UVC-Strahlen gegen das Coronavirus

Desinfektionsgeräte auf Basis von UVC-Strahlen sind derzeit stark gefragt. Sie sollen die Verbreitung des Coronavirus eindämmen.

Der Hersteller Heraeus Noblelight rüstete unter anderem den Flughafen in Singapur mit einem UVC-System aus. Mit der Stadt Hanau vereinbarte Heraeus vor kurzem eine Kooperation, um Entkeimungsanlagen mit UVC-Licht in Schulen, Kitas und Bussen zu installieren. Mehr als 500.000 Strahler wird das Unternehmen nach eigenen Angaben in diesem Jahr fertigen.

Auch der Lichttechnik-Hersteller Signify, der einst Philips Lighting hieß, sieht ein großes Potenzial für die Virenkiller mit UVC-Strahlung. Mit der Supermarktkette Edeka führen die Niederländer ein Pilotprojekt durch. In einer Edeka-Filiale im Hamburger Stadtteil Barmbek desinfizieren 30 an der Decke installierte UVC-Anlagen von Signify die Luft. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, will Edeka das Luftreinigungssystem auch in anderen Märkten einsetzen. Signify rüstet auch Hotels und öffentliche Verkehrsmittel mit mobilen UVC-Leuchten im Kampf gegen Corona aus.

Der Spezialfahrzeughersteller Binz entwickelte zusammen mit den Forschern des Fraunhofer-Instituts für Optronik im thüringischen Ilmenau ein System, das mit UVC-Leuchtdioden den Innenraum eines Krankenwagens komplett viren-, bakterien- und keimfrei macht. Das UVC-System steht vor der Marktreife.

Forscher und Ingenieure tüfteln an einer neuen Generation von UVC-Strahlern. Dabei setzen sie auf LED, das eine noch größere desinfizierende Wirksamkeit hat. Osram will in Kürze den ersten handlichen UVC-LED-Strahler auf den Markt bringen, die Oslon UV 3636. Er soll das Coronavirus im Alltag bekämpfen.

Ein Allheilmittel gegen Corona sind die UVC-Desinfektionsgeräte nicht. Denn das Virus wird nicht nur über die Luft und Oberflächen, sondern insbesondere auch über Tröpfchen übertragen, die bei Husten oder Niesen freigesetzt werden.

Ralf Loweg / glp

Neuer Höchststand: Robert-Koch-Institut meldet 962 Todesfälle

Deutschland ging vergangenen Mittwoch in den Shutdown und so ist die Lage am Mittwoch 23. Dezember:

Das RKI meldet binnen 24 Stunden weitere 962 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Es ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Außerdem wurden +24.740 neue Corona-Infizierte übermittelt. Vergangenen Mittwoch (16.12.) waren 27.728 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 952 Todesfällen verzeichnet worden. Gestern waren es 19.528 Fälle. (Stand: 23.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.554.920 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 27.968. Das sind 962 mehr als am Vortag. Rund 1.160.100 (+23.400) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 23.12.)

red

Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag 19.528 Corona-Neuinfizierte

Deutschland ging vergangenen Mittwoch in den Shutdown und so ist die Lage am Dienstag 22. Dezember:

Das RKI meldet binnen 24 Stunden +19.528 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um fast 600. Damals waren 18.943 (inklusive Zahlen aus Sachsen) neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 16.643 Fälle. (Stand: 22.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.530.180 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 27.006. Das sind 731 mehr als am Vortag. Rund 1.136.700 (+21.300) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 22.12.)

red

So geht Handpflege in Corona-Zeiten

In Corona-Zeiten kommt es ganz besonders auf Hygiene an. Doch das ständige Händewaschen fordert auch seinen Tribut. Denn es setzt unserer empfindlichen Haut enorm zu. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern vor allem auch für Kinder.

„Richtiges Händewaschen mit Seife beugt nachweislich Infektionen vor“, sagt die Münchner Kinderärztin Dr. Claudia Saadi. Aber das hat auch Schattenseiten: Durch häufiges Händewaschen bekommen Kinder schnell trockene Haut. Worauf es bei der Pflege der empfindlichen Kinderhände ankommt, erklärt sie im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Durch häufiges Händewaschen wird der schützende Säureschutzmantel der Haut stark angegriffen. Um trotz der notwendigen Hygiene das Austrocknen der Haut zu verhindern, empfiehlt Claudia Saadi, eine möglichst milde, pH-neutrale Seife oder Waschlotion zu verwenden.

