10°

Neue Medikamente gegen seltene Krankheiten

Immer mehr Krankheiten erfordern immer neue Medikamente. Aus diesem Grund forschen Wissenschaftler rund um die Uhr. 2018 war ein besonders produktives Jahr, zumindest wenn man der Bilanz der Industrie glauben kann. So haben die forschenden Pharma-Unternehmen immerhin 36 neue Medikamente auf den Markt gebracht, darunter zwölf gegen Krebs- und zehn gegen Stoffwechselerkrankungen.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat die neuen Medikamente gegen seltene Krankheiten als den bisherigen Therapiemöglichkeiten überlegen eingestuft. Als selten wertet die EU Krankheiten, an denen höchstens fünf von 10.000 EU-Bürgern leiden; das entspricht derzeit maximal 256.000 EU-Bürgern. An der Stoffwechselstörung Alpha-Mannosidose, die zu kognitiven und Immundefiziten führt, leiden in der EU rund 5.000 Menschen. Am Sly-Syndrom mit seinen Knochendeformationen und Sehstörungen sind sogar weltweit weniger als 100 Menschen erkrankt; es ist damit eine der seltensten bekannten Krankheiten überhaupt.

“Für viele Patienten bedeuten die neuen Medikamente bessere Behandlungsmöglichkeiten; für einige sogar die erste gezielte Therapie überhaupt”, sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa). mp/rlo

Wintergemüse: Lecker und gesund

In der kalten Jahreszeit ist ein starkes Immunsystem besonders gefragt. Denn auf der Viren-Autobahn ist bei Schmuddelwetter Hochbetrieb. Da hat man sich schnell eine Erkältung oder Schlimmeres eingefangen. Mit Vitaminen können unsere Abwehrkräfte gestärkt werden. Obst und Gemüse dürfen deshalb auf keinem Speiseplan fehlen.

Viele Verbraucher greifen in diesen Zeiten zu Ware aus Übersee. Doch das muss nicht sein. In Deutschland gibt es nämlich frisches und gesundes Wintergemüse wie Schwarzwurzel, Wirsing oder Steckrübe. Die Vorteile von Wintergemüse liegen auf der Hand: Jetzt ist die vitaminreiche und gesunde Kost frisch und regional verfügbar.

Beispiel gefällig? Bezogen auf 100 Gramm besitzt Rosenkohl rund 2,5 mal mehr Vitamin C als eine Zitrone. Als nährstoffreichstes Wintergemüse gilt Grünkohl. Er besitzt viel Calcium, Eisen, Vitamin A und C und schützt mit seinen antioxidativ wirksamen Pflanzenstoffen Körperzellen vor den sogenannten “freien Radikalen”. Und mal ganz ehrlich: lecker ist er auch noch. mp/rlo

Bei Kosmetikpinseln auf die Hygiene achten

Ohne Kosmetikpinsel geht die Frau von Welt nicht aus dem Haus. Doch aufgepasst: Die Hygiene darf nicht zu kurz kommen. Und deshalb sollten Kosmetikpinsel regelmäßig gereinigt werden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese aus Synthetik- oder Echthaar gefertigt sind.

Der Münchner Visagist Luis Huber rät im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”, sie einmal pro Woche mit speziellem Pinselreiniger oder sanfter Flüssigseife zu säubern. Danach sollte man sie gut auswaschen, mit einem Kosmetiktuch trocken drücken und liegend weiter trocknen lassen. Auf keinen Fall sollte man feuchte Pinsel föhnen oder auf die Heizung legen, sonst brechen die Haare.

Pinsel für Augen oder Lippen und bei unreiner Haut oder Akne sind am besten täglich mit einer antibakteriellen Flüssigseife zu reinigen. Alkohol oder antiseptische Mittel eigenen sich nicht: Denn sie machen die Haare härter. Synthetikhaar-Pinsel haben laut Huber einen entscheidenden Vorteil: “Ihre glatte Oberfläche bietet im Vergleich zu Naturhaar keinen Platz für Keime und Schmutz.” Von Zeit zu Zeit sollten alle Pinsel ausgetauscht werden. mp/rlo

Verbrennungen: Finger weg von Hausmitteln

In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel treten sie vermehrt auf – die Rede ist von Brandwunden, die beim Hantieren mit Kerzen oder Böllern entstehen. Aber nicht jedes Hausmittel ist zur Behandlung geeignet.

Der Griff zum Tiefkühlfach und die Versorgung von Brandwunden mit Eisbeuteln sollte unterbleiben, weiß der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin, Professor Henrik Menke. Im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” klärt er auf: “Eine Verbrennung kann sich in den Stunden nach der Verletzung noch in den unteren Hautschichten ausbreiten. Und zu viel Kälte fördert diesen Prozess.”

Zur Versorgung von Brandwunden reicht es aus, nicht zu kaltes Wasser über die betroffenen Hautstellen laufen zu lassen, höchstens zehn Minuten. Dadurch lasse sich der Schmerz lindern, einen Heilungseffekt habe die Maßnahme allerdings nicht.

Dass Hausmittel wie Fett, Zwiebelsaft, Olivenöl oder gar Mehl helfen würden, sei nicht nur ein Märchen, sondern medizinisch auch bedenklich, da sich die Verletzungen im schlimmsten Fall entzünden könnten. Brand- und Hydrogels können bei kleineren Verbrennungen Abhilfe schaffen.

Aber nicht nur Brandwunden sind beim Silvesterfeuerwerk an der Tagesordnung, auch Knalltraumata gehören zum Risiko. Der AOK-Bundesverband rät deshalb dazu, einen Gehörschutz tragen. Ohrstöpsel seien in Drogerien, Baumärkten, Apotheken oder auch in Musikgeschäften erhältlich. mp/Mst

Grauzone Rettungsgasse

Verkehrsregeln sind zu beachten, basta! Natürlich halten sich nicht alle Autofahrer an die Vorgaben. Ein nicht gesetzter Blinker oder das Parken im Halteverbot wird schnell als Kavaliersdelikt abgetan. Und manche Regeln geraten nach dem Besuch der Fahrschule auch wieder ganz in Vergessenheit. Erschreckend ist allerdings eine Zahl, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) jetzt vorgelegt hat.

Nur jeder zweite Autofahrer in Deutschland (55 Prozent) weiß, wann eine Rettungsgasse gebildet werden muss. Dabei ist es ganz leicht zu merken: Wenn der Verkehr nur noch in Schrittgeschwindigkeit voran kommt oder komplett stillsteht, ist eine Rettungsgasse zu bilden. Paragraf 11 Abs. 2 StVO schreibt vor, dass Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung im Notfall die Rettungsgasse bilden müssen. Fahrzeuge auf der linken Spur müssen dann nach links und auf allen weiteren Spuren nach rechts ausweichen. Wie die Rettungsgasse gebildet wird, ist deutlich mehr Befragten bekannt: 75 Prozent konnten die richtige Antwort geben.

Wichtig, darauf weist der ADAC nachdrücklich hin: Nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge – also Feuerwehr, Rettungswagen, Notarzt und Abschleppwagen – dürfen die Rettungsgasse befahren. Auch das scheinen viele Autofahrer leider nicht zu wissen. mid/Mst

Smarter Wächter für Senioren

Ältere Menschen sind in den eigenen vier Wänden jeder Menge Gefahren ausgesetzt. Doch für viele kommt auch mit beginnender Demenz der Umzug in ein Pflegeheim nicht in Frage. Angehörige sollten in diesem Fall doppelt wachsam sein. Vor allem bei Arbeiten in der Küche kann es zu einem Unglück kommen. Denn ein Herdbrand ist bei Vergesslichkeit schnell passiert.

Eine mögliche Alternative zum rigorosen Abklemmen des Herds kann ein smarter Wächter sein. Dieses Gerät besteht aus einer Sensor- und einer Steuereinheit und wird an einem elektrischen Herd angebracht. Der Infrarot- und Thermosensor erkennt hohe Temperaturen und Temperaturveränderungen der Herdplatten. Sobald eine Gefahrensituation erkannt wird, warnt die Sensoreinheit mit einem lauten Alarmton. Zusätzlich unterbricht die Steuereinheit die Stromzufuhr zum Herd und schaltet diesen ab.

