Karl Lauterbach: „Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stimmt die Bürger auf spürbare Lockerungen der Corona-Maßnahmen in naher Zukunft ein. „Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden“, sagte er dem TV-Sender „Bild“. Davon sei er „fest überzeugt“.

Der Minister präzisierte den Zeitpunkt so: Wenn nach dem für Mitte Februar erwarteten Höhepunkt der Omikron-Welle die Fallzahlen tatsächlich runtergehen sollten und es gelungen sei, einen großen Teil der Bevölkerung vor schwerer Krankheit oder Tod zu schützen, dann sei für ihn ganz klar, „dass man dann in die Lockerungen übergeht“. Aber: „Man darf das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erschossen ist.“ Lauterbach kann sich daher vorstellen, dass man auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz über Lockerungen diskutiert.

„Ob das tatsächlich zu Lockerungen kommt, hängt davon ab, wie wir dann stehen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt ist Lauterbach strikt gegen Lockerungen, wie die von der FDP geforderte Abschaffung von 2G im Handel: Er halte es „für verrückt“, wenn man bei Höchstzahlen von Infizierten und einer funktionierenden Strategie die Maßnahmen lockere. „Was wäre in Deutschland, wenn wir vorgehen würden wie in England“, fragte der Minister.

Seine Antwort: „Dann hätten wir pro Tag über den Daumen gepeilt vielleicht 300 Tote. Wir haben aber deutlich weniger, nämlich 60 bis 80.“ Mit den Maßnahmen „retten wir jeden Tag Leben“, so Lauterbach.

red / dts

Rund 95.000 Neuinfektionen bundesweit – 49 Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 95.267 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 22 Prozent oder 16.949 Fälle mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1400,8 auf heute 1426 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 2.857.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 781.600 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 49 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 980 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 140 Todesfällen pro Tag (Vortag: 142). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 118.766. Insgesamt wurden bislang 11,12 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Grafik: dts

red / dts

Inzidenzwert im Landkreis Ludwigsburg verzeichnet neuen Höchstwert

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Sonntag aus:

Die Zahlen steigen immer weiter und erreichen neue Höchstwerte;: Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Sonntagnachmittag vorläufig 1.290 (Vortag: 1.715) Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg weiter stark an auf 1.219,5 (+171,6) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 648 (Vortag: 648) Stand: 06.02..22 – 17Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 06.02.2022

Affalterbach ( 559 | 2 )
Asperg ( 1.905 | 9 )
Benningen am Neckar ( 782 | 1 )
Besigheim ( 1.929 | 8 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.647 | 106 )
Bönnigheim ( 1.170 | 3 )
Ditzingen ( 3.372 | 13 )
Eberdingen ( 798 | 8 )
Erdmannhausen ( 525 | 3 )
Erligheim ( 340 | 8 )
Freiberg am Neckar ( 1.765 | 10 )
Freudental ( 399 | 19 )
Gemmrigheim ( 676 | 4 )
Gerlingen ( 2.129 | 20 )
Großbottwar ( 999 | 40 )
Hemmingen ( 1.032 | 12 )
Hessigheim ( 286 | 7 )
Ingersheim ( 775 | 11 )
Kirchheim am Neckar ( 1.049 | 24 )
Korntal-Münchingen ( 2.807 | 18 )
Kornwestheim ( 5.429 | 50 )
Löchgau ( 720 | 25 )
Ludwigsburg ( 13.860 | 470 )
Marbach am Neckar ( 1.961 | 112 )
Markgröningen ( 1.966 | 40 )
Möglingen ( 1.626 | 6 )
Mundelsheim ( 371 | 13 )
Murr ( 878 | 28 )
Oberriexingen ( 293 | 11 )
Oberstenfeld ( 841 | 33 )
Pleidelsheim ( 797 | 8 )
Remseck am Neckar ( 3.640 | 27 )
Sachsenheim ( 2.768 | 15 )
Schwieberdingen ( 1.591 | 14 )
Sersheim ( 792 | 7 )
Steinheim an der Murr ( 1.222 | 39 )
Tamm ( 1.336 | 16 )
Vaihingen an der Enz ( 3.792 | 39 )
Walheim ( 387 | 0 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Sonntagmorgen vorläufig 133.173 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 11,9 Prozent oder 14.203 Fälle mehr als am Sonntagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1388,0 auf heute 1400,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

(Stand: 06.02.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg steigen weiter

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Samstag aus:

Die Zahlen steigen immer weiter und erreichen neue Höchstwerte;: Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Samstagnachmittag vorläufig 1.715 (Vortag: 1.790) Fälle gemeldet. Die Inzidenz steigt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg stark an auf 1.219,5 (+166,4) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 648 (Vortag: 648) Stand: 05.02..22 – 17Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 05.02.2022

Affalterbach ( 557 | 10 )
Asperg ( 1.896 | 49 )
Benningen am Neckar ( 781 | 7 )
Besigheim ( 1.921 | 93 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.541 | 128 )
Bönnigheim ( 1.167 | 21 )
Ditzingen ( 3.359 | 47 )
Eberdingen ( 790 | 12 )
Erdmannhausen ( 522 | 12 )
Erligheim ( 332 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 1.755 | 46 )
Freudental ( 380 | 0 )
Gemmrigheim ( 672 | 14 )
Gerlingen ( 2.109 | 19 )
Großbottwar ( 959 | 1 )
Hemmingen ( 1.020 | 1 )
Hessigheim ( 279 | 3 )
Ingersheim ( 764 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 1.025 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 2.789 | 83 )
Kornwestheim ( 5.379 | 179 )
Löchgau ( 695 | 0 )
Ludwigsburg ( 13.390 | 511 )
Marbach am Neckar ( 1.849 | 6 )
Markgröningen ( 1.926 | 30 )
Möglingen ( 1.620 | 30 )
Mundelsheim ( 358 | 1 )
Murr ( 850 | 2 )
Oberriexingen ( 282 | 1 )
Oberstenfeld ( 808 | 0 )
Pleidelsheim ( 789 | 10 )
Remseck am Neckar ( 3.613 | 167 )
Sachsenheim ( 2.753 | 51 )
Schwieberdingen ( 1.577 | 11 )
Sersheim ( 785 | 28 )
Steinheim an der Murr ( 1.183 | 7 )
Tamm ( 1.320 | 11 )
Vaihingen an der Enz ( 3.753 | 110 )
Walheim ( 387 | 8 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 217.815 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 15,1 Prozent oder 28.649 Fälle mehr als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1349,5 auf heute 1388 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch.

(Stand: 05.02.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Steigende Zahlen: Bundesweite Inzidenz bei 1.388

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 217.815 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 15,1 Prozent oder 28.649 Fälle mehr als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1349,5 auf heute 1388 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 2.754.700 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 786.800 mehr als vor einer Woche und mehr als jemals zuvor. Außerdem meldete das RKI nun 172 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.010 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 144 Todesfällen pro Tag (Vortag: 146). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 118.676. Insgesamt wurden bislang 10,89 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Grafik: dts

red / dts

Impfstoff gegen Krebs: Biontech will Tumorzellen „aufspüren und zerstören“

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Biontech, arbeitet mit seinen Forschern an einer Therapie, mit der der menschliche Körper Krebszellen „aufspüren und zerstören“ kann. Das Verfahren solle jetzt im Kampf gegen Rückfälle bei Dickdarmkrebs erprobt werden, sagte er der „Bild“ (Samstagausgabe). Es beruht auf der mRNA-Impfstoff-Technologie, die schon erfolgreich im Kampf gegen Corona eingesetzt wird.

Sahin spricht von „einem gezielten Angriff des Immunsystems auf einzelne Krebszellen“. Er erklärte: „Stellen Sie es sich so vor, dass die mRNA-Therapie dem Immunsystem die typischen Merkmale der Tumorzellen aufzeigt. Diese Merkmale gibt es nicht auf gesunden Zellen des Patienten, sie sind eindeutig. Somit kann das Immunsystem die Tumorzellen als Feind erkennen, angreifen und zerstören.“ Sahin hatte mit einer Frau Özlem Türeci den ersten Impfstoff gegen Covid-19 auf den europäischen Markt gebracht. Jetzt macht er Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Krebs: „Die Therapie soll einen Rückfall verhindern oder verlangsamen. Das kann die aktuelle Standardtherapie nicht.“ Oft kommt es bei Krebspatienten zu Rückfällen, weil Metastasen in anderen Organen wachsen. Sahin sagte der „Bild“ dazu: „Mit einer rechtzeitig eingesetzten mRNA-Therapie möchten wir erreichen, dass Metastasen gar nicht erst entstehen, der Krebs nicht erneut ausbricht. Dies untersuchen wir aktuell in klinischen Studien.“ Der Biontech-Chef rechnet damit, dass in drei Jahren ausreichend Datenmaterial vorliegt, um die Therapie weiter zu entwickeln.

