Coronavirus: 33-Jähriger wurde von Kollegin angesteckt

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Dienstag bei einer Pressekonferenz in München über den ersten Fall einer Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Die Ministerin betonte: „Wir nehmen die Lage sehr ernst. Bayern ist aber gut vorbereitet. So haben wir bereits seit Jahren eine Spezialeinheit für solche Fälle – die ‚Task Force Infektiologie‘ am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Diese Spezialeinheit ist jederzeit einsatzbereit. Zusätzlich haben wir bereits in der vergangenen Woche einen speziellen Arbeitsstab im Ministerium gebildet. Mit dem Robert Koch-Institut und dem Bund sind wir bereits seit längerem intensiv im Austausch.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Es gibt auch Alarmpläne, die jetzt angewendet worden sind. Genau geregelt sind zum Beispiel der Ablauf der Meldewege im Krankheitsverdachtsfall und die Ermittlung von Kontaktpersonen. Derzeit läuft die Ermittlung der Kontaktpersonen auf Hochtouren.“

LGL-Präsident Dr. Andreas Zapf berichtete bei der Pressekonferenz: „Bei dem Patienten handelt es sich um einen 33-Jährigen, der bei einer Firma im Landkreis Starnberg arbeitet und im Landkreis Landsberg wohnt. Der Mann befindet sich aktuell in einem klinisch guten Zustand. Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert in der München Klinik Schwabing.“

Der LGL-Präsident fügte hinzu: „Der Patient hat sich offensichtlich in Deutschland am 21. Januar während einer Fortbildungs-veranstaltung bei einer chinesischen Kollegin angesteckt. Diese Kollegin ist am 23. Januar nach China zurückgeflogen. Am 27. Januar wurde das Gesundheitsamt von der Firma von der Erkrankung der Frau aus China unterrichtet. Nach der Informierung der Mitarbeiter der Firma berichtete der 33-Jährige von Krankheitssymptomen. Ein Test beim Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München ergab am Montagabend, dass der Befund positiv ist. Die ‚Task Force Infektiologie‘ hat sofort nach dem Auftreten des Verdachts alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Aktuell gehört dazu unter anderem die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen.“

Dr. Martin Hoch, Leiter der „Task Force Infektiologie“ am LGL, ergänzte: „Die Ansteckungsgefahr bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (nCoV) ist wissenschaftlich noch nicht konkret erforscht worden. Nach Einschätzung der ‚Task Force Infektiologie‘ ist das Infektionsrisiko für die Bevölkerung durch dieses Virus nach derzeitigem Kenntnisstand gering. Gleichwohl wird zu den üblichen Vorsichtsmaßnahmen geraten – etwa zu einem gründlichen Händewaschen nach einer Fahrt mit dem Bus oder der U-Bahn.“

Coronavirus ist in Deutschland angekommen – Erster Fall in Bayern

Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Darauf hat am späten Montagabend ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums in München hingewiesen.

Der Patient befindet sich nach Angaben der „Task Force Infektiologie“ des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand. Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert. Die engen Kontaktpersonen werden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der „Task Force Infektiologie“ des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet.

Das bayerische Gesundheitsministerium und das LGL haben für heute Vormittag eine Pressekonferenz einberufen, in der weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden.

Schulranzen: Darauf kommt es beim Kauf an

Das Thema Einschulung wird bereits ein halbes Jahr vorher aktuell. Denn die große Frage für die Eltern lautet: Welcher Schulranzen ist der richtige? Das Informations- und Produktangebot ist riesig und oft verwirrend, Verunsicherung macht sich deshalb breit. Die Aktion Gesunder Rücken e. V. erklärt, worauf es wirklich ankommt.

Grundsätzlich gilt: Um den Kinderrücken gut zu unterstützen, ist eine rutschfeste, atmungsaktive und ergonomische Konturierung des Rückenteils wichtig. Ebenso hilfreich sind gut gepolsterte Tragegurte, um das Gewicht der Schultasche optimal auf den Schultern zu verteilen. Eine leichte S-Form der Gurte spart den Nackenbereich aus und verhindert so Druckstellen. Am besten sind sie rund 4 cm breit und bestehen ebenfalls aus rutschfestem Material. Sinnvoll ist auch ein Brustgurt, der den Ranzen/Rucksack optimal am Körper fixiert und ein Verrutschen der Träger verhindert.

