Rund 50.000 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 281,8

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 49.141 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 32 Prozent oder 22.910 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 307,2 auf heute 281,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 1.088.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 365.200 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 158 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 755 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 108 Todesfällen pro Tag (Vortag: 110).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 138.643. Insgesamt wurden bislang 26,16 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

 red

Wegen sinkender Corona-Zahlen: 3G-Einreiseregeln nach Deutschland werden gelockert

Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Regeln für die Einreise nach Deutschland über die Sommermonate lockern. „Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Die aktuell gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt noch bis zum 31. Mai für alle Personen über 12 Jahren einen 3G-Nachweis vor. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten noch strengere Regeln, sie müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Diese Regelung soll auch in den kommenden Monaten weiter fortbestehen: „Wenn solche Gebiete definiert werden, müssen Einreisende in Quarantäne“, sagte Lauterbach den Funke-Zeitungen.

„Auch bei niedrigeren Inzidenzen im Sommer müssen wir bei einer globalen Pandemie vorsichtig bleiben.“ Aktuell ist allerdings kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen. Die Änderung der Corona-Einreiseverordnung soll nach Informationen der Funke-Zeitungen an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Sie sieht darüber hinaus vor, dass künftig nicht nur die von der EU zugelassenen Impfstoffe, sondern alle von der WHO zugelassenen Wirkstoffe bei einer Einreise anerkannt werden.

red / dts

RKI-Empfehlung: Mindestens 21 Tage Isolation – Lauterbach erwartet keine Affenpocken-Pandemie

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet nicht, dass die aktuellen Ausbrüche der Affenpocken zu einer weltweiten Ansteckungswelle führen werden. „Was wir mit den Affenpocken gerade erleben, ist nicht der Beginn einer neuen Pandemie“, sagte er am Dienstag am Rande des Ärztetags in Bremen. Dennoch müsse man die Affenpocken ernst nehmen.

Man wisse noch nicht, wieso die Ausbrüche anders verlaufen als in der Vergangenheit. Der Erreger könnte sich verändert haben, auch eine Veränderung der Anfälligkeit des Menschen sei möglich. Die Ausbrüche müssten früh eingedämmt werden, so Lauterbach.

Sonst könnte es ein „nennenswertes endemisches Geschehen“ geben. Der Minister kündigte eine RKI-Empfehlung an, wonach sich Infizierte für mindestens 21 Tage in Isolation begeben sollen. Auch für enge Kontaktpersonen soll diese Empfehlung gelten.

Ein Impfstoff sei bereits bestellt worden, fügte Lauterbach hinzu. Damit könnten Ringimpfungen um die Infizierten herum durchgeführt werden – empfohlen werde dies aber noch nicht. Normalerweise ist die endemische Affenpockenkrankheit geografisch auf West- und Zentralafrika beschränkt.

Zuletzt waren aber mehrere Fälle in Europa, Nordamerika und Australien gemeldet worden – auch Deutschland ist betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits am Wochenende mitgeteilt, eine weitere Ausbreitung der Affenpocken zu erwarten. Einen Grund für Massenimpfungen sieht die WHO derzeit aber nicht.

red / dts

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis am Dienstag aus

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 64.437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 25 Prozent oder 21.815 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 312,1 auf heute 307,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. (Stand: 24.05.22 – 03.11 Uhr)
Und so sehen die Corona-Zahlen im LANDKREIS LUDWIGSBURG aus: 

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Dienstagnachmittag in der Summe vorläufig 270 (Vortag: 371neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt laut dem Landratsamt und liegt aktuell bei 220,2 (Vortag: 222,2). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 714. (Stand: 24.05.22 – 16Uhr)

Gemeinde – ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag ) (Stand: 23.05.22)

Affalterbach ( 1.399 | 2 )
Asperg ( 4.196 | 11 )
Benningen am Neckar ( 1.937 | -1 )
Besigheim ( 4.066 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 14.103 | 24 )
Bönnigheim ( 2.726 | 8 )
Ditzingen ( 7.481 | 15 )
Eberdingen ( 1.965 | 2 )
Erdmannhausen ( 1.513 | 9 )
Erligheim ( 832 | 3 )
Freiberg am Neckar ( 4.569 | -36 )
Freudental ( 801 | 2 )
Gemmrigheim ( 1.544 | 2 )
Gerlingen ( 5.242 | 16 )
Großbottwar ( 2.661 | 6 )
Hemmingen ( 2.513 | 3 )
Hessigheim ( 774 | 5 )
Ingersheim ( 1.943 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 2.191 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 6.153 | 10 )
Kornwestheim ( 10.969 | 29 )
Löchgau ( 1.696 | 3 )
Ludwigsburg ( 28.718 | 56 )
Marbach am Neckar ( 4.832 | -22 )
Markgröningen ( 4.283 | 9 )
Möglingen ( 3.451 | 5 )
Mundelsheim ( 976 | 2 )
Murr ( 2.015 | 6 )
Oberriexingen ( 833 | 3 )
Oberstenfeld ( 2.247 | 10 )
Pleidelsheim ( 1.955 | 6 )
Remseck am Neckar ( 8.177 | -21 )
Sachsenheim ( 5.415 | 6 )
Schwieberdingen ( 3.729 | 8 )
Sersheim ( 1.476 | 3 )
Steinheim an der Murr ( 3.511 | 3 )
Tamm ( 3.435 | 9 )
Vaihingen an der Enz ( 8.664 | -9 )
Walheim ( 1.005 | 1 )

