Ministerpräsident Kretschmann mit AstraZeneca geimpft

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde haben am Freitag ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Verabreicht wurde das Vakzin des Herstellers AstraZeneca.

Ministerpräsident Kretschmann (72) erhielt am Freitag als erster Länderchef die Impfung gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle. Beide erhielten den zuletzt in die Schlagzeilen geratenen Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. „Ich habe da überhaupt keine Bedenken. Der Impfstoff ist wirksam und sicher“, so der 72-Jährige kurz vor der Impfung. „Es ist wirklich harmlos“, ergänzte der Ministerpräsident und nutzte die Impfung um für den umstrittenen Impfstoff zu werben.

red

Land nimmt Impfungen mit AstraZeneca ab sofort wieder auf

Es darf wieder geimpft werden: Baden-Württemberg hat die Impfzentren darüber informiert, dass Impfungen mit AstraZeneca ab Freitag, 19. März wieder aufgenommen werden sollen. Damit folgt das Land der neuen Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA.

Baden-Württemberg folgt der neuen Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über die Zulassung des Impfstoffs AstraZeneca und hat die Impfzentren des Landes darüber informiert, dass Impfungen mit AstraZeneca Freitag, 19. März wieder aufgenommen werden sollen. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagabend mit.

„Das gemeinsame Ziel des Landes und der Impfzentren ist es, möglichst viele Impfungen durchzuführen und einmal gebuchte Termine stattfinden zu lassen“, sagte Gesundheitsminister Lucha am Donnerstag in Stuttgart. Das Ministerium hat die Impfzentren deshalb darum gebeten, Termine, die ursprünglich im Zeitraum von Freitag, 19. März, bis einschließlich Montag, 22. März, gebucht waren, soweit möglich stattfinden zu lassen.

Bedingung ist, dass sowohl die Terminbestätigung als auch die Bescheinigungen über die aktuelle Impfberechtigung zum Termin mitgebracht werden. Termine, die in diesem Zeitraum durch eine Umbuchung auf einen anderen Impfstoff erhalten werden konnten, bleiben davon unberührt. Alle bereits gebuchten Termine mit AstraZeneca ab Dienstag, 23. März, finden wie geplant statt, teilt das Gesundheitsministerium mit.

red

Mehr als 17 000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Seit Montag (08.03.21) gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung, die abhängig vom Infektionsgeschehen auf Landkreisebene die stufenweise Öffnung vieler geschlossener Bereiche vorsieht. Und so sieht die Lage am Freitag 19.03. in Deutschland aus:

Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut insgesamt 17.482 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden binnen 24 Stunden weitere 226 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Im Vergleich zum vergangenen Freitag ist das ein Anstieg um rund 4.650 Fälle. Vor genau einer Woche waren 12.834 Neuinfektionen und 252 Todesfälle registriert worden. Gestern wurden 17.504 Fälle gemeldet. (Stand: 19.03.).

Der Höchstwert von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.629.750 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 74.358 Das sind 226 mehr als am Vortag. Rund 2.401.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 19.03.)

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) steigt laut RKI auf 95,6 (Vortag 90). In der Vorwoche am Freitag lag der Wert bei 72. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

red

Zecken-Alarm: Die fiesen Blutsauger kommen

Mit dem nahenden Frühling müssen Menschen in der Natur wieder verstärkt nach Zecken Ausschau halten. Diese kleinen Blutsauger gehören nämlich zu den gefährlichsten Tieren in Deutschland, da sie zahlreiche ernste Krankheiten übertragen können.

Deutlich seltener als Borreliose, aber von zunehmender Bedeutung und deshalb besonders bedrohlich ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die durch Viren ausgelöste Erkrankung ist nicht heilbar und kann zu schweren Symptomen an Gehirn und Rückenmark führen. Umso bedeutender ist das Impfen. Wer jetzt startet, kann rechtzeitig zur Outdoor-Saison die volle Schutzwirkung aufbauen.

Zecken kommen praktisch überall vor, wo ein paar Büsche wachsen, und sind ab einer Durchschnittstemperatur von 7 Grad Celsius aktiv. Zeit also, sich die kleinen Spinnentierchen beim Wandern oder im Garten mit langer Kleidung, festen Schuhen und einem Insektenschutzmittel vom Leib zu halten.