Eine ebenfalls oft gestellte Frage: Schulranzen oder Schulrucksack? Gute Schulrucksäcke stehen einem guten Ranzen in nichts nach. Aus diesem Grund gibt es bereits für Schulanfänger spezielle Schulrucksäcke, die allen ergonomischen Anforderungen gerecht werden. Wichtig beim Schulrucksack: Er muss einen (abnehmbaren) und weich gepolsterten Becken-/Hüftgurt besitzen. Dieser sorgt dafür, dass das Gewicht optimal von den Schultern auf den hinteren, oberen Beckenkamm verlagert wird.

Was ist mit einer Überlastung des Kinderrückens? Die Kid-Check Studie der Universität des Saarlandes zeigte, dass gesunde Kinder ein Tragegewicht von bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts problemlos schultern können. Denn ein angemessenes Gewicht übt einen wichtigen Trainingsreiz auf die sich entwickelnden Muskeln und Knochen aus.

Beim Einstellen des Ranzens kommt es darauf an, dass er nah an den Schulterblättern und nicht zu hoch oder zu tief am Rücken sitzt. Eine leicht handhabbare Rückenlängenanpassung macht es möglich die Höhe des Schulrucksacks individuell über eine Größenskalierung einzustellen. Eine sinnvolle Fächeraufteilung sorgt zudem dafür, dass schwere Gegenstände nah am Rücken platziert werden können – so wird die Wirbelsäule nicht zu stark belastet. Zusätzlicher Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur das Nötigste in die Schultasche packt.

Ebenfalls wichtig: Vor dem Kauf ist es unbedingt nötig, unterschiedliche Schulranzen auszuprobieren, anzupassen und zu testen.

Ralf Loweg

Die Angst vor Schadstoffen in Lebensmitteln

Viele Deutsche haben Angst vor Rückständen und Schafstoffen in Lebensmitteln. Das geht aus einer aktuellen Studie der R+V Versicherung hervor. Eine Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ergibt, dass 50 Prozent der Konsumenten der Meinung sind, dass der Staat konkrete Maßnahmen wie Verbote und Beschränkungen ergreifen sollte, um die Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.

Doch die regelmäßigen behördlichen Untersuchungen zeigen jedes Jahr aufs Neue, dass die Angst unbegründet ist. Dabei bestätigen die positiven Ergebnisse der seit 1989 regelmäßig durchgeführten Untersuchungen, dass Lebensmittel tierischen Ursprungsohne Sorgen verzehrt werden können. Die Belastungen mit unerwünschten Stoffen bei Fleisch, Milch, Eiern oder Honig tendieren konstant gegen Null.

Regelmäßig untersucht werden darüber hinaus Rückstände von Tierarzneimitteln. Nachweise oberhalb festgelegter Rückstandshöchstmengen (maximum residue limit, MRL) liegen hier unverändert niedrig, überwiegend sogar im Promillebereich, heißt es dazu. MRLs setzen sich zusammen aus zwei Werten: erstens aus der Dosis ohne beobachtete schädliche Wirkung und zweitens aus der zulässigen täglichen Aufnahmemenge.

Aufgrund der eingebauten Sicherheitsfaktoren bei der Bestimmung der Rückstandhöchstmenge kann sich abhängig vom Wirkstoff ergeben, dass ein Mensch ein Leben lang jeden Tag rund 45 kg Muskelfleisch, das heißt um die 160 Schnitzel oder über hundert Liter Milch, ja bis zu 7.500 Liter Milch trinken müsste, um überhaupt an relevante Rückstandsgehalte heranzukommen.

Ralf Loweg

Kommt das Coronavirus jetzt nach Deutschland?

In China steigt die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen: Etwa 830 Fälle sind gemeldet, mindestens 26 Patienten sind an der Lungenkrankheit gestorben. Infektionen werden auch aus sechs anderen Staaten gemeldet. In Europa ist bisher kein Fall bekannt.

Für Deutschland hat Gesundheitsminister Jens Spahn einen besonnenen Umgang mit der Krankheit angemahnt. „Wir nehmen das sehr ernst, wir sind wachsam, aber gleichzeitig auch mit kühlem Kopf“, sagte Spahn in den ARD-Tagesthemen. „Wir stehen im täglichen Austausch mit Experten.“

Anders als bei der SARS-Epidemie, der vor 17 Jahren in China Hunderte Menschen zum Opfer fielen, funktioniere der Austausch der internationalen Gemeinschaft. Und auch China gehe transparenter mit der Lage um als vor einigen Jahren. Daher könne man sich besser darauf vorbereiten.

