Sepsis: Ein lebensgefährlicher Notfall

Hohes Fieber, Schüttelfrost, plötzliche Verwirrtheit, schneller Puls, Herzrasen, Kurzatmigkeit, beschleunigte Atmung – das sind nur einige der Symptome, die auf eine Sepsis hinweisen können. Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zählt sie zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

In Zahlen: Jährlich erkranken rund 320.000 Menschen an einer Blutvergiftung. Fast jeder vierte Patient stirbt. Dabei gilt Sepsis als die Nummer eins bei den vermeidbaren Todesursachen. „Beim Notfall Sepsis zählt jede Minute, und er verlangt sofortiges Handeln“, sagt Dr. Wolfgang Matz, Vorstand der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Laut Expertenmeinung könnten bis zu 20.000 Todesfälle sowie Spätfolgen wie beispielsweise Amputationen, Depressionen und chronische Erschöpfung vermieden werden. Eine Blutvergiftung entwickelt sich häufig im Alltag und meist als Folge einer Infektion, etwa einer infizierten Wunde oder einer Lungenentzündung.

Auslöser sind Krankheitserreger – häufig Bakterien, aber auch Viren und Pilze -, die in den Körper eingedrungen sind. Die Erreger werden vom Entzündungsherd über den Blutkreislauf in den ganzen Körper gepumpt, worauf die Abwehrsysteme des Körpers überreagieren, insbesondere das Immun- und Gerinnungssystem. Dadurch werden jedoch nicht nur die Erreger, sondern auch die körpereigenen Organe wie Lunge, Herz und Nieren geschädigt. Die Folge: Es kommt zum Multiorganversagen und zum septischen Schock.

Fachleute schätzen, dass die Sepsis bei einem Drittel der Patienten zunächst nicht erkannt wird. Sie kann sich rasch innerhalb von Stunden und Tagen entwickeln. Damit geht im Ernstfall entscheidende Zeit verloren, in der immer mehr Organe nicht mehr funktionieren. Im Verdachtsfall sollte sofort ein Arzt gerufen werden. Denn je schneller behandelt wird, desto eher kann Leben gerettet werden. Ein erhöhtes Risiko für eine Sepsis besteht etwa für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, für Frühgeborene und Kleinkinder, frisch Operierte sowie für Senioren.

Rudolf Huber / glp

Lust auf Wandern: Kennen Sie die PECH-Regel?

Eine Wanderung durch die Natur, abseits von Parks und vollen Spazierwegen in der Stadt, tut Körper und Seele gut. Doch gerade Anfänger sollten es langsam angehen lassen. Wer zu eifrig ist und die Kondition falsch einschätzt, riskiert Erschöpfung und Verletzungen. Egal ob Spaziergang oder Tour durch hügeliges Gelände: Stimmen Sie die Route auf die Belastbarkeit aller Teilnehmenden statt, vor allem, wenn Kinder dabei sind.

Checken Sie vorab die Wetterlage und passen Sie Ihre Kleidung entsprechend an. Bei einem Spaziergang reicht bequeme Freizeitbekleidung. Wird es sportlicher, ist atmungsaktive Funktionskleidung mit mehreren dünnen Schichten sinnvoll. Durch diese Stoffe wird Schweiß zügig abtransportiert, der Körper kühlt nicht so schnell aus. Außerdem wichtig: festes Schuhwerk. Die Schuhe vorher gut einlaufen, sonst drohen Blasen. Mit in den Rucksack gehört ein kleines Erste-Hilfe-Set mit beispielsweise Desinfektionsmittel, Pflastern sowie Verbandsmaterial und eventuell eine Kühltasche mit Kühlpacks.

Kleine Wunden können beim Wandern vorkommen: Ein Stolpern, Umknicken, Äste, die an der Haut entlangschürfen – das ist schnell passiert. Im Fall des Falles sollte man die Wunde mit klarem Wasser säubern, desinfizieren und mit einem Pflaster schützen oder verbinden. Blutet die Wunde stärker, ist ein Druckverband nötig.

Bei Muskelverletzungen, wie durch einen umgeknickten Knöchel, gilt die PECH-Regel. Die Abkürzung steht für Pausieren, Eis (kühlen), Compression (Druckverband) und Hochlegen. Vorsicht ist geboten, falls schon harmlose Stöße stark ausgeprägte blaue Flecken verursachen und auch kleine Schnittwunden sehr stark bluten. Betroffene sollten das ärztlich abklären lassen, denn es kann sich dabei um erste Anzeichen einer Blutgerinnungsstörung handeln.

