So sehen die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis aus

Seit Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die 3G-Regelung im Einzelhandel nicht mehr. Bei Veranstaltungen sind wieder mehr Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen und die Kontaktdaten müssen in den meisten Bereichen nicht mehr erfasst werden.

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Mittwoch aus:

Die aktuelle Corona-Zahlen sind weiterhin auf einem hohen Niveau: Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Mittwoch vorläufig 1.631 (Vortag: 1.303) Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg auf 1.256,2 (+ 9,9) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 651 (Vortag: 648) (Stand: 09.02..22 – 18Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 09.02.2022

Affalterbach ( 585 | 16 )
Asperg ( 2.030 | 43 )
Benningen am Neckar ( 831 | 27 )
Besigheim ( 2.014 | 44 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.851 | 57 )
Bönnigheim ( 1.220 | 27 )
Ditzingen ( 3.594 | 146 )
Eberdingen ( 857 | 29 )
Erdmannhausen ( 569 | 18 )
Erligheim ( 347 | 3 )
Freiberg am Neckar ( 1.897 | 90 )
Freudental ( 419 | 19 )
Gemmrigheim ( 712 | 31 )
Gerlingen ( 2.262 | 47 )
Großbottwar ( 1.077 | 55 )
Hemmingen ( 1.111 | 30 )
Hessigheim ( 298 | 11 )
Ingersheim ( 808 | 22 )
Kirchheim am Neckar ( 1.070 | 20 )
Korntal-Münchingen ( 2.980 | 97 )
Kornwestheim ( 5.640 | 94 )
Löchgau ( 753 | 24 )
Ludwigsburg ( 14.573 | 274 )
Marbach am Neckar ( 2.077 | 69 )
Markgröningen ( 2.058 | 36 )
Möglingen ( 1.678 | 34 )
Mundelsheim ( 401 | 16 )
Murr ( 924 | 33 )
Oberriexingen ( 297 | 1 )
Oberstenfeld ( 898 | 43 )
Pleidelsheim ( 835 | 28 )
Remseck am Neckar ( 3.849 | 106 )
Sachsenheim ( 2.845 | 51 )
Schwieberdingen ( 1.666 | 48 )
Sersheim ( 851 | 44 )
Steinheim an der Murr ( 1.294 | 37 )
Tamm ( 1.387 | 11 )
Vaihingen an der Enz ( 3.964 | 73 )
Walheim ( 403 | 10 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 234.250 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 12,4 Prozent oder 25.752 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1441,0 auf heute 1450,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. (Stand: 09.02.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Lauterbach plant Rettung der Berufs-Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) arbeitet an einem Plan, die einrichtungsbezogene Impfpflicht zu retten. Zum einen will das Ministerium in Zusammenarbeit mit den Länder einheitliche Vorgaben erlassen, wie das Gesetz zur Berufs-Impfpflicht ausgelegt werden soll, sagte ein Ministeriumssprecher dem Portal “Business Insider”. Es werde “an abgestimmten Vollzugsregelungen” gearbeitet.

Der Knackpunkt: Die Bestimmungen zu möglichen Konsequenzen, wenn Beschäftigte die nötigen Impfnachweise nicht vorlegen. Hier werden für die Gesundheitsämter klare und einheitliche Vorgaben erwartet. Im vertraulichen Gesundheitsausschuss des Bundestags am Dienstag brachte Lauterbach zudem den Einsatz des Medizinischen Dienstes zur Durchsetzung der Impfpflicht ins Gespräch, schreibt das Portal.

Der Medizinische Dienst ist eine Organisation der gesetzlichen Krankenkassen, die sicherstellt, dass alle Kranken und Pflegebedürftigen die gleiche und angemessene Versorgung bekommen. Normalerweise führt er dafür beispielsweise Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen durch und ermittelt oder Pflegegrad und -bedarf von Versicherten. Diese Qualitätsprüfungen könne ausgesetzt werden, so Lauterbach laut Ausschuss-Teilnehmern, wodurch Kapazitäten frei würden, um bei der Durchsetzung der Impfpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu helfen.

Der Medizinische Dienst erklärte auf Anfrage von Business Insider, in diese Pläne bisher nicht eingeweiht gewesen zu sein. Allerdings habe es zu Beginn der Pandemie schon einmal eine Aussetzung von Qualitätsprüfungen gegeben. So hätten die medizinischen Mitarbeiter beispielsweise in Gesundheitsämtern oder Krankenhäusern aushelfen können.

