Immer mehr Unterrichtsausfälle – Gewerkschaft: Schulen am Limit

Lehrergewerkschaften warnen davor, dass die Omikron-Welle die Schulen an ihrer Belastungsgrenze bringt. „Der coronabedingte Ausfall von Lehrkräften trifft die Schulen aktuell heftig“, sagte das GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Die Zahl der Krankmeldungen wird in den nächsten Wochen weiter steigen, weil die Corona-Schutzmaßnahmen weitestgehend fallen sollen beziehungsweise bereits einkassiert worden sind“, warnte sie.

Dies sei eine falsche Entscheidung der Politik. Bensinger-Stolze hob hervor: „Wir appellieren an alle politisch Verantwortlichen, an der Maskenpflicht ebenso wie an Hygiene- und Testkonzepten festzuhalten, damit die Situation nicht aus dem Ruder läuft. Die Lehrkräfte arbeiten bereits jetzt am Limit.“

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem RND: „Die Dynamik der Omikronvariante sorgt in den Schulen für ein immer dramatischeres Infektionsgeschehen und vermehrte Ausfälle von Lehrkräften durch eigene Infektionen und Quarantäne.“ Das verstärke den Teufelskreis, dass die verbliebenen Lehrkräfte, die nicht krank seien, immer stärker belastet würden. Es komme beispielsweise zur Zusammenlegung von Lerngruppen oder zur teilweisen oder kompletten Einstellung des Sport- Musik- oder Kunstunterrichts.

„Teilweise werden Stundenpläne wochenweise ausgegeben, da eine längerfristigere Planung nicht mehr möglich ist“, sagte Beckmann. „Wir spüren in den Schulen Tag für Tag, wie sehr es sich jetzt mehr denn je rächt, dass die Politik den Schulen über Jahre hinweg die personelle Ausstattung verweigert hat, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben gebraucht hätten und brauchen.“ Der Verbandsvorsitzende hob hervor: „Wenn man ein System ständig auf Kante näht, muss man sich nicht wundern, wenn die Naht bei steigender Belastung reißt.“

red / dts

So viele Neuinfektionen wie nie zuvor

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 318.387 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 8,0 Prozent oder 23.456 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 297.845 neuen Fällen binnen eines Tages.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1734,2 auf heute 1752 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.139.700 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 418.500 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor.

Außerdem meldete das RKI nun 300 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.402 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 200 Todesfällen pro Tag (Vortag: 197). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 127.822. Insgesamt wurden bislang 19,6 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Grafik: dts

red / dts

Viele Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg

Das neue Infektionsschutzgesetz ist seit dem 20. März 2022 in Kraft. Die neue Regelung sieht nur noch einen Basis-Schutz vor, ermöglicht aber strengere Beschränkungen für Regionen mit einem gefährlichen Infektionsgeschehen, sogenannte Hotspots.

Basis-Schutz

Gesundheitlich gefährdete Menschen – unter anderem in Pflegeheimen, in der ambulanten Pflege oder in Krankenhäusern – sollen weiterhin besonders geschützt werden. Masken- und Testpflicht sollen deshalb in diesen Einrichtungen weiterhin bestehen bleiben. Auch die Maskenpflicht im Personennahverkehr wie Bussen und Bahnen sowie die Testpflicht an Schulen bleiben bestehen.

„Hotspots“

Die Länder können weitergehende Schutzmaßnahmen ergreifen, wenn es lokal zu einer bedrohlichen Infektionslage kommt. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Landesparlament dies beschließt. Eine Gefahrenlage in einem sogenannten Hotspot ist dann gegeben, wenn sich entweder eine gefährliche Virusvariante ausbreitet oder eine Überlastung der Krankenhäuser droht – aufgrund einer besonders hohen Zahl von Neuinfektionen oder eines besonders starken Anstiegs an Neuinfektionen.

Zu den möglichen lokal begrenzten Maßnahmen gehören Maskenpflichten sowie ein Abstandsgebot im öffentlichen Raum. Zudem sollen die Menschen verpflichtet werden können, beim Betreten bestimmter Einrichtungen und Unternehmen einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorzulegen. Einrichtungen oder Angebote mit Publikumsverkehr sollen außerdem dazu verpflichtet werden können, Hygienekonzepte zu erarbeiten.

Gültigkeit der Maßnahmen

Das Gesetz ist bis zum 23. September befristet. Dann soll mit Blick auf die aktuelle Lage neu bewertet werden, welche Maßnahmen im Herbst und Winter erforderlich sind. Maßnahmen, die auf der Grundlage des bisherigen Infektionsschutzgesetzes getroffen worden sind, können aber von den jeweiligen Bundesländern noch bis zum 2. April verlängert werden.

