Fliegen ohne Maske: Passagiere aus Regierungsflieger müssen kein Bußgeld zahlen

Der Flug ohne Maske mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach Kanada zieht für die Passagiere kein Bußgeld nach sich. Das Gesundheitsamt Dahme-Spree hatte in den vergangenen Wochen nach einer detaillierten Eingabe eines Bürgers umfangreich geprüft, ob in dem Airbus 340 der Flugbereitschaft im August gegen die geltenden Regeln des Infektionsschutzgesetzes verstoßen wurde, schreibt der „Spiegel“. Nach ausführlicher Prüfung teilte Gesundheitsdezernent Stefan Wichary nun jedoch mit, dass sein Amt „in diesem Fall keine Bußgelder gegen die Reiseteilnehmer wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz verhängen wird, da es sich beim Regierungsflugzeug nicht um ein öffentliches Verkehrsmittel handelt“.

Die Gesetzgebung spreche dafür, dass nur Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel zum Tragen der Maske verpflichtet seien. Dies gelte aber nicht für Reisende in Sonderflügen wie in den VIP-Jets der Regierung. Der Kanzler und der Vizekanzler waren im August zu politischen Gesprächen nach Kanada geflogen.

Das Bundeskanzleramt vereinbarte damals mit der Luftwaffe, die die Regierungsjets betreibt, dass die rund 80 Mitreisenden vor Abflug einen frischen negativen PCR-Test vorlegen mussten. Weil durch diese Sicherheitsmaßnahme eine Verbreitung des Virus im Flugzeug sehr unwahrscheinlich sei, wurde die auf Verkehrsfliegern geltende Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske aufgehoben. Die Besatzung trug aber trotzdem Maske.

red

Studie: Viele Patienten werden aus Notaufnahme nach Hause geschickt

Viele Patienten werden aus Krankenhaus-Notaufnahmen wieder nach Hause geschickt. Das ist das Ergebnis einer am Universitätsklinikum Leipzig durchgeführten Studie. Demnach wurden in 2019, also vor der Pandemie, 48 Prozent der Notaufnahme-Patienten durch einen Rettungs- oder Notarztdienst eingewiesen, in fast 30 Prozent der Fälle konnten sie nach einer Abklärung wieder gehen.

Rund 8 Prozent der Notaufnahme-Patienten wurden von einem Arzt eingewiesen, hier gingen rund 60 Prozent nach kurzer Zeit wieder nach Hause. Und rund 45 Prozent kamen „aus eigener Kraft“ in die Notaufnahme, wie es in der Studie heißt, 84 Prozent wurden kurz danach wieder weggeschickt. Ein Grund für die auch relativ schlechte Rate der Ärzte sei die häufig fehlende Ausstattungen in den Praxen, wenn zum Beispiel Röntgen- oder Ultraschall-Untersuchungen nicht durchgeführt werden könnten.

„Die Einweisung in die ZNA dient dann meist der Ausschlussdiagnostik und hat nicht das Ziel der stationären Aufnahme“, sagte Studienleiter André Gries. Die Überlastung der Notaufnahme liegt in seinen Augen vor allem an der räumlichen und personellen Ausstattung: „Wir benötigen eine entsprechende Finanzierung bzw. eine Verschiebung der finanziellen Mittel. Wenn wir die Notfallversorgung neu denken und zum Beispiel den Vorschlag des Sachverständigenrats 2018 aufgreifen würden, sogenannte Notfall-Zentren zu entwickeln, dann könnte man die Notaufnahmen auch so ausstatten, dass sie alle akuten Patienten adäquat behandeln können – unabhängig davon, ob sie anschließend wieder nach Hause gehen oder nicht.“

red

Bundesweit mehr als 50 000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 50.800 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 31 Prozent oder 12.051 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 281,4 auf heute 294,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 653.600 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 41.400 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 93 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 523 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 75 Todesfällen pro Tag (Vortag: 78).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 149.368. Insgesamt wurden bislang 32,91 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz steigt auf 4,50

