Deutschlands Arztpraxen bestellen über 1,6 Millionen Dosen Omikron-Impfstoffe

Arztpraxen in Deutschland haben zum Start der an die BA.1-Variante angepassten Impfstoffe in dieser Woche mehr als 1,6 Millionen Dosen der neuen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bestellt. Das teilte das Zentralinstitut für die Kassenärztlichen Versorgung (ZI) am Freitag dem “Handelsblatt” mit. Konkret bestellten rund 23.500 Praxen knapp 225.000 Vials des Impfstoffs von Biontech/Pfizer, was rund 1,35 Millionen Dosen entspricht.

Vom neuen Moderna-Impfstoff bestellten rund 3.500 Praxen knapp 55.000 Vials, was etwa 275.000 Dosen entspricht. Die bestellten Dosen liegen damit zwar unter den vom Bundesgesundheitsministerium angekündigten Liefermengen von insgesamt 14 Millionen Dosen für die ersten beiden Septemberwochen. Allerdings haben die Praxen laut ZI sechs Mal mehr Impfstoff bestellt als in der Vorwoche.

“Die Vertragsärzte nehmen den Aufruf ernst, den Impfschutz der Impfwilligen mit Blick auf den Herbst aufzufrischen”, sagte ZI-Chef Dominik Stillfried dem “Handelsblatt” dazu. “Aktuell ist die Impfnachfrage der Patienten auch aufgrund millionenfacher Infektionen aus der letzten Welle natürlich gering. Zudem ist es Anfang September noch recht früh für eine Impfung, die bis ins Frühjahr schützen soll”, so Stillfried.

“Man wird sehen müssen, wie es gelingt die Impfbereitschaft der Risikopatienten in den nächsten Wochen anzuregen.”

red

RKI meldet fast 36000 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 35.995 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 6,1 Prozent oder 2.065 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 223,1 auf heute 229,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 634.500 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 74.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 119 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 575 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 82 Todesfällen pro Tag (Vortag: 86).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 148.217. Insgesamt wurden bislang 32,42 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Donnerstagnachmittag in der Summe vorläufig 194 (Vortag: 208) neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt laut dem Landratsamt bei 163,9 (Vortag: 153,8). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 731 (+1). (Stand: 08.09..22 – 16Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis lag am Mittwochnachmittag bei 1,5. Am vergangenen Donnerstag lag der Wert bei 1,8. Die Zahl der Intensivpatienten lag laut dem Gesundheitsamt unverändert bei 79. (Stand: 07.09.2022.)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 1.782 | 0 )
Asperg ( 4.971 | 3 )
Benningen am Neckar ( 2.240 | 0 )
Besigheim ( 5.020 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 17.165 | 22 )
Bönnigheim ( 3.288 | 1 )
Ditzingen ( 9.377 | 9 )
Eberdingen ( 2.368 | 2 )
Erdmannhausen ( 1.869 | 1 )
Erligheim ( 1.013 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 5.591 | -8 )
Freudental ( 1.005 | 2 )
Gemmrigheim ( 1.929 | 2 )
Gerlingen ( 6.602 | 4 )
Großbottwar ( 3.135 | 3 )
Hemmingen ( 3.081 | 3 )
Hessigheim ( 963 | 0 )
Ingersheim ( 2.321 | 4 )
Kirchheim am Neckar ( 2.634 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 7.412 | 4 )
Kornwestheim ( 13.067 | 8 )
Löchgau ( 2.089 | 0 )
Ludwigsburg ( 34.510 | 33 )
Marbach am Neckar ( 5.984 | -23 )
Markgröningen ( 4.947 | 9 )
Möglingen ( 4.240 | 5 )
Mundelsheim ( 1.238 | 1 )
Murr ( 2.412 | 3 )
Oberriexingen ( 1.043 | 1 )
Oberstenfeld ( 2.818 | 3 )
Pleidelsheim ( 2.350 | 0 )
Remseck am Neckar ( 10.127 | -8 )
Sachsenheim ( 6.363 | 13 )
Schwieberdingen ( 4.686 | 6 )
Sersheim ( 1.758 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 4.455 | -5 )
Tamm ( 4.226 | 12 )
Vaihingen an der Enz ( 10.941 | 8 )
Walheim ( 1.217 | 0 )

red

Experten kritisieren geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes

 Vor der Abstimmung zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes am Donnerstag haben Experten vor neuen Einschränkungen für Kinder und Jugendliche im Corona-Herbst gewarnt. “Wie Antikörperstudien zeigen, haben sich trotz der restriktiven Maßnahmen fast alle Kinder und Jugendlichen infiziert – ob mit oder ohne Impfung”, heißt es in einem offenen Brief, über den die Zeitungen des “Redaktionsnetzwerks Deutschland” (Donnerstagausgaben) berichten. “Durch den damit verbundenen breiten Immunschutz ist die Gefahr durch eine Ansteckung für sie damit noch geringer als schon zuvor.”

