Corona in Deutschland: 2639 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Zahl an Neuinfektionen steigt: In Deutschland wurden innerhalb 24 Stunden weitere +2.673 Corona-Infektionen verzeichnet. Das Robert Koch-Institut hat die neuesten Corona-Zahlen am Montagmorgen veröffentlicht (Stand: 06.10. – 00.00 Uhr). Bereits letzten Freitag wurden +2.673 Corona-Infektionen und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mitte April verzeichnet. Am Wochenende lagen die Zahlen niedriger, da erfahrungsgemäß nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ist im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Corona-Virus. infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.546. Das sind 12 mehr als am Vortag. Ungefähr 265.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden

 

Übersicht:

Fallzahlen 02. Oktober – 2673 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 01. Oktober – 2503 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 30. September – 1798 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 29. September – 2089 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 28. September – 1192 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 27. September – 1411 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 26. September – 2507 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 25. September – 2153 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 24. September – 2143 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 23. September – 1769 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 22. September – 1821 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 21. September – 922 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 20. September – 1345 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 19. September – 2297 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 18. September – 1916 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 17. September – 2194 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 16. September – 1901 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 15. September – 1407 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 14. September – 927 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 13. September – 920 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 12. September – 1.630 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 11. September – 1.484 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 10. September – 1.892 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 9. September – 1.176 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 8. September – 1.499 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 7. September – 814 Corona-Neuinfektionen

 

red

Deutlich weniger Krankmeldungen

 In der Corona-Krise lassen sich immer weniger Menschen krankschreiben. Vor allem zwischen Mai und August 2020 sank die Zahl der Krankmeldungen teilweise deutlich, wie eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts (Wido) der Krankenkasse AOK ergibt.

Der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, vermutet mehrere Gründe hinter dem Rückgang. “Zum einen dürften viele Beschäftigte Arztpraxen aus Angst vor Ansteckung meiden”, sagte er. Auch sei es wahrscheinlich, dass die Pandemie das Infektionsrisiko insgesamt eher senke: Mehr Menschen arbeiteten im Home-Office, das verringere das Ansteckungsrisiko auf dem Arbeitsweg. Außerdem blieben Arbeitnehmer bei leichten Erkrankungen wie einer Erkältung eher im Homeoffice und verzichteten auf eine Krankschreibung.

Litsch verwies darauf, dass es seit Mai 2020 deutlich weniger Krankschreibungen aufgrund von “akuten Infektionen der oberen Atemwege” gegeben habe. “Offensichtlich wurde die Empfehlung ernst genommen, auch bei leichten Erkältungssymptomen das Büro zu meiden.” Bereits vor der Pandemie sei die Tendenz erkennbar gewesen, “dass Beschäftigte im Home-Office generell weniger Fehltage aufweisen”.

Litsch warnte aber, dass die Möglichkeit zur Heimarbeit die Tendenz fördere, trotz Erkrankung zu arbeiten. “Wer krank ist, sollte in jedem Fall beruflich pausieren. Halbkrank gibt es nicht”, sagte er.

Ralf Loweg / glp

Wenn Medikamente abhängig machen

Ärzte verschreiben häufig über längere Zeiträume starke Medikamente, die für den kurzfristigen Gebrauch gedacht sind. Manche davon können sogar süchtig machen, berichtet das Magazin Reader’s Digest.

Forscher wissen, dass Benzodiazepine (Angstlöser), Codein (ein schwaches Opioid zur Schmerzbehandlung) und Z-Substanzen (Schlafmittel) eine starke Abhängigkeit auslösen können. “Die meisten Patienten kennen das Abhängigkeitspotenzial dieser Medikamente nicht”, sagt Professor Gerd Glaeske, Gesundheitswissenschaftler an der Universität Bremen. Er schätzt, dass rund zwei Prozent der Bevölkerung in den Industrienationen eines dieser Medikamente einnehmen – das sind mehr als zehn Millionen Europäer.

Ein Beispiel für Mittel, zu denen Patienten eine Abhängigkeit entwickeln können, sind Benzodiazepine. Denn diese Beruhigungsmittel hemmen über Rezeptoren im zentralen Nervensystem die Aktivität der Nervenzellen, wirken dämpfend und lindern so Angstzustände.

Inzwischen gehören sie zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Beruhigungsmitteln, sollten aber in möglichst niedrigen Dosen und nur für eine kurze Zeit angewendet werden. Laut einer Studie sind in Deutschland möglicherweise bis zu 1,6 Millionen Menschen langfristig davon abhängig.