Das Gesundheitsministerium äußerst sich zum Medizinischen Dienst auf Anfrage nicht.

red / dts

 

Mehr als 234.000 Neuinfizierte – 272 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 234.250 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 12,4 Prozent oder 25.752 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1441,0 auf heute 1450,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 3.028.600 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 749.700 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 272 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.045 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 149 Todesfällen pro Tag (Vortag: 138). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 119.215. Insgesamt wurden bislang 11,52 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts

Sozialgerichtspräsident: Ungeimpfte sollen Kosten von Krankenhausbehandlung angemessen mittragen

Nach der Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), für die einrichtungsbezogene Impfpflicht “großzügigste Übergangsregelungen” zu schaffen, die “de facto zunächst einmal auf ein Aussetzen des Vollzugs” hinauslaufen, übt der Präsident des Bundessozialgericht Rainer Schlegel scharfe Kritik. “Das Gesetz gilt”, sagte Schlegel im Rahmen der digitalen Jahrespressekonferenz am Dienstag in Kassel. Er verwies auf den Gesetzeswortlaut nach dem Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitsbereich ab dem 15. März geimpft sein müssen.

Nach Einschätzung von Schlegel ergibt sich daraus die Regelung, dass für ungeimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Betätigungsverbot gilt. Sollte die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht mehr gewollt sein, müsse der Gesetzgeber das Gesetz aufheben oder sein Inkrafttreten verschieben.

Zudem plädierte der Präsident des Bundesozialgerichts dafür, dass Ungeimpfte sich in bestimmten Fällen angemessen an den Kosten einer stationären Behandlung im Krankenhaus beteiligen. Diese hätten berechtigterweise ohne Einschränkungen Zugang zu allen notwendigen medizinischen Behandlungen, auch im intensivmedizinischen Bereich. “Alles andere wäre ethisch auch nicht vertretbar”, so Schlegel. Allerdings sollten seiner Ansicht nach Ungeimpfte an den Kosten einer Behandlung beteiligt werden, sofern es ihnen ohne Weiteres möglich gewesen wäre, sich impfen zu lassen. “Solidarität ist keine Einbahnstraße”, so Schlegel.

Hohe Kosten durch Krankenhausbehandlung

Er machte zudem auf die durch Impfungen vermeidbaren hohen Kosten stationärer Krankenhausbehandlung bei einem schweren Verlauf einer Covid19-Erkrankung aufmerksam. Diese könnten bei stationärem Aufenthalt mit künstlicher Beatmung bis zu 200.000 Euro betragen, sich anschließende Rehabilitationsmaßnahmen und Folgekosten einer Long-Covid-Erkrankung noch gar nicht eingerechnet.

red

 

Inzidenzwert im Landkreis sinkt leicht

Die baden-württembergische Landesregierung schafft die 3G-Regelung im Einzelhandel ab, bei Veranstaltungen sind wieder mehr Zuschauerinnen und Zuschauer  zugelassen und die Kontaktdaten müssen in den meisten Bereichen nicht mehr erfasst werden. Die neuen Corona-Regeln treten ab Mittwoch 09.02.22 in Kraft.  Das gab die Landesregierung am Dienstag in Stuttgart bekannt.

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Dienstag aus:

Die aktuelle Corona-Zahlen sind weiterhin auf einem hohen Niveau: Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Dienstag vorläufig 1.303 (Vortag: 564) Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg auf 1.246,3 (- 46,1) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 648 (Vortag: 648) (Stand: 08.02..22 – 18Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 08.02.2022

