Corona-Virus: So sehen die Zahlen am Freitag im Landkreis Ludwigsburg aus

Update 10.10. 07.00 Uhr

Die Lage am Freitag (09.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg ist am Freitag weiter gestiegen. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Freitag binnen 24 Stunden weitere 70 Corona-Fälle. Das Landratsamt korrigierte die Zahl um 25 nach oben. Ursprünglich waren 45 Neuinfektionen gemeldet worden. Über die Ursache des Fehlers wurde zunächst keine Angaben gemacht. Möglicherweise handelt sich um Nachmeldungen.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.988. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wurde vom Landratsamt auf 70 korrigiert. Laut dem Landratsamt wurden bei vier der bisher mit 74 angegebenen Verstorbenen im Nachhinein eine andere Todesursache festgestellt. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.599 beziffert. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis 35,7 Neuinfektionen (Grenzwert: 50) je 100.000 Einwohner.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg weitere 527 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 53.333, davon sind ungefähr 45.770 3 Personen wieder genesen. Gestern wurden 584 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um einen auf insgesamt 1.899.

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,34 angegeben.

 

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

RKI meldet weiteren Anstieg der Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter gestiegen. So meldeten die Gesundheitsämter 4.516 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mit. Das sind rund 500 Fälle mehr als am Tag zuvor, als mit 4.058 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April 2020 gemeldet worden war. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.589. Das sind elf mehr als ein Tag zuvor. Rund 271.800 (+2.200) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Rate der positiven Tests stieg stark an und lag in der Woche vom 28. September bis zum 2. Oktober bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent gewesen.

Als Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen hatten die Bundesländer mehrheitlich beschlossen, dass innerdeutsche Urlauber aus Risikogebieten nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

red

Corona-Virus: Neuer Höchststand an Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg seit April

Die Lage am Donnerstag (08.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg steigt bedenklich weiter. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Donnerstag binnen 24 Stunden weitere 60 Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen weiteren Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden 46 Neuinfektionen gemeldet.

Am Donnerstag gab es in Baden-Württemberg weitere 584 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 52.806, davon sind ungefähr 45.510 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei insgesamt 1.898.

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten in Deutschland belegt werden: 487 (+18). Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 237 (+6). (Stand: 08.10. – 12Uhr) Quelle: DIVI-IntensivRegister

Zu den am stärksten betroffenen Landkreisen gehört Esslingen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 52,3. Damit zählt der Landkreis offiziell als innerdeutscher Hotspot. Drei Stadt- und Landkreise haben den kritischen Wert von 35 überschritten. Dazu zählen der Stadtkreis Heilbronn (35,5), der Stadtkreis Mannheim (37,3) sowie der Stadtkreis Stuttgart (38, 4). (Stand: 07.10.) Auch der Landkreis Ludwigsburg hat aktuell mit 39,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen den kritischen Wert von 35 deutlich übertroffen (Stand: 08.10.). Gestern lag der Wert im Landkreis noch bei 31,1.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.918. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.554 beziffert.

 

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Mehr als 4000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Deutschland

Zahl an Neuinfektionen in Deutschland steigt sprunghaft an: Nachdem bereits gestern das RKI + 2.828 neue Corona-Fälle gemeldet hatte, gab das Institut am Donnerstag +4.058 weitere Corona Neuinfektionen binnen 24 Stunden an. (Stand: 08.10. – 00.00 Uhr). Bereits am vergangenen Freitag wurden +2.673 Corona-Infektionen und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mitte April verzeichnet.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ist im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 310.144  Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Corona-Virus. infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.578. Das sind 16 mehr als am Vortag. Ungefähr 269.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden

 

Übersicht:

Fallzahlen 07. Oktober – 2828 Corona Neuinfektionen

Fallzahlen 06. Oktober – 2639 Corona Neuinfektionen

Fallzahlen 05. Oktober – 1384 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 04. Oktober – 2279 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 03. Oktober – 2563 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 02. Oktober – 2673 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 01. Oktober – 2503 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 30. September – 1798 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 29. September – 2089 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 28. September – 1192 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 27. September – 1411 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 26. September – 2507 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 25. September – 2153 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 24. September – 2143 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 23. September – 1769 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 22. September – 1821 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 21. September – 922 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 20. September – 1345 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 19. September – 2297 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 18. September – 1916 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 17. September – 2194 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 16. September – 1901 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 15. September – 1407 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 14. September – 927 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 13. September – 920 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 12. September – 1.630 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 11. September – 1.484 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 10. September – 1.892 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 9. September – 1.176 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 8. September – 1.499 Corona-Neuinfektionen

Fallzahlen 7. September – 814 Corona-Neuinfektionen

 

red

Das Wettrennen um den Corona-Impfstoff

Weltweit wird fieberhaft nach einem wirksamen Corona-Impfstoff gesucht. Bei diesem Wettrennen gibt es allerdings Regeln. Doch die reichen offenbar nicht aus.

Und deshalb verschärft die US-Arzneimittelbehörde FDA jetzt die Anforderungen für eine Zulassung von Coronavirus-Impfstoffen. Es müsse zwei Monate lang bei der Hälfte der Testpersonen einer Impfstoffstudie eine Wirkung beobachtet werden, forderte die Behörde auf ihrer Internetseite. Die neue Richtlinie macht es unwahrscheinlich, dass noch vor der US-Präsidentschaftswahl Anfang November 2020 erste Impfstoffe zugelassen werden.

Die geforderte Zweimonats-Frist beginnt laut FDA, sobald die letzte für eine Immunisierung nötige Impfdosis verabreicht wurde. Die Impfstoff-Entwickler müssten auch ausführliche Berichte über Nebenwirkungen und Infektionen unter den Teilnehmern der Versuche vorlegen, teilt die Behörde mit.

Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, betont hingegen, die Unabhängigkeit der FDA sei aktuell besonders wichtig. Seine Firma verhandle deswegen nie direkt mit dem Weißen Haus. Pfizer ist in Kooperation mit dem Mainzer Unternehmen Bionech voraussichtlich der erste Impfstoffhersteller, der Ergebnisse aus einer klinischen Phase-III-Studie in den USA bekanntgeben könnte.

Ralf Loweg / glp

Corona und die Spätfolgen

Bei vielen Menschen verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus vergleichsweise harmlos. Doch damit ist die Krankheit noch lange nicht überstanden. Zunehmend erkennen Experten, dass die Infektion auch bei mildem Verlauf massive Folgen nach sich ziehen kann, berichtet das Patientenmagazin „HausArzt“ und zeigt, welche Corona-Spätfolgen gefährlich werden können.

Wissenschaftler aus Italien haben festgestellt, dass 87 Prozent der Patienten, die wegen Covid-19 in der Klinik behandelt werden mussten, nach ihrer Entlassung weiter über Beschwerden klagten. Vor allem Patienten, die im Verlauf ihrer Erkrankung beatmet werden mussten, haben ein erhöhtes Risiko für bleibende Schäden an der Lunge.

Die Maßnahme, die Leben retten kann, birgt für das Atmungsorgan gleichzeitig eine große Gefahr, erklärt Professor Rembert Koczulla, Chefarzt am Fachzentrum für Pneumologie der Schön Klinik Berchtesgadener Land. So kann es durch die Beatmung zu Veränderungen im Lungengewebe kommen, die so gravierend sein können, dass Sauerstoff nicht mehr ausreichend ins Blut transportiert werden kann.

Doch Covid-19 betrifft nicht nur die Lunge. „Dieses Virus kann alle Organe befallen“, sagt Dr. Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik Bethanien in Moers. Der Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie erklärt, dass es dadurch zu Thrombose, Schlaganfällen und Herzerkrankungen kommen kann.