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen lässt es sich nicht immer verhindern, dass ein Tierchen auf die Haut krabbelt. Nach dem Aufenthalt im Grünen sollte man sich daher gründlich absuchen. Jedoch sind Zecken, die sich noch nicht mit Blut vollgesogen haben, winzig klein und werden leicht übersehen. Zudem bleibt nicht viel Zeit zum Herausziehen, denn FSME-Viren werden unmittelbar beim Stechen übertragen. Impfen ist daher die einzige Möglichkeit, sich zuverlässig vor der Erkrankung zu schützen.

Nicht alle Infizierten werden krank. Viele spüren nur grippeähnliche Symptome wie Kopf- oder Gliederschmerzen. Bei rund zehn Prozent der Betroffenen kommt es zu einer zweiten Erkrankungsphase, die meist mit einer Hirnhautentzündung einhergeht.

Vermehrt sich das Virus in Gehirn und Rückenmark, sind bleibende Schäden an Gehirn und Nerven möglich, etwa Lähmungen, Gedächtnisprobleme, Schluck- und Sprechstörungen. Aufgrund der Gefahr schwerwiegender Verläufe gehört die FSME zu den meldepflichtigen Krankheiten.

Aus den Daten erstellt das Robert Koch-Institut jedes Jahr eine aktuelle Karte mit den FSME-Risikogebieten, also den Kreisen, in denen sich Erkrankungsfälle häufen. Aktuell sind fünf Regionen neu hinzugekommen.

Ralf Loweg / glp,

Ohne Angst zum Arzt

In der Corona-Krise gehen viele Menschen mit einem mulmigen Gefühl zum Arzt. Die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus ist in vielen Wartezimmern allgegenwärtig. Deshalb kam es vor allem in den ersten Wochen der Pandemie zu einem deutlichen Rückgang der Patientenzahlen in den Arztpraxen.

„Zum einen hatten viele Patienten Angst vor einer Infektion. Zum anderen waren auch die Praxisteams verunsichert“, sagt Dr. Heribert Brück, Kardiologe und Pressesprecher des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). Inzwischen haben sich die Praxen auf die besondere Situation eingestellt – und das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ zeigt, was man als Patient beim Arztbesuch beachten sollte.

Die medizinischen Fachgesellschaften raten davon ab, aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus den dringend notwendigen Arztbesuch abzusagen. Patienten sollten ihre Behandlungs- und Vorsorgetermine möglichst wahrnehmen. Dies ist wichtig, damit Erkrankungen erkannt und optimal behandelt werden.

Hilfreich für die Praxisteams ist es, wenn die Patienten zu den organisierten Abläufen in der Praxis beitragen. Viele Praxen haben statt der offenen Sprechstunden Terminsprechstunden eingerichtet. Patienten sollten vorher anrufen und pünktlich etwa fünf Minuten vor dem Termin erscheinen.

Doch Vorsicht: Wer einen Arzttermin hat, aber plötzlich Erkältungssymptome verspürt, sollte vorher in der Praxis anrufen. Per Telefon werden die nächsten Schritte besprochen – etwa ob ein Coronatest nötig ist oder wie eine Behandlung dennoch stattfinden kann.

Selbstverständlich sollten sich Patienten auch beim Arztbesuch an die allseits bekannten Hygieneregeln halten: beim Betreten der Praxis die Hände desinfizieren, in die Ellenbeuge niesen, Abstand zu anderen wahren und einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

In vielen Bundesländern ist in Arztpraxen ein medizinischer Mundschutz Pflicht. Dazu zählen chirurgische Masken, KN95- und FFP2-Masken. Unbedingt sollten die aktuellen regionalen Bestimmungen beachtet werden. In Bayern beispielsweise ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht.

Ralf Loweg / glp

AstraZeneca-Impfstoff wieder freigegeben

Die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca sollen in Deutschland noch am Freitag wieder starten. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz in Berlin angekündigt. Die Europäische Arzneimittelagentur hatte nach dem Bekanntwerden mehrerer Fälle von seltenen Hirnvenen-Thrombosen empfohlen, weiter mit dem Vakzin zu impfen, aber das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen. „Es war richtig, die Impfung mit AstraZeneca vorsorglich auszusetzen, bis die auffällige Häufung der Fälle dieser sehr seltenen Thrombosen-Art analysiert worden ist“, sagte Spahn. „Ärztinnen und Ärzte müssen Bescheid wissen, damit sie die Impfwilligen aufklären können.“ Und Bürgerinnen und Bürger müssten darauf vertrauen können, transparent informiert zu werden.

