Wenn die Nerven blank liegen

 Studenten sind mit einem hohen Stresslevel unterwegs. Denn sie müssen in ihrem jungen Leben viele Dinge unter einen Hut bringen. Neben dem Studium ist das bei vielen noch ein Nebenjob. Auch die private Beziehung ist nicht immer einfach zu gestalten. Und so fühlt sich laut einer aktuellen AOK-Studie jeder zweite Student in Deutschland überfordert.

91 Prozent der Studenten empfinden den Zeitdruck als besonders nervenaufreibend, und 63,6 Prozent klagen über nervöse Unruhe. Das ist keine gute Grundlage, denn Leistungsdruck und die Angst vorm Versagen sind der ideale Nährboden für blank liegende Nerven. In solchen Stress-Situationen gilt: Erst einmal cool-down und etwas für die Gesundheit tun. Doch das ist oft leichter gesagt als getan.

Ralf Loweg

Die Hauptgründe für einen Krankenhaus-Aufenthalt

Niemand geht gerne ins Krankenhaus. Und schon gar nicht für längere Zeit. Doch das lässt sich nicht vermeiden. Allein schon, wenn Frauen ein Baby erwarten. Dann heißt es für die meisten werdenden Mütter: Ab in die Klinik. Da überrascht es nicht, dass Neugeborene, die das Licht der Welt erblicken, der Hauptgrund für einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus sind. Dies ergab eine aktuelle Analyse des privaten Krankenversicherers Debeka.

Der zweithäufigste Grund für eine Einweisung ins Hospital: Krankheiten des Verdauungstraktes. Am dritthäufigsten liegen Menschen wegen Eingriffen zur Diagnose von Herzbeschwerden auf Station (in der Fachsprache „invasive kardiologische Diagnostik“).

Erhoben wurden die anonymisierten Daten der abgerechneten Fallpauschalen – also der medizinischen Leistungen pro Behandlungsfall – in öffentlichen Krankenhäusern für das Jahr 2018. Die Zahlen im Detail: 22.807 Neugeborene zählte die Debeka 2018 bei ihren privat Krankenversicherten. Davon kamen 13.541 Babys auf natürlichem Weg zur Welt, der Rest per Kaiserschnitt. Bei 11.286 Personen wurden Krankheiten des Verdauungssystems behandelt. 5.520 Eingriffe zur invasiven kardiologischen Diagnostik wurden vorgenommen.

Ralf Loweg

Auch Süßstoffe machen dick

Um weniger Zucker zu essen, greifen viele Menschen zu synthetischen oder natürlichen Alternativen. Doch auch diese sollte man dem Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ zufolge sparsam einsetzen.

Synthetische Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat oder Saccharin enthalten zwar keine Kalorien, verursachen keinen Karies und lassen den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen. Doch es gibt Hinweise dafür, dass auch Süßstoffe die Freisetzung von Insulin anregen. Und dieses zuckersenkende Hormon ist für die Einlagerung von Fett im Körper verantwortlich.

Zudem zeigen Studien, dass Süßstoffe den Appetit anregen, Heißhunger auf Süßes wecken und langfristig sogar eine Gewichtszunahme begünstigen. Zuckeralkohole wie Xylit, Mannit oder Erythrit gelten als zahnfreundlich und lassen den Blutzuckerspiegel nur leicht ansteigen. Mit Ausnahme von Erythrit liefern sie deutlich mehr Kalorien als Süßstoffe. In größeren Mengen können sie Bauchkrämpfe und Durchfall auslösen.

Natürliche Alternativen wie Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Fruchtdicksäfte enthalten zwar Vitamine und Mineralstoffe, stecken aber auch voller Zucker. Zudem sind sie kalorienreich und können Zähnen wegen der klebrigen Konsistenz mehr schaden als Zucker.

Die „Apotheken Umschau“ rät, den Zuckerkonsum allmählich zu verringern und den Geschmackssinn „umzuerziehen“.

Ralf Loweg

Schlaganfall: Darum ist Prävention so wichtig

Pro Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist noch immer die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Mit Prävention wären viele Schlaganfälle zu verhindern: Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Verzicht auf das Rauchen und regelmäßige Kontrolle der persönlichen Risikofaktoren.

