie kommt es entscheidend an.

„Es ist hart, was wir jetzt den Menschen noch einmal zumuten müssen, aber das Vorsorgeprinzip hat für uns Vorrang, und dem müssen wir jetzt auch Rechnung tragen, und dem haben wir heute auch Rechnung getragen“, erklärte Kanzlerin Merkel zu den Beschlüssen.

Bund und Länder haben sich im Grundsatz auf folgende Punkte geeinigt:

  • Die aktuellen Maßnahmen werden bis zum 14. Februar 2021 verlängert. Die derzeit geschlossenen Einrichtungen bleiben geschlossen.
  • Aufgrund der gestiegenen Gefahren durch die mutmaßlich ansteckenderen Virusmutanten, müssen beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr medizinische Masken getragen werden. Also sogenannte OP-Masken oder auch FFP2-Masken (respektive Masken mit N95 oder KN95-Zertifzierung).
  • Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird eine Verordnung erlassen, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, den Beschäftigen überall dort wo es möglich ist das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen. Dadurch werden Kontakte am Arbeitsort und auf dem Weg zur Arbeit deutlich reduziert.
  • Dort wo Präsenz am Arbeitsplatz erforderlich ist, gelten weiter die COVID-19-Arbeitsschutzstandards von Bund und Ländern. Für Arbeitsbereiche auf engen Raum muss die Belegung reduziert werden, wenn das nicht möglich ist, muss eine medizinische Maske getragen werden, die der Arbeitgeber zu stellen hat.
  • Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind darüber hinaus dazu aufgefordert, für die im Betrieb präsenten Beschäftigten flexible Arbeitszeiten anzubieten, um das Fahrgastaufkommen zu Arbeitsbeginn und Arbeitsende zu entzerren.
  • Die Bundesregierung wird die Überbrückungshilfe III nachmals verbessern. Für den besonders betroffenen Einzelhandel werden die handelsrechtlichen Abschreibungen auf nicht verkäufliche Saisonware bei den Fixkosten berücksichtigt. Der Bund wird außerdem die Zugangsvoraussetzungen insgesamt vereinfachen und die monatlichen Förderhöchstbeträge für Unternehmen und Soloselbständige deutlich anheben.

Perspektive für Grundschulen und Kitas in Baden-Württemberg

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass die Schulen grundsätzlich geschlossen bleiben bzw. die Präsenzpflicht ausgesetzt bleibt. „Die Kleinsten leiden aber am meisten darunter, wenn sie nicht mit anderen Kindern in Kontakt kommen. Für sie ist der Präsenzunterricht in der Schule am wichtigsten. Daher strebe Baden-Württemberg bei Aussetzung der Präsenzpflicht weiter an, ab dem 1. Februar Kitas und Grundschulen vorsichtig und Schritt für Schritt wieder zu öffnen – wenn die Infektionslage dies zulässt“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Er habe die Kultusministerin gebeten, dafür Konzepte zu entwickeln, um die Ansteckungsgefahr in den Schulen zu minimieren. Er machte aber auch klar, dass eine Öffnung nur möglich sei, wenn dies die Infektionslage zulasse. Die Entscheidung darüber solle in der kommenden Woche fallen.

Die Beschlüsse von Bund und Ländern sind Grundsatzbeschlüsse, die nun im Detail in den Ländern ausgearbeitet werden. Am Donnerstag wird Ministerpräsident Kretschmann die Ergebnisse der Beratungen im Landtag vorstellen und für deren Umsetzung werben. Danach wird die angepasste Corona-Verordnung zeitnah auf Baden-Württemberg.de veröffentlicht. Parallel wird die Bundesregierung die in ihrer Verantwortung liegenden Maßnahmen wie die Homeoffice-Pflicht auf den Weg bringen.

Die genauen Maßnahmen von Bund und Ländern im Wortlaut (Bitte anklicken)

red

Kontaktlinsen können Leben retten

Mit dem Alter lässt vieles nach. Manche hören dann schlecht, anderen fehlt der richtige Durchblick. Darüber hinaus kann mangelnde Sehkraft fatale Folgen haben. Vor allem im Haushalt passieren dadurch viele Unfälle, schließlich trübt auch die beste Gleitsichtbrille mitunter den Blick.

Kontaktlinsen können bei Altersweitsichtigkeit eine sichere Alternative zur Gleitsichtbrille sein. Mehrstärkenlinsen (auch Gleitsicht-Kontaktlinsen genannt), die verschiedene Linsenstärken in einer Linse kombinieren, verringern zum Beispiel beim Abwärtsgehen auf der Treppe das Sturzrisiko.