Auch in Baden-Württemberg gelten seit vergangenem Samstag neue Corona-Regeln. Viele Maßnahmen wurden gelockert, einige wie die Maskenpflicht bis zum 02. April verlängert.

Und so sehen die Corona-Zahlen im LANDKREIS LUDWIGSBURG am Mittwoch aus: 

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Mittwochnachmittag vorläufig 2.157 (Vortag: 1.536) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt laut der Behörde deutlich und liegt aktuell bei 1.309,1. Am Vortag: 1.201,2. Damit weist der Landkreis innerhalb von Baden-Württemberg weiterhin den niedrigsten Inzidenzwert aus. Spitzenreiter ist der Landkreis Sigmaringen mit einem Wert von 3.022,6.

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg steigt um 1 und liegt bei mindestens 693 (Stand: 23.03.22 – 17Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 22.03.2022

Affalterbach ( 933 | 13 )
Asperg ( 3.248 | 48 )
Benningen am Neckar ( 1.423 | 40 )
Besigheim ( 3.016 | 8 )
Bietigheim-Bissingen ( 10.451 | 91 )
Bönnigheim ( 2.054 | 55 )
Ditzingen ( 5.494 | 40 )
Eberdingen ( 1.324 | 32 )
Erdmannhausen ( 1.121 | 16 )
Erligheim ( 627 | 13 )
Freiberg am Neckar ( 3.338 | 154 )
Freudental ( 622 | 2 )
Gemmrigheim ( 1.167 | 4 )
Gerlingen ( 3.848 | 37 )
Großbottwar ( 2.039 | 1 )
Hemmingen ( 1.740 | 9 )
Hessigheim ( 547 | 14 )
Ingersheim ( 1.366 | 13 )
Kirchheim am Neckar ( 1.756 | 22 )
Korntal-Münchingen ( 4.617 | 64 )
Kornwestheim ( 8.492 | 122 )
Löchgau ( 1.228 | 15 )
Ludwigsburg ( 21.570 | 80 )
Marbach am Neckar ( 3.495 | 125 )
Markgröningen ( 3.305 | 43 )
Möglingen ( 2.650 | 40 )
Mundelsheim ( 723 | 15 )
Murr ( 1.535 | 18 )
Oberriexingen ( 555 | 15 )
Oberstenfeld ( 1.708 | 17 )
Pleidelsheim ( 1.446 | 52 )
Remseck am Neckar ( 5.813 | 138 )
Sachsenheim ( 4.467 | 78 )
Schwieberdingen ( 2.750 | 45 )
Sersheim ( 1.217 | 10 )
Steinheim an der Murr ( 2.526 | 64 )
Tamm ( 2.520 | 98 )
Vaihingen an der Enz ( 6.219 | 161 )
Walheim ( 743 | 25 )

red

 

Einzelhandel plant keine eigene Maskenpflicht in Geschäften und Supermärkten

Die deutschen Einzelhändler wollen die Maskenpflicht in Geschäften und Supermärkten nicht flächendeckend per Hausrecht durchsetzen, wenn die landesweiten Corona-Auflagen im April auslaufen. Das ergab eine Umfrage des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochausgaben) unter den großen Supermarktketten und Verbänden. „Die Maske gehört für viele Kunden inzwischen zum Alltag, eine Pflicht ist aber keine dauerhafte Lösung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, dem RND. Wann der Zeitpunkt für den Wegfall der Maskenpflicht gekommen sei, müssten die Experten aus der Medizin einschätzen.

Der Verband gibt seinen Mitgliedern keine Empfehlung für die Zeit nach dem 2. April an die Hand. Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, erklärte dem RND, dass man sich grundsätzlich an den jeweiligen Corona-Regeln der Bundesländer und der aktuellen Arbeitsschutzverordnung orientiere und diese umsetze. Eine allein von den Unternehmen vorgegebene Maskenpflicht scheidet damit aus.

