Wie sicher ist ein transparenter Mund-Nasen-Schutz?

Wie sieht die ideale Mund-Nasen-Abdeckung aus? Aktuell wird so ziemlich alles durchprobiert, was der Markt hergibt. Doch zumindest bei transparenten Lösungen ist derzeit noch kein sinnvolles Modell in Sicht.

Seit Beginn der Pandemie sieht man immer wieder Menschen mit Visieren aus Plexiglas. Insbesondere Brillenträger schätzen solche Masken, so das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de. „Der entscheidende Nachteil aller Visiere ist jedoch, dass sie keinen vergleichbar sicheren Schutz wie Mund-Nasen-Schutz bieten – und zwar weder vor einer Ansteckung des Trägers, noch vor einer Übertragung auf den Gegenüber“, sagt der Infektiologe Dr. Peter Walger, Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

Der Grund: Visiere blockieren die Virushaltigen Tröpfchenwolken allenfalls nach vorne. Die Ausbreitung nach oben oder unten und zu den Seiten wird nicht verhindert. Deshalb werden sie von medizinischem Personal auch nur zusätzlich zu Masken eingesetzt.

Besser schützen Mund-Nasen-Masken aus Stoff, die auf Mundhöhe ein Sichtfenster aus Klarsichtfolie oder Plexiglas haben. Doch auch hier gibt es Probleme: Durch das Sichtfenster kann man nicht atmen – das kann die Atmung spürbar erschweren. Hinzu kommen mögliche Komplikationen beim Reinigen, etwa weil die Folien im Laufe von mehreren Waschgängen blind werden können.

Eine andere Lösung besteht aus einer durchsichtigen Maske, in die Öffnungen mit Filtern eingelassen sind. Das Problem hier: Diese Masken sind recht teuer, zudem müssen – um einen wirksamen Schutz sicherzustellen – die Filter erst noch geprüft und zertifiziert werden.

Rudolf Huber / glp

RKI meldet am Montag rund 8700 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist am Montag niedriger ausgefallen. Das ist weniger als in den Tagen zuvor, jedoch für einen Montag nicht ungewöhnlich, da erfahrungsgemäß am Wochenende weniger Tests durchgeführt werden und nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten am Wochenende rechtzeitig übermitteln. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen +8.685 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Doch im Vergleich zum Montag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 4.000. Damals waren +4.325 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Am Montag vor zwei Wochen waren es nur 2.467 neue Fälle. Am vergangenen Samstag meldete das RKI mit +14.714 Neuinfektionen den höchsten je gemessenen Wert seit Beginn der Corona-Pandemie. (Stand: 26.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 437.866 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 10.056. Das sind 24 mehr als am Vortag. Rund 321.600 (+4.500) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 26.10.)

red

RKI meldet am Samstag neuen Höchstwert an Neuinfizierten

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen erreichte am Samstag einen neuen Höchstwert. Das RKI meldete weitere 14.714 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 7.830. (Stand: 24.10.) Gestern wurden 11.242 Fälle gemeldet.

Aufgrund einer technischen Störung beim RKI sind die neuen Fallzahlen aber nur bedingt mit den Vortagen vergleichbar. Nicht alle Gesundheitsämter konnten am Donnerstag ihre Fallzahlen übermitteln. Diese wurden mit der Veröffentlichung der Daten am Samstagmorgen nachgereicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 418.005  Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 10.003. Das sind 49 mehr als am Vortag. Rund 314.100 (+3.400) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 24.10.)

red

Stadt Stuttgart beschränkt Teilnehmerzahl bei Messen, Ausstellungen, Kongressen und Sportveranstaltungen

Öffentliche Messen, Ausstellungen und Kongresse dürfen nach einer erweiterten Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt ab dem 25. Oktober nur noch mit maximal 100 gleichzeitig anwesenden Teilnehmern stattfinden. Diese Regelung gilt auch für Sportveranstaltungen. Die Einschränkungen gelten bis Sonntag, 8. November, 24 Uhr. Das gab das Stuttgarter Rathaus am Freitag bekannt.

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen passt die Landeshauptstadt Stuttgart ihre Maßnahmen an, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, gibt die Verwaltung in ihrer Mitteilung bekannt. Da besonders bei großen Veranstaltungen wie Messen, Ausstellungen, Kongressen und Sportveranstaltungen viele Besucher dicht aufeinandertreffen, ist es notwendig, die Anzahl der Teilnehmer zu begrenzen. Neben der Einschränkung der Teilnehmerzahl sind das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die Einhaltung des Mindestabstands und eine gute Hand- Hygiene wesentliche Bestandteile des Infektionsschutzes, heißt es in der Mitteilung weiter.

