Antigen-Schnelltests: Laborärzte kritisieren fehlende Zulassungskriterien

Der Chef des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte will die genauere Prüfung von Antigen-Tests. „Um schnell größere Mengen Antigen-Schnelltests zur Verfügung zu haben, wurde in der Covid-19-Pandemie vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nur eine Listung von Schnelltesten veranlasst“, sagte Andreas Bobrowski dem Nachrichtenportal Watson. „Für diese hat man nur bestimmte Mindestkriterien vorgegeben durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Abstimmung mit dem RKI, ohne dass die Herstellerangaben in einem echten Zulassungsverfahren überprüft wurden. Dies hat sich mittlerweile als ein fataler Fehler herausgestellt.“ Erst im Mai 2022 wird es klare Zulassungskriterien für Schnelltests geben, die auch tatsächlich überprüft werden. Dann müssen „für die Zertifizierung der Antigenschnelltests ein EU-Referenzlabor und eine sogenannte `Benannte Stelle` hinzugezogen werden, da die Covid-19-Tests dann der höchsten Risikoklasse“ angehören würden, so der Vorsitzende des Berufsverbandes.

„Ab diesem Datum muss dann eine Laboruntersuchung der Tests sowie eine unabhängige Überprüfung der Daten vorliegen.“ Bis dahin empfiehlt Bobrowksi: „In Alten- und Pflegeheimen sollte auf das sicherere PCR-Verfahren als `Türöffner` übergegangen werden, um möglichst wieder strengere Kontaktbeschränkungen zu vermeiden.“ Für die eigenen Sicherheit bei Schnelltests empfiehlt Bobrowksi zu „gucken, ob es einer der Tests ist, die vom RKI gelistet werden und in einer Studie überprüft wurden“.

red

So sehen die Corona-Zahlen vor dem Wochenende aus

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 56.335 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 37 Prozent oder 15.095 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 285,9 auf heute 303,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. (Stand: 07.01. – 00.00Uhr)

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag für den Landkreis Ludwigsburg aus:

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Freitagnachmittag vorläufig 236 (Vortag: 147) Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz steigt laut dem Gesundheitsamt Ludwigsburg und liegt aktuell bei 235,8 (Vortag: 223,7) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 624 (Vortag: 621). (Stand: 07.01.22 – 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

 

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 07.01.2022

Affalterbach ( 417 | 1 )
Asperg ( 1.343 | 1 )
Benningen am Neckar ( 558 | 2 )
Besigheim ( 1.191 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 4.823 | 11 )
Bönnigheim ( 848 | 4 )
Ditzingen ( 2.159 | 6 )
Eberdingen ( 597 | 1 )
Erdmannhausen ( 337 | 2 )
Erligheim ( 242 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 1.242 | 6 )
Freudental ( 249 | 0 )
Gemmrigheim ( 473 | 0 )
Gerlingen ( 1.385 | 3 )
Großbottwar ( 725 | 5 )
Hemmingen ( 697 | 1 )
Hessigheim ( 200 | -1 )
Ingersheim ( 527 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 730 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 1.827 | 7 )
Kornwestheim ( 3.745 | 17 )
Löchgau ( 476 | 4 )
Ludwigsburg ( 9.454 | 61 )
Marbach am Neckar ( 1.424 | 9 )
Markgröningen ( 1.370 | 7 )
Möglingen ( 1.214 | 9 )
Mundelsheim ( 255 | 3 )
Murr ( 601 | 2 )
Oberriexingen ( 197 | 2 )
Oberstenfeld ( 637 | 7 )
Pleidelsheim ( 596 | 5 )
Remseck am Neckar ( 2.334 | 12 )
Sachsenheim ( 1.952 | 8 )
Schwieberdingen ( 1.161 | 5 )
Sersheim ( 494 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 879 | 5 )
Tamm ( 922 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 2.753 | 13 )
Walheim ( 266 | 4 )

red

Bund und Länder haben sich auf weitere Corona-Maßnahmen geeinigt

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass auch Genesene und zweifach Geimpfte künftig bei Bar- und Restaurantbesuchen bundesweit einen Schnelltest vorlegen müssen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf das aktuelle Beschlusspapier. 2G-plus gilt demnach unabhängig von der lokalen Inzidenz.

