Deutsche wünschen sich mehr eigene Medikamente

Gerade in Krisenzeiten denken die Menschen verstärkt über Medikamente oder Impfstoffe nach. Viele Produkte kommen dabei aus Übersee oder Fernost. Muss das eigentlich sein? Zu dieser Frage haben die Deutschen eine ganz klare Meinung.

Die überwältigende Mehrheit von 92 Prozent der Bundesbürger ist nämlich der Ansicht, dass bestimmte Medikamente und Schutzmaterialien künftig verstärkt in Deutschland oder Europa produziert werden sollten, auch wenn die Preise dadurch steigen.

Das grundsätzliche Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem wird durch die Angst vor Lieferengpässen aber kaum erschüttert. So haben zwei Drittel der Deutschen (69 Prozent) großes (55 Prozent) oder sogar sehr großes Vertrauen (14 Prozent) darin, dass die Politik auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige und bezahlbare medizinische Versorgung für alle Bürger sicherstellt. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung GmbH.

„Das deutsche Gesundheitssystem hat den Corona-Stresstest bisher gut gemeistert. Das weiß die Bevölkerung zu schätzen. Sie sieht aber durchaus, dass unser Gesundheitssystem an vielen Stellen unter Druck steht“, sagt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung.

So will zwar nur eine Minderheit (16 Prozent) das Gesundheitssystem von Grund auf verändert sehen, Reformbedarf in einigen Bereichen sieht aber die große Mehrheit der Bürger (69 Prozent). An erster Stelle stehen dabei eine bezahlbare Gesundheitsversorgung (76 Prozent), bessere Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal (75 Prozent) sowie der gleiche Zugang aller Bürger zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung (72 Prozent).

Unterschiede zeigen sich in den Altersgruppen. Investitionen in die Ausbildung von medizinischem Personal sehen vor allem Menschen unter 30 Jahren als sehr wichtig an, mehr Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Pandemien hingegen die über 60-Jährigen. Beim Thema Prävention und Gesundheitskompetenz hingegen herrscht Einigkeit: So sind 89 Prozent der Meinung, dass Grundkenntnisse zum Thema Gesundheit künftig als fester Bestandteil an Kitas und Schulen vermittelt werden sollten.

Ralf Loweg

Darum ist Blutspenden so wichtig

Blutspenden ist immer erlaubt. Und am 14. Juni 2020 ist Weltblutspendetag. Er soll auf die Relevanz von Blutspenden und Blutspendern aufmerksam machen. Die Blutspende, wie wir sie heute kennen, etablierte sich vor etwa 100 Jahren.

Grundlage war die Entdeckung der Blutgruppen durch den österreichischen Pathologen Karl Landsteiner im Jahr 1900. Als er 30 Jahre später dafür den Nobelpreis für Medizin bekam, wurde seine Entdeckung schon munter genutzt. Um heute eine flächendeckende Versorgung mit Blutkonserven sicherzustellen, ist es wichtig, dass der gesunde Teil der Bevölkerung aus Solidarität regelmäßig ein wenig roten Lebenssaft spendet. Wer dafür in Frage kommt, sagen ARAG-Experten.

Laut Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes fallen Blutspendetermine nicht unter das Veranstaltungsverbot. Daher raten Experten allen Spendewilligen, guten Gewissens weiterhin Blut zu spenden. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes West werden allein im Versorgungsgebiet Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland täglich rund 3.500 Blutspenden benötigt, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen, die unabhängig von Covid-19 auf Blutspenden angewiesen sind. Wer also gesund und fit ist, kann an einem dieser Termine helfen, mit einer Blutspende Leben zu retten.

Sein Blut spenden darf in Deutschland grundsätzlich jeder, der 18 Jahre alt und gesund ist. Eine Obergrenze gibt es seit 2009 für Wiederholungsspender nicht mehr; diese lag seinerzeit bei 75 Jahren. Erstspender dürfen laut der „Richtlinie Hämotherapie“ der Bundesärztekammer (BÄK) höchstens 60 Jahre alt sein.

Gibt der Arzt grünes Licht, dürfen auch ältere Menschen Blut spenden. Zudem müssen willige Blutspender mindestens 50 Kilogramm schwer sein. Die Richtlinie schreibt auch vor, dass eine erneute Blutspenden in der Regel erst nach zwölf Wochen, frühestens aber nach acht Wochen möglich ist.

Außerdem werden Obergrenzen für die innerhalb eines Jahres gespendete Blutmenge festgelegt, die bei Frauen niedriger sind als bei Männern.

