Bundesweite Inzidenz am Samstag bei 5,9

Die Gesundheitsämter meldeten am Samstag dem Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden insgesamt 592 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden innerhalb eines Tages weitere 68 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Laut RKI entspannt sich die Lage in der Pandemie weiter. Vor genau einer Woche waren es rund 1.108 Neuinfektionen und 99 Tote. (Stand: 26.06. – 03.12 Uhr)

Der Höchstwert von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt laut RKI weiter und liegt bei 5,9. In der Vorwoche am Samstag lag der Wert bei 9,3. Am Vortag bei 6,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Bundesweit weist Hamburg laut RKI mit 9,1 die höchste, Mecklenburg-Vorpommern mit 2,1 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz aus.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 3.726.172 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 90.746. Rund 3.618.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 26.06.)

red

Neue Corona-Regeln: Das gilt ab Montag in Baden-Württemberg

Die Infektionszahlen und die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg gehen immer weiter zurück: Der Inzidenzwert lag in Baden-Württemberg am 25. Juni 2021 bei nur noch 7,9. Der Reproduktionswert liegt stabil unter 1. Die Landesregierung hat daher zum 28. Juni 2021 daher eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Die vier neuen Inzidenzstufen tragen zum einem dem derzeit entspannten Infektionsgeschehen Rechnung, ziehen aber auch ganz klare Grenzen, für den für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen, so das Staatsministerium am Freitag.

Überschreitet ein Stadt- oder Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den jeweiligen Schwellenwert, werden die Öffnungen wieder zurückgenommen, so die Landesregierung am Freitagnachmittag.

Die neue Corona-Verordnung, gültig ab Montag 28. Juni: Bitte anklicken (pdf)

red

 

7-Tage-Inzidenz am Samstag unverändert

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Samstag unverändert geblieben und in Baden-Württemberg treten am Montag weitreichende Lockerungen in Kraft:

Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 8,1 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Auch gestern lag der Wert laut RKI bei 8,1. Vor genau einer Woche bei 14,1. Das geht aus Zahlen von Samstagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 26.06.)

Innerhalb eines Tages wurden in der Summe 4 Neuinfektion registriert. Vor genau einer Woche waren es 9 Fälle. Gestern waren es kreisweit 6 Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 514. Rund 26.261 (+8) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 26.06.)

Affalterbach ( 172 | 1 )
Asperg ( 747 | 0 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 664 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.480 | 0 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.217 | 0 )
Eberdingen ( 302 | 0 )
Erdmannhausen ( 185 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 611 | 0 )
Freudental ( 162 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 719 | 0 )
Großbottwar ( 347 | 1 )
Hemmingen ( 319 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 365 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 859 | 0 )
Kornwestheim ( 2.016 | 0 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.910 | 1 )
Marbach am Neckar ( 709 | 0 )
Markgröningen ( 773 | 0 )
Möglingen ( 694 | 0 )
Mundelsheim ( 136 | 0 )
Murr ( 257 | 1 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 381 | 0 )
Pleidelsheim ( 307 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.237 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 465 | 0 )
Sersheim ( 303 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 477 | 0 )
Tamm ( 430 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.489 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Schlaganfall: Zeit ist Hirn

Die Zahl ist schockierend hoch: Etwa 38.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an einem Schlaganfall. Und wer überlebt, behält oft bleibende Schäden. Doch die Versorgung hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich verbessert – vor allem die flächendeckende Einrichtung von Schlaganfall-Einheiten (Stroke Units) und verbesserte Behandlungsmethoden haben die Chancen erhöht, einen Schlaganfall glimpflich zu überstehen.

Laut Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sterben an Schlaganfällen aber nur noch etwa halb so viele Menschen wie vor 25 Jahren, heißt im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Die Prognose hat sich deutlich verbessert“, bestätigt auch Professor Heinrich Audebert, Ärztlicher Leiter der Klinik für Neurologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Dabei ist Zeit der wichtigste Faktor bei Diagnose und Behandlung von Schlaganfällen. „Je schneller alles geht, desto besser ist die Prognose“, sagt Neurologe Audebert. Seine Devise: Zeit ist Hirn. Das heißt: Bis die Behandlung beginnt, sollte so wenig Zeit wie möglich vergehen.

Gesundheitswissenschaftlerin Miriam Hilker von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bringt ein weiteres Thema ins Spiel: Vorbeugung. „Etwa 70 Prozent aller Schlaganfälle wären vermeidbar“, sagt sie. Um das Risiko zu minimieren, hilft ein gesunder Lebensstil, sich also ausreichend zu bewegen und ausgewogen zu ernähren, auf Rauchen und Alkohol zu verzichten sowie Dauerstress abzubauen.

Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Gefäßkrankheiten müssten unter Kontrolle sein. „Bluthochdruck etwa erhöht das Schlaganfallrisiko um das Vierfache“, betont Hilker. Auch wenn sich die Therapie stark verbessert hat: „Der glimpflichste Schlaganfall ist immer noch der, der gar nicht erst auftritt“, so die Gesundheitswissenschaftlerin.

Rudolf Huber / glp

Aktuelle Corona-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg vor dem Wochenende

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist auch am Freitag weiter gesunken: Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 8,1 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Gestern lag der Wert laut RKI bei 9,9. Vor genau einer Woche bei 13,6. Das geht aus Zahlen von Freitagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 25.06.)

Innerhalb eines Tages wurden in der Summe 6 Neuinfektion registriert. Vor genau einer Woche waren es 18 Fälle. Gestern waren es kreisweit 7 Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 514. Rund 26.253 (+4) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 25.06.)

Affalterbach ( 171 | 0 )
Asperg ( 747 | 1 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 664 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.480 | 1 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.217 | 0 )
Eberdingen ( 302 | 0 )
Erdmannhausen ( 185 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 611 | 0 )
Freudental ( 162 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 719 | 0 )
Großbottwar ( 346 | 0 )
Hemmingen ( 319 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 365 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 859 | 0 )
Kornwestheim ( 2.016 | 0 )
Löchgau ( 295 | 1 )
Ludwigsburg ( 4.909 | 2 )
Marbach am Neckar ( 709 | 0 )
Markgröningen ( 773 | 0 )
Möglingen ( 694 | 0 )
Mundelsheim ( 136 | 0 )
Murr ( 256 | 0 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 381 | 0 )
Pleidelsheim ( 307 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.237 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 465 | 0 )
Sersheim ( 303 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 477 | 0 )
Tamm ( 430 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.489 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Antikörper als Corona-Immunitätsnachweis: Im Alltag nicht geeignet

Derzeit versuchen viele Menschen, durch eine Untersuchung auf Antikörper im Blut herauszufinden, ob sie bereits mit dem Coronavirus infiziert waren und daher immun sind. Das Ergebnis der Antikörperbestimmung ist aber weder für die Impfentscheidung, noch für den Immunitätsnachweis geeignet, so die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD).

Der Hintergrund: Fast alle Menschen bilden nach einer COVID-19-Erkrankung Antikörper gegen das Virus. Um diese zu messen, gibt es jedoch sehr viele unterschiedliche Methoden. Bisher existieren keine standardisierten Verfahren oder festgelegten Antikörper-Werte, die eine Aussage darüber erlauben, ob jemand immun ist und für wie lange. Zudem ist es auch möglich, dass ein Antikörpertest positiv ist, obwohl Betroffene nicht mit dem SARS-CoV-2-Virus Kontakt hatten, sondern mit anderen Coronaviren. Die Immunität gegen das Virus hängt außerdem nicht allein von Antikörpern ab. Das Immunsystem reagiert auf verschiedenen Ebenen – unabhängig von den Antikörpern spielen bestimmte Immunzellen eine Rolle, die eine Immunität bewirken können.

Der sicherste Nachweis einer Coronavirus-Infektion ist die sogenannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR), bei der das Genmaterial des Virus während der akuten Infektion direkt nachgewiesen wird. Daher ist ein positiver PCR-Test der Nachweis für eine Erkrankung. Er dient als Grundlage dafür, dass Menschen als genesen gelten – sowohl in Hinsicht auf medizinische Empfehlungen als auch auf rechtliche Vorschriften. Vor einer Impfung ist keine Antikörper-Bestimmung vorgesehen. Auch wenn Antikörper vorhanden sind, stellt eine Impfung keine Gefährdung dar.

In der sogenannten Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung ist geregelt, wer als genesen gilt. Sie ist seit dem 9. Mai 2021 in Kraft. Die Durchführung eines Antikörpertests reicht danach nicht aus. Als genesen gelten Menschen, die mit einem positiven PCR-Test nachweisen können, dass sie mit dem Coronavirus infiziert waren. Dieser muss mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegen. Als Nachweis dient zum Beispiel ein Laborbefund oder eine Bestätigung des Gesundheitsamtes. Nach sechs Monaten ist eine einmalige Impfung erforderlich, um weiterhin als immun zu gelten.

Ratsuchenden erläutert das Beratungsteam der UPD die medizinische und rechtliche Situation: Anhand von Antikörpern ist es derzeit nicht möglich, Immunität zuverlässig nachzuweisen. Durch Weiterentwicklung der Labormethoden kann es sein, dass in Zukunft ein geeigneter Test entwickelt wird. Für eine Impfung können sich Betroffene an ihre Hausarztpraxis oder ein Impfzentrum wenden.

