RKI meldet rund 33000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 33.226 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 8,5 Prozent oder 3.069 Fälle weniger als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 263,6 auf heute 260,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 847.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 195.400 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 101 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 600 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 86 Todesfällen pro Tag (Vortag: 89).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 147.104. Insgesamt wurden bislang 32,04 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

RKI meldet erneut weniger Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 37.343 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 20 Prozent oder 9.381 Fälle weniger als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 271,3 auf heute 263,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 832.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 197.600 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 90 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 620 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 89 Todesfällen pro Tag (Vortag: 100).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 147.003. Insgesamt wurden bislang 32,01 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Biontech will Omikron-Booster ab Anfang September in Deutschland ausliefern

Biontech-Chef Uğur Şahin rechnet mit einer Zulassung des Omikron-Boosters in der kommenden Woche. „Wir können sehr zeitnah ausliefern, hoffentlich ab Anfang September“, sagte er dem „Spiegel“. Zunächst erwartet Şahin die Zulassung des auf dem ursprünglichen Omikron-Subtyps BA.1 basierten Impfstoffs.

Biontech hat inzwischen aber auch einen weiteren Booster für den nun dominanten Subtyp BA.5 entwickelt und produziert. Dieser werde vermutlich jedoch ein wenig später zugelassen, Biontech reiche gerade bei der EMA die letzten Dokumente ein: „Dann kann es auch hier schnell gehen“, sagte Şahin. Grundsätzlich bestehe „zwischen den beiden Impfstoffen kein gewaltiger Unterschied“.

Beide wirken den Unternehmensstudien zufolge deutlich besser gegen Omikron als das ursprüngliche Mittel. Dennoch hat Şahin eine persönliche Präferenz: „Ich bin dafür, immer so nah wie möglich am dominierenden Stamm zu bleiben. Das wird auch bei der Grippe so gemacht.“

Zugleich bereitet sich Biontech darauf vor, schneller auf künftige gefährliche Varianten zu reagieren: „Wir haben ein Frühwarnsystem entwickelt, das mithilfe von künstlicher Intelligenz ständig die Entwicklung des Virus analysiert“, so Şahin. „Dabei schauen wir uns jeden Monat Zehntausende Sequenzen des Spike-Proteins von neuen Varianten an.“ Anschließend werde eine „Top-100-Liste der zu beobachtenden Varianten“ erstellt.

red

RKI registriert rund 49000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 49.201 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 16,2 Prozent oder 9.484 Fälle weniger als am Donnerstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 275,3 auf heute 271,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 850.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 208.300 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 116 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 699 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 100 Todesfällen pro Tag (Vortag: 110).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 146.913. Insgesamt wurden bislang 31,97 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsrate sinkt leicht auf 4,36

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist leicht gesunken. Das RKI meldete am Donnerstagmorgen zunächst 4,36 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch ursprünglich: 4,44, Donnerstag letzter Woche ursprünglich 4,91). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Thüringen (8,96).

Dahinter folgen das Saarland (7,72), Mecklenburg-Vorpommern (7,45), Sachsen-Anhalt (6,14), Nordrhein-Westfalen (5,79), Bayern (5,48), Schleswig-Holstein (5,46), Brandenburg (5,14), Rheinland-Pfalz (3,64), Hessen (3,62), Berlin (2,67), Sachsen (2,49), Niedersachsen (2,36), Baden-Württemberg (2,22), Hamburg (2,05) und Bremen (0,88). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 4,26, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,75, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,53, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,16, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 6,31 und bei den Über-80-Jährigen bei 22,61 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Diese neuen Corona-Regeln gelten ab 1. Oktober

Die Bundesregierung hat das neue Corona-Schutzkonzept für den Herbst auf den Weg gebracht. Das Kabinett segnete den von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) ausgehandelten Kompromiss am Mittwoch ab. Schwerpunkt der neuen Regeln ist die Maskenpflicht.

So soll im Luft- und öffentlichen Personenfernverkehr eine FFP2-Maskenpflicht gelten. Hinzu kommt eine Masken- und Testnachweispflicht für den Zutritt zu Krankenhäusern sowie voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen sowie für Beschäftigte in ambulanten Pflegediensten während ihrer Tätigkeit. Ausnahmen sollen für Personen gelten, die in den jeweiligen Einrichtungen oder von den jeweiligen Dienstleistern behandelt, betreut oder gepflegt werden.