Ralf Loweg

Fallzahlen: So viele Corona-Neuinfizierte gibt es im Kreis Ludwigsburg

Binnen 24 Stunden hat das Landratsamt in Ludwigsburg am Freitag (12. Juni) einen Neuinfizierten für den Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg steigt somit auf mindestens 1.786 (Stand: 12. Juni 20, 17.00Uhr). Gestern waren es vier neue Corona-Fälle. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.688 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 2,7 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben am Freitag (12. Juni) rund 35 Corona-Neuinfizierte binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 35.094 in Baden-Württemberg nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Gestern wurden 55 Fälle gemeldet. Ungefähr 32.762 Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, steigt laut dem Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden um drei auf 1.805.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 0,95 (Stand: 12. Juni – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert ebenfalls bei 0,81.

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute aus den Landkreisen Emmendingen, Esslingen und Karlsruhe insgesamt drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 1.805. Unter den Verstorbenen waren 1.021 Männer und 784 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Corona-Zahlen: Ministerium meldet 55 Neuinfizierte

Binnen 24 Stunden hat das Landratsamt in Ludwigsburg am Donnerstag (11. Juni) 4 Neuinfizierte für den Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg steigt somit auf mindestens 1.785 (Stand: 11. Juni 20, 17.00Uhr). Gestern waren es fünf neue Corona-Fälle. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.687 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 2,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben am Donnerstag (11. Juni) rund 55 Corona-Neuinfizierte binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 35.059 in Baden-Württemberg nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Gestern wurden 30 Fälle gemeldet. Ungefähr 32.717 Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, steigt laut dem Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden um einen auf 1.802.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 0,81 (Stand: 11. Juni – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert ebenfalls bei 0,81.

Dem Landesgesundheitsamt wurde heute aus dem Landkreis Konstanz ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 1.802. Unter den Verstorbenen waren 1.018 Männer und 784 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Das sind Deutschlands beste Krankenhäuser

Gerade in der Corona-Krise rücken Krankenhäuser, Ärzte und Pfleger in den Fokus vieler Menschen. Das deutsche Gesundheitssystem hat sich Bestnoten verdient und weltweit große Anerkennung erhalten. Doch welche Kliniken sind die Besten. Das wollte das Marktforschungsunternehmen Statista in einer Studie wissen, die der stern jetzt veröffentlicht hat.

Ergebnis: Die Charite Berlin ist das beste Krankenhaus Deutschlands. Die Charite machte zuletzt vor allem durch den Virologen Christian Drosten auf sich aufmerksam. Unabhängig von der aktuellen Entwicklung punkten die Universitätskliniken mit der Nähe zur Forschung und der Kompetenz des Personals. So gilt Professor Christian Drosten als einer der führenden Virologen weltweit. Er hat großen Anteil daran, dass Deutschland in der Corona-Krise im Vergleich zu den meisten anderen Ländern bisher relativ glimpflich davongekommen ist.

Das größte Gewicht in dem Ranking von 150 Kliniken haben Empfehlungen von Ärzten und weiteren medizinischen Experten aus Deutschland und der ganzen Welt. Zur Spitzengruppe mit vielen positiven Einschätzungen durch die Fachleute gehören die Universitätskliniken in Heidelberg (Platz 2) und Hamburg-Eppendorf (Platz 3).

Das Ranking gründet auf drei Säulen. Die wichtigste ist eine Onlinebefragung von Fachleuten. Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Krankenhausmanager wurden um Empfehlungen gebeten. 5.000 Experten aus Deutschland waren eingeladen, weitere, auch internationale Fachleute konnten sich anmelden. Die Mail-Adressen aller Teilnehmer wurden verifiziert. Beurteilt wurden 1.450 Kliniken mit mindestens 100 Betten.

Die zweite Säule sind Daten zur Patientenzufriedenheit, die von Krankenkassen erhoben werden. Die dritte Säule sind medizinische Kennzahlen. Einen Teil erheben die Kliniken für ihre Qualitätsberichte selbst. Zusätzlich wurden Routinedaten zur Qualitätssicherung genutzt.

Die Charite Berlin ist laut einer aktuellen Studie das beste Krankenhaus Deutschlands.
© jensjunge / pixabay.com

Schnarchfrei durch die Nacht

Schnarchen hat schon so manche Partnerschaft auf eine harte Probe gestellt. Und in nicht wenigen Schlafzimmern wackeln dann sogar die Wände. Doch was ist Schuld an dieser Geräuschkulisse?

Beim Schnarchen liegt eine Blockade der Atemwege vor. Durch die Muskelentspannung im Schlaf kommt es zu einem erschlafften Gaumensegel oder zu einer Absenkung des Unterkiefers und der Zunge. Dadurch verengen sich die Atemwege im Rachen, es kann zu Schnarchgeräuschen sowie einer Apnoe, also kurzen Atemstillständen, kommen.