Ausgenommen von der Testpflicht sind geboosterte Personen ab dem Tag ihrer Auffrischungsimpfung, schreibt das Magazin. Wer weder Impf- noch Genesenennachweis erbringen kann, bleibt der Zutritt in gastronomische Betriebe gänzlich verwehrt. Beim Vollzug der Regelung wollen die Länder „ein besonderes Augenmerk auf Bars und Kneipen legen“, zitiert der „Spiegel“ aus dem Beschlusspapier.

red / dts

Vertrag über Corona-Warn-App wird verlängert

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Vertrag für die Corona-Warn-App mit SAP und der Deutschen Telekom bis zum 31.12.2022 verlängert. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Der Staat zog die Verlängerungsoption für die Verträge mit den beiden Unternehmen bereits zwei Tage vor der Bundestagswahl im September 2021. Deutsche Telekom und SAP sind für Entwicklung und Betrieb der App verantwortlich.

Für ihre Arbeit sind für das Haushaltsjahr 2022 etwa 25,2 Millionen Euro eingeplant. Für die App haben sie bisher etwa 67 Millionen Euro erhalten. Knapp 40 Millionen Mal wurde die App bisher heruntergeladen, allein am Mittwoch warnte sie mehr als 230.000 Nutzer vor einem potenziell gefährlichen Kontakt mit einer infizierten Person.

Eine Anpassung der Risikoermittlung aufgrund der infektiöseren Omikron-Variante ist unterdessen bisher nicht geplant, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

red / dts

Mehr als 56.000 Corona-Neuinfektionen – 264 Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 56.335 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 37 Prozent oder 15.095 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 285,9 auf heute 303,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 639.600 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 16.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 264 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.707 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 244 Todesfällen pro Tag (Vortag: 252).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 113.632. Insgesamt wurden bislang 7,42 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts

Rund 94 Prozent der Bundeswehr-Soldaten sind geimpft oder genesen

Bei der Bundeswehr sind durchschnittlich 94 Prozent der Soldaten vollständig geimpft oder genesen. Das ist das Ergebnis einer vorläufigen Erhebung, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte. Diese Zahl könne sich aber durch detailliertere Erhebungen in den kommenden Monaten noch leicht verändern.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) zeigte sich darüber erfreut. „Die gute Impfquote bei unseren Soldatinnen und Soldaten ist ein Zeichen der großen Disziplin innerhalb der Truppe aber auch der Solidarität gegenüber unserer gesamten Gesellschaft. Die Bundeswehr unterstützt von Anfang an bei der Bekämpfung der Pandemie mit Tausenden Frauen und Männern.“

Da sei es eine „Selbstverständlichkeit, dass wir alles tun, um die Verbreitung des Virus so gut wie möglich zu verhindern – auch und vor allem durch Impfungen“. Darüber hinaus sei eine hohe Impfquote auch essenziell für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Die erfreulich hohe Impfbereitschaft der Soldaten zeige außerdem, „dass es sich bei den zum Teil lautstark auftretenden Impfverweigerern in Uniform um eine winzige Minderheit handelt, die in keiner Weise für die Bundeswehr als Ganzes steht“, so die SPD-Politikerin.

„Diesen Menschen, die sich bewusst außerhalb der Kameradschaft stellen, werden wir mit Entschlossenheit entgegentreten.“

red / dts

Gesundheitsminister sieht Gastronomie als Problembereich und plant Corona-Verschärfungen

Vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Corona-Situation in der Gastronomie beklagt. „Wir müssen noch einmal die Kontakte beschränken“, sagte er bei RTL Direkt. „Da ist insbesondere angedacht, dass wir in den Innenräumen der Gastronomie, dass wir da noch mehr Sicherheit wollen und dass man dort nur noch eintreten kann, wenn man zwei Mal geimpft und getestet ist.“

Nur noch Geboosterte könnten so rein. „Die Gastronomie ist ein Problembereich, da sitzt man ohne Maske oft für Stunden.“ Sollten die Fallzahlen steigen, müsste man weitere Kontaktbeschränkungen beschließen: „Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, dass die Kontaktbegrenzungen, die wir haben, wenn wir das noch einmal ergänzen um die 2G+ Regel, dass wir dann also die Infektionsdynamik so abfedern können, dass wir gar nicht in den Bereich gar nicht kommen.“

red / dts

So haben sich die Corona-Zahlen entwickelt

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 64.340 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 50 Prozent oder 21.570 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche. Damit ist die Zahl nicht mehr weit vom bisherigen Tageshöchstwert entfernt. Der bisherige Rekord waren 65.371 Neuinfektionen am 18. November. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 258,6 auf heute 285,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. (Stand: 06.01. – 00.00Uhr)

Grafik: dts

Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag für den Landkreis Ludwigsburg aus:

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Donnerstagnachmittag vorläufig 147 (Vortag: 450) Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt Ludwigsburg leicht und liegt aktuell bei 223,7 (Vortag: 229,6) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 621 (Vortag: 621). (Stand: 06.01.22 – 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

