Umfrage: Busse und Bahnen sind kein Corona-Hotspot

Laut einer aktuellen Umfrage des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gibt es unter den ÖPNV-Mitarbeitern nur eine sehr geringe Zahl an Corona-Infektionen. Das ergibt sich aus den Rückmeldungen von 94 Nahverkehrsunternehmen aus ganz Deutschland. Demnach wurden dort bei fast 80.000 Beschäftigten seit Beginn der Pandemie insgesamt nur 233 bestätigte Infektionen registriert. Das entspricht einer Quote von 0,29 Prozent, der bundesweite Wert in der Gesamtbevölkerung liegt mit 0,54 Prozent fast doppelt so hoch.

„Dieses Ergebnis untermauert sehr eindeutig das, was diverse nationale und internationale wissenschaftliche Untersuchungen und unabhängige Experten bereits festgestellt haben: Der ÖPNV ist kein Corona-Hotspot, die Ansteckungsgefahr im öffentlichen Nahverkehr ist äußerst gering“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. Es zeige zudem, dass die im ÖPNV ergriffenen Maßnahmen wie Maskenpflicht, regelmäßiges und umfangreiches Lüften der Fahrzeuge und intensivere Reinigung erfolgreich zur Eindämmung des Coronavirus beitrügen.

Unter den 94 Unternehmen, die sich bislang an der Umfrage des VDV beteiligt haben, sind sowohl zahlreiche Groß- und Mittelstädte aus Ballungsräumen, als auch kleinere Unternehmen aus eher ländlichen Gebieten in ganz Deutschland. Die Ergebnisse sind daher laut VDV „repräsentativ und aussagekräftig für die gesamte Branche“. Dabei stünden besonders die Beschäftigten im Fokus, die im Rahmen ihrer Tätigkeit direkten Kundenkontakt haben. Etwa Fahrausweisprüfer, Service- und Sicherheitspersonal mit Kundenkontakt und Fahrpersonal, insbesondere Busfahrer.

„In diesen Berufsgruppen vermutet man aufgrund des täglich mehrstündigen Aufenthalts in den Fahrzeugen und durch den Kontakt mit Fahrgästen natürlich erhöhte Infektionsrisiken, aber das konnte durch die Umfrage nicht bestätigt werden. Im Gegenteil: Bei den Kontrolleuren und beim Sicherheitspersonal haben wir bislang einen gemeldeten Corona-Fall. Beim Servicepersonal mit Kundenkontakt, also zum Beispiel in den Kundencentern, liegt die Quote der Infizierten bei 1,05 Prozent“, so Wortmann.

Zudem haben nur neun der 233 bestätigten Corona-Infektionen nachweislich während des Dienstes stattgefunden. 132 Infizierte haben sich außerhalb des Dienstes angesteckt, bei den übrigen 92 Fällen ist der Ansteckungsort nicht eindeutig nachzuweisen.

Wortmanns Fazit: „Wenn man sich im ÖPNV an die geltenden Corona-Regeln hält und sich umsichtig verhält, dann ist das Ansteckungsrisiko sehr gering. Für unsere Fahrgäste nochmal geringer als für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn viele unserer Beschäftigten halten sich berufsbedingt täglich mehrere Stunden in Bussen und Bahnen auf, während die Kundinnen und Kunden eine viel kürzere Zeit mit uns unterwegs sind.“

Rudolf Huber / glp

Neuinfektionen steigen weiter: Mehr als 16.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden

Deutschland verzeichnet einen weiteren traurigen Rekordwert bei den Neuinfektionen: Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen +16.774 neue Corona-Infizierte. Seit Ausbruch der Pandemie lag dieser Wert noch nie so hoch. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 5.000. Damals waren + 11.287 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Bereits gestern wurde mit +14.964 neuen Fälle ein neuer Höchstwert gemeldet. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. (Stand: 29.10.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 481.013 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 10.272. Das sind 89 mehr als am Vortag. Rund 339.200 (+6.300) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 29.10.)

red

Interesse an Pflegeberufen steigt

Nach Abschluss der aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst können Pflegekräfte mit mehr Gehalt sowie einer „Corona-Prämie“ rechnen. Die Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege, seien es hohe Belastung oder fehlendes Fachpersonal, sind aber nicht erst seit der Corona-Krise im Fokus.