Hinzu kommt eine von der Infektionslage abhängige Maskenpflicht in Innenräumen sowie für den Nahverkehr. Dies soll bei Bedarf von den Bundesländern beschlossen werden können. Dabei soll es aber auch Ausnahmen geben, zum Beispiel durch die Vorlage eines aktuellen Tests.

Für frisch geimpfte oder kürzlich genesene Personen sind Ausnahmen unterdessen nicht mehr wie ursprünglich geplant zwingend notwendig. Die Länder können sich aber selbst dafür entscheiden. Auch eine Maskenpflicht in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen für Beschäftigte und für Schüler ab dem fünften Schuljahr ist laut Gesetzentwurf möglich, „wenn dies zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist“.

Auch strengere Maßnahmen können angeordnet werden, wenn sich eine Corona-Welle trotzdem weiter aufbaut und ein Landesparlament für das gesamte Bundesland oder eine konkrete Gebietskörperschaft eine „konkrete Gefahr“ für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastrukturen feststellt. Dies soll anhand „bestimmter, gesetzlich geregelter Indikatoren“ geschehen. Dann würde die Maskenpflicht ausnahmslos gelten.

Hinzu kommen eine Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Außenbereich, verpflichtende Hygienekonzepte für Betriebe, Einrichtungen, Gewerbe, Angebote und Veranstaltungen aus dem Freizeit-, Kultur- und Sportbereich für öffentlich zugängliche Innenräume, in denen sich mehrere Personen aufhalten. Zudem würden ein Mindestabstand von 1,5 Meter im öffentlichen Raum angeordnet und Personenobergrenzen für Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen festgelegt werden. Kontaktbeschränkungen und Lockdowns soll es aber nicht mehr geben.

Die neuen Regeln sollen ab dem 1. Oktober 2022 bis zum 7. April 2023 gelten. Im parlamentarischen Verfahren sind noch Änderungen möglich. Das Kabinett verlängerte unterdessen am Mittwoch auch die Coronavirus-Einreiseverordnung bis zum 30. September.

Außerdem wurden Regelungen zur Triage auf den Weg gebracht.

red

RKI registriert rund 53000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 52.939 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 21 Prozent oder 14.451 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 288,5 auf heute 275,3 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 864.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 220.400 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 147 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 767 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 110 Todesfällen pro Tag (Vortag: 116).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 146.797. Insgesamt wurden bislang 31,92 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz bei 4,44

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist im Vorwochenvergleich weiter gesunken. Das RKI meldete am Mittwochmorgen zunächst 4,44 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch letzter Woche ursprünglich 4,72). Es handelt sich um die vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Thüringen (9,06). Dahinter folgen das Saarland (8,44), Mecklenburg-Vorpommern (7,26), Sachsen-Anhalt (6,05), Schleswig-Holstein (6,01), Bayern (5,72), Nordrhein-Westfalen (5,61), Brandenburg (4,62), Rheinland-Pfalz (3,78), Hessen (3,32), Berlin (3,11), Sachsen (2,69), Niedersachsen (2,51), Baden-Württemberg (2,51), Hamburg (2,38) und Bremen (1,03). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 4,28, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,85, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,63, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,18, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 6,41 und bei den Über-80-Jährigen bei 22,89 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Städtetag gegen neue Aufgaben für Gesundheitsämter

Der Deutsche Städtetag protestiert dagegen, im Kampf gegen den Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren die Gesundheitsämter mit der Kontrolle zu beauftragen. „Wir unterstützen sehr, Abrechnungsbetrug von einigen Testzentren zu bekämpfen“, sagte der Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Die Gesundheitsämter seien bereit, weiterhin unterstützend tätig zu sein.