Achten Sie darauf, dass Sie genug zu trinken und etwas zu essen dabeihaben. Bleiben Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit auf ausgeschilderten Wanderwegen und folgen Sie den Wegweisern. Das schützt auch Pflanzen und bietet Tieren Rückzugsmöglichkeiten. Außerdem wichtig: Sonnencreme nicht vergessen!

Rudolf Huber / glp

Impfen in Betrieben: Diese zwölf Unternehmen dürfen beim Modellprojekt mitmachen

Zwölf weitere Betriebe im Land können voraussichtlich ab Mitte Mai einen Teil ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter impfen. In Absprache mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) hat das Ministerium für Soziales und Integration weitere Modellprojekte ausgewählt – eines aus jedem IHK-Bezirk. Die Unternehmen gehören allesamt zur sogenannten kritischen Infrastruktur. Das teilte das Landesgesundheitsministerium am Freitag mit. 

Die baden-württembergische Landesregierung erweitert das Modellprojekt zum Impfen der Betriebsärzte aus. Voraussichtlich ab Mitte Mai dürfen zwölf weitere Betriebe aus dem Land einen Teil ihres Personals gegen das Corona-Virus impfen lassen. Die ausgewählten Unternehmen, die allesamt zur kritischen Infrastruktur“ gehören, erhalten dafür Impfstoff aus dem Kontingent des Landes – jeweils über ein nahe gelegenes Impfzentrum. Auch deshalb ist nur eine begrenzte Zahl von Modellprojekten möglich, da die Impfzentren den Impfstoff selbst benötigen. Bei der bisher von den Herstellern und vom Bund zur Verfügung gestellten Impfstoffmenge arbeiten auch die meisten Impfzentren des Landes noch nicht unter Volllast, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Projekte werden zeitversetzt starten, die ersten voraussichtlich ab Mitte Mai. Abhängig von der Betriebsgröße sollen die einzelnen Modellbetriebe bis zu 1.000 Impfdosen erhalten.

„Das Engagement der Wirtschaft ist wirklich beeindruckend. Noch fehlt uns leider der notwendige Impfstoff und die Voraussetzungen des Bundes, damit die Impfungen durch die Betriebsärztinnen und -ärzte richtig anlaufen können. Nichtsdestotrotz wollen wir in Baden-Württemberg jetzt mit weiteren zwölf Modellprojekten an den Start gehen, sodass wir bestmöglich vorbereitet sind“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Freitag in Stuttgart

Flächendeckender Einstieg in das Impfen in Betrieben voraussichtlich im Juni

Nach den Lieferprognosen von Herstellern und Bundesregierung sollen im Juni wöchentlich rund 3 Millionen Impfdosen von Biontech für die niedergelassenen Praxen und Betriebsärzte zur Verfügung stehen. Lieferprognosen der übrigen Hersteller liegen aktuell noch nicht vor, so das Ministerium.
Damit können voraussichtlich ab Anfang Juni auch in Baden-Württemberg die interessierten Unternehmen flächendeckend in die Impfungen ihrer Belegschaft einsteigen. Wenn die Priorisierung aufgehoben wird, können die Unternehmen dann nach und nach ihrer gesamten Belegschaft ein Impfangebot machen. Bürgerinnen und Bürger, die kein Impfangebot über ihren Arbeitgeber bekommen, können wie bisher die Impfungen in den Impfzentren und bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten wahrnehmen.

Diese nachfolgenden Betriebe wurden ausgewählt: 

