Bundesjustizminister: Viele Corona-Maßnhamen könnten im März zurückgenommen werden

In der Debatte um Lockerungen stellt Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) eine weitreichende Rücknahme von Corona-Maßnahmen für den März in Aussicht. „Ich hoffe, dass im März viele Schutzmaßnahmen zurückgenommen werden können“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Voraussetzung sei, dass sich das Infektionsgeschehen so entwickle wie vom Robert-Koch-Institut prognostiziert „und ab Mitte Februar die Fallzahlen wieder sinken“, so Buschmann.

„Und es setzt voraus, dass wir es nicht kurzfristig mit neuen Varianten des Virus zu tun bekommen, die die Lage wieder komplett verändern.“ Auf die Frage, welche Lockerungen er sich zurzeit vorstellen könne, sagte Buschmann: „Wir müssen beispielsweise hinterfragen, ob 2G im Einzelhandel noch begründbar ist.“ Aufgrund von Gerichtsentscheidungen gebe es Bundesländer mit und ohne diese Maßnahme.

„Wir sollten diese Situation nutzen, um seriös zu prüfen, ob sich eine unterschiedliche Entwicklung beim Infektionsgeschehen und den Zuständen in den Krankenhäusern bei beiden Gruppen ergibt“, so der Minister. Sollte sich das Infektionsgeschehen in den Ländern ohne 2G-Regelung nicht schlechter entwickeln als in den anderen Ländern, wecke dies Zweifel an der Eignung und der Erforderlichkeit der Maßnahme. „Fehlt es einer Maßnahme aber an Geeignetheit und Erforderlichkeit, dann muss sie entfallen“, sagte Buschmann.

red / dts

7-Tage-Inzidenz im Landkreis sinkt weiter deutlich

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Dienstag aus:

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Dienstagabend vorläufig 970 (Vortag: 602) Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg weiter sehr deutlich auf 838,6 (- 81,1) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 647 (Vortag: 646) Stand: 01.02..22 – 18Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 01.02.2022

Affalterbach ( 507 | 3 )
Asperg ( 1.698 | 4 )
Benningen am Neckar ( 725 | 8 )
Besigheim ( 1.682 | 15 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.034 | 27 )
Bönnigheim ( 1.056 | 6 )
Ditzingen ( 3.065 | 94 )
Eberdingen ( 717 | 12 )
Erdmannhausen ( 447 | 10 )
Erligheim ( 295 | 10 )
Freiberg am Neckar ( 1.590 | 7 )
Freudental ( 317 | 4 )
Gemmrigheim ( 626 | 49 )
Gerlingen ( 1.982 | 79 )
Großbottwar ( 899 | 47 )
Hemmingen ( 941 | 6 )
Hessigheim ( 247 | 3 )
Ingersheim ( 720 | 5 )
Kirchheim am Neckar ( 933 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 2.569 | 125 )
Kornwestheim ( 4.996 | 86 )
Löchgau ( 607 | 2 )
Ludwigsburg ( 12.372 | 217 )
Marbach am Neckar ( 1.761 | 2 )
Markgröningen ( 1.769 | 9 )
Möglingen ( 1.488 | 40 )
Mundelsheim ( 294 | 4 )
Murr ( 754 | 5 )
Oberriexingen ( 255 | 0 )
Oberstenfeld ( 732 | 2 )
Pleidelsheim ( 706 | 16 )
Remseck am Neckar ( 3.115 | 20 )
Sachsenheim ( 2.476 | 1 )
Schwieberdingen ( 1.459 | 5 )
Sersheim ( 630 | 7 )
Steinheim an der Murr ( 1.088 | 1 )
Tamm ( 1.230 | 13 )
Vaihingen an der Enz ( 3.458 | 22 )
Walheim ( 358 | 3 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 162.613 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 28 Prozent oder 35.658 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1176,8 auf heute 1206,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

(Stand: 01.02.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Mehr als 160.000 Neuinfizierte – Inzidenz bei 1206,2