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts Prof. Klaus Cichutek erklärte, dass das Risiko-Nutzen-Profil des Impfstoffs von AstraZeneca der EMA zufolge weiterhin günstig sei. Bei Frauen unter 55 Jahren seien allerdings mehr Fälle von Thrombosen mit Thrombozytopenie – in manchen Fällen mit tödlichem Ausgang – im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung berichtet worden als normalerweise zu erwarten wären. Es handle sich aber um sehr wenige Fälle, sagte Cichutek. Und: „Es ist unklar, ob diese Events ursächlich mit dem Impfstoff in Zusammenhang zu bringen sind.“ Das zuständige Gremium der EMA PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee) hat empfohlen, einen entsprechenden Hinweis in den Beipackzettel aufzunehmen. In Deutschland gibt es bis jetzt 13 bekanntgewordene Fälle von Sinusvenenthrombosen – davon zwölf bei Frauen unter 55 Jahren, von denen zwei tödlich verlaufen seien. Einen Fall habe es bei einem Mann gegeben, ebenfalls mit tödlichem Ausgang.

Ärztinnen und Ärzte sollten auf Anzeichen einer solchen Sinusvenenthrombose achten und ihre Patientinnen und Patienten darauf hinweisen. Impflinge sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Produktinformation für den Impfstoff werde nun dementsprechend angepasst.

red

 

Ab Montag: Maskenpflicht an Grundschulen und Wechselunterricht für 5. und 6. Klasse

Baden-Württemberg führt wegen steigender Infektionszahlen die Maskenpflicht an Grundschulen ein: Ab Montag gilt auch an den Grundschulen eine Maskenpflicht für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Die 5. und 6. Klassen können zur Umsetzung der Abstandsregel auf Wechselunterreicht umsteigen.

Angesicht der aktuellen Corona-Entwicklung müssen ab kommenden Montag Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler an Grundschulen medizinische Masken tragen. Dieser Schritt sei notwendig, gab die Landesregierung am Donnerstag bekannt.

Die Maskenpflicht gilt im und außerhalb des Unterrichts. In einer Übergangsphase können die Schülerinnen und Schüler auch Alltagsmasken tragen, wenn kurzfristig keine medizinischen Masken für Kinder beschafft werden können. Auch an weiterführenden Schulen müssen ab Montag medizinische Masken getragen werden. Weiterhin soll den weiterführenden Schulen zur Umsetzung der Abstandsregeln ermöglicht werden, Wechselunterricht zu wählen. Dies gilt auch für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

red

Quelle: Landesregierung Baden-Württemberg

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter

Seit Montag (08.03.21) gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung, die abhängig vom Infektionsgeschehen auf Landkreisebene die stufenweise Öffnung vieler geschlossener Bereiche vorsieht. Und so sieht die Lage am Donnerstag 18.03. in Deutschland aus:

Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut insgesamt 17.504 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden binnen 24 Stunden weitere 227 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Im Vergleich zum vergangenen Donnerstag ist das ein Anstieg um rund 3.150 Fälle. Das RKI weist daraufhin, dass Zahlen aus Hamburg noch fehlen und dass daher die Zahlen noch höher ausfallen werden. Vor genau einer Woche waren 14.356 Neuinfektionen und 321 Todesfälle registriert worden. Gestern wurden 13.435 Fälle gemeldet. (Stand: 18.03.).

Der Höchstwert von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.612.268 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 74.132 Das sind 227 mehr als am Vortag. Rund 2.383.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 18.03.)

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) steigt laut RKI auf 90 (Vortag 86,2). In der Vorwoche am Donnerstag lag der Wert bei 69. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

red

Das denken die Deutschen wirklich über Corona-Schnelltests

Ein zügiges Impfen und Schnelltests gelten als Schlüssel für den Weg aus der Corona-Krise. Um die Ausbreitung der gefährlichen Coronaviren zu stoppen, sind Schnelltests nun auch im Einzelhandel verfügbar, etwa in Supermärkten und Apotheken.