  • Bäckerei Heitzmann GmbH & Co. KG (Lebensmittelversorgung), Bad Krozingen (IHK Südlicher Oberrhein)
  • Carl Zeiss AG (Medizintechnik), Oberkochen/Aalen (IHK Ostwürttemberg)
  • Marbach-Gruppe: Karl Marbach GmbH & Co. KG und Marbach Werkzeugbau GmbH (Intakthaltung der Lieferketten zur Versorgung mit Lebensmitteln, Arzneimitteln und sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs), Heilbronn (IHK Heilbronn-Franken)
  • Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG (Energieversorgung), Karlsruhe (IHK Karlsruhe)
  • Endress+Hauser SE+CO. KG (Erhaltung der Lieferketten zur Versorgung mit Lebensmitteln, Arzneimitteln, Wasser, Energie und weiteren lebensnotwendigen Gütern), Maulburg (IHK Hochrhein-Bodensee)
  • MVV Energie AG (Energieversorgung), Mannheim (IHK Rhein-Neckar)
  • J.Schmalz GmbH (Pharmazeutische Produkte für Lebensmittel- und Verpackungsindustrie u.a. COVID-19-Impfstoffampullen sowie Impfstoffgebinden mit Trockeneis), Glatten (IHK Nordschwarzwald)
  • Erbe Elektromedizin GmbH (Medizinische Versorgung von Kliniken und Arztpraxen mit lebenserhaltenden Medizinprodukten und Verbrauchsgüter), Tübingen / Rangendingen (IHK Reutlingen)
  • Flughafen Stuttgart GmbH (Transport und Logistik in allen Bereichen, Intakthaltung globaler Lieferketten), Stuttgart (IHK Region Stuttgart)
  • Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co KG (Arzneimittel und Medizinprodukte), Biberach an der Riß (IHK Ulm)
  • Aesculap AG (Medizintechnik), Tuttlingen (IHK-Region Schwarzwald-Baar-Heuberg)
  • Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co.KG (Arzneimittel und Medizinprodukte), Ravensburg (IHK Bodensee-Oberschwaben)

red

Corona-Impfung: Diese Berufsgruppen können ab Mitte Mai einen Termin vereinbaren

Das Land Baden-Württemberg öffnet die Impfterminvergabe für Menschen aus der dritten Prioritätsgruppe schrittweise. Voraussichtlich ab Mitte Mai sind im Land Impfungen für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur möglich. Das Sozialministerium hat eine Liste der betreffenden Bereiche sowie weitere Informationen veröffentlicht.

Voraussichtlich von Mitte Mai an sind die Beschäftigten von Unternehmen – etwa aus dem Lebensmittelhandel, der Energieversorgung oder aus anderen Teilen der sogenannten kritischen Infrastruktur – in Baden-Württemberg impfberechtigt.

Die Öffnung für Beschäftigte aus der dritten Priorität entsprechend der Corona-Impfverordnung sieht vor, dass sich Personen aus verschiedenen Bereichen impfen lassen können. Dazu zählen beispielsweise Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, Personen, die in besonders relevanter Position in bestimmten Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind, Journalistinnen und Journalisten, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer oder Personen, die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, wie etwa der Landesverwaltung, bei der Bundeswehr, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz (einschließlich des Technischen Hilfswerks), in der Justiz oder in der Rechtspflege tätig sind.

Als Vorbereitung auf diesen Öffnungsschritt hat die Landesregierung am Donnerstag, 29. April, eine Liste der entsprechenden Unternehmen und Bereiche veröffentlicht, deren Beschäftigten zur kritischen Infrastruktur zählen (KRITIS-Liste) (PDF). Die entsprechenden Stellen können sich ab sofort vorbereiten und beispielsweise das Formular, das später als Impfberechtigung für die Mitarbeitenden dient, auf der Website des Sozialministeriums herunterladen: Formular Impfbescheinigung KRITIS (PDF)

Damit sich Unternehmen und Beschäftigte schon jetzt vorab auf diesen dritten Öffnungsschritt vorbereiten können, hat das Ministerium für Soziales und Integration den Vordruck der entsprechenden Impfbescheinigung für Beschäftigte online gestellt. Alternativ werden auch bereits durch die Branchen(verbände) erstellte Musterformulare als Impfbescheinigung akzeptiert. Ziel ist es, dass die mit erhöhter Priorität impfberechtigten Beschäftigten der Einrichtungen und Unternehmen ihre Impfungen wahrnehmen können, sobald die Impfstoffmenge die Öffnung für diese Gruppe zulässt.

Kritische Infrastruktur

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.

Allerdings steht nach wie vor zu wenig Impfstoff zur Verfügung, um allen Menschen zeitnah ein Impfangebot machen zu können. Deshalb ist auch innerhalb der KRITIS-Organisationen, -Einrichtungen und -Unternehmen eine Priorisierung notwendig. Die Vorgaben dafür sind in der Corona-Impfverordnung des Bundes festgelegt, an denen sich das Land orientiert. Dies sind Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen.

red

Quelle: Sozialministerium Baden-Württemberg

Mit Bewegung gegen Darmkrebs

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich bis zu 26.590 Frauen und 32.320 Männer daran. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung kann allerdings durch Bewegung um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Experten raten deshalb zu mindestens zweieinhalb Stunden moderater oder 75 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche – oder einem Mix aus Beidem.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) appelliert mit seiner Aktion „Bewegung gegen Krebs“, das Training in den Vereinen verantwortungsbewusst und unter Berücksichtigung von Hygiene-Konzepten wieder zu öffnen.