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 162.613 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 28 Prozent oder 35.658 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1176,8 auf heute 1206,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 2.155.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 731.500 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 188 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.014 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 145 Todesfällen pro Tag (Vortag: 149). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 117.974. Insgesamt wurden bislang 9,98 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts

Ungeimpfte können auch nach dem 16. März noch im Gesundheitswesen arbeiten

Die Bundesregierung räumt erstmals klar ein, dass die berufsbezogene Impfpflicht ab dem 16. März nicht konsequent umgesetzt werden kann. Vorerst könnten auch nach dem 16. März Ungeimpfte weiterhin in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen arbeiten, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums dem Portal „Business Insider“ am Montag. Das zuständige Gesundheitsamt entscheide bei der Impfpflicht „über das weitere Vorgehen und die zu ergreifenden Maßnahmen im Rahmen seines Ermessens“.

Dabei würden alle „Umstände des Einzelfalles“ berücksichtigt werden. Der Sprecher weiter: „Bis das Gesundheitsamt die Entscheidung über ein Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbot getroffen hat, dürfen die betroffenen Mitarbeitenden grundsätzlich weiterbeschäftigt werden.“ Eigentlich gilt ab 16. März, dass alle Mitarbeiter in Pflege- und medizinischen Berufen entweder genesen oder vollständig geimpft sein müssen.

Einzige Ausnahme: medizinische Gründe sprechen gegen eine Impfung. Zweifel an der Umsetzbarkeit der Impfpflicht gibt es aber bereits seit Wochen. So hatten Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Berlin bereits angekündigt, mit dieser Überprüfungsaufgabe überfordert zu sein und die Impfpflicht nicht durchsetzen zu können.

Dafür hätten die Gesundheitsämter weder personell noch fachlich ausreichende Ressourcen. Auf der Problem der fehlenden konsequenten Umsetzbarkeit will das Bundesgesundheitsministerium mit einem neuen Meldesystem und niedrigschwelligen Impfangeboten reagieren. Einen entsprechenden Antrag präsentierte das Ministerium von Karl Lauterbach (SPD) auf der Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag, schreibt das Portal unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag.

Demnach ist angedacht, „möglichst flächendeckende Impfquoten-Monitorings in den genannten Einrichtungen“ durchzuführen. Heißt: Die Länder sollen jeweils bis zur Mitte des Monats die Impfquoten in allen medizinischen- und Pflegeeinrichtungen erheben und an das Bundesministerium für Gesundheit übermitteln. In denjenigen Einrichtungen mit unterdurchschnittlicher Impfquote, soll es dem Antrag zufolge dann die Aufgabe der Länder sein, „erneut gezielte Impfangebote z.B. durch das Aufsuchen mit mobilen Impfteams zu unterbreiten“.

Der Bund soll diese dabei unterstützen, indem er eine „neu aufgelegte Informationskampagne auf allen Kanälen breit ausrollt“ und den Ländern den Impfstoff von Novavax „schnellstmöglich als gesondertes Kontingent zur Verfügung stellt“.

red / dts

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis aus

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Montag aus:

Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Montagabend vorläufig 602 Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg deutlich auf 919,7 (- 43,7) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 646 (Vortag: 646) Stand: 31.01.22 – 18Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 31.01.2022