Auch bei Rewe lehnt das Management eine Maskenpflicht in Eigenregie ab: „Wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen gewissenhaft um“, sagte ein Unternehmenssprecher dem RND. Aldi-Nord möchte „zunächst die politische Diskussion sowie die konkrete Ausgestaltung der Länderverordnungen abwarten“, teilte ein Sprecher mit. Die Edeka-Gruppe verwies darauf, dass viele Filialen inhabergeführt seien und „eigenständig über alle Maßnahmen in ihren Märkten“ entscheiden könnten, wie eine Unternehmenssprecherin dem RND sagte. Eine zentrale Vorgabe sei deshalb nicht geplant.

red / dts

RKI meldet am Mittwoch rund 283 000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 283.732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 8,1 Prozent oder 21.139 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1733,4 auf heute 1734,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.029.500 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 392.400 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 329 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.380 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 197 Todesfällen pro Tag (Vortag: 189).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 127.522. Insgesamt wurden bislang 19,28 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Corona-Aktuell: Landkreis Ludwigsburg weist niedrigsten Inzidenzwert aus

Das neue Infektionsschutzgesetz ist seit dem 20. März 2022 in Kraft. Die neue Regelung sieht nur noch einen Basis-Schutz vor, ermöglicht aber strengere Beschränkungen für Regionen mit einem gefährlichen Infektionsgeschehen, sogenannte Hotspots.

Basis-Schutz

Gesundheitlich gefährdete Menschen – unter anderem in Pflegeheimen, in der ambulanten Pflege oder in Krankenhäusern – sollen weiterhin besonders geschützt werden. Masken- und Testpflicht sollen deshalb in diesen Einrichtungen weiterhin bestehen bleiben. Auch die Maskenpflicht im Personennahverkehr wie Bussen und Bahnen sowie die Testpflicht an Schulen bleiben bestehen.

„Hotspots“

Die Länder können weitergehende Schutzmaßnahmen ergreifen, wenn es lokal zu einer bedrohlichen Infektionslage kommt. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Landesparlament dies beschließt. Eine Gefahrenlage in einem sogenannten Hotspot ist dann gegeben, wenn sich entweder eine gefährliche Virusvariante ausbreitet oder eine Überlastung der Krankenhäuser droht – aufgrund einer besonders hohen Zahl von Neuinfektionen oder eines besonders starken Anstiegs an Neuinfektionen.

Zu den möglichen lokal begrenzten Maßnahmen gehören Maskenpflichten sowie ein Abstandsgebot im öffentlichen Raum. Zudem sollen die Menschen verpflichtet werden können, beim Betreten bestimmter Einrichtungen und Unternehmen einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorzulegen. Einrichtungen oder Angebote mit Publikumsverkehr sollen außerdem dazu verpflichtet werden können, Hygienekonzepte zu erarbeiten.

Gültigkeit der Maßnahmen

Das Gesetz ist bis zum 23. September befristet. Dann soll mit Blick auf die aktuelle Lage neu bewertet werden, welche Maßnahmen im Herbst und Winter erforderlich sind. Maßnahmen, die auf der Grundlage des bisherigen Infektionsschutzgesetzes getroffen worden sind, können aber von den jeweiligen Bundesländern noch bis zum 2. April verlängert werden.

Auch in Baden-Württemberg gelten seit vergangenem Samstag neue Corona-Regeln. Viele Maßnahmen wurden gelockert, einige wie die Maskenpflicht bis zum 02. April verlängert.

So sehen die Corona-Zahlen im LANDKREIS LUDWIGSBURG aus: 

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Dienstagnachmittag vorläufig 1.536 (Vortag: 1.171) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg weiter und liegt aktuell bei 1.201,2. Damit weist der Landkreis innerhalb von Baden-Württemberg den niedrigsten Inzidenzwert aus. Am Vortag lag der Wert bei 1.268,1. Spitzenreiter ist der Landkreis Sigmaringen mit einem Wert von 3.181,5.

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 692 (Stand: 22.03.22 – 17Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 21.03.2022

Affalterbach ( 920 | 0 )
Asperg ( 3.200 | 21 )
Benningen am Neckar ( 1.383 | -6 )
Besigheim ( 3.008 | 85 )
Bietigheim-Bissingen ( 10.360 | 121 )
Bönnigheim ( 1.999 | 8 )
Ditzingen ( 5.454 | 45 )
Eberdingen ( 1.292 | 8 )
Erdmannhausen ( 1.105 | 10 )
Erligheim ( 614 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 3.184 | -76 )
Freudental ( 620 | 2 )
Gemmrigheim ( 1.163 | -1 )
Gerlingen ( 3.811 | 73 )
Großbottwar ( 2.038 | 37 )
Hemmingen ( 1.731 | 3 )
Hessigheim ( 533 | 2 )
Ingersheim ( 1.353 | 6 )
Kirchheim am Neckar ( 1.734 | 4 )
Korntal-Münchingen ( 4.553 | 26 )
Kornwestheim ( 8.370 | 73 )
Löchgau ( 1.213 | 6 )
Ludwigsburg ( 21.490 | 217 )
Marbach am Neckar ( 3.370 | -50 )
Markgröningen ( 3.262 | 24 )
Möglingen ( 2.610 | 12 )
Mundelsheim ( 708 | 4 )
Murr ( 1.517 | 14 )
Oberriexingen ( 540 | 3 )
Oberstenfeld ( 1.691 | 4 )
Pleidelsheim ( 1.394 | 7 )
Remseck am Neckar ( 5.675 | -15 )
Sachsenheim ( 4.389 | 122 )
Schwieberdingen ( 2.705 | 20 )
Sersheim ( 1.207 | 8 )
Steinheim an der Murr ( 2.462 | -7 )
Tamm ( 2.422 | 43 )
Vaihingen an der Enz ( 6.058 | 14 )
Walheim ( 718 | 59 )