Das Blut transportiert nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Dadurch wird der Körper alarmiert, und das Gehirn sorgt für Schlafunterbrechungen. Außerdem spielen Alkoholkonsum oder die Einnahme von Medikamenten sowie Übergewicht und Erkältungen eine Rolle für die Schnarchintensität.

Und wie können spezielle Schnarchschienen Abhilfe schaffen? „Die individuell angefertigten Anti-Schnarchschienen werden nachts auf die Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer gesetzt und im Frontbereich eingehakt“, erklärt die Expertin Diana Svoboda, ärztliche Leiterin der diPura Fachklinik für Zahnästhetik und Implantologie in Essen. „Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schnell und einfach das Schnarchen dadurch verhindert werden kann.“

Bei leichten bis mittelschweren Atemaussetzern wird die intra-orale Schnarchschiene gegen das Schnarchen eingesetzt. Durch den Titanhaken soll bei 96 Prozent der Rückenschnarcher das Problem abgestellt und Atemaussetzer gestoppt werden.

„Da mit der Zahnschiene die Sauerstoffversorgung nachts wieder problemloser funktioniert und die Patienten somit entspannter aufwachen, sind sie im Alltag wieder konzentrationsfähiger“, erläutert Dr. Svoboda. „Schnarchschienen sind sehr fein justierbar, klinisch bewährt und sehr langlebig“, führt die Expertin aus.

Die Kosten für eine solche Anti-Schnarchschiene liegen bei 750 bis 1.000 Euro. Nach Abnahme der Zahnabdrücke wird sie innerhalb weniger Tage angefertigt und dem Patienten optimal angepasst. So können Nutzer bereits nach kurzer Zeit wieder schnarchfrei schlafen.

Ralf Loweg

So laufen Sie allen Krisen davon

Ein starkes Immunsystem schützt den menschlichen Körper in vielen schwierigen Situationen. Kein Wunder, dass es in der Corona-Krise viele in Mutter Natur zieht. Egal, ob zum Joggen, Radfahren oder Inlineskaten – viele haben ihre Liebe für klassische Outdoor-Sportarten wiederentdeckt.

Frische Luft und das durch die Bewegung ausgeschüttete Dopamin ist ein willkommener Ausgleich zu beruflichem Stress und engen Familienverhältnissen zu Hause. Dabei gibt es immer wieder neue Fitnesstrends, die sich vor allem draußen gut ausprobieren lassen. CosmosDirekt hat sich einige dieses brandneuen Fitnessbewegungen angeschaut – und dabei festgestellt, dass so mancher Trend nur vermeintlich neu ist.

Vermutlich wird der Trend zu Freiluftsport noch eine Weile anhalten, denn nach einer Umfrage von Statista würden 38 Prozent der Deutschen auch nach den entsprechenden Lockerungen weiterhin Fitnessstudios und Sportclubs meiden.

Einen Vorteil hat das Arbeiten im Homeoffice: Kürzere Erholungspausen lassen sich einfacher dazu nutzen, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Morgens eine Viertelstunde Yoga auf der Terrasse, ein Spaziergang in der Mittagspause, zwischendurch einige Dehnübungen am offenen Fenster und abends dann noch eine Einheit Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht – kürzere Einheiten bringen Abwechslung in den stressigsten Arbeitsalltag und halten auch zu Hause fit.

Wer gerne Sport in Gesellschaft macht, kann das jetzt auch nach draußen verlegen. Denn Fitnesskurse wie Zumba, Yoga oder Tai Chi, die üblicherweise in geschlossenen Räumen stattfinden, können in der Outdoor-Variante auch viel Spaß machen. Die ersten Anbieter bieten schon erste Kurse unter freiem Himmel an, mit viel frischer Luft und genügend Platz zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Ralf Loweg

Darum ist Barfußlaufen so gesund

Ohne Schuhe und Socken gehen, mit nackten Sohlen Grashalme auf einer Wiese oder Kieselsteine im Bachbett spüren – das ist nicht nur ein spannendes Erlebnis für die Sinne. Barfußlaufen ist auch sehr gesund, weil es die Körperhaltung verbessert und auch die Fußmuskulatur stärkt, schreibt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ in seiner aktuellen Ausgabe und gibt Barfuß-Tipps für Jogger und Nordic Walker.

Bereits vor Jahren konnte eine Studie der Harvard-Universität in Boston nachweisen, dass beim Barfußjoggen geringere Belastungen auf den gesamten Bewegungsapparat wirken als beim Laufen mit gedämpften Sportschuhen. Der Grund: Barfußläufer kommen vor allem mit dem Vor- und Mittelfuß auf dem Untergrund auf. „Wenn wir mit dem Mittelfuß aufsetzen, nutzen wir zeitgleich das Längs- und das Quergewölbe des Fußes als Puffer“, erklärt der Bonner Sportmediziner Dr. Markus Klingenberg. Diese doppelte Stützstruktur federt den Aufprall ab.