red

 

Impfkommission empfiehlt Corona-Impfung für alle Fünf- bis Elfjährigen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt jetzt für alle Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren eine einmalige Corona-Impfung. Für diese solle vorzugsweise der Wirkstoff von Biontech genutzt werden, teilte das Gremium am Dienstag mit. Die Impfempfehlung werde vorsorglich ausgesprochen, weil ein erneuter Anstieg von SARS-CoV-2-Infektionen im kommenden Herbst bzw. Winter zu erwarten sei, hieß es zur Begründung.

Die zunächst einmalige Impfung ziele darauf ab, eine möglichst gute Basisimmunität aufzubauen. Sollte es zukünftig notwendig sein, den Impfschutz der Kinder zu optimieren, könne dies dann mit einem längeren Impfabstand zwischen erster und zweiter Covid-19-Impfung rasch erfolgen. Durch diesen längeren Impfabstand könne eine bessere Schutzwirkung und ein länger anhaltender Schutz erzielt werden.

Auch das Myokarditisrisiko nach der eventuell später notwendigen zweiten Impfung könne durch einen längeren Impfabstand in dieser Altersgruppe reduziert werden, so die Stiko weiter. Insgesamt werde das Risiko einer Herzmuskelentzündung bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen als deutlich geringer eingestuft. Laut der aktualisierten Stiko-Empfehlung sollen Kinder mit Vorerkrankungen weiterhin eine Grundimmunisierung mit zwei Impfungen sowie eine Auffrischimpfung erhalten.

Gesunde Kinder, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die durch eine Impfung selbst nicht sicher geschützt werden können, sollen ebenfalls eine Grundimmunisierung mit zwei Impfstoffdosen bekommen. Gesunde Kinder, die bereits eine zweimalige Impfung erhalten haben, sollen zunächst nicht erneut geimpft werden. Die Stiko aktualisierte am Dienstag auch ihre Impfempfehlung für Personen mit durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion und bisher unvollständiger Immunisierung.

Demnach geht das Gremium davon aus, dass eine durchgemachte symptomatische oder asymptomatische Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausreiche, um spätere Covid-19 Erkrankungen mit bekannten oder neuen Virusvarianten zu verhindern. Untersuchungen zeigten, dass ein „solider Schutz“ vor Infektion und schwerer Erkrankung erst durch eine mehrmalige Auseinandersetzung mit dem Spikeprotein von SARS-CoV-2 zu erlangen sei. Dies könne durch eine dreimalige Impfung oder durch Impfung vor oder nach einer durchgemachten Infektion erreicht werden.

Daher sollen laut Stiko auch Personen mit einer oder mehreren zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektionen geimpft werden. Für einen ausreichenden Schutz müsse zwischen den jeweiligen Ereignissen jedoch ein zeitlicher Mindestabstand bestehen.

red / dts

Kinderärzte beklagen „Affenpocken-Panikmache“

Führende Kinderärzte beklagen eine „Affenpocken-Panikmache“ und geben mit Blick auf Minderjährige weitgehend Entwarnung. Das Affenpocken-Virus sei „weit weniger ansteckend als Corona“ und werde fast ausschließlich durch „engen Körperkontakt und Körperflüssigkeiten“ übertragen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die nun registrierten Fälle seien „vorwiegend auf sexuelle Kontakte unter Männern“ zurückzuführen.

„Kinder gehören daher definitiv nicht zu denjenigen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko.“ Es sei „extrem unwahrscheinlich, dass sich in der momentanen Lage in Europa Kinder mit Affenpocken anstecken“, sagte Tobias Tenenbaum, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der „NOZ“. „Es sind auch keine Fälle bekannt, in denen sich Affenpocken in Europa innerhalb von Familien ausgebreitet haben. Daher brauchen sich Eltern aktuell keine Sorgen zu machen.“ Beide bezogen sich auf Medienberichte, wonach Kinder durch Affenpocken, die bis zum Montag auch bei vier Männern in Deutschland festgestellt wurden, „besonders gefährdet“ seien, weil die Sterblichkeitsrate bei ihnen höher liege als bei älteren Personengruppen. „Solche Schlagzeilen sind schräg oder reißerisch“, sagte BVKJ-Präsident Fischbach der „NOZ“.