Covid-19-Patienten könnten außerdem Leber- und Nervenschäden davontragen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Experten schätzen, dass höchstens drei Prozent der Corona-Infizierten von ernsten Folgen betroffen sind. Wohlbemerkt: Nach jetzigem Kenntnisstand.

Ralf Loweg / glp

Giftige Lebensmittelverpackungen

Die Verbraucherzentralen fordern ein umfassendes Verbot von Schadstoffen in Lebensmittelverpackungen sowie in Ess- und Kochgeschirr. „Krebserregende, erbgutverändernde oder fruchtbarkeitsschädigende Stoffe haben in Lebensmittelverpackungen nichts zu suchen“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Politik müsse hier „dringend handeln und für solche Stoffgruppen klare Verbote aussprechen“.

Neben dem Verbot wird die Einführung eines europäischen Zulassungsverfahrens gefordert. Bei der Gesundheit müsse das Vorsorgeprinzip gelten. „Bevor Lebensmittelverpackungen und Geschirr auf den Markt gelangen, muss ihre Unbedenklichkeit nachgewiesen und von einer unabhängigen EU-Behörde bestätigt werden“, so Müller.

Das Europaparlament hatte von der EU-Kommission einen weitreichenden Plan gegen giftige Chemikalien in der Umwelt verlangt. Zahlreiche Stoffe seien wesentlicher Bestandteil von Alltagsprodukten, und einige davon schon in geringer Konzentration für die menschliche Gesundheit schädlich, argumentierten die EU-Abgeordneten.

Künftig sollten nach Einschätzung des Parlaments ganze Stoffgruppen wie das Umwelt-Hormon Bisphenol verboten werden und nicht nur einzelne Stoffe wie das als besonders besorgniserregend eingestufte Bisphenol A. Der Stoff wird in der Kunststoffproduktion verwendet und ist in Alltagsprodukten wie Trinkflaschen, Konservendosen oder Lebensmittelverpackungen enthalten.

Ralf Loweg / glp

Corona-Virus: Landkreis Esslingen reißt kritische Marke

Binnen 24 Stunden hat das Esslinger Gesundheitsamt 64 Corona-Neuinfektionen gemeldet. (Stand: 07.10.) Damit ist der Raum Esslingen der am stärksten betroffene Landkreis im Südwesten. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 52,3 liegt der Landkreis an der Spitze aller Land- und Stadtkreise in Baden-Württemberg. 

Baden-Württemberg hat mit 652 Fällen am heutigen Mittwoch; 7. Oktober; einen neuen Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen innerhalb der vergangenen Monate erreicht. Am stärksten betroffen ist der Landkreis Esslingen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 52,3. Damit zählt der Landkreis offiziell als innerdeutscher Hotspot. Drei Stadt- und Landkreise haben den kritischen Wert von 35 überschritten. Dazu zählen der Stadtkreis Heilbronn (35,5), der Stadtkreis Mannheim (37,3) sowie der Stadtkreis Stuttgart (38, 4). In den letzten 7 Tagen wurden 31,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. (Stand 07.10. – 17Uhr).

Die 7-Tages-Inzidenz ist landesweit auf 20,6 angestiegen. Gesundheitsminister Lucha „Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Wir stehen im engen Austausch vor allem mit dem Landkreis Esslingen und haben weitere Unterstützung des Landes angeboten.“  Das Infektionsgeschehen im Landkreis Esslingen gehe vor allem auf Reiserückkehrende, private Feiern und den Ausbruch in einem Unternehmen zurück. Die Kontaktpersonennachverfolgung sei in vollem Gange. Das Land stehe im engen Kontakt mit dem Landkreis, auch was die jetzt anstehenden schärferen Maßnahmen betrifft. Minister Lucha appelliert eindringlich an die Bevölkerung, die Corona-Regeln strengstens einzuhalten. Lucha: „Wir müssen eine diffuse Ausbreitung des Virus unbedingt verhindern. Dazu brauchen wir die Mithilfe aller in der Bevölkerung!“

red

Im Südwesten hat sich die Zahl der Neuinfektionen mehr als verdoppelt – Auch im Landkreis Ludwigsburg steigen die Zahlen weiter

