Erste Hilfe nur mit Maske

Unterlassene Hilfeleistung etwa bei einem Verkehrsunfall ist auch in Corona-Zeiten strafbar, Wegschauen keine Alternative. Wer Verletzten helfen will, kann aber kaum einen Sicherheitsabstand einhalten. Deshalb ist jetzt eine Ergänzung des Erste-Hilfe-Sets in Auto nötig.

Autofahrer sollten deshalb in ihren Kasten oder das Kissen mit der Basisausstattung für die Erste Hilfe einen Mundschutz und Desinfektionsmittel packen, rät das R+V-Infocenter. „Bei einem Herzstillstand oder schweren Blutungen geht es oft um Minuten. Ersthelfer können Leben retten, wenn sie die Blutungen stillen oder mit einer Herzdruckmassage beginnen“, sagt Katharina Donner, Beratungsärztin bei der R+V Krankenversicherung.

Selbstverständlich müsse sich aber niemand selbst gefährden. „Da eine Mund-zu-Mund-Beatmung bei Fremden derzeit riskant ist, können Helfer darauf verzichten. Sie ist für Laien ohnehin nicht zwingend erforderlich.“

Wer im Kontakt mit anderen Menschen einen Mundschutz anlege und sich die Hände nach der Hilfeleistung gründlich desinfiziere, verringere die Infektionsgefahr, so die Medizinerin. Wer selbst zur Risikogruppe gehöre und deshalb nicht in die Nähe der Verletzten gehen wolle, könne trotzdem aktiv werden und den Notruf absetzen, die Unfallstelle absichern und andere zur Hilfeleistung auffordern.

Rudolf Huber

Corona-News: Aktuelle Neuinfizierten-Zahlen

Eine Neuinfektion wurde auch am Donnerstag (28. Mai) dem Landratsamt in Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten steigt damit auf mindestens 1.762 (Stand: 28. Mai 20, 17.00Uhr). Letzte Woche Donnerstag (21. Mai) wurden vier Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.654 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 1,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Donnerstag (28. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 67 auf mindestens 34.642 angestiegen. Am Donnerstag vor einer Woche waren es in Baden-Württemberg 82 bestätigte Neuinfektionen. Gestern wurden 80 Fälle gemeldet. Ungefähr 31.595 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um 5 auf insgesamt 1.743 an.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 0,76 (Stand: 28. Mai – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert bei 1,33.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Heilbronn, Rastatt, Rems-Murr-Kreis und Tübingen sowie aus der Stadt Karlsruhe insgesamt 5 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.743 an. Unter den Verstorbenen waren 991 Männer und 752 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Alles Schwindel

Schnelles Aufrichten im Bett, langes Stehen – und plötzlich dreht sich alles. Der Schwindel stellt sich ein, wenn der Blutdruck beim Positionswechsel kurz absinkt. „Orthostatischer Schwindel ist in der Regel relativ harmlos“, sagt Professor Dr. Ulf Landmesser, Direktor der Klinik für Kardiologie an der Charite Berlin im Apotheken-Magazin „Diabetes Ratgeber“.

Riskant ist der Schwindel jedoch vor allem, weil Sturzgefahr droht. Ein Arzt sollte zunächst die Diagnose sichern, nach Ursachen suchen und gegebenenfalls die Medikation anpassen. Mit den Tipps der aktuellen Ausgabe des „Diabetes Ratgeber“ können Betroffene selbst etwas gegen den Schwindel tun.

Kleiner Tipp: „Trinken Sie tagsüber etwa eineinhalb Liter“, rät Landmesser. Aber nur Alkoholfreies, da Alkohol die Blutgefäße weiten und Schwindel fördern kann.

Bewährt hat sich dagegen, warm-kalt zu duschen, um den Kreislauf zu trainieren, die Wadenmuskeln anzuspannen oder Kompressionsstrümpfe zu verwenden, die vor dem Aufstehen angezogen werden und die Beingefäße etwas zusammendrücken. So sackt der Kreislauf beim Aufstehen nicht so leicht ab.