red

 

Krankenhäuser-Chef Gaß sieht starke Personalausfälle in Kliniken wegen Corona

Angesichts steigender Omikron-Infektionszahlen wird die Versorgungslage in den Kliniken nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) immer enger. „Wir haben flächendeckend ein Problem mit Personalausfällen durch Quarantäne und Isolation“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). „Eine aktuelle Umfrage des DKI zeigt, dass 75 Prozent der Krankenhäuser nicht mehr in der Lage sind, ihr normales Leistungsangebot anzubieten. Und ausschlaggebend dafür sind die Personalausfälle.“ Zeitgleich registriere die DKG Höchststände von Covid-positiv getesteten Patienten auf den Normalstationen und hohe Aufwände im Infektionsschutz. „Die hohen Inzidenzen lassen auch kein Durchatmen in der kommenden Woche erwarten. Einzig positiv ist, dass die Belegung auf den Intensivstationen nicht weiter ansteigt“, ergänzte Gaß. In dieser Situation müssten die Krankenhäuser die Regelversorgung wegen der Personalausfälle einschränken. „Mit dramatischen finanziellen Folgen vor allen Dingen deshalb, weil die Regierung es nicht geschafft hat, den am 20. März ausgelaufenen Rettungsschirm fristgerecht und frühzeitig zu verlängern“, kritisierte der Verbandschef.

„Hier gehen die Entscheidungen nicht zusammen.“ Einerseits werde bis auf den Basisschutz gelockert und anderseits würden die Kliniken nicht abgesichert. „Die Liquidität ist gefährdet. Jetzt gibt es zwar Ankündigungen die Ausgleichszahlungen bis Mitte April und den Versorgungszuschlag bis Juni zu verlängern“, sagte Gaß weiter. „Ich kann die Politik und den Bundesgesundheitsminister nur dringend auffordern, auch über den April hinaus Klarheit zu schaffen, und das nicht nur für einen Monat, sondern langfristig.“ Die Krankenhäuser verlören in jedem Monat eine Milliarde Euro durch den Wegfall des Rettungsschirms, so Gaß.

red / dts

RKI meldet rund 222 000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 222.080 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 11,7 Prozent oder 23.192 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1714,2 auf heute 1733,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 3.963.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 370.600 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 264 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.320 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 189 Todesfällen pro Tag (Vortag: 191).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 127.193. Insgesamt wurden bislang 18,99 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

„Suizidhilfegesetz“: Gesetzentwurf für Sterbehilfe-Regelung vorgelegt

Eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten hat einen Gesetzentwurf für eine Sterbehilfe-Regelung vorgelegt. Mit dem Entwurf für ein „Suizidhilfegesetz“ solle das Recht auf einen selbstbestimmten Tod legislativ abgesichert und klargestellt werden, dass die Hilfe zur Selbsttötung straffrei möglich sei, heißt es in dem Antrag, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Dienstagausgaben berichten. Initiatoren sind die FDP-Abgeordneten Katrin Helling-Plahr und Otto Fricke, Petra Sitte (Linke) und Helge Lindh (SPD).

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der die Absichten dieser Gruppe in der vorigen Wahlperiode unterstützt hatte, tritt nun nicht mehr als Erstunterzeichner in Erscheinung. Der Antrag sieht eine Regelung außerhalb des Strafrechtes vor. Konkret ist der Aufbau eines Netzes von staatlich anerkannten Beratungsstellen geplant, die Sterbewillige ergebnisoffen aufklären.

Ärzten soll es frühestens zehn Tage nach einer solchen Beratung erlaubt sein, Medikamente zur Selbsttötung zu verschreiben. Helling-Plahr sagte dem RND, seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts seien über zwei Jahre vergangen. Es gelte, keine Zeit mehr zu verlieren.

