Kostenlose Verteilung von FFP2-Masken startet heute

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus will die Bundesregierung ab heute mehr als 27 Millionen Bundesbürger mit gut schützenden Mund-Nasen-Masken ausstatten. Menschen über 60 und bestimmte chronisch Kranke können sich von heute an drei FFP2-Masken in der Apotheke abholen – kostenlos. Sie haben dafür Zeit bis zum 6. Januar.

In einem ersten Schritt sollen sich die Menschen drei kostenlose Masken in der Apotheke holen können. Dazu soll die Vorlage des Personalausweises oder die Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ausreichen.

Im zweiten Schritt können diese Menschen ab 1. Januar weitere zwölf Masken erhalten. Dafür sollen sie von der Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs FFP2-Masken bekommen – vorgesehen ist dafür dann ein Eigenanteil von jeweils 2 Euro für je sechs Masken. Den Bund kostet die Aktion insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro.

Wer unter sechzig ist, hat Anspruch auf die Masken, wenn mindestens einer der folgenden Risikofaktoren liegt: Diabetes Typ-2, COPD bzw. Asthma, Herzinsuffizienz, Schlaganfall oder Demenz, aktive Krebserkrankung, Transplantation oder schwere Niereninsuffizienz. Patienten wird empfohlen, eine entsprechende Eigenerklärung auszufüllen und mit in die Apotheke zu bringen, teilt der Deutsche Apothekerverband (ABDA) mit.

red

So sehen die aktuellen Corona-Fallzahlen aus – Mehr als eine Million Genesene

Deutschland geht ab Mittwoch in den Shutdown und so ist die Lage am Dienstag 15. Dezember:

Mit den nachgemeldeten Zahlen aus dem Bundesland Sachsen erhöht sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf 17.599. Zudem sterben 611 weitere Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Die Höchststände von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten stammen vom Freitag. (Stand: 15.12. – 18Uhr)

Am Dienstagmorgen meldete das RKI (ohne die Daten aus Sachsen):

Das RKI meldet binnen 24 Stunden +14.432 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um fast 400. Damals waren 14.054 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 16.362 Fälle. Erfahrungsgemäß fallen jedoch die Zahlen am Wochenende und zu Wochenbeginn niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten rechtzeitig übermitteln und auch weniger Menschen sich testen lassen. (Stand: 15.12. – 00.00Uhr)

Insgesamt haben sich somit seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.354.677 (inklusive der nachgemeldeten Daten aus Sachsen) Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 22.587. Das sind 611 mehr als am Vortag. Rund 1.003.300 (+19.100) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 15.12. – 18Uhr)

red

„Extrembelastung auf Intensivstationen“

Entwarnung ist nicht in Sicht. Anästhesisten rechnen zunächst nicht mit einem Rückgang der Patientenzahlen auf den Intensivstationen. Davon ist Professor Dr. Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und Klinikdirektor in Aachen, überzeugt. Zunächst werde es bei Spitzenwerten und Extrembelastung bleiben.

Gleichzeitig ist bei Marx und seinen Kollegen die Erleichterung über den vorgezogenen Lockdown sehr groß. Es werde aber noch eine ganze Zeit dauern, bis dessen Effekte auf den Intensivstationen spürbar sein würden. Marx: „In den nächsten Tagen und wahrscheinlich auch Wochen werden wir erst mal einen weiteren Anstieg der Patientenzahlen auf den Intensivstationen haben. Frühestens zwei Wochen nach Beginn des Lockdowns werden wir eine Wirkung erkennen können. Die Entwicklungen sind insgesamt aber ungewiss.“

Marx sieht aktuell auf seiner Intensivstation viele wirklich schwer kranke Menschen, mit Lungenversagen oder auch mit Nierenversagen. Immer noch jüngere und ältere Patienten gemischt. Er ruft dazu auf, auf alle Kontakte zu verzichten, die nicht existentiell wichtig sind: „Covid-19 ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, auch für Menschen, die im Moment vielleicht nicht auf der Intensivstation landen.“

Rudolf Huber / glp

Lieber Vollkorn als Weißmehl

Wer Weißbrot vermeidet und sich für Vollkornbrot entscheidet, tut viel für seine Gesundheit. Der Grund: Die ballaststoffreichen Körner machen nicht nur länger satt und sorgen für eine regelmäßige Verdauung. Sie helfen auch dabei, den Fettstoffwechsel zu normalisieren.

„Die löslichen Ballaststoffe, die beispielsweise in Hafer enthalten sind, binden die Gallensäuren im Darm und fördern auf diese Weise die Produktion von Gallensäuren aus Cholesterin in der Leber“, so Professor Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE) im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Der Effekt ist weniger Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin im Blut.

Vollkorn ist dazu auch noch reich an Antioxidantien. Deshalb schützt es vor Dickdarmkrebs. Auch das Diabetesrisiko wird laut des Experten gesenkt. Weil Vollkornprodukte dazu beitragen, schnelle Blutzuckeranstiege zu bremsen, braucht der Körper weniger Insulin. „Folglich scheint sich auch das Risiko für Typ-2-Diabetes zu vermindern“, heißt es.

