RKI: Rund 32.500 Neuinfektionen – im Vergleich zur Vorwoche fast keine Änderung

Deutschland ging am Mittwoch (16.12.) in den Shutdown und so ist die Lage am Donnerstag 31. Dezember:

Erneut meldeten die Gesundheitsämter mehr als 30.000 Corona-Fälle an einem einzigen Tag. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus ist weiterhin hoch.

Das RKI meldet binnen 24 Stunden weitere 964 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Außerdem wurden +32.552 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Donnerstag (24.12.) waren 32.195 Neuinfektionen und 802 Tote verzeichnet worden. Gestern waren es 22.459 Fälle. (Stand: 31.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.719.737 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 33.071. Das sind 962 mehr als am Vortag. Rund 1.328.000 (+25.500) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 31.12.)

red

Neuer Höchststand: Robert-Koch-Institut meldet 1.129 Todesfälle

Deutschland ging am Mittwoch (16.12.) in den Shutdown und so ist die Lage am Mittwoch 30. Dezember:

Trauriger Rekord: Das RKI meldet binnen 24 Stunden weitere 1.129 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Es ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Außerdem wurden +22.459 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und 962 Tote verzeichnet worden. Gestern waren es 12.892 Fälle. (Stand: 30.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.687.185 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 32.107. Das sind 962 mehr als am Vortag. Rund 1.302.600 (+24.800) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 30.12.)

red

Halsschmerzen in Zeiten der Pandemie

Ein leichtes Kratzen im Hals ist kein Grund zur Beunruhigung – normalerweise. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie können Menschen mit Halsschmerzen schon mal Angst bekommen. Experten empfehlen Abstandhalten und Hausmittel. Ein Kratzen im Hals bedeute zwar nicht gleich, dass man sich das Coronavirus oder die Grippe eingefangen hat, dennoch gelte in dieser besonderen Pandemie-Zeit: „Wer Halsweh hat, bleibt zu Hause“ – so heißt es im Gesundheitsmagazin „Apotheken-Umschau“.

Da Halsweh auch ohne weitere Symptome bereits unangenehm ist, greifen viele Betroffene zu Medikamenten. Doch nicht jedes Mittelchen sei empfehlenswert, sagen die Gesundheitsexperten. Schnelle Hilfe bei Hustenreiz und trockenen Schleimhäuten leisten Lutschtabletten. Besonders die Inhaltsstoffe Salbei und Honig tun dem Hals gut. „Aber auch sogenannte Schleimstoffe, wie sie in Arabischem Gummi oder Isländisch Moos enthalten sind, eignen sich“, sagt Apothekerin Marlie Spangenberg aus Rüsselsheim am Main. Von Arzneien, die den Halsschmerz lediglich lokal betäuben, sei hingegen eher abzuraten.

Es gibt aber auch gute Hausmittel – meist völlig nebenwirkungsfrei. Durch Wärme oder Kälte etwa wird das Schmerzempfinden bei entzündeter Rachenschleimhaut herabgesetzt. Je nach Vorliebe können deshalb warme oder kalte Wickel helfen. Auch Hühnersuppe ist ein altes, aber wirksames Hausrezept zur Linderung von Symptomen bei Halsschmerzen.

Ein gutesTeam gegen Kratzen im Hals bilden zudem heißes Wasser und pflanzliche Wirkstoffe. „Salbeitee wirkt durch Urolsäure besonders entzündungshemmend und schmerzlindernd“, erklärt die Apothekerin. Eine mögliche Alternative in der Tasse sei Kamillentee – er entfalte eine ähnliche Wirkung.

Vorsicht: Kommen zu den Halsschmerzen Symptome wie Husten, Fieber oder der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns hinzu, sollten sich Patienten telefonisch beim Hausarzt melden – nicht die Praxis aufsuchen. Auch unter lokalen Corona-Hotlines oder der Nummer 116 117 kann man sich telefonisch über das weitere Vorgehen beraten lassen.

Lars Wallerang / glp

RKI: Rund 42.000 Menschen wurden bisher in Deutschland geimpft

Seit Sonntag wird in Deutschland offiziell gegen das Coronavirus geimpft. Heute hat das Robert-Koch-Institut weitere Zahlen veröffentlicht. Demnach ließen sich laut dem RKI bereits 41.962 Menschen mit dem Impf-Wirkstoff von Biontech und Pfizer impfen (Stand: 29.12. – 08.00Uhr)Der Anstieg im Vergleich zum Vortag betrug 19.084 Impfungen.

Die Differenz zum Vortag kann Nachmeldungen aus vorangegangenen Tagen enthalten und spiegelt nicht immer die innerhalb des Vortags tatsächlich durchgeführte Zahl der Impfungen wider, wie das RKI schreibt.

Bundesland Impfungen kumulativ Differenz zum Vortag Indikation nach Alter* Berufliche Indikation* Medizinische Indikation* Pflegeheim-bewohnerIn*
Baden-Württemberg** 4,721 2,560 1,720 1,877 326 192
Bayern 5,219 1,830 1,457 1,830 91 2,423
Berlin 3,839 2,213 3,340 517 105 3,322
Brandenburg** 107 75 60 47 60
Bremen** 592 174 276 133 278
Hamburg 1,071 626 507 471 600
Hessen 4,354 1,242 1,480 2,425 287 1,702
Mecklenburg-Vorp. 4,170 3,488 100 1,862 2 2,209
Niedersachsen 835 501 79 370 141 552
Nordrhein-Westfalen 7,136 518 1,788 5,348
Rheinland-Pfalz 1,462 210 715 747
Saarland 862 647 658 51 466
Sachsen 857 675 240 551 1 305
Sachsen-Anhalt 3,985 2,481 1,592 1,678 124 2,292
Schleswig-Holstein 2,495 1,686 588 528 584 1,136
Thüringen 257 158 135 121 135
Gesamt 41,962 19,084 12,232 14,964 1,661 21,767
Anmerkung zu den Indikationen: es können mehrere Indikationen je geimpfter Person vorliegen.
* in einigen Bundesländern werden nicht alle der in der Tabelle aufgeführten Indikationen einzeln ausgewiesen.
** einschl. Korrekturmeldung vom 27.12.20

Quelle: RKI

red

Corona verschärft drastisch wirtschaftliche Probleme der Krankenhäuser

Verschobene Operationen und andere Folgen der Corona-Pandemie haben die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland noch einmal verschärft. Das ergibt das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). Die Corona-Pandemie hatte dabei nicht nur Auswirkungen auf die Allgemein- und Intensivstationen. Auch in den OP-Bereichen führte sie zu merklichen Beeinträchtigungen, teilt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) am Dienstag mit.

In der ersten Pandemiewelle von März bis Mai 2020 ist die Zahl der stationär durchgeführten Operationen im Durchschnitt um 41 und bei ambulanten Operationen um 58 Prozent zurückgegangen. Allein in diesem Zeitraum lagen die Erlösverluste bei den betroffenen Kliniken bei etwa 2,5 Millionen Euro pro Haus, gibt die DKG an.

Die meisten Kliniken haben die OP-Auslastung des Vorjahres noch immer nicht erreicht. Grund hierfür sind nach wie vor die Zurückhaltung der Patienten bei planbaren Operationen, erforderliche Schutzmaßnahmen und gestiegene Hygiene-Anforderungen sowie Freihaltekapazitäten für Corona-Patienten in den Intensivbereichen. Die aktuell hohen Infektionszahlen werden daher einen normalen OP-Betrieb vielerorts weiter erschweren. „Die Krankenhäuser stehen angesichts weiter sehr hoher COVID-Infektionszahlen vor einer ungewissen Zukunft. Es ist zu befürchten, dass sich die Entwicklung aus der ersten Welle während der zweiten Welle verstärkt. Die Versorgung hilfsbedürftiger Patienten ist in unseren Kliniken aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Gleichzeitig haben die Kliniken ihre Hygienestandards im Umgang mit COVID-19 fortlaufend erhöht.“, erklärte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Gerald Gaß.

Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser hat sich infolge der Corona-Pandemie dramatisch zugespitzt. Bereits 2019 hat fast jede zweite Klinik (44 Prozent) rote Zahlen geschrieben. Die Corona-Pandemie hat die Lage weiter verschärft. Weniger als ein Drittel der Häuser erwartet für 2020 ein positives Jahresergebnis. Nur noch 18 Prozent der Kliniken beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut. Damit setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Seit 2016 ist der Anteil der Krankenhäuser mit positivem Jahresergebnis von 61 (DKI-Umfrage 2017) auf aktuell 29 Prozent gesunken. Umgekehrt ist der Anteil der Häuser in schwieriger wirtschaftlicher Lage kontinuierlich gestiegen. Für 2021 erwartet nur knapp ein Viertel der Krankenhäuser eine wirtschaftliche Verbesserung.

„Die Lage der Krankenhäuser ist seit Jahren sehr problematisch. Wir haben eine chronische Unterfinanzierung der Investitionen, die aus den Landeshaushalten und damit aus Steuermitteln aufgebracht werden müssten. Statt sechs Milliarden erhalten die Krankenhäuser nur rund drei Milliarden Euro. Da nicht alle Corona-bedingten Erlösausfälle und Mehrkosten eins zu eins gedeckt werden, ist davon auszugehen, dass sich für viele Kliniken die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert“, sagte Gaß. Vor diesem Hintergrund forderte der DKG-Präsident weitere unterstützende Maßnahmen zur Bewältigung der Lasten der Pandemie. „Die Wiedereinführung von Freihaltepauschalen für die Monate November, Dezember und Januar war wegen der sehr restriktiven Zuordnungskriterien nur für wenige Kliniken eine wirksame Finanzierungshilfe. Daher ist es wichtig, dass der bestehende Klinik-Rettungsschirm angepasst und wieder an alle Krankenhäuser gezahlt wird“, forderte Gaß.

Gleichzeitig hat der Fachkräftemangel laut DKI-Studie im Krankenhaus die OP-Bereiche erreicht. 2020 konnte fast jede zweite Klinik offene Stellen im nicht-ärztlichen OP- und Anästhesiedienst nicht besetzen. Bundesweit sind hier 3.000 Vollzeitstellen unbesetzt.

red

RKI meldet am Dienstag 12.892 Neuinfektionen – Rund 6.600 weniger als in der Vorwoche

Seit Sonntag wird in Deutschland geimpft und so ist die Lage am Dienstag 29. Dezember:

Das RKI meldet binnen 24 Stunden +12.892 neue Corona-Infizierte. Außerdem wurden 852 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle vor einer Woche am Dienstag betrug 731 Fälle.

Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um 6.636. Damals waren 19.528 (inklusive Zahlen aus Sachsen) neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 10.976 Fälle. (Stand: 29.12.)

Das RKI hatte bereits im Vorfeld wegen der deutlich niedrigeren Testkapazität aufgrund der Feiertage mit deutlich weniger Meldungen von Neuinfektionen gerechnet

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.664.726 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 30.978. Das sind 852 mehr als am Vortag. Rund 1.277.900 (+22.100) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 29.12.)

red

RKI: Rund 18.500 Menschen wurden in Deutschland bereits geimpft

Seit gestern wird in Deutschland offiziell gegen das Coronavirus geimpft. Heute hat das Robert-Koch-Institut erste Zahlen veröffentlicht. Demnach ließen sich laut dem RKI bereits 18.454 Menschen mit dem Impf-Wirkstoff von Biontech und Pfizer impfen. Davon sind mehr als 10.000 Menschen Pflegeheimbewohner, die höchste Priorität haben. In den RKI-Daten fehlen allerdings Daten aus Hessen.

red

Daten: RKI

Bundesland Impfungen kumulativ Differenz zum Vortag Indikation nach Alter Berufliche Indikation Medizinische Indikation Pflegeheim-bewohnerIn
Baden-Württemberg* 2.084 624 964 151
Bayern 3.389 994 1.051 68 1620
Berlin 1.626 1.416 228 105 1398
Brandenburg 100 80 20 12
Bremen* 420 205 87
Hamburg 445 197 222 0 223
Hessen**
Mecklenburg-Vorpommern* 590 240 350
Niedersachsen 334 42 116 140 306
Nordrhein-Westfalen* 5.405 1.370 3985
Rheinland-Pfalz* 1.252 620 632
Saarland 215 168 4 211
Sachsen 182 90 69 0 113
Sachsen-Anhalt*** 1.504 1.357 669 644 0 847
Schleswig-Holstein 809 213 239 344 553
Thüringen 99 49 50 49
Gesamt 18.454 1.357 4.747 5.924 808 10299
* in einigen Bundesländern werden nicht alle der in der Tabelle aufgeführten Indikationen einzeln ausgewiesen
** Aus Hessen wurden für den 27.12. keine Daten übermittelt.
*** In Sachsen-Anhalt wurde bereits am 26.12.2020 mit den Impfungen begonnen.
Anmerkung zu den Indikationen: es können mehrere Indikationen je geimpfter Person vorliegen

Erste Corona-Impfungen im Südwesten gestartet

Zum landesweiten Start der Impfungen gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich impfen zu lassen. Der Impfstoff sei einen Meilenstein in der Pandemiebekämpfung und der Schlüssel für die Rückkehr zum gewohnten Leben, teilte Kretschmann am Sonntag mit.

Unterdessen wurde am Sonntag in Baden-Württemberg die erste Corona-Impfdosis verabreicht. Eine Krankenpflegerin, die auf einer Corona-Isolierstation des Klinikums Stuttgart arbeitet, ist direkt aus ihrer Frühschicht zur Impfung erschienen. „Klein, aber fein“, sagte die 30-Jährige im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle.

„Der Impfstoff ist ein Meilenstein in der Pandemiebekämpfung. Er ist der Schlüssel für die von uns allen ersehnte Rückkehr zum gewohnten Leben – auch wenn wir weiter geduldig bleiben müssen. Ich werbe deswegen mit Nachdruck für das Impfen und rufe die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich impfen zu lassen. Wir können die Pandemie nur durch Impfen besiegen. Denn nur, wenn sich etwa 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen, erreichen wir die Herdenimmunität“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Sonntag in Stuttgart anlässlich des landesweiten Beginns der Impfungen gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2.

Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen

„Wir werden nun schrittweise impfen, denn zunächst müssen wir die Menschen schützen, die das höchste Risiko für einen schweren Verlauf der Infektion haben. Und die, die ein besonderes berufliches Risiko tragen, sich oder schutzbedürftige Personen anzustecken. Natürlich ist es jedoch unser Ziel, dass nach und nach allen Menschen ein gleichberechtigter Zugang zur Schutzimpfung ermöglicht wird“, so Kretschmann weiter.

Ab sofort sollen in Baden-Württemberg die ersten Lieferungen des Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer gegen SARS-CoV-2 verimpft werden. Die dreistufige Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Die Personengruppe mit höchster Priorität umfasst vor allem Über-80-Jährige, Menschen in Pflegeheimen, Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen. Eine hohe Priorität haben unter anderem die 70-80-Jährigen, Menschen mit Demenz, Trisomie 21, Transplantationspatienten sowie bestimmte Kontaktpersonen. Erhöhte Priorität haben dann die 60-70-jährigen Bürgerinnen und Bürger, medizinisch vorbelastete Menschen, Polizei und Feuerwehr, Personal in Kitas, Schulen und im Einzelhandel. Für einen vollständigen Impfschutz ist eine zweite Impfung notwendig. Diese sollte 21 Tage nach der ersten Impfung erfolgen.

Start mit mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen

„Die Impfkapazitäten werden in den kommenden Wochen Stück für Stück anwachsen. Wir haben in den letzten Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, dass wir unmittelbar nach Lieferung des Impfstoffs mit dem Impfen loslegen können. Die Logistik steht“, so Gesundheitsminister Manne Lucha. „Trotzdem müssen sich die Prozesse erst einmal einspielen. Es gilt: Sicherheit vor Schnelligkeit. Bei dieser Mammutaufgabe arbeiten wir eng mit den Kommunen, der Ärzteschaft, den Uniklinika, den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und weiteren Partnern im ganzen Land zusammen.“ Mit welcher Geschwindigkeit man in den kommenden Monaten vorankomme, hänge von verschiedenen Faktoren ab – etwa der Verfügbarkeit der Impfdosen, aber auch der Impfbereitschaft der Bevölkerung.