red / dts

Stuhl von RKI-Chef Wieler wackelt – FDP geht auf Distanz

Nach der Verkürzung des Genesenenstatus von sechs auf drei Monate durch das Robert-Koch-Institut geht die FDP auf Distanz zu dessen Leiter. „Ich habe großen Respekt vor den Leistungen des RKI-Chefs Lothar Wieler in den vergangenen zwei Jahren während der Pandemie“, sagte der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai dem „Spiegel“. Er fügte jedoch hinzu: „Des Vertrauens der FDP kann sich Herr Wieler aber aufgrund dieser neuerlichen Verfehlung, die ja leider keinen Einzelfall darstellt, nicht mehr sicher sein.“

Das RKI hatte am 13. Januar vom Bundestag die Zuständigkeit für die Festlegung des Genesenenstatus übertragen bekommen und setzte am 15. Januar die bislang geltende Sechs-Monate-Frist für Corona-Genesene auf drei Monate herunter. Dadurch verloren plötzlich viele Bürger ihr Recht, in Restaurants, Bars oder Fitnessstudios zu gehen. „Das RKI kann nicht quasi nebenbei mit einem Federstrich und ohne jegliche Ankündigung die Verkürzung der Genesenenfrist festlegen. Diese Entscheidung hat eine unmittelbare Auswirkung auf das tägliche Leben vieler Menschen. Optimale Kommunikation geht anders“, sagte Djir-Sarai dem „Spiegel“. Auf die konkrete Frage nach der Zukunft Wielers an der Spitze des RKI sagte der FDP-Politiker: „Es ist Sache des Bundesgesundheitsministers über die personelle Aufstellung an der Spitze seiner Unterbehörden zu entscheiden.“

red / dts

Inzidenz im Landkreis Ludwigsburg überschreitet erstmals Schwelle von 1000

Und sehen die Corona-Zahlen im Landkreis am Freitag aus:

Die Zahlen steigen immer weiter und erreichen neue Höchstwerte;: Das Landratsamt Ludwigsburg hat am Freitagabend vorläufig 1.790 (Vortag: 1.704) Fälle gemeldet, mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Die Inzidenz steigt laut dem Gesundheitsamt in Ludwigsburg stark an auf 1.053,1 (+129,9) neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 648 (Vortag: 648) Stand: 04.02..22 – 18Uhr)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde | (Differenz zum Vortag) Stand: 04.02.2022

Affalterbach ( 547 | 4 )
Asperg ( 1.847 | 74 )
Benningen am Neckar ( 774 | 6 )
Besigheim ( 1.828 | 58 )
Bietigheim-Bissingen ( 6.413 | 135 )
Bönnigheim ( 1.146 | 42 )
Ditzingen ( 3.312 | 76 )
Eberdingen ( 778 | 22 )
Erdmannhausen ( 510 | 9 )
Erligheim ( 332 | 15 )
Freiberg am Neckar ( 1.709 | 37 )
Freudental ( 380 | 12 )
Gemmrigheim ( 658 | 10 )
Gerlingen ( 2.090 | 57 )
Großbottwar ( 958 | 33 )
Hemmingen ( 1.019 | 17 )
Hessigheim ( 276 | 9 )
Ingersheim ( 763 | 5 )
Kirchheim am Neckar ( 1.025 | 17 )
Korntal-Münchingen ( 2.706 | 70 )
Kornwestheim ( 5.200 | 85 )
Löchgau ( 695 | 43 )
Ludwigsburg ( 12.879 | 223 )
Marbach am Neckar ( 1.843 | 8 )
Markgröningen ( 1.896 | 95 )
Möglingen ( 1.590 | 17 )
Mundelsheim ( 357 | 9 )
Murr ( 848 | 60 )
Oberriexingen ( 281 | 7 )
Oberstenfeld ( 808 | 23 )
Pleidelsheim ( 779 | 13 )
Remseck am Neckar ( 3.446 | 76 )
Sachsenheim ( 2.702 | 116 )
Schwieberdingen ( 1.566 | 64 )
Sersheim ( 757 | 38 )
Steinheim an der Murr ( 1.176 | 47 )
Tamm ( 1.309 | 34 )
Vaihingen an der Enz ( 3.643 | 117 )
Walheim ( 379 | 1 )

Corona-Zahlen für Deutschland:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 248.838 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 31 Prozent oder 58.690 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 236.120 neuen Fällen binnen eines Tages und war erst am Vortag erreicht worden.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1283,2 auf heute 1349,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch.

