Auf Wiedersehen, Sommer – hallo Hautgesundheit!

Sonnenbaden auf „Balkonien“ statt an fernen Traumstränden: Ihren Sommerurlaub haben viele Deutsche in diesem Jahr zu Hause verbracht. Auch sie sollten ihrer Haut gerade jetzt im Herbst ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken – denn auch in heimischen Gefilden kann intensive Sonneneinstrahlung bleibende Schäden auf unserer Haut hinterlassen. Auf diese soll der Europäische Tag des Hellen Hautkrebses am 13. September aufmerksam machen.

Aktinische Keratosen: Rau wie Sandpapier

Der Helle oder auch Weiße Hautkrebs ist weniger bekannt als der Schwarze. Dabei hat er eine gut erkennbare Vorstufe, die „Aktinischen Keratosen“. Sie zeigen sich

meist erst in den mittleren Lebensjahren, nach Jahrzehnten oft ungeschützter Sonneneinstrahlung. Scheinbar harmlos fallen sie zuerst kaum auf: raue oder krustige Hautstellen, die sich anfühlen wie Sandpapier. Die Farbe variiert von hautfarben über gelblich bis rötlich. Besonders betroffen sind Hautbereiche, die häufig mit UV-Strahlen in Kontakt kommen – zum Beispiel Gesicht, Kopfhaut, Unterarme oder Dekolleté. Oft werden sie mit harmlosen Hautirritationen verwechselt.

Frühe Therapie ist entscheidend

Wichtig ist, dass aktinische Keratosen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie sich zum sehr viel gefährlicheren Plattenepithelkarzinom weiterentwickeln. Zur Therapie stehen verschiedene Methoden zur Verfügung wie die Vereisung, das Abtragen mit einem Laser und die Behandlung mit Licht (Photodynamische Therapie, PDT), die auch für großflächige Hautareale infrage kommt.

Mit Licht gegen Hautkrebsvorstufe

Bei der PDT wird zunächst ein Medikament auf die Haut aufgetragen, welches die geschädigten Zellen lichtempfindlich macht („photosensibilisiert“). Durch die Belichtung mit Tageslicht oder einer künstlichen Lichtquelle bilden sich spezielle Sauerstoffmoleküle, die die kranken Zellen zerstören. Die abgestorbenen Zellen werden vom Körper abgebaut. Die Haut regeneriert sich in kurzer Zeit.

Gut geschützt in die Herbstsonne

Bei auffälligen Stellen sollten Betroffene ihren Hautarzt um Rat fragen. Außerdem empfehlen Experten, regelmäßig Untersuchungen zur Hautkrebs-Früherkennung wahrzunehmen. Ab einem Alter von 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten, manche schon früher. Und auch in der goldenen Jahreszeit gilt beim ausgiebigen Bad in der Herbstsonne: Den Sonnenschutz nicht vergessen – denn Vorbeugen ist besser als Heilen!

Rudolf Huber / glp

Die Haut der Männer

Dass Männer ein „dickeres Fell“ haben, ist kein Gerücht, sondern Tatsache: Sie ist etwa 0,3 Millimeter stärker als die von Frauen. Deshalb braucht Männerhaut auch eine spezielle Pflege.

„Waschen alleine reicht nicht“, so Professorin Claudia Borelli, Leiterin der Einheit für Ästhetische Dermatologie am Universitätsklinikum Tübingen, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Weil Männer hormonbedingt eine fettigere Haut haben, kann der Griff zur Frauenhautpflege bei ihnen leicht zu verstopften Talgdrüsen und Akne führen, so Hautärztin Dr. Eva Juchems, Leiterin der Ästhetischen Dermatologie am Universitätsklinikum Mainz.

Deshalb bestehen die einschlägigen Pflegeartikel auch vorwiegend aus sogenannten Öl-in-Wasser-Emulsionen. Die spenden der Haut Feuchtigkeit, enthalten aber nur wenig Fette. „Männliche Haut ist von Natur aus besser gegen Austrocknung und Irritationen geschützt als weibliche“, so Juchems.