 

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 06.01.2022

Affalterbach ( 416 | 4 )
Asperg ( 1.342 | 10 )
Benningen am Neckar ( 556 | -1 )
Besigheim ( 1.189 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 4.812 | 12 )
Bönnigheim ( 844 | 2 )
Ditzingen ( 2.153 | 4 )
Eberdingen ( 596 | 0 )
Erdmannhausen ( 335 | 0 )
Erligheim ( 241 | 3 )
Freiberg am Neckar ( 1.236 | -1 )
Freudental ( 249 | 0 )
Gemmrigheim ( 473 | 0 )
Gerlingen ( 1.382 | 5 )
Großbottwar ( 720 | 0 )
Hemmingen ( 696 | 4 )
Hessigheim ( 201 | 1 )
Ingersheim ( 525 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 728 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 1.820 | 4 )
Kornwestheim ( 3.728 | 15 )
Löchgau ( 472 | 0 )
Ludwigsburg ( 9.393 | 28 )
Marbach am Neckar ( 1.415 | -12 )
Markgröningen ( 1.363 | 2 )
Möglingen ( 1.205 | 1 )
Mundelsheim ( 252 | 0 )
Murr ( 599 | 0 )
Oberriexingen ( 195 | 0 )
Oberstenfeld ( 630 | 0 )
Pleidelsheim ( 591 | 0 )
Remseck am Neckar ( 2.322 | -10 )
Sachsenheim ( 1.944 | 11 )
Schwieberdingen ( 1.156 | 6 )
Sersheim ( 492 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 874 | 0 )
Tamm ( 917 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 2.740 | -2 )
Walheim ( 262 | 0 )

red

Verschärfung der 2G-Plus-Regel geplant

Die Bundesregierung plant offenbar, die 2G-Plus-Regel auszuweiten. Schon bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag könnte ein entsprechender Vorschlag zur Debatte stehen, berichtet das Portal „Business Insider“. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Mittwochabend im ZDF neue Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen Corona gefordert.

„Wir werden wahrscheinlich noch einmal zulegen müssen“, sagte Lauterbach. Dabei müsse jedoch mit Augenmaß vorgegangen werden. Regierungsintern gibt es nach Informationen des Portals deshalb vor allem Überlegungen über „indirekte Verschärfungen“ der Kontaktbeschränkungen – allen voran durch die weitreichende Einführung einer 2G-Plus-Regelung.

Einheitliche Regelungen zu 2G-Plus gibt es in den Bundesländern bisher nicht. Sie könnten beim Corona-Gipfel am Freitag nun besprochen und beschlossen werden. Bei einem Treffen der Chefs der Senatskanzleien der Bundesländer am Mittwochnachmittag sei das Thema jedoch noch nicht zur Sprache gekommen, schreibt „Business Insider“ weiter.

red / dts

Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter warnt vor Impfregister

Vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen hat Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink vor einem zu großen Zugriff des Staates auf Gesundheitsdaten – und der Einführung eines nationalen Impfregisters gewarnt. „Vorsicht bei nationalen Registern und Finger weg von der Zweckentfremdung von Daten“, sagte er dem „Spiegel“. Bereits jetzt gingen viele Menschen auf die Straße und hätten das Gefühl, der Staat würde sie gängeln.

Das Vertrauen in den Staat könnte bei „übereilten Schritten“ weiter sinken. „Den Impfstatus ohne Zustimmung der Betroffenen zentral erfassen und auf dieser Basis womöglich Bußgelder verhängen zu wollen, ist eine Vollzugsfantasie, die einen negativen Effekt auf die Impfkampagne haben kann“, sagte Brink. Hinzu komme: Die Verwaltung müsste bei einem nicht auf Freiwilligkeit basierten Register die vorhandenen Impfdaten erst mal mühsam zusammensuchen, etwa bei den kassenärztlichen Vereinigungen oder bei den Impfzentren.

Der Stuttgarter Landesdatenschützer gab zudem zu bedenken, dass ein nationales Impfregister nur seinen Zweck erfüllen könne, wenn zugleich die Melderegister zentralisiert oder zentral abgeglichen würden. Solch ein Schritt sei aus historischen Gründen in Deutschland skeptisch zu sehen – und sehr langwierig. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zuletzt gesagt, er wolle bei einer allgemeinen Impfpflicht ohne „neue Meldestrukturen“ auskommen.

Andere führende Politiker von SPD und Union erachten dagegen ein Impfregister bei Einführung einer Impfpflicht für notwendig.

red / dts