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte steigt weiter gestiegen. Das RKI meldete am Freitagmorgen zunächst 4,50 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Donnerstag ursprünglich: 4,03, Freitag letzter Woche ursprünglich 3,56). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten im Saarland (10,49). Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (7,32), Sachsen-Anhalt (6,91), Bayern (6,51), Sachsen (5,79), Thüringen (5,74), Rheinland-Pfalz (5,48), Brandenburg (5,32), Schleswig-Holstein (4,62), Hessen (4,42), Nordrhein-Westfalen (4,35), Berlin (3,07), Bremen (2,96), Baden-Württemberg (2,49), Niedersachsen (2,21), Hamburg (1,35). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,74, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,62, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,53, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,93, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 7,05 und bei den Über-80-Jährigen bei 23,97 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Rund 40 Prozent der Acht- und Neunjährigen brauchen Zahnspange

Etwa 40 Prozent der Acht- und Neunjährigen in Deutschland benötigen eine Zahnspange. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie zu Zahn- und Kieferfehlstellungen bei Kindern des Institutes der Deutschen Zahnärzte, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten. Sie wird am Freitag in Berlin vorgestellt.

Die Untersuchungen fanden von Januar bis März 2021 an 16 Standorten in Deutschland statt. An der Studie haben 705 Kinder teilgenommen, die in den Jahren 2011 und 2012 geboren wurden und alle auf einen Zahnarztstuhl zur Kontrolle mussten. Vier von zehn Kindern fallen demnach in die sogenannten kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) drei bis fünf.

Bei Kindern mit Zahnproblemen dieser Kategorien tragen die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten von Zahnspangen bis zum Ende des 17. Lebensjahrs.

red

Sind winzige Proteinfaser die Auslöser von Alzheimer ?

Die Gehirn-Erkrankung Alzheimer, die Erinnerungen löscht, geistige Fähigkeiten und Persönlichkeiten langsam zerstört, lässt sich noch immer nicht gut therapieren. Forscher sind nun einer gefährlichen Verbindung auf der Spur.

Eines der Hauptmerkmale der Alzheimer-Krankheit sind Eiweißablagerungen im Gehirn. „Wir wissen, dass dabei zwei körpereigene Proteine mit sich selber aggregieren, sich also auf spezielle Art zusammenballen“, sagt Prof. Dr. Susanne Aileen Funke, Alzheimer-Forscherin an der Hochschule Coburg. Das sei zum einen das Amyloid-beta-Peptid: Es bilde so genannte Oligomere. Das seien Makromoleküle, aus denen später so genannte Fibrillen entstehen. „Das sind im Grunde winzige Protein-Fasern, die sich zwischen den Nervenzellen als Plaques ansammeln.“ Zum anderen gebe es noch das Tau-Protein. „Es bildet ebenfalls Oligomere und Fibrillen, diese verklumpten Proteine lagern sich aber als so genannte Tangles in den Hirnzellen ab.“

Viele Menschen stellen sich die Krankheit so vor, dass wir verkalken – und man nur die Ablagerungen entfernen müsste. Vergangenes Jahr wurde in den USA vorläufig ein Medikament zugelassen, dass die Verklumpungen abbaut. Aber der Hersteller stellte den Vertrieb wieder ein.

Aducanumab war unter Wissenschaftlern sehr umstritten und in der EU war das Medikament nicht zugelassen. „Es reduziert zwar die Plaques, aber den Patienten ging es dadurch nicht deutlich besser“, sagt die Forscherin. Zudem habe es teilweise starke Nebenwirkungen gegeben. „Alzheimer ist eine sehr komplexe Erkrankung.“ Es sei offensichtlich, dass die Eiweißablagerungen damit zusammenhängen. „Aber wir wissen nicht, warum es dazu kommt, und wir kennen den konkreten Auslöser der Krankheit nicht – möglicherweise sind es mehrere, vielleicht auch sehr viele Auslöser, die zusammenwirken.“

Heute gehe man davon aus, dass die festen, großen Ablagerungen vielleicht nicht einmal das Problem sind, sondern die kleineren löslichen Aggregate: Die Oligomere können im Gehirn umherdiffundieren und an verschiedene Rezeptoren binden. Sie können sich von einer Zelle in die nächste fortpflanzen. Deswegen werden vermehrt Ansätze gesucht, um die Oligomere zu bekämpfen.

„An der Hochschule Coburg erforschen wir sehr kleine Eiweiße, die an Tau oder dessen Aggregate in jeglicher Größe andocken sollen, damit diese Tau-Moleküle sich nicht mit anderen Tau-Proteinen verbinden und nicht die gefährlichen Oligomere oder Fibrillen bilden“, berichtet die Forscherin. Unter anderem hätten zwei Doktorandinnen, Dr. Isabelle Aillaud und Dr. Marwa Malhis, erfolgversprechende Ansätze entwickelt.

