Bei Herzschwäche besteht Handlungsbedarf

Eine beginnende Herzinsuffizienz muss behandelt werden. Denn sie kann schnell voranschreiten und den gesamten Körper immer weiter schwächen. Erste Anzeichen können Erschöpfung, Brustenge oder Luftnot beim Treppensteigen oder Bergaufgehen sein – sie werden oft mit Alterserscheinungen verwechselt.

Heilen kann man die Herzinsuffizienz zwar nicht, doch das Fortschreiten der Erkrankung kann deutlich verlangsamt werden, wenn es früh genug erkannt wird. Für wen Stufengehen beschwerlich wird oder wer allgemein eine verringerte Leistungsfähigkeit und verstärkte Müdigkeit beobachtet, für den gilt: Unbedingt für einen Check-up den Arzt aufsuchen. Bis zum Termin kann ein Symptomcheck zum Beispiel auf www.herzklappenhilfe.de erste Hinweise liefern, ob eine Herzschwäche vorliegt.

Doch nicht nur bei den ersten Symptomen sei der Arztbesuch ein Muss, sagen Experten. Auch in Zeiten von Corona und der beginnenden Erkältungssaison seien regelmäßige Arztbesuche für Menschen mit Herzinsuffizienz wichtig. Denn in allen Stadien der Erkrankung stünden effektive Behandlungs- und Diagnostikmethoden zur Verfügung.

Das Befinden verbessern kann zum Beispiel eine Herzklappenreparatur. Zu den privaten Anbietern gehört das Unternehmen Abbott mit mehreren Therapieansätzen für Patienten mit Herzinsuffizienz – bis hin zu Alternativen zu einer Herztransplantation. „HeartMate 3“ von Abbott etwa ist ein Herzunterstützungssystem, das die verminderte Leistung des Herzens ausgleichen soll.

Umfangreiche weiterführende Informationen für Patienten und deren Angehörige bieten die diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung vom 1.bis 30. November 2020 mit vielen digitalen Angeboten zum Thema Herzinsuffizienz.

Lars Wallerang / glp

RKI meldet erneut mehr als 11.000 Neuinfizierte

Nach Angaben des RKI sind die Neuinfiziertenzahlen in Deutschland am Freitag fast so hoch gewesen wie gestern. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen + 11.242 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern wurden +11.287 Fälle registriert. Das sind rund 4000 mehr als am Freitag vor einer Woche. Damals wurden 7.334 .Fälle registriert. (Stand: 23.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 403.291 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.954. Das sind 49 mehr als am Vortag. Rund 310.200 (+4.200) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 23.10.)

red

Darum ist die Patientenverfügung so wichtig

Es sind Fragen von großer Tragweite. Zum Beispiel: Will der Patient künstlich beatmet werden, um weiterzuleben – oder wünscht er das ganz explizit nicht? Wenn ein Unfall passiert ist, kann es oft zu spät sein, den Verletzten nach seinen Wünschen zu fragen. Eine Patientenverfügung ist daher ganz unabhängig vom Alter wichtig. Denn im Dokument lässt sich festhalten, ob und unter welchen Umständen auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtet werden soll und wer weitere Entscheidungen treffen darf.

Formulare dazu gibt es bei Ärzten, Apotheken, Krankenkassen und Kirchen sowie dem Bundesjustizministerium, so das „HausArzt-Patientenmagazin“. Beim Ausfüllen hilft der Hausarzt. Wichtig ist es, verschiedene Versionen des Dokuments zu vermeiden und den eigenen Willen mit Datum und eigener Handschrift zu bestätigen.

Die Vorsorgedokumente, auch der Organspendeausweis, sollten dann an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, an dem sie im Notfall schnell aufgefunden werden können. Besser als Schreibtisch oder Safe ist es, einen Angehörigen darüber zu informieren oder ihm sowie dem Arzt eine Kopie der Verfügung auszuhändigen. Ebenso können die Dokumente online hinterlegt werden.

Beim Sozialverband Deutschland in Berlin gibt es einen kostenlosen Ratgeber zum Verfassen einer Patientenverfügung. Präsident Adolf Bauer: „Es ist hilfreich, immer ein kleines Kärtchen in der Geldbörse zu tragen, auf dem Sie die Existenz und den Aufbewahrungsort Ihrer Patientenverfügung vermerkt haben.“

Rudolf Huber / glp

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall

Pro Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Zwar überleben ihn heute fast doppelt so viele Menschen wie noch vor 25 Jahren. Aber noch immer sind rund 60 Prozent der Betroffenen langfristig auf Hilfsmittel, Therapien oder Pflege angewiesen.