(Stand: 04.02.21 – 05.45Uhr)

Grafik: dts

red

 

Verwaltungsgericht Osnabrück: Verkürzung des Genesenenstatus auf 90 Tage ist verfassungswidrig

OSNABRÜCK. Das Verwaltungsgericht in Osnabrück hat einem Mann recht gegeben, der gegen die Verkürzung des Genesenenstatus auf 90 Tage geklagt hatte.

In dem Verfahren hat heute das Verwaltungsgerichts Osnabrück den Landkreis Osnabrück dazu verpflichtet, dem Kläger einen 6 Monate umfassenden Genesenennachweis auszustellen.

Die Kammer hält die Verkürzung des Genesenstatus auf 90 Tage durch den Verweis in der am 14. Januar 2022 geänderten „Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19“ (Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahme­verordnung – SchAusnahmV) auf die Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) für verfassungswidrig und damit unwirksam.

Deshalb sei die Verordnung in der Fassung vom 8. Mai 2021 anzuwenden, die den Genesenennachweis für den Zeitraum 28 Tage nach (positiver) PCR-Testung bis 6 Monate bestimme, so das Gericht.

Zur Begründung führte die Kammer aus, dass der Genesenenstatus und damit seine Dauer eine hohe Bedeutung für die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger habe. Es liege auf der Hand, dass der Ausschluss des Einzelnen von der Teilnahme am sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben für den Einzelnen eine hohe Grundrechtsrelevanz, insbesondere in Bezug auf die Allgemeine Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG, die körperliche Unversehrtheit des Art. 2 Abs. 2 GG unter dem Gesichtspunkt der psychischen Gesundheit und auf die Berufsausübungsfreiheit des Art. 12 Abs. 1 GG – sowie auf weitere Grundrechtspositionen – habe, so das Gericht.

red

Bis zu 70 Prozent der importierten Masken und Schnelltests mit schweren Mängel

Die Marktüberwachungsstellen der Länder haben 2020 und 2021 bei bis zu 70 Prozent der importierten Masken, Schnelltests und Corona-Schutzausrüstungen teils schwere Mängel festgestellt. Das berichtet „Business Insider“. Demnach wurden tonnenweise Produkte eingeführt, die minderwertig waren und nicht ausreichend Schutz vor mit dem Coronavirus bieten konnten.

Hintergrund ist, dass die Bundesregierung im Frühjahr 2020 die Import-Auflagen für Masken und andere Schutzgüter herabsetzte. Weil Deutschland keine eigene Produktionsstätten zum Beispiel für FFP2-Masken hatte, sollten Hersteller auch Produkte, die nicht nach europäischen Qualitätsstandards zertifiziert sind, auf den deutschen Markt einführen dürfen. Die übliche Prüfung vor der Einführung entfiel.

Doch die Umfrage unter den Behörden zeigt, dass offenbar Hersteller und Importeure diese Freiheit in hohem Maße ausnutzten. Nach Angaben der Prüfer wurden häufig gefälschte und unvollständige Dokumente vorgelegt. Zudem war vielfach die Nachverfolgung der Lieferkette eine Herausforderung für die Prüfer.

Zum Teil weigerten sich die Händler nach einer mangelhaften Beurteilung freiwillige Maßnahmen zu ergreifen. Manchmal konnten die Überwachungsbehörden nicht einmal den Importeur ausfindig machen, der für die Einfuhr in Deutschland verantwortlich war. „In den meisten Fällen waren die Wirtschaftsakteure uneinsichtig und argumentierten mit der vermeintlichen technischen Wirksamkeit der Masken, der Mangelsituation und den negativen wirtschaftlichen Folgen“, sagt ein Sprecher der Darmstädter Behörde.

Neben der hohen Mängelquote besonders brisant: Bis heute sind Schrott-Masken ohne das Produktsicherheits-Gütesiegel „CE“ oder anderweitige Überprüfungen in Umlauf. Denn obwohl die Einfuhr von Masken und anderen Schutzgütern ohne Extra-Untersuchung zum 1. Oktober 2020 verboten wurde, können Importeure, die vor dem Stichtag bei den Herstellern eingekauft haben, diese noch weiter in den Handel bringen. Eine Nutzung ist bis zum 31. Mai 2022 erlaubt, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Trotz Omikron-Welle und obwohl es längst nicht mehr den Notstand bei den Produkten wie zu Beginn der Pandemie gibt, will das Ministerium die Regel nicht früher außer Kraft setzen, sagte ein Sprecher zu „Business Insider“.

red / dts