Bei Vorlage eines erweiterten Hygienekonzepts können vom Amt für öffentliche Ordnung im Einzelfall Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern genehmigt werden. Bei Messen, Ausstellungen und Kongressen zählt das Personal der Aussteller zu den höchstens zulässigen 500 Personen.

red

So helfen FFP2-Masken

Maskenmuffel sind noch immer weit verbreitet – selbst in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen. Um sich vor einer möglichen Übertragung des Corona-Virus zu schützen, greifen immer mehr Menschen zu sogenannten FFP2-Masken. Doch bieten die auch einen größeren Schutz im Vergleich zur herkömmlichen Mund-Nasen-Abdeckung?

Eigentlich sind die FFP2-Masken für Pflegekräfte und Ärzte gedacht, da der enthaltene Partikelfilter auch virenverseuchte Tröpfchen aus der Atemluft entfernt. „Für den Selbstschutz beim Einatmen sind diese Masken also effektiver als Alltagsmasken“, so Dominic Dellweg, Chefarzt für Pneumologie am Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, zum Gesundheitsportal apotheken-umschau.de.

Doch FFP2-Masken bieten auch einen höheren Fremdschutz als der herkömmliche Mund-Nasen-Schutz, denn sie müssen laut europaweit einheitlicher Norm mindestens 95 Prozent der Partikel wegfiltern, so eine im Fachblatt „Science Advances“ veröffentlichte Studie. Allerdings gilt das nur, wenn die Masken kein Ventil für die Ausatmung haben. Der Grund: Masken mit Ausatmungsventil filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher weniger Fremdschutz.

Die Verwendung einer FFP2-Maske ist durchaus mit Anstrengung verbunden. Wegen des eingebauten Filters stößt man beim Atmen auf Widerstand. Die zusätzliche Anstrengung der Atemmuskulatur ist mit dem Atmen durch einen Strohhalm vergleichbar und mit Luftnot verbunden. Deswegen sollte man sich genau überlegen, welche Aktivität man mit der Maske vor dem Gesicht bewältigen will und über welchen Zeitraum hinweg, so die Experten.

Weil sich die Filterleistung von FFP2-Masken etwa durch die Atmung oder einem Waschgang verringert, eignen sie sich nicht zur Wiederverwendung. Beim Kauf einer FFP2-Maske sollte unbedingt auf die Kennzeichnung DIN EN 149:2009-08 geachtet werden. Beim Tragen selbst ist die Passgenauigkeit wichtig, Bartträger sollten sich rasieren: Nur wenn die Maske luftdicht auf der Haut abschließt, kann die Filterleistung voll ausgeschöpft werden.

Rudolf Huber / glp

Bei Herzschwäche besteht Handlungsbedarf

Eine beginnende Herzinsuffizienz muss behandelt werden. Denn sie kann schnell voranschreiten und den gesamten Körper immer weiter schwächen. Erste Anzeichen können Erschöpfung, Brustenge oder Luftnot beim Treppensteigen oder Bergaufgehen sein – sie werden oft mit Alterserscheinungen verwechselt.

Heilen kann man die Herzinsuffizienz zwar nicht, doch das Fortschreiten der Erkrankung kann deutlich verlangsamt werden, wenn es früh genug erkannt wird. Für wen Stufengehen beschwerlich wird oder wer allgemein eine verringerte Leistungsfähigkeit und verstärkte Müdigkeit beobachtet, für den gilt: Unbedingt für einen Check-up den Arzt aufsuchen. Bis zum Termin kann ein Symptomcheck zum Beispiel auf www.herzklappenhilfe.de erste Hinweise liefern, ob eine Herzschwäche vorliegt.

Doch nicht nur bei den ersten Symptomen sei der Arztbesuch ein Muss, sagen Experten. Auch in Zeiten von Corona und der beginnenden Erkältungssaison seien regelmäßige Arztbesuche für Menschen mit Herzinsuffizienz wichtig. Denn in allen Stadien der Erkrankung stünden effektive Behandlungs- und Diagnostikmethoden zur Verfügung.

Das Befinden verbessern kann zum Beispiel eine Herzklappenreparatur. Zu den privaten Anbietern gehört das Unternehmen Abbott mit mehreren Therapieansätzen für Patienten mit Herzinsuffizienz – bis hin zu Alternativen zu einer Herztransplantation. „HeartMate 3“ von Abbott etwa ist ein Herzunterstützungssystem, das die verminderte Leistung des Herzens ausgleichen soll.

