In diesen Städten sind Döner, Pizza & Co. am teuersten

Wo gibt es die günstigsten Restaurants in Deutschland – und wo ist das Auswärts-Essen am teuersten? Das Online-Portal Speisekartenweb.de hat die Preise von über fünf Millionen Gerichten in rund 40.000 Restaurants analysiert. Klarer Preissieger ist Wuppertal, gefolgt von Dortmund, Krefeld und Kassel. Am teuersten ist es in München, Stuttgart und Karlsruhe. Die Ergebnisse im Detail:

Pizza:

Wer in Deutschland günstig Pizza essen möchte, muss nach Nordrhein-Westfalen. Tatsächlich liegen hier die zehn günstigsten Pizza-Städte. Angeführt von Herne (5,58 Euro), Gelsenkirchen (5,74 Euro) und Hamm (6,08 Euro) setzt sich die Liste bis Oberhausen (Platz 10, 6,69 Euro) fort.

Stuttgart kann sich mit durchschnittlich 9,93 Euro als teuerste Pizza-Stadt in Deutschland bezeichnen. Und welche Sorte gibt es in Deutschland am häufigsten? Hier gewinnt ein Klassiker, die Pizza Margherita, gefolgt von Hawaii und Salami.

Schnitzel:

In Berlin gibt es nicht nur das größte Angebot an Pizza, auch die meisten Schnitzel-Restaurants findet man hier. Die günstigsten Preise gibt es in Wuppertal, hier bekommt man ein Schnitzelgericht für durchschnittlich 7,73 Euro.

Döner:

Die Anzahl der Imbisse in Deutschland wächst kontinuierlich auf zuletzt über 37.000. Während der Döner mit 5,77 Euro in Dortmund am günstigsten ist, muss man in München durchschnittlich 7,81 Euro dafür ausgeben.

Kaviar:

Wenn es etwas exklusiver sein soll, lohnt sich ein Blick auf die Kaviar-Hotspots. Am einfachsten ist es in München, ein passendes Restaurant zu finden, gefolgt von Berlin und Hamburg. Auch am nördlichsten Punkt Deutschlands, auf Sylt, gibt es die edlen Fischeier auf den Speisekarten. Im Osten von Deutschland bildet neben Berlin auch Halle an der Saale eine Anlaufstelle für Liebhaber.

Rudolf Huber / glp

 

Gewerkschaft fordert: Nächste Bundesregierung soll sachgrundlose Befristungen abschaffen

Gewerkschaft übt Kritik an unsicheren Jobs: Im Kreis Ludwigsburg waren zuletzt 35 Prozent aller neu abgeschlossenen Arbeitsverträge befristet. 2.961 von insgesamt 8.460 Neueinstellungen hatten im zweiten Quartal 2020 ein Verfallsdatum. Darauf macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) aufmerksam und beruft sich hierbei auf Zahlen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. „Befristete Jobs sind besonders stark im Lebensmittelhandwerk und im Gastgewerbe, aber auch in der Ernährungsindustrie verbreitet – und können gerade für jüngere Beschäftigte zur Falle werden“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart. Wer nur eine Stelle auf Zeit habe, bekomme etwa nur schwer eine Wohnung oder einen Kredit. Sogar die Familienplanung werde erschwert. Die nächste Bundesregierung müsse das Problem dringend in den Griff kriegen und Befristungen eindämmen.

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im vergangenen Jahr bundesweit 56 Prozent aller Neueinstellungen im Nahrungs- und Genussmittelgewerbe befristet. Im Gastgewerbe lag die Quote mit 45 Prozent ebenfalls weit über dem branchenübergreifenden Durchschnitt von 38 Prozent. „Im Zuge der Corona-Pandemie können Befristungen für die Betroffenen zu einem großen Problem werden, weil viele Firmen ihreArbeitsverträge auslaufen lassen“, warnt Zacher. Es sei überfällig, dass die Politik Befristungen ohne einen sogenannten Sachgrund eindämme. Als Sachgründe gelten etwa eine Elternzeitvertretung oder eine Probezeit.