„Jeder Schritt zählt!“ lautet das Motto, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zum Welt-Schlaganfalltag 2019 ausgibt. Denn Bewegung dürfte wohl der wichtigste „Gesundmacher“ sein. „Weil körperliche Aktivität nicht nur die Gefäße gesünder macht, sondern auch weitere Risikofaktoren für einen Schlaganfall wie Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und Übergewicht reduziert“, erläutert Miriam Mashkoori, Präventionsexpertin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe.

Das Motto „Jeder Schritt zählt!“ soll deutlich machen: Es geht nicht um sportliche Spitzenleistungen. Für eine gute Schlaganfall-Prävention kann es zum Beispiel ausreichen, an fünf Tagen in der Woche 30 Minuten zu walken. „Wer 150 Minuten pro Woche moderaten Sport treibt, der macht schon sehr viel richtig. Das entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO“, sagt Mashkoori.

Weltweit liegt das Risiko, in seinem Leben einen Schlaganfall zu erleiden, bei erschreckenden 25 Prozent. Das ist das Ergebnis der „Global Burden of Disease Study“, die seit 1992 regelmäßig durch die WHO gemeinsam mit der Weltbank und der Harvard University durchgeführt wird.

Ralf Loweg

 

Bewegung hilft gegen den Herbst-Blues

Mit dem Herbst werden die Tage kürzer und grauer. Bei vielen Menschen schlägt das Wetter dann auch schon mal auf die Stimmung, der sogenannte „Herbst-Blues“ schleicht sich ein. Ein probates Gegenmittel: körperliche Aktivität, die denn hellt die Stimmung auf. Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass Sport ähnlich wirksam ist wie eine Behandlung mit Antidepressiva oder eine Psychotherapie, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ berichtet.
Ausdauersportarten wie leichtes Joggen oder Nordic Walking können noch mehr bewirken, denn sie bringen zudem den Kreislauf in Schwung und vertreiben das Gefühl der Müdigkeit. „Gegen Müdigkeit helfen auch ausreichender Schlaf zu Nachtzeiten und ein ausgewogener Tagesrhythmus“, sagt Dr. Sabine Köhler, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Jena.

Bewegung ist aber nicht alles: Wer regelmäßig soziale Kontakte pflegt, lädt seine Stimmung ebenfalls positiv auf. Auch gemeinsam mit anderen Pläne zu schmieden und sich auf etwas Schönes zu freuen, hebt die Laune. Professor Michael Deuschle vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim rät stimmungslabilen und kontaktarmen Menschen zu einem Haustier als Begleiter im Alltag. Ein Hund zum Beispiel erzwinge Aktivität und führe beim Gassigehen zwangsläufig zu Kontakten mit anderen Menschen.

Andreas Reiners

Bluthochdruck natürlich senken

Während des Herzschlags pumpt das Herz mit großer Kraft Blut in die Gefäße, welches dabei Druck auf die Gefäßwände ausübt. Diese setzen den sogenannten Gefäßwiderstand entgegen. Beide Faktoren bestimmen den Blutdruck. Durch Anstrengung oder Stress kann er vorübergehend erhöht sein. Ist der Druck dauerhaft zu hoch, werden die Arterien geschädigt. Langfristige Folgen können zum Beispiel ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt sein. Durch eine Änderung des Lebensstils können Betroffene ihren Blutdruck natürlich senken. Dazu gehört unter anderem ausreichend Bewegung sowie die Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Aber auch bestimmte Mikronährstoffe können den Blutdruck senken.

Magnesium: Der Mineralstoff reguliert die Muskelspannung im Körper. Er sorgt dafür, dass sich die Gefäßmuskulatur entspannt, so wird die Dehnbarkeit der Blutgefäße erhöht. Magnesium verbessert daher die Durchblutung und ist Voraussetzung für einen gesunden Blutdruck. Gute Magnesiumlieferanten sind Getreideprodukte wie Weizenkleie und Haferflocken. Weitere Quellen sind Nüsse und Sonnenblumenkerne, Milchprodukte, Obst und Gemüse sowie magnesiumreiche Mineralwässer mit mindestens 50, besser 100 Milligramm Magnesium pro Liter.