Dieses Risiko entsteht bei Trägern von Gleitsichtbrillen, weil sie bei gebeugtem Kopf durch das untere Leseteil für den Nahbereich sehen und deshalb Stufen nicht klar erkennen und leicht verfehlen können. Für ältere Menschen mit Schwindel und Durchblutungsstörungen kann das lebensgefährlich werden. Darauf weist jetzt die Aktion Das sichere Haus (DSH) hin.

Mehrstärkenlinsen stellen den Blick hingegen auch scharf, wenn der Kopf gesenkt ist. Allerdings muss das Gehirn erst lernen, sich auf das jeweils scharfe Bild zu konzentrieren, was etwas Geduld und Übung erfordert.

Die Zahlen sind alarmierend: Fast 12.000 Menschen kamen 2018 in Deutschland durch einen häuslichen Unfall ums Leben. Die Gesamtzahl der Heim- und Freizeitunfälle liegt bei mehr als sieben Millionen pro Jahr.

Ralf Loweg / glp

So halten künstliche Gelenke länger

Egal, ob Hüfte oder Knie: Bei massiv geschädigten Gelenken ist eine Prothese häufig der letzte Ausweg für Betroffene. Moderne Kunstgelenke bringen den Patienten ein Stück Lebensqualität zurück. Dennoch hält ein Gelenkersatz nicht ewig. Wie man sein Kunstgelenk schützen und die Lebensdauer verlängern kann, verrät das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Einer der Gründe, warum eine Prothese erneuert werden muss, ist Verschleiß. Gerade Übergewicht kann dazu führen, dass sich das Kunstgelenk zu früh abnutzt. Doch auch stark beanspruchende Sportarten mit Sprung- und Stoßbelastung wie Basketball, Fußball oder Joggen können zu vorzeitiger Lockerung führen.

„Vor allem bei jüngeren, sportlich sehr aktiven Patienten kann das schneller passieren“, sagt Professor Rüdiger von Eisenhart-Rothe, Direktor der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Sportarten, die sich für Prothesenträger dagegen gut eignen, sind beispielsweise Schwimmen oder Walken.

Eine wichtige Schutzmaßnahme sind zudem gesunde Zähne. Entzündungen im Gebiss sind ein häufiges Einfallstor für Infektionen – Menschen mit Kunstgelenk sollten deshalb besonders auf Zahngesundheit achten. Vor einer größeren Zahnbehandlung kann eine vorsorgliche Antibiotikagabe ratsam sein.

Auch Rauchen ist eine Gefahr für das Kunstgelenk. Denn das Nikotin erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen deutlich. Steht ein Wechsel der Prothese an, sollten Raucher zumindest sechs Wochen vor und nach dem Gelenkeinsatz auf das Rauchen ganz verzichten.

Ralf Loweg / glp

Das denken die Deutschen über die Impfung wirklich

Die Corona-Impfungen sind im Dezember 2020 weltweit angelaufen. Doch bis diese Maßnahmen Wirkung zeigen, werden wohl noch einige Monate vergehen. Doch was denken die Deutschen eigentlich wirklich über das Impf-Programm?

Eine deutliche Mehrheit von 59 Prozent der Deutschen will sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen. Im internationalen Vergleich ist die Impfbereitschaft damit allerdings eher gering: Unter Befragten im Vereinigten Königreich machten im Dezember 79 Prozent diese Angabe, in Indien und Dänemark jeweils 75 Prozent. Am seltensten sprachen sich die Befragten aus Polen (49 Prozent), sowie aus den USA und aus Frankreich (jeweils 57 Prozent) für eine Impfung aus.

Dies sind Ergebnisse einer YouGov-Umfrage, für die etwa 19.000 Menschen in 17 Ländern und Regionen befragt wurden. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die jeweiligen Bevölkerungen ab 18 Jahren.

Dass sie Unternehmen vertrauen, die Forschung, Entwicklung und Herstellung im Bereich Medikamente und medizinisches Zubehör betreiben, sagten Befragte in Indien am häufigsten (81 Prozent), jene in Mexiko am zweithäufigsten (77 Prozent).

Am seltensten vertrauten Franzosen der weltweiten Pharma-Industrie (39 Prozent). Frankreich war im Dezember auch das einzige aller untersuchten Länder, in dem das Misstrauen in die weltweite Pharma-Industrie höher als das Vertrauen war (54 Prozent Misstrauen, 39 Prozent Vertrauen). In Deutschland lag dieses Vertrauen bei immerhin 62 Prozent.

Ralf Loweg  glp