Doch ab dem 40. Lebensjahr verschwindet dieser Vorteil. Dann verlangsamt sich die Zellregeneration, was zu einer Reduktion von Ceramiden in der Haut führt. Die Folge: Auch die männliche Haut wird trockener.

Gerade nach intensiver Reinigung sollte Männerhaut deshalb rückgefettet werden. Die Haut „mag es“ sauer, sonst haben Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren leichtes Spiel, warnen Dermatologen.

Rudolf Huber / glp

Die aktuellen Fall-Zahlen vor dem Wochenende für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

10 bestätigte Neuinfektionen innerhalb eines Tages meldete heute das Landratsamt für den Landkreis Ludwigsburg. Darunter sollen mindestens vier Personen Reiserückkehrer aus Tschechien und der Türkei sein. Gestern wurden 12 Fälle gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Freitag (11.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.339. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.082 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 17 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 286 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 44.896, davon sind ungefähr 39.307 Personen wieder genesen. Gestern wurden 222 Fälle gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle liegt unverändert bei 1.867. (Datenstand: 11.9. – 17Uhr)

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,02 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

So sehen die Corona-Fallzahlen vor dem Wochenende aus

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die neuesten Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach gab es in Deutschland innerhalb eines Tages +1.484 bestätigte Neuinfektionen (Stand: 11.09. – 00.00 Uhr). Am Donnerstag wurden +1.892 Fälle gemeldet.

Das RKI in Berlin hat die Gesamtzahl der infizierten Menschen mit 256.850  (Datenstand: 11.09..2020, 00.00 Uhr) angegeben. Mindestens 230.600 Patienten haben eine Sars-CoV-2 Infektion bis Freitagmorgen überstanden. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben insgesamt 9.342 Menschen. Das ist einer als noch am Vortag. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung bei 0,9 (Vortag: 0,88).

In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden nach Angaben des RKI gut eine Million Tests gezählt, etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Am Samstag (22.08.) waren mit 2.034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg bei den Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens stieg. In der Spitze hatte der höchste Wert der täglich gemeldeten Neuansteckungen Anfang April bei über 6.000 Neuinfektionen gelegen. Danach sank sie und stabilisierte sich meist immer unter 1000 liegenden Werten. Seit Ende Juli zeigt die Kurve wieder nach oben

red

Corona-Gefahr in Bussen und Bahnen

Viele Menschen sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Doch zu Corona-Zeiten sind manche mit einem sehr mulmigen Gefühl unterwegs. Die Deutsche Bahn versucht nun, ihre Fahrgäste zu beruhigen – mit einer eigenen Studie.

Etwa 1.100 Bahnmitarbeiter seien zwischen dem 29. Juni und 3. Juli 2020 auf das Coronavirus und auf Antikörper untersucht worden. Es sollte also festgestellt werden, wie viele Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt sind oder waren. Wichtig für die Untersuchung: Es wurde unterschieden zwischen Zugbegleitern, die regelmäßig in Kontakt mit Fahrgästen kommen und Personal, das kaum in der Nähe von Kunden ist. Hierfür wurden Lokführer oder Werksmitarbeiter befragt.

Der Personalvorstand Martin Seiler präsentiert das überraschende Ergebnis: Während bei Zugbegleitern nur 1,3 Prozent positiv auf Antikörper getestet wurden, seien es bei Mitarbeitern ohne Kundenkontakt 2,7 Prozent gewesen. Eine akute Erkrankung sei insgesamt nur einmal festgestellt worden. Allerdings habe man Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt der Umfrage krank geschrieben waren, nicht befragen können.

Der Leitende Arzt der Deutschen Bahn, Christian Gravert, relativiert das Problem: „Auch unter den krank geschriebenen Kollegen ist uns kein Corona-Fall bekannt. Das hätten wir auch über die Gesundheitsämter erfahren.“ Kunden wurden für die Untersuchung nicht befragt. Die Bahn begründet das damit, dass sich Zugbegleiter deutlich länger im Zug aufhielten.