Affalterbach ( 569 | 4 )
Asperg ( 1.987 | 45 )
Benningen am Neckar ( 804 | 19 )
Besigheim ( 1.970 | 27 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.794 | 103 )
Bönnigheim ( 1.193 | 20 )
Ditzingen ( 3.448 | 59 )
Eberdingen ( 828 | 20 )
Erdmannhausen ( 551 | 20 )
Erligheim ( 344 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 1.807 | 31 )
Freudental ( 400 | 0 )
Gemmrigheim ( 681 | 5 )
Gerlingen ( 2.215 | 57 )
Großbottwar ( 1.022 | 17 )
Hemmingen ( 1.081 | 44 )
Hessigheim ( 287 | 1 )
Ingersheim ( 786 | 6 )
Kirchheim am Neckar ( 1.050 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 2.883 | 45 )
Kornwestheim ( 5.546 | 63 )
Löchgau ( 729 | 8 )
Ludwigsburg ( 14.299 | 284 )
Marbach am Neckar ( 2.008 | 35 )
Markgröningen ( 2.022 | 30 )
Möglingen ( 1.644 | 10 )
Mundelsheim ( 385 | 12 )
Murr ( 891 | 8 )
Oberriexingen ( 296 | 0 )
Oberstenfeld ( 855 | 12 )
Pleidelsheim ( 807 | 6 )
Remseck am Neckar ( 3.743 | 75 )
Sachsenheim ( 2.794 | 16 )
Schwieberdingen ( 1.618 | 20 )
Sersheim ( 807 | 6 )
Steinheim an der Murr ( 1.257 | 23 )
Tamm ( 1.376 | 26 )
Vaihingen an der Enz ( 3.891 | 71 )
Walheim ( 393 | 7 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 169.571 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 4,3 Prozent oder 6.958 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1426,0 auf heute 1441 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. (Stand: 08.02.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Baden-Württemberg hebt 3G-Regelung im Einzelhandel auf

Aktuell gilt in Baden-Württemberg beim Einkaufen die 3G-Regel. Das soll sich ab Mittwoch ändern. Auch in anderen Bereichen soll vorsichtig gelockert werden.

Die baden-württembergische Landesregierung schafft die 3G-Regelung im Einzelhandel ab, bei Veranstaltungen sind wieder mehr Zuschauerinnen und Zuschauer  zugelassen und die Kontaktdaten müssen in den meisten Bereichen nicht mehr erfasst werden. Die neuen Corona-Regeln treten ab Mittwoch 09.02.22 in Kraft.  Das gab die Landesregierung am Dienstag in Stuttgart bekannt.

Vorgaben zur Datenerhebung weitestgehend aufgehoben

Die Vorgaben zur Datenerhebung durch Betreiberinnen und Betreiber bzw. Veranstalterinnen und Veranstalter werden weitestgehend aufgehoben. Lediglich in einzelnen infektiologisch riskanten Settings, wie beispielsweise Diskotheken und im Zusammenhang des Kontakts mit vulnerablen Gruppen, wird die Datenverarbeitung aufrechterhalten. Selbstverständlich bleibt die Nutzung der Corona-Warn-App weiterhin zulässig und wird von der Landesregierung ausdrücklich empfohlen.

Mehr Zuschauerinnen und Zuschauer bei Veranstaltungen möglich

Auf Basis des Beschlusses der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien erhöht Baden-Württemberg die Personenobergrenzen bei Großveranstaltungen in der Alarmstufe I.

Es gilt grundsätzlich eine Kapazitätsbeschränkung von jeweils 50 Prozent. Im Freien sind bei 2G+ maximal 10.000 Personen und bei 2G-Veranstaltungen 5.000 Personen erlaubt. Im geschlossenen Raum sind bei 2G+ 4.000 Personen und bei 2G-Veranstaltungen 2.000 Personen zugelassen.

Weiterhin müssen bei diesen Veranstaltungen bei mehr als 500 Zuschauerinnen und Zuschauern feste Sitz-/Stehplätze zugewiesen werden. Maximal zehn Prozent der Plätze dürfen Stehplätze sein. Auch für Volks- und Stadtfeste erhöht sich die zugelassene Zahl der Besucherinnen und Besucher bei genereller Beschränkung auf 50 Prozent: maximal 5.000 Besucherinnen und Besucher bei 2G. Maximal 10.000 Besucherinnen und Besucher bei 2G+.

3G-Regelung im Einzelhandel entfällt in der Alarmstufe I

In der Alarmstufe I fällt die 3G-Zutrittsbeschränkung im Einzelhandel weg. Die FFP2-Maskenpflicht bleibt weiter bestehen.

red

Mindestlöhne in Altenpflege sollen deutlich steigen

Die Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege in Deutschland sollen ab dem 1. September 2022 deutlich steigen. Darauf habe sich die Pflegekommission einstimmig geeinigt, teilten die Bundesministerien für Arbeit und für Gesundheit am Dienstag mit. Die Erhöhung soll demnach in drei Schritten erfolgen.

