Pandemie: Ethikrat veröffentlicht 12-Punkte-Empfehlungen

Der Deutsche Ethikrat hat am Montag eine Stellungnahme zum zukünftigen Umgang mit Pandemien veröffentlicht. „Maßnahmen gegen eine Pandemie müssen demokratisch legitimiert, ethisch gut begründet und zugleich gesellschaftlich akzeptabel sein“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates Alena Buyx. „In unserer Stellungnahme geben wir Empfehlungen, wie das zukünftig besser gelingen kann.“

Die Stellungnahme enthält 12 Punkte mit Empfehlungen zu „Kommunikations- und Informationsstrategien“ sowie zur „Einbeziehung von Menschen mit eingeschränkten Partizipationsmöglichkeiten“ und allgemein zum Umgang mit „Unwissen und Ungewissheit“ in Pandemien. Weitere Punkte beinhalten die „Förderung von Eigenverantwortung, Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt“. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass Menschen auf sehr unterschiedliche Weise unter einer Pandemie leiden können, sagte Buyx.

„Die Folgen der Pandemie und ihrer Bewältigung betreffen zwar alle, aber eben nicht alle in gleicher Weise“.

red / dts

Keine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren

Eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren wird es in Deutschland vorerst nicht geben. Die Initiatoren eines entsprechenden Gesetzentwurfes legten am Montag stattdessen einen Kompromissvorschlag vor, der unter anderem ab dem 3. Oktober eine Impfpflicht für Menschen ab 50 Jahre vorsieht. In dieser Altersgruppe sei das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs und daraus resultierender Belastungen für das Gesundheitssystem in seiner Breite am ausgeprägtesten, hieß es zur Begründung.

Für jüngere Erwachsene soll es zudem eine Impfberatungspflicht geben. Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren sollen demnach einen Beratungsnachweis vorlegen müssen, falls sie nicht vollständig geimpft sind. Über eine Impfpflicht für diese Altersgruppe soll nach dem Willen der Parlamentarier zusätzlich Ende September entschieden werden.

Zur Umsetzung soll ein Impfregister eingeführt werden.

red / dts

 

RKI meldet weniger Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 1424,6

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 41.129 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 39 Prozent oder 26.372 Fälle weniger als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 1457,9 auf heute 1424,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.382.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 60.100 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 23 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.595 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 228 Todesfällen pro Tag (Vortag: 227).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 130.052. Insgesamt wurden bislang 21,67 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts

Masken- und Testpflicht: Diese neue Corona-Regeln gelten ab heute im Land

Die baden-württembergische Landesregierung hat neue Corona-Regeln beschlossen: Ab dem heutigen Sonntag enden die meisten Corona-Maßnahmen. Im Klartext: Ab Sonntag (3. April) besteht bspw. in Innenräumen keine Maskenpflicht mehr. Im ÖPNV, in Krankenhäusern und in Arztpraxen müssen hingegen noch Masken getragen werden.

Das gilt ab Sonntag, 3. April in Baden-Württemberg:

Maskenpflicht

  • In Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern
  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr
  • In Arztpraxen
  • In Krankenhäusern
  • In Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • In Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt
  • In Dialyseeinrichtungen
  • In Tageskliniken
  • Bei ambulanten Pflegediensten, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen.
  • In voll- oder teilstationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen oder vergleichbaren Einrichtungen, sowie für ambulante Pflegedienste und Unternehmen die dort Dienstleistungen erbringen. Davon ausgenommen sind Angebote zur Unterstützung im Alltag
  • In Obdachlosenunterkünften
  • Im Rettungsdienst

Die Maskenpflicht im Einzelhandel oder in der Gastronomie oder bei sonstigen Innenstadtakteuren, welche hier nicht aufgelistet wurden, entfällt somit ab Sonntag, ebenso weitere Maßnahmen wie 3G/2G/2G+.

Testpflicht

Die Testpflicht gilt in folgenden Bereichen weiterhin:

  • In Kindertageseinrichtungen
  • In Schulen
  • In Krankenhäusern
  • Bei ambulanten Pflegediensten, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen
  • In voll- oder teilstationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen oder vergleichbaren Einrichtungen, sowie für ambulante Pflegedienste und Unternehmen die dort Dienstleistungen erbringen. Davon ausgenommen sind Angebote zur Unterstützung im Alltag
  • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern
  • Justizvollzugsanstalten, Abschiebungshafteinrichtungen und Maßregelvollzugseinrichtungen sowie anderen Abteilungen oder Einrichtungen, wenn und soweit dort dauerhaft freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen, insbesondere psychiatrische Krankenhäuser, Heime der Jugendhilfe und für Senioren.

Darüber hinaus wird das Land unterhalb der Verordnungsebene Verlegungsmöglichkeiten unter Nutzung des weiterzuführenden Covid-19-ResourceBoard, Arbeitsquarantäne, die Verlagerung von Personal zwischen Standorten und den Einsatz von externem Personal nutzen, um regionale Überlastungen von Gesundheitseinrichtungen zu vermeiden.

Ministerpräsident Kretschmann: „Die Corona-Lage ist nach wie vor angespannt, die Pandemie verändert sich, aber sie ist nicht vorüber. Leider sind die Handlungsspielräume der Länder deutlich zusammengestutzt. Wir können nur noch mit einem sehr begrenzten Instrumentarium arbeiten. Umso wichtiger wird es in den kommen Wochen und Monaten sein, dass wir ergänzend zu den Basisschutzmaßnahmen auch aus Eigenverantwortung weiter Masken in sensiblen Bereichen, vor allem in Innenräumen, tragen. Dazu rufe ich ausdrücklich auf. Damit schützen wir nicht nur die eigene Gesundheit, sondern zeigen auch Solidarität in der Gemeinschaft.“

red

7-Tage-Inzidenz sinkt auf 1457

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Sonntagmorgen vorläufig 74.053 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 33 Prozent oder 37.171 Fälle weniger als am Sonntagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 1531,5 auf heute 1457,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.524.800 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 115.500 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 42 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.592 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 227 Todesfällen pro Tag (Vortag: 228).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 130.029. Insgesamt wurden bislang 21,63 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Viele Unternehmen wollen an Maskenpflicht festhalten

Trotz der allgemeinen Corona-Lockerungen halten deutsche Unternehmen an ihren Schutzmaßnahmen fest. In einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ unter den DAX40-Konzernen geben die meisten Befragten an, dass ihre Mitarbeiter zunächst weiterhin eine Maske tragen müssten. Die Regel gilt unter anderem bei Allianz, Brenntag, Covestro, Continental, Deutsche Bank, Hannover Re, Heidelbergcement, Fresenius, Merck, SAP, Sartorius und Vonovia.

Meistens müssen die Mitarbeiter nur in Innenräumen eine Maske tragen, wenn sie ihren eigenen Arbeitsplatz verlassen. Einige Unternehmen, etwa die Autohersteller BMW und Volkswagen, bestehen sogar auf dem Außengelände auf einem Mund-Nase-Schutz, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Unternehmen begründen ihre Vorsicht mit den aktuell hohen Infektionszahlen.

Als Teil der kritischen Infrastruktur habe der Schutz der Angestellten sowie die Stromproduktion „oberste Priorität“, heißt es beispielsweise beim Energieversorger RWE.

red / dts

 

Rund 196.000 Neuinfektionen – Inzidenzwert sinkt auf 1531

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 196.456 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 22 Prozent oder 55.570 Fälle weniger als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 1586,4 auf heute 1531,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.537.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 166.600 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 292 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.599 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 228 Todesfällen pro Tag (Vortag: 226).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 129.987. Insgesamt wurden bislang 21,55 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Ärztekammer plädiert für Verkürzung der Quarantäne auf fünf Tage

Die Bundesärztekammer hat sich für eine Verkürzung der Quarantäne für Corona-Infizierte ausgesprochen. „Trotz der aktuell hohen Infektionszahlen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die die Isolations- und Quarantäneregeln zu lockern“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgeschlagene Verkürzung auf fünf Tage sei ein pragmatischer Schritt, um einen Stillstand des öffentlichen Lebens zu verhindern und die Personalsituation gerade in Gesundheits- und Pflegeberufen etwas zu entspannen.

Ein solcher Schritt setze allerdings voraus, dass die Betroffenen verantwortungsvoll handelten, ihre Kontakte reduzierten und sich den Vorgaben gemäß testen ließen. Eine Verkürzung erscheine auch aus wissenschaftlich-medizinischer Sicht vertretbar, so Reinhardt. Der Großteil der Infektionen unter Omikron verlaufe deutlich milder als unter der Vorgängervariante Delta.

Hinzu komme, dass die meisten Menschen aus den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen dreifach geimpft seien, manche sogar vierfach.

red / dts

 

RKI am Freitag: Mehr als 250.000 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt unter 1600

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 252.530 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 14,8 Prozent oder 43.968 Fälle weniger als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 1625,1 auf heute 1586,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.473.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 227.100 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 304 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.585 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 226 Todesfällen pro Tag (Vortag: 224).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 129.695. Insgesamt wurden bislang 21,36 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, köNnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Offenbar keine Mehrheit für Impfpflicht ab 18 Jahren

Die Impfpflicht ab 18 Jahren hat offenbar nicht die benötigte Mehrheit im deutschen Bundestag. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach soll alternativ nun die Impfpflicht für Bürger ab 50 Jahren konkretisiert werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte immer wieder auf einer Impfpflicht ab 18 Jahren beharrt, zuletzt war die Kritik an dem Vorhaben aber immer lauter geworden. Die Union hatte etwa ein Impfvorsorgegesetz ins Spiel gebracht: „Wenn die SPD einen Kompromiss möchte, muss sie ihm nur zustimmen. Der Kompromiss ist unser Impfvorsorgegesetz, das seit Wochen auf dem Tisch liegt“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge (CDU), zuletzt der „Welt“.

Mehrheitsbeschaffer einer pauschalen Impfpflicht ab 18, ob nun gestuft oder nicht, werde die Union nicht sein. Dies sei die einhellige und abgestimmte Position innerhalb der Union, so Sorge. Im Bundestag soll nächste Woche über eine Impfpflicht abgestimmt werden.

red / dts