Die Lage am Mittwoch (06.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis steigt weiter. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete binnen 24 Stunden weitere 46 Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen weiteren Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden 45 Neuinfektiionen gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Mittwoch somit auf mindestens 2.858. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.509 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 31,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

In Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Neuinfizierten binnen 24 Stunden mehr als verdoppelt: Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt weitere 652 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Gestern wurden 318 Corona-Fälle gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 52.222, davon sind ungefähr 45.184 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um vier auf 1.898 (Datenstand: 07.10. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,07 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Wegen steigender Infektionen: Stuttgart beschließt höchstens 25 Leute bei Privatfeiern

Die Stadt Stuttgart hat eine neue Obergrenze für private Feiern beschlossen. So sind in der Landeshauptstadt private Feiern ab Freitag, 9. Oktober, nur noch eingeschränkt möglich. Die Regelung gilt zunächst bis einschließlich 25. Oktober.  Grund ist die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt, insbesondere das Überschreiten des Schwellenwertes von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das Landesgesundheitsamt hat aktuell einen Wert von 35,4 errechnet. Das gab das Stuttgarter Rathaus am Mittwoch bekannt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Wir fühlen uns stark an die Situation im März erinnert. Immer mehr Fälle werden registriert, das Infektionsgeschehen wird diffuser. Das bereitet uns Sorgen. Deswegen handeln wir jetzt: zielgerichtet und angemessen.“ Es gehe darum, das öffentliche Leben weitestgehend aufrecht zu erhalten. „Wir wollen einen weitreichenden Lockdown verhindern. Damit Kinder in die Kita oder in die Schule gehen und Geschäfte offenbleiben können, schränken wir private Zusammenkünfte ein, so wie es auch andere Kommunen gemacht haben.“ Kuhn warb um das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger: „Jeder von uns kann selbst dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“

Nach einer Allgemeinverfügung des Amts für öffentliche Ordnung sind private Zusammenkünfte nur noch möglich, wenn weniger als 25 Personen zusammenkommen. Dies gilt in Privaträumen. In öffentlichen oder angemieteten Räumen gilt eine Beschränkung auf 50 Personen. Wer sich nicht daran hält, muss laut der Allgemeinverfügung mit „unmittelbarem Zwang“ rechnen. Geahndet werden Verstöße mindestens mit 250 Euro Bußgeld, im Einzelfall sind nach Angaben des Ordnungsamts auch bis zu 25.000 Euro möglich. Ausnahmen für Veranstaltungen sind nur nach Genehmigung des Amts möglich.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, erklärte: „Die Maßnahme kommt aus Gründen des Infektionsschutzes zur richtigen Zeit. Der Trend neuer Infektionen ging zuletzt spürbar nach oben. Wir hatten den Schwellenwert sogar am vergangenen Freitag überschritten, was erst durch Nachmeldungen offenbar wurde. Ein starker Anstieg der Fallzahlen zeichnet sich ab.

Ehehalt unterstrich, dass sich überall in Deutschland Ausbrüche vermehrt auf Feiern und Partys zurückführen ließen. Ehehalt wörtlich: „Überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen, laut reden, sich locker austauschen, verbreiten sich Viren. Wenn wir Infektionen nachverfolgen und Ketten durchbrechen wollen, müssen wir den Hebel hier ansetzen. Ich setze auf die Einsicht der Bürgerinnen und Bürger. Gerade jetzt gilt es, das Erlernte einzuhalten. Wir dürfen nicht gefährden, was wir in den letzten Monaten erreicht haben.“

Das Gesundheitsamt appelliert darüber hinaus, die Maskenpflicht sowie die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten sowie Räume oft zu lüften.

red