An die Beschäftigten aus den Branchen der NGG appelliert der Gewerkschafter, sich vor der Bundestagswahl über die Wahlprogramme der Parteien in puncto Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu informieren und am 26. September wählen zu gehen. „Am Thema Befristungen zeigt sich, wie sehr es auch auf die Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ankommt“, unterstreicht Zacher. Wer im Kreis Ludwigsburg in der Ernährungsindustrie, in Hotels und Gaststätten, Bäckereien oder Fleischereien arbeite, für den stehe bei dieser Wahl viel auf dem Spiel. „Denn wie viele Stunden die Menschen arbeiten müssen, welche Rente sie am Ende bekommen oder ob aus einem Minijob eine feste Stelle wird – das entscheidet sich auch bei der Bundestagswahl“, so Zacher.

Wichtig sei auch, dass die kommende Bundesregierung die Tarifbindung stärke. Laut IAB arbeiteten im letzten Jahr lediglich 45 Prozent aller westdeutschen Beschäftigten nach einem Branchentarifvertrag. Im Jahr 2000 waren es noch 63 Prozent. Zugleich fordert die Gewerkschaft NGG, die Lasten der Corona-Krise gerecht zu verteilen. „Es kann nicht sein, dass einzelne Unternehmen Dividende an ihre Aktionäre ausschütten, nachdem sie vom Staat großzügig mitdem Kurzarbeitergeld unterstützt wurden“, so Zacher.

red

Mahle schafft die Wende, Ausblick verhalten

Die Branche der Automobilzulieferer hat wie viele Bereiche im vergangenen Jahr stark unter der Coronakrise gelitten. Mahle hat nun die Wende geschafft und im ersten Halbjahr 2021 Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt.

So erhöhte sich im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 der Konzernumsatz um 32 Prozent – wechselkursbereinigt um 36 Prozent – auf rund 5,7 Milliarden Euro. Der Technologiekonzern wuchs damit schneller als der globale Automobilmarkt. Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Bereich Elektronik und Mechatronik. Das EBIT lag im ersten Halbjahr bei 201 Millionen Euro, nachdem Mahle im Vorjahr – auch coronabedingt – noch ein Minus verbucht hatte.

Dabei konnten Mehrumsatz, Produktivitätssteigerungen sowie zahlreiche Initiativen zur Kostensenkung negative Effekte wie gestiegene Materialpreise ausgleichen. Auch das Konzernergebnis nach Steuern ist mit 55 Millionen wieder positiv. „Wir haben damit den angestrebten Turnaround erreicht. Die positiven Zahlen belegen, dass wir insgesamt profitabler und effizienter geworden sind,“ sagte Michael Frick, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung (ad interim) sowie CFO von Mahle bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen.

Nach der positiven ersten Halbzeit ist die Aussicht aber zurückhaltender, für das zweite Halbjahr geben sich die Stuttgarter vorsichtiger. Diverse Risiken wie hohe Rohstoffpreise und Halbleiter-Engpässe könnten es volatiler werden lassen. Mahle erwartet trotzdem, das Gesamtjahr mit Umsatzwachstum und positivem Ergebnis abzuschließen.

Auf der IAA Mobility in München (7. bis 12. September 2021) präsentiert das Unternehmen im sogenannten Open Space am Königsplatz dem breiten Publikum und auf dem Mobility Summit (Messegelände) seinen Kunden E-Mobilität der nächsten Generation.

„Mahle hat seine Transformation beschleunigt. Wir werden die bisherigen Erfolge unserer technologischen wie auch strukturellen Neuausrichtung konsequent weiter ausbauen,“ sagte Frick. Ein Schlüssel dafür seien hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die rund sechs Prozent vom Umsatz betragen. Mehr als 80 Prozent davon fließen in Zukunftstechnologien und Entwicklungen rund um klimaneutrale Antriebe.

„Wir haben den Vorteil, dass wir über ein sehr weit gefächertes Produktangebot verfügen, das sich in vielen Bereichen recht schnell von konventionellen Verbrenner- hin zu E-Mobilitäts-Anwendungen transferieren lässt“, beschreibt Frick die Chancen für Mahle. Bis 2030 will das Unternehmen den Umsatzanteil, der unabhängig von Pkw-Verbrennern ist, von aktuell 60 Prozent auf 75 Prozent steigern.

Andreas Reiners / glp

Home Office: Das gilt bei der Rückkehr ins Büro

In der Coronakrise hat sich die Arbeit im Home-Office für viele Menschen bewährt. Arbeitgeber mussten vielen Arbeitnehmern die Regelung ermöglichen. Doch immer mehr Beschäftigte kehren nun – zumindest teilweise – an ihren Schreibtisch im Betrieb zurück. Was rechtlich bei der Rückkehr ins Büro für Beschäftigte und Arbeitgeber gilt, erläutern die Experten.