Ralf Loweg / glp

Höchste Zeit für die Brustkrebsvorsorge

Brustkrebs ist ein Albtraum für Millionen von Frau. Doch mit einfachen Methoden kann man den Krebs möglichst früh erkennen. Dazu gehört das regelmäßige Abtasten der eigenen. Doch viele Frauen scheuen sich davor.

Dabei ist die Selbstuntersuchung eine wichtige Methode zur Früherkennung, und die Technik lässt sich erlernen. „Jede Frau kennt ihre Brust am besten und kann so Veränderungen frühzeitig wahrnehmen“, sagt Professor Wolfgang Janni, ärztlicher Direktor der Frauenklinik am Uniklinikum Ulm, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Dabei muss jede Frau erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, was bei ihr normal ist, sagt Gynäkologin Dr. Kerstin Stahr-Preiß aus Oy-Mittelberg im Allgäu. Denn jede Brust ist anders. „Bis man die Strukturen kennt, kann es ein halbes Jahr dauern“, so Stahr-Preiß. Sie empfiehlt – wie auch der Bundesverband der Frauenärzte -, einmal im Monat beide Brüste abzutasten. „Am Anfang kann das eine halbe Stunde oder mehr in Anspruch nehmen.“

Dabei sollte der Bereich vom unteren Schlüsselbeinrand bis zum unteren BH-Rand, der Umschlagfalte der Brust, sowie von der Achselhöhle bis zum Brustbein abgetastet werden. Das Tasten sollte spiralförmig durchgeführt werden, und zwar immer in fingerbreiten Bewegungen von außen nach innen, in kreisenden Bewegungen mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Pro Stelle sollten dabei drei Kreise gezogen werden: einmal sanft, dann mit mittlerem und schließlich mit festem Druck.

Ralf Loweg / glp

Darum ist eine Grippeschutzimpfung jetzt sinnvoll

Auf der ganzen Welt suchen Wissenschaftler nach einem geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus. Doch noch ist nichts gefunden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet ihn frühestens Anfang 2021 – und dann auch nicht direkt für alle. Es sei aber wichtig, einen guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, heißt es. Ein umfassender Impfschutz nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) könne dazu beitragen.

Die Hauptrisikogruppe für Covid-19 ist die gleiche wie bei der Influenza: Menschen über 60 Jahre und Patienten mit Grunderkrankungen. Diesen Menschen empfiehlt die STIKO jetzt ganz besonders die Grippeschutzimpfung. Darüber hinaus sollte sich medizinisches Personal in Krankenhäusern, Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie Schwangere impfen lassen. So kann die Gefahr von Superinfektionen minimiert und das Gesundheitssystem entlastet werden.

Eine Grippeimpfung von Kindern empfiehlt die STIKO bisher nicht. Lediglich für Kinder, die wegen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie wiederum rät dazu, Kinder zu impfen, weil sie „das Influenza-Virus maßgeblich übertragen“.

Was Eltern außerdem wissen müssen: Für Kinder, die keiner Risikogruppe angehören, muss die Impfung zunächst selbst bezahlt werden. Viele Krankenkassen erstatten die Kosten zwar hinterher, allerdings nicht alle.

Ralf Loweg / glp

Die aktuellen Fall-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

12 bestätigte Neuinfektionen innerhalb eines Tages meldete heute das Landratsamt für den Landkreis Ludwigsburg. Darunter sollen mindestens drei Personen Reiserückkehrer aus Griechenland, Portugal und der Türkei sein. Gestern wurden 13 Fälle gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag (10.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.329. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.071 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 18,3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Donnerstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 222 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 44.610, davon sind ungefähr 39.076 Personen wieder genesen. Gestern wurden 278 Fälle gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle liegt unverändert bei 1.867. (Datenstand: 10.9. – 17Uhr)

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Wegen Corona: Deutsche meiden Innenräume

51 Prozent der Menschen in Deutschland meiden zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus öffentliche Innenräume. Das ergibt eine repräsentative Umfrage, die YouGov Deutschland im August 2020 im Auftrag von schwa-medico durchgeführt hat.

