So bewerten Mitarbeiter „ihre“ Klinik

Seit fast einem Jahr stehen medizinische Fachkräfte bei der Bekämpfung des Coronavirus an vorderster Front. Doch wie zufrieden sind Mitarbeitende von Deutschlands Top 20 Universitätskliniken mit ihren Arbeitsbedingungen? Studierende des Masterstudiengangs International Health Management an der Berlin School of Business and Innovation (BSBI) analysierten über 2.200 Online-Bewertungen auf den Plattformen Kununu und Glassdoor.

Gewinner des Kununu-Rankings ist das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: Mitarbeitende verleihen ihrem Arbeitgeber überdurchschnittliche 3,6 Sterne, besonders gut schneiden die Themen Karriere und Gehalt und Arbeitsumgebung ab. Die Universitätskliniken in Heidelberg, Dresden sowie in Köln gehören bei den Angestellten ebenfalls zu den am besten bewerteten Arbeitgebern (je 3,5 Sterne). Auf dem dritten Platz rangiert das Universitätsklinikum Würzburg (3,4 Sterne).

Lediglich 2,3 Sterne erhielt wiederum die Uniklinik Bonn, die niedrigste Bewertung des Rankings. Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, sowie das Universitätsklinikum Ulm erreichen bei ihren Mitarbeitenden eine Bewertung von je 2,6 Sternen. Etwas großzügiger fällt die Gesamtnote für die Universitätsmedizin Mainz (2,7 Sterne) aus.

Die Berliner Charité sowie die Uniklinik Köln schneiden auf der internationalen Plattform Glassdoor am besten ab und teilen sich mit jeweils vier Sternen den ersten Rang. Den zweiten Platz erhalten die Universitätskliniken Dresden, Leipzig, Tübingen sowie Hamburg-Eppendorf (je 3,9 Sterne). Weitere vier Kliniken, darunter das Universitätsklinikum Freiburg, das Universitätsklinikum Würzburg, das Universitätsklinikum Bonn und das Universitätsklinikum Erlangen folgen mit jeweils 3,8 Sternen.

Wie auch auf Kununu erhielt das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München unterdurchschnittliche Bewertungen (Gesamtnote: 2,8 Sterne). Das Klinikum der LMU München sowie die Medizinische Hochschule Hannover schneiden mit je 3,4 Sternen deutlich besser ab, ebenso wie die Universitätskliniken in Frankfurt, Essen und Ulm mit je 3,5 Sternen.

Rudolf Huber / glp

Dezember-Zahlen: So viele Todesfälle wie zuletzt 1969

WIESBADEN – Im Dezember 2020 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 106 607 Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilt, waren das 29 % beziehungsweise 24 038 Menschen mehr als in den Jahren 2016 bis 2019 durchschnittlich im Dezember verstorben waren. Im November 2020 lagen die Sterbefallzahlen nach aktuellem Stand 12 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen für das Jahr 2020 hervor. Mehr als 100 000 Sterbefälle in einem Dezember gab es zuletzt im Jahr 1969. Damals waren die Sterbefallzahlen im Zuge der Hong-Kong-Grippe erhöht und es wurden 109 134 Sterbefälle gezählt. Beim Robert Koch-Institut wurden für Dezember 2020 insgesamt 20 043 Todesfälle von Personen gemeldet, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren.

Sterbefälle in Sachsen im Dezember mehr als verdoppelt 

Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen. Schon im November waren die Sterbefallzahlen hier deutlich erhöht (+39 %). Im Dezember hat sich die Zahl der Sterbefälle bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre mehr als verdoppelt (+103 % oder 4 999 Fälle). In Brandenburg (+48 % oder 1 353 Fälle), Thüringen (+42 % oder 1 085 Fälle), Bayern (+33 % oder 3 927 Fälle), Hessen (+33 % oder 1 912 Fälle) und Sachsen-Anhalt (+32 % oder 918 Fälle) lag die Zahl der Sterbefälle im Dezember 2020 ebenfalls mindestens 30 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Schwache Grippewelle, Sommerhitze und Corona-Wellen prägen den Jahresverlauf 