Für knapp die Hälfte aller Arbeitgeber ist es laut Chefsache Jahresreport 2021 sehr wichtig, dass ihre Mitarbeiter vor Ort arbeiten. Doch die Experten weisen darauf hin, dass der Infektionsschutz am Arbeitsplatz weiterhin gilt. Verlangt der Chef also eine Rückkehr ins Büro, muss er dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter nach Vorgaben der Corona-Arbeitsschutzverordnung, die noch mindestens bis zum 10. September gilt, arbeiten. Dazu gehört beispielsweise die Bereitstellung von Corona-Tests und Masken oder die Reduktion der Personenkontakte auf ein Minimum.

Während es für die einen ein Segen war, von zu Hause aus arbeiten zu können, um Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bekommen, sehnen sich andere nach dem gewohnten Arbeitsumfeld im Betrieb. Und für Unternehmen bedeutete Home-Office nicht nur eine organisatorische, sondern vor allem eine technische und arbeitsrechtliche Herausforderung.

Vermutlich wird es – ähnlich wie an Schulen – zu einem Wechselmodell zwischen Präsenz am Arbeitsplatz und Home-Office kommen. Wer in solch einem hybriden Modell nur noch tageweise im Betrieb arbeitet, hat nach Auskunft der ARAG-Experten keinen Anspruch auf einen festen Schreibtischplatz. Bei diesem so genannten Desk Sharing (engl.: Schreibtisch teilen) fällt der personalisierte Arbeitsplatz weg. Ob also das Familienfoto, der Glücksbringer oder die Pflanze auf dem Schreibtisch stehen bleiben dürfen, muss mit dem Chef geklärt und sollte vor allem auch mit dem teilenden Kollegen besprochen werden.

In Deutschland bestimmt grundsätzlich der Arbeitgeber den Arbeitsort seiner Angestellten. Ein Recht auf das Arbeiten von zu Hause aus haben daher nur Arbeitnehmer, deren Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung die Arbeit im Home-Office regelt. In manchen Unternehmen ist klar definiert, wie viel Prozent der Arbeitszeit im Home-Office verbracht werden kann. Genauso gibt es Firmen die verlangen, dass nach Jobantritt zunächst eine bestimmte Zeit im Büro gearbeitet werden muss, bevor der Wechsel ins Home-Office genehmigt wird.

Andersherum kann ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht gegen ihren Willen ins Home-Office verbannen. Da deren Privatsphäre geschützt ist, verbietet sich eine Zwangs-Versetzung und sie dürfen die Heimarbeit ablehnen. Dabei weisen die ARAG Experten auf eine Ausnahme hin: Wurde das Home-Office arbeitsvertraglich festgeschrieben, muss man bei einer Weigerung mit Abmahnung oder Kündigung rechnen.

Natürlich ist es auch möglich, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern die Entscheidung überlassen, ob sie weiterhin von zu Hause aus arbeiten wollen.

Andreas Reiners / glp

Hohe Preise als Kündigungsgrund

Zu hohe Preise sind ein häufiger Grund, sich einen anderen Anbieter zu suchen. Das Mittel der Wahl: die Vertragskündigung. Bei welchen Unternehmen ein als ungünstig wahrgenommenes Preis-Leistungs-Verhältnis dazu am häufigsten führt, hat der Kündigungsmanager Volders ermittelt. Dazu wurden rund 100.000 Kündigungen unter Angabe des Grundes „schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis“ analysiert und verglichen.

Die Liste der zehn Unternehmen mit den meisten einschlägigen Vertragsbeendigungen führt Sky an: Rund elf Prozent aller „Zu-teuer“-Kündigungen setzte Volders gegen den Pay-TV-Riesen durch. Auf Platz zwei bis sechs des unrühmlichen Rankings finden sich ausschließlich Telekommunikations-Anbieter wieder: 9,6 Prozent waren an Vodafone adressiert, 8,5 Prozent an die Deutsche Telekom. Mobilcom Debitel und O2 komplettieren mit 5,6 bzw. 5,3 Prozent die „Top Five“. Auf Platz sechs folgt 1&1 (3,6 Prozent).