„Im Reagenzglas zeigte sich, dass unsere Peptide verhindern, dass sich die gefährlichen Verbindungen bilden – oder sie sorgen dafür, dass gefährliche Verbindungen in ungefährliche umgewandelt werden.“ Außerdem konnte man auch bereits in Zellkulturen positive Auswirkungen zeigen. „Um zu prüfen, ob unsere Peptide das Potenzial haben, zu einem Therapeutikum entwickelt zu werden, sind eine Reihe weiterer Untersuchungen nötig.“

Ist absehbar, wann es Heilung für diese Krankheit gibt? „Unsere Arbeit in Coburg ist einer von vielen Beiträgen“, sagt Funke.“Die Wissenschaft leistet große Arbeit, weltweit wird in diesem Bereich wahnsinnig viel geforscht und viel Geld investiert.“ Bisher wären die klinischen Studien leider nicht besonders erfolgreich gewesen. Aber es laufe viel – ob da in den nächsten fünf Jahren das Therapeutikum der Zukunft dabei sei, könne noch niemand sagen.

mp/wal

 

RKI meldet fast 57000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 56.978 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 22 Prozent oder 10.464 Fälle mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 264,6 auf heute 281,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 633.500 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 26.900 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 106 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 547 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 78 Todesfällen pro Tag (Vortag: 96).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 149.275. Insgesamt wurden bislang 32,85 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsrate steigt weiter auf 4,03

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gestiegen. Das RKI meldete am Donnerstagmorgen zunächst 4,03 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Mittwoch ursprünglich: 3,67, Donnerstag letzter Woche ursprünglich 3,38). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten im Saarland (8,55). Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (6,95), Sachsen-Anhalt (6,45), Bayern (5,86), Brandenburg (5,56), Rheinland-Pfalz (5,19), Thüringen (5,12), Schleswig-Holstein (4,35), Hessen (4,10), Sachsen (4,01), Nordrhein-Westfalen (3,97), Berlin (2,58), Baden-Württemberg (2,24), Niedersachsen (1,84), Hamburg (1,51) und Bremen (1,18). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,57, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,63, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,45, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,78, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 6,21 und bei den Über-80-Jährigen bei 21,07 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

Corona-Aktuell: Hospitalisierungsrate steigt auf 3,67

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 56.715 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 10,6 Prozent oder 5.416 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 259,0 auf heute 264,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 610.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 12.500 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 90 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 671 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 96 Todesfällen pro Tag (Vortag: 99).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 149.169. Insgesamt wurden bislang 32,8 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsrate steigt auf 3,67

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gestiegen. Das RKI meldete am Mittwochmorgen zunächst 3,67 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Dienstag ursprünglich: 3,47, Mittwoch letzter Woche ursprünglich 3,24). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten im Saarland (7,62).

Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (6,83), Brandenburg (5,53), Bayern (5,50), Sachsen-Anhalt (5,37), Rheinland-Pfalz (4,37), Schleswig-Holstein (4,16), Hessen (3,97), Nordrhein-Westfalen (3,80), Thüringen (3,40), Sachsen (3,06), Berlin (2,59), Bremen (1,76), Niedersachsen (1,74), Baden-Württemberg (1,71) und Hamburg (1,46). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 2,29, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,67, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,35, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,65, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 5,61 und bei den Über-80-Jährigen bei 19,68 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red

4,6 Millionen Corona-Impfstoff-Dosen droht Verfall

Die Bundesregierung muss immer mehr Corona-Impfstoff entsorgen. Wie die „Bild“ (Mittwochausgabe) meldet, war bis 13. September das Verfallsdatum von insgesamt 4,6 Millionen Impfdosen abgelaufen. Das Blatt bezieht sich auf die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine FDP-Anfrage.