Umfangreiche weiterführende Informationen für Patienten und deren Angehörige bieten die diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung vom 1.bis 30. November 2020 mit vielen digitalen Angeboten zum Thema Herzinsuffizienz.

Lars Wallerang / glp

RKI meldet erneut mehr als 11.000 Neuinfizierte

Nach Angaben des RKI sind die Neuinfiziertenzahlen in Deutschland am Freitag fast so hoch gewesen wie gestern. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen + 11.242 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern wurden +11.287 Fälle registriert. Das sind rund 4000 mehr als am Freitag vor einer Woche. Damals wurden 7.334 .Fälle registriert. (Stand: 23.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 403.291 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.954. Das sind 49 mehr als am Vortag. Rund 310.200 (+4.200) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 23.10.)

red

Darum ist die Patientenverfügung so wichtig

Es sind Fragen von großer Tragweite. Zum Beispiel: Will der Patient künstlich beatmet werden, um weiterzuleben – oder wünscht er das ganz explizit nicht? Wenn ein Unfall passiert ist, kann es oft zu spät sein, den Verletzten nach seinen Wünschen zu fragen. Eine Patientenverfügung ist daher ganz unabhängig vom Alter wichtig. Denn im Dokument lässt sich festhalten, ob und unter welchen Umständen auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtet werden soll und wer weitere Entscheidungen treffen darf.

Formulare dazu gibt es bei Ärzten, Apotheken, Krankenkassen und Kirchen sowie dem Bundesjustizministerium, so das „HausArzt-Patientenmagazin“. Beim Ausfüllen hilft der Hausarzt. Wichtig ist es, verschiedene Versionen des Dokuments zu vermeiden und den eigenen Willen mit Datum und eigener Handschrift zu bestätigen.

Die Vorsorgedokumente, auch der Organspendeausweis, sollten dann an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, an dem sie im Notfall schnell aufgefunden werden können. Besser als Schreibtisch oder Safe ist es, einen Angehörigen darüber zu informieren oder ihm sowie dem Arzt eine Kopie der Verfügung auszuhändigen. Ebenso können die Dokumente online hinterlegt werden.

Beim Sozialverband Deutschland in Berlin gibt es einen kostenlosen Ratgeber zum Verfassen einer Patientenverfügung. Präsident Adolf Bauer: „Es ist hilfreich, immer ein kleines Kärtchen in der Geldbörse zu tragen, auf dem Sie die Existenz und den Aufbewahrungsort Ihrer Patientenverfügung vermerkt haben.“

Rudolf Huber / glp

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall

Pro Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Zwar überleben ihn heute fast doppelt so viele Menschen wie noch vor 25 Jahren. Aber noch immer sind rund 60 Prozent der Betroffenen langfristig auf Hilfsmittel, Therapien oder Pflege angewiesen.

Das Hauptproblem: Noch immer erkennen viele Menschen die Anzeichen eines Schlaganfalls nicht oder zögern zu lange, den Notruf zu wählen. „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall – 112!“ lautet deshalb der Leitsatz der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an, um Hirnzellen zu retten und Funktionen zu erhalten“, so deren Vorstand Dr. Michael Brinkmeier. „Je früher der Patient in einem Schlaganfall-Zentrum eintrifft und die Diagnostik und Therapie beginnen, desto geringer sind die Folgeschäden.“

Typische Symptome eines Schlaganfalls sind plötzlich einsetzende Gefühlsstörungen oder Lähmungen auf einer Körperseite, oft auch ein herabhängender Mundwinkel, sowie Sprachstörungen. Der eigens entwickelte FAST-Test ermöglicht es Laien, einen Schlaganfall-Verdacht zu prüfen. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat den Test auch als App herausgebracht. Er ist kostenlos erhältlich in den Stores von Google Play und Apple.

Rudolf Huber / glp

Rekord-Neuinfizierte: Corona-Fälle so hoch wie nie in Deutschland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des RKI sind die Neuinfiziertenzahlen in Deutschland am Donnerstag so hoch gewesen wie nie zuvor seit Beginn der Corona-Pandemie. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen + 11.287 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern wurden 7.595  Fälle registriert. Bereits am vergangenen Samstag meldete das RKI mit +7.830 Neuinfektionen einen neuen zwischenzeitlichen Höchstwert. (Stand: 22.10.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 392.049 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.905. Das sind 30 mehr als am Vortag. Rund 306.100 (+4.000) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 22.10.)

red