Platz sieben belegt der Streaming-Anbieter maxdome mit rund zwei Prozent der Kündigungen. Gefolgt wird das Unternehmen vom Kabelnetz-Betreiber unitymedia (1,8 Prozent), der seit 2019 Teil von Vodafone ist. Mit einem Anteil von 1,6 Prozent aller Kündigungen nimmt Parship, der einzige Online-Dating-Service des Rankings, den vorletzten Rang ein. Die zehntmeisten Vertragsbeendigungen muss der Pressevertriebsservice PVZ hinnehmen: 1,1 Prozent aller Kündigungen von Nutzern, die das Preis-Leistungs-Verhältnis bemängeln, fallen auf den Anbieter von Presse-Abonnements.

Während bei mehr als der Hälfte der Unternehmen des Rankings das Preis-Leistungs-Verhältnis als dritthäufigster Kündigungsgrund auftritt, ist es bei Sky der häufigste. Auf dem Bewertungsportal Trustpilot monieren Verbraucher speziell den steigenden Preis für das Abonnement, während weniger Fußballsendungen und „uninteressantere Filme als bei Amazon und Netflix“ angeboten würden.

Vodafone, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis der zweithäufigste Kündigungsgrund ist, weist ähnliche Kommentare auf. Am meisten bemängeln die Nutzer zwar den Kundenservice, aber auch der Preis für Abonnements bei gleichzeitigen Verbindungsabbrüchen ist ein häufiges Thema auf dem Bewertungsportal.

Rudolf Huber / glp

„Jetzt kaufen, später zahlen“ boomt

Jetzt kaufen, später zahlen: Vor allem die jungen Kunden setzen auf dieses Modell – und zwar sowohl beim Online-Shopping als auch vor Ort im Geschäft. Und der Markt für „Buy now, pay later“ (BNPL) boomt. Das zeigt die Studie „Konsumentenfinanzierung neu gedacht“, für die das Fintech Credi2 im Juni 2021 repräsentativ 1.000 Deutsche und Österreicher befragte.

„Alles deutet darauf hin, dass BNPL sich in den kommenden fünf Jahren vervierfachen und zu einem Billionenmarkt wird, wie auch aktuelle Zahlen von Juniper Research zeigen“, sagt Daniel Strieder, CEO und Mitgründer von Credi2. „Für immer mehr Kunden wird die Möglichkeit, mit BNPL so flexibel zu zahlen wie sie es möchten, zum entscheidenden Shopping-Kriterium.“

Besonders beliebt ist das spätere Bezahlen bei den 18- bis 34-Jährigen. Mehr als 70 Prozent würden beim Kauf eine Finanzierung in Anspruch nehmen, um spontaner oder auch mal auf ein höherwertiges Produkt zugreifen zu können. Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für BNPL ist zudem die finanzielle Flexibilität. Interessant dabei: Die Verbraucher sind mit den Konditionen am Verkaufsort einverstanden. Rund jeder Dritte meint sogar, dass diese günstiger sind als bei der Hausbank.

„Der gesamte Prozess muss jedoch einfach sein“, so Credi2-CEO Strieder. „Kaum jemand ist noch bereit, seinen Kreditantrag umständlich bei der Hausbank zu stellen und dann abzuwarten, bis das Geld ausgezahlt wird. Für den Kunden wird es zur Selbstverständlichkeit, dass die Kreditvergabe reibungslos in den Kaufprozess integriert ist.“ Drei von vier Befragten erwarten zudem eine schnelle Kreditzusage innerhalb weniger Minuten sowie flexibel anpassbare Kreditraten.

„Zahlungsdienstleister wie Klarna, Paypal oder Afterpay haben das enorme Potenzial längst erkannt und drängen massiv in den BNPL-Markt. Die Banken dagegen drohen die Schnittstelle zum privaten Kunden mehr und mehr zu verlieren, und verzichten damit auf ein attraktives Geschäftsfeld“, ist Strieder überzeugt.

Andreas Reiners / glp

Importpreise nach Deutschland fast so hoch wie zuletzt während der Ölkrise

Die Importpreise waren im Juli 2021 um 15,0 % höher als im Juli 2020. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im September 1981 im Rahmen der zweiten Ölpreiskrise gegeben (+17,4 % gegenüber September 1980). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Juni 2021 bei +12,9 % gelegen, im Mai 2021 bei +11,8 %. Gegenüber dem Vormonat Juni 2021 stiegen die Importpreise im Juli 2021 um 2,2 %. Experten gehen davon aus, dass die Entwicklung auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen wird.