Zudem sollten Eltern ihren Kindern zusätzlich nach jedem Waschen – und auch zwischendurch immer wieder – eine feuchtigkeitsspendende und rückfettende Creme anbieten. „Das unterstützt die Erholung der Haut“, so die Kinderärztin.

Ralf Loweg / glp

Die Gründe für Berufsunfähigkeit

Wenn Menschen berufsunfähig werden, sind psychische Störungen weiterhin die Ursache Nummer eins. So steht es in einer aktuellen Analyse der Debeka. Der Lebensversicherer hat dazu seinen Bestand von etwa 506.000 gegen Berufsunfähigkeit Versicherten ausgewertet.

Unter Berücksichtigung der rund 1.000 im vorigen Jahr neu eingetretenen Leistungsfälle in der Berufsunfähigkeit zeigten sich drei Hauptgründe: Für 44,1 Prozent waren im Jahr 2019 psychische Störungen Grund für die Berufsunfähigkeit. Im Jahr 2018 betrug dieser Anteil 45,4 Prozent. Als zweiten Grund führt die Debeka mit 15,7 Prozent bösartige und gutartige Tumore an. Mit 12,6 Prozent war der Bewegungsapparat – sprich Rücken, Gelenke – der drittgrößte Grund, seinem Broterwerb nicht mehr nachkommen zu können.

Der Anteil des Bewegungsapparates als Ursache für Berufsunfähigkeit hat damit laut der Versicherung im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent weiter leicht abgenommen. Dabei waren Rücken, Gelenke und Co. jahrelang die zweithäufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Erst in der vorigen Analyse für das Jahr 2018 nahmen Geschwülste (zum Beispiel Krebserkrankungen) mit 15,5 Prozent den zweiten Platz ein. Dabei lag der Anteil bei Muskeln und Skelett noch auf einem ähnlichen Niveau (15,3 Prozent).

Eine Erkenntnis hat die Versicherung auch schon zum laufenden Jahr: Die Folgen der Corona-Pandemie machen sich bei den Leistungen zur Berufsunfähigkeit bisher noch kaum bemerkbar.

Rudolf Huber / glp

Zehn britische Passagiere positiv auf Corona getestet

Schöne Bescherung: Wegen der in Großbritannien entdeckten neuen Variante des Coronavirus haben viele Länder die Flugverbindungen zum Vereinigten Königreich gekappt. Zum Schutz vor der Mutation dürfen in Deutschland bis zunächst 31. Dezember 2020 keine aus Großbritannien kommenden Flugzeuge mehr landen. Das hatte das Bundesverkehrsministerium verfügt. Ausgenommen sind demnach reine Frachtflüge.

Nach einem Bericht der ‚Bild-Zeitung‘ sind unter den auf deutschen Flughäfen gestrandeten Briten zehn Passagiere bisher positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Infizierten seien an Bord von Maschinen gewesen, die unter anderem in Hannover, Dortmund oder Stuttgart gelandet waren.

Auch zahlreiche andere Länder hatten Flugverbote oder Grenzschließungen zum Vereinigten Königreich verkündet, darunter Italien, die Niederlande, Belgien, Bulgarien und Irland. Auch Österreich verfügte ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien. Zudem stellte die Schweiz Flugverbindungen nach Großbritannien und Südafrika ein.

Frankreich verhängte ein Einreiseverbot für Reisende aus Großbritannien auf dem Luft-, See- und Landweg. Deshalb wurden der wichtige britische Hafen Dover am Ärmelkanal sowie der Eurotunnel um Mitternacht geschlossen. Auch Argentinien, Kolumbien, Peru, Chile, Kanada und der Golfstaat Kuwait stoppten Flüge aus Großbritannien.

