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So schützen wir unsere Augen

Mit der Zeit lässt die Sehkraft der meisten Menschen nach. Der Griff zur Brille oder zu Kontaktlinsen ist dann unumgänglich, um den Durchblick zu behalten. Doch jeder kann eine Menge tun, um möglichst lange gesunde Augen zu behalten.

So tragen eine allgemein vitaminreiche Ernährung und grünes Gemüse zu einer gesunden Netzhaut bei, wie das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” schreibt. Bei der Computerarbeit sollte man den Blick ab und zu vom Bildschirm lösen und abschweifen lassen. Bei trockenen Augen helfen Mittel aus der Apotheke. Auch ausreichend Schlaf dient der Erholung der Augen.

Aber auch Bewegung hilft, die altersbedingte Makuladegeneration aufzuhalten – also Störungen im Areal des schärfsten Sehens, der Makula. Vor schädlicher UV-Strahlung schützt eine Sonnenbrille. Diese sollte die Augen möglichst auch seitlich abschirmen.

Wichtig ist außerdem, möglichen Bluthochdruck oder Diabetes zu behandeln – beides kann die Augen schädigen. Auch das Rauchen erhöht das Risiko für Augenkrankheiten. Wer schon bei den ersten Symptomen eines Augenleidens zum Arzt geht, hat letztlich bessere Chancen, dass eine eventuell benötigte Therapie anschlägt.

Ralf Loweg

Raus aus der Zuckerfalle

Schokolade, Kuchen, Kekse: Bei der süßen Versuchung wird jeder mal schwach. Mit ein paar Tricks lässt sich jedoch gegensteuern. Reduziert man nämlich seinen Zuckerkonsum, wird das Verlangen nach Süßem mit der Zeit schwächer.

Was aber, wenn es einen trotzdem überkommt? Das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” hat einige einfache Ratschläge parat. Ein Tipp ist, Wasser zu trinken. Das füllt den Magen und erzeugt vorübergehend ein Sättigungsgefühl.

Auch Kaugummikauen kann helfen: Zuckerfreie Varianten schaden den Zähnen nicht und verhindern, dass wir gleichzeitig andere Süßigkeiten essen. Eine Alternative sind zuckerfreie Snacks: Man kann zum Beispiel langsam und mit Genuss eine Handvoll Nüsse kauen.

Wer abends schon früh seine Zähne putzt, erspart sich möglicherweise den Konsum von Süßigkeiten oder Snacks. Denn wir sind von klein auf so konditioniert, dass es abends nach dem Putzen nichts Süßes mehr gibt. Ein weiterer Trick ist, seinen Gürtel enger zu schnallen. Das macht uns wieder bewusst, warum wir den Konsum von Süßem reduzieren wollen.

Ralf Loweg

Hepatitis: Nicht ohne Impfschutz in den Urlaub

Das nasskalte Schmuddelwetter hat Deutschland fest im Griff. Viele Menschen träumen deshalb von einem Urlaub – mit Sonne, Strand und Meer. Um die Ferien entspannt genießen zu können, gehört zu einer guten Reisevorbereitung auch der Impfschutz gegen Hepatitis – einer virusbedingten Leberentzündung.

Hepatitis A und B sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Reisemitbringseln. Die Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus erfolgt durch Körperflüssigkeiten. Die Erkrankung kann chronisch verlaufen und dann zu einer Leberzirrhose sowie zu Leberkrebs führen.

Hepatitis A wird durch verunreinigtes Trinkwasser und Eiswürfel, Meeresfrüchte, Salate oder ungeschältes Obst übertragen. Die Hepatitis A wird nicht chronisch, sondern geht mit Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Temperatur, Verstopfung oder Durchfall und Schmerzen im rechten Oberbauch einher – über Wochen bis Monate.

2018 mussten rund 66 Prozent der Erkrankten im Krankenhaus behandelt werden. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch das Risiko eines schweren Verlaufs.

Die Verhinderung jeglichen Kontakts mit den Erregern ist schwierig, daher ist die vorbeugende Impfung die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung einer Infektion. Um den Urlaub und vor allem Essen und Getränke entspannt genießen zu können, sollte man sich vorab beim Arzt über seinen Impfschutz informieren.

Ralf Loweg

Darum sind Patienten-Lotsen so wichtig

Kranke und pflegebedürftige Menschen kommen oft nicht alleine im Alltag zurecht. Sie benötigen Hilfe. Aus diesem Grund setzt sich die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, dafür ein, Patienten-Lotsen gesetzlich zu verankern.

“Patienten-Lotsen können dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung patientenzentrierter zu organisieren,” sagte Claudia Schmidtke auf der “Fachtagung Patienten-Lotsen” des Bundesverbandes Managed Care (BMC) und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Berlin. Insbesondere für chronisch kranke Patienten, deren Versorgung einen größeren Koordinierungsbedarf mitbringt, sei die Einführung von Lotsen sinnvoll.