Affalterbach ( 504 | 6 )
Asperg ( 1.694 | 18 )
Benningen am Neckar ( 717 | 10 )
Besigheim ( 1.667 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.007 | 29 )
Bönnigheim ( 1.050 | 7 )
Ditzingen ( 2.971 | 12 )
Eberdingen ( 705 | 4 )
Erdmannhausen ( 437 | 16 )
Erligheim ( 285 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 1.583 | 9 )
Freudental ( 313 | 3 )
Gemmrigheim ( 577 | 1 )
Gerlingen ( 1.903 | 15 )
Großbottwar ( 852 | 6 )
Hemmingen ( 935 | 4 )
Hessigheim ( 244 | 0 )
Ingersheim ( 715 | 41 )
Kirchheim am Neckar ( 933 | 5 )
Korntal-Münchingen ( 2.444 | 50 )
Kornwestheim ( 4.910 | 63 )
Löchgau ( 605 | 0 )
Ludwigsburg ( 12.155 | 158 )
Marbach am Neckar ( 1.759 | 6 )
Markgröningen ( 1.760 | 44 )
Möglingen ( 1.448 | 1 )
Mundelsheim ( 290 | 2 )
Murr ( 749 | 0 )
Oberriexingen ( 255 | 1 )
Oberstenfeld ( 730 | 6 )
Pleidelsheim ( 690 | 2 )
Remseck am Neckar ( 3.095 | 47 )
Sachsenheim ( 2.475 | 4 )
Schwieberdingen ( 1.454 | 5 )
Sersheim ( 623 | 53 )
Steinheim an der Murr ( 1.087 | 7 )
Tamm ( 1.217 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 3.436 | 5 )
Walheim ( 355 | 0 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 78.318 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 24 Prozent oder 14.925 Fälle mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1156,8 auf heute 1176,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. (Stand: 31.01.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Wegen Impfpflicht: Krankenhäuser verzeichnen erste Kündigungen

Erste Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland klagen über Kündigungen, die mit der Impfpflicht im Gesundheitswesen zusammenhängen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des „Handelsblatts“ unter Betreibern und Berufsverbänden. Die Auswirkungen sind regional und nach Größe der Einrichtungen unterschiedlich: Im Universitätsklinikum im hessischen Hanau befürchtet man, dass drei bis fünf Prozent der Angestellten den Job wegen der Impfpflicht wechseln werden.

Auch bei der Uniklinik Dresden hat man Abgänge verzeichnet. Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap), der die diakonischen Einrichtungen vertritt, teilt mit: „Es liegen bereits vereinzelt Kündigungen vor“, weitere würden erwartet. Die Caritas, die in katholischer Trägerschaft Pflegeheime betreibt, berichtet von ersten Beschäftigten, die etwa in den Einzelhandel wechseln.

Die Impfpflicht werde „große Lücken reißen und mancherorts die Versorgung gefährden“. Durch die Impfpflicht dürfte sich die ohnehin angespannte Personalsituation im deutschen Gesundheitswesen weiter verschärfen. „Die Personaldecken sind so dünn, dass jede weitere Lücke, die entsteht, nicht geschlossen werden kann“, teilt der Deutsche Pflegerat mit.

Von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) heißt es, dass es „an einzelnen Standorten zu Problemen kommen kann“. Gerade in Ostdeutschland und Teilen von Süddeutschland könnte die Patientenversorgung gefährdet sein: Der evangelische Verband Devap sieht im Westen eine Quote von 84 Prozent, im Osten liegt sie nur bei 55 Prozent. Die Caritas stellt fest, dass die Impfquote in ostdeutschen Bundesländern und in Teilen Bayern und Baden-Württembergs unter 70 Prozent liegen.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht sieht vor, dass Beschäftigte in Arztpraxen, Kliniken oder Pflegeheimen bis zum 15. März nachweisen müssen, dass sie geimpft oder genesen sind – oder ein Attest, nicht geimpft werden zu können.

red / dts

Rund 78.000 Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 78.318 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 24 Prozent oder 14.925 Fälle mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1156,8 auf heute 1176,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 2.075.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 720.400 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 61 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.040 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 149 Todesfällen pro Tag (Vortag: 144). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 117.786. Insgesamt wurden bislang 9,82 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts

 

Gesetzliche Versicherer erwarten weitere Beitragserhöhungen

Die Chefs der großen gesetzlichen Krankenkassen fürchten auch in den nächsten Jahren weiter steigende Beiträge. Um die Sätze stabil zu halten, würden „die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen nicht ausreichen“, sagte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub der „Bild“ (Samstagausgabe). Die Finanzlage der Kassen sei weiter angespannt.

„Die Finanzierungsprobleme der GKV werden nicht nachhaltig gelöst“, sagte Straub. Der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, mahnte die Bundesregierung zu raschen Reformen. Davon werde abhängen, „wie sich die Beiträge entwickeln“, sagte Baas der „Bild“.

Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Irmgard Stippler, sagte der „Bild“, die Bundesregierung habe mit der Verdoppelung des Steuerzuschusses die Finanzsituation in der gesetzlichen Krankenversicherung für 2022 stabilisiert. Allerdings sei „derzeit völlig offen, wie es 2023 weitergeht“.

red / dts

Fast 190.000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 189.166 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 40 Prozent oder 53.705 Fälle mehr als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1073,0 auf heute 1127,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 1.968.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 694.700 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 182 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.002 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 143 Todesfällen pro Tag (Vortag: 143). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 117.666. Insgesamt wurden bislang 9,62 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red / dts

Richtig trinken beim Sport

Nur wenn unser Körper mit genügend Flüssigkeit versorgt ist, kann er Höchstleistungen erbringen. Ausdauersportlerin Marie-Luise Klietz gibt Tipps, um Durstalarm bei sportlichen Aktivitäten zu vermeiden.

Wer seinen Körper über längere Zeit belastet und schwitzt, kann in einer Stunde bis zu zwei Liter Flüssigkeit verlieren. Ob man sich draußen oder drinnen bewegt, als Anfänger mit ersten Bewegungseinheiten startet oder routiniert an einem Trainingsplan arbeitet, muss seinen Körper mit genügend Flüssigkeit versorgen.

„Voraussetzung für ein gutes Training ist ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt“, sagt Ausdauersportlerin Marie-Luise Klietz mit Nachdruck. Das weiß sie nicht nur aus eigener Erfahrung. Die frühere Leistungsschwimmerin und erfolgreiche Triathletin, unter anderem im Kader der Nationalmannschaft, ist auch Medizinerin.

„Fehlt dem Körper Flüssigkeit, kann er nicht richtig arbeiten. Wir fühlen uns müde, die Konzentration nimmt rapide ab.“ Ist man gerade sportlich aktiv, kann es sogar zu Muskelschwäche und Problemen beim Regenerieren kommen. Reagiert der Körper mit Durst, ist das bereits ein Alarmzeichen: Es mangelt an Flüssigkeit! „Gerade in Wettkampfsituationen oder während eines intensiven Trainings nehmen Sportlerinnen und Sportler ihr Durstgefühl aber oft kaum wahr – und laufen buchstäblich Gefahr zu dehydrieren“, warnt Marie-Luise Klietz.

Zudem spürt man Durst im Winter weniger als im Sommer. Deshalb ist es so wichtig, gut vorzusorgen. Dabei setzt die Sportlerin und Ärztin auf natürliches Mineralwasser. „Weil es neben kalorienfreier Flüssigkeit auch wertvolle Mineralstoffe liefert.“ Sie spielen ebenfalls eine große Rolle für wichtige Körperfunktionen. Beim Schwitzen gehen diese Mikronährstoffe allerdings genauso verloren wie Flüssigkeit. Entsprechend haben sportlich Aktive einen erhöhten Mineralstoffbedarf.

Marie-Luise Klietz weiß, dass man auch während der Sporteinheit auf den Flüssigkeitshaushalt achten muss: „Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin oder eine längere Laufeinheit plane, habe ich immer etwas zum Trinken dabei.“ Auf langen Touren nimmt sie in einer zweiten Flasche eine Saftschorle mit Mineralwasser mit. Der erfrischende Mix versorgt sie zusätzlich mit Kohlenhydraten.

Auch genug zu trinken, kann man trainieren. Davon ist die Ausdauersportlerin überzeugt. Ihr Tipp, damit das in der kalten Jahreszeit genauso gut klappt wie in den warmen, schweißtreibenden Monaten: „Am besten startet man gleich nach dem Aufstehen mit einem Glas Mineralwasser in den Tag. Alle, denen es schwerfällt, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sollten sich ihre tägliche Trinkmenge möglichst schon am Morgen bereitstellen. Selbst ohne Sporteinheit rund 1,5 Liter, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Nimmt man jedes Mal einen Schluck, wenn man an Glas und Flaschen vorbeiläuft, kommt es gar nicht zum Durstalarm.“

Solveig Grewe / glp