Dennoch haben Pflegeberufe nicht an Beliebtheit beim Nachwuchs eingebüßt, im Gegenteil: Im Jahr 2019 begannen 71.300 Menschen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Das waren 8,2 Prozent beziehungsweise 5.400 mehr als ein Jahr zuvor. Rund 44.900 Menschen schlossen im vergangenen Jahr ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf erfolgreich ab.

Zwar wird der Pflegeberuf nach wie vor überwiegend von Frauen angestrebt – 75 Prozent der Anfänger waren zuletzt weiblich – doch auch der Männeranteil ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen: Während er 2009 noch bei 19 Prozent lag, waren im Jahr 2019 ein rund Viertel Männer.

Ralf Loweg / glp

Erneuter Corona-Lockdown in Deutschland: Das sind die beschlossenen Maßnahmen

Bundeskanzlerin Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben am Mittwoch neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Es gehe darum, eine nationale Gesundheitsnotlage zu vermeiden, betonte Merkel. Dafür brauche es im November eine gemeinsame, befristete Kraftanstrengung, heißt es in der Pressemitteilung der Bundesregierung.

Angesichts der inzwischen exponentiellen Infektionsdynamik und um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern, haben Bund und Länder zusätzliche Corona-Maßnahmen beschlossen. „Wir müssen handeln, und zwar jetzt“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Beratungen. Angesichts der beschlossenen Einschränkungen sei dies ein „schwerer Tag“ – aber es gelte einen Weg zu finden, nicht in eine gesundheitliche Notlage zu kommen.

Laut dem Beschluss gelten die Maßnahmen ab 2. November und werden bis Ende November befristet. Ziel ist es, das Infektionsgeschehen aufzuhalten und die Zahl der Neuinfektionen wieder in die nachverfolgbare Größenordnung von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zu senken, heißt es in der Mitteilung weiter.

Kontakte auf absolut nötiges Minimum reduzieren

Alle Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu beschränken. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist daher nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes, jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen gestattet. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge.

Gastronomiebetriebe müssen temporär schließen

Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören etwa Theater, Konzerthäuser, Kinos oder auch Fitnessstudios. Auch der Freizeit- und Amateursportbetrieb wird eingestellt – mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

Schulen und Kitas bleiben geöffnet

Auch Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Die Lieferung und Abholung von Speisen ist davon ausgenommen. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapien, bleiben weiter möglich. Auch Friseursalons und der Groß- und Einzelhandel bleiben unter Hygiene-Auflagen geöffnet. Der Schul- und Kita-Betrieb geht weiter, die Länder entscheiden über die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Bund gewährt außerordentliche Wirtschaftshilfe

Unternehmen und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst werden, wird der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewähren. Bestehende Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Einrichtungen, die auch weiterhin erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebs hinnehmen müssen, werden verlängert. Dies gilt etwa den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbständigen.

Nach Ablauf von zwei Wochen werden Bund und Länder sich erneut beraten und notwendige Anpassungen vornehmen. Den vollständigen Beschluss von Bund und Ländern können Sie hier einsehen.

Bitte anklicken: Corona Maßnahmen 

red

Rekord bei Neuinfektionen: Fast 15.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden

Deutschland verzeichnet erneut einen Rekordwert bei den Neuinfektionen: Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Mittwochmorgen +14.964 neue Corona-Infizierte. Seit Ausbruch der Pandemie lag dieser Wert noch nie so hoch. Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um fast 7.500. Damals waren + 7.595 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern wurden +11.409 neue Fälle gemeldet. Am vergangenen Samstag meldete das RKI mit +14.714 Neuinfektionen den bis dahin höchsten je gemessenen Wert seit Beginn der Corona-Pandemie. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. (Stand: 28.10.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 464.239 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 10.183. Das sind 85 mehr als am Vortag. Rund 332.800 (+6.100) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 28.10.)