Unterstützung erhielt Schmidtke durch Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer. Reinhard machte deutlich, dass Hausärzte mit der Koordination von Leistungen und der Beratung ihrer Patienten häufig überfordert seien. “Der Hausarzt hat primär andere Aufgaben, er ist kein Lotse. Das sollten andere übernehmen,” sagte Reinhardt. “Diese organisatorische Unterstützung ist eine hochgradige Entlastung für uns Ärzte. Deshalb unterstützen wir das politisch.”

Patien-Lenlotsen – auch Case Manager genannt – sollen Patienten sektorenübergreifend durch die komplexe Versorgungskette leiten, medizinische und soziale Leistungen koordinieren, bis die Patienten selbst dazu in der Lage sind.

Über die koordinierende Aufgabe hinaus sieht Ärztepräsident Reinhardt auch einen hohen Beratungsbedarf bei den Patienten. “Aus meiner eigenen Praxis weiß ich, dass die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung rückgängig ist”, so der Mediziner.

Ralf Loweg

 

Darum landen Medikamente im Müll

Dass Medikamente oft allzu sorglos im Mülleiner entsorgt werden, ist in Deutschland keine Seltenheit. Doch woran liegt das? Ein Hauptgrund liegt in zu großen Packungen.

So geben 62 Prozent in einer Umfrage des “rbb” an, dass zum Zeitpunkt der Genesung noch ausreichend Medikamente in der Verpackung vorrätig waren. Andere Gründe sind, dass die Behandlung vorzeitig abgebrochen oder ein Medikament nicht vertragen wurde.

Zwar gibt jeder Zweite Medikamente bei einer Apotheke zurück, doch diese dürfen die Arznei nicht weitergeben. Die jährliche Verschwendung zu Lasten aller Krankenversicherten geht weiter, obwohl aus anderen Ländern Verfahren bekannt sind, die Abhilfe versprechen.

Aus Entwicklungsländern, aber auch aus Skandinavien und den Niederlanden ist eine Portionierung bekannt. Statt 50er- oder 100er-Packungen erhält ein Patient nur so viele Tabletten, wie er benötigt. Klingt vernünftig.

Ralf Loweg

Stress? Frische Luft macht gute Laune

 Frische Luft ist ein wahres Wundermittel. Auch bei nasskaltem Schmuddelwetter sollte jeder einmal am Tag aus dem Haus. Denn: Selbst an einem bedeckten, trüben Tag bekommt man unter freiem Himmel mehr Licht ab, als wenn man bei Lampenlicht zu Hause sitzt, wie das Apothekenmagazin “Senioren Ratgeber” schreibt.

Wer spazieren oder walken geht, tankt Licht und damit zugleich bessere Laune. Sport ist ein perfekter Stimmungsaufheller: Bewegung sorgt für mehr Glückshormone und baut Stress ab. Mit zunehmendem Alter kann der Körper das Tageslicht nicht mehr so gut verwerten, eine halbe Stunde an der frischen Luft sollte es bei Senioren also schon sein.

Auch die Ernährung beeinflusst unsere Stimmung – davon sind immer mehr Forscher überzeugt. Eine Schlüsselrolle spielen offenbar gesunde Fette, wie sie beispielsweise in Raps- oder Leinöl stecken. Menschen, die selbst am Herd stehen, ernähren sich meist gesünder, betonen Experten. Und wer ausgewogen isst, mit viel Gemüse, wenig Fleisch und guten pflanzlichen Ölen, dem geht es auch psychisch besser.

Ralf Loweg

Bei Fieber den Schongang einlegen

Wer an einer starken Erkältung mit Fieber leidet, der sollte sich schonen. Das heißt: Sport ist in diesem Fall ein absolutes Tabu. Denn bei Überlastung drohen Kreislaufprobleme und sogar Herzschäden, wie das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” berichtet.

Wer ausreichend trinkt, fühlt sich bei einer Erkältung deutlich besser. Heilpflanzen in Husten-Tees beeinflussen die Heilung günstig, weil sie mild desinfizieren und Hustenattacken abschwächen. Am besten ungesüßt trinken. Bei Schnupfen unterstützen Nasensprays mit Meerwasser und anderen natürlichen Salzen die Abwehrfunktion der Nasenschleimhaut und wirken mild abschwellend.

Weitere Tipps, wie sich bei Schnupfen, Halsweh, Fieber und Husten die Symptome rasch lindern lassen, hat die “Apotheken Umschau” in einer heraustrennbaren “Checkliste Erkältung” zusammengefasst.

Ralf Loweg

So kriegt die Leber ihr Fett weg

Etwa ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland hat eine Fettleber. Meistens tritt sie zusammen mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes auf. Eine Behandlung mit Medikamenten gibt es bisher nicht, trotzdem kann man eine Fettleber loswerden – mit einer Änderung des Lebensstils.