Spahn meinte, es sei wichtig, die Krankheit einzuordnen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Grippe, an der in Deutschland jedes Jahr bis zu 20.000 Menschen sterben. „Auch das ist eben ein Risiko, das wir jeden Tag haben.“ Bei der neuen Lungenkrankheit sei das Infektionsgeschehen im Vergleich dazu milder.

Das Coronavirus ist wie das Grippevirus von Mensch zu Mensch übertragbar. Auch die Symptome wie Husten, Kopfschmerz und hohes Fieber sind grippeähnlich. Mediziner können testen, ob es sich um eine Influenza handelt oder um einen anderen Erreger.

Ralf Loweg

Daran erkennen Sie Demenz

Demenz ist für alle Betroffenen eine Schock-Diagnose. Eine Früherkennung kann helfen. Doch woran erkennt man, ob ein Angehöriger oder Bekannter an Demenz erkrankt ist?

Eines der ersten Anzeichen für eine demenzielle Erkrankung ist eine Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses. Es werden zum Beispiel wichtige Termine versäumt, viele Erinnerungszettel geschrieben oder nach dem Verlassen der Haustür direkt vergessen, was der Grund des Aufbruchs war. Häufig werden auch immer wieder die gleichen Dinge erzählt oder Fragen gestellt, die bereits beantwortet wurden, teilt die deutsche Alzheimer-Gesellschaft mit.

Halluzinationen machen sich zu Beginn dadurch bemerkbar, dass Bilder aus der Vergangenheit sich mit dem aktuellen Geschehen vermischen. „Erkrankte glauben, im Pfleger den eigenen Vater oder im Pflegeheimzimmer die frühere Wohnung zu erkennen“, erklärt Sabrina Cali, Leiterin der Pflegeberatung beim Verband Pflegehilfe.

Wenn alltägliche Aufgaben, die bisher problemlos funktioniert haben, zur unüberwindbaren Hürde werden, deutet das meist auf eine Demenzerkrankung hin. Beim Kochen wird das Salzen der Suppe vergessen, Tee mit kaltem Wasser übergossen, die Herdplatte wird nicht ausgeschaltet und das Einkaufen zur Herausforderung.

Viele Betroffene merken schon zu Beginn, dass Ihre Leistungsfähigkeit abnimmt. Aus Scham oder Angst vor dem Umzug in eine Pflegeeinrichtung versuchen sie das zu verbergen und ziehen sich zurück. Dabei werden unter einem Vorwand oft Termine abgesagt oder Angehörige gebeten, den Einkauf zu erledigen.

Auch die zeitliche und räumliche Orientierung ist bei Demenzpatienten deutlich eingeschränkt: Das Zurechtfinden in gewohnter Umgebung wird immer schwieriger, vertraute Wege (Heimweg, Supermarkt, Bäcker etc.) werden vergessen. „Auch das Erinnern an den aktuellen Wochentag oder vereinbarte Termine fällt zunehmend schwerer.“, so Frau Cali.

Ist Ihr normalerweise freundlicher Angehöriger plötzlich leicht reizbar bis streitsüchtig? Reagiert er auf Situationen sehr direkt und vermeintlich überzogen? Ist er ohne erkennbaren Grund sehr müde, ängstlich oder weinerlich? Gefühle können bei einer Demenz nur sehr schwer kontrolliert werden. Auch das Urteilsvermögen nimmt sukzessive ab: So wird beispielsweise Winterkleidung im Sommer getragen oder Fremde werden ins Haus gelassen.

Ein weiteres Symptom sind auftretende sprachliche Schwierigkeiten. Worte werden vertauscht oder entfallen ganz oder es werden falsche Füllwörter verwendet. Auch ein ungepflegtes Erscheinungsbild einer sonst hygienischen Person sollte Sie aufmerksam werden lassen. Das kann entweder bedeuten, dass die Körperpflege einfach vergessen wurde oder aber, dass eine (durch die Demenz bedingte) Depression vorliegt.

Ralf Loweg

Arzt-Rechnung an Arbeitgeber: Ist das erlaubt?

Ein Arzt darf seine Rechnung nicht über den Arbeitgeber an den Patienten versenden. Dieser Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht rechtfertigt ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.200 Euro. Die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 5. Dezember 2019 (AZ: 8 U 164/19).