Das Hauptproblem: Noch immer erkennen viele Menschen die Anzeichen eines Schlaganfalls nicht oder zögern zu lange, den Notruf zu wählen. „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall – 112!“ lautet deshalb der Leitsatz der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an, um Hirnzellen zu retten und Funktionen zu erhalten“, so deren Vorstand Dr. Michael Brinkmeier. „Je früher der Patient in einem Schlaganfall-Zentrum eintrifft und die Diagnostik und Therapie beginnen, desto geringer sind die Folgeschäden.“

Typische Symptome eines Schlaganfalls sind plötzlich einsetzende Gefühlsstörungen oder Lähmungen auf einer Körperseite, oft auch ein herabhängender Mundwinkel, sowie Sprachstörungen. Der eigens entwickelte FAST-Test ermöglicht es Laien, einen Schlaganfall-Verdacht zu prüfen. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat den Test auch als App herausgebracht. Er ist kostenlos erhältlich in den Stores von Google Play und Apple.

Rudolf Huber / glp

Rekord-Neuinfizierte: Corona-Fälle so hoch wie nie in Deutschland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des RKI sind die Neuinfiziertenzahlen in Deutschland am Donnerstag so hoch gewesen wie nie zuvor seit Beginn der Corona-Pandemie. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen + 11.287 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern wurden 7.595  Fälle registriert. Bereits am vergangenen Samstag meldete das RKI mit +7.830 Neuinfektionen einen neuen zwischenzeitlichen Höchstwert. (Stand: 22.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 392.049 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.905. Das sind 30 mehr als am Vortag. Rund 306.100 (+4.000) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 22.10.)

red

Coronavirus: Bundeswehr unterstützt Stadt Stuttgart

Die Bundeswehr unterstützt seit dem 15. Oktober das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart bei der Kontaktnachverfolgung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Am Mittwoch, 21. Oktober, hat Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, den Bundeswehrangehörigen vor Ort gedankt. Das gab die Stadtverwaltung in Stuttgart am Mittwoch bekannt.

Zur Verfolgung der Kontakte bei Corona-Fällen greift die Stadt neben der Arbeit der Bundeswehr auf den verwaltungsinternen Pandemie-Pool zurück. 60 Soldaten und 40 Mitarbeiter der Stadt Stuttgart sind aktuell zusätzlich zu den Mitarbeitern des Gesundheitsamts zu diesem Zweck im Einsatz. Dadurch konnte die Kontaktnachverfolgung stabilisiert werden.

Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann äußerte ihren Dank: „Wir sind dankbar dafür, wie schnell wir die Unterstützung durch die Bundeswehr erhalten haben. Die Soldatinnen und Soldaten unterstützen uns bei der wichtigen Kontaktnachverfolgung, die für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz unermüdlichen Einsatzes aufgrund der steigenden Infektionszahlen immer schwieriger wurde. Mein Dank geht auch an die Firma Daimler, die schnell und unbürokratisch Büromöbel bereitgestellt hat. Alle Ämter der Stadt haben eng zusammengearbeitet, um eine schnelle Arbeitsfähigkeit unserer Soldatinnen und Soldaten sicherzustellen und alles daran zu setzen die Pandemie einzudämmen.“

Oberstleutnant Markus Kirchenbauer vom Landeskommando Baden-Württemberg erläuterte den Einsatz: „Die Bundeswehr unterstützt die kommunale Behörde im Rahmen der Amtshilfe. Dies geschieht auf Antrag, wenn die zivilen Ressourcen erschöpft sind. Deutschlandweit stehen 15.000 Soldaten zur Verfügung, wovon aktuell 1.650 im Einsatz sind. Zu Anfang der Corona-Pandemie wurden diese vorrangig in Krankenhäusern, Landeserstaufnahmeeinrichtungen und Teststationen sowie zur Bearbeitung von Aussteigerkarten eingesetzt. Momentan unterstützen sie vor allem in der Kontaktpersonennachverfolgung.“

Prof. Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, sagte zur Situation: „Wir bedanken uns bei der Bundeswehr für die wichtige Hilfe. Neben der Nachverfolgung der Kontakte und der Information der Bürger leistet sie auch einen Beitrag in der Beratung positiv getesteter Menschen. Dies ist eine intensive und anspruchsvolle Arbeit. Die Zeit ist dabei ein entscheidender Faktor, um die Lage zu stabilisieren.“

Wegen der steigenden Infektionszahlen appelliert das Gesundheitsamt an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger und die Befolgung der Regeln: Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, ausreichend Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme. Sinnvoll kann es daneben auch sein, ein Kontakt-Tagebuch zu führen – das erleichtert im Falle eines Falles die Kontaktaufnahme.

red

Bei der Zahnpflege haben Frauen die Nase vorn

Es geht doch nichts über ein strahlendes Lächeln. Doch dafür müssen die Zähne regelmäßig gepflegt werden. Das hat sich inzwischen fast überall herumgesprochen. Denn 79 Prozent der Bundesbürger nehmen ihre Vorsorgetermine beim Zahnarzt wahr und lassen ihre Zähne mindestens einmal im Jahr kontrollieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung der „Apotheken Umschau“.