„Menschen, die selbstbestimmt sterben möchten, brauchen endlich Rechtssicherheit“, forderte sie. Sie bräuchten bundesweit niedrigschwellige Beratungsangebote und eine transparente Möglichkeit, auch Medikamente zur Selbsttötung erhalten zu können. „Menschen, die helfen möchten, müssen wir mit Respekt begegnen statt ihnen mit Strafrecht zu drohen“, mahnte die FDP-Politkerin.

Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang 2020 das erst 2015 beschlossene Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt. Seitdem ist die Sterbehilfe wieder straffrei und ohne jede staatliche Regelung möglich. Bisher liegen zwei weitere Gruppenanträge vor, um die Sterbehilfe neu zu regeln.

red / dts

Corona-Lage in Baden-Württemberg: Diese Landkreise weisen den höchsten und niedrigsten Inzidenzwert aus

Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg sind weiterhin sehr hoch: Seit vergangenen Samstag gilt im Land eine neue Corona-Verordnung. Das neue Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes fährt die bisherigen Corona-Maßnahmen auf wenige Basismaßnahmen zurück. Mit Blick auf die derzeit hohen Inzidenzen nutzt das Land Baden-Württemberg die im Gesetz vorgesehene Übergangsregel, die zumindest bis zum 2. April 2022 ergänzende Schutzmaßnahmen ermöglicht.

Am Montag, 21. März 2022, hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg binnen 24 Stunden insgesamt weitere 30.564 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 2.747.880 an. Davon sind ungefähr 2.003.719 (+12.093) Personen bereits wieder von ihrer COVID-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt 729.348 (+18.283) Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert.

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute 23 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesfälle steigt auf insgesamt 14.813. (Stand: 21.03. 16.00 Uhr)

Den niedrigsten Inzidenzwert weist der Landkreis Ludwigsburg (1.268,1) aus. Schlusslicht ist weiterhin der Landkreis  Sigmaringen mit einem Wert von 3.535,0.

Und so sehen die aktuellen Inzidenzwerte der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg aus:

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg beträgt im Landes-Durchschnitt 1.951,6 (+9,3).

Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 1.000 und 1.500:

  • LK Ludwigsburg (1.268,1)
  • LK Reutlingen (1.437,2)
  • SK Stuttgart (1.469,4)

Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 1.500 und 2.000:

  • LK Böblingen (1.725,9)
  • LK Bodenseekreis (1.901,8)
  • LK Breisgau-Hochschwarzwald (1.759,8)
  • LK Calw (1.501,1)
  • LK Esslingen (1.986,8)
  • SK Freiburg im Breisgau (1.864,6)
  • LK Göppingen (1.711,1)
  • SK Heidelberg (1.598,2)
  • LK Heidenheim (1.855,3)
  • SK Heilbronn (1.689,1)
  • LK Konstanz (1.832,2)
  • LK Lörrach (1.886,5)
  • SK Mannheim (1.935,6)
  • LK Rems-Murr-Kreis (1.673,6)
  • LK Rhein-Neckar-Kreis (1.711,9)
  • LK Schwarzwald-Baar-Kreis (1.851,8)
  • SK Ulm (1.992,8)
  • LK Waldshut (1.610,6)

Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 2.000 und 2.500:

  • LK Alb-Donau-Kreis (2.383,9)
  • SK Baden-Baden (2.079,4)
  • LK Biberach (2.249,7)
  • LK Emmendingen (2.207,2)
  • LK Enzkreis (2.146,2)
  • LK Heilbronn (2.269,3)
  • LK Hohenlohekreis (2.248,0)
  • LK Karlsruhe (2.350,2)
  • SK Karlsruhe (2.157,3)
  • LK Main-Tauber-Kreis (2.481,1)
  • LK Ortenaukreis (2.138,6)
  • LK Ostalbkreis (2.005,8)
  • SK Pforzheim (2.014,8)
  • LK Rastatt (2.248,7)
  • LK Ravensburg (2.374,7)
  • LK Rottweil (2.271,6)
  • LK Schwäbisch Hall (2.126,8)
  • LK Tübingen (2.125,9)
  • LK Zollernalbkreis (2.103,6)

Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 2.500 und 3.000:

  • LK Freudenstadt (2.592,0)
  • LK Neckar-Odenwald-Kreis (2.545,3)
  • LK Tuttlingen (2.576,2)

Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz über 3.500:

  • LK Sigmaringen (3.535,0)

red

Quelle: Baden-Württemberg.de / RKI