Kalium: Ein weiterer Mineralstoff, der an der Regulation des Blutdrucks beteiligt ist, ist Kalium. Er ist unter anderem in Bananen und Vollkornbrot enthalten. Ein Mangel kann Bluthochdruck auslösen. Darüber hinaus benötigen viele Bluthochdruckpatienten mehr Kalium als gesunde Menschen. Deshalb sollten Betroffene ihren Kaliumwert im Blut überprüfen lassen. Ein erhöhter Bedarf kann zum Beispiel durch Präparate gedeckt werden. Wichtig: Die Einnahme von Kaliumpräparaten sollte immer in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Liegt nämlich kein Mangel vor, kann es zu einem Kaliumüberschuss kommen. Dieser kann zum Beispiel zu Herzrhythmusstörungen führen. Infos unter: www.vitamindoctor.com/Bluthochdruck

Omega-3-Fettsäuren: Auch Omega-3-Fettsäuren tragen dazu bei, dass das Blut besser fließen kann, denn sie haben eine gefäßerweiternde Wirkung. Außerdem hemmen sie Entzündungsprozesse im Körper und verlangsamen die Entstehung von Gefäßablagerungen. Somit können Omega-3-Fettsäuren nicht nur den Blutdruck senken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit für Folgeerkrankungen verringern. Fettreiche Fische wie Lachs und Hering zählen zu den wichtigsten Lieferanten. Wer Fisch nicht mag, kann den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren durch die Einnahme von Präparaten aus Fischöl oder deren vegane Alternative aus Algen decken.

Rudolf Huber

Trinken, damit nicht der Arzt kommt

Es ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden enorm wichtig, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen – womit bestimmt nicht Alkoholika oder Kaffee gemeint sind. Doch speziell ältere Menschen trinken oft zu wenig.

Die richtige Methode: Nicht warten, bis der Durst kommt. Denn der zeigt bereits einen akuten Flüssigkeitsmangel an, so das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Besser ist es, schon vorher zum (Wasser-)Glas zu greifen.

Weil auf Vorrat zu trinken nicht möglich ist, sollte die Flüssigkeitsaufnahme regelmäßig über den Tag verteilt werden. Ein guter Tipp: Wer abends gegen sechs Uhr das letzte Mal trinkt, muss sich auch keine Sorgen über lästige nächtliche Ausflüge aufs stille Örtchen machen.

Hilfreich kann auch sein, immer morgens die tägliche Ration bereitzustellen und ein gedrungenes Glas zu wählen, in dem die Wassermenge geringer zu sein scheint. Klarer Fall: Das Auge trinkt mit.

Rudolf Huber

Deutsche sind oft wasserscheu

Händewaschen ist das A und O der Hygiene. Doch viele Deutsche nehmen es mit der Sauberkeit nicht so genau. Mediziner wollen das ändern. Anlässlich des Welttages des Händewaschens macht der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) deutlich, wie wichtig Händewaschen für die Prävention von ansteckenden Krankheiten ist und veröffentlicht eine Anleitung zur besseren Handhygiene.

Im Zeitalter von gefährlichen Erregern wie Ehec, verstärkten Phasen von Grippewellen und immer neu auftretenden Bakterien und vor allem Viren sollte eine gute Hygiene für jeden selbstverständlich sein. Doch eine neue britisch-amerikanische Studie des „Hygiene Councils“ zeigt, dass die Deutschen keinen großen Wert aufs Händewaschen legen.

Wie nachgewiesen werden konnte, waschen sich in Deutschland weniger als die Hälfte aller Kinder vor dem Essen die Hände. Auch in Ländern wie Kanada, Australien und England liegen die Vergleichsquoten ähnlich niedrig, während sie in Indien, Malaysia und Italien deutlich nach oben übertroffen werden.

Richtiges Händewaschen reduziert das Risiko von Infektionen, insbesondere von Durchfallerkrankungen, um mehr als 40 Prozent und bei infektiösen Atemwegsinfektionen um fast 25 Prozent, sagen die Mediziner. Insgesamt würden an diesen beiden Infektionserkrankungen weltweit jedes Jahr allein 3,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben. Das beweise, dass einfache Mittel Leben retten könnten.