Rudolf Huber / glp

Städtischer Mitarbeiter wird absichtlich angehustet – Täter wegen Körperverletzung verurteilt

Mit Urteil vom 29.10.2020 sprach das Amtsgericht Braunschweig / Zivilgericht einem Geschädigten ein Schmerzensgeld in Höhe von 250,00 Euro wegen absichtlichen Anhustens in Zeiten der Corona-Pandemie zu.

Der Vorfall ereignete sich Anfang April des Jahres 2020 auf dem Gelände des Wochenmarktes auf dem Altstadtmarkt in Braunschweig. Der Kläger, Angestellter der Stadt Braunschweig mit Zuständigkeit für die Sicherheit der Märkte, ermahnte den Beklagten, weil dieser in einer Warteschlange zum Einlass auf den Markt die Sicherheitsabstände zu weiteren Marktbesuchern nicht einhielt. In einer verbalen Auseinandersetzung zeigte der Beklagte sich jedoch uneinsichtig und beleidigend und trat dann aus Verärgerung nah an das Gesicht des Klägers heran und hustete diesem bewusst in das Gesicht.

Nach Abwägung aller Umstände sah das Amtsgericht Braunschweig einen Schmerzensgeldanspruch des Klägers in Höhe von 250,00 Euro als begründet an. Das absichtliche Anhusten in Zeiten der beginnenden Corona-Pandemie war als eine vorsätzliche Gesundheits- und Körperverletzung zu qualifizieren. Die Bagatellgrenze wurde hier deutlich überschritten. So bestand nicht nur die hohe Gefahr einer Infektion des Gegenübers mit einer möglicherweise schweren bis potenziell tödlich verlaufenden Krankheit, sondern auch eine erhebliche psychische Beeinträchtigung des Klägers aufgrund der Sorge über eine mögliche Ansteckung. Ob einer der beiden Beteiligten tatsächlich mit dem Sars-CoV2-Virus infiziert war, ist nicht bekannt, da aufgrund mangelnder Testkapazitäten bei fehlenden Symptomen eine Testung nicht durchgeführt wurde. Dem Kläger verlieb nur, sich nach dem Vorfall für zwei Wochen in Quarantäne zu begeben.

Quelle: Amtsgericht Braunschweig

RKI meldet am Montag 16.362 Corona-Neuinfizierte – 4.000 mehr als in der Vorwohe

Deutschland geht ab Mittwoch in den Shutdown und so ist die Lage am Montag 14. Dezember:

Das RKI meldet binnen 24 Stunden +16.362 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um mehr als fast 4.000. Damals waren 12.332 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 20.200 Fälle. Erfahrungsgemäß fallen jedoch die Zahlen am Wochenende niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten rechtzeitig übermitteln und auch weniger Menschen sich testen lassen. (Stand: 14.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.337.078 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 21.975. Das sind 188 mehr als am Vortag. In der Vorwoche am Montag waren es 147 Tote. Rund 984.200 (+16.300) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 14.12.)

red

Beschlossen: Deutschland geht ab Mittwoch erneut in den Shutdwon

Bundesregierung und die Länderchefs verschärfen aufgrund immer weiter steigenden Neuinfektionen die Corona-Maßnahmen: Ab kommenden Mittwoch, 16. Dezember tritt in Deutschland erneut ein harter Shutdown in Kraft. Der Einzelhandel wird mit Ausnahme von Geschäften für den täglichen Bedarf geschlossen. 

Bereits ab dem kommenden Mittwoch wird das öffentliche Leben in Deutschland drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf muss vom 16. Dezember bis zum 10. Januar schließen. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Sonntag mit.

Das sind die neuen Beschlüsse:

  • Kontakte: Private Treffs sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, in jedem Fall aber auf maximal fünf Personen limitiert. Ausnahmen: Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.
  • Weihnachten: Vom 24. bis 26. Dezember werden mehr Kontakte möglich. Die Länder sollen in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Infektionsgeschehen in dieser Zeit Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zulassen.
  • Einzelhandel: Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte; Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.
  • Schulen: Schulen sollen grundsätzlich geschlossen werden, oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Fernunterricht angeboten. In einigen Bundesländern gelten solche Regeln bereits ab Montag.
  • Kitas:  In Kindertagesstätten wird analog zu Schulen verfahren. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.
  • Arbeitsplatz: Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob Unternehmen entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösungen geschlossen werden können.
  • Alkohol: Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum wird untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.
  • Silvester: Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk wird generell verboten. Am Silvestertag und Neujahrstag gelten bundesweit ein An- und Versammlungsverbot sowie ein Feuerwerksverbot auf vielbesuchten Plätzen, die von den Kommunen festgelegt werden.
  • Friseure: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und vergleichbare Betriebe werden geschlossen.
  • Notwendige Behandlungen: Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.
  • Gottesdienste: Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Wenn volle Besetzung erwartet wird, sollen sich die Besucher anmelden.

red

RKI meldet am Samstag mehr als 28.000 Neuinfizierte – Ausgangsbeschränkung im Südwesten

Wegen immer weiter steigenden Corona-Infektionen, gilt bereits ab heute, 12. Dezember, in ganz Baden-Württemberg eine „Ausgangsbeschränkung“. Die Landesregierung beschloss gestern, dass der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung in der Zeit von 20 bis 5 Uhr nur noch aus „triftigen Gründen“ erlaubt ist.