Rudolf Huber / glp

Baden-Württemberg liefert 30.000 Impfdosen gezielt an Kreise mit Fällen der Delta-Variante

Eine für Anfang Juli vom Bund angekündigte Lieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson wird in Baden-Württemberg gezielt an die Kreise verteilt, in denen Corona-Fälle mit der Delta-Variante nachgewiesen wurden. Eine einzelne Impfung mit diesem Impfstoff ist ausreichend für einen vollen Impfschutz. Das teilte das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. 

Auch in Deutschland und in Baden-Württemberg tritt die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus immer häufiger auf. Studien zeigen, dass eine vollständige Impfung mit den bisher zugelassenen Impfstoffen auch gegen diese Variante einen guten Schutz bietet, so das Gesundheitsministerium.

Der Bund hat für Anfang Juli eine zusätzliche Lieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson nach Baden-Württemberg angekündigt. Das Land verteilt diese Lieferung nach eigenen Angaben gezielt an die Kreise, in denen bisher Corona-Fälle mit der Delta-Variante nachgewiesen wurden. Eine einzelne Impfung mit diesem Impfstoff soll laut dem Ministerium ausreichend für einen vollen Impfschutz sein. Die damit geimpften Personen gelten daher bereits rund zwei Wochen nach der einmaligen Impfdosis als vollständig geimpft. Die 40 Kreise, in denen bisher (Stand 21. Juni 2021) die Delta-Variante nachgewiesen wurde, erhalten Anfang Juli zusätzliche Impfdosen dieses Impfstoffs für den gezielten Einsatz im Stadt- oder Landkreis, um den Impfschutz in der Region voran zu bringen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Vollständiger Impfschutz ist wirksamstes Mittel gegen die Delta-Variante

„Die große Stärke des Impfstoffs von Johnson & Johnson ist, dass er bereits zwei Wochen nach der einmaligen Impfung vollen Impfschutz bietet. Die Sonderlieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson durch den Bund stellen wir deshalb ganz gezielt den Kreisen zur Verfügung, in denen die Delta-Variante bisher schon einmal nachgewiesen wurde. Damit leisten wir einen gezielten Beitrag, um die Ausbreitung der Delta-Variante in Baden-Württemberg zu verlangsamen. Die Kreise und Impfzentren bitten wir, den Impfstoff mit Vor-Ort-Impfterminen in Stadtteilen und Quartieren und durch ähnliche Aktionen gezielt einzusetzen. Er eignet sich besonders gut für Vor-Ort-Verimpfungen, weil die jeweilige Einrichtung oder das Quartier nur einmal angefahren werden muss“, sagte der Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, Manne Lucha.

Delta-Virusvariante bereits in 40 Kreisen nachgewiesen

Nach den Daten des Landesgesundheitsamts, das die Corona-Meldungen der Kreise sammelt und auswertet, wurde die Delta-Variante bislang in 40 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg mindestens einmal nachgewiesen (Stand: 21. Juni 2021). Baden-Württemberg verteilt 30.000 zusätzliche Impfdosen von Johnson & Johnson, die der Bund zusätzlich liefert, unter den 40 Kreisen, in denen die Variante bisher mindestens einmal nachgewiesen wurde. Grundlage für die Verteilung sind die bis 21. Juni beim Landesgesundheitsamt eingegangenen Meldungen.

Impfdosen werden nach Anzahl der Fälle verteilt

Der Impfstoff soll anhand eines Schlüssels auf die Kreise verteilt werden, der sich an der Anzahl der nachgewiesenen Fälle mit der Delta-Variante oder – sofern die Kreise einen geringeren Bedarf an Impfdosen von Johnson & Johnson gemeldet haben – an dieser Bedarfsmeldung orientiert. Kreise mit weniger als 20 nachgewiesenen Fällen erhalten 700 Impfdosen Johnson & Johnson (oder bei geringerem Bedarf entsprechend weniger). Bei mehr als 20 nachgewiesenen Fällen mit der Delta-Variante erhalten die Kreise 1.000 Impfdosen, bei mehr als 40 nachgewiesenen Fällen 1.500 Impfdosen. Grundlage sind die beim Landesgesundheitsamt vorliegenden Daten, so das Ministerium.