Ein Großteil der Befragten fühlt sich durch eine mögliche Ansteckung über die Luft unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln (88 Prozent), im Wartebereich medizinischer Einrichtungen (84 Prozent), in Großraumbüros (84 Prozent) und in Hotels, Gastronomie und Tagungsstätten (81 Prozent) gefährdet.

In die Zukunft geblickt würden sich 35 Prozent der Befragten in öffentlichen Einrichtungen sicherer fühlen, wenn dort eine medizinisch zertifizierte Luftreinigung zum Einsatz käme, die die Luft und Oberflächen von Viren, Keimen, Bakterien und Allergenen befreit; 37 Prozent beantworten diese Frage mit „vielleicht“. Mehr als die Hälfte aller Befragten geben an, Räume und Orte, die sie infolge der Corona-Pandemie meiden, (eher) dann wieder aufzusuchen, wenn dort eine medizinisch zertifizierte Luftreinigung erfolgt.

Ralf Loweg / glp

Was ist erlaubt? Regelbetrieb an Schulen in Zeiten von Corona

Kornwestheim. Sicherheit und Gesundheitsschutz in Schulen und Kindertagesstätten haben oberste Priorität. Das gilt insbesondere mit Blick auf das Coronavirus. Um das Risiko einer möglichen Ansteckung zu minimieren, findet der Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen statt.

Grundlage bildet die Coronaverordnung für Schulen, die von der Landesregierung am 31. August 2020 verabschiedet worden ist und die am Montag, 14. September 2020, in Kraft tritt. Darin ist unter anderem geregelt, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an den weiterführenden Schulen verpflichtend ist. Diese muss in allen Bereichen der Schule getragen werden, eine Ausnahme bilden die Klassenzimmer, „In den Klassenzimmern muss niemand eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Es sei denn, er möchte dies freiwillig tun“, betont Gabriele Wörsching, die bei der Kornwestheimer Stadtverwaltung die Abteilung Schulverwaltung leitet. In den Grundschulen entfällt die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sogar komplett. 

Lehrkräfte, Eltern und Beschäftigte der Schule haben untereinander einen Mindestabstand von 1,50 Metern zu halten. Für den Abstand zu den Schülerinnen und Schülern und für ihren Umgang untereinander gilt dieses Gebot allerdings nicht. Die Schülerinnen und Schüler sollen nach Möglichkeit im Klassenverbund oder in konstanten Gruppen unterrichtet werden, so dass sich die Berührungspunkte nachvollziehen lassen. Um die Kontakte der Kinder und Jugendlichen zu reduzieren, werden die Anfangs- und Endzeiten für den Unterricht sowie die Pausenzeiten gestaffelt. Auch die Bereiche, in denen sich die Schülerinnen und Schüler aufhalten, sind nach Klassenzugehörigkeit voneinander getrennt. Darüberhinaus stehen genügend Mittel für die Handdesinfektion zur Verfügung. Diese werden vom Land bereitgestellt. 

Der Sportunterricht findet ebenso wie der Musikunterricht teilweise unter besonderen Bedingungen statt. Ab Mitte September dürfen die Schulen unter Einhaltung von Hygieneregeln auch wieder für nicht-schulische Veranstaltungen genutzt werden. 

Hatten die Schulmensen der weiterführenden Schulen zuletzt nicht geöffnet, wird dort nach dem Ende der Sommerferien wieder Essen ausgegeben. Die Mitarbeiter in den Mensen, die ohnehin mit den strengen Hygienevorschriften in diesem Bereich vertraut sind, tragen jetzt bei ihrer Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung. Außerdem sind sie angehalten, die Tische zu reinigen, wenn eine Gruppe von Schülern die Schulmensa verlassen hat. An den Grundschulen gehen die Kinder grundsätzlich klassen- und gruppenweise zum Essen. 

„Mein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen in den Schulen, insbesondere den Schulleitungen, die den Hauptteil der Organisation für einen gelungenen Schulstart leisten“, so Gabriele Wörsching.

Marion Blum