Inzwischen wissen über zwei Drittel (68 Prozent) der Bundesbürger, dass kranke Zähne auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Entsprechend ernst nehmen die allermeisten Menschen ihre tägliche Zahnpflege: Lediglich 10,0 Prozent putzen ihre Zähne nur einmal am Tag, während fast alle anderen zwei Mal täglich oder sogar noch öfter zur Zahnbürste greifen.

Generell sind Frauen bezüglich ihrer Zahngesundheit sorgfältiger als Männer, so die Studien-Ergebnisse: 17 Prozent der Frauen putzen morgens, mittags und abends ihre Zähne – bei den Männern tun dies nur 8,0 Prozent.

Auch in Sachen Arztbesuch sind die Frauen aktiver. Unter den Männern geht rund ein Viertel der Befragten erst dann zum Zahnarzt, wenn bereits Zahnschmerzen plagen. Dagegen macht nur jede siebte Frau (14 Prozent) erst dann einen Zahnarzttermin aus, wenn es bereits Probleme gibt.

Ralf Loweg / glp

 

Wenn Knochenbrüche das Leben bedrohen

Viele Menschen wissen kaum etwas über die fatalen Folgen einer Osteoporose. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die zu einer Reihe gefährlicher, lebensbedrohlicher Knochenbrüche führen kann.

Ein Knochenbruch (auch Fraktur), der nach einem leichten Sturz bei Erwachsenen im Alter von über 50 Jahren auftritt, ist üblicherweise ein Signal für eine zugrundeliegende Osteoporose. Nach einem solchen Bruch – oft am Handgelenk, an der Wirbelsäule oder der Hüfte – ist das Risiko sehr hoch, innerhalb der nächsten zwei Jahre weitere Brüche zu erleiden.

Osteoporose führt dazu, dass die Knochen schwach und brüchig werden. Damit sind Menschen dem Risiko schmerzhafter und schwächender Knochenbrüche ausgesetzt, die allzu oft langfristige Behinderungen und den Verlust der Selbstständigkeit nach sich ziehen.

Ein durch Osteoporose bedingter Bruch kann selbst nach einem geringfügigen Sturz aus dem Stand oder einfach beim Bücken nach der Einkaufstasche entstehen. Weltweit sind fast jede zweite Frau und jeder fünfte Mann ab 50 im weiteren Verlauf ihres Lebens von durch Osteoporose bedingte Frakturen betroffen.

Weitere wichtige Risikofaktoren für osteoporosebedingte Frakturen sind unter anderem eine Abnahme der Körpergröße um mehr als vier Zentimeter, die langfristige Einnahme von Glukokortikoiden („Steroiden“ zur Behandlung von Entzündungen), eine Vorbelastung der Eltern bezüglich Hüftfrakturen, Untergewicht, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und frühe Wechseljahre.

Ralf Loweg / glp

RKI: 7595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist auch am Mittwoch gestiegen. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Mittwochmorgen +7.595 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um rund 2.500. Damals waren +5.132 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern wurden 6.868 Fälle registriert. Am vergangenen Samstag meldete das RKI mit +7.830 Neuinfektionen den höchsten je gemessenen Wert seit Beginn der Corona-Pandemie. (Stand: 21.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 380.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.875. Das sind 39 mehr als am Vortag. Rund 302.100 (+3.800) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 21.10.)

red

Die Gefahren beim Hobbysport

Sport ist gesund. Man sollte es aber nicht übertreiben und einen falschen Ehrgeiz entwickeln. Denn nicht wenige Hobbysportler greifen zu Medikamenten wie Schmerzmitteln, um sich zu mehr Leistung zu pushen. Eine bedenkliche Entwicklung, warnen Experten im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

„Im Freizeitsport herrscht nahezu kein Unrechtsbewusstsein im Sinne von: Doping? Das betrifft doch nur den Leistungssport“, sagt Thomas Berghoff, Leiter des Ressorts Prävention der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA).

Doch viele Hobbysportler wollen trainieren, obwohl schon der Kopf pocht, weitermachen, obwohl der Arm überlastet ist oder das Knie sticht. Schmerzmittel im Sport sind laut der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zwar kein Doping, doch letztlich kann es sich dabei um eine Form des Medikamentenmissbrauchs handeln.

Viele Hobbysportler blenden die körperlichen Folgen eines derartigen Missbrauchs aus – oder sie sind ihnen nicht ausreichend bekannt. Gängige Schmerzmittel können bei häufiger Anwendung Organ- und Gefäßschäden verursachen. Wer mit ihnen Schmerzen unterdrückt, nur um weiterzutrainieren, riskiert außerdem Schäden an Muskeln und Skelett.

Bei starken Belastungen wie einem Marathon können Schmerzmittel gar lebensgefährlich werden. Denn Herz-Kreislauf-System, Magen- und Darmtrakt sowie Niere sind bei Ausdauerleistungen stark belastet. Schmerzmittel, die ebenfalls auf diese Organe wirken, können den Effekt verstärken.

Ralf Loweg / glp