Der Jahresverlauf der Sterbefallzahlen war im Jahr 2020 durch verschiedene Sonderentwicklungen geprägt. In den ersten drei Monaten des Jahres lagen die Sterbefallzahlen unter dem Durchschnitt der vier Vorjahre. In der typischen Grippezeit am Jahresanfang waren die Sterbefallzahlen nicht so stark angestiegen wie in den Jahren 2017 oder 2018, als die Auswirkungen der Grippewellen vergleichsweise deutlich waren. Im gesamten April lag die Zahl der Gestorbenen dann 10 % über dem Durchschnitt der Vorjahre. Gleichzeitig war ein Anstieg der COVID-19-Todesfälle zu beobachten. Als diese zurückgingen, bewegten sich ab Mai auch die Sterbefallzahlen etwa auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre. Im August waren sie wieder erhöht. Dieser Effekt tritt im Sommer häufig auf und ging auch in diesem Jahr offenbar auf eine Hitzeperiode zurück. Auch im September waren die Zahlen noch leicht erhöht. Die Differenz der Sterbefallzahlen zum Durchschnitt der Vorjahre ist dann ab Mitte Oktober erneut angewachsen. Die Zahl der Todesfälle von Personen, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren, stieg zeitgleich an.

red

RKI: Weniger Neuinfektionen auch am Freitag – Tendenz weiter sinkend

Die Lage in Deutschland am Freitag 29. Januar:

Die Gesundheitsämter registrierten auch am Freitag erneut weniger Neuinfektionen: Das RKI verzeichnet im Vergleich zur Vorwoche wieder weniger Neuinfektionen und einen leichten Rückgang bei den Todesfällen. Binnen 24 Stunden wurden weitere 839 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Außerdem wurden +14.022 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Freitag waren 17.862 Corona-Neuinfektionen und 859 Todesfälle gemeldet worden. Gestern waren es 17.553 Corona-Fälle. (Stand: 29.01. – 08.40 Uhr)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.192.850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 55.752. Das sind 839 mehr als am Vortag. Rund 1.898.900 (+15.200) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 29.01.)

Sieben-Tage-Inzidenz fällt erstmals seit 3 Monaten unter den Wert von 100

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeld eten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 94,4. (Vortag: 98,1). Das ist der niedrigste Wert seit Ende Oktober. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

red

Das Fieber sollte seine Arbeit machen

Fieber wird oft und gerne missverstanden. Denn wenn man welches hat, bedeutet es, dass das Immunsystem gerade damit beschäftigt ist, einen Infekt zu bekämpfen. Oder anders gesagt: „Fieber ist ein Symptom, keine Krankheit“, erklärt Dr. Dorit Maoz, Hausärztin in einer Praxisgemeinschaft in München, im „HausArzt-Patientenmagazin“. Sie rät, sich zu fragen, was das Fieber ausgelöst hat und es nicht sofort senken zu wollen. Denn: „Dann fühlen sich die Menschen fitter, als sie eigentlich sind, und geben ihrem Körper unter Umständen nicht die Möglichkeit, das Fieber seine Arbeit machen zu lassen.“ Dazu gehört es, Bettruhe einzuhalten, viel zu trinken, zu schwitzen und sich auszuruhen.

Für einen gesunden Erwachsenen ist Fieber kein Problem. Eine Körpertemperatur zwischen 38 und 39 Grad Celsius ist laut Hausärztin Maoz akzeptabel. Wadenwickel sind ein gutes Hausmittel, um Fieber zu behandeln und wesentlich besser als sofort zu Paracetamol oder Ibuprofen zu greifen. Wichtig: Kein kaltes Wasser verwenden, sondern lauwarmes, das etwa zwei bis drei Grad kühler ist als die Körpertemperatur. „Dabei sollten die Füße in dicken Socken stecken oder mit einer lauwarmen Wärmflasche gewärmt werden“, empfiehlt Maoz.

Sollte das Fieber nach zwei Tagen jedoch steigen und sollten sich Husten und Schnupfen nicht gebessert haben, ist es sinnvoll, in der Hausarztpraxis anzurufen. Fieber ist übrigens auch ein Corona-Symptom – doch Vorsicht: Nicht jeder Mensch reagiert mit steigender Körpertemperatur auf Infekte. Maoz sieht durchaus Patientinnen und Patienten, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben und kein Fieber entwickeln. Dann gilt es, auch andere Symptome zu beachten: Bei Husten und Atemnot sollte schnell der Arzt verständigt werden.

Andreas Reiners / glp

RKI meldet weniger Neuinfektionen am Donnerstag – fast 1.000 Todesfälle

Die Lage in Deutschland am Donnerstag 28. Januar:

Die Gesundheitsämter registrierten auch am Donnerstag erneut weniger Neuinfektionen: Das RKI verzeichnet im Vergleich zur Vorwoche erneut weniger Neuinfektionen und einen leichten Rückgang bei den Todesfällen. Binnen 24 Stunden wurden weitere 941 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Außerdem wurden +17.553 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Donnerstag waren 20.398 Corona-Neuinfektionen und 1.013 Todesfälle gemeldet worden. Gestern waren es 13.202  Corona-Fälle. (Stand: 28.01. – 08.40 Uhr)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.178.828 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 54.913. Das sind 941 mehr als am Vortag. Rund 1.883.700 (+17.700) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 28.01.)

