Rund 54500 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 54.504 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 9,8 Prozent oder 5.907 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg trotzdem laut RKI-Angaben von gestern 242,8 auf heute 247,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Dass die Zahl der neuen Fälle gegenüber der Vorwoche sank, der Inzidenzwert aber stieg, ist nur möglich, weil das RKI letzte Woche zahlreiche Nachmeldungen aus früheren Zeiträumen hatte, die aber in die Inzidenzwertberechnung nicht eingehen. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 744.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 147.600 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 119 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 573 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 82 Todesfällen pro Tag (Vortag: 86). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 147.223. Insgesamt wurden bislang 32,1 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert

Hospitalisierungsrate sinkt auf 3,64

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gesunken. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 3,64 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Montag ursprünglich: 3,87, Dienstag letzter Woche ursprünglich 4,50). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, in Mecklenburg-Vorpommern (7,02).

Dahinter folgen Thüringen (6,08), das Saarland (5,28), Bayern (5,11), Nordrhein-Westfalen (4,55), Sachsen-Anhalt (3,94), Schleswig-Holstein (3,92), Rheinland-Pfalz (3,86), Brandenburg (3,75), Hessen (2,73), Niedersachsen (2,45), Berlin (2,37), Sachsen (2,05), Baden-Württemberg (1,93), Hamburg (1,78) und Bremen (1,47). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 3,17, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,64, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,37, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,74, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 5,43 und bei den Über-80-Jährigen bei 18,70 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Lauterbach kündigt verbesserten Impfstoff für September an

Die Auslieferung eines neuen Corona-Impfstoffs, der besser gegen die vorherrschende Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 schützen soll, steht unmittelbar bevor. Das berichtet der “Spiegel” unter Berufung auf ein Schreiben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an alle beteiligten Leistungserbringer der Corona-Impfkampagne. Deutschland soll demnach in den zwei Kalenderwochen 36 und 37 – also ab dem 5. September – pro Woche jeweils rund fünf Millionen Dosen des angepassten BA.1-Impfstoffes vom Unternehmen Biontech/Pfizer erhalten.

Zudem erhält der Bund vom Hersteller Moderna 2,38 Millionen Dosen BA.1-Impfstoff im Laufe der beiden genannten Septemberwochen. Die Dosen sollen umgehend an den pharmazeutischen Großhandel ausgeliefert werden, sodass Apotheken und Ärzteschaft rasch versorgt sind. Zuvor muss allerdings noch die EU-Kommission grünes Licht geben.

“Derzeit gehen wir davon aus, dass die Europäische Kommission sowohl den an die BA.1-Variante angepassten Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch den von Moderna am 1. oder 2. September 2022 zulassen wird”, schreibt Lauterbach. Ab dem 5. September sollen die neuen Impfstoffe bestellt werden können. “Nach den vorliegenden Studiendaten wirken die Impfstoffe deutlich besser gegen die derzeit vorherrschende BA.5-Variante als der Impfstoff der ersten Generation”, heißt es in dem Schreiben.

“Insbesondere für Hochrisikogruppen können sie ein entscheidender Faktor sein, denn wir sollten nicht vergessen, dass täglich nach wie vor rund 100 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion sterben.” Deshalb bitte er “eindringlich”, aktiv für diesen Impfstoff zu werben, mahnt Lauterbach. Ein weiterer neuer, an die vorherrschenden Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepasster Impfstoff werde “nur wenige Wochen später zur Verfügung stehen”, schreibt der Minister.

“Biontech/Pfizer hat bereits angekündigt, dass die Europäische Kommission im Idealfall bereits Ende September/Anfang Oktober den an BA.4/BA.5-angepassten Impfstoff zulassen wird.” Dann werde Deutschland von Biontech/Pfizer “sehr zügig nach der Zulassung mit einer ersten Tranche von 9,5 Millionen Dosen beliefert”, heißt es weiter. Risikogruppen sollten jedoch nicht bis dahin mit der Impfung warten, warnte Lauterbach und reif zur einer aktiven Bewerbung der neuen Impfstoffe auf: Das Gelingen der Impfkampagne sei maßgeblich von den beteiligten Akteuren abhängig – von der Logistik bis hin zur Impfung der Patienten.

Das Schließen von Impflücken und die Erhöhung von Impfquoten bei den Auffrischimpfungen sei einer der entscheidenden Faktoren für einen Herbst und Winter mit bestmöglichem Schutz für die Bevölkerung und möglichst wenigen Einschränkungen.

red

Lauterbach schließt “epidemische Lage” im Winter nicht aus

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt eine Ausrufung der “epidemischen Lage” im Winter nicht aus. “Ich hoffe, dass es nicht zu einem gravierenden Variantenwechsel kommt. Wenn er ausbleibt, dann werden wir nicht in so eine epidemische Lage kommen”, sagte er der “Welt am Sonntag”.

Trotzdem bräuchte Deutschland für den Notfall Werkzeuge. “Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass sich im Laufe einer Pandemie immer nur die leichteren Varianten durchsetzen. Das ist ein Irrtum.”

Es gebe keinen Selektionsvorteil für leichtere Varianten. “Wir müssen auf alles gefasst sein”, warnte Lauterbach. “Der Corona-Herbst wird kein Zuckerschlecken. Wir werden mit der BA.5-Variante zumindest am Anfang einen Anstieg der Fallzahlen erleben.” Insbesondere dann, wenn der Aufenthalt in Innenräumen wegen der kalten Temperaturen zur Regel werde. “Es wird dann zu Ausfällen in den Betrieben und der kritischen Infrastruktur kommen, etwa in Krankenhäusern. Es stehen uns also schwierige Zeiten bevor”, so der Minister. Eine Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Klasse hält Lauterbach trotz Kritik von Pädagogen und Psychologen für verhältnismäßig. “Mit meiner Aufgabe als Gesundheitsminister ist es nicht zu vereinbaren, dass Kinder massenhaft erkranken. Die Durchseuchung einer ganzen Generation ist unverantwortlich”, so der SPD-Politiker. Da gehe es um Millionen von Kindern. “Das können wir nicht riskieren. Noch wissen wir nicht, was diese Infektion, wenn sie wiederholt auftritt, mit dem Immunsystem der Kinder macht. Das Risiko massenhafter Infektionen in der Schule können wir als Gesellschaft nicht eingehen.”

red

RKI meldet rund 33000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 33.226 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 8,5 Prozent oder 3.069 Fälle weniger als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 263,6 auf heute 260,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 847.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 195.400 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 101 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 600 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 86 Todesfällen pro Tag (Vortag: 89).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 147.104. Insgesamt wurden bislang 32,04 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

RKI meldet erneut weniger Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 37.343 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 20 Prozent oder 9.381 Fälle weniger als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 271,3 auf heute 263,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 832.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 197.600 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 90 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 620 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 89 Todesfällen pro Tag (Vortag: 100).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 147.003. Insgesamt wurden bislang 32,01 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Biontech will Omikron-Booster ab Anfang September in Deutschland ausliefern

Biontech-Chef Uğur Şahin rechnet mit einer Zulassung des Omikron-Boosters in der kommenden Woche. “Wir können sehr zeitnah ausliefern, hoffentlich ab Anfang September”, sagte er dem “Spiegel”. Zunächst erwartet Şahin die Zulassung des auf dem ursprünglichen Omikron-Subtyps BA.1 basierten Impfstoffs.

Biontech hat inzwischen aber auch einen weiteren Booster für den nun dominanten Subtyp BA.5 entwickelt und produziert. Dieser werde vermutlich jedoch ein wenig später zugelassen, Biontech reiche gerade bei der EMA die letzten Dokumente ein: “Dann kann es auch hier schnell gehen”, sagte Şahin. Grundsätzlich bestehe “zwischen den beiden Impfstoffen kein gewaltiger Unterschied”.

Beide wirken den Unternehmensstudien zufolge deutlich besser gegen Omikron als das ursprüngliche Mittel. Dennoch hat Şahin eine persönliche Präferenz: “Ich bin dafür, immer so nah wie möglich am dominierenden Stamm zu bleiben. Das wird auch bei der Grippe so gemacht.”

Zugleich bereitet sich Biontech darauf vor, schneller auf künftige gefährliche Varianten zu reagieren: “Wir haben ein Frühwarnsystem entwickelt, das mithilfe von künstlicher Intelligenz ständig die Entwicklung des Virus analysiert”, so Şahin. “Dabei schauen wir uns jeden Monat Zehntausende Sequenzen des Spike-Proteins von neuen Varianten an.” Anschließend werde eine “Top-100-Liste der zu beobachtenden Varianten” erstellt.

red

RKI registriert rund 49000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 49.201 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 16,2 Prozent oder 9.484 Fälle weniger als am Donnerstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 275,3 auf heute 271,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 850.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 208.300 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 116 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 699 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 100 Todesfällen pro Tag (Vortag: 110).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 146.913. Insgesamt wurden bislang 31,97 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsrate sinkt leicht auf 4,36

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist leicht gesunken. Das RKI meldete am Donnerstagmorgen zunächst 4,36 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch ursprünglich: 4,44, Donnerstag letzter Woche ursprünglich 4,91). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Thüringen (8,96).

Dahinter folgen das Saarland (7,72), Mecklenburg-Vorpommern (7,45), Sachsen-Anhalt (6,14), Nordrhein-Westfalen (5,79), Bayern (5,48), Schleswig-Holstein (5,46), Brandenburg (5,14), Rheinland-Pfalz (3,64), Hessen (3,62), Berlin (2,67), Sachsen (2,49), Niedersachsen (2,36), Baden-Württemberg (2,22), Hamburg (2,05) und Bremen (0,88). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 4,26, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,75, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,53, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,16, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 6,31 und bei den Über-80-Jährigen bei 22,61 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Diese neuen Corona-Regeln gelten ab 1. Oktober

Die Bundesregierung hat das neue Corona-Schutzkonzept für den Herbst auf den Weg gebracht. Das Kabinett segnete den von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) ausgehandelten Kompromiss am Mittwoch ab. Schwerpunkt der neuen Regeln ist die Maskenpflicht.

So soll im Luft- und öffentlichen Personenfernverkehr eine FFP2-Maskenpflicht gelten. Hinzu kommt eine Masken- und Testnachweispflicht für den Zutritt zu Krankenhäusern sowie voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen sowie für Beschäftigte in ambulanten Pflegediensten während ihrer Tätigkeit. Ausnahmen sollen für Personen gelten, die in den jeweiligen Einrichtungen oder von den jeweiligen Dienstleistern behandelt, betreut oder gepflegt werden.

Hinzu kommt eine von der Infektionslage abhängige Maskenpflicht in Innenräumen sowie für den Nahverkehr. Dies soll bei Bedarf von den Bundesländern beschlossen werden können. Dabei soll es aber auch Ausnahmen geben, zum Beispiel durch die Vorlage eines aktuellen Tests.

Für frisch geimpfte oder kürzlich genesene Personen sind Ausnahmen unterdessen nicht mehr wie ursprünglich geplant zwingend notwendig. Die Länder können sich aber selbst dafür entscheiden. Auch eine Maskenpflicht in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen für Beschäftigte und für Schüler ab dem fünften Schuljahr ist laut Gesetzentwurf möglich, “wenn dies zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist”.

Auch strengere Maßnahmen können angeordnet werden, wenn sich eine Corona-Welle trotzdem weiter aufbaut und ein Landesparlament für das gesamte Bundesland oder eine konkrete Gebietskörperschaft eine “konkrete Gefahr” für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastrukturen feststellt. Dies soll anhand “bestimmter, gesetzlich geregelter Indikatoren” geschehen. Dann würde die Maskenpflicht ausnahmslos gelten.