Durch die anhaltende Corona-Pandemie sei nicht nur die medizinische Versorgung von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen – wie Krebs – beeinträchtigt, sondern auch die Möglichkeit der Krebsprävention, beispielsweise durch Sport. „Die Krebsprävention durch ausreichend Bewegung und Sport im Verein ist aktuell stark eingeschränkt“, so der DOSB.

Mit der bundesweiten Bewegungsoffensive „Bewegung gegen Krebs“ machen die Deutsche Krebshilfe und der DOSB auf den Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Krebs aufmerksam. Dickdarmkrebs weist dabei unter allen Tumoren den überzeugendsten vorbeugenden Zusammenhang auf. Bewegungslosigkeit, wie beispielsweise häufiges Sitzen, erhöht das Risiko für Dickdarmkrebs. Körperliche Aktivität – unabhängig von Geschlecht, Gewicht, Ernährung oder Hormonersatztherapie – beugt wiederum Dickdarmkrebs entschieden vor.

Rudolf Huber / glp

Mittel gegen den Bluthochdruck

Wenn der Blutdruck runter muss, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Alle Medikamente wirken unterschiedlich und werden auch deshalb gerne kombiniert. „Um die verschiedenen Wirkansätze zu vereinen und gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen der einzelnen Wirkstoffe durch eine niedrigere Dosierung im Rahmen einer Kombination zu verringern“, so der Kardiologe Professor Heribert Schunkert.

Die heute am häufigsten verwendeten Präparate zur Senkung des Blutdrucks sind ACE-Hemmer. Diese blockieren das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE), das Hormone aktiviert, die wiederum zu einer Verengung der Gefäße und so zum Anstieg des Blutdrucks führen. Neben der reinen Blutdrucksenkung hat dieser Wirkstoff auch günstige Effekte für Herz und Nieren.

Den ACE-Hemmern in ihrer Wirkung ähnlich sind Sartane, heißt es im Patientenmagazin „HausArzt“. Sie blockieren nicht die Umwandlung, sondern das Andocken eines bestimmten, aus ACE entstandenen Hormons. Sartane sind eine gute Alternative für Patienten, die ACE-Hemmer nicht gut vertragen und zum Beispiel unter trockenem Reizhusten leiden.

Calciumkanalblocker hingegen wirken an den Blutgefäßen und stellen diese weit, sodass der Widerstand in den Gefäßen und der Druck, mit dem das Blut durch die Gefäße gepumpt wird, abnehmen. Vorteil: Die Medikamente sind allgemein gut verträglich.

Einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Bluthochdruck haben Betablocker. „Diese Präparate sind jedoch nicht stoffwechselneutral, das heißt: Sie beeinflussen den Fettstoffwechsel, erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes und führen nicht selten zu Gewichtszunahme“, betont Kardiologe Schunkert. Allerdings haben sie den Vorteil, dass sie den Körper vor Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin abschirmen, die den Blutdruck in die Höhe treiben.

Die ältesten und am besten erprobten Medikamente gegen Bluthochdruck sind die Diuretika. Sie gehören zu den wassertreibenden Mitteln. Neben der Blutdrucksenkung bewirken sie auch, dass der Körper mit dem Urin Mineralstoffe verliert. „Gerade bei älteren Menschen kann dieser Salzverlust zu Schwäche führen“, sagt Schunkert. „Mit regelmäßigen Blutuntersuchungen kann man kontrollieren, ob der Mineralstoffhaushalt im Lot ist.“

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Wieder mehr junge Rauschtrinker

Die Nachricht ist beunruhigend: Rauschtrinken ist gerade unter Jugendlichen weit verbreitet. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurden in Deutschland im Jahr 2019 rund 14.500 Kinder und Jugendliche von zehn bis unter 18 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Zum Vergleich: In der Altersgruppe der 20- bis unter 25-Jährigen waren es im selben Jahr 8.800 Fälle, bei den 40- bis unter 45-Jährigen 7.800 und bei den 60- bis unter 65- Jährigen 6.200. Die Auswertung der Klinikdiagnosen zeigt, dass die Zahlen bei den Kindern und Jugendlichen zwar rückläufig, aber immer noch mehr als doppelt so hoch sind wie zur Jahrtausendwende.