Bis zum 1. Dezember 2023 sollen die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte auf 14,15 Euro pro Stunde, für qualifizierte Pflegehilfskräfte auf 15,25 Euro und für Pflegefachkräfte auf 18,25 Euro angehoben werden. Für Beschäftigte in der Altenpflege empfiehlt die Pflegekommission zudem einen Anspruch auf zusätzlichen bezahlten Urlaub über den gesetzlichen Urlaubsanspruch hinaus. Dieser Mehrurlaub soll bei Beschäftigten mit einer Fünf-Tage-Woche für das Jahr 2022 sieben Tage, für die Jahre 2023 und 2024 jeweils neun Tage betragen.

Das Bundesarbeitsministerium will die neuen Pflegemindestlöhne auf dem Weg einer Verordnung festsetzen.

red / dts

Ex-Papst Benedikt bittet Missbrauchsopfer um Entschuldigung

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat alle Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche um Entschuldigung gebeten. In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme zum Missbrauchsbericht des Erzbistums München und Freising wies er allerdings auch konkrete Vertuschungsvorwürfe gegen sich zurück. “Ich habe in der katholischen Kirche große Verantwortung getragen”, heißt es in dem Schreiben.

“Umso größer ist mein Schmerz über die Vergehen und Fehler, die in meinen Amtszeiten und an den betreffenden Orten geschehen sind.” Jeder einzelne Fall eines sexuellen Übergriffs sei “furchtbar und nicht wieder gut zu machen”. Die Opfer von sexuellem Missbrauch hätten sein “tiefes Mitgefühl” und er bedauere jeden einzelnen Fall.

Vorwürfe, wonach er über seine Teilnahme an einer Ordinariatssitzung im Januar 1980 gelogen habe, wies der frühere Papst zurück. Bei der Erarbeitung einer Stellungnahme für das Gutachten sei ein “Versehen” erfolgt. “Dieser Fehler, der bedauerlicherweise geschehen ist, war nicht beabsichtigt und ist, so hoffe ich, auch entschuldbar.”

Dass dieses “Versehen” ausgenutzt worden sei, um an seiner “Wahrhaftigkeit” zu zweifeln und ihn als “Lügner” darzustellen, habe ihn “tief getroffen”.

red / dts

Union will einrichtungsbezogene Impfpflicht bundesweit aussetzen

Nach der Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), die einrichtungsbezogene Impfpflicht vorerst auszusetzen, dringt die Union auf einen bundesweiten Stopp. “Die Bundesregierung muss einsehen, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Moment kaum umsetzbar ist. Um weiteren Schaden abzuwenden, sollte sie sich mit den Ländern über eine vorläufige Aussetzung verständigen”, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Tino Sorge zu “Bild”.

“Die Aussetzung sollte bundesweit einheitlich gelten, bis zentrale rechtliche und praktische Fragen beantwortet sind.” Sorge sagte, die Bundesregierung müsse das Gesetz “schleunigst nachbessern”, wenn die einrichtungsbezogene Impfpflicht doch noch kommen sollte. Die Regierung müsse unter anderem die Frage klären, wie mit Personal umzugehen sei, das von Einrichtungen als unverzichtbar angesehen wird.

“Heute sieht es nicht so aus, als würde das der Ampel rechtzeitig zum 16. März gelingen”, sagte der CDU-Politiker. Die Vorsitzendes der Unions-Mittelstandsvereinigung (MIT), Gitta Connemann, sprach sich in “Bild” ebenfalls für den Stopp der Impfpflicht für medizinisches und Pflegepersonal aus: “Die einrichtungsbezogene Impfpflicht war gut gemeint. Aber inzwischen wissen wir: Sie ist aktuell nicht umsetzbar. Und sie verursacht mehr Schaden als Nutzen.” Der Bonner Virologe Hendrik Streeck begrüßte die Ankündigung von Söder, die einrichtungsbezogene Impfpflicht vorerst nicht umzusetzen. “Die einrichtungsbezogene Impfpflicht würde die personelle Lage in den Kliniken weiter verschärfen und somit das Gesundheitswesen weiter belasten. Es ist gut, wenn die Politik aus dieser Erkenntnis Schlüsse zieht.”

red / dts

Fast 170.000 Corona-Infizierte – 177 Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 169.571 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 4,3 Prozent oder 6.958 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1426,0 auf heute 1441 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 2.911.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 755.900 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 177 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 969 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 138 Todesfällen pro Tag (Vortag: 140). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 118.943. Insgesamt wurden bislang 11,29 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts