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MEHL-RÜCKRUF: Kunstmühle Reisgang GmbH ruft „Mehlzauber Roggenmehl Type 1150“ zurück

Kunstmühle Reisgang GmbH ruft eine Charge „Roggenmehl Type 1150“ zurück

Reisgang: Die Kunstmühle Reisgang GmbH ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes eine Charge Mehlzauber „Roggenmehl Type 1150“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.07.20 zurück. Das Mindesthaltbarkeitsdatum befindet sich auf der Oberseite der Verpackung.

In dem Roggenmehl wurde eine erhöhte Menge an Ergotalkaloide festgestellt. Alkaloide finden sich hauptsächlich im Mutterkorn, das auf Getreideähren und Gräsern wächst. Ein Verzehr kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder in seltenen Fällen Halluzinationen führen. Die Kunstmühle Reisgang GmbH hat umgehend reagiert und die Ware sofort aus dem Verkauf genommen.

Betroffen ist ausschließlich das im Freistaat Bayern verkaufte „Roggenmehl Type 1150“ mit dem oben genannten Mindesthaltbarkeitsdatum. Alle anderen Produkte der Kunstmühle Reisgang GmbH sind davon nicht betroffen und uneingeschränkt zum Verzehr geeignet. Kunden, die das Roggenmehl erworben haben, sollten dieses in der jeweiligen Verkaufsstätte zurückgeben. Dort erhalten sie den Kaufpreis ohne Vorlage
eines Kassenbons zurückerstattet.

Betroffener Artikel:

Produkt: Roggenmehl Type 1150
Bezeichnung: Mehlzauber
Mindesthaltbarkeitsdatum: 17.07.20
Hersteller: Kunstmühle Reisgang GmbH

Das Mindesthaltbarkeitsdatum befindet sich auf der Oberseite der Verpackung.

Krebstherapie: Diese Ansätze machen Hoffnung

In Deutschland erkranken jährlich rund 476.000 Menschen neu an Krebs. Bei der Behandlung gehören Operation, Strahlentherapie und medikamentöse Therapie zu den zentralen Säulen. Doch Forscher suchen ständig nach neuen Ansätzen.

Bislang sind rund 300 Krebsarten bekannt, die sich in vielen Aspekten unterscheiden. Doch auch innerhalb einer Krebsart können die Unterschiede von Patient zu Patient groß sein. “Bei der zielgerichteten Krebstherapie versuchen wir, eine Behandlung einzusetzen, die auf die Eigenheiten einer Tumorart und auf die Krebszellen des Patienten abgestimmt ist”, erklärt Prof. Dr. Martin Glas, Leiter der Abteilung Klinische Neuroonkologie am Universitätsklinikum Essen. Durch den maßgeschneiderten Ansatz können Medikamente zum Beispiel gezielt Tumorzellen erkennen – oder sie entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn der Tumor bestimmte Eigenschaften aufweist. Dies kann zur Hemmung des Tumorwachstums und zum Sterben der Krebszellen führen. Andere Medikamente stören die Neubildung von Blutgefäßen, die der Tumor zu seiner Versorgung benötigt. Die zielgerichtete Krebstherapie wird zum Beispiel bei Brustkrebs, bösartigem Hirntumor und Darmkrebs angewandt.

“Hinter der Behandlung mit sogenannten Tumortherapiefeldern steckt die Beobachtung, dass rasch wechselnde elektrische Felder die Teilung von Tumorzellen stören können”, so Professor Glas. Im Einsatz ist diese Art der Behandlung etwa bereits beim Glioblastom, dem häufigsten bösartigen Hirntumor im Erwachsenenalter. Die Behandlung erfolgt mithilfe eines kleinen tragbaren Geräts und hochentwickelten Keramik-Gelpads, die auf dem Kopf befestigt werden. Sie wird nach erfolgter Operation sowie Strahlen- und Chemotherapie zusätzlich zur Erhaltungschemotherapie beim Glioblastom angewendet. Die Therapie kann dazu beitragen, die Überlebensrate der Patienten zu verlängern.

Bei der Immuntherapie geht es darum, das Immunsystem des Patienten gegen den Krebs zu mobilisieren. “Bestimmte Krebszellen können verschiedene Strategien entwickeln, mit denen sie sich vor der körpereigenen Abwehr verstecken. Ein Ziel der Forscher ist es, den Krebszellen diese Tarneigenschaft zu nehmen oder das Abwehrsystem gezielt gegen die Erkrankung zu richten”, erklärt Professor Glas. Die Zellen können dann vom Immunsystem unschädlich gemacht werden. Moderne Formen der Immuntherapie beschäftigen sich zum Beispiel mit einer gezielten Impfung gegen die Krebserkrankung. Andere setzen spezielle Viren ein, die gezielt Tumorzellen infizieren. “Die körpereigene Abwehr kann sie so als Feind erkennen und angreifen.” mp/f

Das Schussel-Gen

Schusselige Leute haben eine Entschuldigung: Die Gene sind schuld. Das haben Genforscher herausgefunden. Schlüssel, Handy, sogar das Auto: Viele können sich einfach nicht merken, wo sie ihre kleinen und großen Dinge gelassen haben. Inzwischen weiß man: Die Ursache für unsere Schusseligkeit liegt in der Familie.

Forscher haben herausgefunden, dass ein Gen mit dem Namen DRD2 für unsere Schusseligkeit mitverantwortlich ist. Eine Variante des Gens beeinflusst den Dopaminhaushalt unseres Gehirns. “Wir können dann uns weniger gut auf eine Sache konzentrieren”, sagt Bettina Rackow-Freitag, Fachautorin der “Apotheken-Umschau”. “Wir sind dadurch schusseliger, lassen uns leichter ablenken.” Manche würden auch eher mal stolpern, denn die Veranlagung wirke sich auch im Motorischen aus. Schusseligkeit könne aber auch durch Stress, Eisen- oder Vitaminmangel kommen.

Doch was tun? Früher hat man sich einfach einen Knoten ins Taschentuch gemacht, heute hilft die Technik. “Mit dem Handy kann man sich einfach an Geburtstage und Termine erinnern lassen, oder die Umgebungskarte zeigt an, wo das Auto abgestellt ist”, erklärt die Expertin.

Doch kann man auch des Guten zu viel tun: “Viele schauen bis zu hundertmal am Tag auf ihr Display, checken Nachrichten oder suchen etwas im Internet. Diese häufigen Unterbrechungen lenken uns sehr stark ab.” Wissenschaftler hätten festgestellt, dass sich das wahrscheinlich auf die Konzentration und die Gedächtnisleistung langfristig auswirkt. Tipp: Einfach öfters das Handy lautlos stellen.

Auch Routine soll gegen Schusseligkeit helfen. Wer sich angewöhne, abends alle wichtigen Utensilien für den nächsten Morgen herzurichten, erspare sich einen hektischen Start in den Tag. mp/wal

Mindestlohn in der Pflege soll deutlich steigen

Die Debatten über eine Verbesserung des Pflegeberufes werden seit Jahren hitzig geführt. Getan hat sich aber bislang reichlich wenig – zumindest aus Sicht der Pflegekräfte. Jetzt soll sich etwas ändern. Das jedenfalls betont Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

11,05 Euro in Westdeutschland und 10,55 Euro in Ostdeutschland, so hoch ist der Mindestlohn in der Pflege. Viel zu niedrig, findet Spahn – zumal der Mindestlohn bei Fachkräften derzeit gar nicht greifen würde. Wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich nicht bald auf einen flächendeckenden Tarifvertrag einigen, soll eine Kommission den Mindestlohn anheben.

Dem ARD-Hauptstadtstudio nannte Spahn erstmals eine Summe, wie hoch der Mindestlohn in der Pflege seiner Meinung nach sein müsste: “Gute 14 Euro – und das ist immer noch wirklich ein Mindestlohn. Gleichwohl muss man auch da sagen, gerade in der Altenpflege verdienen Zigtausende zum Teil deutlich weniger als diese 2.500 Euro”, sagt Spahn.

Jens Spahn spricht sich dafür aus, beim Mindestlohn künftig zwischen Pflegefachkräften und Hilfskräften zu differenzieren. Denkbar wäre aus seiner Sicht auch, den Mindestlohn regional zu unterscheiden. Von der Erhöhung profitieren würden vor allem Altenpfleger in Ostdeutschland.

Die Bundesregierung ist sich einig darüber, dass Pflegekräfte besser bezahlt werden sollen, auch um den Beruf attraktiver zu machen. Laut der Bundesagentur für Arbeit blieben 2018 knapp 40.000 Stellen in der Pflege unbesetzt, davon fast 25.000 in der Altenpflege. mp/rlo

Reiseübelkeit: Diese Tricks helfen

Viele Urlauber zieht es im Sommer in den Süden. Spanien, Italien oder Frankreich sind beliebte Reiseziele. In den meisten Fällen wird das Auto zur Ferien-Fahrt genutzt. Man ist unabhängig, flexibel und kann reichlich Gepäck mitnehmen. Der Haken an der Sache: Nicht jeder verträgt die lange Autofahrt.

Gerade Kindern, aber auch Erwachsenen wird bei einer langen Urlaubsfahrt im Auto häufig schlecht. Woran liegt das? Das passiert, wenn die Augen und das Gleichgewichtsorgan unterschiedliche Sinneseindrücke empfangen. Das Gehirn kann diese nicht gut zusammenfügen, wie das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” erklärt. Um vorzubeugen, nimmt man vor der Fahrt eine leichte Mahlzeit zu sich. Auf kurvigen Straßen sollte man aus dem Fenster schauen und nicht lesen. Wer weiß, dass er oder ein Mitfahrer anfällig ist, kann sich in der Apotheke zu entsprechenden Arzneimitteln beraten lassen. mp/rlo

So realistisch sind Gesundheitsziele

An guten Vorsätzen mangelt es nicht, wenn es um unsere Gesundheit geht. Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen und Sport treiben – dieser Dreikampf steht bei vielen Menschen ganz oben auf der Agenda. Doch wie sieht es mit der Umsetzung aus?

Eher trostlos: Vier von zehn Bundesbürgern sind schon mal mit ihren Bemühungen um einen gesunden Lebensstil gescheitert: 39,2 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland geben laut einer Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau” an, dass sie schon mal versucht haben, möglichst gesund zu leben, das aber nicht lange durchgehalten haben.

Jeder Dritte (33,9 Prozent) ist überzeugt, aktuell viel zu wenig Zeit zu haben, um sich um einen wirklich gesunden Lebensstil zu kümmern. 26,6 Prozent argumentieren, sich einen gesünderen Lebensstil finanziell einfach nicht leisten zu können.

19,6 Prozent beklagen, von Familie und Freunden nicht genug unterstützt zu werden, um gesünder zu leben. Und 46,3 Prozent sind der Meinung, dass sie ein möglichst gesunder Lebensstil dazu zwingen würde, auf viele Dinge zu verzichten, die ihnen wichtig sind.

“Ausreden können uns jahrelang von der Erfüllung unserer Wünsche abhalten”, sagt Gabriele Oettingen, Professorin für Psychologie an der Universität Hamburg und der New York University. Nur wer sich die eigenen Ausreden klarmacht, kann eine Präventionsstrategie finden, die zu einem passt. “Man muss sich intensiv mit den eigenen Wünschen beschäftigen, aber auch mit dem, was der Umsetzung im Wege steht”, so die Psychologin. mp/rlo

Darum ist Sonnencreme so wichtig

Bei der brütenden Sommerhitze zieht es viele Menschen in die Freibäder oder an die Badeseen. Dabei sollten sie immer ausreichend Sonnencreme mit im Gepäck haben. Denn zu viel Sonne schadet der Haut, vor allem ungeschützt. Deshalb ist die Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels von großer Bedeutung.

“Wichtig ist vor allem der Lichtschutzfaktor, der für Kinder besonders hoch sein sollte”, sagt Dr. Greta Dau, Lebensmittelchemikerin bei TÜV Rheinland. Er ist eine verlässliche, allgemeinverständliche Orientierungshilfe. Kein Qualitätsmerkmal ist dagegen die Bezeichnung “dermatologisch getestet”. Dahinter verbirgt sich lediglich die Tatsache, dass das Produkt auf der menschlichen Haut getestet wurde.

Die Bezeichnung “wasserfest” ist ebenfalls irreführend, da solche Mittel nur eine gewisse Resistenz gegen Feuchtigkeit aufweisen. Nach dem Bad oder starkem Schwitzen sollte trotz der Bezeichnung nachgecremt werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten. In jedem Fall ist auf eine ausreichende Auftragsmenge – entsprechend der Anwendungshinweise – zu achten, damit der Sonnenschutz erreicht wird.

Pflegesubstanzen wie Aloe Vera sollten Produkte nicht enthalten, da diese Symptome eines Sonnenbrandes überdecken können. Ebenfalls sollten wenig Duftstoffe enthalten sein, da diese gerade auf sonnengereizter Haut noch schneller zu Allergien führen können.

Beim Kauf des Sonnenschutzmittels sollten Kunden auf das Haltbarkeitsdatum achten. Ist das abgelaufen, lässt der Schutz stark nach. Bei Kleinkindern bietet Kleidung zusätzlichen Schutz – eine Kopfbedeckung ist hier besonders empfehlenswert.

Nachcremen verlängert nicht das unbedenkliche Sonnenbad. “Je nach Hauttyp sollte man das Sonnenbad bereits nach wenigen Minuten beenden. Dann muss sich die Haut erholen und sollte erst am nächsten Tag wieder der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden”, rät Dr. Dau. mp/rlo

Daran erkennen wir eine Sonnenallergie

Ein strahlend blauer Himmel ist eine Wohltat für Geist und Seele. Da steigt das Stimmungs-Barometer sofort an. Doch manchen Menschen kann dieses Kaiserwetter gewaltig zusetzen. Sie reagieren mit Ausschlägen, Schwellungen und Verbrennungen auf die starke Sonnenstrahlung.

Das kann verschiedene Ursachen haben, wie das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” schreibt. Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung leiden nach Schätzungen des Allergieinformationsdienstes unter der sogenannten Sonnenallergie.

Symptome sind rötliche Flecken, Knötchen oder Bläschen, die stark jucken. Sie entstehen erst viele Stunden oder sogar Tage, nachdem man der Sonne ausgesetzt war, und halten tagelang an. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Allergie, sondern um eine Überempfindlichkeit des Immunsystems. Es helfen leichte kortison- oder antihistaminikahaltige Cremes und Gels, Lotionen mit Zinkoxid und Talk sowie eine fett- und emulgatorfreie Hautpflege.

Seltener tritt die sogenannte “Mallorca-Akne” auf: Wenige Tage nach dem ersten Sonnenbad der Saison zeigen sich juckende Knötchen mit rotem Rand oder kleine Pusteln auf Dekolleté, Schultern und Oberarmen und klingen langsam ab. Gegen den Ausschlag helfen die gleichen Präparate wie bei der Sonnenallergie.

Aber auch einige Stoffe in Arzneien oder Kosmetika können die Haut in Kombination mit UV-Licht stark lichtempfindlich machen und Reizungen verursachen. “Etwa 270 Medikamente haben diese Wirkung”, sagt Professorin Silvia Schauder, Dermatologin aus Göttingen. Das steht dann in der Packungsbeilage. mp/rlo

Richtiges Trinken will gelernt sein

In der brütenden Sommerhitze müssen wir ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Menge an. Richtiges Trinken will gelernt sein. Das Forum Trinkwasser gibt Trinktipps und erklärt, wie man die Hitze übersteht und erträglicher machen kann.

An heißen Tagen kann der Körper zwei- bis dreimal mehr Flüssigkeit verlieren als üblich. Jetzt ist es besonders wichtig, reichlich und regelmäßig zu trinken, um fit und konzentriert zu bleiben. In der Hitzeperiode sollten es mindestens zwei bis drei Liter täglich sein.

Wer im Freien und unter direkter Sonneneinstrahlung körperlich hart arbeiten muss, muss noch mehr trinken. Alle 15 bis 20 Minuten sollte ein volles Glas Trinkwasser getrunken werden, rät Ernährungswissenschaftlerin und Trinkexpertin Iris Löhlein vom Forum Trinkwasser.

Sorgen um die Qualität von Trinkwasser muss sich niemand machen. Die Stiftung Warentest kommt erneut zum Schluss: “Unser Nass aus dem Hahn ist sicher.” Dafür haben die Tester aktuell Wasserproben aus 20 Orten in Deutschland untersucht. Das Ergebnis: Die Qualität von Trinkwasser stimme.

Eiskalte Getränke sind als Durstlöscher während der Hitze nicht geeignet. Denn der Körper gleicht den Temperaturunterschied zur Körpertemperatur wieder aus, indem er zusätzliche Wärme produziert. In heißen Ländern wird deswegen auch verbreitet warmer Kräuter- oder Früchtetee getrunken. Noch einfacher wird der Durst mit frischem Trinkwasser gelöscht, das aus der Leitung kommt.

Wer effizient arbeiten möchte, muss viel trinken. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sinkt bereits bei einem Flüssigkeitsdefizit von zwei Prozent des Körpergewichts. Das sind also bei einem Körpergewicht von 60 Kilo etwa 1,2 Liter. Arbeitgeber und Kollegen können sich gegenseitig aktiv ans Trinken erinnern und im Idealfall werden zusätzliche Getränke zur Verfügung gestellt. mp/rlo

Vorsicht bei weißem Hautkrebs

Weißer Hautkrebs ist gefährlich. Darum ist es wichtig, schon die Vorstufen zu erkennen. Strand, Schwimmbad, Sonne satt – für rund die Hälfte der Deutschen ist der Sommer die liebste Jahreszeit. Doch die warmen Sonnenstrahlen hinterlassen auf unserer Haut nicht nur ein wohliges Gefühl, sondern können ihr auch gefährlich werden. Insbesondere der Schwarze Hautkrebs ist bei Sonnenanbetern gefürchtet. Was viele nicht wissen: Es gibt auch hellen Hautkrebs. Eine häufige Vorstufe dieser Krebsart sind Aktinische Keratosen.

Sie werden von den Betroffenen in vielen Fällen erst spät erkannt, denn die Symptome ähneln denen einer harmlosen Hautveränderung. Von Aktinischen Keratosen sind meist Menschen ab 50 Jahren betroffen. Denn bei der Entstehung spielt die Lebenszeitdosis an UV-Strahlung eine wichtige Rolle. Gefährdet sind vor allem Personen, die viele Jahre lang in Job oder Freizeit ungeschützt starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit heller Haut, die zu Sonnenbrand neigen.

Aktinische Keratosen sind nicht bösartig, können jedoch entarten. Werden sie früh erkannt, lassen sie sich gut behandeln. Dazu ist nur selten eine operative Entfernung nötig. So können die Stellen beispielsweise vereist oder mit einem Laser abgetragen werden. Ebenso möglich ist die Behandlung mit speziellen Salben.

Eine minimal-invasive Behandlung, die auch für großflächige Hautareale infrage kommt, ist die Photodynamische Tageslichttherapie (Tageslicht-PDT). Bei dieser wird zunächst ein Medikament auf die Haut aufgetragen, durch das die geschädigten Zellen lichtempfindlich werden. Unter der Einwirkung von Tageslicht bilden sich daraufhin spezielle Sauerstoffmoleküle, die die kranken Zellen zerstören. Die abgestorbenen Zellen werden daraufhin vom Körper abgebaut, die Haut regeneriert sich innerhalb kurzer Zeit.

Aktinische Keratosen zeigen sich mit Symptomen, die von den Betroffenen meist als harmlose Hautirritation abgetan werden. Dazu gehören raue, schuppige Hautstellen, die sich ähnlich wie Sandpapier anfühlen. Die Farbe variiert von Hautfarben über Gelblich bis hin zu Rötlich. Betroffen sind meist Partien, die häufig mit UV-Strahlen in Kontakt kommen – wie Stirn, Ohren, Wangen und Nasenrücken.

Bei auffälligen Stellen sollten Betroffene ihren Hautarzt um Rat fragen. Außerdem empfehlen Experten, regelmäßig Untersuchungen zur Hautkrebs-Früherkennung wahrzunehmen. Ab einem Alter von 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten, manche schon früher. Und für die Lieblingssaison gilt: Den Sonnenschutz nicht vergessen – denn Vorbeugen ist besser als Heilen. mp/wal

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