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit, der Epidemiologe Klaus Stöhr und Peter Walger aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). Sie warnen vor einer “Fortsetzung der Maßnahmenbatterie an Kitas und Schulen, die Ansteckungen auf Dauer nicht verhindert und weit mehr geschadet als genutzt hat”. Die Experten verweisen auf “Lernrückstände, mangelnde Sprachintegration, psychische Belastung” vieler Kinder.

Bei einigen beobachte man außerdem einen “Bewegungsmangel und einen beängstigenden Anstieg der Fettleibigkeit”. Die jetzt von der Ampel-Koalition geplanten Vorgaben seien deutlich strenger als für Angestellte in Büros, so die Kritik. “Zwar sieht der Entwurf zur Novellierung des Infektionsschutzgesetzes erfreulicherweise vorerst keine Maskenpflicht für Grundschulkinder vor, dafür aber anders als praktisch überall sonst in Europa Pflichttests bereits in der Kita und für ältere Kinder auch Masken.”

Die Kritik: “Schulen mit Maskenpflicht sind nicht wirklich offen, denn sie behindern den Spracherwerb und das soziale Miteinander.” Das treffe Hörgeschädigte und Kinder, die an Autismus leiden oder Deutsch erst noch lernen, besonders hart.

red

Amtsärzte: Maske in Schulen nur bei gefährlicherer Variante – Gebäudereiniger wollen keine FFP-2-Maskenpflicht

Berlin – Die deutschen Amtsärzte haben die Länder dringend vor einer Wiedereinführung der Maskenpflicht in Schulen gewarnt. “Bei den aktuellen Varianten ist eine Maskenpflicht im Unterricht nicht nötig”, sagte Johannes Nießen, Vorsitzender des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). “Masken im Unterricht sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn es eine Virus-Variante geben sollte, die infektiöser ist und gleichzeitig schwerer krank macht als die bekannten Omikron-Varianten.”

Man dürfe nicht vergessen, dass Masken das Lernen erheblich beeinträchtigten. “Sie haben Einfluss auf die Sprachentwicklung, erschweren den Fremdsprachenunterricht und stören die Kommunikation, weil sie das halbe Gesichtsfeld bedecken.” Deshalb sollten die Länder so lange wie möglich Unterricht ohne Maske erlauben, so der Amtsärzte-Chef.

Am Donnerstag will der Bundestag abschließend über die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes beraten. Vorgesehen ist, dass die Länder in Schulen ab der fünften Klasse eine Maskenpflicht einführen können, wenn dies zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist.

Gebäudereiniger wehren sich gegen FFP-2-Maskenpflicht im Job

   Berlin – Die Gebäudereiniger wehren sich gegen eine FFP2-Maskenpflicht bei der Arbeit. “Dass der Bund im dritten Pandemieherbst nun damit beginnen will, Reinigungskräften ohne direkten Patientenkontakt eine FFP2-Maske aufzuzwingen, ist eine völlig unverständliche Verschärfung”, sagte Thomas Dietrich, Bundesinnungsmeister des Gebäudereiniger-Handwerks den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) im Vorfeld der Abstimmung über die Novelle des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag. So ist geplant, dass externe Dienstleister in Klinken oder Alten- und Pflegeheimen eine FFP2-Maske tragen müssen, auch wenn sie nur den Flur reinigen müssen und nicht mit Patienten in Kontakt kommen.

“Seit zweieinhalb Jahren ist die medizinische Maske in der Praxis etabliert, verhältnismäßig und nachweislich völlig ausreichend – das galt selbst zu Hochzeiten der Pandemie”, sagte Dietrich.

red

Patientenschützer rügen Lockerungen für Klinik- und Pflegepersonal

Patientenschützer haben den Beschluss der Ampelkoalition scharf kritisiert, die Testverpflichtungen für das Klinik- und Pflegepersonal lockerer zu fassen als bisher geplant. “Es ist unverantwortlich, wenn die tägliche Testpflicht einem politischen Konsens geopfert wird”, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Mittwochausgaben). “Bei der Bundesregierung müssen endlich die Fakten entscheiden und nicht die Ideologie”, mahnte er.

Nur Testen verhindere die unkontrollierte Weitergabe des Virus. “Deshalb darf es in der Kranken- und Altenpflege kein löchriges Schutzkonzept geben”, forderte er. Denn hier würden Millionen hilfsbedürftige Menschen versorgt, die sich selbst vor der Ansteckung nicht schützen könnten.