„Wir dürfen die Affenpocken nicht verharmlosen, sollten das Thema aber etwas runterkochen. Familien sind nach der langen Corona-Pandemie ohnehin verunsichert.“ Zwar habe es auch außerhalb Afrikas schon einzelne Fälle gegeben, bei denen Kinder nach einer Infektion schwere Symptome entwickelt hätten, sagte Kinder-Infektiologe Tenenbaum.

Aber auch dann gebe es Behandlungsmöglichkeiten. Dass Kinder im Verdachtsfall wie nun in Großbritannien auf eine Intensivstation verlegt würden, erlaube eine bessere Überwachung und Isolation und bedeute nicht unbedingt eine schwere Erkrankung. Daher hätten Berichte über eine besondere Gefährdungslage für Kinder „derzeit keine Datengrundlage“, sagte der DGPI-Vorsitzende der „NOZ“.

„Ich rate zu Besonnenheit, es gibt keinen Anlass zu Panik.“ So sieht es auch Kinderärztepräsident Fischbach: Da die Affenpocken bislang fast ausschließlich in afrikanischen Ländern aufgetaucht seien, seien die Daten über schwere Verläufe bei Minderjährigen nicht 1:1 auf Deutschland und Europa übertragbar. Mangelernährung, ein geschwächtes Immunsystem und vor allem dysfunktionale Gesundheitssysteme könnten bei Todesfällen eine Rolle spielen.

„Wir wissen etwa, dass auch die Kindersterblichkeit bei Masern in Afrika deutlich höher liegt als bei uns.“ Infektiologe Tenenbaum erwartet auch keine größere Affenpocken-Ausbreitung unter Erwachsenen. „Die Gefahrensituation ist gering, weil das Virus nur durch engen Körperkontakt, also über Körperflüssigkeiten oder Krusten, weitergegeben wird und nicht durch Tröpfcheninfektion wie Niesen, Husten oder Sprechen.“

Und wegen der coronabedingten Wachsamkeit werde es gelingen, die Kontaktpersonen der Infizierten rasch zu identifizieren. „Da kommt wahrscheinlich keine neue Epidemie auf uns zu“, sagte er.

red / dts

RKI meldet weiter sinkende Corona-Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 64.437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 25 Prozent oder 21.815 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 312,1 auf heute 307,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 1.139.200 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 385.600 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 159 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 771 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 110 Todesfällen pro Tag (Vortag: 118).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 138.485. Insgesamt wurden bislang 26,11 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red

Landesgesundheitsamt bestätigt ersten Fall von Affenpocken in Baden-Württemberg

Der erste offizielle Fall einer Affenpockenvirus-Infektion ist nun auch in Baden-Württemberg aufgetreten. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montag mitteilt, handelt es sich dabei um einen Patienten aus dem Ortenaukreis. Der Reiserückkehrer aus Spanien wird am Universitätsklinikum Freiburg behandelt. Ein weiterer Verdachtsfall im Ortenaukreis wird aktuell noch untersucht.

Nachdem am Wochenende bereits in anderen Bundesländern Affenpockenvirus-Infektionen aufgetreten sind, gibt es nun auch einen offiziellen ersten Fall in Baden-Württemberg. Am Universitätsklinikum Freiburg wird seit Sonntagabend, 22. Mai 2022, ein Patient aus dem Ortenaukreis mit einer entsprechenden Infektion stationär versorgt, teilt das Landesgesundheitsamt mit.

Er befindet sich in Isolation. Der Patient, ein Reiserückkehrer aus Spanien, hat Fieber, Husten und weist typische Hautveränderungen auf, heißt es in der Mitteilung. Sein Zustand soll jedoch stabil sein. Die Diagnose wurde aufgrund der Symptome des Patienten und einer PCR-Analyse gestellt. Formal muss sie noch durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt werden, die derzeit im Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg läuft und in den kommenden Tagen vorliegen soll. Erst dann kann festgestellt werden, ob es sich um den west- oder zentralafrikanischen Virusstamm handelt. Das Gesundheitsamt des Ortenaukreises untersucht in diesem Zusammenhang einen weiteren Verdachtsfall, führt derzeit eine Kontaktpersonennachverfolgung im Umfeld der Betroffenen durch und wird gegebenenfalls Quarantäneanordnungen aussprechen.

