Augen auf bei Desinfektionsmitteln

Desinfektionsmittel finden in der Corona-Krise reißenden Absatz. Normalerweise gelten für diese Mittel komplexe Zulassungsverfahren, gegenwärtig sind die aber teilweise außer Kraft gesetzt. Die Corona-Pandemie hatte zu Produkt-Engpässen geführt, in solchen Situationen erlaubt die Biozid-Verordnung der Europäischen Union nationale Ausnahmegenehmigungen. Die Folge: Branchenfremde Hersteller können dann kurzfristig auf Desinfektionsmittel umsatteln – ohne deren Wirkung nachweisen zu müssen.

Hautverträglichkeit ist ein weiteres Qualitätsmerkmal. Verbrieft wird diese gewöhnlich von dermatologischen Instituten, da gibt es Zeugnisse. Genau danach sollten Verbraucher also jetzt beim Hersteller fragen – nach einem dermatologischen Gutachten. Immerhin übt die Haut eine wichtige Barrierefunktion aus. Sie hindert Keime daran, in den Körper einzudringen. Die Haut darf also keinesfalls Schaden leiden. Deshalb enthalten hochwertige Erzeugnisse auch immer Rückfetter und Feuchthaltemittel.

Und so funktioniert die Anwendung: Die Desinfektionslösung muss die gesamte Handfläche benetzen – inklusive Nagelbett, Fingerraum, Handrücken. 30 Sekunden lang verreiben, so hat das Coronavirus keine Chance – zumindest bei dieser Art der Übertragung.

Ralf Loweg

Die Arbeitszeiten der Ärzte

Viele Erwerbstätige in Gesundheits- und Pflegeberufen sind in der Corona-Krise besonders stark beansprucht. Und nicht wenige von ihnen sind Tag und Nacht im Einsatz – auch an den Wochenenden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, zählten Ärzte auch vor der Corona-Krise zu den Berufsgruppen mit besonders langen Arbeitszeiten.

So arbeitete im Jahr 2018 ein knappes Drittel (32 Prozent) der 445.000 Ärzte in Deutschland in der Regel mehr als 48 Stunden pro Woche. Von den insgesamt über vier Millionen Erwerbstätigen in Gesundheits- und Pflegeberufen hatten nur 6,0 Prozent eine so lange Wochenarbeitszeit. Darunter waren gut 1,1 Millionen Kranken- sowie knapp 0,7 Millionen Altenpflegerinnen und -pfleger.

Auch wenn die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Vollzeiterwerbstätigen in den Gesundheitsberufen mit 41 Stunden im Durchschnitt aller Berufsgruppen lag, arbeiteten sie sehr viel häufiger im Schichtdienst und an Wochenenden als Durchschnittserwerbstätige.

Ralf Loweg

Corona-Übersicht: Mehr als 100.000 Genesene in Deutschland

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit weiterhin aus. Eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Zahlen der Infektionen und Todesopfer haben wir hier zusammengestellt. (Stand: 24.04. – Zahlen können abweichen)

Land / Bundesland / Landkreis Infizierte  Todesfälle Genesene
Deutschland 153.129 5.575 106.800
Baden-Württemberg (Stand: 23.04.) 29.912  1.172 18.558
Landkreis Ludwigsburg (Stand: 23.04.) 1.538  49  1.109 
Weltweit 2.716.917 190.985 744.580
Quellen: Johns-Hopkins-University /
Sozialministerium Baden-Württemberg / Landratsamt Ludwigsburg

red

Ohren zu und durch

Das Ohr ist ein sensibles Organ. Krach kann auf Dauer krank machen. Darauf weisen Experten vor dem „Tag des Lärms“ am 28. April 2020 ausdrücklich hin. Das Motto lautet: „Ich bin ganz Ohr“. Die Redewendung steht für aufmerksames Zuhören. Das ist allerdings nur möglich, wenn man gut hören kann.

Schwerhörigkeit beginnt oft schleichend. Viele merken, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, Gesprächen mit mehreren Personen oder Unterhaltungen in geräuschvoller Umgebung zu folgen. Gewissheit bringt dann ein Hörtest, den Hörakustiker meist kostenlos durchführen.

Häufig lässt sich Lärmbelastung nicht vermeiden. Wer Lärm nicht ausweichen kann, sollte seine Ohren schützen, denn zu viel Lärm kann das Gehör dauerhaft schädigen. Hörakustiker sind Experten für alle Themen rund ums Hören und wissen, wie man sein Gehör am besten schützt. Sie können einen maßgefertigten Gehörschutz herstellen, der an den eigenen Gehörgang perfekt angepasst ist und viele Vorteile gegenüber einfachen „Ohrstöpseln“ bietet.

Durch die individuelle Anpassung sitzt er perfekt und lässt sich lange tragen, ohne schmerzhaft zu drücken. Er ist wiederverwendbar und leicht zu reinigen, versichern die Experten. Die besonderen Filter, die darin eingesetzt sind und je nach Bedarf unterschiedlich stark sein können, lassen menschliche Stimmen durch, sodass Unterhaltungen auch in lauter Umgebung problemlos möglich bleiben. Auch klingt Musik mit diesem Gehörschutz nicht dumpf, sondern nur leiser – so bleibt es möglich, Musik uneingeschränkt zu genießen.

Ralf Loweg

Stress lass nach

Entspannung vom hohem psychischem Dauer-Stress kann schon mal hilfreich sein. Bewegung und Tageslicht, ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sowie Zuneigung helfen immer. Doch das reicht oft nicht aus.

In der Psychotherapie haben sich zwei Entspannungstechniken besonders bewährt, die im Alltag leicht eingesetzt werden können: progressive Muskelentspannung sowie Autogenes Training sind aktive Selbsthelfer. Grundlage beider Techniken ist es, Körper und Psyche als ganzheitlich zu betrachten und über gezielte körperliche Entspannung auch Psyche und Geist zu entspannen.

So kann man Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie chronische Schmerzen und Schlafstörungen besser in den Griff bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass es keine vorwiegend körperlichen Ursachen für diese Probleme gibt. Kinder dürfen erst ab acht Jahren diese Techniken erlernen, so die Experten.

Klinische Studien beweisen auch, dass beispielsweise Krebs-Patienten mit zusätzlicher Entspannungstherapie mit höherem Selbstwert durch die Krankheit gehen. Wichtig ist grundsätzlich, diese Entspannungsmethoden nicht im Selbststudium, sondern von einem dafür ausgebildeten Arzt, Trainer oder Psychotherapeuten zu erlernen. Dies kann in Einzel- oder Gruppentraining erfolgen.

Ralf Loweg

Weitere 69 Corona-Tote an einem Tag

Landkreis Ludwigsburg:

Die Gesamtzahl der bestätigten COVID-19-Fälle im Landkreis Ludwigsburg steigt nach Angaben des Landratsamts auf  1.538 (Stand: 23.04.20, 17.00Uhr). Seit gestern entspricht das einer Zunahme um 15 Neuinfektionen. Gestern wurden im Vergleich 28 Neuerkrankungen gemeldet. Insgesamt 49 mit COVID-19 infizierte Personen im Alter von 43 bis 100 Jahren sind laut der Behörde inzwischen verstorben. Die Zahl der Genesenen wird mit 1.109 angegeben.

Baden-Württemberg:

Am Donnerstag (23. April) ist die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um weitere 562 auf mindestens 29.912 angestiegen. Davon sind ungefähr 18.558 Personen bereits wieder genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt um 69 weitere auf insgesamt 1.172 an. Das gab das Sozialministerium von Baden Württemberg am Dienstagabend bekannt.

1.172 Todesfälle in Baden-Württemberg

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Biberach, Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Calw, Esslingen, Göppingen, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Rastatt, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tübingen, Tuttlingen und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg und Heilbronn insgesamt 69 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.172 an. Unter den Verstorbenen waren 700 Männer und 472 Frauen. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 63 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:
Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Brauereien steht das Wasser bis zum Hals

Rund 1.500 Brauereien gibt es in Deutschland. Bier ist Kulturgut. Doch wegen abgesagter Feste und geschlossener Lokale bricht der Absatz des Gerstensaftes in der Corona-Krise dramatisch ein.

„Wir befürchten, dass in den kommenden Wochen eine Vielzahl von Gaststätten und Brauereien aufgeben muss“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes. „Ohne staatliche Hilfen werden viele diese Krise nicht überstehen.“

Die deutsche Braubranche hat gleich ein doppeltes Absatzproblem: Zum einen sind die Exportmärkte wegen Corona weggebrochen. 20 Prozent der Produktion ging bisher ins Ausland. Ausgerechnet das besonders vom Coronavirus heimgesuchte Italien ist mit fast 3,4 Millionen Hektolitern der wichtigste Auslandsmarkt, gefolgt von China. Zum anderen ist das Gastronomie-Geschäft in Deutschland weggefallen.

Wegen der Ansteckungsgefahr sind Restaurants, Gaststätten, Kneipen, Discos und Biergärten geschlossen. Konzerte, Festivals und Volksfeste wie das Münchner Oktoberfest wurden abgesagt. Nicht einmal eine neue Bierkönigin wird es 2020 in Bayern geben, wie „tagesschau.de“ berichtet.

Auch die Party zum „Tag des Deutschen Bieres“ mit hunderten Besuchern findet nicht statt. Der Ausschank von Freibier am Bierbrunnen in München, mit dem bayerische Brauer alljährlich den Erlass des Reinheitsgebotes durch die Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. am 23. April 1516 feiern, fällt aus – wegen Corona.

Ralf Loweg

Maske auf in allen Bundesländern

Es wurde gestritten und diskutiert. Jetzt ging es plötzlich ganz schnell und das Dauer-Thema „Maske“ ist gefallen. Alle 16 Bundesländer haben eine Maskenpflicht oder werden sie innerhalb der nächsten Tage einführen. Mit Bremen gab nun auch das letzte Bundesland seine ablehnende Haltung gegen das Tragen der Schutzmasken auf.

Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern waren vorgeprescht. Nach und nach folgten dann auch alle anderen Bundesländer und führen das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit ein, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Baden-Württemberg, Thüringen, Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt sind schon seit Dienstag dabei. Am Mittwoch kamen dann noch Niedersachsen sowie Brandenburg mit eigenen Regelungen hinzu, wenig später dann auch Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Rheinland-Pfalz und als Schlusslicht Bremen.

Die Regelung in dem Stadtstaat solle am kommenden Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Öffentlichen Personennahverkehr und das Einkaufen in Geschäften gelten, teilte ein Sprecher der Landesregierung mit.

Ralf Loweg

Arztbesuche in der Corona-Krise

Auch in der Corona-Krise müssen Menschen mit herkömmlichen Krankheiten zum Arzt. Doch wie sollen sich Patienten verhalten? Viele Menschen sorgen sich aktuell vor dem Besuch einer Arztpraxis, weil das Wartezimmer als mögliche Ansteckungsquelle gilt. Wer unsicher ist, sollte vorher telefonisch mit der Praxis Rücksprache halten.

Überfüllte Wartezimmer dürften erstmal der Vergangenheit angehören, betonen die Experten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Viele Menschen meiden inzwischen den Besuch beim Arzt. Außerdem gilt auch in den Wartezimmern, die Abstandsregelung von mindestens eineinhalb bis zwei Metern zu anderen Patienten zu wahren. Durch ein gutes Termin-Management sollte es möglich sein, Patienten direkt ins Behandlungszimmer zu bitten und den Kontakt zu anderen zu minimieren.

Einige Praxen sind außerdem zu sogenannten Auto-Wartezimmern übergegangen: Dabei sitzen die Patienten vor der Arztpraxis in ihrem Fahrzeug und werden per Anruf informiert, wenn das Sprechzimmer frei ist. In vielen Praxen gilt zudem aktuell die Regel, dass keine oder maximal eine Begleitperson mitgebracht werden darf. Das ist vor allem für Familien wichtig zu wissen.

Es gibt Mediziner, die behandeln ihre Patienten nur noch, wenn diese mit Mund-Nasen-Schutz in die Praxis kommen. Denn auch die Arztpraxen haben ein Interesse daran, ihre Patienten so sicher wie möglich zu versorgen. Angesichts der immer knapper werdenden Schutzausrüstung im ambulanten Bereich wird dies für viele Praxen aber immer schwieriger, so die Experten.

Ralf Loweg

So profitieren Online-Apotheken von Corona

Online-Apotheken haben Hochkonjunktur. Kein Wunder, denn in der Corona-Krise ist beispielsweise der Bedarf nach Produkten wie Hygiene-Artikeln, Desinfektionsmitteln oder Gesichtsmasken rasant gestiegen.

Hinzu kommt, dass Verbraucher sich in Notsituationen ganz besonders um ihre Gesundheit sorgen und vermehrt zu Vitaminpräparaten, Hustensäften oder Immunstärkern greifen. Und wer möchte, während die Pandemie den Alltag bestimmt, ausgerechnet vor der Apotheke in einer Schlange stehen?

Im ersten Quartal wuchs der Online-Umsatz der Apotheken nach Daten des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh) im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 200 Millionen Euro. Alleine im März 2020, der zu einem wesentlichen Teil von der Corona-Krise bestimmt war, betrug der Anstieg enorme 88,2 Prozent. Damit sind Online-Apotheken Spitzenreiter, gefolgt vom Online-Lebensmittelhandel (55,8 Prozent).

Das Geschäftsmodell der Internet-Apotheken könnte auch nach der Corona-Zeit funktionieren, denn die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran. Das elektronische Rezept, das sogenannte E-Rezept, soll nach dem Willen der Bundesregierung ab dem 1. Januar 2022 bundesweit verpflichtend sein, berichtet „Tagesschau.de“.

Per E-Rezept auf der Handy-App kann der Kunde sich dann entscheiden, ob er das Rezept wie gewohnt bei der Apotheke seines Vertrauens einlöst, oder den Versandweg per Online-Apotheke wählt und sich das gewünschte Medikament einfach per Boten zusenden lässt.

Ralf Loweg