„Sie informieren schon bisher die Kassenärztlichen Vereinigungen und Staatsanwaltschaften, falls sie Auffälligkeiten in den Räumlichkeiten oder beim Personal von Testzentren feststellen“, sagte Dedy. „Aber die Abrechnungen müssen von denen geprüft werden, die die Abrechnung der Teststellen erhalten und ihnen die Leistung bezahlen. Das sind die Kassenärztlichen Vereinigungen.“

Der Entwurf für die neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sieht demnach vor, dass die Gesundheitsämter künftig die Abrechnungen der Corona-Testzentren kontrollieren sollen. Der Deutsche Städtetag bezweifelt nicht nur, dass sich mit der neuen Testverordnung eine bessere Kontrolle der Abrechnungen erreichen lasse. „Wir halten es außerdem für rechtswidrig, wenn der Bund nun per Verordnung die Aufgabe der Abrechnungskontrolle auf die Gesundheitsämter übertragen will“, sagte Dedy.

„Eine gesetzliche Grundlage dafür können wir nicht erkennen.“ Es gibt mehrere Fälle von Testzentren, die sich durch abgerechnete, aber nicht durchgeführte Tests hohe Summen erschlichen haben. „Die Gesundheitsbehörden haben weder Geld, Personal noch die Fachkompetenz, im Detail zu prüfen, ob die Abrechnungen von Testzentren richtig sind“, sagte Dedy.

Die Gesundheitsämter sollen nach dem Entwurf der neuen Testverordnung die Aufgabe haben, bei Verdachtsfällen die Dokumentation der Testzentren zu sichten.

red

Infektiologe glaubt nicht an „Killer-Variante“ des Coronavirus

Der Münchner Infektiologe Christoph Spinner rechnet nicht mit einer „Killer-Variante“ des Coronavirus, wie sie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) befürchtet. „Die Wahrscheinlichkeit, dass eine noch gefährlichere Variante auftaucht, die sich auch noch besser als heutige Varianten vermehren kann, ist relativ niedrig“, sagte der Arzt dem Sender ntv. Hierzu müsste das Virus Eigenschaften vereinen, die es gefährlicher und übertragbarer machten.

„Das ist schon aufgrund der deutlich gestiegenen Immunkompetenz in der Allgemeinbevölkerung sehr unwahrscheinlich“, so der Experte. Das Virus treffe nicht mehr auf eine immunnaive Bevölkerung. Wahrscheinlicher sei somit, dass das Virus sich immer wieder ein wenig verändere, damit es sich auch in einer deutlich immunkompetenteren Bevölkerung verbreiten könne.

Nur eines ist laut Spinner sicher: „Wir werden mit dem Coronavirus leben müssen. Es wird uns erhalten bleiben.“ Lauterbach hatte Ende Juli gesagt, es sei vorstellbar, dass ein Virus die Ansteckung der BA.5-Variante mit dem schweren Verlauf einer Delta-Variante verbinden und so eine „Killer-Variante“ entstehen könne.

Durch die Impfungen und Genesungen sei es gelungen, die Immunkompetenz in der Allgemeinbevölkerung merklich zu steigern, sagte Spinner. Denn die Impfungen schützten weiterhin vor schweren Verläufen, die dadurch signifikant seltener geworden sind. Das mache sich auch in den Kliniken bemerkbar.

„Deutlich weniger Menschen mit schweren Verläufen müssen ins Krankenhaus.“ Dennoch sei es wichtig, vor allem Risikogruppen weiterhin zu schützen: „Es gibt bei Sars-CoV-2 wie auch bei anderen Atemwegserkrankungen leider keine sterile Immunität, die dauerhaft vor einer Infektion schützt – auch wenn wir anfangs darauf gehofft haben.“

red

Pflegedienste warnen vor fehlender Finanzierung von Tariflöhnen

Kurz vor Inkrafttreten der sogenannten Tariftreueregelung warnen private Pflegedienste vor einer ungenügenden Refinanzierung und möglichen Geschäftsaufgaben. Die Lohnerhöhungen würden „gerade für kleine Betriebe extrem herausfordernd“, sagte Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (BPA), dem „Spiegel“. Jasmin Arbabian-Vogel, Geschäftsführerin eines interkulturellen Pflegedienstes in Hannover und Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen, sagte unterdessen, dass sie einige Unternehmen kenne, die auf der Suche nach Käufern seien oder sagten: „Wir liquidieren“.