Konkret handelt es sich dabei um 3,9 Millionen Dosen des Herstellers Moderna und 700.000 Dosen des Herstellers Novavax im Bestand des Bundes. Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Edgar Franke, erklärte, der „im zentralen Lager des Bundes gelagerte, jedoch bereits verfallene Covid-19-Impfstoff wird gemäß Herstellervorgaben zur fachgerechten Entsorgung qualitätsgesichert gelagert“. Lange vorbei und schon fast vergessen die Zeiten, als im ersten Halbjahr 2021 noch großer Aufwand betrieben wurde, um den nur begrenzt verfügbaren Impfstoff nach bestimmten Prioritäten zu verteilen.

Verordnungen wurden erlassen, Hotlines eingerichtet, Termine vergeben, die Menschen standen stundenlang Schlange oder fuhren in andere Bundesländer, um eine Impfung zu ergattern. Um nicht noch einmal in eine solche Mangellage zu geraten, wurde offenbar in der Folge viel zu viel Impfstoff bestellt, wie sich jetzt zeigt – der nun wohl weggeschmissen werden muss.

red

Baden-Württemberg hebt Impfnachweis für Beschäftigte in Krankenhäusern und Heimen auf

Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich müssen in Baden-Württemberg ab 1. Oktober 2022 keinen Nachweis über eine dritte Impfung oder Genesung vorlegen. Ausgenommen davon sind Neueinstellungen. Damit will das Land Einrichtungen und Gesundheitsämter nach eigenen Angaben entlasten.

In Baden-Württemberg müssen Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs keine dritte Impfung nachweisen, sofern sie vor dem 1. Oktober 2022 eingestellt worden sind. Dies teilte Gesundheitsminister Lucha am Dienstag in Stuttgart mit. Damit sollen die Einrichtungen und die Gesundheitsämter vor nochmaligem massivem bürokratischen Aufwand geschützt werden. Mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht sollen Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige grundsätzlich besser vor einer Corona-Infektion geschützt werden. Deshalb müssen Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs nachweisen, dass sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft beziehungsweise von einer Coronainfektion genesen sind oder aber aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Nur bei Neueinstellungen gilt weiter eine Impfpflicht

Ab dem 1. Oktober 2022 sieht die gesetzliche Regelung des Bundes vor, dass nur noch dreifach geimpfte Personen beziehungsweise mindestens zweifach geimpfte Personen mit überstandener Infektion als vollständig immunisiert gelten. „Von den Menschen, die aktuell in betroffenen Einrichtungen wie Pflegeheimen und Krankenhäuser beschäftigt sind, muss in Baden-Württemberg allerdings kein erneuter Nachweis über das Vorliegen eines vollständigen Impfschutzes verlangt werden“, stellte der Minister klar. „Nur Personen, die neu eingestellt werden sollen, müssen ab dem 1. Oktober den Leitungen der Einrichtungen einen Nachweis vorlegen, der den dann geltenden strengeren Anforderungen genügt.“ Bislang waren hierfür zwei Impfungen beziehungsweise eine Impfung und ein Genesenen-Nachweis ausreichend. Als vollständig geimpft gelten ab dem Stichtag Personen, welche mindestens drei Impfungen erhalten haben oder die mindestens zwei Impfungen und einen Genesenen-Nachweis vorlegen können.

red

 

Ständige Impfkommission empfiehlt Booster mit Omikron-Impfstoffen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, künftig bei Corona-Auffrischungsimpfungen die an die Omikron-Variante angepassten Wirkstoffe zu nutzen. Das sagtne Stiko-Mitglieder im Vorfeld der geplanten Veröffentlichung einer offiziellen Empfehlung. Konkret geht es demnach um die angepassten bivalenten Impfstoffen, die sich auch gegen die Virusvarianten BA.1 beziehungsweise BA.4 und BA.5 richten.

„Wir haben jetzt ein, zwei Impfstoffe oder drei Impfstoffe, die adaptiert sind, die man mit guten Gewissen einsetzen kann, die uns eine Verbreiterung der Immunantwort erlauben, die gleichzeitig aber auch unverändert noch eine Immunantwort gegenüber dem Wildstamm auslösen“, sagte Stiko-Mitglied Christian Bogdan. An der grundlegenden Impfempfehlung der Stiko soll es aber keine Änderungen geben. Eine vierte Impfung wird demnach in der Regel nur allen ab 60 Jahren empfohlen.

Den ersten Booster sollen sich Personen ab zwölf Jahren abholen. Eine offizielle Empfehlung der Stiko zu den Omikron-Impfstoffen soll am Dienstagnachmittag veröffentlicht werden.

red