Die Ampelkoalition hat auf Drängen der Krankenhäuser und der FDP entschieden, die Testverpflichtungen für das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu lockern. Statt täglicher Corona-Tests, wie bisher geplant, sollen in der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nur noch drei Tests pro Woche vorgeschrieben werden. Die Novelle soll am Donnerstag im Bundestag beschlossen und Anfang im Oktober in Kraft treten.

red

RKI verzeichnet 46495 Corona-Neuinfektionen

Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 46.495 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 5,7 Prozent oder 2.808 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 219,1 auf heute 217,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 638.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus. Das sind etwa 105.900 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 120 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 758 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 108 Todesfällen pro Tag (Vortag: 91). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 147.981. Insgesamt wurden bislang 32,34 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

RKI meldet rund 50 000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 49.709 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 8,8 Prozent oder 4.795 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg trotzdem laut RKI-Angaben von gestern 215,2 auf heute 219,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Dass die Zahl der neuen Fälle gegenüber der Vorwoche sank, der Inzidenzwert aber stieg, ist nur möglich, weil das RKI letzte Woche zahlreiche Nachmeldungen aus früheren Zeiträumen hatte, die aber in die Inzidenzwertberechnung nicht eingehen. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 641.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 103.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 99 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 638 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 91 Todesfällen pro Tag (Vortag: 94). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 147.861. Insgesamt wurden bislang 32,3 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz sinkt auf 3,12

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gesunken. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 3,12 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Montag ursprünglich: 3,22, Dienstag letzter Woche ursprünglich 3,64). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Saarland (5,89).

Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (5,59), Thüringen (4,29), Bayern (4,21), Nordrhein-Westfalen (4,12), Schleswig-Holstein (3,78), Brandenburg (3,63), Sachsen-Anhalt (3,12), Hessen (2,72), Rheinland-Pfalz (2,49), Sachsen (2,32), Hamburg (2,11), Niedersachsen (1,92), Berlin (1,64), Baden-Württemberg (1,48) und Bremen (1,32). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,54, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,48, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,24, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,48, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 4,80 und bei den Über-80-Jährigen bei 15,60 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Keine Maskenpflicht mehr in Flugzeugen

Auf Druck der FDP wird die ursprünglich geplante Maskenpflicht im Flugverkehr wieder aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen. Das berichtet das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Dienstagausgaben) unter Berufung auf Koalitionskreise. Stattdessen wurde zwischen SPD, Grünen und FDP vereinbart, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Ermächtigungsgrundlage bekommt, um die Maskenpflicht in Flugzeugen per Verordnung erlassen zu können.

Eine Verordnung benötigt aber die Zustimmung aller Ressorts, also auch der FDP-geführten Ministerien. “Damit ist die Maskenpflicht im Flugverkehr de facto tot”, hieß es. Zudem wurde den Angaben zufolge vereinbart, dass Patienten künftig auch in Arztpraxen FFP2-Masken tragen müssen, nicht nur in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

red

Sorge vor “Tierschutzkatastrophe” in Schweinepest-Zone

Die Rufe aus der Wirtschaft werden lauter, der Staat möge sich um die zehntausenden schlachtreifen Tiere in der Schweinepest-Sperrzone in Niedersachsen kümmern. Sarah Dhem, Präsidentin des Bundesverbandes der Wurst- und Schinkenproduzenten, sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”, es gehe darum, eine “Tierschutzkatastrophe” zu verhindern. “Der Bund muss einspringen”, forderte Dhem.

Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) müsse sich der Sache annehmen. “Der Staat muss die Schweine übernehmen und die Schlachtung organisieren. Das Fleisch könnte dann eingelagert und die Verarbeitung per Ausschreibung angestoßen werden”, so Dhem.

Sie griff damit einen Vorschlag auf, den zuvor auch schon der Verband der Fleischwirtschaft, Dachorganisation der großen Schlachtunternehmen, formuliert hatte. Nach Recherchen der “NOZ” hatte der Tönnies-Konzern dem Land Niedersachsen in der Vergangenheit angeboten, Schlachtung und Verarbeitung der überschweren Tiere für insgesamt rund zehn Millionen Euro zu übernehmen – ein Selbstkostenpreis, wie es vom Konzern hieß. Das Land nahm nicht an, zwischenzeitlich gibt es deutlich mehr überschwere Tiere.

Verbandspräsidentin Dhem widersprach in der “NOZ” indes dem Vorwurf, die Wurstproduzenten würden sich weigern, das Fleisch der Tiere aus der Sperrzone zu verarbeiten. “Im Kern muss das Fleisch auf 80 Grad erhitzt werden. Das können wir in unserem Betrieb beispielsweise gar nicht und viele andere auch nicht”, sagte Dhem.

Am Ende des Prozesses könne das Fleisch zu nicht viel mehr als zu Wiener Würstchen und gebratenen Frikadellen verarbeitet werden. Das schreiben behördliche Anordnungen zum Umgang mit Schweinefleisch aus der Sperrzone vor. “Geld wird niemand damit verdienen.”

Im Landkreis Emsland war Anfang Juli die Afrikanische Schweinpest in einem Betrieb in der Gemeinde Emsbüren ausgebrochen. Um den Betrieb wurde eine Sperrzone mit einem Zehn-Kilometer-Radius gezogen. Bis Mitte Oktober gelten für die rund 300 schweinehaltenden Betriebe in der Zone Restriktionen.

Bauern beklagen Probleme, ihre schlachtreifen, aber gesunden Schweine zu vermarkten. Es geht mittlerweile um mehrere Zehntausend Tiere. Die Landwirte warnen vor massiven Tierschutzproblemen in den Ställen.

red