Die Kreise erhalten den Impfstoff Anfang Juli. Die gezielte Verimpfung des Impfstoffs von Johnson & Johnson wird vom jeweiligen Kreis und den dortigen Impfzentren organisiert. Hier sind verschiedene Möglichkeiten für eine gezielte Verimpfung im Kreis denkbar, unter anderem Vor-Ort-Impfaktionen in Stadtteilen und Quartieren.

red

7-Tage-Inzidenz im Landkreis jetzt einstellig

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Donnerstag weiter gesunken und erstmalig seit letztem Jahr wieder einstellig: Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 9,9 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Gestern lag der Wert laut RKI bei 12,5. Vor genau einer Woche bei 12,1. Das geht aus Zahlen von Donnerstagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 24.06.)

Innerhalb eines Tages wurden in der Summe 7 Neuinfektion registriert. Vor genau einer Woche waren es 20 Fälle. Gestern waren es kreisweit 4 Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 504. Rund 26.249 (+5) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 24.06.)

Affalterbach ( 171 | 0 )
Asperg ( 746 | 1 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 664 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.479 | 0 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.217 | 0 )
Eberdingen ( 302 | 1 )
Erdmannhausen ( 185 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 611 | 0 )
Freudental ( 162 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 719 | 0 )
Großbottwar ( 346 | 0 )
Hemmingen ( 319 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 364 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 859 | 0 )
Kornwestheim ( 2.016 | 0 )
Löchgau ( 294 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.907 | 0 )
Marbach am Neckar ( 709 | 0 )
Markgröningen ( 773 | 1 )
Möglingen ( 694 | 0 )
Mundelsheim ( 136 | 0 )
Murr ( 256 | 1 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 381 | 0 )
Pleidelsheim ( 307 | 1 )
Remseck am Neckar ( 1.237 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 465 | 0 )
Sersheim ( 303 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 477 | 0 )
Tamm ( 430 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.489 | 1 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Bundesweite Inzidenz sinkt auf 6,6

Die Gesundheitsämter meldeten am Donnerstag dem Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden insgesamt 1.008 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden innerhalb eines Tages weitere 93 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es rund 1.330 Neuinfektionen und 105 Tote. (Stand: 24.06.)

Der Höchstwert von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt laut RKI weiter und liegt bei 6,6. Das ist der niedrigster Wert seit August letzten Jahres. In der Vorwoche am Donnerstag lag der Wert bei 11,6. Am Vortag bei 7,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Bundesweit weist Hamburg laut RKI mit 10,8 die höchste, Mecklenburg-Vorpommern mit 2,0 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz aus.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 3.724.806 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 90.616. Rund 3.614.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 24.06.)

red

Darauf kommt’s beim Tattoo an

Die Fußball-EM bringt gerade reichlich mehr oder weniger gelungene Tätowierungen an Kickerarmen oder -beinen ins Wohnzimmer. Aus medizinischer Sicht ist dieser „Hautschmuck“ eher bedenklich: „Jede neue Tätowierung verletzt die Hautbarriere und birgt das Risiko einer Infektion, einer allergischen Reaktion oder einer unerwünschten Hautveränderung“, sagt Hautarzt Dr. Uwe Kirschner aus Mainz.

Vermeiden lassen sich solche Komplikationen, die bei geschätzt rund sechs Prozent der Tätowierungen vorkommen, mit der richtigen Pflege und Hygiene. Ein Studio, das strikte Hygiene-Regeln einhält, wie zum Beispiel die Trennung des Tattoo-Bereichs von anderen Räumlichkeiten, ist sehr wichtig, heißt es im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Spontane Tätowierungen am Urlaubsstrand sind definitiv keine gute Idee, denn Erreger können dabei ins Gewebe oder in die Blutbahn eindringen und eine Infektion, etwa mit Hepatitisviren, auslösen. Wichtig ist außerdem: Vor dem Termin sollte die Haut nicht selbst rasiert werden. Zuvor auch keinen Sport treiben: Wegen der stärkeren Durchblutung ist die Haut empfindlicher und das Tätowieren schmerzhafter.

Um das Tattoo über viele Jahre hinweg farbenfroh und die Haut darunter gesund zu halten, sollte sie täglich mit Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 50) behandelt werden. Interessanter Nebenaspekt: Die Farbe Rot verursacht beim Stechen mehr Schmerzen, löst häufiger Allergien und Entzündungen aus und verblasst schneller als andere.

Empfehlenswert ist auch eine vorausgehende Beratung beim Arzt. Speziell Menschen mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder vielen Muttermalen, mit heller oder sonnengeschädigter Haut sollten unbedingt abklären, ob eine Tätowierung für sie in Frage kommt. Auch Menschen mit Diabetes und schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel laufen Gefahr, dass die Wunde schlecht verheilt oder Entzündungen auftreten. Und so entsteht bestimmt kein schönes Bild auf der Haut.

Rudolf Huber / glp