Starker Preisanstieg nach wie vor insbesondere auf Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen

Energieeinfuhren waren im Juli 2021 um 89,6 % teurer als im Juli 2020. Dieser Anstieg begründet sich durch das außerordentlich niedrige Preisniveau des Vergleichsmonats (Basiseffekt): Im Juli 2020 war die Nachfrage nach Erdöl wie bereits in den Monaten April bis Juni 2020 aufgrund der Corona-Krise schwach, gleichzeitig gab es nach wie vor einen starken Angebotsüberhang. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatten im Juli 2021 Erdgas mit einem Plus von 170,5 % und Erdöl mit einem Plus von 68,9 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Juli 2021 um 8,9 % höher als im Juli 2020 und 1,4 % höher als im Vormonat. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 12,2 % über dem Stand des Vorjahres (+2,0 % gegenüber Juni 2021).

Höhere Preise im Vorjahresvergleich auch bei Erzen, Metallen, Kunststoffen, Holz- und Holzwaren

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter stiegen im Juli 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19,2 %. Gegenüber Juli 2020 verteuerten sich vor allem Eisenerze (+108,7 %), gesägtes und gehobeltes Holz (57,4 %), Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten (+52,2 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+52,0 %), Kunststoffe in Primärformen (+42,1 %) sowie Nicht-Eisen-Metallerze (+38,1 %).

Verbrauchsgüter waren im Juli 2021 binnen Jahresfrist 2,5 %, Gebrauchsgüter 1,7 % teurer.

Die Preise für landwirtschaftliche Güter lagen 10,3 % über denen von Juli 2020. Während sich insbesondere Naturkautschuk (+47,8 %), Rohkaffee (+33,8 %) und Getreide (+17,8 %) gegenüber dem Vorjahresmonat stark verteuerten, wurden insbesondere lebende Schweine nach wie vor zu niedrigeren Preisen importier (-14,0 %).

red

Kartennutzung: Kontobewegungen regelmäßig prüfen

Viele Menschen verzichten im Urlaub auf Bargeld und bezahlen stattdessen mit der girocard oder der Kreditkarte. Verbraucher sollten deshalb ihre Kontobewegungen in regelmäßigen Abständen sorgfältig prüfen. Das gilt grundsätzlich, aber besonders nach der Rückkehr aus dem Urlaub, so kartensicherheit.de.

Auf Reisen wird oft mit der girocard oder der Kreditkarte bezahlt, sei es für Souvenirs, Restaurantbesuche oder Supermarkteinkäufe. Nur durch einen genauen Vergleich der Kontoauszüge und Abrechnungen mit sämtlichen Belegen der getätigten Verfügungen lässt sich feststellen, ob die richtigen Beträge abgebucht wurden. Das geht auch online.

Werden Kontobelastungen entdeckt, die man nicht selbst mit der Zahlungskarte veranlasst hat, sollte sofort die Bank oder Sparkasse kontaktiert und die Karte vorsorglich gesperrt werden.

Außerhalb der Öffnungszeiten des Kreditinstituts ist das rund um die Uhr über den Sperr-Notruf +49 116 116 möglich. Auch die Sperr-App 116 116 hilft: Hier können die Daten der Zahlungskarten gespeichert und girocards direkt aus der App gesperrt werden, sofern das teilnehmende Institut Zugang durch diese Applikation gewährt.

Andreas Reiners / glp

Die Deutschen sind offen für alternative Wohnformen

Wie wollen die Deutschen heutzutage wohnen? Die PSD Bank Nord eG hat für die Studie „Wohnen nach Corona“ 1.000 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren befragt. Das Ergebnis: 60 Prozent der Deutschen sind offen für alternative Wohnformen.

Heißt: Verschiedene Generationen unter einem Dach, mit Freunden in einer WG oder mehrere Familien benachbart – gemeinsam mit anderen zu leben ist vor allem für die unter 35-Jährigen eine Option. 78 Prozent können sich das vorstellen. Sie würden am liebsten mit engen Freunden oder mit Geschwistern zusammenziehen. Die ältere Generation denkt vor allem an gemeinsames Wohnen mit den eigenen erwachsenen Kindern, auch wenn diese schon eine eigene Familie haben.