Im konkreten Fall behandelte der Arzt im Kosmetikstudio seiner Ehefrau eine Patientin mit zwei Botoxspritzen. Die Frau bezahlte die Rechnung nicht vollständig. Sie beanstandete, dass kein anhaltender Effekt eingetreten sei. Die dritte Mahnung sendete der Arzt per Fax über den Arbeitgeber der Patientin an sie. Die Frau verlangte ein Schmerzensgeld in Höhe von 15.000 Euro.

Das Gericht sprach ihr ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.200 Euro zu. Bei der Bemessung komme es allein auf die Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht an. Eine Mitarbeiterin des Arbeitgebers habe die Mahnung erhalten. Damit seien Daten, die der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen, anderen zugänglich gewesen. Dass die Rechnung von einem Kosmetikstudio gekommen sei, ändere daran nichts.

Letztlich gehe es um eine ärztliche Behandlung. Dieser Umstand sei mit dem Schmerzensgeld in Höhe von 1.200 Euro angemessen berücksichtigt. Die Frau müsse auch nicht den restlichen Betrag der Behandlung bezahlen, da diese in einem Kosmetikstudio rechtswidrig gewesen sei.

Ralf Loweg

Brennen in der Brust: Das hilft gegen Sodbrennen

ach fettigen oder zuckerhaltigen Mahlzeiten kann es schnell passieren: Es kommt zu Sodbrennen. Die sogenannte Refluxkrankheit macht sich mit Beschwerden wie Brennen in der Brust und saurem Aufstoßen bemerkbar.

Was sind die Ursachen?

Bei Sodbrennen steigt saurer Magensaft die Speiseröhre hinauf. Dies zu verhindern, ist normalerweise die Aufgabe des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen. Ist diese Funktion gestört, zum Beispiel durch das Erschlaffen des Muskels, kann der saure Brei in die Speiseröhre gelangen und die Schleimhaut reizen. Eine mögliche Ursache sind üppige Mahlzeiten. Dadurch wird der Magen stark gedehnt, der Schließmuskel kurzzeitig gelockert. Auch Übergewicht kann zu Sodbrennen führen, wenn das zusätzliche Gewicht Druck auf den Magen ausübt. Weitere mögliche Auslöser sind Alkohol, Nikotin oder Stress.

Wann zum Arzt?

Bei vielen Betroffenen kommt Sodbrennen nur hin und wieder vor und bietet keinen Grund zur Sorge. Wer regelmäßig unter der Refluxkrankheit leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn ist die Schleimhaut der Speiseröhre dauerhaft durch den sauren Rückfluss gereizt, können Entzündungen und Geschwüre die Folge sein. Im schlimmsten Fall können sich Zellen in der Wand der Speiseröhre krankhaft verändern – ein bösartiger Tumor entsteht.

Erste Hilfe

Zur Akutbehandlung von unkompliziertem Sodbrennen können kurzzeitig Carbonate als Säurebinder eingesetzt werden. Die Mineralstoffsalze neutralisieren die Magensäure und lindern so die Beschwerden. Häufig angewendete Säurebinder sind Carbonate von Magnesium, Calcium, Kalium oder Natrium. Die einzelnen Wirkstoffe sind als Einzel- oder Kombinationspräparat erhältlich. Infos unter: www.vitamindoctor.com/Sodbrennen

So können Sie vorbeugen

Potenzielle Helfer gegen Sodbrennen könnten auch Omega-3-Fettsäuren sein. Sie reduzieren entzündliche Prozesse im Körper. Wissenschaftler vermuten, dass Omega-3-Fettsäuren sogar die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs hemmen können. Daran wird derzeit intensiv geforscht. Zur langfristigen Beruhigung entzündeter Schleimhäute kann man sich die Wirkung von Kamille und Melisse zunutze machen. Beide werden als traditionelle Heilpflanzen zur Linderung von verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden angewendet.

Außerdem wichtig: Nehmen Sie abends keine schweren Mahlzeiten zu sich. Außerdem sollten Sie tagsüber ausreichend trinken, am besten stilles Wasser. Aufsteigender Magensaft kann so verdünnt und heruntergespült werden. Auf Alkohol und Zigaretten sollten Patienten generell verzichten, da der Konsum die Produktion der Magensäure anregt.

Rudolf Huber

Tödliches Virus breitet sich weiter aus

Das Corona-Virus breitet sich weiter aus. Die chinesischen Behörden melden inzwischen mehr als 200 Fälle. In vier weiteren Ländern gibt es Fälle. Unklar ist noch immer, wo das Virus her kommt und wie es sich verbreitet.