red

Wenn Kinder fiebern

Die Großen fiebern erst, wenn sie ziemlich krank sind – bei Kindern dagegen steigt die Temperatur schon bei leichten Infekten, oft auch ganz ohne Husten oder Schniefnase. „Es gehört zum Kindsein, dass Kinder auch ohne weitere Symptome fiebern“, beruhigt Kinder- und Jugendarzt Dr. Burkhard Rodeck. Er leitet die Kinder-Gastroenterologie am Christlichen Kinderhospital Osnabrück und ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Rodeck zufolge sind bei Kindern acht bis zwölf Infekte im Jahr normal.

Fieber an sich ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen, dass der Körper gegen etwas ankämpft, und das macht er ziemlich clever. „Bei hohen Temperaturen arbeiten die Abwehrzellen besser“, erklärt Rodeck im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Von Fieber sprechen Mediziner ab 38,5 Grad, zwischen 37,6 und 38,4 ist die Körpertemperatur erhöht.

Wenn Kinder plötzlich glühen, steckt dem Arzt zufolge häufig nur ein harmloser Infekt dahinter. Zeigen sie keine weiteren Symptome und sind an sich fit, ist das Alter der Gradmesser, ob Eltern einen Arzt aufsuchen sollten oder nicht.

Säuglinge unter drei Monaten sollten bereits ab einer Temperatur von 38 Grad zum Arzt. Bei einem Alter von drei bis circa 24 Monaten ist eine Untersuchung angeraten, wenn das Fieber (ab 38,5 Grad) länger als einen Tag anhält. Kleinkinder brauchen zudem den ärztlichen Blick, wenn sie mehr als drei Tage fiebern.

Unbedingt mit dem Kinderarzt sprechen sollten Eltern auch, wenn sich das Kind schlapp fühlt, weint oder nichts essen oder trinken will. Gleiches gilt, wenn das Kind apathisch wirkt oder zusätzliche Krankheitszeichen auftreten, etwa Durchfall oder Erbrechen. Nackensteife weist auf eine Hirnhautentzündung hin. Dann müssen Eltern sofort handeln und mit dem Kind in die Klinik.

Rudolf Huber / glp

Die Volkskrankheit Rheuma

Ein fataler Trend: In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Rheuma, so eine aktuelle Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach stieg die Zahl der an Rheuma erkrankten Menschen von 2009 auf 2019 bundesweit um mehr als 36 Prozent.

Inzwischen werden rund 100 verschiedene Erkrankungen unter dem Überbegriff „Rheuma“ zusammengefasst, die ganz unterschiedliche Körperregionen betreffen können und alle mit chronischen Schmerzen einhergehen.

Die rheumatoide Arthritis ist eine der häufigsten Formen dieser Gruppe: Dabei handelt es sich um eine rheumatische Gelenkentzündung, die chronisch ist und meist schleichend, oftmals über die kleinen Finger und Zehengelenke beginnt. Die Ursache dieser Autoimmunerkrankung ist ein Angriff des Immunsystems auf den eigenen Körper mit der Folge, dass es zu Entzündungsreaktionen in Gelenken, Sehnen, Haut und anderen Körpergeweben kommt. „Gelegentlich sind sogar innere Organe betroffen“, so die KKH.

Laut Deutscher Rheuma-Liga leiden bundesweit 1,5 Millionen Menschen unter entzündlich-rheumatischen Prozessen. Frauen sind drei Mal häufiger betroffen als Männer. Bei Frauen treten sie meistens nach dem 50. Lebensjahr auf, bei Männern zehn Jahre später. Personen ab dem 70. Lebensjahr sind besonders häufig betroffen. Diese Angaben decken sich überwiegend mit den Zahlen der KKH.

Es ist wichtig, dass eine Arthritis frühzeitig erkannt und behandelt wird, damit die Gelenke nicht auf Dauer zerstört werden. Eine rheumatoide Arthritis schreitet meist langsam über Jahre voran. Heilbar ist sie bisher nicht. Es gibt aber Möglichkeiten, Rheuma medikamentös oder mittels Physiotherapie in den Griff zu bekommen.