Wer das Joggen ohne Schuhe ausprobieren möchte, sollte die Füße auf verschiedenen Bodenbelägen langsam an natürliche Untergründe gewöhnen und dabei das Pensum ganz allmählich steigern. Für alle Fälle sollte man immer ein paar leichte Lauf- oder Sportschuhe einpacken.

Wichtig: vorm Start beim Hausarzt den Tetanusschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Vorsicht: Wer diabetesbedingte Fußprobleme hat, sollte nicht barfuß laufen. Denn hier besteht ein erhöhtes Risiko für schlecht heilende Wunden. Nach dem Barfußlaufen sollten die Füße auf jeden Fall schonend gereinigt und regelmäßig eingecremt werden.

Ralf Loweg

Corona: Ludwigsburg meldet fünf Neuinfizierte

Gleich fünf Neuinfektion hat das Landratsamt in Ludwigsburg am Mittwoch (10. Juni) für den Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg steigt somit auf mindestens 1.781 (Stand: 10. Juni 20, 17.00Uhr). Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.686 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 2,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben am Mittwoch (10. Juni) rund 30 Corona-Neuinfizierte binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 35.004 in Baden-Württemberg nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Gestern wurden 25 Fälle gemeldet. Ungefähr 32.617 Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, steigt laut dem Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden um einen auf 1.801.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 0,81 (Stand: 10. Juni – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert ebenfalls bei 0,81.

Dem Landesgesundheitsamt wurde heute aus dem Landkreis Ostalbkreis ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Durch eine nachträglich vom Landesgesundheitsamt vorgenommene Fallkorrektur wird die Gesamtzahl der Todesfälle jedoch unverändert mit insgesamt 1.801 angegeben. Unter den Verstorbenen waren 1.017 Männer und 784 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

So schützen Sie Ihren Hund vor Sonnenbrand

Zu viel Sonne macht auch unseren vierbeinigen Freunden zu schaffen. Hunde mit hellem und kurzem Fell bekommen übrigens schneller einen Sonnenbrand als ihre langhaarigen Artgenossen mit dunklem Fell. Doch wie können Hundehalter ihre Lieblinge vor den unangenehmen Nebenwirkungen der UV-Strahlung schützen?

Besitzer sollten dafür Sorge tragen, dem Vierbeiner bei sonnigem Wetter ausreichend Schatten zu bieten und der empfindlichen Haut des Hundes immer Zeit zur Erholung geben. „Neben Schnauze und Ohren sind auch die Haut rund um die Augen sowie die meist unbehaarte Bauchpartie stark gefährdet“, sagt Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin beim unabhängigen Vergleichsportal für Apothekenprodukte apomio.de.

Auch im Wasser wird die UV-Strahlung des Sonnenlichts oft unterschätzt. Zwar kühlt das kalte Nass die Haut, die Gefahr für einen Sonnenbrand bleibt aber weiterhin bestehen. Für Abhilfe können spezielle Sonnencremes für Hunde sorgen. Diese sollten auch im Gebirge aufgetragen werden, wo die UV-Belastung besonders intensiv ist.

„Wichtig ist, dass der Sonnenschutz einen hohen Lichtschutzfaktor besitzt und keine künstlichen Zusatz- sowie Farb- oder Konservierungsstoffe enthält“, erklärt Marlene Haufe. „Denn viele Hunde lecken an der Sonnencreme.“ Bei besonders empfindlichen Hunden mit hellem und kurzem Fell reichen Sonnencremes in manchen Fällen jedoch nicht aus. Hier empfiehlt es sich, dem Hund ein T-Shirt oder spezielle Hundebodys zum Schutz vor der Sonne anzuziehen.

„Sind gerötete, warme oder schuppende Hautstellen erkennbar, muss der Hund sofort in den Schatten“, so Marlene Haufe. „Kühle Umschläge und hautberuhigende Salben lindern erste Symptome.“ Intensive Rötungen treten oft gemeinsam mit schwerwiegenden Entzündungen auf, die Schmerzen und Juckreiz verursachen können.

Handelt es sich um eine sehr schwere Verbrennung, sollte der Tierarzt kontaktiert werden, da unter Umständen eine entzündungshemmende Behandlung mit Cortison-Präparaten notwendig ist. „Sonnenbrand bei Hunden muss in jedem Fall ernst genommen werden, denn dieser kann im schlimmsten Fall auch zu krebsartigen Geschwüren führen“, sagt Expertin Marlene Haufe.

Ralf Loweg