Der Großteil der Infektionen konzentrierte sich mit 198 Fällen weiter auf die Elf-Millionen-Metropole Wuhan. Von den Patienten dort seien 35 schwer erkrankt, neun in einem kritischen Zustand, berichteten die Gesundheitsbehörden. Bisher wurden drei Todesfälle bestätigt.

Inzwischen gibt es vier Fälle im Ausland, bei denen das neuartige Virus nachgewiesen wurde: Je einer in Südkorea und Japan und sowie zwei in Thailand. Die Patienten leiden unter Fieber, Atemproblemen und anderen Symptomen. Alle vier waren vorher in Wuhan.

Allerdings haben zumindest drei von ihnen nicht den Fischmarkt besucht, wo das Virus seinen Ursprung haben soll. Das lässt Gesundheitsexperten davon ausgehen, dass auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist. Nachgewiesen wurde das nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO allerdings noch nicht.

Ralf Loweg

Verbesserungen im Gesundheitswesen? Das ändert sich 2020

Pünktlich zu Jahresbeginn sind neue Gesetzesänderungen auf Bundesebene in Kraft getreten. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) stellt drei bedeutsame Neuerungen im Bereich Medizin vor und informiert über die Auswirkungen für Patienten.

Implantateregister für mehr Transparenz

Künftig soll ein zentral angelegtes Implantateregister für mehr Transparenz hinsichtlich Qualität und Haltbarkeit der Produkte wie beispielsweise künstliche Kniegelenke sorgen. „Es ist ein wichtiger Schritt für mehr Patientensicherheit, da beispielsweise bei Problemen mit Implantaten schneller informiert werden kann“, sagt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der UPD. Die Hersteller sind verpflichtet, ihre Produkte in der beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information errichteten Datenbank zu registrieren. Erfasst werden darüber hinaus auch alle Implantationen.

Fettabsaugung bei schwerem Lipödem wird Kassenleistung

Patientinnen, die unter einem schweren Lipödem leiden, können sich zu einer sogenannten Liposuktion (Fettabsaugung) entschließen. Bisher gehörte dies nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. „Seit dem 1. Januar 2020 können sich Patientinnen auf Kosten ihrer Krankenkasse einer Liposuktion unterziehen, wenn sie an einem Lipödem des Stadiums III leiden und konservative Therapien wie Lymphdrainage, Kompression und Bewegungstherapie nach sechs Monaten keine Linderung der Beschwerden gebracht haben“, erklärt Schenkel. Stadium III ist die schwerste Form der Erkrankung und geht mit überhängendem Gewebe an Armen und Beinen sowie starken Schmerzen einher. Die Regelung gilt vorerst nur bis Ende 2024. Bis dahin werden Ergebnisse einer Erprobungsstudie zur Liposuktion bei Lipödem erwartet, die eine zuverlässige Beurteilung von Nutzen und Schaden der Methode liefern soll.

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird neu strukturiert

Wie die Darmkrebsfrüherkennung ist nun auch die Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs neu strukturiert worden. Im Rahmen eines Früherkennungsprogramms werden gesetzlich versicherte Frauen im Alter zwischen 20 und 65 alle fünf Jahre an die Vorsorgeuntersuchung erinnert und über Nutzen und Risiken informiert. „Frauen können somit in Ruhe Vor- und Nachteile der Teilnahme am Früherkennungsprogramm abwägen“, betont Schenkel. „Als zusätzliche neutrale Informations- und Beratungsmöglichkeit steht ihnen das kostenlose Angebot der Unabhängigen Patientenberatung zur Verfügung – sowohl bei medizinischen also auch bei rechtlichen Fragen.“ 20- bis 34-jährige Patientinnen können sich auf Kosten der Krankenkasse einmal im Jahr einem PAP-Abstrich unterziehen. Ab einem Alter von 35 ist die Vorsorgeuntersuchung künftig alle drei Jahre vorgesehen und mit einem HPV-Test kombiniert. Eine obere Altersgrenze für die Früherkennung gibt es nicht. Unabhängig von der Teilnahme am Früherkennungsprogramm haben alle Patientinnen weiterhin einmal pro Jahr Anspruch auf eine frauenärztliche Untersuchung.

Sie haben weitere Fragen oder möchten mehr zu gesundheitlichen beziehungsweise gesundheits- und sozialrechtlichen Themen wissen? Das Team der UPD beantwortet Ihre Fragen gern. Sie erreichen die UPD an 80 Stunden in der Woche kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 011 77 22 (montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr). Weitere Informationen unter: www.patientenberatung.de.

Rudolf Huber