Auch Schmerzmittel wie schwache Opioide können eine Sucht danach auslösen. Der Körper gewöhnt sich bei täglicher Einnahme schnell daran, sodass höhere Dosen nötig werden.

Ralf Loweg / glp

Richtig lüften in Corona-Zeiten

Das Coronavirus wird vor allem über Tröpfchen und feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel, sogenannte Aerosole, übertragen. Aerosole können sich in der Luft ansammeln und im ganzen Zimmer verteilen. Wie Büro und Co. während der Corona-Pandemie richtig und effizient gelüftet werden können, zeigt eine neue Veröffentlichung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): “SARS-CoV-2: Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen”.

Der Hintergrund: Arbeiten Menschen in schlecht oder nicht belüfteten Büros, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, selbst bei eingehaltenem Mindestabstand.

Für das richtige Verhalten gibt es einige Empfehlungen. Es sollte eine ausreichende Frischluftzufuhr von außen durch freie Lüftung sichergestellt werden. Als Faustregel für Büroräume gilt: Stündlich über die gesamte Fensterfläche zwischen drei Minuten (im Winter) und zehn Minuten (im Sommer) lüften; Besprechungs- und Seminarräume sollten mindestens alle 20 Minuten gelüftet werden.

Es sollte zudem die Außenluftzufuhr sichergestellt werden. Die dazu verwendete Anlage sollte auch vor und nach der Benutzung des Gebäudes auf Nennleistung fahren. Nachts oder am Wochenende sollte sie nicht ausgeschaltet, sondern mit abgesenkter Leistung betrieben werden.

Umluftgeräte wie Klimageräte, Heizlüfter und Ventilatoren sollten möglichst nur in Innenräumen mit Einzelbelegung betrieben werden, dazu muss ein Luftaustausch von außen möglich sein. Und: Luftfilter, die Partikel und mikrobielle Kontaminationen durch Filtration aus der Luft entfernen, sollten mit einem HEPA-Filter (H13 oder H14) ausgestattet sein.

Andreas Reiner / glp

Wer schneller geht, lebt länger

Ob man flott ausschreitet oder langsam dahinkriecht, ist nicht nur eine Frage der Umstände und persönlichen Vorlieben. Denn Langzeitstudien zeigen: Das Lauftempo lässt auf die Fitness schließen – und auf die verbleibenden Lebensjahre.

Dabei gilt ein simpler Grundsatz: Wer schneller geht, bleibt länger fit – und er lebt auch länger. So analysierte ein Team um Stephanie Studenski, heute Direktorin am National Institute on Aging in den USA, die Laufdaten von mehr als 34.000 Menschen ab 65 Jahren. Je flotter sie sich verglichen mit Gleichaltrigen fortbewegten, desto größer waren ihre Chancen auf ein langes Leben.

Ab 75 war der Zusammenhang besonders deutlich: Von den langsamsten Männern lebten zehn Jahre später nur noch 19 Prozent, von den schnellsten dagegen noch 87 Prozent. Bei den Frauen waren es 35 zu 91 Prozent.

Doch wie schnell läuft ein Mensch normalerweise? Und wann darf man sich zu den Schnelleren zählen? “Das hängt natürlich von Geschlecht und Alter ab”, sagt der Psychologe Christian Müller vom TÜV Nord. Am zügigsten gehen Männer mit Mitte 40. Sie kommen im Schnitt auf 1,4 Meter pro Sekunde. Gleichaltrige Frauen sind im Mittel rund 0,1 Meter pro Sekunde langsamer. Ab der Lebensmitte nimmt die Geschwindigkeit ab. Als Mittsiebziger laufen Männer nur noch durchschnittlich 1,2 und Frauen 1,1 Meter pro Sekunde.

Beim Gehen und Laufen beanspruchen wir Lunge, Herz, Kreislauf, Nervensystem und Bewegungsapparat, so Studenski und ihr Team. Schwächelt eines dieser Systeme, geht es oft auch mit dem Lauftempo bergab. “Kein Wunder also, dass die Gehgeschwindigkeit die weitere Lebensdauer ebenso gut voraussagt wie chronische Krankheiten, Klinikaufenthalte, Tabakkonsum und Blutdruck zusammen”, so der TÜV Nord.