Mit Kindern und Enkeln an einer Adresse – rund ein Viertel aller Deutschen könnte sich diese Wohnform vorstellen. 17 Prozent könnten sich für das Wohnen mit den eigenen Eltern begeistern, nur sechs Prozent mit den Schwiegereltern. Aber auch ein gemeinsames Projekt für die Wohngruppe ist für 17 Prozent der Deutschen attraktiv: Sie würden ein Gutshaus oder einen Resthof gemeinsam mit Gleichgesinnten bewirtschaften oder ein autofreies Wohnprojekt in der Stadt gründen.

Der Weg zum Gemeinschaftswohneigentum sollte aus Sicht der Deutschen erleichtert werden: 76 Prozent der Bundesbürger wünschen sich eine Online-Suchbörse, über die sich Kaufinteressierte ein einer Wunschregion zusammenfinden und ein Immobilienprojekt gemeinsam realisieren können.

Von der Koexistenz versprechen sich die Deutschen vor allem gegenseitige Unterstützung. Das ist aus Sicht von 60 Prozent der Befragten der größte Vorzug alternativer Konzepte. Jeder Zweite sieht ein Plus auch darin, dass man mit vertrauten Personen anstatt mit fremden Nachbarn zusammenlebt. Ähnlich vorteilhaft sind aus Sicht der Deutschen die geringeren Wohn- und Lebenshaltungskosten, die entstehen, wenn man sich zusammentut.

Zusammenleben mit anderen bedeutet auch, in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein. Für 38 Prozent sind alternative Wohnformen besonders attraktiv. 28 Prozent halten Unterstützung bei der Kinderbetreuung für vorteilhaft, 22 Prozent empfinden ein gemeinsames Ziel, das die Wohngruppe verfolgt, als sehr positiv. Während für die jüngeren Befragten eher die geringeren Kosten ein wichtiges Argument für das Zusammenleben sind, begrüßen die älteren vor allem die gegenseitige Unterstützung.

Nicht nur haben die Bundesbürger erkannt, dass das gemeinsame Wohnen Kosten spart. Auch können finanzielle Belastungen in Gemeinschaft besser gestemmt werden, Risiken verteilen sich auf mehrere Schultern.

Andreas Reiners / glp

Neue Rekordpreise: Bauland wird immer teurer

Bauland war in Deutschland noch nie so teuer wie im Jahr 2020. So kostete ein Quadratmeter baureifes Land durchschnittlich 199 Euro. Im Jahr 2010 hatte der Quadratmeterpreis noch bei 130 Euro gelegen. Je nach Bundesland und Gemeindegröße zeigt sich dabei ein erhebliches Preisgefälle: So zahlten Grundstückskäufer in den Flächenländern Bayern und in Baden-Württemberg im Jahr 2020 mit 349 beziehungsweise 245 Euro besonders viel für einen Quadratmeter Bauland, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern wurde nur ein Bruchteil dieses Betrags fällig: Hier lagen die Preise zwischen 46 und 63 Euro.

Preise in Städten ab 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern besonders hoch

Grundsätzlich steigen die durchschnittlichen Kaufwerte mit der Gemeindegröße. In Gemeinden mit weniger als 2 000 Einwohnerinnen und Einwohnern kostete ein Quadratmeter Bauland 2020 im Schnitt 71 Euro. In den 14 größten Städten mit mindestens 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern mussten Käuferinnen und Käufer mit durchschnittlich 1 213 Euro das 17-Fache bezahlen.

Baugrundstücke in Geschäftsgebieten etwas teurer als in Wohngebieten

Mehr als drei Viertel (76 %) aller Verkäufe baureifen Landes waren Transaktionen von Grundstücken in Wohngebieten. Hier kostete der Quadratmeter Bauland 234 Euro. In Geschäftsgebieten waren die Grundstücke mit durchschnittlich 242 Euro pro Quadratmeter unter allen Baugebieten am teuersten. Der Quadratmeterpreis in Wohngebieten geschlossener Bauweise lag dabei mit 309 Euro pro Quadratmeter rund 92 Euro höher als in Wohngebieten offener Bauweise (217 Euro). Bei geschlossener Bauweise dürfen Gebäude ohne Abstand errichtet werden (beispielsweise Reihenhäuser), die offene Bauweise hingegen erfordert einen seitlichen Grenzabstand.

In Dorfgebieten wurde dagegen nur ein Quadratmeterpreis von durchschnittlich 62 Euro erzielt. Neben der Wohnnutzung ist in Dorfgebieten ausschließlich der Bau von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zulässig. Darüber hinaus sind nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe und Handwerksbetriebe erlaubt, die der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner des Gebietes dienen.

red