Die Corona-Schnelltests sollen in etwa 15 bis 20 Minuten anzeigen, ob man infektiös ist. In der deutschen Bevölkerung stößt diese Maßnahme auf eine breite Zustimmung. Die Mehrheit der Deutschen kann sich einer aktuellen Appinio-Umfrage zufolge vorstellen, für jede Aktivität einen Corona-Schnelltest aus dem Einzelhandel zu nutzen.

Die am häufigsten in Betracht gezogene Gelegenheit für einen Test aus dem Supermarkt oder der Apotheke sind Treffen mit Freunden und Familie, die zur Risikogruppe gehören. Zu diesem Zweck würden 62 Prozent der Deutschen einen Schnelltest nutzen. Mit 71 Prozent würden die 25- bis 34-Jährigen etwas häufiger zu den Schnelltests aus dem Einzelhandel greifen als beispielsweise die 55- bis 65-Jährigen (61 Prozent).

Ebenfalls würden 60 Prozent der Befragten für einen Restaurant- oder Barbesuch zum Selbsttest aus dem Einzelhandel greifen. Weitere Einsatzgebiete für diese Schnelltests wären anstehende Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel der Besuch von Museen (57 Prozent), Treffen mit Freunden und Familienmitgliedern, die nicht zur Risikogruppe gehören (56 Prozent), der Besuch von Schwimmbädern und Saunen (55 Prozent), öffentliche Partys und Club-Besuche (52 Prozent) sowie private Partys (52 Prozent).

Jeder dritte Deutsche hat sogar schon konkrete Kaufabsichten: So geben 33 Prozent der Befragten an, noch in diesem Monat einen Schnelltest aus dem Einzelhandel kaufen zu wollen. Etwas weniger als jeder Zweite (46 Prozent) will sich noch in diesem Monat in einem Testcenter, in einer Apotheke oder in einer Arztpraxis testen lassen.

Kürzlich hatten auch diverse Einzelhändler angekündigt, selbst Corona-Testzentren aufzubauen, in denen sich Bundesbürger kostenlos auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen können. 81 Prozent der Befragten bewerten dieses Vorhaben als (sehr) positiv. Allerdings wissen nur 58 Prozent der Deutschen, dass die Kosten dafür der Staat trägt. 13 Prozent glauben, dass der Einzelhändler für die Kosten aufkommt.

Ralf Loweg / glp

Die Mängel der Medikamente

Medikamente erleichtern vielen Patienten das Leben. Doch nicht immer läuft alles glatt. Nebenwirkungen und sonstige Mängel sorgen für Ärger und negative Schlagzeilen. Deshalb sind die Rückmeldungen aus den Apotheken bei diesem Thema besonders wichtig.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) erhielt im Jahr 2020 rund 8.700 sogenannte „Spontanberichte“ aus etwa 4.600 Apotheken. 97 Prozent dieser Berichte betrafen Arzneimittel.

„Die Apotheken leisteten einen bedeutsamen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit und damit für die Patientensicherheit, auch unter den einschneidenden Bedingungen der Pandemie,“ sagte Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK.

Zu den Qualitätsmängeln bei Arzneimitteln gingen mehr als 6.300 Verdachtsmeldungen ein, vor allem Verpackungsfehler, galenische Mängel und mechanische Defekte. Von den insgesamt 2.371 Berichten zu Arzneimittelnebenwirkungen wiesen rund 800 aufgrund ihrer Klassifikation der Art oder Schwere eine Eilbedürftigkeit zur Weiterleitung an die zuständige Bundesoberbehörde auf.

Insgesamt machten die Nebenwirkungsmeldungen rund 27 Prozent aller Berichte an die AMK aus. Etwa sechs Prozent der Nebenwirkungsmeldungen wurden im Zusammenhang mit einer Arzneimittelsubstitution gemeldet, also dem Austausch des verordneten Arzneimittels zum Beispiel durch ein Rabattarzneimittel der entsprechenden Krankenkasse.

Hintergrund: Die AMK nimmt nicht nur Meldungen aus Apotheken entgegen, sondern informiert diese zudem über Arzneimittelrisiken und Maßnahmen zur Risikoabwehr.

Ralf Loweg / gap