Dazu kommt noch: Ein schneller Schritt lässt nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die geistige Fitness schließen. Das ist eines der Ergebnisse der neuseeländischen Dunedin Longitudinal Study, einer der berühmtesten Langzeitstudien der Welt mit rund 900 Probandinnen und Probanden. Die Langsameren auf dem Laufband waren schon stärker gealtert, sahen älter aus, hatten schlechtere Blutwerte und schnitten in auch Intelligenztests schlechter ab. Die langsamste Versuchsperson erreichte 16 IQ-Punkte weniger als die schnellste.

16 IQ-Punkte – “das ist die Hälfte von dem, was eine Hochbegabung von einem Durchschnitts-IQ unterscheidet”, erklärt der Psychologe Christian Müller. Aus Langzeitstudien in Schweden, Italien und den Niederlanden könne man sogar schließen, dass ein gemächlicher Schritt ein frühes Warnsignal für geistigen Verfall im Alter sein kann.

“Warum Lauftempo und Fitness zusammenhängen, ist längst nicht geklärt”, lautet Müllers Fazit. Nur eines sei klar: “Ein flotter Schritt ist ein Indiz für körperliche und geistige Fitness.”

Rudolf Huber / glp

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen im Südwesten vor dem Wochenende aus

Die Lage am Freitag (02.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden hat das Gesundheitsamt für den Landkreis Ludwigsburg weitere 29 bestätigte Corona-Neuinfizierte gemeldet. Gestern hatte das Landratsamt 14 Fälle gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.730. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.426 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 27,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

In Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 303 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 50.400, davon sind ungefähr 44.138 Personen wieder genesen. Gestern wurden 399 Fälle gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um einen auf insgesamt 1.888 (Datenstand: 02.10. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,06 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Corona-Lage vor dem Wochenende: Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt

Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mitte April: In Deutschland wurden innerhalb 24 Stunden weitere +2.673 Corona-Infektionen verzeichnet. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die neuesten Corona-Zahlen am Freitagmorgen veröffentlicht (Stand: 02.10. – 00.00 Uhr). Damit liegt zum dritten Mal innerhalb einer Woche die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland über 2500. Gestern wurden 2.503 Fälle gemeldet.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ist im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Das RKI in Berlin hat die Gesamtzahl der infizierten Menschen mit mindestens 294.395 angegeben. Ungefähr 259.500 Patienten haben eine Sars-CoV-2 Infektion überstanden. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben insgesamt 9.508 Menschen. Das sind 8 mehr als am Vortag.  (Datenstand: 02.10., 00.00 Uhr)

 

Übersicht:

Fallzahlen 01. Oktober – 2503 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 30. September – 1798 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 29. September – 2089 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 28. September – 1192 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 27. September – 1411 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 26. September – 2507 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 25. September – 2153 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 24. September – 2143 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 23. September – 1769 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 22. September – 1821 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 21. September – 922 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 20. September – 1345 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 19. September – 2297 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 18. September – 1916 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 17. September – 2194 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 16. September – 1901 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 15. September – 1407 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 14. September – 927 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 13. September – 920 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 12. September – 1.630 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 11. September – 1.484 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 10. September – 1.892 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 9. September – 1.176 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 8. September – 1.499 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 7. September – 814 Corona-Neuinfektionen

 

red

Corona in Kornwestheim: Realschulklasse in Quarantäne

Kornwestheim. Zweieinhalb Wochen nach dem Schulstart ist eine neunte Klasse der Theodor-Heuss-Realschule nach Hause geschickt worden. Das gab die Stadt Kornwestheim am Donnerstag bekannt.

Laut der Meldung wurde eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet, das Ergebnis lag am Donnerstag, 1. Oktober 2020, vor. Die Mitschülerinnen und Mitschüler des Mädchens sowie die Lehrkräfte, die die Klasse unterrichtet haben, befinden sich nach Angaben der Stadtverwaltung Kornwestheim nun in einer zehntägigen Quarantäne. Die Eltern sind unverzüglich informiert worden, auch das Staatliche Schulamt wurde in Kenntnis gesetzt, heißt es in der Meldung weiter. Die Jugendlichen werden während ihrer häuslichen Quarantäne am Fernlernunterricht teilnehmen.

red

So bleibt das Gehirn fit

Sich erinnern, orientieren und konzentrieren zu können: alles Voraussetzungen, um alltägliche Aufgaben zu meistern. Wer geistig fit ist, kann selbstständiger leben. Viele Menschen haben Angst, im Alter und gerade bei Pflegebedürftigkeit geistig stark nachzulassen. Aber für die geistige Fitness kann man einiges tun.