Ralf Loweg

Wenn die Corona-Infektion Angst macht

Besonders Menschen mit Vorerkrankungen fürchten sich zurzeit vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und vor dem Kontakt mit anderen Menschen in einer Reha-Einrichtung. Zwar haben diejenigen Reha-Kliniken, die derzeit Patienten aufnehmen, ihre Hygienemaßnahmen deutlich verschärft, eine Verschiebung ist in der Regel dennoch möglich.

Wer eine Bewilligung für eine Reha erhält, bekommt einen Bescheid des Kostenträgers der Maßnahme. Ist das Ziel der Reha eine Besserung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, ist die Deutsche Rentenversicherung zumeist der Kostenträger.

Andere gesetzlich Versicherte wie beispielsweise Rentner, die alle Voraussetzungen für eine Reha erfüllen, erhalten von ihrer Krankenkasse zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit eine Reha. In den Bescheiden ist regelmäßig der Beginn der Maßnahme bestimmt.

Angesichts der besonderen Umstände im Zusammenhang mit dem Corona-Virus besteht bei der Deutschen Rentenversicherung keine Verpflichtung zum sofortigen Antritt der Reha. Möchte der Versicherte den Reha-Beginn verschieben, wird diesem Wunsch meistens entsprochen. In der Folge der Corona-Pandemie ist hier eine Verschiebung bis zu neun Monaten unproblematisch. Auch bei den Reha-Maßnahmen der Krankenkassen ist in der Regel eine Verschiebung möglich, allerdings zunächst nur um bis zu drei Monate.

Die Kassen prüfen im jeweiligen Einzelfall die Möglichkeiten einer Verschiebung und beraten ihre Versicherten über die eventuell entstehenden Nachteile. Was können Ratsuchende tun? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) rät Ratsuchenden, zuerst mit ihrer zuständigen Klinik zu klären, ob und wann eine Reha möglich ist. Dann sollten sie einen Antrag auf Verschiebung beim zuständigen Kostenträger stellen.

Diejenigen, die von ihrer Krankenkasse aufgefordert wurden, einen Reha-Antrag zu stellen, haben besondere Mitwirkungspflichten. Für sie ist es wichtig, den Kostenträger in die Entscheidung mit einzubeziehen. Die Verschiebung der Reha sollte sich jeder schriftlich bestätigen lassen.

Wer erkältet ist oder Husten hat, sollte das dem Arzt und der Reha-Klinik mitteilen. In diesem Fall wird auch die Klinik die Reha absagen. Das gleiche gilt für Versicherte, wenn sie selbst oder ihnen nahestehende Personen Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person haben.

Anschlussheilbehandlungen sind Behandlungen in einer Reha-Einrichtung, die unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt durchgeführt werden. Dies ist zum Beispiel nach dem Einsatz eines künstlichen Gelenks oder einer Krebsbehandlung der Fall. Sie können nicht lange aufgeschoben werden und sollten bestmöglich weiterlaufen. Auch hier gilt bei dem Wunsch auf Verschiebung die Kontaktaufnahme mit Klinik und Kostenträger.