Torsten Wendt, Geschäftsführer eines Pflegedienstes in Kiel und Mitglied der Interessengemeinschaft ambulante Pflege, sagte, dass die Auswahl von Klienten nach Wirtschaftlichkeit in der Branche „mit Sicherheit“ zunehmen werde. „Nicht wenige Patienten werden hier auf der Strecke bleiben.“ Ab 1. September werden Pflegeanbieter von den Kassen nur noch für ihre Leistungen entlohnt, wenn sie Mitarbeiter nach einem Tarifvertrag bezahlen oder sich daran anlehnen.

Über die Refinanzierung verhandelten viele Unternehmen jedoch noch kurz vor Fristende mit den Pflegekassen. Diese wiesen die Vorwürfe über den Bundesverband der AOK als „nicht nachvollziehbar“ zurück. Da sich viele Einrichtungen und ihre Verbände immer noch nicht auf ein Tarifniveau festgelegt hätten, fehle es „bisher oft an einer Verhandlungsgrundlage für eine Refinanzierung eventueller Kostensteigerungen“.

Für Unmut sorgt auch, dass verschiedene Anbieter für die gleichen Leistungen offenbar weiterhin unterschiedliche Punktwerte erhalten sollen. So berichtet der „Spiegel“ über ein Angebot an einen privaten Pflegedienst, laut dem dieser bei Anlehnung an die Löhne der Caritas dennoch gut fünf Euro weniger für eine sogenannte Ganzwaschung erhalten würde als der örtliche Caritas-Dienst. Die Kassen begründen die Ungleichbehandlung damit, dass Träger wie Caritas über ihre Verträge auch Leistungen wie die Altersvorsorge regeln.

Im Gegensatz zu anderen Beteiligten zeigte sich das Bundesgesundheitsministerium optimistisch, dass die Tariftreuregelung bis Anfang September umgesetzt werden kann. In Gesprächen mit der Pflegeselbstverwaltung habe man „positive Signale“ erhalten, dass es in den Ländern „bereits sehr konzentrierte und konstruktive Bemühungen“ gebe. „Wir gehen daher davon aus, dass sich flächendeckend Kostenträger und Leistungserbringer schnellstmöglich auf tragfähige Einigungen verständigen, um die gesetzlichen Voraussetzungen einzuhalten.“

red

Weitere 70 Millionen Euro für die Corona-Warn-App eingeplant

Für die Corona-Warn-App der Bundesregierung werden bis Ende des Jahres weitere Kosten von bis zu 70 Millionen Euro erwartet. Das geht aus einer Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium hervor, schreibt die „Welt am Sonntag“. Noch im Februar hatte das Haus diesen Wert mit 50 Millionen Euro beziffert.

Die Kosten fallen hauptsächlich für das Vorhaben an, die App als „Baustein der digitalen Kontaktnachverfolgung weiter auszubauen und zusätzliche Funktionalitäten“ zu integrieren. „Die Gesamtkosten, die bislang ausgezahlt wurden, belaufen sich auf circa 160 Millionen Euro“, sagte eine Sprecherin von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Um die Entwicklung und den Betrieb der Anwendung kümmern sich das Software-Unternehmen SAP und die Telekom-Tochter T-Systems.

Die gestiegenen Kosten fallen beispielsweise für die „Anbindung weiterer Teststellen“ an oder für die „verbesserte Anzeige“ des aktuellen Status-Nachweises, der nun eine „Testverwaltung für Familienmitglieder ermöglicht“. Außerdem wurde für die Verlängerung von technisch abgelaufenen Zertifikaten gesorgt und es wurden weitere „kleine Verbesserungen und Anpassungen“ vorgenommen. Die Check-In-Funktion zur Kontaktnachverfolgung im Infektionsfall kann nach wie vor genutzt werden.

„Ob für diese Funktionalität im Herbst und Winter Bedarf besteht, hängt maßgeblich von dem weiteren Verlauf des Pandemiegeschehens ab“, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Der Bundesrechnungshof hatte bereits im Frühjahr 2022 ein Prüfverfahren zur Wirtschaftlichkeit der Corona-Warn-App eingeleitet.

red