Kombiniert mit Sport wie beispielsweise Radfahren oder Schwimmen und einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung kann das Fortschreiten der Erkrankung verzögert und so die Lebensqualität Betroffener erhöht werden.

Rudolf Huber / glp

Das sind Stadt- und Landkreise mit den höchsten Corona-Inzidenz-Werten

Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt in Stuttgart für Baden-Württemberg weitere 1.843 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 72.735, davon sind ungefähr 52.806 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um acht auf insgesamt 1.985. (Stand: 27.10.)

Und das sind die Stadt- und Landkreise mit den höchsten 7-Tage-Inzidenz-Werten in Baden-Württemberg:

Landkreis Tübingen (105,8)
Landkreis Böblingen (106,2)
Stadtkreis Heidelberg (107,7)
Stadtkreis Ulm (110,4)
Stadtkreis Stuttgart (116,4)
Landkreis Ludwigsburg (119,4)
Landkreis Esslingen (124,9)
Enzkreis (126,8)
Stadtkreis Pforzheim (133,4)
Stadtkreis Mannheim (142,0)
Alb-Donau-Kreis (143,6)
Stadtkreis Heilbronn (148,5)

red

Quelle: Sozialministerium Baden-Württemberg

RKI meldet am Dienstag mehr als 11.400 Neuinfektionen

Am Dienstag wurden in Deutschland mehr als 11.400 Corona-Neuinfizierte binnen 24 Stunden gemeldet. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Dienstagmorgen +11.409 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um fast 5.000. Damals waren +6.868 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern wurden 8.685 neue Fälle gemeldet. Am vergangenen Samstag meldete das RKI mit +14.714 Neuinfektionen den höchsten je gemessenen Wert seit Beginn der Corona-Pandemie. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. (Stand: 27.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 449.275 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 10.098. Das sind 42 mehr als am Vortag. Rund 326.700 (+5.200) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 27.10.)

red

Wie sicher ist ein transparenter Mund-Nasen-Schutz?

Wie sieht die ideale Mund-Nasen-Abdeckung aus? Aktuell wird so ziemlich alles durchprobiert, was der Markt hergibt. Doch zumindest bei transparenten Lösungen ist derzeit noch kein sinnvolles Modell in Sicht.

Seit Beginn der Pandemie sieht man immer wieder Menschen mit Visieren aus Plexiglas. Insbesondere Brillenträger schätzen solche Masken, so das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de. „Der entscheidende Nachteil aller Visiere ist jedoch, dass sie keinen vergleichbar sicheren Schutz wie Mund-Nasen-Schutz bieten – und zwar weder vor einer Ansteckung des Trägers, noch vor einer Übertragung auf den Gegenüber“, sagt der Infektiologe Dr. Peter Walger, Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

Der Grund: Visiere blockieren die Virushaltigen Tröpfchenwolken allenfalls nach vorne. Die Ausbreitung nach oben oder unten und zu den Seiten wird nicht verhindert. Deshalb werden sie von medizinischem Personal auch nur zusätzlich zu Masken eingesetzt.

Besser schützen Mund-Nasen-Masken aus Stoff, die auf Mundhöhe ein Sichtfenster aus Klarsichtfolie oder Plexiglas haben. Doch auch hier gibt es Probleme: Durch das Sichtfenster kann man nicht atmen – das kann die Atmung spürbar erschweren. Hinzu kommen mögliche Komplikationen beim Reinigen, etwa weil die Folien im Laufe von mehreren Waschgängen blind werden können.

Eine andere Lösung besteht aus einer durchsichtigen Maske, in die Öffnungen mit Filtern eingelassen sind. Das Problem hier: Diese Masken sind recht teuer, zudem müssen – um einen wirksamen Schutz sicherzustellen – die Filter erst noch geprüft und zertifiziert werden.

Rudolf Huber / glp