Herkömmliche Rauchmelder werden in der Küche aufgrund des erhöhten Fehlalarmrisikos durch Kochdämpfe nicht empfohlen. Die Küche bleibt damit meist unüberwacht. Der Herdwächter schließt diese Sicherheitslücke und ist mit allen elektrischen Herden kompatibel. In norwegischen Neubauten sind derartige Geräte bereits Pflicht. cid/rlo

Wenn Katzen leiden

Die Schilddrüse bereitet nicht nur manchen Menschen Kummer. Auch unsere tierischen Freunde können daran erkranken. Vor allem Katzen leiden. Sie werden fahrig, fressen pausenlos und nehmen trotzdem ab, ständig trinken sie, ihr struppiges Fell wirkt trotzdem wie vertrocknet. Alle diese Symptome weisen auf eine schwere Stoffwechselerkrankung hin, auf eine Überfunktion der Schilddrüse. Der Tierarzt spricht von einer felinen Hyperthyreose.

Die Schilddrüsenüberfunktion tritt bei Katzen vor allem in der zweiten Lebenshälfte auf. Knapp 14 Prozent der über acht Jahre alten Katzen und fast 20 Prozent der über 12-jährigen Tiere leiden an Hyperthyreose. Bei den meisten wird die Krankheit jedoch nicht rechtzeitig erkannt, nur rund jede fünfte an Hyperthyreose erkrankte Katze wird behandelt.

Untersuchungen in Tierarztpraxen haben auch gezeigt, dass die Hyperthyreose meist bei der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung entdeckt wird, oft noch bevor die Katze erkennbar abbaut. Die rechtzeige Diagnose ist wichtig, da der Katze bei entsprechender medikamentöser Therapie viel Leid erspart bleibt. Die Erfolgsrate bei Behandlungen liegt zwischen 85 und 90 Prozent. Bleibt die Erkrankung dagegen zu lange unentdeckt, können Nierenfunktionsstörungen oder sogar Herzversagen die Folge sein. mp/rlo

So bewältigen Sie psychische Krisen

Weihnachten ist auch das Fest der Besinnung. Der hektische Alltag hat bei vielen Pause. “Diese Phase kann man gut nutzen, um zu überlegen, was im letzten Jahr als besonders schwierig erlebt wurde”, sagt Professor Martin Keck vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”.

Je klarer man sich darüber ist, desto besser kann man Bewältigungsstrategien für die Zukunft entwickeln, um dem Stress vorzubeugen. Denn der kann auf Dauer zu ernsthaften Erkrankungen führen. Als Auslöser gelten vor allem Überlastung, zum Beispiel in der Arbeit oder bei der Pflege von Angehörigen, Zeitdruck, nicht erreichte Ziele, oder das Gefühl, keine Kontrolle mehr über das eigene Tun zu haben.

Wer das Risiko kennt, kann eher darauf reagieren und dann bewusst eine Phase der Entspannung einplanen. Jeder sollte auch überlegen, was er in diesem Jahr für sich selbst gemacht hat – weil es ihm Spaß gemacht oder gutgetan hat. Wer die eigenen Interessen pflegt, tut damit auch etwas für die psychische Gesundheit.

Freizeitbeschäftigungen können unseren Fokus auf Dinge lenken, die wir am Leben schätzen. Das schützt davor, in schwarzen Löchern zu versinken. “Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass die Freizeit nicht auch noch in Stress ausartet”, sagt Klaus Lieb, wissenschaftlicher Geschäftsführer am Deutschen Resilienz-Zentrum in Mainz. mp/rlo

Landkreis Ludwigsburg: Stadt, Polizei und Landratsamt kontrollieren 24 Gaststätten

Bei einer unangekündigten, verdachtsunabhängigen Gaststättenkontrolle haben das Polizeirevier Ludwigsburg, der städtische Fachbereich Sicherheit und Ordnung und die Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Ludwigsburg jetzt verschiedene Verstöße festgestellt. Insgesamt wurden 24 Gaststätten in Ludwigsburg kontrolliert und dabei insgesamt 80 Verstöße dokumentiert, die jetzt mit einem Bußgeld geahndet werden.

Häufig handelte es sich um Verstöße gegen das Landesnichtrauchergesetz; das heißt, die Kennzeichnung für eine Rauchergaststätte oder einen Raucherraum fehlte oder die Tür zum Raucherraum stand offen. Außerdem war in vielen Gaststätten das Jugendschutzgesetz nicht ausgehängt oder veraltet – ein aktueller Aushang ist aber durch das Gesetz zwingend vorgeschrieben.