Die Corona-Lage in Deutschland am Samstag, 12. Dezember:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen und Todesfällen in Deutschland ist auch am Samstag weiterhin extrem hoch: Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut +28.438 neue Corona-Infizierte. Gestern wurden 29.875 neue Corona-Infektionen gemeldet, der höchste je registrierte Wert seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Corona gestorben sind, stieg innerhalb eines Tages um 496. Insgesamt stieg die Gesamtzahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie auf 20.970. (Stand: 12.12.). Gestern waren es 598 Tote, und somit so hoch wie nie zuvor an einem Tag.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.300.516 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Rund 957.500 (+15.400) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 12.12.)

Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.  

red

RKI meldet am Freitag fast 30.000 Neuinfizierte und knapp 600 Tote

Die Corona-Lage in Deutschland am Freitag, 11. Dezember:

Das RKI meldet neue traurige Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen und Todesfällen: Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut +29.875 neueCorona-Infizierte und erreichten somit den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl um mehr als 6.000. Gestern wurden 23.679 neue Corona-Infektionen gemeldet. 

Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat nach RKI-Angaben einen neuen Höchstwert erreicht. So wurden 598 Tote mehr als am Vortag registriert. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Corona gestorben sind, stieg auf 20.970. (Stand: 11.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.272.078 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Rund 942.100 (+20.000) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 11.12.)

Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.  

red

Schöne Bescherung: Bloß keine Weihnachtsmigräne

Das ist für viele Betroffene ein echter Albtraum, der sich da plötzlich ohne Vorwarnung im Kopf abspielt. Denn eine Migräne-Attacke unterm Weihnachtsbaum macht die festliche Stimmung mit einem Schlag zunichte. Menschen mit Migräneneigung wird das auch diesmal wieder passieren. Im schlimmsten Fall droht pünktlich zur Bescherung der Kopfschmerz-Hammer. Aber warum ist das so?

Dass Stress das Ausbrechen einer Migräne begünstigen kann, ist bekannt. US-Wissenschaftler haben nun bei einer Studie herausgefunden, dass ein Migräneanfall mit einem Abfallen des Stresslevels am Vortag zusammenhängen kann. Migränepatienten hatten im Rahmen der Studie Tagebuch geführt. Sie machten auch Angaben zu ihrer Stressbelastung. 110 Migräneattacken wurden untersucht.

Fazit der Forscher: Wenn Migränepatienten ihren gewohnten Stresslevel abrupt reduzieren, sollten sie auf eine Attacke am nächsten Tag vorbereitet sein. Eine solche Situation könnte an den Feiertagen gegeben sein. Denn bei vielen macht die Arbeit nach einem oft kräftezehrenden Dezember-Endspurt dann unversehens „Pause“. Und die häufig bis zur letzten Minute andauernden Festvorbereitungen sind auch gerade abgeschlossen.

Wenn Patienten Anfälle an Feiertagen oder zu Ferienbeginn schon mehrfach erlebt haben und „ihr“ Migränemuster kennen, können sie versuchen, sich darauf einzustellen. Sie können zum Beispiel zu den für sie kritischen Zeiten wie etwa am Vorabend des Weihnachtsfests gezielt mit Achtsamkeitstraining, Atemtechniken oder Yoga arbeiten.

Auch eine medikamentöse Behandlung kann helfen, einer Attacke vorzubeugen. Eine vorbeugende Therapie ist unter anderem mit Wirkstoffen aus der Gruppe der sogenannten CGRP-Antikörper möglich. Sie blockieren im trigeminalen Nervensystem jene Botenstoffe, die an der Schmerzauslösung beteiligt sind.

Wirkstoffe wie Fremanezumab, Galcanezumab oder Erenumab können die Häufigkeit oder Stärke von Migräneattacken verringern.

Die Therapie kommt für Erwachsene infrage, die häufiger als vier Tage im Monat von Migräne betroffen sind und bei denen andere prophylaktische Therapien versagt haben. Die Medikamente werden einmal pro Monat injiziert – bei Fremanezumab ist es möglich, die Therapie in einer höheren Dosierung nur vierteljährlich anzuwenden.

Migräne gehört zu den häufigsten Kopfschmerzerkrankungen in Deutschland. Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft leiden etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung an Migräne. Am deutlichsten ausgeprägt sind die Beschwerden meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Ralf Loweg / glp