Laut Unicef Deutschland zählt regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife zu den wirksamsten und gleichzeitig preiswertesten Methoden. Dr. Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des VDBW, bestätigt: „Wer sich regelmäßig die Hände wäscht, verhindert die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie beispielsweise des Influenza-A-Virus, da ein Großteil aller ansteckenden Krankheiten über die Hände übertragen wird.“ Man dürfe es allerdings auch nicht übertreiben. Wer sich etwa alle fünf Minuten die Hände wasche, könne die Haut reizen.

Rudolf Huber

Die große Angst vor belasteten Lebensmitteln

Die schlechten Botschaften kommen fast schon im Stundentakt. Gefährliche Bakterien in Milch oder Wurst und Erkrankungen nach dem Verzehr belasteter Lebensmittel verunsichern derzeit viele Verbraucher. Und sie schüren die Zukunftsangst.

Denn beinahe jeder zweite Deutsche befürchtet, dass Nahrungsmittel zunehmend mit Schadstoffen belastet sind. Besonders groß ist die Angst bei den Frauen, hat die R+V-Studie „Die Ängste der Deutschen 2019“ herausgefunden.

Seit 1992 werden dafür jährlich rund 2.400 Menschen nach ihren größten Ängsten rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit. „Das Thema Schadstoffe in Nahrungsmitteln ist den Deutschen dabei sehr wichtig“, so die Initiatoren. So gaben 2019 gaben 42 Prozent der Befragten an, dass sie sich um die Qualität der Lebensmittel sorgen. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen Ost und West. „Im Osten ist die Angst mit 49 Prozent deutlich höher als im Westen (41 Prozent).

Noch größer ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern. Während nur gut jeder dritte Mann (37 Prozent) sich darüber Gedanken macht, sind es bei den Frauen 47 Prozent – zehn Prozentpunkte mehr. Und bei den Altersgruppen fällt auf, dass die Angst mit dem Alter steigt. Anders ausgedrückt: Viele junge Erwachsene sind noch recht sorglos.

Rudolf Huber

So teuer sind Krebsmedikamente wirklich

Die Ausgaben für Krebsmedikamente sind in den vergangenen Jahren um etwa 50 Prozent auf über sieben Milliarden Euro gestiegen. Nach einer Berechnung des GKV-Spitzenverbandes der Krankenkassen, die der WirtschaftsWoche vorliegt, stiegen die Netto-Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Krebspräparate von 4,95 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 7,39 Milliarden im Jahr 2018.

Dabei sind in den vergangenen Jahren zahlreiche teure Medikamente auf den Markt gekommen. So kostet eine Behandlung mit dem Novartis-Präparat Kymriah, das gegen bestimmte Formen von Leukämie wirkt, 320.000 Euro. Beim Mittel Keytruda des US-Konzerns Merck & Co. veranschlagen die Kassen über 100.000 Euro pro Patient und Jahr. Für Opdivo des Herstellers Bristol Myers Squibb (BMS) gehen sie von 75.000 Euro jährlichen Therapiekosten aus. In Kombination mit dem BMS-Präparat Vervoy ergeben sich sogar jährliche Ausgaben von über 130.000 Euro.

Der Spitzenverband weist darauf hin, dass die tatsächlichen Kosten von der Dauer der Therapie abhängen. So schwankt die Behandlungsdauer bei Opdivo – je nach Krebsart – zwischen 1,8 und 15,6 Monaten. Kritiker monieren, dass die hohen Ausgaben in kaum einem Verhältnis zum Nutzen stünden.

Der Pharma-Branchenverband VfA argumentiert dagegen, dass in der Krebstherapie deutliche Fortschritte erzielt worden seien und Patienten heute länger überleben. Die Kosten für Krebsmedikamente würden deshalb steigen, weil auch die Zahl der Krebserkrankungen zunehme. Insgesamt seien die Kosten für alle Arzneimittel in den vergangenen Jahren im Schnitt lediglich um drei Prozent pro Jahr gestiegen. Jährlich erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen neu an Krebs.