Die ersten Impfungen werden prioritär von mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen verabreicht. Neben den neun Zentralen Impfzentren in den Universitätsstädten Ulm, Tübingen, Heidelberg und Freiburg sowie zusätzlich in Stuttgart, Karlsruhe, Offenburg und Rot am See sowie dem Impfzentrum Mannheim, die alle heute an den Start gegangen sind, kann ab Mitte Januar außerdem auch an rund 50 weiteren Impfzentren in allen Stadt- und Landkreisen gegen das Corona-Virus geimpft werden. Mittelfristig sollen die Impfungen dann regulär in den Arztpraxen stattfinden.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in diesem Jahr Herausragendes geleistet“, so der Vorstandsvorsitzende und medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen. „Die Impfungen sind ein Wendepunkt, den wir herbeisehnen. Mit dem Schutz der Schwächsten und der Pflegenden an vorderster Front können wir einen riesigen Schritt machen.“

„Mit Beginn der Impfung gegen das Coronavirus besteht bei einer hohen Impfbeteiligung in der Bevölkerung endlich die Chance zur Rückkehr zum gewohnten Leben“, so der Medizinische Geschäftsführer am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus, Prof. Dr. Mark Dominik Alscher.

red

Corona: Zwei Drittel der Menschen wollen sich impfen lassen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland bewegt sich trotz Lockdown auf einem hohen Niveau und am kommenden Sonntag sollen die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland starten. Laut Gesundheitsministerium sollen anfangs Ältere über 80 sowie Bewohner und Personal in Pflegeheimen zum Zug kommen, daneben Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko, etwa in Intensivstationen und Notaufnahmen.

Nach einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wollen sich etwa zwei Drittel der Deutschen gegen Coronavirus impfen lassen. In der Erhebung gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

57 Prozent der Befragten gaben auch an Angst vor Nebenwirkungen zu haben. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. 10 Prozent machten dazu keine Angaben. Nach der YouGov-Umfrage steigt die Impfbereitschaft kontinuierlich mit dem Alter. Von den 18- bis 24-Jährigen wollen sich 54 Prozent impfen lassen, von Menschen über 55 sind es dagegen 71 Prozent.

Bis Ende März 2021 sollen laut Gesundheitsminister Spahn 11 bis 13 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Da zweimal injiziert werden muss, würde diese Menge in etwa für 5,5 bis 6,5 Millionen Menschen reichen.

red

Mutiertes Virus auch in Baden-Württemberg nachgewiesen

Bei einer Frau, die am 20. Dezember 2020 aus Großbritannien nach Baden-Württemberg eingereist ist, wurde am 24. Dezember 2020 die mutierte Variante B.1.1.7 des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich dabei um den ersten bekannten Fall in Deutschland. Die Mutation B.1.1.7 war zuvor erstmals in Großbritannien entdeckt worden.    

Ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums teilte dazu in Stuttgart mit: „Die betreffende Person besucht derzeit Angehörige im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg und reiste am Sonntag, 20. Dezember 2020 mit dem Flugzeug aus Großbritannien (London Heathrow) über den Flughafen Frankfurt am Main nach Deutschland ein. Bereits bei der Einreise erfolgte am Flughafen ein Schnelltest aller Passagiere auf SARS-CoV-2, der bei betreffender Person positiv ausfiel. Die Person wurde vom Flughafen mit dem Auto von Verwandten abgeholt und befindet sich seitdem in häuslicher Isolation. Zur Diagnosesicherung erfolgte am 21. Dezember 2020 ein PCR-Test, der ebenfalls positiv ausfiel. Die Person entwickelte am selben Tag milde Krankheitssymptome. Insgesamt wurden drei enge Kontaktpersonen ermittelt, diese befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

Die SARS-CoV-2 positive Abstrichprobe wurde zur Virussequenzierung an das Nationale Konsiliarlabor für Coronaviren (Charité Berlin) gesandt. Heute erfolgte von dort der Nachweis der Virusvariante B.1.1.7. Die engen Kontaktpersonen sind bisher nicht erkrankt, eine Abstrich-Untersuchung der Kontaktpersonen wurde in die Wege geleitet. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Freudenstadt steht dazu in enger Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg.“

red