Allgemeines Infektionsrisiko derzeit gering

„Das allgemeine Infektionsrisiko für die Bevölkerung in Baden-Württemberg wird vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg derzeit als gering eingeschätzt“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Lucha am Montag in Stuttgart. „Dennoch dürfen wir das Affenpockenvirus nicht unterschätzen. Wir verfolgen die Situation im Land deshalb weiter sehr aufmerksam. Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg wurden bereits informiert und sind entsprechend sensibilisiert.“

Das Affenpocken-Virus

Anfang Mai 2022 wurde in Großbritannien ein Fall von Affenpocken diagnostiziert, der nach einer Reise nach Nigeria aufgetreten war. Seither wurden in Großbritannien weitere Fälle von Affenpocken bei Personen ohne vorherige Reisen und ohne Kontakt zu bekannten reiseassoziierten Fällen diagnostiziert.

Inzwischen handelt sich um ein Geschehen mit internationaler Verbreitung mit mehr als 130 bestätigten und Verdachtsfällen in mehreren Ländern. Aktuell scheinen die Risikoexpositionen vorwiegend sexuelle Kontakte unter Männern zu sein. Expositionsorte der in Deutschland bislang bekannt gewordenen Fälle waren Party-Veranstaltungen, unter anderem auf Gran Canaria in Spanien und in Berlin, bei denen es zu sexuellen Handlungen kam. Aufgrund der vielfältigen Kontakte der derzeit Infizierten ist in Europa und auch in Deutschland mit weiteren Erkrankungen zu rechnen.

Affenpocken sind eine seltene, von Tieren, vermutlich vor allem Nagetieren, auf Menschen übertragbare Viruserkrankung. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind selten, aber möglich, vor allem bei sehr engem Kontakt. Affenpockenviren sind in West- und Zentralafrika bei Nagetieren verbreitet.

Menschen können sich vor allem durch Kontakt mit den Hauteffloreszenzen(krankhafter Hautveränderungen, also die typischen Pockenblasen), Blut, Gewebe oder Ausscheidungen infizierter Tiere, in erster Linie von verschiedenen Nagetieren und beim Umgang mit dem Fleisch erkrankter Tiere infizieren.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und nur bei sehr engem Kontakt möglich, kann aber durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der Affenpocken-Infizierten auftreten, auch im Rahmen von sexuellen Handlungen. Eine Übertragung bereits in der Prodromalphase ist bei Face-to-Face-Kontakt durch ausgeschiedene Atemwegssekrete möglich.

Die Inkubationszeit für Affenpocken beträgt zwischen sieben und 21 Tagen. Erste Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Es kann großflächiger Hautausschlag dazukommen. Symptomatisch ähnelt eine Affenpocken-Infektion anderen weit verbreiteten Infektionen etwa mit dem Herpes-simplex-Virus oder dem Varizella-Zoster-Virus, dem Erreger von Windpocken und Gürtelrose.

red

Weltärztepräsident Montgomery schlägt Pocken-Impfung für Jüngere vor

Angesichts mehrerer Affenpocken-Fälle in Deutschland und Europa schlägt der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor, ungeimpfte Bevölkerungsgruppen gegen die Pocken zu impfen. „Wer gegen die Pocken geimpft ist, hat einen guten Schutz“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Wer jünger sei und diesen Impfschutz nicht habe, trage ein höheres Risiko, zu erkranken.

„Es wäre deswegen sinnvoll, allen Jüngeren, die nicht mehr unter die Pockenimpfpflicht gefallen sind, jetzt ein Impfangebot zu machen“, so Montgomery. „Wir sollten dabei in erster Linie an die aktuell besonders gefährdeten Gruppen denken – also in der Regel jüngere Männer mit vielen wechselnden Sexualkontakten.“ Aktuell sehe es so aus, als verbreite sich das Virus vor allem in derjenigen Bevölkerungsgruppe, die auch von HIV besonders betroffen gewesen sei.

Eine solche Impfkampagne ergebe aber nur Sinn, wenn man es weltweit mache. Montgomery rechnet damit, dass die allermeisten Infizierten bei den Affenpocken milde Verläufe erleben würden. „Wir werden aber auch einige Menschen haben, die schwer erkranken.“

Die einfachste Schutzmaßnahme gegen eine Infektion sei das Reduzieren von Körperkontakt. „Die Affenpocken werden nur sehr selten durch Aerosole in der Atemluft übertragen wie das Coronavirus, sondern über Körperflüssigkeiten wie Sperma, Speichel oder andere Sekrete.“ Auch Küssen könne also riskant sein.

red

RKI verzeichnet 1245 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 312,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 1.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 46 Prozent oder 1.060 Fälle weniger als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 322,4 auf heute 312,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 1.198.600 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 382.100 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun einen Todesfall binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 827 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 118 Todesfällen pro Tag (Vortag: 118).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 138.326. Insgesamt wurden bislang 26,05 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

red