Im Jahr 2000 waren knapp 7.000 Kinder und Jugendliche wegen Alkoholmissbrauchs stationär in Behandlung. Der Höchstwert der vergangenen 20 Jahre wurde im Jahr 2012 mit rund 18.800 Fällen registriert.

Die Betroffenen wurden zuletzt wieder jünger: 2019 wurden 3.200 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und unter 15 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt. Das war ein Anstieg um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen ging die Zahl der Betroffenen im Alter von 15 bis unter 18 um 2,2 Prozent auf 11.200 zurück.

Besonders erschreckend: Damit waren rund 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt werden mussten, noch nicht einmal 15 Jahre alt.

Rudolf Huber / glp

Was gegen Akne-Narben hilft

Akne ist nicht nur während der Pubertät eine massive psychische Belastung. Es kann auch tiefe Narben hinterlassen – die ein Leben lang bleiben. Laut der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie leiden mit 80 Prozent die meisten Jugendlichen unter Pickeln. Und rund 15 Prozent behalten langfristig Spuren der Krankheit im Gesicht.

„Es gibt bisher keine Methode, die die Haut wieder komplett herstellen kann. Es handelt sich immer nur um eine Verbesserung des Hautbildes“, so Professor Dr. Uwe Paasch, Dermatologe an der Universität Leipzig und Mitglied der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Um die Akne wirksam zu behandeln, greifen Hautärzte auf individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlungsmethoden zurück. Als effektiv und relativ nebenwirkungsarm gelten ablative (abtragende) fraktionierte Laser. Diese Technologie ist in die Leitlinie zur Behandlung von Aknenarben aufgenommen worden. Die Laserenergie wird dabei in bis zu sechs Behandlungen im Abstand von zirka vier Wochen punktuell eingesetzt. Die Kosten betragen circa 200 Euro pro Sitzung.

Bewährt haben sich auch chemische oder Fruchtsäure-Peelings, die die obersten Hautschichten lösen. Auch hier sind mehrere Behandlungen notwendig, eine Sitzung kostet ab 100 Euro. Beim (Micro)needling werden der Haut kleine Nadelstiche verpasst, das soll die Neubildung von Zellen anregen. Hier fallen etwa 80 bis 150 Euro pro Sitzung an. Generell gilt: Statt selbst zu experimentieren, gehören Narben in die Hände eines erfahrenen Dermatologen.

Weil die Entfernung von Aknenarben überwiegend aus ästhetischen Gründen erfolgt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten meist nicht. Auch deshalb ist es angebracht, eine akute Akne mit Entzündungen bis in tiefe Hautschichten frühzeitig optimal behandeln zu lassen. Die Chancen stehen dann gut, dass gar keine Narben bleiben.

Rudolf Huber / glp

Bundesnotbremse in Kraft: Das sind die neuen Corona-Maßnahmen

Ab dem 24. April gelten in Baden-Württemberg die Regelungen der Bundesnotbremse. Hintergrund ist das bundesweit geltende Infektionsschutzgesetz, das ab Samstag greift.

Landesverordnung wurde angepasst

Um an die Bundesregeln besser anzuschließen, hat die baden-württembergische Landesregierung die Corona-Verordnung Freitagnacht angepasst und veröffentlicht. Basis für die Regelungen und Einschränkungen sind jetzt grundsätzlich die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Hier finden Sie einen Überblick:

Link: Regelungen der Corona-Verordnung auf einen Blick 

 

red

Quelle: Landesregierung Baden-Württemberg

Corona: Nächtliche Ausgangsbeschränkung gilt ab Samstag von 22 – 5 Uhr

Die Notbremse des Bundes ist am Freitag in Kraft getreten: Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland müssen sich ab Samstag auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Das Land Baden-Württemberg hat angekündigt, die Vorgaben des Bundes sofort und vollständig umzusetzen. Ab Samstag wird daher eine Corona-Verordnung gelten, die den Beginn der Ausgangsbeschränkung ebenfalls auf 22 Uhr festsetzt. Dies greift auch in Stuttgart, so dass ab Samstag, den 24. April, die nächtliche Ausgangsbeschränkung um 22 Uhr beginnt. Das gab die Stuttgarter Stadtverwaltung am Freitag bekannt.

Außerdem bleibt zwischen 22 und 24 Uhr allein ausgeübte, körperliche Bewegung im Freien – also etwa Spazierengehen oder Joggen – zulässig. Die bisherige Regelung sah vor, dass die Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr beginnt.

red