“Die Leber verzeiht viel”, sagt Professor Dr. Ali Canbay, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Universität Magdeburg, im Apothekenmagazin “Diabetes Ratgeber”. “Sie ist das Organ in unserem Körper, das sich am besten regenerieren kann.”

Wer zu viel wiegt, sollte zuerst Übergewicht abbauen. Dabei wird man automatisch auch Bauchfett los. Wichtig ist, sich viel zu bewegen. Am besten hilft Ausdauersport gegen das Leberfett – zum Beispiel Walken, Schwimmen oder Radfahren.

“Nach gut 30 Minuten werden die Fettspeicher in der Leber angezapft”, erklärt Professorin Dr. Elke Roeb, Gastroentologin und Hepatologin am Universitätsklinikum Gießen. “Deshalb ist es wichtig, dass man auch mindestens so lange am Stück Sport macht.”

Und nicht zuletzt leistet auch die Ernährung einen wichtigen Beitrag dazu, das Leberfett wieder loszuwerden. Raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehl oder Nudeln sollte man durch die Vollkornvariante ersetzen. Zudem sollte man mit Fruchtzucker zurückhaltend sein. Obst und Gemüse sollte man nur in Maßen essen, auf Softdrinks, Fruchtsäfte und Süßigkeiten besser verzichten.

Ralf Loweg

Mehrheit der Deutschen gegen späteren Renteneintritt

Fast drei Viertel der Deutschen lehnen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Die Umfrage wurde wenige Tage nach der Veröffentlichung der Bundesbank-Prognose durchgeführt, wonach der Beitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung wegen der Alterung der deutschen Bevölkerung bis 2070 auf 26 Prozent steigen soll.

Als Schlussfolgerung aus der Prognose hatte die Bundesbank eine Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate vorgeschlagen. 73 Prozent der Befragten sind jedoch gegen eine Kopplung des Renteneintritts an die Entwicklung der Lebenserwartung und die damit verbundene Erhöhung des Renteneintrittsalters. 14 Prozent der Befragten stimmten diesem Vorschlag zu. Dabei sind Ablehnung und Zustimmung in den verschiedenen Altersgruppen ähnlich.

Jedoch: Mit steigendem Einkommen nimmt die Zustimmung zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters zu. Während sich lediglich neun Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro dafür aussprechen, steigt dieser Anteil kontinuierlich bis auf 23 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von 4.000 Euro und mehr.

Unterdessen ist keine Wählergruppe mehrheitlich für eine Erhöhung. Die größte Zustimmung kommt von den Wählern der FDP (29 Prozent), gefolgt von den Grünen-Wählern (22 Prozent) und den Unions-Wählern (19 Prozent). Hierzu sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern: “Angesichts dieser Stimmung in der Wählerschaft ist es sehr unwahrscheinlich, dass Politiker tatsächlich den Mut finden werden, eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ernsthaft in Betracht ziehen, so plausibel die Argumente dafür auch sein mögen.”

Lars Wallerang

Transparenzkarte: Diese Kliniken sind besonders qualifiziert

Welche Klinik in der Nähe darf eigentlich meine Hochrisiko-OP durchführen?” Diese Frage beantwortet jetzt die bundesweite “Mindestmengen-Transparenzkarte” der AOK.

Sie gibt erstmals einen Überblick über alle Kliniken, die im kommenden Jahr Mindestmengen-relevante Operationen mit besonders hohen Risiken für die Patienten durchführen dürfen. Die Karte auf der Internetseite des AOK-Bundesverbandes enthält laut der Krankenkasse auch die von den Kliniken aktuell gemeldeten Fallzahlen für alle sieben Behandlungen, die von den entsprechenden gesetzlichen Regelungen betroffen sind.

“Es handelt sich um besonders anspruchsvolle und komplizierte Behandlungen, bei denen das Risiko der Patienten für schwere Komplikationen besonders hoch ist”, so die AOK. Derzeit seien dies die Implantation von künstlichen Kniegelenken (50 Fälle pro Jahr), Transplantationen von Leber (20), Niere (25) und Stammzellen (25), komplexe Operationen an Speiseröhre (10) und Bauchspeicheldrüse (10) sowie die Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter 1.250 Gramm (14).

“Mit unserer Online-Karte geben wir Patienten Orientierung, welche Kliniken die Mindestmengen-Regelung einhalten – aber wir zeigen auch, wo Klinikärzte erstmals oder auf Basis von Ausnahmegenehmigungen des Landes operieren. Vor allem die bisher unveröffentlichten Fallzahlen aus den letzten anderthalb Jahren können Patienten, die vor einer planbaren Operation stehen, bei der Wahl einer passenden Klinik helfen”, sagt Martin Litsch, Chef des AOK-Bundesverbandes.

Rudolf Hiber