Ein häufiger Verstoß war zudem, dass auf der Karte Säfte angepriesen wurden, aber tatsächlich Nektar ausgeschenkt wurde. Dieser besteht aber nur aus 25 bis 50 Prozent Fruchtsaft beziehungsweise Fruchtfleisch. Ebenfalls festgestellt wurden Verstöße gegen die Preisangabenverordnung. Hier fehlte zum Beispiel der Preisaushang im Eingangsbereich. Außerdem war in einigen Fällen keine Getränkekarte vorhanden oder die Mengenangabe in der Getränkekarte fehlte. Des Weiteren hatten die Gläser in manchen Gaststätten keinen Strich, der die Füllhöhe kennzeichnet – ein Verstoß gegen das Eichgesetz.

Laut Gaststättengesetz muss mindestens ein alkoholfreies Getränk günstiger sein als das billigste alkoholische Getränk – dies hatten nicht alle Gaststätten beachtet. Teilweise fehlten selbstlöschende und stabile Mülleimer im Thekenbereich oder Feuerlöscher im Thekenbereich waren abgelaufen.

Wegen schwerwiegender Hygienemängel wurde die Küche eines Restaurants sofort geschlossen. Nachdem der Großteil der Mängel beseitigt wurde, konnte die Küche nach einigen Tagen aber wieder freigegeben werden. Weitere unangemeldete Nachkontrollen werden folgen.

LB

Vitamine gegen das Wintertief

Viele Menschen leiden in der dunklen Jahreszeit unter einem regelrechten “Winterblues”. Dahinter steckt oft nicht einfach nur schlechte Laune, weil man nicht mehr bis abends im Biergarten sitzen kann, sondern eine Reaktion des Körpers auf die Jahreszeit. Bei Dunkelheit scheidet das Gehirn verstärkt das “Schlafhormon” Melatonin aus.
Hilfreich gegen den Winterblues ist natürliches Licht. Ein Spaziergang in den hellen Stunden kann den Spiegel des “Glückshormons” Serotonin steigern und so stimmungsaufhellend wirken (Schal und Schirm nicht vergessen).

Wenn das witterungsbedingte Stimmungstief länger anhält, kann eine vitaminreiche Ernährung mit Lebensmitteln wie Fisch, Gemüse, Olivenöl und Getreide helfen. Damit das Gehirn auch in der dunklen Jahreszeit reibungslos arbeiten kann, braucht es Vitamine, speziell verschiedene B-Vitamine sind wichtig: Vitamin B6 ist am Aufbau von Botenstoffen wie Serotonin und Melatonin beteiligt. Ein Vitamin-B6-Mangel und Verstimmungen werden oft zusammen festgestellt. Man nimmt es über diverse Nahrungsmittel auf (Fleisch, Fisch, Kartoffeln, viele Sorten von Obst und Gemüse).

Vitamin B2 benötigt der Körper, um Energie aus Nahrung zu gewinnen (kommt in Milch- und Vollkornprodukten vor). Folsäure spielt eine Rolle bei der Blutbildung. Sie steckt unter anderem in Spinat, Salat, Tomaten, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.

Vitamin B12 ist wichtig für den Abbau der Aminosäure Homocystein. Das beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Menschen mit einem Mangel an Vitamin B12, Folsäure sowie erhöhtem Homocysteinspiegel leiden häufig unter Verstimmungen. Vitamin B12 ist in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten enthalten.

Auch Vitamin B1 ist essentiell, um Energie aus der Nahrung zu gewinnen. Für die Energieversorgung des Gehirns ist Vitamin B1 unentbehrlich. Der Körper kann es nicht speichern. Es muss immer wieder neu aufgenommen werden. Vitamin B1 ist in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchte enthalten. Bereits ein geringer Mangel kann zu Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und Reizbarkeit führen.

Zur Vorbeugung oder im Falle eines Mangels kann es sinnvoll sein, Nährstoffe in Form eines Mikronährstoffpräparates einzunehmen. Ob ein Mangel besteht, kann der Arzt durch einen Bluttest feststellen. Mehr Informationen zu Vitaminen, Mineralstoffen und Co. unter: www.vitamindoctor.com. mp/rlo