Hinzu kommen eine Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Außenbereich, verpflichtende Hygienekonzepte für Betriebe, Einrichtungen, Gewerbe, Angebote und Veranstaltungen aus dem Freizeit-, Kultur- und Sportbereich für öffentlich zugängliche Innenräume, in denen sich mehrere Personen aufhalten. Zudem würden ein Mindestabstand von 1,5 Meter im öffentlichen Raum angeordnet und Personenobergrenzen für Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen festgelegt werden. Kontaktbeschränkungen und Lockdowns soll es aber nicht mehr geben.

Die neuen Regeln sollen ab dem 1. Oktober 2022 bis zum 7. April 2023 gelten. Im parlamentarischen Verfahren sind noch Änderungen möglich. Das Kabinett verlängerte unterdessen am Mittwoch auch die Coronavirus-Einreiseverordnung bis zum 30. September.

Außerdem wurden Regelungen zur Triage auf den Weg gebracht.

red

RKI registriert rund 53000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 52.939 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 21 Prozent oder 14.451 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 288,5 auf heute 275,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 864.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 220.400 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 147 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 767 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 110 Todesfällen pro Tag (Vortag: 116).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 146.797. Insgesamt wurden bislang 31,92 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz bei 4,44

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist im Vorwochenvergleich weiter gesunken. Das RKI meldete am Mittwochmorgen zunächst 4,44 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch letzter Woche ursprünglich 4,72). Es handelt sich um die vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Thüringen (9,06). Dahinter folgen das Saarland (8,44), Mecklenburg-Vorpommern (7,26), Sachsen-Anhalt (6,05), Schleswig-Holstein (6,01), Bayern (5,72), Nordrhein-Westfalen (5,61), Brandenburg (4,62), Rheinland-Pfalz (3,78), Hessen (3,32), Berlin (3,11), Sachsen (2,69), Niedersachsen (2,51), Baden-Württemberg (2,51), Hamburg (2,38) und Bremen (1,03). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 4,28, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,85, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,63, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,18, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 6,41 und bei den Über-80-Jährigen bei 22,89 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Städtetag gegen neue Aufgaben für Gesundheitsämter

Der Deutsche Städtetag protestiert dagegen, im Kampf gegen den Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren die Gesundheitsämter mit der Kontrolle zu beauftragen. “Wir unterstützen sehr, Abrechnungsbetrug von einigen Testzentren zu bekämpfen”, sagte der Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Die Gesundheitsämter seien bereit, weiterhin unterstützend tätig zu sein.

“Sie informieren schon bisher die Kassenärztlichen Vereinigungen und Staatsanwaltschaften, falls sie Auffälligkeiten in den Räumlichkeiten oder beim Personal von Testzentren feststellen”, sagte Dedy. “Aber die Abrechnungen müssen von denen geprüft werden, die die Abrechnung der Teststellen erhalten und ihnen die Leistung bezahlen. Das sind die Kassenärztlichen Vereinigungen.”

Der Entwurf für die neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sieht demnach vor, dass die Gesundheitsämter künftig die Abrechnungen der Corona-Testzentren kontrollieren sollen. Der Deutsche Städtetag bezweifelt nicht nur, dass sich mit der neuen Testverordnung eine bessere Kontrolle der Abrechnungen erreichen lasse. “Wir halten es außerdem für rechtswidrig, wenn der Bund nun per Verordnung die Aufgabe der Abrechnungskontrolle auf die Gesundheitsämter übertragen will”, sagte Dedy.

“Eine gesetzliche Grundlage dafür können wir nicht erkennen.” Es gibt mehrere Fälle von Testzentren, die sich durch abgerechnete, aber nicht durchgeführte Tests hohe Summen erschlichen haben. “Die Gesundheitsbehörden haben weder Geld, Personal noch die Fachkompetenz, im Detail zu prüfen, ob die Abrechnungen von Testzentren richtig sind”, sagte Dedy.

Die Gesundheitsämter sollen nach dem Entwurf der neuen Testverordnung die Aufgabe haben, bei Verdachtsfällen die Dokumentation der Testzentren zu sichten.

red