Ralf Loweg

Corona-News: Leichter Anstieg der Neuinfizierten-Zahlen in Baden-Württemberg

Eine Neuinfektion wurde auch am Mittwoch (27. Mai) dem Landratsamt in Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten steigt damit auf mindestens 1.761 (Stand: 27. Mai 20, 17.00Uhr). Letzte Woche Mittwoch (20. Mai) wurden zwei Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.645 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 1,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Mittwoch (27. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 80 auf mindestens 34.575 angestiegen. Vor allem der Ostalbkreis hat mit 20 Neuinfektionen seit gestern die meisten Fälle, unter allen Landkreisen in Baden Württemberg, vorzuweisen. Am Mittwoch vor einer Woche waren es in Baden-Württemberg 59 bestätigte Neuinfektionen. Gestern wurden 60 Fälle gemeldet. Ungefähr 31.480 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um 12 auf insgesamt 1.738 an.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut wieder mit R 1,33 (Stand: 27. Mai – 19Uhr) angegeben. Am vergangenen Samstag lag der Wert noch bei 0,50.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Böblingen, Calw, Esslingen, Ludwigsburg, Ortenaukreis, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tübingen und Zollernalbkreis insgesamt 12 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.738 an. Unter den Verstorbenen waren 989 Männer und 749 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

So fit ist Deutschland

Bewegung ist gut für Körper und Geist. Doch wie viel Zeit investieren wir dafür? Und welche Sportarten stehen dabei im Fokus? Diesen Fragen ist jetzt die neueste Deloitte-Studie nachgegangen – mit teils verblüffenden Ergebnissen.

Im Durchschnitt treiben rund 65 Prozent der Befragten regelmäßig Sport. „Ein Großteil der Bevölkerung investiert viel Zeit und Geld in Gesundheit, soziales Miteinander und in ihre Leidenschaft“, sagt Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

Vor allem Joggen, Fitness, Schwimmen, Wandern oder Walking sowie Fußball erfreuen sich besonders großer Beliebtheit. Sportlich Aktive in Deutschland treiben am liebsten Fitnesssport (42,4 Prozent), dicht gefolgt von Joggen (38,2 Prozent) und Schwimmen (28,6 Prozent). Die meisten aktiven Sportler gehören zur Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen. Deutschland weist im zentraleuropäischen Vergleich allerdings besonders viele regelmäßig Sporttreibende auf, die zwischen 45 und 65 Jahre alt sind.

Wer sich gern bewegt, investiert entsprechend viel Zeit in sein Hobby: Laut Selbsteinschätzung verbringen die sportlich Aktiven im Durchschnitt etwa sieben Stunden pro Woche mit körperlicher Betätigung jeglicher Art. Die Deutschen liegen mit wöchentlich 6,1 Stunden Sport und Bewegung also etwas unter dem europäischen Durchschnitt. Weniger Zeit mit Sport verbringen im zentraleuropäischen Vergleich mit 5,8 Stunden nur die Franzosen. Spitzenreiter sind die Befragten in Bulgarien mit 8,9 Stunden sportlicher Aktivität in der Woche.

Ralf Loweg

 

Die Angst vor dem Facharzt

Fachärzte sind in der Corona-Krise offenbar nicht gefragt. Viele Patienten verzichten aus Angst vor einer Infektion mit dem Virus auf einen Besuch oder sagen bereits vereinbarte Termine ab. In einer bundesweiten Umfrage des NDR äußerten Vertreter von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen jetzt die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben.

Kardiologen und Onkologen melden für ihre Patienten, die in der Regel zu einer Risikogruppe gehören, Rückgänge der Termine zwischen 30 und 50 Prozent. Zahnärzte verzeichnen sogar ein Minus von bis zu 80 Prozent. Bei vielen Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nahmen die Anfragen laut der NDR-Umfrage um bis zu 50 Prozent ab.

Besonders stark war der Rückgang Mitte März 2020 bis Anfang Mai, als viele den Gang zum Arzt aus Sorge über eine Corona-Infektion mieden. Alle Vereinigungen wiesen darauf hin, dass es sich bei den Zahlen nur um Schätzungen handele, bis das laufende Quartal abgerechnet sei. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) befürchtet, dass sich Krankheiten durch den Ausfall von Terminen verschlimmert haben könnten.

Die Kardiologin Kristina Brinkmann aus Hamburg erzählt, dass ihre Praxis etwa 30 Prozent weniger Patienten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres gehabt habe. Oft seien sie einfach nicht erschienen – wie zum Beispiel ein junger Mann, der sich vor dem Lockdown mit Herzbeschwerden vorgestellt hatte, seinen Folgetermin aber nicht wahrnahm.