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 98,1. (Vortag: 101). Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

red

So gefährlich ist Kohlenmonoxid

Die Gefahr der Vergiftungen durch Kohlenmonoxid (CO) ist tückisch, denn es ist ein besonders gefährliches Atemgift: unsichtbar, geschmacklos und geruchsneutral. Der Körper reagiert weder mit Husten noch mit akuter Atemnot. Zu Vergiftungen kommt es dann auch deutlich häufiger als vermutet. Sie sind nach Arzneimitteln und Drogen die Vergiftungsart mit den meisten Todesfällen in Deutschland. In der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr deutlich an. Darauf weist die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen jetzt in Berlin hin.

Neben der Verwendung von Shishas, Holzkohlegrills und Heizstrahlern in Innenräumen können defekte oder manipulierte Feuerstätten zu solchen Unfällen führen. Auch undichte oder blockierte Abgasrohre sind Grund für eine CO-Vergiftung – beispielsweise, weil der Schornstein durch ein Vogelnest, Laub oder eine Schneeschicht verstopft ist.

Wie kann man sich schützen? Das Schornsteinfegerhandwerk empfiehlt entsprechende präventive Sicherheitsmaßnahmen: „Neben der regelmäßigen fachmännischen Inspektion und Wartung von Gasthermen, Heizkesseln und Lüftungssystemen durch einen Fachbetrieb sowie der gesetzlich vorgeschriebenen wiederkehrenden Messung und Abgaswegeüberprüfung durch den Schornsteinfeger lässt sich das Vergiftungsrisiko durch die Installation von CO-Warnmeldern deutlich minimieren. Die Geräte sorgen auch zwischen den Überprüfungsterminen für Sicherheit, denn sie lösen bereits bei geringen CO-Konzentrationen in der Raumluft Alarm aus“, erklärt Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV). Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen warnt zudem dringend davor, Holzkohlegrills, Heizpilze oder brennstoffbetriebene Notstromaggregate in geschlossenen Räumen zu betreiben.

Dr. Hella Körner-Göbel von der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) erläutert: „Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut und blockiert die Versorgung lebenswichtiger Organe, insbesondere des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Während bei hohen CO-Konzentrationen schnell der Tod eintritt, können bei niedrigen Werten über einen längeren Zeitraum schwerwiegende Vergiftungssymptome auftreten. Diese reichen von Gedächtnisstörungen über Verhaltensänderungen bis hin zur Parkinson-Krankheit.“

Andreas Reiners / glp

RKI meldet am Mittwoch 13.202 Corona-Neuinfektionen und fast 1.000 Todesfälle

Die Lage in Deutschland am Mittwoch 27. Januar:

Die Behörden registrierten auch am Mittwoch erneut weniger Neuinfektionen, nur die Zahl der Todesfälle bleibt hoch: Das RKI verzeichnet im Vergleich zur Vorwoche erneut weniger Neuinfektionen und einen leichten Rückgang bei den Todesfällen. Binnen 24 Stunden wurden weitere 982 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Außerdem wurden +13.202 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Mittwoch waren 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1.148 Todesfälle gemeldet worden. Gestern waren es 6.412 Corona-Fälle. (Stand: 27.01.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.161.279 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 52.972. Das sind 982 mehr als am Vortag. Rund 1.866.000 (+22.100) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 27.01.)

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln und auch weniger Tests vorgenommen und analysiert, liegen die Werte des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 101. (Vortag: 107,6). Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

red

Wann sich der Krankenkassen-Wechsel lohnt

Eine gesetzliche Krankenkasse darf niemanden ablehnen und der Wechsel ist seit diesem Jahr noch unkomplizierter: Die neue Krankenkasse übernimmt die Kündigung bei der alten und übermittelt auch die Mitgliedsbescheinigung an den Arbeitgeber. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Wer jetzt kündigt, kann somit am 1. April in der neuen Kasse sein. Doch welche ist wirklich empfehlenswert? Der Geldratgeber Finanztip hat beim Vergleich vier besonders leistungsstarke Krankenkassen gefunden.