In Deutschland ist die neue Virus-Variante laut Gesundheitsministerium bisher noch nicht nachgewiesen worden. Die Bundesregierung und das Robert Koch-Institut stünden im engen Austausch mit anderen europäischen Staaten – auch mit Großbritannien selbst -, um die Folgen der Mutation zu evaluieren, heißt es.

red

RKI meldet am Montag 16.643 Corona-Neuinfizierte

Deutschland ging vergangenen Mittwoch in den Shutdown und so ist die Lage am Montag 21. Dezember:

Das RKI meldet binnen 24 Stunden +16.643 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um fast 300. Damals waren 16.363 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 22.771 Fälle. Erfahrungsgemäß fallen jedoch die Zahlen am Wochenende niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten rechtzeitig übermitteln und auch weniger Menschen sich testen lassen. (Stand: 21.12.)

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.510.652 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 26.275. Das sind 226 mehr als am Vortag. In der Vorwoche am Montag waren es 188 Tote. Rund 1.115.400 (+18.000) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 21.12.)

red

31.300 Corona-Neuinfektionen am Samstag- RKI meldet 702 Todesfälle

Seit Donnerstag gilt in Deutschland der Shutdown und so ist die Lage am Samstag,19. Dezember:

Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 702 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Außerdem übermittelte die Behörde 31.300 Corona-Neuinfektionen, wie das RKI am Samstagmorgen mitteilte. Am Samstag vergangener Woche hatte die Zahl bei 28.438 gelegen.

Am Freitag waren es 33.777 Neuinfektionen. In der Zahl sind 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Donnerstag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich somit seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.471.238 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 25.640 Rund 1.085.500 (+16.000) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 19.12. – 00.00 Uhr)

red

Erneut mehr als 30.000 Neuinfektionen – RKI meldet zweithöchste Todesfälle

Seit gestern gilt in Deutschland der Shutdown und so ist die Lage am Freitag, 18. Dezember:

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen 24 Stunden 813 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Außerdem übermittelte die Behörde 33.777 Corona-Neuinfektionen, wie das RKI am Freitagmorgen mitteilte. In der Zahl sind 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Am vergangenen Freitag (11.12.) war mit 29.875 der bisherige Höchststand an Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 598. (Stand: 18.12. – 00.00Uhr)

Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich somit seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 1.439.938 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 24.938 Rund 1.069.400 (+21.800) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 18.12. – 00.00 Uhr)

red

Herzprobleme: Sofort den Notarzt rufen

Notfallmediziner können ein Lied davon singen: Immer wieder werden sie mit Fällen konfrontiert, in denen die Scheu vor dem Notruf 112 für den Rettungsdienst wegen möglicher neugieriger Blicke der Nachbarn zu schwerwiegenden Verzögerungen führt. Ebenfalls verbreitet ist die Angst davor, dass man den Krankenhäusern zur Last fallen könnte.

Dieses Zögern ist fatal und kann bei Verdacht auf Herzinfarkt oder andere Herznotfälle wie bösartige Herzrhythmusstörungen lebensgefährlich sein. „Die Festtage um Weihnachten und Neujahr sowie der Corona-Lockdown dürften diese Hemmung vor dem Notruf 112 noch steigern“, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Viele Menschen sind derzeit verunsichert und besorgt: Während der Corona-Pandemie ins Krankenhaus? Bloß nicht! „Ein fataler Irrtum, der im schlimmsten Fall Leben kosten kann“, so der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Denn bei einem Herznotfall zählt jede Minute.

„Die derzeit hohen Zahlen an Corona-Infektionen dürfen nicht wie im Frühling dazu führen, dass Menschen bei Verdacht auf Herzinfarkt oder bei anderen notfallartigen Symptomen den lebenswichtigen Notruf 112 oder den Weg in die Notfallambulanz scheuen: entweder aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus oder wegen befürchteter Kapazitätsengpässe in den Kliniken“, so der Kardiologe und Intensivmediziner.

Dabei können besonders um die Weihnachtszeit vermehrt Herz-Kreislauf-Komplikationen auftreten, das legt eine Studie aus der Zeit vor Corona nahe. „Die Studienergebnisse lassen auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko an Heiligabend und an Neujahr schließen – besonders bei Menschen, die über 75 oder bereits chronisch krank sind“, erklärt Voigtländer.

Rudolf Huber / glp