Ralf Loweg

 

Corona-Zahlen für Ludwigsburg und Baden-Württemberg: R-Wert steigt auf 1,33

Eine Neuinfektion wurde auch am Dienstag (26. Mai) dem Landratsamt in Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten steigt damit auf mindestens 1.760 (Stand: 26. Mai 20, 17.00Uhr). Letzte Woche Dienstag (19. Mai) wurden null Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.645 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 1,8 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Dienstag (26. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 60 auf mindestens 34.495 angestiegen. Am Dienstag vor einer Woche waren es 65 bestätigte Neuinfektionen. Gestern wurden Fälle gemeldet. Ungefähr 31.345 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um 19 auf insgesamt 1.726 an.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird mit R 1,33 (Stand: 26. Mai – 19Uhr) angegeben. Am vergangenen Samstag lag der Wert noch bei 0,50.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Enzkreis, Esslingen, Göppingen, Konstanz, Ortenaukreis, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Tübingen und Tuttlingen sowie aus der Stadt Freiburg insgesamt 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.726 an. Unter den Verstorbenen waren 981 Männer und 745 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Depressionen: Frauen besonders gefährdet

In der Corona-Krise haben Menschen besonders stark mit psychischen Problemen zu kämpfen. Was sich durch die Pandemie jetzt zuspitzt, ist bereits seit Jahren ein ernstzunehmendes Problem. Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse leiden immer mehr Menschen an Depressionen: 2018 haben Ärzte bei 220.000 KKH-Versicherten bundesweit eine depressive Episode diagnostiziert. Gegenüber 2008 bedeutet das ein Plus von rund 40 Prozent. Den im Ländervergleich größten Anstieg verzeichnet die KKH mit mehr als 66 Prozent in Sachsen-Anhalt, das geringste Plus von 25 Prozent hingegen im Saarland.

Bundesweit ist mittlerweile jeder Achte an einer Depression erkrankt, in Baden-Württemberg und Berlin sogar jeder Siebte. Vor allem Frauen sind gefährdet, denn sie sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Allerdings registrieren Experten bei Männern einen etwa doppelt so großen Anstieg als bei den Frauen.

Darüber hinaus erhalten immer mehr Versicherte ein Rezept über ein Antidepressivum: 2018 haben Ärzte jedem zwölften Versicherten ein solches Medikament verschrieben. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Plus von bundesweit knapp 26 Prozent. Auch hier liegt Sachsen-Anhalt mit einem Anstieg von rund 43 Prozent an der Spitze, Hamburg bildet mit knapp 16 Prozent das Schlusslicht.

Ralf Loweg

Das große Comeback der Fruchtsäfte

Die Corona-Krise hat auch auf die Trinkgewohnheiten vieler Menschen einen großen Einfluss. Vor allem Säfte haben Hochkonjunktur. Und damit ist nicht der Gerstensaft gemeint, wie jetzt die Absatzzahlen der ersten vier Monaten des Jahres 2020 zeigen.

Mit einem Absatzplus von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeigt Fruchtsaft das mit Abstand größte Wachstum. Bei Wasser und Erfrischungsgetränken liegen die Steigerungen bei 2,2 Prozent beziehungsweise 5,2 Prozent.

Besonders stark stieg die Fruchtsaftnachfrage im April. Hier fanden fast 25 Prozent mehr Saftflaschen und -kartons ihren Weg in die Einkaufskörbe der deutschen Verbraucher. Besonders erfreulich aus Sicht der Fruchtsaftbranche: Der umgesetzte Warenwert steigerte sich mit 19,6 Prozent für den Zeitraum von vier Monaten und in der Spitze mit über 33 Prozent im April sogar noch stärker.

Ralf Loweg