Etwa 90 Prozent der Menschen in Deutschland sind gesetzlich krankenversichert. Dabei sind die Basisleistungen der Kassen weitestgehend gleich. Unterschiede gibt es beim Service, den Zusatzleistungen und beim Beitrag. Julia Rieder, Versicherungsexpertin bei Finanztip: „Wem bestimmte Leistungen wichtig sind, der kann durch die Wahl der richtigen Kasse schnell 100 Euro und mehr sparen.“

Im aktuellen Vergleich boten IKK Classic, HEK, SBK und BKK24 das beste Gesamtpaket unter 14 bundesweit tätigen Krankenkassen. Sie haben in der Gesamtwertung aus allen 30 bewerteten Leistungsmerkmalen sehr stark abgeschnitten. Wem ein einzelner Bereich wie Service, Familie, Vorsorge, Alternativmedizin oder Transparenz besonders wichtig ist, sollte sich das Angebot an Versicherungen genauer ansehen. „In einzelnen Bereichen haben andere Kassen ähnlich gut oder sogar besser abgeschnitten, weshalb sich ein gründlicher Vergleich lohnt“, so Rieder.

Neben den bundesweiten Krankenkassen gibt es auch Anbieter, die nur regional begrenzt aktiv sind, etwa die AOKs, BKKs oder IKKs. „Wer gesetzlich versichert ist, darf in jede Kasse eintreten, die in dem Bundesland aktiv ist, in dem derjenige entweder wohnt oder arbeitet“, erklärt Rieder. Unter diesen Krankenkassen kann es Anbieter geben, die mit den Finanztip-Empfehlungen mithalten können. „Es kann sich also lohnen, auch die Leistungen der jeweiligen Krankenkassen vor Ort zu prüfen.“

Rudolf Huber / glp

RKI meldet am Dienstag erneut weniger Corona-Neuinfektionen

Die Lage in Deutschland am Dienstag 26. Januar:

Die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern scheinen zu wirken. Die Behörden registrieren erneut weniger Neuinfektionen, nur die Zahl der Todesfälle bleibt hoch: Das RKI verzeichnet im Vergleich zur Vorwoche erneut weniger Neuinfektionen und einen leichten Rückgang bei den Todesfällen. Binnen 24 Stunden wurden weitere 903 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Außerdem wurden +6.408 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Dienstag waren 11.369  Corona-Neuinfektionen und 989 Todesfälle gemeldet worden. Allerdings enthielten die Zahlen Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz und Bayern. Gestern waren es 6.729 Corona-Fälle. (Stand: 26.01.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.148.077 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 52.990. Das sind 903 mehr als am Vortag. Rund 1.844.000 (+20.400) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 26.01.)

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln und auch weniger Tests vorgenommen und analysiert, liegen die Werte des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 107,6. (Vortag: 111,2). Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

red

Tipps für chronisch Erschöpfte

Dauererschöpfung ist ein anerkanntes Krankheitsbild: Ärzte bezeichnen es als „Chronisches Fatigue-Syndrom“. Die Ursachen sind vielfältig. Im „HausArzt-Patientenmagazin“ erklären Experten, wie Betroffene mit den Symptomen besser leben können.

Laut einer aktuellen Studie des Bundesgesundheitsministeriums gibt es in Deutschland etwa 250.000 Betroffene, meist zwischen 15 und 40 Jahre alt. Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer. Fatigue tritt oft zusammen mit chronischen Erkrankungen auf, etwa mit Rheuma, Multipler Sklerose oder bei Tumorerkrankungen. „Die Ursachen sind nicht einfach zu erklären“, sagt Privatdozent Dr. Jens Ulrich Rüffer, Facharzt für Hämatologie und Onkologie und Vorstand der Deutschen Fatigue-Gesellschaft (DFaG), die sich für Forschung und Aufklärung zu der Krankheit engagiert.

Was aber können Fatigue-Betroffene gegen die dauernde Erschöpfung tun? Da Medikamente zur gezielten Behandlung bislang nicht zugelassen sind, können lediglich die Symptome behandelt werden. „Patienten können beispielsweise Strategien lernen, um besser mit der Krankheit zu leben“, sagt Professorin Dr. Carmen Scheibenbogen, Leiterin der Immundefekt-Ambulanz an der Berliner Charité. Zu diesen Strategien zählen vor allem Energiemanagement und Stresskontrolle.

Das Energielimit gut einschätzen zu können ist für Fatigue-Betroffene sehr wichtig: Da Bewegung notwendig ist, sollten sie die richtige Balance finden und Überlastung unbedingt vermeiden – sonst droht eine Verschlechterung des Zustandes, der Tage oder Wochen andauern kann. Zudem haben sich Achtsamkeitstraining und Meditationskurse sowie Verhaltenstherapie bewährt, damit Betroffene nicht zusätzlich in Depression abgleiten.

Weiterführende Informationen und fachkundige Anlaufstellen bieten unter anderem das Fatigue Centrum der Charité (cfc.charite.de), oder die Deutsche Fatigue-Gesellschaft (deutsche-fatigue-gesellschaft.de).

Lars Wallerang / glp