Fest steht: Geistige Fähigkeiten gehen teilweise rascher verloren, je weniger aktiv und je älter wir sind – und das trifft wiederum oft auf pflegebedürftige Menschen zu. “Doch in vielen Fällen ist es möglich, geistige Fähigkeiten zu erhalten oder zu verbessern”, sagt Daniela Sulmann, Pflegeexpertin vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Im Internet vermittelt das ZQP Laien und Profis Tipps, wie sie geeignete Maßnahmen in den Pflegealltag integrieren können.

Besonders wichtig, um das Gehirn fit zu halten, sind geistige und körperliche Betätigungen sowie soziale Kontakte. Als geistiges Training für ältere pflegebedürftige Menschen sind zum Beispiel Knobel- und Denkaufgaben sowie Gesellschaftsspiele gut geeignet, bei denen überlegt und eine Strategie entwickelt werden muss. “Aber auch Alltagsaufgaben wie Kopfrechnen beim Einkaufen, Postkarten schreiben oder gemeinsames Zeitungslesen fördern geistige Fähigkeiten”, so Sulmann.

Ebenfalls relevant sind laut ZQP körperliche Aktivitäten – speziell Koordinationsübungen, wie sie etwa beim Tanzen oder bei Ballspielen stattfinden. Dabei entstehen nützliche Netzwerke im Gehirn. Natürlich muss das Betätigungsprogramm zu den vorhandenen körperlichen Möglichkeiten und Interessen passen.

Regelmäßige, möglichst häufige soziale Kontakte spielen ebenfalls eine Rolle beim Schutz geistiger Fähigkeiten. Allerdings ist es für Menschen im höheren Alter mit gesundheitlichen Einschränkungen oftmals schwierig, diese aufrechtzuerhalten. Darum kann es gerade für pflegebedürftige Menschen wichtig sein, dass sie jemand dabei unterstützt.

Rudolf Huber / glp

Gender-Medizin: Die Unterschiede zwischen Frau und Mann

Dass Frauen definitiv nicht grundsätzlich das schwache Geschlecht sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Das gilt auch im Bereich Medizin. So verläuft eine Covid-19-Erkrankung bei Männern im Schnitt schwerer und auch häufiger tödlich. Frauen dagegen überleben seltener einen Herzinfarkt – weil er von Ärzten zu spät erkannt wird.

Frauen und Männer sind eben verschieden, so das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”. Diese Erkenntnis hatte in weiten Bereichen der Medizin bis vor Kurzem durchaus etwas Revolutionäres. Bis auf die Gynäkologie orientierte sich die medizinische Forschung lange nur am Mann. Doch inzwischen befasst sich die Gendermedizin mit geschlechterspezifischen Unterschieden.

Ein Beispiel: Weil Testtiere in der Grundlagenforschung nach wie vor meist männlich sind, wird “eine Substanz, die nur bei Frauen wirkt, gar nicht erst entdeckt”, so Professorin Vera Regitz-Zagrosek. Mit ihrem Team am Institut für Geschlechterforschung in der Medizin der Berliner Charite setzt sich die Kardiologin dafür ein, dass die Verschiedenheit auch im medizinischen Alltag berücksichtigt wird.

Gleichberechtigung ist dabei in der Medizin nicht gleich Gleichmacherei. “Es bedeutet, die Verschiedenheit im Blick zu behalten”, sagt Regitz-Zagrosek. Und zwar umfassend: bei Prävention, Diagnose, Beratung und Therapie. Davon profitieren auch die Männer. Schließlich gibt es auch Krankheiten, die bei Männern schlechter behandelt werden, etwa Osteoporose oder Depressionen.

Ein anderes Beispiel für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Der Grund dafür, dass bei Frauen ein Herzinfarkt häufig nicht sofort festgestellt wird, ist der, dass sie oft keine starken Brustschmerzen verspüren – wie die Männer. Sie beschreiben eher plötzliche Übelkeit, Schweißausbrüche, Schmerzen in Bauch, Rücken und Kiefer – und bekommen daher oft eine Fehldiagnose.

Frauen leiden auch häufiger an Nebenwirkungen von Medikamenten. Einige Mittel gegen Herzrhythmusstörungen können bei ihnen zu lebensgefährlichem Herzrasen führen. Und noch eine Differenzierung zwischen Mann und Frau: Rauchen ist zwar grundsätzlich Gift für die Gefäße. Doch Frauen leiden unter den Schadstoffen deutlich stärker als Männer. Sie profitieren daher besonders deutlich, wenn sie aufs Nikotin verzichten.

Rudolf Huber / glp